opsi Getting Started opsi-Version 4.2

uib gmbh


Inhaltsverzeichnis

1. Copyright
2. Einführung
3. Konventionen dieses Dokuments
4. Voraussetzungen
4.1. Unterstützte Distributionen für Server
4.2. Hardwarevoraussetzungen
4.2.1. Hinweise zur Ermittlung von Hardware-Anforderungen
4.3. Software und Konfigurationsvoraussetzungen
4.3.1. gültiger DNS Domainname
4.3.2. gültige DNS Hostnamen
4.3.3. Korrekte Namensauflösung für den Server
4.3.4. Gesetzte Spracheinstellungen
4.4. Benötigte Netzwerk-Ports
5. opsi-server Installation
5.1. opsi-server-Grundinstallation
5.1.1. Inbetriebnahme der von uib vorkonfigurierten virtuellen Maschine
5.1.2. Opsi-QuickInstall
5.1.3. Vorbedingung für eine Installation auf einem Server
5.1.4. Installation auf einem Debian / Ubuntu System
5.1.5. Installation auf einem Univention Corporate Server (UCS)
5.1.6. Installation auf openSUSE oder Suse Linux Enterprise Server (SLES)
5.1.7. Installation auf CentOS oder Red Hat Enterprise Linux (RHEL)
5.2. Konfigurieren des opsi-servers
5.2.1. Proxy-Eintrag in apt-Konfiguration
5.2.2. Aktualisierung des opsi-servers
5.2.3. Backend-Konfiguration
5.2.4. Samba-Konfiguration anpassen und Ändern von Passwörtern
5.2.5. User einrichten und Gruppen opsiadmin und opsifileadmins pflegen
5.2.6. DHCP-Konfiguration
5.2.7. Konfiguration der Namensauflösung
5.3. Einspielen der minimalen opsi-Produkte
5.3.1. Automatisches Einspielen der minimalen opsi-Produkte
5.3.2. Manuelles Einspielen der opsi-Produkte
6. Management-Oberfläche opsi-configed
6.1. Installation der Management-Oberfläche opsi-configed
6.2. Start der Management-Oberfläche opsi-configed
7. Clients zu opsi hinzufügen
7.1. Anlegen eines neuen opsi-Clients
7.1.1. Anlegen eines neuen opsi-Clients über die grafische Management-Oberfläche
7.1.2. Anlegen eines neuen opsi-Clients über die Kommandozeile
7.1.3. Anlegen eines neuen opsi-Clients mit Hilfe der opsi-client-bootcd
7.2. Integration vorhandener Windows-Clients in opsi
7.2.1. Verwendung von service_setup.cmd auf Windows NT6
7.2.2. Verwendung von service_setup.cmd auf Windows NT5
7.2.3. Verwendung von opsi-deploy-client-agent
8. Rollout existierender Produkte
8.1. Verteilung von opsi Standard Produkten: opsi-configed
8.2. Inventarisierung mit dem localboot-Produkten hwaudit und swaudit
8.3. Hardware-Inventarisierung mit dem netboot-Produkt hwinvent
9. Installation eines neuen Windows PC über opsi (OS-Installation)
9.1. Betriebssysteminstallation: Vervollständigen der Basispakete für Windows
9.2. NT6 Familie: ab Win7 / 2008R2
9.2.1. Erstellen eines PE
9.2.2. Erweiterung eines PE
9.2.3. unattend.xml
9.2.4. Treiber-Integration
9.2.5. Bereitstellung der Installationsmedien
9.2.6. Log-Dateien der unattended-Installation
9.3. Windows-Produktschlüssel
9.4. Start der Windows-Installation
9.5. Aufbau der Produkte zur unattended Installation
9.5.1. Übersicht des Verzeichnisbaums
9.5.2. Die Dateien
9.5.3. Verzeichnis installfiles / winpe
9.5.4. Verzeichnisse opsi / custom
9.5.5. Verzeichnis drivers
9.6. Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation
9.6.1. Allgemeine Treiber Pakete
9.6.2. Treiber die zu Ihrer Hardware gehören aber nicht speziell zu geordnet sind
9.6.3. Treiber die manuell Rechnern zu geordnet sind
9.6.4. Treiber die über die Felder <vendor>/<model> der Inventarisierung automatisch den Rechnern zu geordnet werden.
9.6.5. Struktur des Treiber Verzeichnisses und Ablage der Treiber
9.6.6. Abarbeitung der unterschiedlichen Ebenen der Treiberintegration
9.6.7. Treiber hinzufügen und prüfen
10. Weitere Informationen

Abbildungsverzeichnis

5.1. Sprachauswahl
5.2. Startmaske
5.3. Eingabemaske
5.4. Graphische Startoberfläche des opsiservers
5.5. Sprache und Art der Installation
5.6. Informationen
5.7. Installation
5.8. Ergebnis
5.9. Ergebnis
5.10. opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske
5.11. opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe
7.1. Startbild opsi-client-boot-cd
7.2. bootimage/boot-cd Konfigurationsmakse
7.3. bootimage/boot-cd Auswahl Erstellungsmethode
7.4. bootimage/boot-cd Authentifizierungsmaske
7.5. bootimage/boot-cd netboot Produktauswahl

Kapitel 1. Copyright

Das Copyright an diesem Handbuch liegt bei der uib gmbh in Mainz.

Dieses Handbuch ist veröffentlicht unter der creative commons Lizenz
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen (by-sa).

CC by sa

Eine Beschreibung der Lizenz finden Sie hier:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Der rechtsverbindliche Text der Lizenz ist hier:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Die Software von opsi ist in weiten Teilen Open Source.
Nicht Open Source sind die Teile des Quellcodes, welche neue Erweiterungen enthalten die noch unter Kofinanzierung stehen, also noch nicht bezahlt sind.
siehe auch: opsi-Erweiterungen als Kofinanzierungsprojekte

Der restliche Quellcode ist veröffentlicht unter der AGPLv3:

agplv3

Der rechtsverbindliche Text der AGPLv3 Lizenz ist hier:
http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0-standalone.html

Deutsche Infos zur AGPL: http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.de.html

Für Lizenzen zur Nutzung von opsi im Zusammenhang mit Closed Source Software kontaktieren Sie bitte die uib gmbh.

Die Namen opsi, opsi.org, open pc server integration und das opsi-logo sind eingetragene Marken der uib gmbh.

Kapitel 2. Einführung

Diese Anleitung beschreibt detailliert die Installation und Inbetriebnahme eines opsi-servers, ausgehend von den zur Verfügung gestellten Installationspaketen bis zur Testinstallation eines Clients.

Die Installation und Inbetriebnahme eines opsi-servers erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Grundinstallation des Servers
  2. Konfiguration des Servers (Anpassung an Netzwerkgegebenheiten, Einrichtung von Benutzern und Kennwörtern, Installation zu verteilender Produkte)
  3. Aufnahme und Einbindung von Rechnern in opsi
  4. Verteilung von Windows auf Clients
  5. Paketierung und Verteilung eigener Software

Danach kann auf einem Client automatisiert ein Betriebssystem mitsamt Software installiert und eine Hard- und Software-Inventur gemacht werden.

Weitere Features sind im opsi-Handbuch beschrieben. Dort finden sich auch Erläuterungen und Erklärungen zu den kofinanzierten Erweiterungen und deren Einrichtung.

Die dargestellte Netzwerkkonfiguration ist exemplarisch und bezieht sich auf ein Netz u.a. ohne konkurrierende DHCP-Server (z.B. ein isoliertes Testnetz, in das der opsi-server und seine Clients für die ersten Versuche gestellt werden können).

Wir empfehlen Ihnen dringend, erste Versuche mit opsi in einem Testnetz zu machen, das getrennt von anderen DHCP-Servern ist, welches Sie aber zeitweise an Ihr Hauptnetz ankoppeln können, um z.B. Aktualisierungen und Pakete aus dem Internet laden zu können

Für die Einbindung in bestehende Netze können Sie ggf. auf Beratungsleistungen durch uib zurückgreifen.

Kapitel 3. Konventionen dieses Dokuments

Befehle werden gesondert hervorgehoben:

dies ist ein Befehl

Im Rahmen der Installation und Konfiguration können Sie die Befehle aus diesen Feldern in der Regel der Reihe nach per copy & paste aus diesem Dokument kopieren und ausführen.

Kapitel 4. Voraussetzungen

Nachfolgend werden die Voraussetzungen für die Installation von opsi auf einem Server beschrieben.

4.1. Unterstützte Distributionen für Server

Stand 18.02.2021

Distribution

Opsi 4.2

Debian 10 Buster

supported.png

Debian 9 Stretch

supported.png

Ubuntu 20.04 LTS Focal Fossa

supported.png

Ubuntu 18.04 LTS Bionic Beaver

supported.png

Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus

unsupported.png

RHEL 8

supported.png

RHEL 7

unsupported.png

CentOS 8

supported.png

CentOS 7

unsupported.png

SLES 15 SP1

supported.png

SLES 15 SP2

supported.png

SLES 12SP*

unsupported.png

SLES 12

unsupported.png

openSuse Leap 15-2

supported.png

openSuse Leap 15-1

supported.png

openSuse Leap 15

discontinued.png

UCS 4.4

supported.png

supported.png: Supported unsupported.png: Unsupported develop.png: Under development discontinued.png: Discontinued

4.2. Hardwarevoraussetzungen

Für den opsi-server in realer Hardware wird benötigt:

  • Intel-x86-kompatibler PC
  • mindestens 2GB RAM
  • eine Festplatte mit mindestens 60 GB Kapazität

    • Ein opsi-server sollte im Betrieb im Verzeichnis /var/lib/opsi über mindestens 16 GB freien Speicher verfügen

Im Testbetrieb sind die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Maschine nicht besonders hoch. Für den Produktivbetrieb kann es nötig werden die Anforderungen an den Server an zu passen.

Bei der Verwendung der virtuellen Maschine muss ein angemessener Wirtsrechner genutzt werden. Es sollte mindestens ein Dualcore Prozessor und 4GB RAM vorhanden sein. Für eine Teststellung kann problemlos eine weitere virtuellen Maschine auf dem selben Wirtsrechner als Client dienen.

4.2.1. Hinweise zur Ermittlung von Hardware-Anforderungen

Die Anforderungen an die Hardware hängen stark von der Verwendung ab. Daher hier ein paar Hinweise damit Sie das passende für sich kalkulieren können.

Arbeitsspeicher

Jede aktive Samba Connection macht einen eigenen Samba Prozess auf. Für diesen sind je nach Quelle zwischen 800 kB und 4 MB zu kalkulieren. Wieviele opsi-clients gleichzeitig auf einen opsi Server zugreifen, hängt stark von den Tagesabläufen in Ihrer Umgebung ab.

Für Samba 3 wurden folgende Werte empfohlen:

Prozess

1 User

130 User

500 User

smbd

4 MB

520 MB

2000 MB

Da uns keine Werte für aktuelle Samba-Versionen vorliegen, können die vorgenannten Zahlen lediglich als grobe Schätzung angesehen werden und sollten mit einem Sicherheitszuschlag von 50% versehen werden.

Der Speicherverbrauch des opsiconfd hängt stark (aber nicht nur) von der Anzahl der Clients ab. Aus bestehenden Installationen kann der folgende Minimalverbrauch abgeleitet werden. Bei den angegebenen Userzahlen handelt es sich hierbei nicht um gleichzeitig aktive User, sondern um die Gesamtzahl.

Prozess

100 User

2000 User

4000 User

opsiconfd

500 MB

1000 MB

2000 MB

Auch hier sollten Sie einen Sicherheitszuschlag haben.

CPU

Der opsiconfd nutzt derzeit nur einen Kern. Dieser eine Kern wird auch nur dann ausgelastet, wenn viele opsi-clients (>100) exakt gleichzeitig auf den Server zugreifen. Aber das Betriebsystem, Samba, die Datenbank usw. benötigen ebenfalls Rechenzeit.

D.h. bei 500 Clients sollten zwei CPU-Kerne hinreichend sein, bei 1000 Clients sollten sie vier CPU-Kerne zur Verfügung stellen.

Beachten Sie auch, dass opsi-Depots Last auf den opsi-Configserver bringen, die zudem deutlich größer ist, als die eines einzelnen Clients.

4.3. Software und Konfigurationsvoraussetzungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Sie opsi installieren bzw. einsetzen können:

4.3.1. gültiger DNS Domainname

Ihr DNS Domainname muss mindestens aus einer Domain und einer Topleveldomain bestehen. Anders ausgedrückt: der volle (Fully qualified) Domainname muss mindestens einen Punkt enthalten. Weiterhin muss die Topleveldomain aus mindestens zwei Zeichen bestehen.

Erlaubt sind z.B.: domain.local, uib.de, subdomain.domain.de.
Nicht erlaubt ist z.B. mydomain.d, denn das wäre nur ein Zeichen in der Topleveldomain.
Nicht erlaubt ist z.B. mydomain, denn das wäre nur eine Topleveldomain.

Siehe auch:

4.3.2. gültige DNS Hostnamen

Die Hostnamen (auch der Clients) müssen den Richtlinien entsprechen. Dazu gehört auch, dass sie z.B. keine Unterstriche enthalten dürfen.

Kontrollieren Sie auf Ihrem opsi-server, dass der folgende Befehl einen fully qualified domainname zurück liefert, in dem mindestens zwei Punkte vorkommen, z.B. opsiserver.domain.local:

hostname -f

Sieht das Ergebnis nicht so aus (enthält z.B. 127.0.0.1 oder localhost) dann müssen Sie Ihre /etc/hosts oder Namensauflösung zunächst korrigieren.

Siehe auch: * https://de.wikipedia.org/wiki/Hostname#Richtlinien

4.3.3. Korrekte Namensauflösung für den Server

Prüfen Sie den Eintrag für den opsi-server in der Datei /etc/hosts, oder aber die Ausgabe von:

getent hosts $(hostname -f)

Das Ergebnis sollte beispielsweise so aussehen:
192.168.1.1 server.domain.tld server

Dabei sollte die IP-Adresse der Netzwerkschnittstelle aufgeführt sein, zu der sich die Clients später verbinden sollen.

Sieht das Ergebnis nicht so aus (enthält z.B. 127.0.0.1, 127.0.0.2 oder localhost), dann müssen Sie die Datei /etc/hosts oder Ihre Namensauflösung korrigieren.

Anmerkung

Die Namen müssen den Vorgaben eines DNS-Systems entsprechen, aber ein DNS-Server wird für den Betrieb von opsi nicht benötigt.

Anmerkung

opsi benötigt kein Active Directory oder ähnliches. Eine Integration ist möglich, wird aber nicht vorausgesetzt.

4.3.4. Gesetzte Spracheinstellungen

opsi setzt voraus, dass auf dem verwendeten Server Spracheinstellungen (locale) gesetzt sind.
Empfohlen wird die Verwendung einer UTF-8-kompatiblen Lokalisierung.

Zur vereinfachten Prüfung kann folgender Befehl verwendet werden:

test -e /etc/default/locale && echo "ok" || (echo "Check locales:" && locale)

Wird ok ausgegeben, so sind locales gesetzt. Wird check locales: ausgegeben, so prüfen Sie bitte, dass in der nachfolgend ausgegebenen Liste für LANG oder LC_ALL ein Wert gesetzt ist, welcher der von Ihnen verwendeten Sprache entspricht.

Für Deutsch empfehlen wir de_DE.UTF-8.

Die folgenden Befehle zeigen beispielhaft wie die Einstellung geändert werden kann, sollte kein oder ein ungewollte Wert gesetzt sein:

sudo locale-gen de_DE.UTF-8
update-locale LANG=de_DE.UTF-8

Zum systemweiten Anwenden der Spracheinstellung sollte der Server neu gestartet werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Handbuch der von Ihnen verwendeten Linux-Distribution.

4.4. Benötigte Netzwerk-Ports

Dies ist eine Übersicht über verwendete Ports und Netzwerk-Protokolle.

  • opsi-server Webservice: TCP 4447
    Client zum Server, Depot zum Server (bidirektional, Verbindungen via localhost).
  • opsi-client Webservice: TCP 4441
    Server zum Client, Verbindung vom Client an sich selbst via localhost.
  • opsi-client Webservice: TCP 4442
    Verbindung vom Client an sich selbst via localhost.
  • opsi-client Notifier: TCP 45000 - 65536
    Verbindung vom Client an sich selbst via localhost.
    Ein zufälliger Port aus dem gegebenen Bereich wird ausgewählt.
  • TFTP: UDP 69
    Verbindung vom Client zum Server.
  • CIFS/SMB: UDP 137 / UDP 138 (netbios) / TCP 139 / TCP 445
    Client zu Server (bidirektional).
    Abhängig von der Version des Client-Betriebssystems.
  • WEBDAV: TCP 80
  • WINEXE: UDP 137 / UDP 138 (netbios) / TCP 139 / TCP 445 Server zu Client (bidirektional).
    Abhängig von der Version des Client-Betriebssystems.
  • SSH (optional): TCP 22
  • DNS: TCP 53
  • WakeOnLan (WOL): UDP 7 / UDP 9 / UDP 12287
    Verbindung vom Server zum Client. Diese Ports sind konfigurierbar.
  • HTTP: TCP 80
    Um Server-Updates z.B. von http://download.opensuse.org/ zu laden.
  • HTTPS: TCP 443
    Um Server-Updates z.B. von https://download.uib.de zu laden (opsi-package-updater).

Kapitel 5. opsi-server Installation

Dieses Kapitel beschreibt die Installation und Konfiguration eines opsi-Servers.

Nachdem Sie dieses Kapitel durchgearbeitet haben, haben Sie einen funktionsfähigen opsi-Server. Dies dient als Grundlage für alle weiterführenden Kapitel.

Wir gehen in den folgenden Kapiteln davon aus, dass Sie eine funktionierende Netzwerkkonfiguration auf Ihrem Server haben.

5.1. opsi-server-Grundinstallation

In diesem Abschnitt werden verschiedene Varianten der Installation eines opsi-servers dargestellt. Am Ende haben Sie ein Serversystem, das bereit für die endgültige Konfiguration und Inbetriebnahme ist. Zur Evaluierung von opsi empfehlen wir die Verwendung der vorinstallierten virtuellen Maschine. Ansonsten sollten Sie das Betriebssystem wählen, mit welchem Sie sich am besten auskennen. Sorgen Sie in diesem Fall dafür, dass die Pakete auf dem Server aktuell sind!

Falls in Ihrem Netzwerk ein Proxyserver zum Zugriff auf das Internet verwendet werden muss, so denken Sie daran diesen auch auf Ihrem opsi-server einzutragen. Insbesondere die Umgebungsvariablen http_proxy und https_proxy.

Bei Problemen können Sie sich an den durch die Community bereitgestellten Freien Support wenden.

5.1.1. Inbetriebnahme der von uib vorkonfigurierten virtuellen Maschine

Da die Anforderungen an die Rechengeschwindigkeit eher niedrig sind, lässt sich der opsi-server auch problemlos als virtuelle Maschine installieren. Für ESX, VMware und Virtualbox haben wir bereits eine entsprechende Maschine eingerichtet. Die Dateien stehen im Internet zur Verfügung. Zum Betrieb genügt ein kostenfreier VMware-Player oder Virtualbox. Sie können diese Maschine aber auch in VMware-Server oder ESXi betreiben.

Auspacken und erster Start

VMware

Sofern Sie bereits über einen Gastrechner verfügen, auf dem die VMware-Vollversion oder ein VMware-Player installiert ist, erledigen Sie die Grundinstallation des opsi-servers mit wenigen Mausklicks:

  • Laden Sie die aktuelle opsi-ServerVM von uib.de
  • Entpacken Sie den Zip-File, das Verzeichnis opsivm wird erzeugt.
  • Starten Sie den VMware-Player.
    Öffnen Sie "Open a Virtual Maschine", suchen Sie in dessen Dateiauswahldialog das Verzeichnis opsivm und darin die Datei opsivm.ovf. Gegebenenfalls müssen Sie ganz unten noch die anzuzeigenden Dateitypen auf ovf ändern. Sie können den Server jetzt unter einem eigenen Namen importieren. Der virtuelle Server kann gestartet werden.

ESXi-Server

  • Laden Sie die aktuelle opsi-ServerVM von uib.de
  • Entpacken Sie den Zip-File, das Verzeichnis opsivm wird erzeugt
  • Starten Sie den vSphere Client.
    Erstellen Sie sich einen neuen Rechner über Datei / OVF-Vorlage bereitstellen…. und die Beantwortung der Folge-Dialoge.

Virtualbox

  • Laden Sie die aktuelle opsi-ServerVM von uib.de
  • Entpacken Sie den Zip-File, das Verzeichnis opsivm wird erzeugt
  • Starten Sie Virtualbox.
    Über den Menüpunkt Datei / Appliance importieren können Sie die Datei opsivm.ovf laden.

Allgemein

Den VMware-Player können Sie für alle gängigen Betriebssysteme kostenfrei bei vmware.com beziehen. Er lässt sich in der Regel problemlos installieren, sofern die Ausstattung des Wirtsrechners, insbesondere mit Speicher, den Bedarf mehrerer parallel laufender Betriebssysteme abdeckt.

Sprachauswahl

Nach dem Start des Systems müssen Sie die gewünschte Sprache auswählen:

Abbildung 5.1. Sprachauswahl

Screenshot: Sprachauswahl

Erster Start

Zur Arbeit mit dem opsi-server ist es von sehr großem Vorteil, wenn dieser direkt mit dem Internet verbunden ist. Zur Netzwerkkonfiguration wird beim ersten Start der Appliance automatisch das Skript 1stboot.py aufgerufen.
Wenn Sie das System anders aufgesetzt haben oder einen neuen Anlauf nehmen wollen, können sie 1stboot.py bzw. /usr/local/bin/1stboot.py auch auf der Kommandozeile aufrufen.

Die Logdatei von 1stboot.py ist /var/lib/1stboot/1stboot.log.

Warnung

1stboot.py eignet sich nicht, um einen konfigurierten opsi-server nachträglich umzubenennen!

Abbildung 5.2. Startmaske

Screenshot: 1stboot.py Startmaske

Sie werden dann zur Eingabe von Informationen zur Konfiguration des Netzwerkes aufgefordert. Beantworten Sie die Fragen.

Abbildung 5.3. Eingabemaske

Screenshot: 1stboot Eingabemaske

Im Folgenden werden Sie gefragt nach:

Servername
Name diese Servers (ohne Domain) z.B. opsidepot
Domain
DNS-Domain (nicht Windows-Domain, muss einen Punkt enthalten) z.B. opsi.local oder meinefirma.local
IP-Adresse
Adresse dieses Servers z.B. 192.168.1.50
Netzmaske
Netzmaske dieses Servers z.B. 255.255.255.0
Windows Domain
Name der Windows Domain (nicht DNS-Domain)
Gateway
IP-Adresse des Internetgateways, z.B. 192.168.1.1
Proxy
Soweit zum Internetzugriff benötigt, die Angaben zum Proxy: z.B. http://myuser:mypass@192.168.1.5:8080
DNS-Server
IP-Adresse des Nameservers, z.B. 192.168.1.1
Mailrelay
IP-Adresse des Mailservers z.B. 192.168.1.1
Tftpserver
Als TFTP server geben Sie in der Regel die IPv4-Adresse des Servers (=IP-Adresse) ein.
Passwort für root
Das Passwort für den lokalen Administrator-Benutzer.
Passwort für adminuser
Das Passwort für den lokalen opsi-Administrator.

Nach Abschluss des Programms 1stboot.py wird die virtuelle Maschine, sofern Sie automatisch gestartet war, auch automatisch neu gebootet.

Zweiter Start

Nach dem Neustart bzw. nach Fertigstellen der Netzwerkkonfiguration melden Sie sich als Benutzer adminuser mit dem von Ihnen vergebenen Passwort an.

Sie befinden sich direkt auf der graphischen Oberfläche des opsi-servers (für diese wird ein Ressourcen schonender Windowsmanager verwendet). Zur Begrüßung erscheint ein „Firefox“-Browser-Fenster mit dem Verweis auf das vorliegende Handbuch und weiteren Hinweisen.

Wenn die Meldung erscheint, dass keine Netzwerkverbindung verfügbar ist, kann dies mit der speziellen Start-Konfiguration der virtuellen Appliance zusammenhängen. Vor einer weiteren Fehlersuche sollten Sie zunächst probieren, den Server nochmals zu rebooten (z.B. mit dem Ausschaltknopf in der Bedienleiste unten auf der graphischen Oberfläche).

Abbildung 5.4. Graphische Startoberfläche des opsiservers

Screenshot: Graphische Startoberfläche des opsiservers

Sobald die Netzwerkkonfiguration funktioniert, können Sie auch remote auf den opsi-server zugreifen:

  • Verwenden Sie ssh in der Befehlszeile, um auf den Server zuzugreifen (in Linux-Systemen stets vorhanden, unter Windows mit putty)
    Als Benutzernamen verwenden Sie root, Sie authentifizieren sich mit dem Root-Passwort.

Terminalfenster

Im Folgenden müssen einige Befehle auf der Kommandozeile eingegeben werden. Die Verwendung der Kommandozeile ist möglicherweise der einfachste Weg, um diese Anweisungen durchzuarbeiten.

Ein Fenster zur Text-Eingabe von Befehlen, d.h. ein Terminalfenster, erhält man auf verschiedenen Wegen:

  • Remotezugriff per ssh auf den opsi-server (s. vorheriger Abschnitt)
  • Öffnen eines Terminalfensters in der graphischen Oberfläche (direkt auf dem opsi-server) durch Klicken auf das Terminal-Icon in der Icon-Leiste der graphischen Oberfläche.
  • Öffnen eines Terminalfensters in der graphischen Oberfläche (direkt auf dem opsi-server) durch Rechtsklick in der Fläche und Auswahl von "Terminal". Dazu hilfreich: die graphische Oberfläche hat mehrere Arbeitsflächen, erreichbar durch die Auswahl-Schaltflächen in der linken oberen Bildschirmecke.

Besonders vorteilhaft ist es, Befehle aus den Anleitungen, z.B. diesem Handbuch, direkt per Kopieren & Einfügen in ein Terminalfenster zu übertragen, soweit die entsprechende Anwendungsumgebung dies unterstützt.

Beispiele aus Konfigurationsdateien sind in den Dokumentationen wie folgt formatiert:

depoturl = smb://smbhost/sharename/path

Befehle sind folgendermaßen hervorgehoben:

cd /tmp
ls -l

In <spitzen Klammern> werden Namen dargestellt, die durch ihre Bedeutung ersetzt werden müssen.
Beispiel: Der Fileshare, auf dem die opsi Softwarepakete liegen, wird <opsi-depot-share> genannt und liegt auf einem realen Server in der Regel in /var/lib/opsi/depot.
Das Softwarepaket: <opsi-depot-share>/ooffice liegt dann tatsächlich unter /var/lib/opsi/depot/ooffice.

Überprüfen und ggf. korrigieren der Netzwerkanbindung

Wenn die Netzwerkkonfiguration korrekt ist und der Rechner Anbindung an das Internet hat, können Sie mit dem Browser im Startfenster bereits auf eine beliebige Adresse im Internet zugreifen.

Sofern nicht alles funktioniert, öffnen Sie am besten ein Terminalfenster (möglicherweise geht es dann noch nicht remote, sondern nur auf der Server-Oberfläche), und prüfen die Netzwerkanbindung mit den üblichen, hier nicht zu erklärenden Checks.

Sie können im Terminalfenster auch das Kommando aufrufen und die Netzwerkkonfiguration neu eingeben:

1stboot.py

Ein Systemneustart wird dann durch den Befehl erzwungen:

reboot

Wenn die Netzwerkanbindung funktioniert, setzen Sie die Konfiguration des opsi-servers fort, um dann mit ersten Installationstest beginnen zu können.

Aktualisierung des opsi-Servers

Bringen Sie den opsi-Server auf den aktuellen Stand, indem Sie das Icon Update OS auf dem Desktop doppelt klicken. Geben Sie das Passwort für den adminuser ein und bestätigen gegebenfalls mit Y falls erforderlich.

Installieren der Standard opsi-Produkte

Installieren Sie die Standard opsi-Produkte durch Doppelklick auf das Icon First package installation. Bitte geben Sie das Passwort für den adminuser ein. Hierdurch werden automatisiert die aktuellen opsi-Pakete, incl. Templates für Betriebssysteminstallationen, aus den opsi-Repositories geholt und auf dem Server installiert.

Für weitere Informationen siehe auch Abschnitt 5.3, „Einspielen der minimalen opsi-Produkte“.

Start der Management-Oberfläche

Die Management-Oberfläche können Sie durch einen Doppelklick auf das Icon Opsi Configuration Editor aufrufen. Zur Beschreibung der Management-Oberfläche gehen Sie zu Abschnitt 6.2, „Start der Management-Oberfläche opsi-configed“.

Damit ist die grundlegende Server-Konfiguration beendet.

Sie können nun fortfahren mit:

5.1.2. Opsi-QuickInstall

Opsi-QuickInstall ist ein Programm, mit dem Sie schnell und einfach einen opsi-server auf den folgenden Linux-Distributionen installieren können:

  • Debian 9, Debian 10,
  • openSUSE Leap 15.1, openSUSE Leap 15.2,
  • SLES 15 SP1, SLES 15 SP2,
  • Ubuntu 18.04, Ubuntu 20.04

Herunterladen und erster Start

Sie können Opsi-QuickInstall als ZIP-Datei unter folgendem Link herunterladen: https://download.uib.de/opsi4.2/stable/quickinstall/ .

Entpacken Sie die Datei und öffnen Sie den Ordner opsi-quickinstall. Jetzt müssen Sie sich entscheiden, ob Sie die Installation mit oder ohne grafische Benutzeroberfläche ausführen möchten.

Im Folgenden werden beide Versionen beschrieben.

Mehr Informationen zu den Properties, nach denen QuickInstall fragt, finden Sie im Opsi-Handbuch unter Kapitel "9.5.10.1 Das Produkt l-opsi-server" : https://download.uib.de/opsi4.2/stable/documentation/opsi-manual-v4.2-de.pdf . Dort können Sie auch die Default-Werte der Properties nachlesen. Abweichend vom Handbuch ist nur der Default-Wert der Property allow_reboot; dieser ist in QuickInstall false.

Opsi-Quickinstall GUI-Version

Öffnen Sie den Ordner "gui" und führen Sie die Datei "opsi_quick_install_project" aus (zum Beispiel durch Doppelklick).

Es erscheint ein Fenster, in welchem Sie zunächst die gewünschte Sprache für QuickInstall und die Art der Installation auswählen können:

Abbildung 5.5. Sprache und Art der Installation

Screenshot: Sprache und Art der Installation

Bei der benutzerdefinierten Installation können Sie detailliertere Einstellungen vornehmen.

Klicken Sie dann auf "weiter>" und beantworten Sie die Fragen. Zu manchen Fragen gibt es rechter Hand Informationszeichen, die Ihnen durch Mausklick weitere Informationen zur jeweiligen Frage liefern.

Abbildung 5.6. Informationen

Screenshot: Informationen

Bei den Fragen nach Name und Passwort des Opsi-Admin-User sind Beispiel-Werte angegeben (ebenfalls auf dem Bild Abbildung 5.6, „Informationen“ zu sehen). Aus Sicherheitsgründen sollten Sie diese Werten unbedingt ändern. Verwenden Sie NICHT die Beispiele!

Nach den Fragen zeigt QuickInstall Ihnen eine Übersicht an, in der Sie nochmal alle Ihre Antworten kontrollieren können. Wenn alles korrekt ist, klicken Sie auf "fertigstellen", geben Sie Ihr Passwort ein und klicken Sie erneut auf "fertigstellen". Dann beginnt die Installation des opsi-server.

Abbildung 5.7. Installation

Screenshot: Installation

Die Installation kann einige Minuten dauern. Am Ende zeigt Ihnen QuickInstall an, ob sie erfolgreich war.

Abbildung 5.8. Ergebnis

Screenshot: Ergebnis

Ist das Ergebnis "success", dann ist Ihr opsi-server nun betriebsbereit.
Beim Ergebnis "failed" können Sie in den Log-Dateien nach dem Fehler suchen oder sich, wenn Sie einen Support-Vertrag haben, gerne auch direkt an uib wenden.

Opsi-Quickinstall No-GUI-Version

Öffnen Sie den Ordner "nogui" und führen Sie die Datei "opsi_quick_install_project" mit einem der folgenden Parameter in der Konsole als Root aus:

  • -d, um die Standard-Werte für die Installation des opsi-server zu verwenden und die Installation direkt zu starten,
  • -f <file>, um die Werte aus einer Datei für die Installation des opsi-server zu verwenden und die Installation direkt zu starten,
  • -n, (empfohlen) um ein Setup-Programm in der Konsole zu starten, in welchem Sie die Werte für die Installation einzeln bestimmen können.

Führen Sie also zum Beispiel

sudo ./opsi_quick_install_project -n

aus.

Die Funktionsweise des Setup-Programms wird im Folgenden kurz beschrieben.

Wenn Sie den Parameter -n gewählt haben, beantworten Sie die Fragen, die gestellt werden. Bei jeder Frage haben Sie auch die Möglichkeit, folgende Befehle einzugeben:

  • -b, um zur vorigen Frage zurückspringen,
  • -h, (nur bei Fragen, die am Ende mit einem * gekennzeichnet sind) um weitere Informationen zu dieser Frage zu erhalten,
  • nichts eingeben und Enter drücken, um den Default-Wert für diese Frage zu verwenden.

Danach zeigt QuickInstall Ihnen eine Übersicht an, in der Sie nochmal alle Ihre Antworten kontrollieren können. Wenn alles korrekt ist, drücken Sie Enter, um die Installation des opsi-server zu starten.

Die Installation des opsi-server kann einige Minuten dauern. Am Ende zeigt Ihnen QuickInstall an, ob sie erfolgreich war.

Abbildung 5.9. Ergebnis

Screenshot: Ergebnis

Ist das Ergebnis "success", dann ist Ihr opsi-server nun betriebsbereit.
Beim Ergebnis "failed" können Sie in den Log-Dateien nach dem Fehler suchen oder sich, wenn Sie einen Support-Vertrag haben, gerne auch direkt an uib wenden.

5.1.3. Vorbedingung für eine Installation auf einem Server

Der opsi-Server benötigt ab Version 4.2 Zugriff auf eine Redis- und eine Grafana-Instanz. Sollen diese Dienste ebenfalls auf dem opsi-Server bereitgestellt werden, empfehlen wir das Paket opsi-server-full für die Installation zu nutzen. Dieses Paket installiert und konfiguriert alles notwendige auf dem opsi-Server (im folgenden wird dies als Single-Server-Setup beschrieben). Diese Empfehlung gilt für alle unterstützten Betriebssysteme, außer bei Univention UCS. Auf diesen Systemen sollte nach wie vor das opsi4ucs Paket installiert werden.

Anmerkung

Das opsi-server-full-Paket installiert alle benötigten Komponenten zum Betrieb von opsi auf einem Server.
Sollen gewisse Komponenten nicht installiert werden, beispielsweise wenn Redis, MySQL oder Grafana auf einem anderen Server laufen sollen,
können stattdessen die Pakete opsi-server oder opsi-server-expert verwendet werden.

Wir empfehlen für Grafana die offiziellen Grafana-Repositories zu nutzen:

Debian/Ubuntu/UCS:

sudo apt-get install -y apt-transport-https software-properties-common wget
wget -q -O - https://packages.grafana.com/gpg.key | sudo apt-key add -
echo "deb https://packages.grafana.com/oss/deb stable main" > /etc/apt/sources.list.d/grafana.list

RHEL/CentOS:

yum install wget
cd /etc/yum.repos.d
cat <<EOF > grafana.repo
[grafana]
name=grafana
baseurl=https://packages.grafana.com/oss/rpm
repo_gpgcheck=1
enabled=1
gpgcheck=1
gpgkey=https://packages.grafana.com/gpg.key
sslverify=1
sslcacert=/etc/pki/tls/certs/ca-bundle.crt
EOF

openSUSE/SLES:

zypper install wget
cd /etc/zypp/repos.d
cat <<EOF > grafana.repo
[grafana]
name=grafana
baseurl=https://packages.grafana.com/oss/rpm
repo_gpgcheck=1
enabled=1
gpgcheck=1
gpgkey=https://packages.grafana.com/gpg.key
sslverify=1
sslcacert=/etc/pki/tls/certs/ca-bundle.crt
EOF

5.1.4. Installation auf einem Debian / Ubuntu System

In diesem Abschnitt wird davon ausgegangen, dass Sie mit dem Debian-Paketsystem vertraut sind (Informationen zu diesem Thema finden Sie in den einschlägigen Büchern, in den man-pages oder unter debiananwenderhandbuch.de).

Wichtig

Beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Vorbereitung!

Wir empfehlen zunächst folgende Installationen:

apt install host pigz

Weiterhin muss Samba installiert sein:

apt install samba samba-common smbclient cifs-utils

Um nun opsi zu installieren muss das opsi-Repository für apt eingetragen werden:

Ubuntu 20.04 LTS Focal Fossa:

echo "deb http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/xUbuntu_20.04/ /" > /etc/apt/sources.list.d/opsi.list
wget -q -O - https://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/xUbuntu_20.04/Release.key | sudo apt-key add -

Ubuntu 18.04 LTS Bionic Beaver:

echo "deb http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/xUbuntu_18.04/ /" > /etc/apt/sources.list.d/opsi.list
wget -q -O - https://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/xUbuntu_18.04/Release.key | sudo apt-key add -

Debian 10 Buster:

echo "deb http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Debian_10/ /" > /etc/apt/sources.list.d/opsi.list
wget -q -O - https://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Debian_10/Release.key | sudo apt-key add -

Debian 9 Stretch:

echo "deb http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Debian_9.0/ /" > /etc/apt/sources.list.d/opsi.list
wget -q -O - https://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Debian_9.0/Release.key | sudo apt-key add -

Prüfen Sie ob der Import erfolgreich war:

apt-key list

sollte unter anderem enthalten:
pub rsa2048 2017-09-30 [SC] [verfällt: 2021-11-30] 2E98F7B5A5B2C8FE7F609705D1F933E6D8361F81 uid home:uibmz:opsi OBS Project <home:uibmz:opsi@build.opensuse.org>

Führen Sie nun folgende Befehle aus um opsi auf dem Server zu installieren:

Single-Server-Setup:

apt update
apt install opsi-server-full

Manuelles Setup:

apt update
apt install redis-server redis-timeseries grafana mysql-server
systemctl daemon-reload
systemctl enable grafana-server
systemctl start grafana-server
apt install opsi-server
apt install opsi-windows-support

Falls Sie bei der Installation von opsi-tftp-hpa nach dem Tftp-Basisverzeichnis gefragt werden, beantworten Sie diese Frage mit /tftpboot.

Bei der Installation des opsi-servers werden Sie gefragt, ob die smb.conf gepatcht werden darf. Beantworten Sie die Fragen mit Ja. Weiterhin werden Sie nach einem Passwort für den User pcpatch gefragt. Vergeben Sie ein Passwort (und beachten Sie den folgenden Abschnitt zum Ändern der Passwörter).

Da Sie opsi auf einer existierenden Maschine eingespielt haben, gehen wir davon aus, dass Ihre Netzwerkkonfiguration korrekt ist.
Machen Sie daher mit dem Punkt Abschnitt 5.2, „Konfigurieren des opsi-servers“ weiter.

5.1.5. Installation auf einem Univention Corporate Server (UCS)

Wichtig

Der UCS Support über das Appcenter für opsi 4.2 befindet sich noch in Entwicklung und steht noch nicht zur Verfügung.

Wichtig

Beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Vorbereitung!

Die Installation auf einem Univention Corporate Server ist sowohl über das dort vorhandene App Center als auch auf klassischem Wege über die von uib gepflegten Repositories möglich.

Beides sind gleichwertige Installationsmöglichkeiten. Wir empfehlen pro Server nur jeweils eine davon zu verwenden. Der Unterschied zwischen den Varianten ist, dass bei Verwendung des App Centers eine Installation auf der Rolle Member nicht möglich ist. Werden neue Betriebssystempakete veröffentlicht, so stehen diese bei der Verwendung der uib-Repositories schneller zur Verfügung als über das App Center. Bei der Verwendung des App-Center wird der Wechsel auf eine neue UCS-Version (bspw. von UCS 4.2 nach UCS 4.3) vom Betriebssystem blockiert, bis alle Apps unter der neuen Betriebssystemversion zur Verfügung stehen.

Im Rahmen von opsi 4.2 wurde der UCS-Support den anderen Distributionen angepasst. Die Funktion von opsi4ucs übernimmt ab opsi 4.2 das opsi-server Paket und dessen Varianten. Das opsi4ucs Paket existiert in opsi 4.2 als Transitionpaket, um die Migration von opsi 4.1 Installationen zu vereinfachen. Während des Upgradeprozesses wird das opsi4ucs Paket automatisch durch die opsi-server Pakete ersetzt.

Auf dem ersten opsi-server in einer Umgebung wird das Backend zur Verwendung des vorhandenen MySQL-Servers konfiguriert. Alle nachfolgenden Server werden in opsi als Depots registriert werden.

Manuelle opsi-Installation unter UCS (ohne App-Center)

Wichtig

Beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Vorbereitung!

Notwendige Vorbereitungen:

  • Samba muss konfiguriert sein. Für den Einsatz auf einem Server in der Rolle Member muss univention-samba anstatt univention-samba4 zum Einsatz kommen.
  • univention-mariadb oder univention-mysql muss installiert sein
  • Soll die Maschine auch als DHCP-Server eingesetzt werden, muss der Daemon dhcpd konfiguriert und am Laufen sein.

Die Installation von opsi ist möglich auf den Rollen Master, Backup, Slave und Member. Für die Installation auf einem Member beachten Sie unbedingt „Hinweise zur opsi-Installation auf einem UCS-Server in der Rolle Member!

Die folgende Dokumentation geht von einer Installation auf der Rolle Master mit Samba 4 aus.

Achtung

Wird die Installation auf einem Slave ausgeführt, muss dieser bereits gegenüber dem Master gejoint und während der Grundinstallation Samba 4 installiert worden sein.
Die UCS-Konfiguration wird überlicherweise auf dem Master vorgenommen, während die Installation und Konfiguration von opsi auf dem Slave geschieht.

Die klassischen Installationsvariante mit dem Benutzer: pcpatch mit der primären Gruppe pcpatch kann unter UCS nicht eingehalten werden. Da Samba4 den grundlegenden Restriktionen von Active-Directory unterliegt, sind Gruppen mit der gleichen Bezeichnung wie User (wie in Unix/Linux üblich) nicht mehr erlaubt. Aus diesem Grund wurde für UCS 3 die neue Konfigurationsdatei /etc/opsi/opsi.conf eingeführt, über welche gesteuert wird, wie die Gruppe für den Samba-Zugriff auf die Freigaben bestimmt wird. Seit UCS 3 wird über diese Datei der Gruppenname pcpatch umbenannt und heißt von nun an: opsifileadmins. Das bedeutet, dass die User, die Zugriffsrechte für die Freigaben von opsi erhalten müssen (opsi-Paketierer) nicht Mitglied der Gruppe pcpatch, sondern Mitglied der Gruppe opsifileadmins sein müssen. Diese Besonderheit gilt nur für UCS und unterscheidet sich von den anderen Distributionen und in weiterführenden Kapiteln der opsi-Dokumentationen. Unter UCS wird der User pcpatch als vollwertiger Domänenbenutzer angelegt. Nähere Informationen über diese neue Konfigurationsdatei können Sie dem Handbuch entnehmen.

  • Um opsi zu installieren, tragen Sie das entsprechende Repository ein:

Univention UCS 4.4:

echo "deb http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Univention_4.4/ /" > /etc/apt/sources.list.d/opsi.list
wget -q -O - https://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/Univention_4.4/Release.key | sudo apt-key add -

Für die Installation führen Sie nun folgende Befehle aus:

Single-Server-Setup:

univention-install opsi-server-full

Manuelles Setup:

univention-install redis-server redis-timeseries grafana
systemctl daemon-reload
systemctl enable grafana-server
systemctl start grafana-server
univention-install opsi-server

Ist die Rolle des Zielsystems eine andere als Master oder Backup, muss nun noch das opsi4ucs Join-Skript ausgeführt werden:

univention-run-join-scripts

Unter der URL https://<servername>:4447 finden Sie nun einen Link zur opsi Management Oberfläche.

Um den opsi-Konfigurations-Editor verwenden zu können, muss ein Benutzer Mitglied der Gruppe opsiadmin sein. Die Gruppenzugehörigkeit eines Users kann über Univention-Admin bearbeitet werden. Der Benutzer Administrator wird während der Installation automatisch in diese Gruppe aufgenommen.

Abschliessend muss noch im UDM unter dem Punkt Freigaben für die opsi_depot -Freigabe unter Erweiterte Einstellungen → Erweiterte Samba-Einstellungen: Die Option: follow symlinks auf yes gesetzt werden. Das gleiche sollte man am besten auch für die opsi_depot_rw -Freigabe erledigen, damit später die Treiberintegration keine Probleme verursacht. Sollte sich das /var/lib/opsi/depot -Verzeichnis auf einer extra Partition oder Festplatte befinden, muss man noch zusätzlich für diese Freigaben die Option wide links auf yes setzen.

Um sicher zu stellen, dass alle Einstellungen von opsi nun korrekt übernommen wurden, sollte man noch folgende Befehle ausführen:

opsi-setup --init-current-config
opsi-set-rights
systemctl restart opsiconfd.service
systemctl restart opsipxeconfd.service

Bei samba4 handelt es sich um einen zentralen Dienst, daher wird dieser nicht automatisch vom Paket neugestartet, sondern muss nachträglich manuell durchgeführt werden. Nach dem Neustart von samba kann es zu einer kleinen Verzögerung beim Zugriff auf die neuen Freigaben kommen, wir bitten dies zu berücksichtigen.

Da es keinen direkten Kontakt zwischen Univention-LDAP und dem opsi-Backend gibt, müssen alle Clients erst im LDAP über udm angelegt werden und danach nochmal mit opsi im opsi-System mit allen Informationen (insbesondere der MAC-Addresse) angelegt werden. Das Löschen des Clients im Univention-LDAP sorgt nicht dafür, dass der Client unter opsi auch gelöscht wird. Dieses Problem wird in „LDAP-Daten nach opsi überführen“ genauer beleuchtet.

Da Sie opsi auf einer existierenden Maschine eingespielt haben, gehen wir davon aus, dass Ihre Netzwerkkonfiguration korrekt ist.
Machen Sie daher mit dem Punkt Abschnitt 5.2, „Konfigurieren des opsi-servers“ weiter.

Warnung

Die verwendeten Unix-Befehle in den folgenden Kapiteln beziehen sich auf Debian-Systeme, Sie müssen sie evtl. durch die entsprechenden UCS-Befehle ersetzen.

Hinweise zur opsi-Installation auf einem UCS-Server in der Rolle Member

Warnung

Da der Einsatz von opsi auf Member-Servern besonderen Einschränkungen unterliegt, empfehlen wir Anfängern den Einsatz von opsi auf einer anderen Rolle.

Die Installation von opsi auf einem Server in der Rolle Member ist möglich. Eine automatisierte Installation über das Univention App Center kann jedoch aktuell nicht vorgenommen werden.

Nach einer Installation muss sicher gestellt werden, dass der für den Depotzugriff verwendete Benutzer mitsamt Domäne aufgeführt ist. Dazu muss der Hostparameter clientconfig.depot.user kontrolliert werden. Ist die Domäne backstage, so muss der Wert backstage\pcpatch lauten. Lautet er memberserver\pcpatch, so muss der Wert korrigiert werden.

Das Setzen des Kennworts für den Benutzer pcpatch über opsi-admin scheitert auf Grund der fehlenden AD-Schreibberechtigungen eines Member-Servers. Daher muss die Änderung des Kennworts des technischen Benutzers pcpatch zusätzlich auf einem Server mit Schreibrechten im AD vorgenommen werden - ein Master, Backup oder Slave.

Konfiguration des PXE-Boot für Betriebssysteminstallationen

Wenn der PXE-Boot für die Betriebssysteminstallation eingesetzt werden soll, muss der DHCP-Dienst auf dem entsprechenden UCS-System umkonfiguriert werden. Hier gibt es zwei Besonderheiten, die UCS von den anderen unterstützten Distributionen unterscheidet.

  • Die Konfiguration wird nicht automatisch vorgenommen, da bei einer Installation von opsi in eine produktive UCS-Infrastruktur in der Regel schon diese Konfigurationen existieren.
  • Ist der opsi-tftpd-hpa so konfiguriert, dass er nicht wie sonst das Verzeichnis /tftpboot als Basisverzeichnis nutzt, sondern /var/lib/univention-client-boot. Alle wichtigen Dateien vom opsi-linux-bootimage werden deshalb vom /tftpboot in das Basisverzeichnis verschobem. Dies hat den Nebeneffekt, dass die DHCP-Option: Filename pxelinux.0 statt linux/pxelinux.0 lauten muss.

Um die oben genannte Konfigurationen um zu setzen, muss im UCS-System eine Richtlinie erstellt werden. Diese Einstellung ist abhängig von den schon vorhandenen Richtlinien und müssen entsprechend umgesetzt werden. Wenn opsi auf einem UCS-Testsystem installiert wurde und keine Richtlinien entsprechend existieren, sollte erst geprüft werden ob der DHCP-Dienst installiert ist, wenn nicht muss das noch nachgeholt werden. Wenn der DHCP-Dienst schon installiert wurde, ist der einfachste Weg die Richtlinie in der UMC-Webschnittstelle (Univention Management Console) vom UCS-Server zu erstellen. Dazu wählt man den die Kategorie "Domäne" und darunter das Modul DHCP-Server. Als nächstes muss man den Service wählen (Bei einem Testsystem gibt es in der Regel nur einen Eintrag). In der folgenden Detailansicht wählt man den Menüpunkt Richtlinien. Die Richtlinie, die hier benötigt wird ist eine DHCP-Boot Richtlinie. Bei der Richtlinienkonfiguration wählt man nun den Defaulteintrag cn=default-settings (sollte der einzige Eintrag sein) und wählt bearbeiten. Unter Grundeinstellungen - DHCP Boot für die Option Bootserver die IP vom opsi-server ein und bei Boot-Dateiname muss pxelinux.0 eingetragen werden.

Warnung

Wenn man die Richtlinie wie oben beschrieben setzt, gilt das für jedes Gerät, welches per DHCP von diesem Server bedient wird. Deshalb noch mal der Hinweis, dass diese Beschreibung nur für Evaluierer gedacht ist, die im Zuge von opsi auch ucs Testen. Bei Installationen in produktive UCS-Umgebungen sollte man diese Richtlinie nicht auf diese Weise setzen.

Optional lassen sich diese Einstellungen auch auf der Konsole mit dem udm-Kommando erledigen. Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der entsprechenden UCS-Dokumentation.

LDAP-Daten nach opsi überführen

In einer opsi4ucs-Installation müssen die Windows-Clients erst im UDM angelegt werden und können erst im folgenden Schritt im opsi-configed erstellt werden. Änderungen von Clients im UDM werden nicht an opsi weitergegeben. Wenn ein Client zum Beispiel im LDAP eine neue Mac-Addresse bekommt, wird dies im opsi-System nicht bemerkt. Wenn man nun versucht ein Netboot-Produkt für diesen Client auf setup zu setzen, würde opsi die Bootkonfiguration mit der falschen Mac-Addresse im Bootsystem hinterlegen.

Die Lösung hierzu ist die Erweiterung opsi-directory-connector. Weitere Informationen hierzu enthält das Handbuch.

5.1.6. Installation auf openSUSE oder Suse Linux Enterprise Server (SLES)

Wichtig

Beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Vorbereitung!

Notwendige Vorbereitungen:

  • Samba muss installiert und konfiguriert sein.
  • mariadb-server muss installiert sein.
  • Soll die Maschine auch als DHCP-Server eingesetzt werden, muss der Daemon dhcpd konfiguriert und am Laufen sein.

Hinzufügen des opsi-Repositories per zypper:

openSUSE Leap 15.1:

zypper addrepo https://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/openSUSE_Leap_15.1/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo

openSUSE Leap 15.2:

zypper addrepo https://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/openSUSE_Leap_15.2/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo

SLES 15SP1:

zypper addrepo http://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/SLE_15_SP1/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo

SLES 15SP2:

zypper addrepo http://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/SLE_15_SP2/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo

Nach dem Hinzufügen der Repositories kann die Installation gestartet werden:

Single-Server-Setup:

zypper refresh
  Wollen Sie den Schlüssel (a)bweisen, ihm (t)emporär oder (i)mmer vertrauen? [a/t/i/?] (a): i
zypper -v install opsi-server-full

Manuelles Setup:

zypper refresh
zypper install redis-server redis-timeseries grafana
systemctl daemon-reload
systemctl enable grafana-server
systemctl start grafana-server
zypper -v install opsi-server
zypper -v install opsi-windows-support

Bitte stellen Sie sicher, daß Ihre Firewall-Konfiguration die folgenden Ports erlaubt:

  • tftp: 69/UDP
  • opsi: 4447/TCP und 4441/TCP

Falls Sie die Netzwerkkonfiguration mit Hilfe der Tools yast oder autoyast vorgenommen haben kann es sein, dass dieses Tool einen Eintrag in die Datei /etc/hosts einen Eintrag nach folgendem Muster angelegt hat:

127.0.0.2 <fqdn> <hostname>

Falls Sie opsi die Konfiguration des DHCP Servers überlassen wollen muss dieser Eintrag auf die öffentliche IP-Adresse geändert werden, über die der Server erreichbar ist.

Machen Sie mit dem Punkt Abschnitt 5.2, „Konfigurieren des opsi-servers“ weiter.

Warnung

Die verwendeten Unix-Befehle in den folgenden Kapiteln beziehen sich auf Debian-Systeme. Sie müssen sie durch die entsprechenden Suse-Befehle ersetzen.

5.1.7. Installation auf CentOS oder Red Hat Enterprise Linux (RHEL)

Die Installation von opsi auf CentOS oder Red Hat Enterprise Linux (RHEL) unterscheidet sich nur durch das verwendete Repository.

Wichtig

Beachten Sie unbedingt die Voraussetzungen und Vorbereitung!

Im Fall von Red Hat Enterprise Linux müssen Sie sich beim Red Hat Network registrieren, um Zugriff auf alle benötigten Pakete in den Repositories von Red Hat zu haben:

subscription-manager register
subscription-manager attach --auto

Notwendige Vorbereitungen:

  • Samba und Datenbankserver installieren:

    yum install mariadb-server samba samba-client
  • Samba und Datenbankserver konfigurieren:

    systemctl start smb.service
    systemctl start nmb.service
    systemctl start mariadb.service
    systemctl enable smb.service
    systemctl enable nmb.service
    systemctl enable mariadb.service
    mysql_secure_installation
  • Soll die Maschine auch als DHCP-Server eingesetzt werden, muss der Daemon dhcpd konfiguriert und am Laufen sein.

Hinzufügen des Repositories:

CentOS 8:

cd /etc/yum.repos.d/
wget https://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/CentOS_8/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo
yum makecache

RHEL 8:

cd /etc/yum.repos.d/
wget https://download.opensuse.org/repositories/home:uibmz:opsi:4.2:stable/RHEL_8/home:uibmz:opsi:4.2:stable.repo
yum makecache

Nach dem Hinzufügen der Repositories kann die Installation gestartet werden:

Single-Server-Setup:

yum install opsi-server-full

Manuelles Setup:

yum makecache
yum install redis-server redis-timeseries grafana
systemctl daemon-reload
systemctl enable grafana-server
systemctl start grafana-server
yum install opsi-server
yum install opsi-windows-support

Es kann vorkommen, dass eine Nachfrage zum Importieren des GPG-Schlüssel des Repositories angezeigt wird. Die Meldung ähnelt der folgenden:

   Importing GPG key 0xD8361F81 "home:uibmz OBS Project <home:uibmz@build.opensuse.org>" from http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/4.2:/stable/CentOS_8/repodata/repomd.xml.key
   Is this ok [y/N]: y

Bitte beantworten Sie diese Nachfrage mit y.

Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre iptables- und SELinux-Konfiguration die folgenden Ports erlaubt:

  • tftp: 69/UDP
  • opsi: 4447/TCP und 4441/TCP

Da Sie opsi auf einer existierenden Maschine eingespielt haben, gehen wir davon aus, dass Ihre Netzwerkkonfiguration korrekt ist.
Machen Sie daher mit dem Punkt Abschnitt 5.2, „Konfigurieren des opsi-servers“ weiter.

Warnung

Die verwendeten Unix-Befehle in den folgenden Kapiteln beziehen sich auf Debian-Systeme. Sie müssen sie durch die entsprechenden CentOS-/RHEL-Befehle ersetzen.

5.2. Konfigurieren des opsi-servers

In diesem Kapitel wird der installierte opsi-server konfiguriert.

5.2.1. Proxy-Eintrag in apt-Konfiguration

Sofern für Ihren Internet-Zugang erforderlich, passen Sie die Datei /etc/apt/apt.conf an Ihre Netzwerkgegebenheiten an (richtigen Proxy eintragen oder Zeile auskommentieren / löschen). Eine Datei können Sie editieren z. B. mithilfe des Programms „midnight commander“:

mcedit /etc/apt/apt.conf

5.2.2. Aktualisierung des opsi-servers

Bringen Sie den opsi-server auf den letzten Stand, in dem Sie nacheinander in einem Terminalfenster die folgenden Kommandos aufrufen:

apt update
apt upgrade

Tipp

Sollte beim Update nachgefragt werden, ob die smb.conf überschrieben werden soll, muss man dies bestätigen. Sollte die smb.conf vorher schon geändert worden sein, sollte man den default beibehalten und später die Dateien miteinander abgleichen. Sollte diese Nachfrage schon mit Nein beantwortet worden sein, kann man dies später auf dem opsi-server durch ausführen von opsi-setup --auto-configure-samba nachholen.

5.2.3. Backend-Konfiguration

Opsi unterstützt zur Datenhaltung unterschiedliche Backends.

Im Wesentlichen sind dies:

  • file - Datenhaltung in Dateien
  • mysql - Datenhaltung in einer MySQL-Datenbank

Daneben gibt es noch für spezielle Zwecke die Backends:

  • opsipxeconfd - der Dienst für den Netzwerkboot mit opsi
  • dhcpd - zur Kommunikation mit dem dhcp-Server auf dem opsi-server
  • jsonrpc - zur Weiterleitung aller Anfragen an einen anderen Server

Standardmäßig wird das mysql-Backend für die Inventarisierung verwendet. Die Verwendung des file-Backends für Inventurdaten ist möglich, aber deutlich langsamer und deshalb nicht empfohlen.

Anmerkung

Die Verwendung des mysql-Backend für Inventariserungsdaten ist kostenlos.
Mehr Informationen zur Freischaltung finden Sie im opsi-Handbuch.

Anmerkung

Einige Distributionen verwenden MariaDB anstatt MySQL.
Das mysql-Backend funktioniert auch mit MariaDB.

Achtung

MySQL-Server verwendet seit Version 5.7 den vorher optionalen strict mode nun standardmäßig.
Dies führt zu einem Fehlschlag des Befehls opsi-setup --configure-mysql.
Dementsprechend sollte vor dem Befehlsaufruf die Datei /etc/mysql/mysql.conf.d/mysqld.cnf editiert werden.
In der [mysqld] Sektion muss nun folgende Zeile eingefügt werden:
sql_mode=NO_ENGINE_SUBSTITUTION

Danach muss der Dienst mysql neu gestartet werden: systemctl restart mysql.service

Nachfolgend wird das mysql-Backend zur Verwendung eingerichtet. Es wird davon ausgegangen, dass ein MySQL-Server eingerichtet wurde und die Zugangsdaten eines Datenbank-Administrators bekannt sind. Gezielte Informationen zu Installation und Einrichtung entnehmen Sie bitte den Handbüchern Ihrer Distribution.

Für die initiale Konfiguration des mysql-Backends nutzen Sie den Befehl:

opsi-setup --configure-mysql

Der Befehl wird nach den Zugangsdaten zum Datenbanksystem fragen, um eine Datenbank und einen Benutzer mit entsprechenden Berechtigungen für diese Datenbank für opsi anzulegen.

Eine Beispiel-Sitzung:

Abbildung 5.10. opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

Abbildung 5.11. opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

Bei den Abfragen können außer beim Database Admin Password alle Vorgaben mit Enter bestätigt werden. Das Database Admin Password ist auf der opsi-VM linux123 ansonsten das, was Sie bei der Installation des mysql-servers vergeben haben.

Unterschiedliche Daten können in unterschiedlichen Backends gehalten werden. Über bestimmte Vorgänge müssen mehrere Backends informiert werden. Hierzu werden die opsi-Methoden den Backends zugeordnet. Dies geschieht in der Datei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf.

Hier ein Beispiel:

# = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
# =      backend dispatch configuration                                     =
# = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
#
# This file configures which methods are dispatched to which backends.
# Entries has to follow the form:
# <regular expression to match method name(s)> : <comma separated list of backend name(s)>
#
# Backend names have to match a backend configuration
# file basename <backend name>.conf beneath /etc/opsi/backends.
# For every method executed on backend dispatcher
# the first matching regular expression will be decisive.

# Recommended standard configuration (dhcpd not at the opsi server)
#    file as main backend, mysql as hw/sw invent
#     and license management backend and opsipxeconfd backend:
backend_.*         : file, mysql, opsipxeconfd
host_.*            : file, opsipxeconfd
productOnClient_.* : file, opsipxeconfd
configState_.*     : file, opsipxeconfd
license.*          : mysql
softwareLicense.*  : mysql
audit.*            : mysql
.*                 : file

In dieser Datei sind oben Erläuterungen und Beispielkonfigurationen angegeben. In den nicht auskommentierten Zeilen steht vorne der Name der opsi-Methoden (mit wildcard .*) und nach einem Doppelpunkt die hierfür zuständigen Backends. Bei jedem Methodenaufruf wird anhand dieser Liste geprüft, welche Backends aufgerufen werden müssen. Dabei wird die erste Zeile genommen die zu dem Methoden Namen passt. Die letzte Zeile (.*) passt auf jeden Methoden Namen.

Die Standardeinstellung bei der Installation von opsi die Verwendung des file-Backends als Haupt-Backend und Verwendung des mysql-Backend für Lizenzmanagement- und Inventur-Daten.

Achtung

Achten Sie darauf, dass alle verwendeten Backends in der Zeile beginnend mit backend_.* aufgeführt werden.

Wann immer Sie die Datei dispatch.conf angepasst haben, führen Sie die folgenden Befehle aus. Auch wenn Sie bei der Inbetriebnahme des Servers die Datei nicht geändert haben, führen Sie diese Befehle jetzt aus.

opsi-setup --init-current-config
opsi-set-rights
systemctl restart opsiconfd.service
systemctl restart opsipxeconfd.service

5.2.4. Samba-Konfiguration anpassen und Ändern von Passwörtern

Um sicherzustellen, dass die für opsi erforderlichen Samba-Shares verfügbar sind, führen Sie bitte den folgenden Befehl aus:

opsi-setup --auto-configure-samba

Anschließend sollten die Samba-Dienste neu gestartet werden:

systemctl restart smbd.service
systemctl restart nmbd.service

Tipp

Sollte beim Update des Servers nachgefragt werden, ob die Datei smb.conf überschrieben werden soll, muss man dies bestätigen.
Sollte die smb.conf vorher schon geändert worden sein, sollte man den default beibehalten und später die Dateien miteinander abgleichen.
Sollte diese Nachfrage schon mit Nein beantwortet worden sein, kann man dies später auf dem opsi-server durch ausführen von opsi-setup --auto-configure-samba nachholen.

Auf dem System ist ein Pseudo-User pcpatch eingerichtet. Die PCs melden sich zwecks Installation von Softwarepaketen als dieser User an und haben dann Zugriff auf die Installationsdateien auf den hierfür vorgesehenen Shares. Der User pcpatch muss mit korrektem Passwort – gleichzeitig als System-User, als Samba-User und als opsi-User – eingerichtet werden.

Rufen Sie in einem Terminalfenster das Programm opsi-admin mit der Option zum Setzen des pcpatch-Passwortes (in einem für opsi, Unix und Samba).

opsi-admin -d task setPcpatchPassword

Nach "Abschicken" des Befehls werden Sie zur Passworteingabe aufgefordert.

5.2.5. User einrichten und Gruppen opsiadmin und opsifileadmins pflegen

Die Administration von opsi ist nur Benutzern gestattet, die Mitglied der Unix-Gruppe opsiadmin sind.

Im folgenden wird als Beispiel der neue Benutzer adminuser so eingerichtet, wie Sie ihn sich einrichten sollten.

Zunächst wird der User erstellt:

useradd -m -s /bin/bash adminuser

Wir vergeben nun Passwörter für Unix:

passwd adminuser

und für Samba:

smbpasswd -a adminuser

Achtung

Verwenden Sie in den Passwörtern kein § da dies bei der Verbindung zum opsi-Service nicht erlaubt ist.

Nun wird die Gruppenmitgliedschaft eingerichtet und getestet mit der Befehlsfolge:

usermod -aG opsiadmin adminuser
getent group opsiadmin

Der getent-Befehl sollte dann so etwas ausgeben wie:

opsiadmin:x:1001:opsiconfd,adminuser

Anmerkung

Wenn root nicht Mitglied von opsiadmin ist, kann er unter Umständen nicht alle opsi-Administrationskommandos ausführen!

Für alltägliche Arbeiten auf Ihrem opsi-Server ist es in der Regel nicht notwendig als root zu arbeiten. Unsere Empfehlung ist es einen normalen Benutzer zu nutzen und sudo zu verwenden, wann immer administrative Privilegien benötigt werden.

Alle User, die Produkte packen (opsi-makepackage), installieren (opsi-package-manager) oder Konfigurationsdateien manuell bearbeiten wollen, müssen zusätzlich in der Gruppe opsifileadmins sein:

usermod -aG opsifileadmins adminuser

Der Test

getent group opsifileadmins

ergibt
opsifileadmins:x:998:adminuser

Damit Mitglieder der Gruppe opsifileadmins den Befehl sudo opsi-set-rights nutzen können führen Sie bitte aus:

opsi-setup --patch-sudoers-file

Dann kann opsi-set-rights (macht das selbe wie opsi-setup --set-rights), nicht nur als root, sondern auch per sudo von Mitgliedern der Gruppe opsifileadmins aufgerufen werden.:

Beispiel:

sudo opsi-set-rights .

5.2.6. DHCP-Konfiguration

Eine korrekt funktionierende Namensauflösung und DHCP ist für das Funktionieren von opsi essentiell. Um die Installation zu vereinfachen, ist die von uib bereitgestellte VM schon mit einem DHCP-Server ausgestattet. Auf der anderen Seite ist in vielen Umgebungen in der Regel bereits ein DHCP-Server schon vorhanden, der weiter genutzt werden soll. Daher werden im folgenden beide Alternativen beschrieben.

Alternative: DHCP auf dem opsi-server

Vorkonfigurierte VM: In der vorkonfigurieren opsi VM ist bereits ein DHCP-Server installiert.
Der DHCP-Server auf der opsi-server VM ist so konfiguriert, das er keine freien leases hat, also keine IP-Nummern an unbekannte Rechner vergibt. Wenn Sie im opsi-configed einen Client erzeugen, müssen Sie daher IP-Nummer und MAC-Adresse angeben, da diese in die /etc/dhcp/dhcpd.conf eingetragen und danach der DHCP Dienst neu gestartet wird.

Eigene Installation: Wenn Sie den opsi-Server als DHCP-Server verwenden möchten, müssen Sie daher das entsprechende Paket manuell nachinstallieren

z.B. mit

apt install isc-dhcp-server

Nach der Installation muss die Konfigurationsdatei noch angepasst werden mit dem Befehl:

opsi-setup --auto-configure-dhcpd

Um den DHCP Server neu zu starten, so wie in /etc/opsi/backends/dhcpd.conf beschrieben, ist ein entsprechender Eintrag in der /etc/sudoers notwendig. Dieser wird mit folgendem Befehl erstellt.

opsi-setup --patch-sudoers-file

Die Rechte der /etc/dhcp/dhcpd.conf sollten wie folgt aussehen.

-rw-r--r-- 1 opsiconfd opsiadmin 80174 Dec 22 14:37 /etc/dhcp/dhcpd.conf

Alternative: externer DHCP-Server

Vorkonfigurierte VM: Wenn Sie die opsi-VM verwenden dann können Sie den DHCP-Server deinstallieren.

Dazu führen Sie den folgenden Befehl aus:

apt remove isc-dhcp-server

Eigene Installation: Bei einer eigenen Installation wird seit opsi 4.0.3 nicht mehr automatisch ein DHCP-Server installiert.

Nun müssen Sie den externen DHCP-Server so konfigurieren, dass er ein PXE-Boot über den opsi-server ermöglicht. Wenn Ihr DHCP-Server auf einem Linux läuft, sind folgende Einträge in der Konfigurationsdatei des dhcpd (z.B. /etc/dhcp/dhcpd.conf) für die Clients notwendig:

next-server <ip of opsi-server>;
filename "linux/pxelinux.0";

Wobei <ip of opsi-server> durch die IP-Adresse des opsi-servers zu ersetzen ist.

Läuft der opsi-Server auf openSUSE oder SLES, so ist filename=opsi/pxelinux.0.
Läuft der opsi-Server auf UCS, so ist filename=pxelinux.0.

Bei einem Windows-Server sind die entsprechenden Einträge Startserver (Option 66) und Startfile (Option 67).

Wenn Sie im opsi-configed einen Client erzeugen, müssen Sie die MAC-Adresse angeben, aber keine IP-Nummer.

Überprüfung/Anpassung Backendkonfiguration für DHCP-Nutzung

Je nachdem ob der interne oder ein externer DHCP-Server verwendet wird, muss die Konfiguration von opsi angepasst werden.

In der Datei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf ist festgelegt, welche Backends von opsi zum Einsatz kommen (bspw. file, mysql).

In den Zeilen backend_.* und host_.* wird u.a. gesteuert, ob der opsi-server auch die lokale DHCP-Konfiguration – also die Zuweisung von Internet-Adressen zu den Hardware-Adressen der Netzwerkkarten – mit übernimmt. Dies muss so eingerichtet sein, wenn für die opsi-clients die DHCP-Einträge durch die opsi-Konfigurationsaufrufe erzeugt werden sollen. Der entsprechende Eintrag mit file Backend muss dann z.B. lauten:

backend_.*         : file, opsipxeconfd, dhcpd
host_.*            : file, opsipxeconfd, dhcpd

Wenn der opsi-server den DHCP-Dienst nicht bereitstellen soll (weil ein anderer Server im lokalen Netz diese Aufgabe übernimmt und auch für die opsi-clients gepflegt wird), so wird das Backend dhcpd nicht benötigt:

backend_.*         : file, opsipxeconfd
host_.*            : file, opsipxeconfd

Nach Anpassung der Backendkonfiguration muss die Konfiguration initialisiert und der opsiconfd neu gestartet werden:

opsi-setup --init-current-config
opsi-set-rights
systemctl restart opsiconfd.service
systemctl restart opsipxeconfd.service

5.2.7. Konfiguration der Namensauflösung

Für die Installation der Software auf den Clients vor dem Login müssen allgemein nur die Clients wissen, wie sie den opsi-server erreichen.

opsi kennt inzwischen allerdings auch eine Reihe von Push Funktionalitäten wie z.B. on_demand Installationen, Nachrichten versenden, Remote-Control Software starten, Session Informationen abrufen.

Für all diese Funktionen muss der Server die Clients erreichen können und dazu muss er die gültige IP-Nummer des Clients zu ermitteln. Wie dies am besten geschieht hängt von der konkreten Konfiguration von DNS und DHCP ab. Die Zahl der möglichen Varianten ist hier sehr groß.

Daher seien hier zwei typische Extreme aufgeführt:

  1. Die Clients sind nicht im DNS und haben dynamisch zugewiesene wechselnde IP-Nummern.
  2. Die IP-Nummern aller laufenden Clients lassen sich immer korrekt beim DNS abfragen.

Um den opsi-server nun an die unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen zu können gibt es zwei Konfigurationen die Sie ändern können:

  • Der Eintrag resolveHostAddress in der Datei /etc/opsi/backends/hostcontrol.conf
    Steht diese Option auf True, wird bei einem Verbindungsaufbau vom opsi-server zu einem opsi-client die IP-Adresse des Clients bevorzugt über die Namensauflösung ermittelt. Um die im Backend von opsi hinterlegte IP-Adresse zu bevorzugen ist die Option auf False zu setzen.
  • Der Eintrag update-ip in der Datei /etc/opsi/opsiconfd.conf
    Steht dieser Eintrag auf true, so wird wann immer der opsi-server von einem Client eine IP-Adresse empfängt (z.B. bei jedem Kontakt die der Client aufnimmt) die IP-Datenbank des opsi-servers aktualisiert. Der Default ist true.

Für die oben aufgeführte Variante 1, ist es sinnvoll resolveHostAddress auf False und update-ip auf true zu setzen.

Für die oben aufgeführte Variante 2, ist die bessere Konfiguration resolveHostAddress auf True zu setzen und update-ip auf false.

Welche Kombination bei Ihnen am besten passt, müssen Sie anhand Ihrer Gegebenheiten selbst ermitteln.

Wenn Sie an diesen Konfigurationen etwas geändert haben, so starten Sie den opsiconfd neu:

systemctl restart opsiconfd.service

5.3. Einspielen der minimalen opsi-Produkte

Zur Verteilung von Software mit opsi stehen fertige Produkte zur Installation bereit. Diese beinhalten unter anderem den Agent (opsi-client-agent), welcher für das Management auf Clients installiert werden muss.

Es gibt eine automatische und manuelle Möglichkeit dies zu tun. Der automatisierte Weg wird empfohlen.

5.3.1. Automatisches Einspielen der minimalen opsi-Produkte

Zur automatischen Installation der opsi-Produkte gibt es das Werkzeug opsi-package-updater, welches wie in /etc/opsi/opsi-package-updater.conf konfiguriert, automatisch die aktuellen Pakete vom opsi Repository holt und auf dem Server installiert.

opsi-package-updater -v install

Muss für den Zugriff auf das Internet die Verbindung über einen Proxy geleitet werden, so muss dieser in den .repo-Konfigurationsdateien unter /etc/opsi/package-updater.repos.d/ als Wert für proxy eingetragen werden. Ab Version 4.1.1.33 von opsi-utils kann ein globaler Proxy in /etc/opsi/opsi-package-updater.conf konfiguriert werden.

[repository_uib_windows]
…
proxy =

Sollen später installierte Pakete aktualisiert werden, so kann dies mit dem folgenden Befehl gemacht werden:

opsi-package-updater -v update

Weitere Informationen zum opsi-package-updater können im Handbuch gefunden werden.

Anmerkung

Bitte beachten Sie, dass OS-Installationsprodukte wie z.B. win10-x64, nach der Installation nicht sofort einsatzbereit sind. Die Installation muss noch durch die Installationsdateien des entsprechenden Installationsmediums ergänzt werden (siehe: Abschnitt 9.1, „Betriebssysteminstallation: Vervollständigen der Basispakete für Windows“).

5.3.2. Manuelles Einspielen der opsi-Produkte

Es gibt außerdem die Möglichkeit manuell die Pakete herunter zu laden und zu installieren.

Holen Sie sich die aktuellen opsi-Pakete im .opsi-Paketformat. Die Pakete finden Sie unter https://download.uib.de/opsi4.2/stable/packages/windows/ in den Verzeichnissen netboot/, localboot/, für Linux-Clients zusätzlich unter https://download.uib.de/opsi4.2/stable/packages/linux/.

Wir empfehlen die .opsi-Dateien unter /var/lib/opsi/repository zu speichern. Zum Sicherstellen, dass opsiconfd auf die Dateien zugreifen kann, sollte opsi-set-rights /var/lib/opsi/repository ausgeführt werden.

Nach dem Download müssen Sie die Pakete auf dem Server mit dem Befehl opsi-package-manager -i <paketname>.opsi installieren. Sind die Pakete unter /var/lib/opsi/repository abgelegt, so kann für die initiale Installation der folgende Befehl verwendet werden:

opsi-package-manager --install /var/lib/opsi/repository/*.opsi

Kapitel 6. Management-Oberfläche opsi-configed

Opsi bietet mit dem opsi-configed ein komfortables Management Interface. Es kommuniziert über HTTPS mit dem opsi-Server und kann daher auf jedem Rechner verwendet werden, der eine entsprechende Verbindung aufbauen kann.

Tipp

Achten Sie bei Verwendung einer virtuellen Maschine auf eine ausreichende Auflösung des virtuellen Bildschirms. Für den opsi-configed wird mindestens eine Auflösung von 1024x768 Pixeln benötigt. Für die Verbesserung der Graphik- und Maustreiberintegration bei einer höheren Auflösung, hilft es, die VMware Tools bei einer VMware-Maschine bzw. die Gasterweiterungen bei einer VirtualBox-Maschine zu installieren.

6.1. Installation der Management-Oberfläche opsi-configed

Das Management Interface wird als lokale Anwendung auf den Administrations-PCs installiert. Rufen Sie in Ihrem Browser die Adresse https://<opsidepotserver>:4447/ auf. Dort finden Sie Links zu Installern für unterschiedliche Betriebssysteme.

Alternativ finden Sie entsprechende Installer unter https://download.uib.de/opsi4.2/misc/helper/.

Wichtig

Der Windows-Installer muss mit administrativen Rechten ausgeführt werden. Dazu öffnen Sie mit Rechtsclick das Contextmenü des Installers und wählen dort Als Administrator ausführen.

Ist erstmal ein PC mit dem Management Interface ausgestattet, so können weitere PCs später einfach über das Localboot-Produkt opsi-configed mit dem Interface ausgestattet werden, sofern auf diesen bereits der opsi Agent installiert ist.

6.2. Start der Management-Oberfläche opsi-configed

Starten Sie opsi-configed über die Verknüpfung in Ihrem Startmenü.

Loggen Sie sich als ein User ein, der Mitglied der Gruppe opsiadmin ist.

Die Bedienung des Management-Interfaces ist weitgehend selbsterklärend. Sie finden eine ausführliche Anleitung im opsi-Handbuch.

Anmerkung

Änderungen im opsi-Management Interface müssen gespeichert werden, bevor Sie wirksam werden und Veränderungen der Daten müssen vom Server über Daten neu laden geholt werden.

Kapitel 7. Clients zu opsi hinzufügen

Damit Rechner mit opsi verwaltet werden können, müssen Sie dem System bekannt sein. Außerdem muss auf diesen Rechnern ein Agent laufen, damit eine Kommunikation zwischen Server und Client möglich ist. Ohne diesen Agent ist keine Verwaltung möglich.

Je nachdem in welcher Umgebung opsi eingesetzt werden soll, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen. Existieren in der Umgebung bereits Clients mit installiertem Betriebssystem, die ab sofort mit opsi verwaltet werden sollen, so können diese auf unterschiedlichen Wegen integriert werden.

Die Alternative hierzu ist, dass die zu verwalteten Rechner von opsi aus mit einem neuen Betriebssystem ausgestattet werden. Im Rahmen dieser Betriebssysteminstallation wird von opsi der benötigte Agent gleich mitinstalliert, allerdings wird dabei alle eventuell vorher vorhandene Software (inkl. Betriebssystem) entfernt. Bei diesem Vorgehen fügen Sie zuerst einen Client zu opsi hinzu und führen anschließend eine Betriebssysteminstallation durch.

7.1. Anlegen eines neuen opsi-Clients

Zur Verwaltung von Rechnern müssen diese dem opsi-server bekannt sein. Dieses Kapitel beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten einen Client in opsi für eine spätere Verwaltung anzulegen. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn anschließend auf dem Rechner mittels opsi ein Betriebssystem installiert werden soll.

Für die Aufnahme von Clients mit bereits installiertem Betriebssystem lesen Sie bitte das Kapitel zur Integration vorhandener Clients.

7.1.1. Anlegen eines neuen opsi-Clients über die grafische Management-Oberfläche

Den Client können Sie mit der grafischen Oberfläche opsi-configed zum opsi-server hinzufügen.

Wählen Sie den Menü-Punkt OpsiClient / Neuen opsi-Client erstellen und geben Sie ein:

  • Client-Name
  • DNS Domäne (falls abweichend von der Vorgabe)
  • Beschreibung
  • IP-Adresse (wird benötigt, falls kein DNS zur Namensauflösung für diesen Client verwendet werden kann)
  • MAC-Adresse (wird benötigt, falls der opsi-server DHCP-Server ist oder PXE boot mit dem Client durchgeführt werden soll).

Nach Eingabeabschluss wird der Client dem opsi-server bekanntgemacht und gleichzeitig, falls der opsi-server DHCP Server ist, in der DHCP-Konfiguration als PXE-Client angelegt.

Die Liste der eingerichteten opsi-Clients kann jederzeit im opsi-configed Modus "Client-Konfiguration" unter dem Reiter Client-Auswahl eingesehen werden.

7.1.2. Anlegen eines neuen opsi-Clients über die Kommandozeile

Ein Client kann auf der Kommandozeile per opsi-admin erzeugt werden.

Die Syntax ist die folgende:

opsi-admin -d method host_createOpsiClient <client-id> [opsiHostKey] [description] [notes] [hardwareAddress] [ipAddress] [inventoryNumber] [oneTimePassword] [created] [lastSeen]

Fehlende Werte verwenden in der Regel einen Standardwert - die meisten Felder sind dann leer.

Der folgende Befehl wird den Client testclient.domain.local mit einem zufälligen Host Schlüssel, der Beschreibung Testclient, keinen Notizen, der MAC-Addresse 00:0c:29:12:34:56 und der IP-Adresse 192.0.2.1 anlegen:

opsi-admin -d method host_createOpsiClient testclient.domain.local "null" "Testclient" "" 00:0c:29:12:34:56 192.0.2.1

7.1.3. Anlegen eines neuen opsi-Clients mit Hilfe der opsi-client-bootcd

Auf der Downloadseite von uib finden Sie unter https://download.uib.de/opsi4.2/boot-cd/ verschiedene ISO-Abbilder der opsi-client-boot-cd. Laden Sie sich das Neueste herunter und brennen es auf eine CD.

Starten Sie den Rechner von der CD. Sie sollten dann folgendes Bild sehen:

Abbildung 7.1. Startbild opsi-client-boot-cd

Screenshot: Startbild opsi-client-boot-cd

Wählen Sie Opsi starten. Nach einer Weile wird folgender Bildschirm erscheinen. Wenn Ihr DHCP-Server IP-Adressen an unbekannte Rechner vergibt ist die Maske schon weitgehend ausgefüllt. Ansonsten müssen Sie es von Hand tun. In der Regel müssen Sie mindestens den Hostnamen vergeben.

Abbildung 7.2. bootimage/boot-cd Konfigurationsmakse

Screenshot: bootimage/boot-cd Konfigurationsmaske

Wählen Sie dann ok.

Abbildung 7.3. bootimage/boot-cd Auswahl Erstellungsmethode

Screenshot: bootimage/boot-cd Auswahl Erstellungsmethode

Wählen Sie dann Admin account. Sie erklären damit, dass der Client sich selbst beim opsi-server anmelden und erstellen soll. Dieser Vorgang muss natürlich autorisiert werden.

Abbildung 7.4. bootimage/boot-cd Authentifizierungsmaske

Screenshot: bootimage/boot-cd Authentifizierungsmaske

Sie erhalten daher eine Loginmaske, bei der Sie sich als ein Mitglied der Gruppe opsiadmin authentifizieren müssen. Wenn dies Erfolgreich war, so teilt der Client dem Server seine Daten mit und der Client wird auf der Serverseite automatisch erstellt. Als nächstes fragt der Client die Liste der verfügbaren netboot Produkte ab und stellt Sie Ihnen zur Auswahl zur Verfügung.

Abbildung 7.5. bootimage/boot-cd netboot Produktauswahl

Screenshot: bootimage/boot-cd netboot Produktauswahl

Sie können jetzt direkt das zu installierende Betriebssystem (oder z.B. hwinvent) auswählen.

7.2. Integration vorhandener Windows-Clients in opsi

Um vorhandene Windows-Clients in opsi aufzunehmen, muss auf diesen der opsi-client-agent installiert werden. Dies kann auf mehrere Arten durchgeführt werden. Nachdem Sie, wie im Folgenden beschrieben, den opsi-client-agent installiert haben, erscheint der Client auch in der Client-Liste des opsi-configed, sofern Sie ihn dort noch nicht hinzugefügt hatten.

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit die Installation des Agents auf dem Client auszuführen oder vom Server aus die Installation anzustoßen.

Das Ausführen der Installation direkt auf dem Client eignet sich für einzelne Rechner. Für einen Massen-Rollout des Agents eignet sich opsi-deploy-client-agent. Falls bereits eine andere Möglichkeit existiert Software zu verteilen, so ist es ebenfalls möglich darüber den opsi-client-agent zu verteilen und das im Paket mitgelieferte Script silent_setup.cmd auszuführen.

Sobald der Agent installiert ist, können vorhandene opsi-Produkte auf diesen Clients installiert werden.

7.2.1. Verwendung von service_setup.cmd auf Windows NT6

  1. Loggen Sie sich mit administrativen Rechten auf dem Client ein.
  2. Mounten Sie den share \\<opsiserver>\opsi_depot auf einen Laufwerksbuchstaben.
  3. Starten Sie das Script opsi-client-agent\service_setup.cmd
    Starten Sie da Script nicht elevated (also rechte Maustaste: als Administrator) sonst kann das Script evtl. nicht gestartet werden, da eine elevated Prozess kein Zugriff auf ein Netzlaufwerk hat.
  4. Das Skript kopiert die notwendigen Dateien in ein temporäres lokales Verzeichnis und startet dann zur eigentlichen Installation opsi-script (winst32.exe) elevated. Daher bekommen Sie an dieser Stelle evtl. eine UAC Anfrage.
  5. Das Skript nimmt per opsi-Webservice Kontakt zum Server auf um serverseitig den Client zu erzeugen und den pckey zu erfahren. Dies erfolgt zunächst mit der in der config.ini eingetragenen user/password Kombination. Schlägt dies fehl, so erscheint ein Login-Fenster mit Service-URL (opsi-configserver), Benutzername und Passwort. Hier wird ein Benutzer benötigt, der Mitglied der Gruppe opsiadmin ist. Möglich ist auch ein Benutzer, welcher nur die Methode host_createOpsiClient ausführen darf.

Achtung

Der Client rebootet nach der Installation.

7.2.2. Verwendung von service_setup.cmd auf Windows NT5

  1. Loggen Sie sich mit administrativen Rechten auf dem Client ein.
  2. Mounten Sie den share \\<opsiserver>\opsi_depot auf einen Laufwerksbuchstaben.
  3. Starten Sie das Script opsi-client-agent\service_setup_NT5.cmd
  4. Das Skript kopiert die notwendigen Dateien in ein temporäres lokales Verzeichnis und startet dann zur eigentlichen Installation opsi-script (winst32.exe).
  5. Das Skript nimmt per opsi-Webservice Kontakt zum Server auf um serverseitig den Client zu erzeugen und den pckey zu erfahren. Dies erfolgt zunächst mit der in der config.ini eingetragenen user/password Kombination. Schlägt dies fehl, so erscheint ein Login-Fenster mit Service-URL (opsi-configserver), Benutzername und Passwort. Hier wird ein Benutzer benötigt, der Mitglied der Gruppe opsiadmin ist.

Achtung

Der Client rebootet nach der Installation.

7.2.3. Verwendung von opsi-deploy-client-agent

Das opsi-deploy-client-agent Skript verteilt den opsi-client-agent direkt vom opsi-server auf die Clients. Es ist hiermit einfach möglich eine große Menge an Clients vom Server aus in eine opsi-Umgebung zu integrieren.

Voraussetzung hierfür sind bei den Clients:

  • ein offener c$ share
  • ein offener admin$ share
  • ein administrativer account
  • keine oder eine nicht interferierende Antivirus-Lösung bei Benutzung der winexe

Auf dem Server muss das Programm winexe vorhanden sein. Diese ist Teil des Pakets opsi-windows-support.

Das opsi-deploy-client-agent Skript findet sich unter /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent
Führen Sie das Script mit root Rechten aus. Falls das Script nicht ausführbar ist, so können Sie dieses Problem mit dem folgenden Befehl beheben:
opsi-set-rights /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent/opsi-deploy-client-agent

Das Skript erzeugt serverseitig den Client, kopiert die Installations-Dateien und Konfigurationsinformationen, wie bspw. den pckey, auf den Client und startet dort die Installation.

Das Kopieren der Installationsdateien kann auf zwei Wegen geschehen. Die erste Variante wird mittels mount C$ auf dem Server verfügbar machen und dort die Daten zur Installation hin kopieren. Die zweite Variante wird den c$-Share des Clients mittels smbclient auf dem Server einhängen und dann die Installationsdateien dorthin kopieren.

Mit dem opsi-deploy-client-agent Skript kann auch eine ganze Liste von Clients bearbeitet werden. Dazu können entweder beliebig viele Clients als letzter Parameter übergeben werden oder mit der Option -f die Clients aus einer Datei eingelesen werden. Bei der Verwendung einer Datei, muss in jeder Zeile ein Client stehen.

Das Script kann mit IP-Adressen, Hostnamen und FQDNs arbeiten. Es wird versuchen automatisch zu erkennen welche Art von Adresse übergeben wurde.

Mögliche Parameter können Sie mit dem Parameter --help in Erfahrung bringen:

bonifax:/home/uib/oertel# cd /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent
bonifax:/var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent# ./opsi-deploy-client-agent --help

usage: opsi-deploy-client-agent [-h] [--version] [--verbose]
                                [--debug-file DEBUGFILE] [--username USERNAME]
                                [--password PASSWORD]
                                [--use-fqdn | --use-hostname | --use-ip-address]
                                [--ignore-failed-ping]
                                [--reboot | --shutdown | --start-opsiclientd | --no-start-opsiclientd]
                                [--hosts-from-file HOSTFILE]
                                [--skip-existing-clients]
                                [--threads MAXTHREADS] [--depot DEPOT]
                                [--group GROUP] [--smbclient | --mount]
                                [--keep-client-on-failure | --remove-client-on-failure]
                                [host [host ...]]

Deploy opsi client agent to the specified clients. The c$ and admin$ must be
accessible on every client. Simple File Sharing (Folder Options) should be
disabled on the Windows machine.

positional arguments:
  host                  The hosts to deploy the opsi-client-agent to.

optional arguments:
  -h, --help            show this help message and exit
  --version, -V         show program's version number and exit
  --verbose, -v         increase verbosity (can be used multiple times)
  --debug-file DEBUGFILE
                        Write debug output to given file.
  --username USERNAME, -u USERNAME
                        username for authentication (default: Administrator).
                        Example for a domain account: -u
                        "<DOMAIN>\\<username>"
  --password PASSWORD, -p PASSWORD
                        password for authentication
  --use-fqdn, -c        Use FQDN to connect to client.
  --use-hostname        Use hostname to connect to client.
  --use-ip-address      Use IP address to connect to client.
  --ignore-failed-ping, -x
                        try installation even if ping fails
  --reboot, -r          reboot computer after installation
  --shutdown, -s        shutdown computer after installation
  --start-opsiclientd, -o
                        Start opsiclientd service after installation
                        (default).
  --no-start-opsiclientd
                        Do not start opsiclientd service after installation.
  --hosts-from-file HOSTFILE, -f HOSTFILE
                        File containing addresses of hosts (one per line).If
                        there is a space followed by text after the address
                        this will be used as client description for new
                        clients.
  --skip-existing-clients, -S
                        skip known opsi clients
  --threads MAXTHREADS, -t MAXTHREADS
                        number of concurrent deployment threads
  --depot DEPOT         Assign new clients to the given depot.
  --group GROUP         Assign fresh clients to an already existing group.
  --smbclient           Mount the client's C$-share via smbclient.
  --mount               Mount the client's C$-share via normal mount on the
                        server for copying the files. This imitates the
                        behaviour of the 'old' script.
  --keep-client-on-failure
                        If the client was created in opsi through this script
                        it will not be removed in case of failure. (DEFAULT)
  --remove-client-on-failure
                        If the client was created in opsi through this script
                        it will be removed in case of failure.

Kapitel 8. Rollout existierender Produkte

Für den Rollout von Software auf Clients muss auf diesen der opsi-client-agent installiert sein. Dieser kann auf bestehende Rechner ausgerollt werden. Bei einer Betriebssysteminstallation über opsi wird der opsi-client-agent automatisch installiert.

Nachfolgend wird die Management-Oberfläche opsi-configed verwendet, um Software auf Clients zu verteilen.

8.1. Verteilung von opsi Standard Produkten: opsi-configed

Zu den Standard-Produkten gehört das Produkt opsi-configed welches das opsi Management Interface als Anwendung auf einem Rechner installiert. Da diese Anwendung eine Java-Anwendung ist, wird ein JavaRE mitgeliefert.

Wählen Sie im opsi-configed, Modus Client-Konfiguration, unter dem Reiter Clients den betreffenden Client aus.

Wenn noch nicht geschehen, aktualisieren Sie den Datenbestand des opsi-configeds mittels Datei/Daten neu laden bzw. Anklicken des entsprechenden Icons.

Wechseln Sie zum Reiter Produktkonfiguration, klicken Sie in die Spalte Angefordert für das Produkt opsi-configed, daraufhin öffnet sich eine Liste/Dropdown-Menü und dort wählen Sie die Aktion setup.

Der Haken in der Icon-Menüleiste sollte seine Farbe auf Rot wechseln. Wenn Sie ihn anklicken, werden die neuen Einstellungen zum opsi-server übermittelt, im Anschluss ist seine Farbe wieder grün.

Starten Sie dann den Client (neu). Er sollte jetzt den opsi-client-agent starten und das Produkt opsi-configed installieren. Nach Abschluß der Installation sollten Sie im Startmenü den Punkt opsi-configed finden.

8.2. Inventarisierung mit dem localboot-Produkten hwaudit und swaudit

Wählen Sie im opsi-configed, Modus Client-Konfiguration, unter dem Reiter Clients den betreffenden Client aus.

Wenn noch nicht geschehen, aktualisieren Sie den Datenbestand des opsi-configeds mittels Datei/Daten neu laden bzw. Anklicken des entsprechenden Icons.

Wechseln Sie zum Reiter Produktkonfiguration, klicken Sie in die Spalte Angefordert für das Produkt hwaudit, daraufhin öffnet sich eine Liste/Dropdown-Menü und dort wählen Sie die Aktion setup. Wiederholen Sie das für das Produkt swaudit.

Der Haken in der Icon-Menüleiste sollte seine Farbe auf Rot wechseln. Wenn Sie ihn anklicken, werden die neuen Einstellungen zum opsi-server übermittelt, im Anschluss ist seine Farbe wieder grün.

Starten Sie dann den Client (neu). Er sollte jetzt den opsi-client-agent starten und die Produkte hwaudit und swaudit installieren. Bei hwaudit und swaudit werden Hard- bzw. Softwareinformationen erhoben und zum opsi-server übermittelt. Die gesammelten Informationen werden unter den Tabs Hardwareinformationen bzw. Software-Inventur angezeigt.

8.3. Hardware-Inventarisierung mit dem netboot-Produkt hwinvent

Sofern auf Ihrem opsi-Server das Produkt hwinvent bereits installiert ist und Sie einen Client aufgenommen haben, welcher für den Boot über das Netzwerk konfiguriert ist, können Sie etwas weiteres Nützliches tun: Hardware-Inventarisierung ohne installiertes Betriebssystem.

Wählen Sie im opsi-configed, Modus Client-Konfiguration, unter dem Reiter Client-Auswahl den betreffenden Client aus. Wenn noch nicht geschehen, aktualisieren Sie den Datenbestand des opsi-configeds mittels Datei/Daten neu laden bzw. Anklicken des entsprechenden Icons. Wechseln Sie zum Reiter Netboot-Produkte, gehen Sie in das Feld Anstehende Aktion des Produkts hwinvent und wählen Sie in der dort angebotenen Liste die Aktion setup. Der Haken in der Icon-Menüleiste sollte seine Farbe auf Rot wechseln. Wenn Sie ihn anklicken, werden die neuen Einstellungen zum opsi-server übermittelt und die Farbe des Hakens wechselt im Anschluss wieder zu grün.

Starten Sie dann den Client (neu). Er sollte jetzt per PXE über das Netz ein Linux-Image ziehen, das die Hardware des PCs scannt und dann den Rechner rebootet. Wenn der Rechner nicht ansonsten schon eingerichtet war, kommt im Anschluss korrekterweise die Meldung, dass auf der Platte kein Betriebssystem installiert ist.

Das Ergebnis des Hardware-Scans hat der PC zum opsi-server übermittelt. Es ist unter dem Reiter "Hardware-Informationen" einzusehen.

Anmerkung

Sollte nach dem Laden des bootimages der Bildschirm schwarz bleiben oder die Netzwerkkarte nicht (korrekt) funktionieren, so muss für diese konkrete Hardware evtl. die Startparameter des bootimages angepasst werden.
Dies können Sie im opsi-configed im Tab Hostparameter am Eintrag opsi-linux-bootimage.append tun.
Details hierzu finden Sie im opsi Handbuch im Kapitel Netboot Produkte.

Kapitel 9. Installation eines neuen Windows PC über opsi (OS-Installation)

Nachfolgend wird beschrieben, wie ein bisher nicht mit einem Betriebssystem ausgestatter Computer per opsi mit einem Windows-Betriebssystem ausgestattet wird.

Als Client-PC eignen sich reale oder virtuelle Rechner mit mindestens 2048 MB RAM, die über eine Netzwerkkarte mit Netzwerkboot-Unterstützung verfügen: D.h., sie unterstützen das PXE-Protokoll zum Laden von Boot-Systemen via Netzwerk. Der Netzwerkboot ist ggf. im BIOS-Menü zu aktivieren bzw. an die erste Stelle der Bootoptionen zu rücken.

Virtuelle Hardware wird in der Regel gut von den Windows-Standardtreibern unterstützt, wenn Sie später eine Testinstallation von Windows durchführen. Zur Installation von Windows auf neueren realen Rechnern müssen Sie möglicherweise vorab zusätzliche Treiber integrieren. Für einen ersten Tests können Sie eine VMware-Appliance verwenden, die einen leeren Rechner abbildet und in VMware Workstation Player laufen kann.

Für die nachfolgenden Kapitel sollten Sie einen entsprechenden Client in opsi aufgenommen haben. Einfach geht dies mittels opsi-configed.

Anmerkung

Einige für die Bereitstellung von Windows mit opsi nützliche Werkzeuge werden über das Paket opsi-windows-support installiert.

9.1. Betriebssysteminstallation: Vervollständigen der Basispakete für Windows

In den zum Download empfohlenen Paketen sind lediglich Basispakete (Framework) enthalten. Diese dienen zur Installation der Windows-Betriebssysteme, müssen jedoch noch vervollständigt werden, da sie nicht die Dateien zur Installation des Betriebssystems selbst enthalten.

Zur automatischen Windows-Betriebssysteminstallation müssen Sie Ihre vorhandenen Original-Windows-Installationsdateien kopieren (und ggf und den Windows-Lizenzschlüssel auf dem Server ablegen).

9.2. NT6 Familie: ab Win7 / 2008R2

Um diese Betriebssysteme installieren zu können, wird ein sogenanntes WinPE als Live-System genutzt. Sie können es mit Hilfe eines opsi - Paketes erstellen (opsi-winpe), oder von Hand, wenn Sie möchten. Grundsätzlich ist die Windows-Version des PE unabhängig von der zu installierenden Windows-Version. Wichtig ist vor allem die Verfügbarkeit von Festplatten- und Netzwerkkarten - Treibern an dieser Stelle. Microsoft empfiehlt für 32-Bit Installationen ein 32-Bit PE, bzw. für 64-Bit ein 64-Bit PE.

"Um eine 64-Bit-Version von Windows zu installieren, müssen Sie eine 64-Bit-Version von Windows PE verwenden. Um eine 32-Bit-Version von Windows zu installieren, müssen Sie eine 32-Bit-Version von Windows PE verwenden."
https://technet.microsoft.com/de-de/library/cc766093.aspx

In jedem Fall benötigen Sie ein "Assessment and Deployment Kit" (ADK, Win8.1 bzw 10), bzw dessen Vorgänger "Windows Automated Installation Kit" (Windows AIK; bis Windows 7), welches Sie auf ein unterstütztes Windows Betriebssystem (bevorzugt 64 Bit) installieren.:

Installieren Sie das Windows PE Add-On für ADK (nach Möglichkeit auf einer 64Bit- Maschine) in den vorgeschlagenen Pfad unter Program Files (x86). Wählen Sie nur die "Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows PE)" aus; Abhängigkeiten werden automatisch ausgewählt.

Sie können das ISO brennen oder mounten und dann installieren.

9.2.1. Erstellen eines PE

Die einfachste Methode setzt voraus, dass Sie bereits einen Windows-Computer haben, auf dem sowohl der opsi-client-agent installiert ist, als auch das Windows ADK (Win8.1, Win10). Der manuelle Weg wird anschließend unter „Manuelles Erstellen eines PE für Windows 10 & Windows 8 (ADK)“ beschrieben.

Automatisiertes Erstellen eines PE mit opsi

  • Setzen Sie das Localboot-Produkt opsi-winpe für diesen Client auf once, wählen Sie ggf. in den Produkt-Properties rechts unten x86 statt x64 aus, und speichern Sie (Rechtsklick > Speichern)
  • (sofern das opsi-Produkt opsi-winpe nicht vorhanden ist, installieren Sie es auf dem opsi - Server mittels opsi-package-updater -v install opsi-winpe)
  • veranlassen Sie ein Installations - Event für diesen Client (zB Rechtsklick > on-demand, oder Reboot)
  • Nach erfolgreichem Lauf dieser Aktion verschieben oder kopieren Sie den Inhalt des entstandenen Verzeichnisses auf dem Client C:\winpe_<ARCH>\media\ in das bereits existente Verzeichnis des zu installierenden Betriebssystems \\opsiserver\opsi_depot_rw\<Betriebssystem>\winpe\
  • Führen Sie nun zuletzt folgenden Kommandozeilen - Befehl auf dem neuen opsi-Server aus. Fertig.
opsi-set-rights

Manuelles Erstellen eines PE für Windows 10 & Windows 8 (ADK)

Die Befehle für 32- und 64-Bit sind nahezu identisch, nur müssen die Einträge <ARCH> mit entweder x86 , amd64 oder ia64 ersetzt werden.

Führen Sie Start ⇒ Programme ⇒ Windows Kits ⇒ Windows ADK ⇒ "Umgebung für Bereitstellungs- und Imageerstellungstools" aus; eine Eingabe-Aufforderung erscheint (in dieser sind in der Folge benötigte Umgebungsvariablen gesetzt)

  • WinPE kopieren:
copype.cmd <ARCH> C:\winpe
  • Image mounten/einhängen:
dism /Mount-Wim /WimFile:C:\winpe\media\sources\boot.wim /index:1 /MountDir:c:\winpe\mount
  • Startnet.cmd ersetzen:
echo c:\opsi\startnet.cmd > "C:\winpe\mount\Windows\System32\startnet.cmd"

(Hinweis: c:\opsi\startnet.cmd wird vom opsi-linuxbootimage in der setup.py erstellt nebst dem oben entfernten wpeinit-Aufruf).

  • Image wieder aushängen:
dism /Unmount-Wim /MountDir:c:\winpe\mount /Commit
  • Den Inhalt von C:\winpe\ISO nach /var/lib/opsi/depot/<productid>/winpe kopieren.
    Rechte anpassen (z.B.):
opsi-setup --set-rights /var/lib/opsi/depot/<productid>/winpe

Manuelles Erstellen eines PE für Windows 7 (WAIK)

Die Befehle für 32- und 64-Bit sind nahezu identisch, nur müssen die Einträge <ARCH> mit entweder x86 , amd64 oder ia64 ersetzt werden.

Alles als Administrator aus der Eingabeaufforderung mit erweiterten Rechten ausführen (Start ⇒ Programme ⇒ Zubehör ⇒mit rechter Maustaste auf "Eingabeaufforderung" ⇒ Ausführen als … ⇒ Administrator)

  • WinPE kopieren:
"%ProgramFiles%\Windows AIK\Tools\PETools\copype.cmd" <ARCH> C:\winpe
  • Image mounten/einhängen:
"%ProgramFiles%\Windows AIK\Tools\<ARCH>\imagex.exe" /mountrw "C:\winpe\winpe.wim" 1 "C:\winpe\mount"
  • Startnet.cmd ersetzen:
echo c:\opsi\startnet.cmd > "C:\winpe\mount\Windows\System32\startnet.cmd"

(Hinweis: c:\opsi\startnet.cmd wird vom opsi-linuxbootimage in der setup.py erstellt nebst dem oben entfernten wpeinit-Aufruf).

  • Image wieder aushängen:
"%ProgramFiles%\Windows AIK\Tools\<ARCH>\imagex.exe" /commit /unmount "C:\winpe\mount"
  • Verschieben des fertigen WinPE (von dort werden mehrere Files auf den Server verschoben).
move "C:\winpe\winpe.wim" "C:\winpe\ISO\sources\boot.wim"
  • Den Inhalt von C:\winpe\media nach /var/lib/opsi/depot/<productid>/winpe kopieren.
    Rechte anpassen (z.B.):
opsi-setup --set-rights /var/lib/opsi/depot/<productid>/winpe

9.2.2. Erweiterung eines PE

Manchmal ist es sehr nützlich, das Windows PE zu erweitern. Besonders bei Dell-Hardware gibt es spezielle Netzwerk- und Storage-Treiber, die speziell für den PE-Einsatz empfohlen werden. Folgende Anleitung beschreibt, wie man ein PE mit Treibern erweitern kann. Diese Anleitung funktioniert ab Windows 7. Weiterhin setzt diese Anleitung voraus, dass die Schritte im vorigen Kapitel zum erstellen des PE ausgeführt wurden.

Anmerkung

Windows Automated Installation Kit wird für folgende Schritte nicht benötigt.

Herunterladen von Dell-PE-Treibersammlung. Bitte beachten, dass für jedes Windows die passenden WINPE Treiber benötigt werden. Die heruntergeladene CAB-Datei muss nun lokal ausgepackt werden. Dies kann man mit 7zip oder aber mit dem Kommandozeilentool expand erledigen. Für die Übersichtlichkeit wird empfohlen ein Verzeichnis wie zum Beispiel dell-driver auf C: an zu legen und die CAB-Datei dort aus zu packen.

  • Nun wird zunächst das Image untersucht. Als Administrator die Eingabeaufforderung starten (Start ⇒ Programme ⇒ Zubehör ⇒mit rechter Maustaste auf "Eingabeaufforderung" ⇒ Ausführen als … ⇒ Administrator) und folgenden Befehl eingeben:
dism /Get-WimInfo /WimFile:C:\winpe\ISO\sources\boot.wim

Aus der Ausgabe des Befehls braucht man für den nächsten Schritt den Index. Da in der Regel ein winpe aus einem einzigen Image besteht, sollte in der Regel der Index 1 immer funktioneren.

  • Mit folgendem Befehl wird das Image gemountet:
dism /Mount-Wim /WimFile:C:\winpe\ISO\sources\boot.wim /index:1 /MountDir:c:\winpe\mount
  • Nun wird das PE mit den dafür ausgepackten Treibern erweitert:
dism /Image:C:\winpe\mount  /Add-Driver /Driver:c:\dell-driver\winpe\x64 /Recurse

Für 32-Bit muss das x64 durch x86 ersetzt werden. Die Driver-CAB von Dell beinhaltet die Treiber für beide Architekturen.

Anmerkung

Wenn man nur einen Treiber integrieren möchte, kann man die Option /Recurse weglassen und statt ein Verzeichniss direkt die inf-Datei des Treibers angeben. Weiterhin ist es möglich mit dem Parameter /ForceUnsigned auch nicht signierte Treiber in ein PE zu integrieren.

  • Zum Schluss wird das Image wieder ausgehängt und die Änderungen übernommen:
dism /Unmount-Wim /MountDir:c:\winpe\mount /Commit
  • Das Verzeichnis C:\winpe\ISO als Verzeichnis winpe nach /var/lib/opsi/depot/win10-x64/ bzw. /var/lib/opsi/depot/win2008 kopieren.
    Rechte anpassen (z.B.):
opsi-set-rights /var/lib/opsi/depot/win10-x64/winpe

9.2.3. unattend.xml

Die Steuerdatei für die unattended Installation ist die unattend.xml, welche unter /var/lib/opsi/depot/win10-x64/custom zu finden ist. Mögliche Modifikationen an dieser Datei sollten in diesem Verzeichnis und nicht im opsi Verzeichnis gemacht werden.

Die von uns mitgelieferte unattend.xml enthält Verweise auf die Netboot-Produkteigenschaften, welche unter anderem für die Aktivierung des Administrator Accounts mit dem Passwort nt123 sorgen.

Dokumente zur Unattend.xml finden sich nach Installation des WAIK in c:\Program Files\Windows\Waik\docs\chms

9.2.4. Treiber-Integration

Die Treiber-Integration verläuft wie hier: Abschnitt 9.6, „Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation“ beschrieben.

9.2.5. Bereitstellung der Installationsmedien

Kopieren der Installations-DVD nach
/var/lib/opsi/depot/<productid>/installfiles und passen Sie Rechte/Eigentümer an:

opsi-set-rights /var/lib/opsi/depot/<productid>/installfiles

9.2.6. Log-Dateien der unattended-Installation

  • c:\Windows\Panther\setupact.log:
    Log bis Ende Setup-Phase 4 (läuft unter WinPE)
  • c:\Windows\Panther\setupact.err:
    Fehler-Log bis Ende Setup-Phase 4 (läuft unter WinPE)
  • c:\Windows\Panther\UnattendGC\setupact.log:
    Log ab Specialize-Phase
  • c:\Windows\Panther\UnattendGC\setupact.err:
    Fehler-Log ab Specialize-Phase
  • c:\Windows\System32\Winevt\Logs\*
  • c:\Windows\ntbtlog.txt (nur nach aktivierter Startprotokollierung)

9.3. Windows-Produktschlüssel

Wenn Sie über das Modul opsi-Lizenzmanagement verfügen, können Sie die Windows Lizenzschlüssel über das Lizenzmanagement Modul verwalten. Lesen Sie dazu das Lizenzmanagement Handbuch bzw. das entsprechende Kapitel im opsi-Handbuch.

Haben Sie kein Lizenzmanagement oder wollen dieses nicht verwenden, gehen Sie wie folgt vor.

Wenn Sie bereits opsi-Clients eingerichtet haben, können Sie im opsi-Konfigurationseditor einen Windows-Produktschlüssel per Client eintragen:

  • einen Client auswählen
  • zum Tab Netboot-Produkte wechseln
  • dort zB. das Produkt win10-x64 auswählen
  • rechts in der Schalter-Liste in die Property-Zeile productkey gehen
  • in das Value-Feld den Schlüssel eintragen und mit Klick auf "+" hinzufügen
  • durch Klick auf das "rote Häckchen" speichern und das Feld verlassen
  • die Änderungen im Backend speichern ("rotes Häckchen" oben rechts).

Oder Sie vergeben einen Default für den Windows-Produktschlüssel für das komplette opsi-Depot, was ebenfalls über den opsi-Konfigurationseditor erledigt werden kann:

  • im Konfigurationseditor die Depoteigenschaften auswählen (Kachel rechts oben)
  • zum Tab Produkt-Defaultproperties wechseln
  • dort zB. das Produkt win10-x64 auswählen
  • rechts in der Schalter-Liste in die Property-Zeile productkey gehen
  • in das Value-Feld den Schlüssel eintragen und mit Klick auf "+" hinzufügen
  • durch Klick auf das "rote Häckchen" speichern und das Feld verlassen
  • die Änderungen im Backend speichern ("rotes Häckchen" oben rechts).

9.4. Start der Windows-Installation

Zum Starten einer Windows-Installation wählen Sie nun im opsi-configed den betreffenden Client aus, setzen unter dem Karteireiter Netboot-Produkte für die gewünschten Betriebssystem (z.B. win10-x64) die Aktion auf setup und klicken auf den roten Haken (der wieder grün wird).

Der Client sollte jetzt beim Booten ein Linux Bootimage übers Netz ziehen, in dem Sie nochmal die PC-Neu-Installation bestätigen müssen. Dann sollte alles automatisch weiter laufen, bis schließlich die Logon-Aufforderung des installierten Windows auf dem Bildschirm steht.

Anmerkung

Sollte nach dem Laden des Bootimages der Bildschirm schwarz bleiben oder die Netzwerkkarte nicht (korrekt) funktionieren, so muss für diese konkrete Hardware evtl. die Startparameter des Bootimages angepasst werden.
Dies können Sie im opsi-configed im Tab Hostparameter am Eintrag opsi-linux-bootimage.append tun.
Details hierzu finden Sie im opsi Handbuch im Kapitel Netboot Produkte.

Achtung

Vorsicht bei Clients mit einer über 2TB großen Festplatte. In einem nicht UEFI-System beträgt die maximale Partitionsgröße 2 Terabyte. Sofern eine größere Partition angelegt werden soll schlägt die Installation fehl. Dies ist technisch durch die standard Partitionstabelle bedingt. Sie müssen die Festplatte in zwei Partitionen aufteilen. Dies können Sie über die Product-Properties steuern. Oder Sie erwerben das UEFI-Modul, wodurch diese technische Limietierung entfällt.

9.5. Aufbau der Produkte zur unattended Installation

Diese Kapitel betrifft die Windows-Netboot-Produkte.

9.5.1. Übersicht des Verzeichnisbaums

<productid>-
           |-i386/                              NT5 only: Installations files
           |-installfiles/                      NT6 only: Installations files
           |-winpe/                             NT6 only
           |-opsi/                              Scripte und Templates by opsi.org
           |  |-$oem$/                                  NT5 only: $oem$ gemaess MS
           |  |-postinst.d/                             Scripte nach OS-Install by opsi.org
           |  !-unattend.(txt/xml).template             Template by opsi.org
           |-custom/                            Scripte und Templates by customer
           |  |-$oem$/                                  NT5 only: $oem$ gemaess MS by customer
           |  |-postinst.d/                             Scripte nach OS-Install by customer
           |  !-unattend.(txt/xml)                      unattend.txt by customer
           |-drivers/                           drivers Verzeichnis
        user   |  |-drivers/                    drivers Verzeichnis
           |  |-pciids/                         Symlinkbaum zu Treibern
           |  |-vendors/                        Symlinkbaum zu Treibern
           |  |-classes/                        Symlinkbaum zu Treibern
           |  |-usbids/                         Symlinkbaum zu Treibern
           |  |-hdaudioids/                     Symlinkbaum zu Treibern
           |  |-pci.ids                         PCI-IDs DB
           |  !-usb.ids                         USB-IDs DB
           |-setup.py                           Installationsscript
           |-<productid>_<version>.control      Meta Daten (nur zur Info)
           |-<productid>.files                  Dateiliste (automatisch erstellt)
           |-create_driver_links.py             Script zur Treiberverwaltung
           !-show_drivers.py                    Script zur Treiberverwaltung

9.5.2. Die Dateien

  • setup.py
    Dies ist das Installationsskript, welches vom Bootimage ausgeführt wird.
  • <productid>_<version>.control
    enthält die Metadaten des Produkts, so wie sie vom Paketierer bereitgestellt wurden. Die Datei liegt hier nur zu Informationszwecken, d.h. Änderungen an dieser Datei haben keinerlei Auswirkungen auf das System.
  • <productid>.files
    Diese Datei wird automatisch erzeugt und sollte nicht verändert werden.
  • create_driver_links.py
    show_drivers.py
    Dies sind Scripte zur Treiberintegration, die im Kapitel Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation, näher erläutert werden.

9.5.3. Verzeichnis installfiles / winpe

  • installfiles
    Enthält den Inhalt der Installations-CD.
  • winpe
    Enthält ein bootbares winpe Image.

9.5.4. Verzeichnisse opsi / custom

Diese beiden Verzeichnisse enthalten Scripte und Konfigurationsdateien zur Steuerung der Betriebssysteminstallation. Während der Installation wirken diese Verzeichnisse zusammen, indem die Dateien aus custom Vorrang haben.

Das Verzeichnis opsi enthält Dateien, die mit Updates jederzeit überspielt werden können. Hier sollten also keine Änderungen vorgenommen werden. Für Anpassungen können Sie Änderungen im Verzeichnis custom vornehmen, welches bei Updates nicht überspielt wird.

Das Unterverzeichnis postinst.d enthält Scripte, welche nach der eigentlichen Installation des Betriebssystems über die postinst.cmd gestartet werden, um z.B. den opsi-client-agent zu installieren. Die Scripte werden dabei in alphabetischer Reihenfolge abgearbeitet. Um die Reihenfolge zu verdeutlichen, fangen die Dateinamen mit einer zweistelligen Nummer an (10_dhcp.cmd). Wollen Sie hier Erweiterungen vornehmen, so können Sie im Verzeichnis custom/postinst.d Scripte mit Nummern zwischen den vollen 10ern ablegen (13_myscript.cmd). Die vollen 10er sind für die Pflege durch opsi.org/uib reserviert. Das Script 99_cleanup.cmd ist das letzte und endet mit einem Reboot.

9.5.5. Verzeichnis drivers

Dieses Verzeichnis dient der Treiberintegration und ist im folgenden Kapitel beschrieben.

9.6. Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation

Administriert man einen Pool von PCs, die Geräte besitzen, deren Treiber nicht in der Windows-Standardinstallation enthalten sind, so ist es meist sinnvoll, diese Treiber direkt in die Installation zu integrieren. Bei Netzwerkgeräten kann dies teilweise sogar unumgänglich sein, denn ein startendes Windows ohne Netzwerkkarte ist für den Administrator nicht ohne weiteres erreichbar.

Opsi unterstützt Sie durch eine Automatisierung der Treibereinbindung und vereinfacht so die Bereitstellung der Treiber. Dabei müssen die Treiber nur in dem korrekten Verzeichnis abgelegt werden. Durch den Aufruf eines Scripts werden dann die Treiberverzeichnisse durchsucht und ein Katalog erstellt, anhand dessen das Bootimage automatisch die richtigen Treiber erkennen und einbinden kann. Dabei können sowohl Standard-Treiber, USB-Treiber, HD-Audio-Treiber wie auch Treiber für Festplattencontroller (Textmode Treiber) abgelegt und automatisch eingebunden werden.

Damit die Treiber sofort bei der Windowsinstallation mit installiert werden, müssen Sie in einer bestimmten Form auf dem Server hinterlegt werden. Hierzu sind Treiberverzeichnisse geeignet, die eine *.inf-Datei enthalten, die den Treiber für das Windows-Setupprogramm beschreibt. Irgendwelche in setup.exe, *.zip oder anders verpackten Treiber sind hier unbrauchbar. Mit dem Programm double driver (http://www.boozet.org/dd.htm) können Sie von einem installierten Rechner die Treiber im geeigneten Format extrahieren.

Es stehen mehrere Ebenen zur Bereitstellung von Treibern zur Verfügung:

  • Allgemeine Treiber Pakete
  • Treiber die zu Ihrer Hardware gehören aber nicht speziell zu geordnet sind
  • Treiber die manuell Rechnern zu geordnet sind
  • Treiber die über die Felder <vendor>/<model> der Inventarisierung automatisch den Rechnern zu geordnet werden.

Wie diese unterschiedlichen Ebenen verwendet werden können ist im folgenden beschrieben:

9.6.1. Allgemeine Treiber Pakete

Wenn die Hardwareausstattung sehr heterogen ist, kann es sinnvoll sein mit allgemeinen Treiberpaketen zu arbeiten.
Allgemeine Treiber legen Sie ab unter ./drivers/drivers.

Treiber welche im Verzeichnis ./drivers/drivers/ liegen, werden anhand der PCI-Kennungen (bzw. USB- oder HD_Audio-Kennung) in der Beschreibungsdatei des Treibers als zur Hardware passend erkannt und in das Windows Setup mit eingebunden.

9.6.2. Treiber die zu Ihrer Hardware gehören aber nicht speziell zu geordnet sind

Haben Sie nur wenige unterschiedliche Hardware zu unterstützen, so können Sie die Treiber bei den Herstellern suchen.
Zusätzliche bzw. geprüfte Treiber gehören in jeweils eigene Verzeichnisse (Name und Tiefe der Verzeichnisstruktur egal) unterhalb des Verzeichnisses
./drivers/drivers/preferred.
Treiber welche im Verzeichnis ./drivers/drivers/preferred liegen, werden gegenüber den Treibern in ./drivers/drivers/ bevorzugt anhand der PCI-Kennungen (bzw. USB- oder HD_Audio-Kennung) in der Beschreibungsdatei des Treibers als zur Hardware passend erkannt und in das Windows Setup mit eingebunden.
Finden sich z.B. zu eine PCI-ID in unterschiedlichen Treiber unter preferred, so kann dies zu Problemen bei der Treiber Zuordnung führen. In diesem Fall ist eine direkte Zuordnung der Treiber zu dem Client notwendig.

9.6.3. Treiber die manuell Rechnern zu geordnet sind

Zusätzliche Treiber, die unabhängig von ihrer Zuordnung bzw. Erkennung über die PCI- oder USB-IDs installiert werden sollen, gehören in jeweils eigene Verzeichnisse (Name und Tiefe der Verzeichnisstruktur egal) unterhalb des Verzeichnisses ./drivers/drivers/additional. Über das Produkt-Property additional_drivers können Sie einen oder mehrere Pfade von Treiberverzeichnissen innerhalb von ./drivers/drivers/additional einem Client zu ordnen. Im Produkt-Property additional_drivers angegebene Verzeichnisse werden rekursiv durchsucht und alle enthaltenen Treiber eingebunden. Dabei wird auch symbolischen Links gefolgt. Dies können Sie nutzen, um für bestimmte Rechner-Typen ein Verzeichnis zu erstellen (z.B. dell-optiplex-815).

Wird in den über additional_drivers angegebenen Treiberverzeichnissen ein Treiber für ein vorhandenes PCI-Gerät (oder HD-Audio, USB) gefunden, so wird für dieses Gerät kein weiterer Treiber aus drivers/preferred/ oder drivers/ mehr eingebunden (additional_drivers ist sozusagen super-preferred). Damit hat additional_drivers die Funktion Treiber hinzuzufügen, welche über die normale Treibererkennung nicht gefunden würden.

9.6.4. Treiber die über die Felder <vendor>/<model> der Inventarisierung automatisch den Rechnern zu geordnet werden.

Der im vorigen Abschnitt beschriebene Mechanismus der direkten Zuordnung von Treibern zu Geräten, kann seit dem 2 Teil des Service Release opsi 4.0.2 automatisiert werden. Dazu wird in dem Verzeichnis ./drivers/drivers/additional/byAudit nach einem Verzeichnisnamen gesucht der dem bei der Hardwareinventarisierung gefundenen Vendor entspricht. In diesem Vendor Verzeichnis wird nun nach einem Verzeichnisnamen gesucht, das dem bei der Hardwareinventarisierung gefundenen Model entspricht. Wird ein solches Verzeichnis gefunden, so wird dieses Verzeichnis genauso behandelt, als wäre es über das Produkt-Property additional_drivers manuell zugewiesen. Der Verzeichnisname byAudit unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Bei den Verzeichnisnamen für "Hersteller" und "Modell" wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden ("Dell" und "dELL" werden gleich behandelt).

Dabei können seit opsi 4.0.5 die Treiber für einen opsi-client über den opsi-configed im Reiter Hardwareinventarisiering bereitgestellt werden (vgl.:opsi-Handbuch Automatisierte Treiberintegration).

Die Abarbeitung im opsi-linux-bootimage erfolgt in der Reihenfolge:

  • <vendor>/<model> (<sku>)
  • ohne Fund greift der Fallback auf <system vendor>/<system model>
  • ohne Fund greift der Fallback auf <motherboard vendor>/<motherboard model>.

Einige Hersteller verwenden Modellbezeichnungen, die für diese Methode sehr ungünstig sind, da man einige Sonderzeichen wie / nicht in Datei- oder Verzeichnisnamen verwenden darf. Ein Beispiel dafür wäre als Modelbezeichnung: "5000/6000/7000". Ein Verzeichnis mit dieser Bezeichnung ist wegen den Sonderzeichen nicht gestattet. Seit der dritten Service Release opsi 4.0.3 werden deshalb folgende Sonderzeichen: < > ? " : | \ / * intern durch ein _ ersetzt. Mit dieser Änderung kann man oben genanntes schlechtes Beispiel als: "5000_6000_7000" anlegen und das Verzeichnis wird automatisch zu gewiesen, obwohl die Information in der Hardwareinventarisierung nicht der Verzeichnisstruktur enstprechen.

9.6.5. Struktur des Treiber Verzeichnisses und Ablage der Treiber

/var/
  !-lib/
     !-opsi/depot/
        !-<productid>/
           !-drivers
              |-classes/                (Links auf Treiber über Geräteklassen)
              |-hdaudioids/             (Links auf HD-Audio Treiber)
              |-pciids/                 (Links auf Treiber über PCI-Kennung)
              |-pci.ids                 (PCI Datenbank)
              |-usbids/                 (Links auf Treiber über USB-Kennung)
              |-usb.ids                 (USB Datenbank)
              |-vendors/                (Links auf Treiber über Hersteller)
              !-drivers                 (Platz für allg. Treiber Packs)
                 |-additional/          (Für manuell zugeordnete Treiber)
                    |-byAudit/          Modell spezifische Treiber welche
                       |-<vendor>               über die Hardwareinventarisierung
                          |-<model>             zugeordnet werden
                 |-buildin/             (Daten aus dem i386 Baum)
                 |-preferred/           (geprüfte Treiber)
                 |-exclude/             (ausgeschlossene Treiber)
                 !-mydriverpacks/       (Beispiel Treiber Pack)

9.6.6. Abarbeitung der unterschiedlichen Ebenen der Treiberintegration

Als oberste Priorität werden alle Treiber eingebunden, welche über das Property additional_drivers bzw. die über die Inventarisierungsdaten in ./drivers/drivers/additional/byAudit gefunden werden. Im Rahmen der Einbindung von Treibern wird geprüft für welche der Hardware eines Geräts (anhand der PCI-,USB-,HDAudio-Kennungen) hierdurch ein Treiber bereit gestellt wurde. Nur für Geräte für die auf diese Weise noch kein Treiber bereitgestellt wurde wird über die nachfolgenden Methoden ein Treiber gesucht.

Für Geräte denen nicht über additional_drivers (bzw. byAudit) ein Treiber zu geordnet wurde wird anhand der PCI Kennung (bzw. USB-, HDAudio-Kennung) ein passender Treiber gesucht und eingebunden.

Einbindung von Treiber bedeutet dabei:

  • Der Treiber wird auf die lokale Festplatte nach c:\drv\<num> kopiert.
  • Dem Windows Setup wird in der unattended Datei mitgeteilt, in den Verzeichnissen unterhalb von c:\drv\ nach passenden Treibern zu suchen.

9.6.7. Treiber hinzufügen und prüfen

Nach jedem Hinzufügen eines Treibers oder jeden anderen Änderung im ./drivers/drivers Verzeichnis (oder darunter) rufen Sie im Stammverzeichnis des netboot Produktes Verzeichnis folgenden Befehl auf, um die Rechte korrekt zu setzen:

opsi-set-rights ./drivers

Wenn Sie Treiber in die Verzeichnisse ./drivers/drivers oder ./drivers/drivers/preferred abgelegt haben, dann rufen Sie das Script ./create_driver_links.py auf. Dieses durchsucht die Verzeichnisse und erzeugt eine Reihe von Links anhand deren die Zuordnung der Treiber zu bestimmter Hardware (PCI-IDs, USB-IDs, HD-Audio-IDs) zu erkennen ist. Die Treiber aus dem preferred Verzeichnis werden von dem Script bevorzugt verwendet.

Das setup.py Script des Bootimages untersucht die Hardware des zu installierenden Computers und identifiziert die notwendigen Treiber. Diese werden dann auf die Festplatte kopiert und die unattend.xml entsprechend gepatcht.

Liegt zu einem Client eine Hardware-Inventarisierung vor, so kann über den Befehl:

./show_drivers.py <clientname>

ausgegeben werden, welche Treiber das Bootimage via PCI-IDs, USB-IDs, HD-Audio-IDs und additional_drivers (bzw. byAudit) zur Installation auswählen würde und zu welcher Hardware noch kein Treiber bereit steht.

Kontrollieren Sie die Ausgabe von show_drivers.py um zu prüfen ob die gewünschten Treiber eingebunden werden.

Es kann vorkommen, das Treiberverzeichnisse von Herstellern Treiber für unterschiedliche Betriebssystemversionen ( z.B. Windows 7/8.1/10) oder Konfigurationen (SATA / SATA-Raid) enthalten. Das kann nicht automatisch unterschieden werden. Wenn Sie die Vermutung haben, das ein erkannter Treiber falsch ist, so verschieben Sie diesen Treiber in das Verzeichnis drivers/exclude und führen create_driver_links.py bzw. show_drivers.py <clientname> erneut aus. Treiber die in drivers/exclude liegen werden bei der Treiberintegration nicht berücksichtigt.

Beispiel einer show_drivers.py Ausgabe für einen Client:

./show_drivers.py pcdummy

PCI-Devices
   [(Standardsystemgeräte), PCI Standard-PCI-zu-PCI-Brücke]
      No driver - device directory  /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/1022/9602 not found
   [ATI Technologies Inc., Rage Fury Pro (Microsoft Corporation)]
      Using build-in windows driver
   [(Standard-IDE-ATA/ATAPI-Controller), Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/D/M/N/123
   [Realtek Semiconductor Corp., Realtek RTL8168C(P)/8111C(P) PCI-E Gigabit Ethernet NIC]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/realtek_gigabit_net_8111_8168b
   [IEEE 1394 OHCI-konformer Hostcontroller-Hersteller, OHCI-konformer IEEE 1394-Hostcontroller]
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/197B/2380' not found
   [Advanced Micro Devices, Inc., AMD AHCI Compatible RAID Controller]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/ati_raid_sb7xx
   [(Standard-USB-Hostcontroller), Standard OpenHCD USB-Hostcontroller]
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/1002/4397' not found
   [ATI Technologies Inc, ATI SMBus]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/ati_smbus

USB-Devices
   [(Standard-USB-Hostcontroller), USB-Verbundgerät]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/brother_844x_pGerb
   [Microsoft, USB-Druckerunterstützung]
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/brother_844x_pGerb

Additional drivers
   [ati_hdaudio_azalia]
     /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/ati_hdaudio_azalia

Beispiel für einen Client mit additional_drivers:

 ./show_drivers.py e5800
Manually selected drivers (additional)
   [hp_e5800]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64/HDXHPAI3.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64/HDX861A.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64/HDXHPAI1.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64/HDXCPC.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64/HDXHPAI2.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/autorun.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/ibxHDMI/IntcDAud.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/HDMI/IntcHdmi.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/Graphics/kit24890.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/IIPS/Impcd.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp54284/Realtek 64bit/hp64win7.inf]

PCI-Devices
   [8086:27C8]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family USB Universal Host Controller - 27C8
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27DA]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family SMBus Controller - 27DA
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27C9]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family USB Universal Host Controller - 27C9
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27DF]  Intel : Intel(R) ICH7 Family Ultra ATA Storage Controllers - 27DF
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27CA]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family USB Universal Host Controller - 27CA
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:2E30]  Intel : Intel(R) 4 Series Chipset Processor to I/O Controller - 2E30
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/not_preferred/x64/C/Intel/1
   [8086:27CB]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family USB Universal Host Controller - 27CB
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:2E32]  Intel Corporation : Intel(R) G41 Express Chipset
      Manually selected [hp_e5800] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp50134/Graphics
   [8086:27CC]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family USB2 Enhanced Host Controller - 27CC
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:244E]  Intel : Intel(R) 82801 PCI-Brücke - 244E
      Using build-in windows driver
      This driver will not be integrated, because same device already integrated in: '/var/lib/opsi/depot/<productid>n/drivers/drivers/not_preferred/x64/C/Intel/1/dmi_pci.inf'
   [8086:27D0]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family PCI Express Root Port - 27D0
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27B8]  Intel : Intel(R) ICH7 Family LPC Interface Controller - 27B8
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27D2]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family PCI Express Root Port - 27D2
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27C0]  Intel : Intel(R) N10/ICH7 Family Serial ATA Storage Controller - 27C0
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/R293337/WIN7
   [8086:27D8]  Microsoft : High Definition Audio-Controller
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/8086/27D8' not found
   [10EC:8136]  Realtek : Realtek RTL8102E/RTL8103E-Familie-PCI-E-Fast-Ethernet-NIC (NDIS 6.20)
      Manually selected [hp_e5800] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp54284/Realtek 64bit

USB-Devices
   [0461:0010]  (Standardsystemgeräte) : USB-Eingabegerät
      No driver - vendor directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/usbids/0461' not found
   [0461:4D20]  (Standardsystemgeräte) : USB-Eingabegerät
      No driver - vendor directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/usbids/0461' not found
   [058F:6366]  Kompatibles USB-Speichergerät : USB-Massenspeichergerät
      No driver - vendor directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/usbids/058F' not found
   [0461:0010]  (Standard-USB-Hostcontroller) : USB-Verbundgerät
      No driver - vendor directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/usbids/0461' not found

HD-Audio-Devices
   [10EC:0662]  Realtek High Definition Audio
      Manually selected [hp_e5800] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/hp_e5800/sp52852/Vista64

Beispiel für einen Client mit byAudit:

 ./show_drivers.py pctry5detlef
Manually selected drivers (additional)
   [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series Secondary (Microsoft Corporation - WDDM)/atiilhag.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series (Microsoft Corporation - WDDM)/atiilhag.inf]
      [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/MEDIA/Realtek AC'97 Audio/oem21.inf]

PCI-Devices
   [1002:5B70]  ATI Technologies Inc. : Radeon X300/X550/X1050 Series Secondary (Microsoft Corporation - WDDM)
      Manually selected [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series Secondary (Microsoft Corporation - WDDM)
      Multiple selected [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series (Microsoft Corporation - WDDM)
   [10DE:0053]  (Standard-IDE-ATA/ATAPI-Controller) : Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/0053' not found
   [10DE:005D]  (Standardsystemgeräte) : PCI Standard-PCI-zu-PCI-Brücke
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/005D' not found
   [1022:1100]  AMD : AMD HyperTransport(tm)-Konfiguration
      Using build-in windows driver
   [10DE:0054]  (Standard-IDE-ATA/ATAPI-Controller) : Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/fsc__esprimo_p625/FTS_NVIDIASATAAHCIDRIVERVISTA64V103042MCP78__1026963/NVIDIA_SATA_AHCI_DRIVER_Vista64_V10.3.0.42_MCP78 (textmode capable)
   [1022:1101]  AMD : AMD-Adresszuordnungskonfiguration
      Using build-in windows driver
   [10DE:0055]  (Standard-IDE-ATA/ATAPI-Controller) : Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/fsc__esprimo_p625/FTS_NVIDIASATAAHCIDRIVERVISTA64V103042MCP78__1026963/NVIDIA_SATA_AHCI_DRIVER_Vista64_V10.3.0.42_MCP78 (textmode capable)
   [1022:1102]  AMD : AMD DRAM und HyperTransport(tm)-Nachverfolgungsmoduskonfiguration
      Using build-in windows driver
   [10DE:0057]  NVIDIA : NVIDIA nForce-Netzwerkcontroller
      Using build-in windows driver
   [1022:1103]  AMD : Sonstige AMD-Konfiguration
      Using build-in windows driver
   [10DE:0059]  Realtek : Realtek AC'97 Audio
      Manually selected [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/MEDIA/Realtek AC'97 Audio
   [10DE:005E]  NVIDIA : NVIDIA nForce4 HyperTransport-Brücke
      /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/preferred/ga-ma78-pcbon4/chipset_win7-64/SMBUS
   [104C:8025]  Texas Instruments : OHCI-konformer Texas Instruments 1394-Hostcontroller
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/104C/8025' not found
   [10DE:005A]  (Standard-USB-Hostcontroller) : Standard OpenHCD USB-Hostcontroller
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/005A' not found
   [10DE:0050]  (Standardsystemgeräte) : PCI Standard-ISA-Brücke
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/0050' not found
   [10DE:005B]  (Standard-USB-Hostcontroller) : Standard PCI-zu-USB erweiterter Hostcontroller
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/005B' not found
   [1002:5B60]  ATI Technologies Inc. : Radeon X300/X550/X1050 Series (Microsoft Corporation - WDDM)
      Manually selected [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series Secondary (Microsoft Corporation - WDDM)
      Multiple selected [/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi] /var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/drivers/additional/byAudit/nvidia/awrdacpi/pctry5detlef/Display/Radeon X300-X550-X1050 Series (Microsoft Corporation - WDDM)
   [10DE:0052]  NVIDIA : NVIDIA nForce PCI-Systemverwaltung
      Using build-in windows driver
   [10DE:005C]  (Standardsystemgeräte) : PCI Standard-PCI-zu-PCI-Brücke
      No driver - device directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/pciids/10DE/005C' not found

USB-Devices
   [1241:1111]  (Standardsystemgeräte) : USB-Eingabegerät
      No driver - vendor directory '/var/lib/opsi/depot/<productid>/drivers/usbids/1241' not found

HD-Audio-Devices
   No devices installed
TIPPS
NDIS 6.0: Windows Vista
NDIS 6.1: Windows Vista SP1, Server 2008, Windows Embedded Compact 7, Windows Embedded Compact 2013
NDIS 6.20: Windows 7, Server 2008 R2
NDIS 6.30: Windows 8, Windows Server 2012
NDIS 6.40: Windows 8.1, Windows Server 2012 R2
NDIS 6.50: Windows 10, version 1507
NDIS 6.60: Windows 10, version 1607 and Windows Server 2016
NDIS 6.70: Windows 10, version 1703
NDIS 6.80: Windows 10, version 1709
NDIS 6.81: Windows 10, version 1803
NDIS 6.82: Windows 10, version 1809 and Windows Server 2019
NDIS 6.83: Windows 10, version 1903
  • Manche Chipsatztreiber enthalten Beschreibungsdateien, welche sehr viel Hardware aufführen ohne hierzu tatsächlich Treiber zu liefern. Ein Beispiel hierfür ist z.B. die cougar.inf oder ibexahci.inf von Intel. Wird ein solches Pseudo-Treiber Verzeichnis per additional_drivers (bzw. byAudit) zu geordnet, so führt dies dazu, das die hier aufgeführte Hardware von der weiteren Suche nach Treibern im preferred Verzeichnis ausgeschlossen wird.
  • SATA-Treiber und SATA-RAID Treiber beziehen sich auf die selbe PCI-Kennung. Ein SATA-RAID Treiber wird aber mit einem Einzelplatten System nicht funktionieren.
  • Kontrollieren Sie die Ausgabe von ./show_drivers.py genau!

Kapitel 10. Weitere Informationen

Das opsi-Handbuch enthält eine Fülle von weiteren Informationen, die für den produktiven Betrieb wichtig sind. Wenn Sie ihren opsi-Server produktiv einsetzen empfehlen wir Ihnen besonders sich mit dem Werkzeug opsi-backup vertraut zu machen, um eine Sicherung Ihrer Daten erstellen zu können.

Wenn Sie dort nicht fündig werden oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich an die opsi Community.

Für produktive Installationen empfehlen wir professionelle Unterstützung durch uib im Rahmen eines Pflege- und Supportvertrages.