opsi Handbuch opsi-Version 4.0.7

uib gmbh


Inhaltsverzeichnis

1. Copyright
2. Einführung
2.1. Für wen ist dieses Handbuch?
2.2. Konventionen zu Schrift und Grafiken
3. Überblick opsi
3.1. Erfahrung
3.2. Features von opsi
3.3. opsi Erweiterungen
3.4. Struktur
4. opsi-Management GUI: opsi-configed
4.1. Voraussetzungen und Aufruf
4.2. Login
4.3. Copy & Paste, Drag & Drop
4.4. Auswahl des Bedienungsmodus
4.5. Depotauswahl
4.6. Clientauswahl und Gruppenbildung
4.7. Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview
4.8. Client-Bearbeitung
4.9. Produktkonfiguration
4.10. Property-Tabellen mit Listen-Editierfenstern
4.11. Geheime Property-Werte
4.12. Netboot-Produkte
4.13. Hardwareinformationen
4.14. Software-Inventur
4.15. Logdateien: Logs von Client und Server
4.16. Produkt-Defaultproperties
4.17. Host-Parameter in der Client- und der Serverkonfiguration
4.18. Depotkonfiguration
4.19. Gruppenaktionen
4.20. Produktaktionen
4.21. Server-Konsole
5. opsi-server
5.1. Überblick
5.2. Hinweise zum Wechsel zu Samba 4
5.3. opsi-Kommandozeilen-Werkzeuge und Prozesse
5.4. Web service / API Methoden
5.5. opsi-backup
5.6. Datenhaltung von opsi (Backends)
5.7. Wichtige Dateien des opsi-servers
5.8. Upgrade Anleitungen für den opsi-server
6. opsi-client
6.1. opsi-client-agent
6.2. Registryeinträge
7. Security
7.1. Einführung
7.2. Informiert bleiben
7.3. Allgemeine Serversicherheit
7.4. Authentifizierung des Clients beim Server
7.5. Authentifizierung des Servers beim Client
7.6. Authentifizierung beim controlserver des Client
7.7. Konfiguration eines Admin-Networks
7.8. Der user pcpatch
7.9. Webservice-Zugriffsbeschränkungen
7.10. Root Passwort des bootimages ändern
8. opsi Produkte
8.1. Localboot-Produkte: Automatische Softwareverteilung mit opsi
8.2. Netboot Produkte
8.3. Inventarisierung
8.4. opsi Abo Produkte
9. opsi Erweiterungen
9.1. Freischaltung kostenpflichtiger Module
9.2. User-Rollen (via opsi-configed)
9.3. opsi directory connector
9.4. opsi WIM Capture
9.5. opsi Linux Support
9.6. opsi mit UEFI / GPT
9.7. opsi local image
9.8. opsi-Lizenzmanagement
9.9. opsi WAN/VPN-Erweiterung
9.10. opsi-Nagios-Connector
9.11. opsi-clonezilla (frei)
9.12. opsi-server mit mehreren Depots (frei)
9.13. dynamische Depotzuweisung (frei)
9.14. opsi Software On Demand (Kiosk-Mode) (frei)
9.15. User Profile Management (frei)
9.16. opsi Installation beim Shutdown (frei)
9.17. opsi Feature SilentInstall (frei)
9.18. opsi Setup Detector (frei)

1. Copyright

Das Copyright an diesem Handbuch liegt bei der uib gmbh in Mainz.

Dieses Handuch ist veröffentlicht unter der creative commons Lizenz
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen (by-sa).

CC by sa

Eine Beschreibung der Lizenz finden Sie hier:
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Der rechtsverbindliche Text der Lizenz ist hier:
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Die Software von opsi ist in weiten Teilen Open Source.
Nicht Open Source sind die Teile des Quellcodes, welche neue Erweiterungen enthalten die noch unter Kofinanzierung stehen, also noch nicht bezahlt sind.
siehe auch: http://uib.de/de/opsi-erweiterungen/erweiterungen/

Der restliche Quellcode ist veröffentlicht unter der AGPLv3:

agplv3

Der rechtsverbindliche Text der AGPLv3 Lizenz ist hier:
http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0-standalone.html

Deutsche Infos zur AGPL: http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.de.html

Für Lizenzen zur Nutzung von opsi im Zusammenhang mit Closed Source Software kontaktieren Sie bitte die uib gmbh.

Die Namen opsi, opsi.org, open pc server integration und das opsi-logo sind eingetragene Marken der uib gmbh.

2. Einführung

2.1. Für wen ist dieses Handbuch?

Diese Handbuch richtet sich an alle, die sich näher für die automatische Softwareverteilung opsi interessieren. Der Schwerpunkt der Dokumentation ist die Erläuterung der technischen Hintergründe, um so zu einem Verständnis der Abläufe beizutragen.

Damit soll dieses Handbuch nicht nur den praktisch mit opsi arbeitenden Systemadministrator unterstützen sondern auch im Vorfeld den Interessenten einen konkreten Überblick über opsi geben.

2.2. Konventionen zu Schrift und Grafiken

In <spitzen Klammern> werden Namen dargestellt, die im realen Einsatz durch ihre Bedeutung ersetzt werden müssen.

Beispiel: Der Fileshare, auf dem die opsi Softwarepakete liegen, wird <opsi-depot-share> genannt und liegt auf einem realen Server z.B. auf /var/lib/opsi/depot.

Das Softwarepaket: <opsi-depot-share>/ooffice liegt dann tatsächlich unter /var/lib/opsi/depot/ooffice.

Beispiele aus Programmcode oder Konfigurationsdateien stehen in Courier-Schrift und sind farbig hinterlegt.

depoturl=smb://smbhost/sharename/path

3. Überblick opsi

Werkzeuge zur automatischen Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation sind bei größeren PC-Netz-Installationen ein wichtiges Werkzeug zur Standardisierung, Wartbarkeit und Kosteneinsparung. Während die Verwendung solcher Werkzeuge für gewöhnlich mit erheblichen Lizenzkosten einher geht, bietet opsi als Opensource-Werkzeug deutliche Kostenvorteile. Hier fallen nur die Kosten an, die von Ihnen durch tatsächlich angeforderte Dienstleistungen, wie Beratung, Schulung und Wartung, entstehen bzw. soweit kostenpflichtige Module benutzen wollen geringe Kofinanzierungsbeiträge.

Auch wenn Software und Handbücher kostenlos sind, ist es die Einführung eines Softwareverteilungswerkzeuges nie. Um die Vorteile ohne Rückschläge und langwierige Lernkurven nutzen zu können, ist die Schulung und Beratung der Systemadministratoren durch einen erfahrenen Partner dringend geboten. Hier bietet Ihnen uib seine Dienstleistungen rund um opsi an.

Das von uib entwickelte System basiert auf Linux-Servern, über die das Betriebssystem und Software-Pakete auf den PC-Clients installiert und gewartet werden (PC-Server-Integration). Es basiert weitestgehend auf frei verfügbaren Werkzeugen (GNU-tools, SAMBA etc.). Dieses opsi (Open PC-Server-Integration) getaufte System ist durch seine Modularität und Konfigurierbarkeit in großen Teilen eine interessante Lösung für die Probleme der Administration eines großen PC-Parks.

3.1. Erfahrung

opsi ist die Fortschreibung eines Konzepts, das seit Mitte der 90er Jahre bei einer Landesverwaltung auf über 2000 Clients in verschiedenen Lokationen kontinuierlich im Einsatz ist und stetig weiterentwickelt wurde. Als Produkt opsi ist es nun auch einem breiten Kreis von Interessenten zugänglich.

Eine Übersicht registrierter opsi-Installationen finden Sie unter: http://www.opsi.org/en/opsi-map

3.2. Features von opsi

Die wesentlichen Features von opsi sind:

  • automatische Softwareverteilung
  • Automatische Betriebssysteminstallation
  • Hard- und Softwareinventarisierung
  • Komfortable Steuerung über das opsi Managementinterface
  • Unterstützung von mehreren Standorten mit Depotservern

3.3. opsi Erweiterungen

  • Lizenzmanagement
  • MySQL-Backend
  • Nagios Connector
  • Installation bei Shutdown
  • Local Image Backup (Lösung zur schnellen Wiederherstellung von Schulungscomputern (derzeit nur für die öffentliche Hand z.B. Schulen))
  • Linux Agent
  • WAN Erweiterung (Einbindung von Clients hinter langsamen Leitungen)
  • User Profile Management: User Profile z.B. in einer Roamig-Profile Umgebung können modifiziert werden.
  • OTRS::ITSM Connector (von unserem Partner Cape-IT)

3.4. Struktur

Die Konfiguration von opsi benötigt eine Datenhaltung. Die externen Komponenten von opsi kommunizieren mit dem opsi-server über einen Webservice. Der Prozess opsiconfd, welcher den Webservice bereitstellt, übergibt die Daten dem Backendmanager, der die Daten in das konfigurierte Backend schreibt.

Dabei unterstützt opsi unterschiedliche Backends:

  • File-basiert
  • MySQL-basiert

Abbildung 1. Schema: opsi mit File- und MySQL-Backend

Schema: opsi mit File- und SQL-Backend

Mehr zur Datenhaltung finden Sie im Abschnitt 5.6, „Datenhaltung von opsi (Backends)“.

Die Konfiguration der Backends erfolgt in den Konfigurationsdateien in den Verzeichnissen /etc/opsi/backendManager sowie /etc/opsi/backends.

Abbildung 2. Schema: Schichten der Backend-Konfiguration

Schema: Schichten der Backend-Konfiguration

In den Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/opsi/backends werden die Backends definiert.

Welche Backends für welche Zwecke verwendet werden, steht in der Datei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf.

Wer auf welche Methoden zugreifen darf, ist in der Datei /etc/opsi/backendManager/acl.conf konfiguriert.

Unterhalb von /etc/opsi/backendManager/extend.d können weitere opsi-Methoden definiert sein, welche die Basis opsi-Methoden verwenden.

So ist z.B. das Mapping der vorgangsbasierten Methoden (Legacy) auf die objekt-basierten Methoden in der Datei /etc/opsi/backendManager/extend.d/20_legacy.conf definiert. Genaue Beschreibungen dieser Konfigurationsdateien finden Sie im „Allgemeine Konfigurationsdateien in /etc“.

4. opsi-Management GUI: opsi-configed

4.1. Voraussetzungen und Aufruf

Wichtig

Der opsi-configed in der Version 4.0.7 benötigt eine Java-Laufzeitumgebung mindestens in der Version 7 voraus.

Er arbeitet mit den Daten eines auf dem Server laufenden opsiconfd mindestens der Version 4.0.6.

Der opsi-configed steht auf download.uib.de in der jeweils aktuellen Version als opsi-Paket zur lokalen Installation zur Verfügung. Auf Nicht-opsi-Systemen kann der opsi-configed auch durch Kopieren der zum Paket gehörenden Dateien bereitgestellt werden.

Die jeweils stabile Version des opsi-configed ist auch Element der opsi-Server-Installation und wird über die opsi-Distributionsrepositories aktualisert. Das Programm ist code-identisch mit lokalen Version, wird aber als Java-Webstart-Anwendung zur Verfügung gestellt. Der Aufruf erfolgt

Sofern es sich um einen Server mit graphischer Oberfläche handelt, ist der opsi-configed auch direkt im Server über einen Menüeintrag im Desktopmenü sowie in der Konsole über /usr/bin/opsi-configed startbar. Auf Non-Gui-Servern kann lediglich die Kommandozeilen-Option querysavedsearch des opsi-configed verwendet werden.

Auf jedem System kann, wenn die benötigten jar-Archive verfügbar sind, der Start des opsi-configed mittels java -jar configed.jar erfolgen.

Insbesondere zeigt dann der Aufruf java -jar configed.jar --help die Kommandozeilenoptionen:

java -jar configed.jar --help

configed [OPTIONS]
   where an OPTION may be

     -l, --locale  LOC    Set locale LOC (format: <language>_<country>)
     -h, --host  HOST    Configuration server HOST to connect to
     -u, --user  USER    User for authentication
     -p, --password  PWD    Password for authentication
     -d, --logdirectory DIR    Directory for the log files
     -c, --client CLIENT    Start with selected client CLIENT
     -g, --group GROUP    Start with activated group GROUP
     -t, --tab    INDEX Start with tab number INDEX, index counting starts with 0, works only if a CLIENT is preselected
    -r REFRESHMINUTES --refreshminuites REFRESHMINUTES    Refresh data every REFRESHMINUTES  (where this feature is implemented, 0 = never)
     -qs, --querysavedsearch [SAVEDSEARCH_NAME]    On command line: tell saved host searches list resp. the search result for [SAVEDSEARCH_NAME])
         --ssh-key SSHKEY    full path with filename from sshkey used for authentication on ssh server
         --ssh-passphrase PASSPHRASE    passphrase for given sshkey used for authentication on ssh server
         --collect_queries_until_no N    Collect the first N queries; N = -1 (default, no collect) N = infinite
         --help    Give this help
         --gzip  [y/n]    Activate gzip transmission of data from opsi server yes/no (default yes)
         --version    Tell configed version
         --loglevel L    Set logging level to L
         --halt    Use  first occurring debug halt point that may be in the code
         --sqlgetrows    Force use sql statements by getRawData
         --nosqlrawdata    Avoid getRawData
         --sqldirect-cleanup-auditsoftware    Use direct sql access if possible in PersistenceController

logging directory not yet set
regularly exiting app with code 0

Läuft der opsiconfd auf einem anderem als dem Standardport 4447, so ist dieser beim Start des opsi-configed dem Hostnamen mitzugeben (host:port).

Benutzerdefinierte Startparameter mit Java Web Start

Die aufgelisteten Startoptionen können auch, mit einer etwas anderen Syntax als auf der Kommandozeile, einem jnlp-Aufruf übergeben werden, wie er zum Beispiel in andere Anwendungen eingebettet werden kann.

javaws "https://<servername>:4447/configed.jnlp?parameter1=wert1&parameter2=wert2"

Die möglichen Parameter entsprechen den Parametern, welche opsi-configed auf der Kommandozeile entgegen nimmt - ohne die Striche davor. Zur Vorbelegung des Benutzernamens mit Roger kann der folgende Aufruf verwendet werden:

javaws "https://<servername>:4447/configed.jnlp?user=Roger"

4.2. Login

Abbildung 3. Login des opsi-configed

Login des opsi-configed

Beim Login versucht sich der opsi-configed per https mit dem opsiconfd auf dem ausgewählten Server/Port zu verbinden. Wenn der opsiconfd seinen Defaultport 4447 verwendet, muss dieser nicht angegeben werden. Die User müssen der Unix-Gruppe opsiadmin angehören.

Der opsi-configed speichert im lokalen Benutzerprofil einige Information über die jeweilige Session, damit beim erneuten Login die Arbeitsumgebung wiederhergestellt werden kann, insbesondere eine ausgewählte Client-Gruppe. Seit Version 4.0.7 werden die Session-Informationen auch genutzt, um eine Auswahlliste der zuletzt verbundenen opsi-Server (z.B. produktiver und Test-Server) zu erzeugen. An oberster Stelle steht der zuletzt genutzte, der damit ohne explizite Auswahlaktion wieder verwendet werden kann.

Die gzip-Komprimierung im HTTP-Protokoll verringert die zu übertragende Datenmenge auf Kosten der verlängerten Verarbeitungszeit, da die Daten komprimiert und dekomprimiert werden müssen. Es hat sich gezeigt, dass im lokalen Netz die Reaktionszeiten tendenziell kürzer ohne Komprimierung sind, da die Effekte der verlängerten Verarbeitungszeit überwiegen. Bei Übertragung übers WAN ist es tendenziell umgekehrt. Da im LAN die Kompression sich im Normalfall zeitlich praktisch nicht bemerkbar macht und bei WAN-Verbindungen meist vorteilhaft ist, ist die Gzip-Option per Default eingeschaltet.

Mittels des Features der Client-Erreichbarkeit lässt sich prüfen, welche Clients verbunden sind. Es lässt sich außer über die Anmeldemaske auch per Aufrufparameter aktivieren oder deaktivieren. In der Anmeldemaske ist ein Test-Intervall von 0 Minuten (= ausgeschaltet) als Default eingetragen. Zur Vermeidung einer zu hohen Zahl von Netzanfragen sollte das Test-Intervall nicht zu kurz eingestellt werden.

4.3. Copy & Paste, Drag & Drop

Sie können aus (fast) allen Bereichen des opsi-configed die markierten Daten mit den üblichen Tastenkombinationen (Strg-Insert, Strg-C) in die Zwischenablage kopieren und so anderen Programmen zur Verfügung stellen.

Für die meisten Tabellen ist auch die Drag & Drop-Funktion aktiviert, mit der die Tabellendaten z.B. nach Excel transferiert werden können.

4.4. Auswahl des Bedienungsmodus

Um zwischen verschiedenen Funktionen des opsi-configed zu wechseln, befinden sich seit Version 4.0.4 rechts oben im opsi-configed-Fenster sechs Schaltflächen.

Abbildung 4. opsi-configed: Wahl des Modus

opsi-configed: Schaltflächen

Die durch die ersten drei Schaltflächen wählbaren Modi Clientkonfiguration, Depotkonfiguration (Depot-Properties) oder Serverkonfiguration (Server-Configs) verändern das Zielobjekt des Hauptfensters, die Schaltflächen Gruppenaktionen, Produktaktionen sowie Lizenzmanagement starten jeweils spezifische Fenster mit eigenen Objekten und Aktionsmöglichkeiten.

Diese Fenster können statt über die Schaltflächen auch über den Hauptmenüpunkt Fenster geöffnet werden (ab opsi-configed Version 4.0.7).

4.5. Depotauswahl

Werden an Ihrem opsi-server mehrere Depotserver betrieben, so werden diese in einer Liste am linken Rand des opsi-configed angezeigt.

Per default ist das Depot auf dem opsi-configserver markiert und die zu diesem Depot gehörigen Clients werden angezeigt. Sie können mehrere Depots gleichzeitig markieren und deren Clients gemeinsam bearbeiten. - allerdings nur dann, wenn die ausgewählten Depots untereinander synchron sind. Der Versuch, Clients aus asynchronen Depots gemeinsam zu bearbeiten, wird mit einer entsprechenden Warn- und Fehlermeldung abgewiesen.

Ab der Version 4.0.5 entfällt die Notwendigkeit, bei einem Wechsel auf einen anderen Depot-Server einen kompletten Daten-Reaload durchzuführen, d.h. beim Auswählen eines Depots werden seine Daten sofort geladen. Dazu existieren folgende Buttons:

  • (=+) : Alle Depots mit identischen Produkten werden ausgewählt
  • (++) : Alle Depots werden ausgewählt (auch mit Strg-a möglich)

Der opsi-configed speichert ab Version 4.0.4 lokal (auf dem PC, auf dem er läuft) und userbezogen die zuletzt getätigte Depot- und Gruppenauswahl und aktiviert sie beim nächsten Start wieder.

Zu beachten: Beim Depotwechsel bleibt die Gruppenauswahl erhalten, was nicht unbedingt das Gewünschte ist. Gegebenfalls muss daher für das neue Depot eine andere Gruppe bzw. die ganze CLIENT-LISTE aktiviert werden.

Abbildung 5. opsi-configed: Depotauswahl

opsi-configed: Depotauswahl

4.6. Clientauswahl und Gruppenbildung

Nach erfolgreichem Login zeigt sich das Hauptfenster mit dem aktiviertem Karteireiter Clients zur Auswahl von Clients. Das Hauptfenster zeigt die Liste der Clients, wie sie durch die Depotwahl gegeben bzw. im Treeview - s. Abschnitt 4.7, „Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview - bestimmt ist.

Der opsi-configed speichert ab Version 4.0.4 lokal (auf dem PC, auf dem er läuft) userbezogen die zuletzt getätigte Gruppenauswahl und aktiviert sie beim nächsten Start wieder.

Abbildung 6. opsi-configed: Client-Auswahl

opsi-configed: Client-Auswahl

In der Liste kann eine Zeile auch über die Suche nach einem Stringwert ausgewählt werden, der im Suchfeld oberhalb der Liste einzugeben ist.

Wie die Suche ausgeführt wird, ist durch die Auswahl in den Drop-down-Listen zu den Feldern und zum Suchverfahren bestimmt. Die Feld-Auswahl bietet an:

  • Suche in allen Feldern (genauer, allen Feldern, die nach der momentanten Konfiguration als Spalten dargestellt werden, (Default) oder
  • Suche in einem bestimmten Feld.

Beim Suchverfahren (erweitert in Version 4.0.7) kann man sich entscheiden zwischen den Varianten

  • "Volltext": die Sucheingabe wird verwendet wie beim Standard-Googlen; d.h. wenn die Eingabe mehrere (durch Leerzeichen getrennte) Suchwörter (bzw. Wortbestandteile) enthält, muss mindestens eines in einer Spalte gefunden werden;
  • "Volltext (Komplettstring)": die Sucheingabe wird verwendet, als würde man beim Googlen den Text in Anführungszeichen setzen; d.h. der Gesamttext muss irgendwo in einer Spalte gefunden werden;
  • "Anfangstext": der Suchstring muss als Beginn einer Spalte vorkommen;
  • "regulärer Ausdruck": Suchstring wird sog. regulärer Ausdruck interpretiert, d.h. es werden Zeilen gesucht, bei denen der Text einer Spalte nach den Prinzipien der Regulären Ausdrücke (vgl. die Java-Dokumentation für java.util.regex.Pattern) "matcht"

Betätigen der Return-Taste springt auf den nächsten Treffer der Suche (ohne Treffer: nächste Zeile).

Weitere Auswahlfunktionen basierend auf der Suche zeigt das Kontextmenü des Suchfeldes:

Abbildung 7. opsi-configed: Suchfunktion für Client-Auswahl

opsi-configed: Client-Suche

Beispiele für Suchmuster (Such-Pattern)

Alle PCs, in deren Name oder Beschreibung die Zeichenfolge Meyer vorkommt, werden mit dem Pattern

.*eyer.*

gefunden. Dabei steht der Punkt in ".*" für ein "beliebiges Zeichen" und das Sternchen für "eine beliebige Zahl von Vorkommen (des vorher bezeichneten Elements)".

.*eyer.*

bedeutet also, das Suchmuster trifft zu (es "matcht"), sofern vor eyer irgendetwas (irgendwelche Zeichen in irgendeiner Zahl) steht und auf eyer wieder irgendetwas folgt. Weil "irgendeine Zahl" auch 0 sein darf, passt z.B. auch der String

PC Meyer,

bei dem auf eyer gar kein Zeichen mehr folgt, zum Suchstring.

Um aber sicherzugehen, dass wir nicht auch Strings, die Beyer enthalten, als korrekt markieren, sollte das Suchmuster besser heißen

.*[Mm]eyer.*

Mehrere Zeichen eingeschlossen in eckigen Klammern bedeuten, dass der gesuchte Wert genau eines der aufgeführten Zeichen enthält. Das heißt, jetzt wird jeder String erkannt, der entweder Meyer oder meyer enthält.

Als weiteres Beispiel sei eine Patternsuche bei Produkten dargestellt.

0.-opsi.*standard

sucht alle Produkte, deren Namen mit "0" beginnt gefolgt von einem beliebigen Zeichen, gefolgt von -opsi gefolgt von irgendwelchen Zeichen (in beliebiger Zahl); und am Schluss steht standard.

Wenn man sichergehen will, dass das zweite Zeichen eine Ziffer, das heißt eines der Zeichen "0", "1", "2", "3", "4", "5" , "6", "7", "8", "9" ist, kann man schreiben

0[0123456789]-opsi.*standard

Als Abkürzung für [0123456789] gilt, da es sich um eine ununterbrochene Teilfolge der Folge aller Zeichen handelt, [0-9], der Ausdruck wird damit zu

0[0-9]-opsi.*standard

Zu diesem Suchmuster passen z.B. die Produkte

03-opsi-abo-standard

sowie

05_opsi-linux_standard

Nähere Information zur Suche mit regulären Ausdrücken können in der java API-Dokumentation, Stichwort "java.util.regex.Pattern", gefunden werden.

Die Clientliste

Die tabellarische Auflistung der Clients hat per Default die Spalten Client-Name, Beschreibung, An, IP-Adresse und Zuletzt gesehen.

  • Client-Name ist der full qualified hostname also der Clientname inklusive (IP-) Domainnamen.
  • Beschreibung ist eine frei wählbare Beschreibung, die im rechten oberen Teil des Fensters editiert werden kann.
  • In der mit An betitelten Spalte wird auf Betätigen des Buttons Prüfen, welche Clients verbunden sind das Resultat der entsprechenden Anfrage angezeigt. Das Feature lässt sich in der Anmeldemaske sowie per Aufrufparameter aktivieren. Default ist ein Test-Intervall von 0 min (= ausgeschaltet).

Abbildung 8. opsi-configed: Client erreichbar

Client reachable

Abbildung 9. opsi-configed: Client nicht erreichbar

Client unreachable

Abbildung 10. opsi-configed: Button Prüfen, welche Clients verbunden sind

opsi-configed: Button 'Prüfen, welche Clients verbunden sind'

  • IP-Adresse enthält die IP-Nummer, als die der opsi-Server den Clientnamen auflöst.
  • Zuletzt gesehen gibt Datum und Uhrzeit an, zu der sich der Client zum letzten Mal bei der Softwareverteilung (über den Webservice) gemeldet hat.

In der Defaultkonfiguration deaktiviert sind die Spalten

  • Session-Informationen (beziehbar vom Betriebssystem des Clients),
  • opsi-Mac-Adresse (Hardware-Adresse des Clients, die vom Opsi-Server verwendet wird),
  • Inventarnummer (optional erfasster kennzeichnender String) und
  • Erstellungsdatum (Datum und Zeit der Client-Erzeugung).

Während einer Sitzung können sie mittels des Kontextmenüs eingeblendet werden. Welche Spalten beim Start des opsi-configed angezeigt werden, kann in der Server-Konfiguration mittels des Configs configed.host_displayfields bearbeitet werden.

Abbildung 11. opsi-configed: Spaltenkonfiguration für die Clientliste

opsi-configed: Spaltenkonfiguration für die Clientliste

Das Hinzufügen der Spalte Session-Informationen schaltet den Button Abfrage der Session-Informationen von allen Clients auf aktiv.

Abbildung 12. opsi-configed: Button Sessioninfo

opsi-configed: Button SessionInfo

Bei Betätigen des Buttons versucht sich der opsiconfd mit allen Clients zu verbinden und Information über die auf den Clients derzeit aktiven (User-) Sessions einzusammeln. In der Spalte Session-Informationen wird der Account-Name der laufenden Sitzungen dargestellt. Mittels Kontextmenü sowie über den Hauptmenüpunkt OpsiClient kann das Entsprechende nur für die gerade ausgewählten Clients erreicht werden. Dies vermeidet ggfs. das Warten auf die Netzwerk-Timeouts beim Verbindungsversuch mit gar nicht angeschalteten Rechnern.

Da die Suchfunktion der Clientliste sich (wenn nichts anderes eingestellt ist) über alle angezeigten Spalten erstreckt, kann nach Abruf der Session-Informationen auch nach dem Rechner gesucht werden, auf dem ein User mit bekanntem Account-Namen gerade angemeldet ist.

Die Clientliste kann durch Anklicken eines Spaltentitels nach der entsprechenden Spalte sortiert werden

Auswahl von Clients

In der Clientliste lassen sich ein oder mehrere Clients markieren und so für die (gemeinsame) Bearbeitung auswählen.

Mittels des Trichter-Icons bzw. über Auswahl / Nur die ausgewählten Clients anzeigen kann die Anzeige der Clientliste auf die markierten Clients beschränkt werden

Abbildung 13. opsi-configed: Trichter-Icon

opsi-configed: Trichter-Icon

Die ausgewählten Clients können zu einer existierenden Gruppe hinzugefügt werden (die im Treeview sichtbar ist), indem sie mit der Maus "auf die Gruppe gezogen" werden.

Im Client-Auswahldialog, der über Auswahl / Auswahl definieren oder über das Icon Auswahl definieren gestartet wird, können dynamische Clientzusammenstellungen anhand wählbarer Kriterien erstellt werden.

Abbildung 14. opsi-configed: Auswahldialog

opsi-configed: Auswahldialog

Neben allgemeinen Eigenschaften der Clients (Rubrik Wähle nach Host Eigenschaften) können als Suchkriterium auch (sowohl auf dem PC gefundene als auch mit Opsi installierte) Software sowie Hardware-Komponenten verwendet werden. Bei Texteingaben kann * als Wildcard benutzt werden. Die einzelnen Kriterien können dabei mit logischem "and"(und) bzw. "or"(oder) verknüpft werden, als auch negiert werden durch ein vorangestelltes "not"(nicht).

Die Auswahlliste betitelt Kriterium hinzufügen stellt weitere Kriterien zur Definition einer Anfrage bereit. Mit dem Papierkorb-Icon am rechten Rand wird ein Suchkriterium entfernt. Den initialen Zustand der Suchmaske stellt ein Klick auf den Button Neue Anfrage wieder her.

Die erstellten Anfragen lassen sich unter einem frei wählbaren Namen speichern. Anschließend kann man sie über Auswahl / Gespeicherte Suchen… erneut abrufen. Falls beim Speichern das Feld Beschreibung ausgefüllt wurde, wird diese in der Auswahlliste als Tooltip angezeigt.

Abbildung 15. opsi-configed: Gespeicherte Suchen

opsi-configed: Gespeicherte Suchen

Falls bis zum nächsten Aufruf weitere Clients hinzugekommen sind, die den gespeicherten Suchkriterien entsprechen, werden diese beim nächsten Aufruf der Suche ebenfalls gefunden.

Für eine feste Gruppenbildung mit ganz bestimmten Clients siehe weiter unten Abschnitt 4.7, „Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview

Zusätzlich ist noch die Abfrage von Suchen über eine Kommandozeilen-Schnittstelle möglich, um sie auch Skripten zugänglich zu machen. Dazu wird der opsi-config-editor mit dem Parameter "-qs" und anschließend dem Namen einer Suche aufgerufen. Lässt man den Namen der Suche weg, wird eine Liste der vorhandenen Suchen ausgegeben.

Unter dem Menüpunkt Auswahl die Punkte Fehlgeschlagene Aktionen bei Produkt… und Fehlgeschlagene Aktionen (heute, seit gestern, …), gibt es die Möglichkeit, fehlerhafte Installationen zu suchen.

Abbildung 16. opsi-configed: Fehlgeschlagene Aktionen

opsi-configed: Fehlgeschlagene Aktionen - heute

Wählt man den ersten Punkt, erhält man eine Liste aller Produkte. Selektiert man ein Produkt, so werden alle Clients markiert, bei denen die Installation dieses Produktes fehlgeschlagen ist.
Wählt man z.B. Fehlgeschlagene Aktionen - heute, werden all die Clients markiert, bei denen heute mindestens ein Produkt fehlgeschlagen ist.

4.7. Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview

Clients können komfortabel gruppenweise verwaltet werden, indem die Baumansicht-Komponente auf der linken Seite des opsi-configed-Fensters genutzt wird.

Prinzipieller Aufbau

Der Treeview hat drei Basisknoten Gruppen, Directory und Client-Liste. In der Client-Liste werden automatische alle Clients der ausgewählten Depots aufgeführt.

Die ersten zwei Basisknoten unterscheiden sich darin, wie oft ein Client in ihnen bzw. in Unterknoten von ihnen vorkommen darf.

Abbildung 17. opsi-configed: Treeview

opsi-configed: Treeview

Das Prinzip lautet: Während eine Gruppe eindeutig durch ihren Namen bestimmt ist und nicht mehrfach vorkommen kann, kann ein Client beliebig vielen Gruppen angehören. Im Directory-Teilbaum hat jedoch jeder Client einen eindeutigen Ort; solange keine explizite Zuweisung zu einer anderen Untergruppe von Directory stattgefunden hat, wird der Client automatisch in der Gruppe NICHT_ZUGEWIESEN angezeigt.

Wenn ein Client markiert ist, sind alle Gruppen, denen er angehört, mit gefüllter Farbfläche ausgezeichnet.

How to …

Wenn Sie auf einen Knoten (bzw. eine Gruppe) klicken, so werden alle Clients, die sich unterhalb dieses Knotens befinden, im Client-Tab angezeigt (aber kein Client zur Bearbeitung ausgewählt).

Wenn Sie auf einen Client klicken oder im Treeview mehrere Clients per Strg-Klick oder Shift-Klick markieren, so werden diese im Client-Tab angezeigt und zur Bearbeitung markiert.

Sie können auf diese Art und Weise auch den /oder die in Bearbeitung befindlichen Clients wechseln, während Sie in anderen Tabs (wie z.B. Logdateien) arbeiten, ohne zum Client-Tab zurückkehren zu müssen.

In diesem Treeview werden die Gruppen angezeigt, die Sie gemäß „Auswahl von Clients“ angelegt haben. Sie können zusätzlich Gruppen definieren, indem Sie mit der rechten Maustaste über der Eltern-Gruppe bzw. dem Eltern-Knoten (z.B. "GRUPPEN") das Kontextmenü öffnen und Untergruppe erzeugen wählen.

Abbildung 18. opsi-configed: Gruppe anlegen

opsi-configed: Gruppe anlegen

Wenn Sie dies gemacht haben, werden Sie in einem Dialogfenster nach dem Namen der Gruppe und einer optionalen Beschreibung gefragt.

Abbildung 19. opsi-configed: Gruppenname eingeben

opsi-configed: Gruppenname und Beschreibung eingeben

Eine Gruppe können Sie nun mit Clients füllen, indem Sie per Drag&Drop:

  • Clients aus der tabellarischen Clientliste im Client-Tab in die Gruppe kopieren (linke Maustaste)
  • Clients aus dem Treeview unterhalb des Knotens CLIENT-LISTE kopieren (linke Maustaste)
  • Clients aus dem Treeview aus anderen Gruppen verschieben (linke Maustaste) oder kopieren (Strg-linke Maustaste)

Eine Gruppe kanna

  • per Drag & Drop in eine andere Gruppe verschoben werden;

Das Kontextmenü einer Gruppe dient dazu

  • Untergruppen zu erzeugen;
  • die Gruppeneigenschaften zu bearbeiten;
  • bei Bedarf die Gruppen samt ihrer Untergruppen und aller Clientzuordnungen zu löschen;
  • alle Clientzuordnungen unter Beibehaltung der Gruppe und ihrer Untergruppen zu entfernen;
  • die enthaltenen Clients anzuzeigen und in einem Schritt auszuwählen.

4.8. Client-Bearbeitung

Im Client-Tab können Sie über den Menüpunkt OpsiClient oder das Kontextmenü eine Reihe clientspezifischer Operationen starten. Außerdem befinden sich auf der rechten Seite Eigenschaften von dem ausgewählten Client, die bei Auswahl eines Clients editierbar sind.

Abbildung 20. opsi-configed: Kontextmenü der Clientliste

opsi-configed: Kontextmenü der Clientliste

Install By Shutdown, Uefi-Boot und WAN-Konfiguration

Seit der Version 4.0.5.8.1 gibt es die Möchlichkeit verschiedene standard Konfigurationen für einen Client direkt in der Client-Information zu setzten, die sich rechts von der Client-Liste befinden.

  • Install By Shutdown:
    Der herkömmliche Weg Installationen beim Herunterfahren durchzuführen, befindet sich im Abschnitt 9.16, „opsi Installation beim Shutdown (frei)“. Dies wird nun vereinfacht durch die Buttons "An" und "Aus", welche beim Betätigen, den opsi-client-agent mit dem entsprechenden Wert für das Product-Property "on_shutdown_install" auf setup setzten. Bislang ist es nicht möglich den Status anzeigen zu lassen, ob ein Client beim Hoch- oder Herunterfahren die Pakete installiert.
  • Uefi-Boot:
    Die Checkbox Uefi-Boot zeigt an, ob ein Client für den Uefi-Boot konfiguriert ist. Beim Aktivieren wird der Config "clientconfig.dhcpd.filename" zu "linux/pxelinux.cfg/elilo.efi" geändert. (Weiteres im Abschnitt 9.6, „opsi mit UEFI / GPT“)
  • WAN-Konfiguration:
    Bei dieser Konfiguration handelt es sich um die in „Empfohlene Konfiguration bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung“ beschriebenen, von uib GmbH empfohlenen standard WAN-Konfiguration. Die darin befindlichen Schritte werden beim akt- bzw. deaktieren entsprechend durchgeführt und beim Auswählen eines Clients ausgelesen. Eine eigene Konfiguration für diese Zustände ist nicht implementiert.

WakeOnLan-Funktionalität mit versetzten Zeiten

Bei der WakeOnLan-Funktion kann ab opsi-configed Version 4.0.7 gewählt, werden

  • ob das Netzwerksignal direkt an alle ausgewählten Clients geschickt wird
  • ob es mit einem Abstand je zwischen zwei Clients versandt werden soll
  • wann der Prozess starten soll (Scheduler).

Wenn der Client einem mit dem configserver nicht identischen Depotserver zugeordnet ist, wird das WakeOnLan-Signal nicht direkt an den Client geschickt, sondern es wird eine HTTPS-Verbindung zum opsiconfd auf dem Depotserver aufgebaut und dieser veranlasst, in seinem Netz das Netzwerkpaket zu schicken.

Abbildung 21. opsi-configed: Scheduler für Wake On Lan

opsi-configed: Schedule für Wake On Lan

Zu beachten ist, dass es der opsi-configed ist, der die Aktionen auslöst, d.h. das Programm darf in diesem Zeitraum nicht beendet werden.

Auslösen von opsiclientd-Events (Push-Installation)

Über diesen Menüpunkt wird den selektierten Clients ein Aufruf an den opsi-client-agent gesendet, durch den ein Event ausgelöst wird. Wenn ein Client nicht erreichbar ist, so meldet der opsi-configed dies mit einem Fehlerhinweis.

Default-Event ist on_demand, das dazu führt, dass Aktionsanforderungen für den Client unmittelbar ausgeführt werden.

Achtung

Wenn ein Produktskript eine Rebootanforderung enthält, so wird der Client ohne Vorwarnung rebootet.

Seit Version 4.0.4 können auch andere Events, die in der opsiclientd.conf konfiguriert sind, ausgelöst werden. Welche zur Auswahl angeboten werden, wird über den Server-Hostparameter configed.opsiclientd_events festgelegt.

Für WAN-Clients: Pakete-Cache löschen

Auf WAN-Clients kann es zu Problemen mit dem Pakete-Cache kommen. Daher wird für sie eine Funktion angeboten, den Pakete-Cache komplett zu resetten.

on_demand Ereignis auslösen (Push Installation)

Über diesen Menüpunkt wird den selektierten Clients ein Aufruf an den opsi-client-agent gesendet, dass auf den Clients zu installierende Software jetzt installiert werden soll. Wenn ein Client nicht erreichbar ist, so meldet der opsi-configed dies mit einem Fehlerhinweis.

Achtung

Wenn ein Produkt eine Rebootanforderung enthält, so wird der Client ohne Vorwarnung rebootet.

Technisch gesehen wird dem opsi-client-agent die Meldung gesendet, er soll das Event on_demand auslösen. Das genaue Verhalten ist in der Konfiguration diese Events festgelegt (in der opsiclientd.conf).

Nachrichten senden (Starte Meldungsfenster)

Über die Auswahl von Starte Meldungsfenster auf den ausgewählten Clients erhalten Sie die Möglichkeit, Nachrichten an einen oder mehrere Clients zu senden. Es erscheint zunächst ein Fenster in dem Sie die Nachricht editieren können.

Abbildung 22. opsi-configed: Bearbeitungsfenster einer Nachricht

opsi-configed: Bearbeitungsfenster einer Nachricht

Durch Anklicken des roten Häkchens versenden Sie die Nachricht. Auf den selektierten Clients wird nun die Nachricht angezeigt:

Abbildung 23. opsi-configed: Nachrichtenfenster auf dem Client

opsi-configed: Nachrichtenfenster auf dem Client

Sessioninfo der ausgewählten Clients

Sie können den ausgewählten Clients das Signal senden, dem opsi-configed ihre Session-Informationen mitzuteilen. Diese Informationen werden in der entsprechenden Spalte dargestellt, soweit diese eingeblendet ist.

Herunterfahren / Reboot der ausgewählten Clients

Sie können den ausgewählten Clients das Signal senden, herunterzufahren bzw. zu rebooten.

Achtung

Der Client fährt ggf. ohne Rückfrage herunter.

Externe Remotecontrol-Werkzeuge für die ausgewählten Clients aufrufen

Mit der Option Remote Control Software im Kontextmenü sowie im Client-Menü (ab opsi-configed Version 4.0.1.11) können beliebige Betriebssystem-Kommandos aufgerufen werden, parametrisiert z.B. mit dem Clientnamen.

Beispielhaft sind zwei Konfigurationen zum Anpingen des ausgewählten Hosts automatisch mitgeliefert, und zwar ein Kommando, das unter Windows ausgeführt werden kann, und eines, das in einer graphischen Linux-Umgebung arbeitet. Zur Verdeutlichung: Der opsi-configed ruft das jeweilige Kommando aus seiner Systemumgebung auf. D.h., die Form des benötigten Kommandos hängt davon ab, ob der opsi-configed unter Windows oder Linux läuft.

Abbildung 24. opsi-configed: Auswahl des Remote-Control-Aufrufs

opsi-configed: Auswahl des Remote-Control-Aufrufs

Das Auswahlfenster ist dreigeteilt: Oben steht die Liste der Namen der verfügbaren Aufrufe. Es folgt eine Zeile, in der das ausgewählte Kommando angezeigt wird sowie, falls zulässig, verändert werden kann. Die Zeile enthält auch Buttons für Start und Abbruch der Aktion. Der dritte Textbereich des Fensters gibt eventuelle Rückmeldungen des Betriebssystems beim Aufruf des Kommandos wieder.

Die Möglichkeiten, die sich bieten, sind quasi unerschöpflich. Z.B. kann ein Kommando konfiguriert werden, das eine RemoteDesktop-Verbindung zum ausgewählten Client öffnet (sofern dieser das zulässt). Unter Windows kann dafür z.B. der folgende Befehl verwendet werden:

cmd.exe /c start mstsc /v:%host%

Ein entsprechendes Linux-Kommando lautet z.B.:

rdesktop -a 16 %host%

Dabei ist %host% eine Variable, die vom opsi-configed automatisch durch den entsprechenden Wert für den Hostnamen ersetzt wird. Weitere Variable, die im Kommando verwendet werden können, sind:

  • %ipaddress%
  • %hardwareaddress%
  • %opsihostkey%
  • %inventorynumber%
  • %depotid%
  • %configserverid%

Sofern das Kommando mit editable true gekennzeichnet ist, können in der angezeigten Kommandozeile z.B. Passwörter oder andere ad-hoc-Variationen des Befehls eingegeben werden.

Achtung

Sobald irgendein Kommando als editable gekennzeichnet ist, hat faktisch der configed-Bediener die Möglichkeit, das vorgegebene Kommando in ein beliebiges Kommando umzuwandeln und damit beliebige Programme mit Bezug auf den Client-Rechner zu starten.

Sind mehrere Clients markiert, wird das Kommando auf allen ausgewählten parallel ausgeführt.

Die Liste der verfügbaren Kommandos wird über Server-Konfigurationseinträge bearbeitet (vgl. Abschnitt 4.17, „Host-Parameter in der Client- und der Serverkonfiguration“).

Um ein Kommando des Namens example zu definieren, muss minimal ein Eintrag configed.remote_control.example (oder configed.remote_control.example.command) erzeugt werden. Als Wert des Properties wird das Kommando (ggfs. unter Verwendung von Variablen %host%, %ipaddress% usw.) gesetzt. Zusätzlich kann ein Eintrag der Form configed.remote_control.example.description definiert werden. Der Wert dieses Eintrags wird als Tooltip angezeigt. Mit einem Booleschen Eintrag der Form configed.remote_control.example.editable kann durch Setzen des Wertes auf false festgelegt werden, dass das Kommando beim Aufruf nicht verändert werden darf.

Abbildung 25. opsi-configed: Bearbeitung der Remote-Control-Aufrufe bei den Server-Konfigurationseinträgen

opsi-configed: Bearbeitung der Remote-Control-Aufrufe bei den Server-Konfigurationseinträgen

Clients entfernen, erstellen, umbenennen, umziehen

Sie können den ausgewählten Clients aus dem opsi-System löschen.

Sie haben hier auch die Möglichkeit, Clients neu anzulegen. Über den Menü-Punkt Neuen OpsiClient erstellen, erhalten Sie eine Maske zur Eingabe der nötigen Informationen zur Erstellung eines Clients.

Abbildung 26. opsi-configed: Client anlegen

opsi-configed: Client anlegen

Diese Maske enthält auch Felder für die optionale Angabe der IP-Nummer und der Hardware- (MAC)-Adresse. Wenn das Backend für die Konfiguration eines lokalen DHCP-Servers aktiviert ist (dies ist nicht der Default), werden diese Informationen genutzt, um den neuen Client auch dem DHCP-Server bekannt zu machen. Ansonsten wird die MAC-Adresse im Backend gespeichert und die IP-Nummer verworfen.

Beim Anlegen von Clients kann, ab der Version 4.0.5.8.1, für den neuen Client direkt eine Gruppe angegeben werden, zu der er gehören soll, sowie welches Netboot-Produkt eventuell direkt auf setup gesetzt werden soll. Außerdem kann direkt Install by shutdown, Uefi-Boot sowie die (Standard-) WAN-Konfiguration aktiviert werden. Diese Einstellungen können auch ganz einfach in der Hosts-Liste vorgenommen werden.

Seit opsi 4.0.4 können, falls die opsi-Clients z.B. über einen UCS-Service angelegt werden sollen, die Optionen zum Anlegen und Löschen von Clients abgeschaltet werden.

Zur Steuerung dieser Option existiert ein Hostparameter (Config) configed.host_actions_disabled, in dem die beiden Listenwerte

  • add client
  • remove client

zur Verfügung stehen, wobei Mehrfachselektion möglich ist. Default ist <leer>, also kein Wert ist gewählt.

Sie können die Default-Einstellung im opsi-configed über die Serverkonfiguration oder mit folgendem Befehl so ändern, dass ein Erstellen und Löschen von Clients über den opsi-configed nicht mehr möglich ist.

opsi-admin -d method config_updateObjects '{"defaultValues": ["add client", "remove client"], "editable": false, "multiValue": true, "possibleValues": ["add client", "remove client"], "type": "UnicodeConfig", "id": "configed.host_actions_disabled"}'

Sie können den ausgewählten Client innerhalb von opsi umbenennen. Sie werden dann in einem Dialogfenster nach dem neuen Namen gefragt.

Ein weiterer Dialog steht für den Umzug von einem Client oder mehreren Clients zu einem anderen Depot zur Verfügung:

Abbildung 27. opsi-configed: Client zu anderem Depot umziehen

opsi-configed: Client zu anderem Depot umziehen

Localboot-Produkte zurücksetzen

Sie können alle Informationen zu allen Localbootprodukten der ausgewählten Clients löschen. Dies kann sinnvoll sein um z.B. einen Testclient auf einen definierten Zustand zu setzen.

4.9. Produktkonfiguration

Wechseln Sie auf den Karteireiter Produktkonfiguration, so erhalten Sie die Liste der zur Softwareverteilung bereitstehenden Produkte und des Installations- und Aktionsstatus zu den ausgewählten Clients.

Abbildung 28. opsi-configed: Tab Produktkonfiguration

opsi-configed: Tab Produktkonfiguration

Seit opsi 4.0.4 wird hier eine Suchfunktion angeboten. Mit der Suchfunktion kann nach Produktnamen bzw. - je nach Einstellung in der Auswahlbox - nach Werten in den Feldern der Produkttabelle gesucht werden (analog zur Suche in der Client-Tabelle). Dazu ist im Suchfeld ein Suchstring einzugeben, die Suche startet direkt und die erste Trefferzeile wird markiert. Wenn es keinen Treffer gibt oder Zeichen aus dem Suchstring gelöscht werden, geht die Markierung auf die erste Tabellenzeile.

Im Kontextmenü des Suchfeldes werden weitere Optionen angeboten.

Abbildung 29. opsi-configed: Produktsuche, mit Kontextmenü

opsi-configed: Produktsuche, mit Kontextmenü

Hilfreich kann die Benutzung der Filterfunktion sein. Aktivieren des Filters reduziert die angezeigten Produkte auf die in diesem Moment markierten. Die Auswahl bleibt erhalten, bis der Filter durch erneutes Anklicken des Filterbuttons wieder deaktiviert wird.

Werte in der Produktliste, die für die ausgewählten Clients unterschiedlich sind, werden grau (als Darstellung des Wertes undefined) angezeigt.

Sie können auch für die Produktliste eine Sortierung nach einer anderen als der ersten Spalte durch Anklicken des Spaltentitels erreichen. Verfügbar sind die folgenden Spalten:

  • Stand ist der letzte der Softwareverteilung gemeldete Status zu diesem Produkt und kann die Werte installed, not_installed und unknown haben. not_installed wird aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht angezeigt. unknown ist der Status üblicherweise während einer (De-)Installation sowie wenn das letzte Skript gescheitert ist.
  • Report ist eine Zusammenfassung der Werte der internen Statusinformationen "Installationsfortschritt" (actionProgress), "Ergebnis der letzten Aktion" (actionResult) und "letzte angeforderte Aktion" (lastAction). Während einer Installation steht hier z.B. installing Nach Abschluss einer Aktion enthält das Feld den Text Ergebnis (letzte Aktion), z.B. failed (setup) oder success (uninstall).
  • Angefordert ist die Aktion, welche ausgeführt werden soll. Ein möglicher Wert ist immer none (visuell ist das Feld leer). Darüber hinaus sind die Aktionen verfügbar, für die bei diesem Produkt Skripte hinterlegt wurden. Möglich sind setup, uninstall, update, once, always, custom.
  • Prioritätsklasse gibt an, welche Priorität (100 bis -100) dem Produkt zugeordnet wurde (per default ist die Spalte nicht sichtbar.)
  • Position gibt an, in welcher Reihenfolge die Produkte installiert werden, per Default ebenfalls keine sichtbare Spalte.
  • Version ist die Kombination aus Produkt-Version und Package-Version, des auf dem Client installierten opsi-Softwareprodukts.

Durch das Anwählen eines Produkts erhalten Sie auf der rechten Seite des Fensters weitere Informationen zu diesem Produkt. Im Einzelnen:

  • ProduktID:: Klartextname des Produktes
  • Software/Paketversion: Produktversion-Paketversion der zur Verteilung bereitstehenden Software (wie sie der Paketierer angegeben hat).
  • Produktbeschreibung: Freier Text zur im Paket enthaltenen Software.
  • Hinweise: Freier Text mit Angaben zum Umgang mit diesem Paket.
  • Abhängigkeiten: Eine Liste von Produkten, zu denen das ausgewählte Produkt Abhängigkeiten aufweist mit Angabe der Art der Abhängigkeit:

    • required bedeutet, das ausgewählte Produkt benötigt das hier angezeigte Produkt, es besteht aber keine zwingende Installationsreihenfolge.
    • pre-required heißt, das hier angezeigte Produkt muss vor dem Ausgewählten installiert werden.
    • post-required spezifiziert, das hier angezeigte Produkt muss nach dem Ausgewählten installiert werden.
    • on deinstall bedeutet, diese Aktion soll bei der Deinstallation des ausgewählten Produktes durchgeführt werden; Reihenfolgen können dabei nicht berücksichtigt werden (weil Installationen und Deinstallationen nicht gemischt vorkommen können, aber ggf. zu entgegengesetzten Reihenfolgeanforderungen führen können).
  • Konfiguration für den Client: Zur clientspezifischen Anpassung der Installation können für ein Produkt zusätzliche Properties definiert sein. Die Darstellung und Bearbeitung der Tabelle der Properties ist in einem spezifischen Oberflächenelement realisiert:

4.10. Property-Tabellen mit Listen-Editierfenstern

Eine Property-Tabelle ist eine zweispaltige Tabelle. In der linken Spalte stehen Property-Namen, denen jeweils in der rechten Spalte ein Property-Wert zugeordnet ist.

Die Zeilen, die nicht dem Serverdefault entsprechen, werden fett angezeigt.

Rechts oben befinden sich zwei Buttons:

  • (rechts): Entferne clientspezifische Werte:
    Dieser Button löscht alle Einstellungen beim Client, so dass die Serverdefaults wirken. Werden Serverdefaults geändert wirkt sich dies somit direkt auf den Client aus.
  • (links): Setze Clientwerte auf Serverdefaults:
    Dieser Button kopiert die Serverdefaults als Clienteinstellungen. Damit bleiben diese Einstellungen beim Client erhalten, auch wenn später die Serverdefaults geändert werden.

Sofern entsprechend konfiguriert, wird ein Hinweis zur Bedeutung eines Wertes sowie der Defaultwert angezeigt, sobald der Mauszeiger über die betreffende Zeile bewegt wird ("Tooltip"):

Abbildung 30. opsi-configed: Property-Tabelle

opsi-configed: Property-Tabelle

Beim Anklicken eines Wertes poppt ein Fenster auf, der Listen-Editor, und zeigt einen Wert bzw. eine Liste vorkonfigurierter Werten, wobei der derzeit gültige Wert (bzw. die derzeit selektierte Wertekombination) markiert ist:

Abbildung 31. opsi-configed: Listen-Editor, Auswahlliste

opsi-configed: Listen-Editor, Auswahlliste

Durch Anklicken eines (anderen) Wertes kann die Auswahl neu gesetzt (bzw. durch Strg-Click erweitert oder verkleinert) werden.

Sofern die Liste der zulässigen Werte erweiterbar ist (die Werte sind somit änderbar ), bietet das Fenster zusätzlich ein Editierfeld an, in dem neue bzw. geänderte Werte eingegeben werden können.

Abbildung 32. opsi-configed: Listeneditor, Editierfeld

opsi-configed: Listeneditor, Editierfeld

Wenn ein Wert nur modifiziert werden soll, kann er Wert aus der Liste der vorhandenen mit Doppelklick in das Editierfeld übernommen werden. Sobald ein in der Liste noch nicht vorhandener Wert im Editierfeld steht, aktiviert sich das Plus-Symbol zum Übernehmen des neuen Wertes.

Sofern - wie z.B. beim Property additional drivers der Fall sein sollte - Mehrfach-Werte zulässig sind, erlaubt die Liste eine Mehrfach-Selektion. Wenn die Liste als Mehrfach-Selektion konfiguriert ist, wird ein Wert mit Strg-Klick zur Selektion hinzugefügt bzw. ein selektiert entfernt. Mit dem Minus-Button kann die Selektion in einem Rutsch komplett geleert werden.

Wenn die Liste bearbeitet wurde, wechselt wie auch sonst im configed der grüne Haken nach Rot. Anklicken des Hakens übernimmt den neuen Wert (d.h. die neue Selektion als Wert). Der blaue Cancel-Knopf beendet die Bearbeitung, indem der ursprüngliche Wert zurückgesetzt wird.

4.11. Geheime Property-Werte

Für den Fall, dass Passwörter oder andere "Geheimnisse" als Property-Werte vorkommen, ist folgende Vorkehrung getroffen (als "Hack" seit Version 4.0.7, bis ein spezifischer Datentyp eingerichtet ist):

  • Wenn im Namen des Properties irgendwo password vorkommt
  • oder wenn der Property-Name mit secret ("geheim" oder "Geheimnis") beginnt,

wird der Property-Wert bei der Anzeige durch fünf * ersetzt. Er wird erst - nach Vorwarnung - sichtbar gemacht, wenn er wie zur Bearbeitung angeklickt wird.

Die Bearbeitung findet ggfs. wie im Standardfall statt.

4.12. Netboot-Produkte

Die Produkte unter dem Karteireiter Netboot-Produkte werden analog zum Karteireiter Produktkonfiguration angezeigt und konfiguriert.

Die hier angeführten Produkte versuchen, werden sie auf setup gestellt, zu den ausgewählten Clients den Start von Bootimages beim nächsten Reboot festzulegen. Dies dient üblicherweise der OS-Installation.

Abbildung 33. opsi-configed: Tab Netboot-Produkte

opsi-configed: Tab Netboot-Produkte

4.13. Hardwareinformationen

Unter diesem Karteireiter erhalten Sie die letzten - entweder durch das Bootimage oder durch das Localboot-Produkt hwaudit erhobenen - Hardwareinformationen zum ausgewählten Client.

Abbildung 34. opsi-configed: Tab Hardware-Information

opsi-configed: Tab Hardware-Information

Automatisierte Treiberintegration

Um vereinfacht und automatisiert Treiber von speziellen Clients auf den opsi-depotserver zu uploaden, gibt es seit der Version 4.0.5 die Möglichkeit aus den Hardwareinformationen mögliche Pfade auszuwählen, die vom opsi-configed über den Share übertragen werden. Die zwei angebotenen byAudit-Treiberpfade setzten sich zusammen aus dem Hersteller und dem Produkt bzw. dem Modell, welche jeweils aus dem Computer und der Hauptplatine ausgelesen werden. Betätigt man den rechten Button zum Treiberupload, so erscheint ein neues Fenster um weitere Einstellungen zu tätigen.

opsi-configed: Tab Hardware-Information - Treiberupload

Haben Sie den opsi-configed auf einem Linux-System geöffnet, so ist es nicht direkt möglich einen Treiberupload durchzuführen, da die Verbindung über einen Share durchgeführt wird. Dies muss dann manuell getätigt werden. Jedoch sind die Methoden bzw. Verzeichnisstrukturen ein wesentlicher Aspekt der Treiberintegration.

Ohne weiteres funktioniert der Treiberupload von einem Windows-Rechner, wenn die Verbindung zum Share aktiviert ist. Unter anderem müssen im neues Fenster Angaben getätigt werden, für welches Windows-Produkt der Treiber bereit gestellt werden soll, welche Treiber geuploadet werden sollen und mit welcher Methode bzw. in welches Verzeichnis die Treiberintegration erfolgt. Das Zielverzeichnis wird mit Auswählen einer anderen Methode dem entsprechend geändert. Der zuvor ausgewählte byAudit-Treiberpfad findet sich in der per Default ausgewählten Methode byAudit wieder, die den ausgewählten Treiber spezifisch für den Maschinentyp integriert. Folgende Methoden bzw. Verzeichnisse sind möglich:

  • Standard: Treiber welche im Verzeichnis ./drivers/drivers liegen, werden anhand der PCI-Kennungen (bzw. USB- oder HD_Audio-Kennung) in der Beschreibungsdatei des Treibers als zur Hardware passend erkannt und in das Windows Setup mit eingebunden. Der Nachteil dieser Pakete ist, das sich hier auch Treiber finden, welche zwar von der Beschreibung zu Ihrer Hardware passen, aber nicht unbedingt mit Ihrer Hardware funktionieren. Hier können Treiber hinterlegt werden, die einen Fallback für alle Clients darstellen.
  • Preferred: Zusätzliche bzw. geprüfte Treiber gehören in jeweils eigene Verzeichnisse (Name und Tiefe der Verzeichnisstruktur egal) unterhalb des Verzeichnisses ./drivers/drivers/preferred. Treiber welche im Verzeichnis ./drivers/drivers/preferred liegen, werden gegenüber den Treibern in ./drivers/drivers bevorzugt anhand der PCI-Kennungen (bzw. USB- oder HD_Audio-Kennung) in der Beschreibungsdatei des Treibers als zur Hardware passend erkannt und in das Windows Setup mit eingebunden. Finden sich z.B. zu ein und derselben PCI-ID unterschiedliche Treiber unter preferred, so kann dies zu Problemen bei der Treiber Zuordnung führen. In diesem Fall ist eine direkte Zuordnung der Treiber zu den Geräten notwendig.
  • Excluded: Es kann vorkommen, das Treiberverzeichnisse von Herstellern Treiber für unterschiedliche Betriebssystemversionen (Vista / Win7) oder Konfigurationen (SATA / SATA-Raid) enthalten. Wenn Sie die Vermutung haben, das ein verlinkter Treiber falsch ist, so verschieben Sie diesen Treiber in das Verzeichnis drivers/exclude und führen create_driver_links.py erneut aus. Treiber die in drivers/exclude liegen werden bei der Treiberintegration nicht berücksichtigt.
  • Additional: Zusätzliche Treiber, die unabhängig von ihrer Zuordnung bzw. Erkennung über die PCI- oder USB-IDs installiert werden sollen, gehören in jeweils eigene Verzeichnisse (Name und Tiefe der Verzeichnisstruktur egal) unterhalb des Verzeichnisses ./drivers/drivers/additional. Über das Produkt-Property additional_drivers können Sie einen oder mehrere Pfade von Treiberverzeichnissen innerhalb von ./drivers/drivers/additional einem Client zu ordnen. Im Produkt-Property additional_drivers angegebene Verzeichnisse werden rekursiv durchsucht und alle enthaltenen Treiber eingebunden. Dabei wird auch symbolischen Links gefolgt. Dies können Sie nutzen, um für bestimmte Rechner-Typen ein Verzeichnis zu erstellen (z.B. dell-optiplex-815).
  • byAudit: In dem Verzeichnis ./drivers/drivers/additional/byAudit/<Vendor>/<Model> hinterlegte Treiber, werden bei einer Windows-Installation nach einem Verzeichnisnamen durchsucht, der dem bei der Hardwareinventarisierung gefundenen Vendor entspricht. In diesem Vendor Verzeichnis wird nun nach einem Verzeichnisnamen gesucht, das dem bei der Hardwareinventarisierung gefundenen Model entspricht. Wird ein solche Verzeichnis gefunden, so wird diese Verzeichnis genauso behandelt, als wären sie über das Produktproperty additional_drivers manuell zugewiesen.

Einige Hersteller verwenden Modellbezeichnungen, die für diese Methode sehr ungünstig sind, da man einige Sonderzeichen wie / nicht in Datei- oder Verzeichnisnamen verwenden darf. Ein Beispiel dafür wäre als Modelbezeichnung: "5000/6000/7000". Ein Verzeichnis mit dieser Bezeichnung ist wegen den Sonderzeichen nicht gestattet. Seit der dritten Service Release opsi 4.0.3 werden deshalb folgende Sonderzeichen: < > ? " : | \ / * intern durch ein _ ersetzt.
Mit dieser Änderung kann man oben genanntes schlechtes Beispiel als: "5000_6000_7000" anlegen und das Verzeichnis wird automatisch zu gewiesen, obwohl die Information in der Hardwareinventarisierung nicht der Verzeichnisstruktur enstprechen.

Wichtig

Nach dem Treiberupload sollte die create_driver_links auf dem opsi-depotserver aufgerufen werden!

4.14. Software-Inventur

Unter diesem Karteireiter erhalten Sie die letzten mit swaudit ausgelesenen Informationen über installierte Software beim Client.

Abbildung 35. opsi-configed: Tab Software-Inventur

opsi-configed: Tab Software-Inventur

4.15. Logdateien: Logs von Client und Server

Im Kartenreiter Logdateien sind die Logdateien der Clients über den opsi-configed einsehbar.

Der Level, bis zu dem die Logeinträge sichtbar sind, kann mit einem Schieberegler variiert werden, so dass Fehler leichter gefunden werden können. Der Regler ist auch mausrad-bedienbar.

Dabei kann auch in den Logdateien gesucht werden (Fortsetzung der Suche mit F3 oder Strg-L = last search repeated). Die einzelnen Zeilen sind je nach Loglevel farbig hervorgehoben.

Abbildung 36. opsi-configed: Tab Logdateien

opsi-configed: Tab Logdateien

4.16. Produkt-Defaultproperties

Um die Defaultwerte der Produkte für einzelne oder mehrere opsi-depots zu ändern, gibt es einen Reiter Produkt-Defaultproperties. Dieser wird erst auswählbar, wenn man zur Depotkonfiguration (zweiter Button oben rechts) wechselt.
In der Haupttabelle werden alle Produkte mit der Produkt-Version und der Package-Version aufgelistet. Wählt man ein Produkt aus, so werden, wie aus der Client-Produktkonfiguration gewohnt (vgl. Abschnitt 4.9, „Produktkonfiguration“), rechts oben die allgemeinen Informationen zum Produkt-Paket angezeigt. Darunter befindet sich die Auflistung aller Depots, die das ausgewählte Produkt besitzen. Die unterhalb befindliche Tabelle mit den Property-Schlüsseln und Werten ist ebenfalls bekannt aus der Client-Produktkonfiguration.

Abbildung 37. opsi-configed: Produkt-Defaultproperties

opsi-configed: Produkt-Defaultproperties: jEdit

Man kann ein oder mehrere Depots auswählen, um die Defaultwerte (d.h. die Depotwerte) des Produktes zu ändern. Als Voreinstellung werden alle verfügbaren Depots ausgewählt. Mit den üblichen Tastenkombinationen (Strg-a, Strg-Klick oder Shift-Klick) lassen sich mehrere bzw. alle Clients markieren.
Ist der Property-Wert ausgegraut (siehe Abbildung 37, „opsi-configed: Produkt-Defaultproperties“ - „gui_language“), so sind auf den ausgewählten Depots verschiedene Werte für diese Property gesetzt. Rechts neben den Depots befinden sich drei Buttons:

  • (=+): Markiere alle Depots mit identischen Werten
    Alle Depots, die die gleichen Default-Werte haben, werden markiert.
  • (++): Alle Depots werden markiert.
  • (Weltkugel): Setze die Paket-Default-Werte
    Die Original-Paket-Werte des Produkts werden für das/die ausgewählte/n Depot/s gesetzt.

4.17. Host-Parameter in der Client- und der Serverkonfiguration

Einige Konfigurationsdaten können Sie über den Tab Host-Parameter setzen und zwar als Server-Defaults im Modus Serverkonfiguration (vgl. Abschnitt 4.4, „Auswahl des Bedienungsmodus“) und clientspezifisch in der Clientkonfiguration.

Konfigurationseinträge (config-Objekte des opsi-Servers) sind grundsätzlich Wertelisten. Als Werkzeug zur Bearbeitung der Werte dient daher der Listeneditor (vgl. Abschnitt 4.10, „Property-Tabellen mit Listen-Editierfenstern“ )

Je nach Definition des jeweiligen Konfigurationsobjekts können die Werte der Liste

  • Unicode-Textwerte oder boolesche Werte (true/false) sein,
  • die Liste kann ein- oder mehrelementig sein
  • und die Auswahl für die Listenelemente kann fest oder erweiterbar sein.

Neue Konfigurationseinträge der Typen Unicode-Liste (erweiterbar) sowie boolesche Liste (fix) können über das Kontextmenü erstellt werden. Ebenso können bestehende Einträge gelöscht werden.

Das Verhältnis von Server- und Client-Hosteinträgen ist verwickelt:

  • Server-Einträge liefern die Default-Werte für die Client-Einträge.
  • Wenn ein Server-Eintrag (das config-Objekt) gelöscht wird, verschwinden auch die zugehörigen Client-Einträge.
  • Wenn ein Client-Eintrag im opsi-configed neu angelegt wird, wird automatisch ein passendes Server-Konfigurationsobjekt erzeugt.
  • Wenn ein Client-Eintrag im opsi-configed gelöscht wird, wird nur ein eventuell vorhandener spezifischer Wert gelöscht und wieder der Server-Default verwendet.
  • Wenn ein spezifischer Client-Wert sich vom Server-Default unterscheidet, so ist dieser fett dargestellt.
  • Für bestimmte Konfigurationsobjekte können zwar Client-Werte erzeugt und bearbeitet werden, sie haben jedoch keine Bedeutung, weil die zugehörige Funktion serverspezifisch definiert ist (z.B. die Einträge für den opsi-configed, die zur Rubrik configed. gehören).

Zur besseren Übersicht werden ab Version 4.0.3 die Host-Parameter gegliedert nach Funktionsgruppen aufgeführt. Die Gruppen sind auf der linken Seite in einer baumartigen Struktur dargestellt. Jeweils die zugehörigen Parameter und ihre Werte werden, wenn die Gruppe links aktiviert ist, auf der rechten Seite präsentiert.

Abbildung 38. opsi-configed: Tab Hostparameter (Server- und Client-Konfiguration)

opsi-configed: Tab Hostparameter (Server- und Client-Konfiguration)

Verwaltung von User-Rechten und -Rollen

Ab Version 4.0.7.5 bietet der opsi-configed die Userrollen-Funktion an.

Achtung

Zur Verwendung des Features muss user roles in der modules-Datei freigeschaltet sein.

In der Oberfläche zeigt die Existenz der Kategorie user in der Übersicht der Server-Hostparameter, dass diese Funktion verfügbar (aber noch nicht unbedingt aktiv) ist. Im Baum der Eigenschaften steht direkt in user primär der boolesche Eintrag

user.{}.register

mit dem Defaultwert false.

Die anderen Einträge, die an dieser Stelle des Property-Baums stehen, sind die Defaultwerte für die auch userspezifisch mögliche Konfiguration der Server-Konsole (vgl. Abschnitt 4.21, „Server-Konsole“):

Zur Aktivierung der Userrollen-Funktionalität ist

  1. der Wert von user.{}.register auf true zu setzen;
  2. eine Modules-Datei einzuspielen, die das Feature userroles temporär oder dauerhaft aktiviert hat.

Bei aktiver Userrollen-Funktionalität wird für den angemeldeten User ein Eintrag im Eigenschaftsbaum erzeugt. Die dabei für die Rechteverwaltung verwendeten Defaulteinstellungen entsprechend den "klassischen" Vorgaben für einen Adminitrator, d.h. zunächst werden dem User keine Einschränkungen auferlegt. Z.B. für einen User admindepot1 werden die Einträge

user.{admindepot1}.privilege.host.all.registered_readonly       [false]
user.{admindepot1}.privilege.host.depotaccess.configured        [false]
user.{admindepot1}.privilege.host.depotaccess.depots            []
user.{admindepot1}.privilege.host.opsiserver.write              [true]

generiert.

Die vier Einträge bedeuten:

  • admindepot1 hat nicht lediglich readonly-Zugriff auf den Server (ein reiner readonly-Zugriff wäre möglicherweise für einen Mitarbeiter aus dem Helpdesk-Bereich angemessen);
  • Depotrestriktionen existieren nicht bzw. werden nicht berücksichtigt;
  • entsprechend kann die Liste der für den User zugänglichen Depots leer bleiben (aber auch wenn hier eine Auswahl aus den verfügbaren eingetragen ist, hat dies, solange depotaccess.configured false, keine Wirkung);
  • der User darf configserver-Einstellungen aller Art bearbeiten.

Soll künftig admindepot1 nur noch Zugriff auf die Rechner im Depotserver depot1 haben, ist folgendes einzustellen:

  • host.depotaccess.configured ist auf true zu setzen;
  • in die Liste host.depotaccess.depots ist der Wert "depot1" einzutragen.

Nach einem (vollständigen) Datenreload sind für den User admindepot1 keine Clients aus anderen Depots mehr sichtbar (und auch nur noch Depoteinstellungen für depot1 zugänglich).

Achtung

admindepot1 kann alle Restriktionen selbst aufheben, solange er über das Privileg host.opsiserver.write verfügt.

Um die Abriegelung komplett zu machen, ist daher für admindepot1 noch

  • host.opsiserver.write auf false zu stellen.

Achtung

Die auf diese Weise gesetzten Privilegien beschränken ausschließlich die Funktionalität des opsi-configed. Bei anderen Zugriffsmethoden auf das json-RPC-Interface des opsi-servers werden sie derzeit nicht wirksam.

4.18. Depotkonfiguration

Im Modus Depotkonfiguration (vgl. Abschnitt 4.4, „Auswahl des Bedienungsmodus“) öffnet sich der Tab Depots. Nach Auswahl eines Depotservers in der Drop-Down-Liste können Werte bearbeitet werden, die das Depot parametrisieren.

Abbildung 39. opsi-configed: Tab Depot-Konfiguration

opsi-configed: Tab Depot-Konfiguration

4.19. Gruppenaktionen

Mittels der Schaltfläche "Gruppenaktionen" (vgl. Abschnitt 4.4, „Auswahl des Bedienungsmodus“) wird ein entsprechendes Fenster für gruppenbezogene Funktionen geöffnet.

Im Moment wird nur eine Funktion angeboten, die für die opsi-localimage-Option interessant ist:

  • die Suche nach einem Betriebssystem, das auf allen PCs der selektierten Gruppe schon installiert war und daher zur Auswahl für die Inbetriebnahme (auf allen PCs der Gruppe) angeboten werden kann.

Abbildung 40. opsi-configed: Gruppenaktionen (für opsi-local-image)

opsi-configed: Gruppenaktionen (für opsi-local-image)

4.20. Produktaktionen

Mittels der Schaltfläche "Produktaktionen" (vgl. Abschnitt 4.4, „Auswahl des Bedienungsmodus“) wird ein entsprechendes Fenster für Produkt-/Paket-bezogene Aktionen geöffnet.

Im Moment stehen zwei Funktionen zur Verfügung:

  • Eine .opsi-Datei (ein opsi-Paket) kann ausgewählt werden bzw. der Pfad zu ihr eingegeben werden. Das Paket kann auf den opsi-Server hochgeladen werden; der standardmäßig vorhandene Netzwerk- (Samba-) Share opsi_workbench auf dem opsi-Server ist dabei der Default-Wert für das Zielverzeichnis auf dem Server. Schließlich wird bei Betätigen des Buttons versucht, das Paket mit einem Aufruf analog einem opsi-package-manager-Aufruf auf dem Server als Produkt zu installieren.
  • Die WinPE-Dateien bzw. die Installfiles für ein Windows-Produkt (ab Windows Vista) können in das Server-Produktverzeichnis (Share opsi_depot) hochgeladen werden, so dass die Windows-Produkte nicht mehr serverseitig angefasst werden müssen.

Abbildung 41. opsi-configed: Paket- bzw. Produktaktionen

opsi-configed: Produktaktionen

4.21. Server-Konsole

Achtung

Einige der nachfolgend beschriebenen Configed-Funktionen stehen erst ab der python-opsi-Version 4.0.7.38 zur Verfügung. Dazu zählt vor allem die Befehlsbearbeitung („Befehle definieren“) sowie die Ausführung der darüber hinterlegten Befehle im configed.

Mit der Version 4.0.7.5 ist der configed um einen neuen Hauptmenüeintrag erweitert, die "Server-Konsole". Damit wird die Möglichkeit geboten, vom configed aus auch über eine SSH-Verbindung Aktionen auf dem opsi-server auszulösen. Zum einen kann ein Terminal auf dem opsi-server gestartet werden, zum anderen existieren Menüpunkte für vordefinierte Kommandozeilenbefehle.

Abbildung 42. opsi-configed: Menü: Server-Konsole

opsi-configed: Server-Konsole

Verbindungsdaten und Berechtigungen

Wenn nicht anderes konfiguriert ist, wird versucht, für die SSH-Verbindung den im configed angemeldeten User und den verbundenen Configserver zu verwenden.

Ist dies nicht erwünscht, kann die Verbindung über einen SSH-Schlüssel (ggf. mit Passphrase) beim Start des Configeds gestartet werden. Zu diesem Zweck existieren die folgenden Aufrufparameter für den configed:

  • --ssh-key PATH: z.B. --ssh-key /home/user/.ssh/id_rsa
  • --ssh-passphrase PASSPHRASE: z.B. --ssh-passphrase meinpassword

Die Einstellungen lassen sich unter dem Menüpunkt "Verbindungsdaten" ändern.

Über Server-Hostparameter (User-Abschnitt) kann feingranular gesteuert werden, welche der Menüpunkte sichtbar sind bzw. genutzt werden können. Bei aktivierter Userroles-Funktionalität (vgl. „Verwaltung von User-Rechten und -Rollen“) werden die Konfigurationen userspezifisch verwendet. Für einen neu angelegten User werden dabei als Default-Werte zunächst die Werte von der allgemeinen User-Ebene gesetzt.

Folgende Configs existieren:

  • user.{}.ssh.serverconfiguration.active:
    Aktiviert das Menü der SSH-Verbindungseinstellungen . (Default: false)
  • user.{}.ssh.commandmanagement.active:
    Aktiviert die Bearbeitung von Menüeinträgen der SSH-konsolen-Befehle (Default: false)
  • user.{}.ssh.menu_serverconsole.active:
    Gibt den Hauptmenüeintrag "Server-Konsole" als solchen frei. (Default: true)
  • user.{}.ssh.terminal.active:
    Schaltet die SSH-Shell frei. (Default: true)
  • user.{}.ssh.commands.active:
    Schaltet alle SSH-Menüeinträge frei, die hinterlegte Befehle darstellen. (Default: true)

SSH-Terminal

Mit Hilfe des Terminals können Linux-Systembefehle auf dem verbundenen SSH-Server ausgeführt werden.
Das Eingabe-Echo kann durch Sternchen (*) ersetzt werden (Passwort-Eingabe).
Ein gestarteter Prozess lässt sich mit dem Button "Prozess/Verbindung beenden" oder durch "Strg+C" abbrechen.
Wie von der Kommandozeile gewohnt, kann die "TAB"-Taste Befehle vervollständigen. Achtung: Pfade werden nicht vervollständigt - lediglich Linux-Systembefehle.
Außerdem können Datenquellen aus dem configed-Kontext angegeben werden, die bei der Befehlsausführung durch die konkreten Werte ersetzt werden. (Mehr zu dieser Funktionalität: „Befehle definieren“ - Punkt: Datenquellen)

Abbildung 43. opsi-configed: SSH-Terminal

opsi-configed: SSH-Terminal

Vordefinierte Befehle mit Eingabemasken

Unter der Menügruppe "opsi" stehen einige Befehle unabhängig von den selbst definierbaren Befehlen mit einer eigenen Eingabe-Oberfläche zur Verfügung. Diese vereinfachen den Umgang mit diversen Skripten.

  • Datei-Download …
    Eine beliebige Datei kann aus dem Internet mittels "wget"-Befehl heruntergeladen und in ein Zielverzeichnis auf dem Server abgelegt werden. Anwendung findet der Befehl beispielsweise für konkrete opsi-Pakete von download.uib.de.
  • Erstellung opsi-Produkt …
    Voraussetzung für diesen Befehl ist ein opsi-utils-Paket mit der Version >=4.0.7.7. Über diesen Menüpunkt kann dann, mit Angabe eines Server-Verzeichnis, aus diesem ein opsi-Paket erstellt werden. Außerdem können die in der Control-Datei gefundenen Versionen (Paket- und Produkt-Version) über einen Button angezeigt und überschrieben sowie eine md5-Summe und/oder eine zsync-Datei erstellt werden. Beim Ausführen wird eine .opsi-Datei gebaut. Zwecks Installation auf dem Server bzw. Depot leitet der Button "Das neu erstellte Paket installieren" zum opsi-package-manager weiter.
  • Opsi-Rechte setzen …
    Dieser Menüpunkt bildet den opsi-Befehl opsi-set-rights ab. Nach der Möglichkeit einen bestimmten (optionalen) Pfad einzugeben in dem das Skript ausgeführt werden soll, wird nach dem root-Passwort gefragt und das Skript im seperaten Fenster ausgeführt.
  • Paket-Installation …
    Durch diesen Befehl können opsi-Pakete mittels "opsi-package-manager" auf allen Depots oder einem Depot installiert werden. Dabei kann der Server-Pfad zum Paket angegeben werden, in dem sich das opsi-Paket befindet.
    Durch Auswahl eines Pakets aus dem Internet wird die Funktionalität des Befehls "Datei download …" aufgegriffen und anschließend das heruntergeladene Paket auf dem Depot installiert. Außerdem sind die Parameter "--update" und "--setup" des opsi-package-manager implementiert. Sollen die zsync und md5-Dateien eines opsi-Paketes heruntergeladen werden, kann der Schalter "zsync- und md5 einschließen" aktiviert werden. Dann wird die url der Pakete entsprechend ergänzt und die zusätzlichen Dateien werden ebenfalls gezogen.
    Mehr zum opsi-package-manager finden Sie unter „Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren“
  • Paket-Deinstallation …
    Aus einer Liste der installierten Pakete kann eines ausgewählt und deinstalliert werden.
    Siehe „Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren“
  • Verteilung opsi-client-agent …
    Möchte man existierende Rechner zu opsi hinzufügen, muss der opsi-client-agent auf dem Zielrechner installiert werden. Wählt man die betreffenden Clients im configed aus und ruft diesen Befehl auf, werden die Client-Namen in das entsprechende Feld übernommen. Wenn der Befehl für mehrere Clients mit einem Aufruf ausgeführt werden soll, müssen die Login-Daten bei den beteiligten Rechnern gleich sein.
    Achtung: Das Skript zum Deployen der Client muss im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent/ liegen und den Namen opsi-deploy-client-agent haben. Genauere Informationen finden Sie im Handbuch opsi-getting-started im Kapitel Erste Schritte.

Tipp

Einige Oberflächen beinhalten eine Auswahlkomponente für Pfade in der Verzeichnisstruktur. Wird der Button "Ermittle Unterverzeichnisse" betätigt werden alle Verzeichnisse bzw. Dateien aufgelistet, die in dem angegebem Pfad enthalten sind. Für weitere Ebenen müss der Button wiederholt betätigt werde. Diese Funktionalität befindet sich u.a. in der "Opsi-Rechte setzen" oder "Paket-Installation"-Oberfläche.

Befehle definieren

Zusätzlich zu den vordefinierten Befehlen lassen sich eigene Serverkonsolenbefehle erstellen bzw. verändern oder entfernen, die über Menüpunkte aufgerufen werden können. Dabei ist zu beachten, dass unterschiedliche Linux-Systeme unter Umständen nicht die gleichen Kommandozeilenbefehle ausführen können. Deswegen muss der Administrator sicher stellen, dass die Befehle entsprechend dem adressierten Linux-System funktionieren.

Abbildung 44. opsi-configed: Befehle definieren

opsi-configed: Befehle definieren

Folgende Daten müssen bzw. können (gekennzeichnet durch ein "*") für einen Befehl angegeben werden:

  • Menü-Text:
    Beim Erstellen eines Befehls muss darauf geachtet werden, dass der Menütext noch nicht für einen anderen Befehl verwendet wurde. Wenn ein Menütext geändert werden soll, muss der Befehl mit dem Minus-Button gelöscht und ein neuer Befehl erstellt werden.
  • Beschreibung*:
    Wird eine genauere Beschreibung hinterlegt, taucht diese als Tooltip-Text des Befehls auf.
  • übergeordnetes Menü*:
    Legt fest, in welchem Menü der neue Befehl als Menüeintrag erscheinen soll. Bleibt das Feld leer, wird der Menüeintrag direkt dem Menü "Server-Konsole" zugeordnet.
  • Position*:
    Die Position bestimmt die Reihenfolge (kleine Zahlen zuerst) der Menüpunkte insgesamt und damit innerhalb des jeweiligen Menüs. Ist eine alphabetische Reihenfolge erwünscht, müssen alle Positionen identisch gesetzt sein (z.B. alle 0). Bleibt das Feld leer, wird standardmäßig die Position 0 vergeben.
  • "sudo"-Rechte*:
    Wenn einer der Befehle in der Befehlsliste administrative Rechte benötigt, muss das Häkchen bei "Benötigt root-Rechte" gesetzt sein, dann werden die Befehle in der Liste automatisch um das Schlüsselwort "sudo" ergänzt.
  • Befehlsliste:
    Bei der Befehlsliste müssen die Linux-Befehle zeilenweise eingetragen werden, damit sie sequentiell ausgeführt werden können. Achtung: Der Befehl kann mittels Button direkt auf dem verbundenen SSH-Server getestet / ausgeführt werden, ohne ihn als Menüpunkt zu erstellen.
  • Datenquellen* (für die Befehlsliste):
    Zusätzlich können Methoden als Datenquelle hinterlegt werden, d.h. vor Ausführung des Befehls werden Parameter mit dem Ergebnis einer Methode überschrieben. folgende Methoden sind möglich:

    • Interaktive Eingabe:
      Es ist möglich, für die Befehle Parameter nicht fest vorzugeben, sondern für eine interaktive Eingabe zu kennzeichnen. Dies geschieht in der Form "<<<Dieser Text wird dem Benutzer angezeigt und durch die Benutzereingabe ersetzt>>>" , wobei empfohlen wird, eine Beispieleingabe für den Parameter zum Benutzertext hinzuzuschreiben.
    • Ausgewählte Client-Namen / Ausgewählte Client-IP-Adressen
    • Ausgewählte Depot-Namen / Ausgewählte Depot-IP-Adressen
    • Configserver-Name
    • Verbundener SSH-Servername
      Hinweis: Außer für die "Interaktive Eingabe" kann die Rückgabe der Methoden formatiert werden, beispielsweise in eine kommaseparierte Liste. In der Oberfläche kann die Datenquelle sowohl getestet, als auch an die im Feld der Befehlsliste markierten Stelle eingefügt werden.

Abbildung 45. opsi-configed: Befehl ausführen - Parameterabfrage

opsi-configed: Befehl ausführen - Parameterabfrage

Tipp

— Unter Linux lassen sich Befehle mit Hilfe von zwei kaufmännischen Unds ("&&") kombinieren. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass zum zweiten Befehl, falls benötigt ein sudo ergänzt wird, da dies nicht automatisch geschieht. Beispiel: Benötigt root-Rechte:"aktiviert" , Befehlsliste: "apt-get update --yes && sudo apt-get upgrade --yes".
 — Während der Ausführung lassen sich keine Benutzereingaben tätigen. Es ist notwendig, alle Eingaben über die Befehls\-parameter zu steuern (Beispiel: "--yes" -Option bei "apt-get upgrade")

5. opsi-server

5.1. Überblick

Die Funktionalitäten eines opsi-servers lassen sich auf vielen Business gängigen Linuxdistributionen installieren:

Grob lassen sich zwei wichtige Funktionalitäten unterscheiden, die auf einem Server vereint sein können:

  • opsi-configserver
    Die Funktionalität des configserver umfasst die Speicherung und Verarbeitung der Konfigurationsdaten in unterschiedlichen Backends und deren Bereitstellung über einen Webservice und auf Kommandozeile.
  • opsi-depotserver
    Die Funktionalität des depotserver umfasst die Speicherung der eigentlichen Installationsdateien der zu verteilenden Software, Betriebssysteme, Bootimages und deren Bereitstellung für den Client per smb, cifs/https, tftp.

Die aus diesen Diensten entstehenden Hardwareanforderungen sind in der Regel gering, so das ein Betrieb eines opsi-servers in einer Virtualisierungsumgebung kein Problem darstellt.

Installation und Inbetriebnahme

Die Installation und Inbetriebnahme eines opsi-servers ist in dem gesonderten Handbuch: opsi-getting-started ausführlich erläutert.

Samba Konfiguration

Um den Client-PCs Zugriff auf die Softwarepakete zu ermöglichen, stellt der opsi-server Shares bereit, die von den Clients als Netzlaufwerke gemountet werden können. Für die Windows-Clients wird dazu die Software SAMBA eingesetzt. Die Korrekte Sambakonfiguration können Sie erstellen bzw. reparieren durch den Aufruf von:

opsi-setup --auto-configure-samba

Nach einer Änderung der Samba-Konfigurationsdateien ist ein reload der Samba-Software notwendig (/etc/init.d/samba reload).

Der Daemon opsiconfd

Der opsiconfd ist der zentrale Konfigurations-Daemon von opsi. Alle Client-Komponenten (opsi-client-agent, opsi-configed, opsi-linux-bootimage, …) verbinden sich mit diesem Service um auf die Konfigurationen in den Backends zuzugreifen. Der opsiconfd wird über die Datei /etc/opsi/opsiconfd.conf konfiguriert. Die einzelnen Konfigurations-Optionen sind in dieser Datei dokumentiert. An dieser Stelle finden sich weitere Ergänzungen.

  • [global] admin networks:
    Über diese Option kann der administrative Zugriff auf den opsiconfd auf Verbindungen von bestimmten Netzwerkadressen eingeschränkt werden.
    Es können mehrere Netzwerkadressen durch Kommas getrennt angegeben werden.
    Nicht-administrative Client-Verbindungen können auch aus anderen Netzwerken erfolgen.
  • [global] max log size:
    Über diese Option kann die Größe der Logdateien beschränkt werden.
    Aus historischen Gründen ist dies auf 5MB pro Logdatei beschränkt.
    Seit opsi 4.0.6 ist es möglichen diesen Wert an eigene Bedürfnisse anzupassen.
    Um die Größenbeschränkung zu deaktivieren, kann der Wert auf 0 gesetzt werden.

Ergänzend zu dieser Einstellmöglichkeit ist es möglich durch das Werkzeug
logrotate die Logdateien auf einem Server automatisch zu komprimieren und
rotieren zu lassen.
Bitte entnehmen Sie dem zugehörigen Handbuch die Konfigurationsmöglichkeiten.

Ist die maximale Größe der Logdateien bekannt, lässt sich berechnen wieviel Speicherplatz die anfallenden Logs benötigen werden. Es gibt fünf verschiedene, Client-bezogene Log-Arten die vom opsiconfd geschrieben werden: bootimage, clientconnect, instlog, opsiconfd und
userlogin. Es gibt außerdem einige Client-unabhängige Logs: opsiconfd.log, opsipxeconfd.log,
opsi-backup.log, opsi-product-updater.log und package.log.

Wenn wir von einer mit opsiconfd und logrotate realisierten Konfiguration
ausgehen, bei der alle Logdateien auf 5MB limitiert sind, abgesehen von
package.log, welche 10MB groß werden darf, dann kommen wir auf folgende
Berechnung:

(Anzahl der clients * 5 * 5MB) + 5MB + 5MB + 5MB + 5MB + 10MB

Bei 100 Clients sollten wir bis zu 2530MB für Logs von opsi reservieren. Weil Logrotate überlicherweise zu einer bestimmten Uhrzeit aktiv wird, empfehlen wir diese Zahl aufzurunden.

Notwendige System-User und Gruppen

  • User opsiconfd
    Dies ist der user unter dem der opsiconfd Deamon läuft.
  • User pcpatch
    Dies ist der user, den der opsi-client-agent verwendet um den depotshare zu mounten und von diesem zu lesen. Dieser User hat per Voreinstellung das Heimatverzeichnis /var/lib/opsi.Setzen und Ändern Sie das Passwort mit opsi-admin -d task setPcpatchPassword.
  • Gruppe pcpatch
    Neben dem User pcpatch gibt es noch die Gruppe pcpatch. Die meisten Dateien sind sowohl für den User als auch für die Gruppe im Vollzugriff. Die Systemadministratoren des opsi-servers sollten daher Mitglieder der Gruppe pcpatch sein.
  • Gruppe opsiadmin
    Die Mitglieder dieser Gruppe können sich gegenüber dem opsi-webservice Authentifizieren und damit z.B. mit dem opsi-configed arbeiten. Daher sollten alle Mitarbeiter die mit opsi arbeiten, Mitglied dieser Gruppe sein.

Notwendige Shares

  • Bereich: Depotshare mit Softwarepaketen (opsi_depot)
    Auf dem depot-Share liegen die für die Installation durch das Programm opsi Winst vorbereiteten Softwarepakete.
    In der Voreinstellung liegt dieses Verzeichniss auf dem opsi-server unter /var/lib/opsi/depot.
    Unterhalb von diesem Verzeichnis findet sich das Verzeichnis install und in diesem für jedes Softwarepaket ein Verzeichnis mit dem Namen des Softwarepakets.
    Wiederum unterhalb dieses Verzeichnisses liegen dann die Installationsskripte und -dateien.

    Das Verzeichnis wird mit dem Freigabe-Namen opsi_depot per Samba read-only exportiert.

    Anmerkung

    In alten Versionen von opsi war das entsprechende Verzeichnis /opt/pcbin und der Share hieß opt_pcbin.

  • Bereich: Arbeitsverzeichnis zum Pakethandling (opsi_workbench)
    Unter /home/opsiproducts ist der Bereich um Pakete zu erstellen und in dem Pakete vor der Installation mit opsi-package-manager abgelegt werden sollen. Dieses Verzeichnis ist als share opsi_workbench freigegeben.

    Achtung

    Unter SLES ist dieses Verzeichnis unter /var/lib/opsi/workbench zu finden.

  • Bereich: Konfigurationsdateien File-Backend (opsi_config)
    Unter /var/lib/opsi liegen die Konfigurationsdateien des file Backends. Dieses Verzeichnis ist als share opsi_config freigegeben.

    Achtung

    Wenn Sie über diesen Share auf den Dateien arbeiten, verwenden Sie keine Editoren die das Dateiformat (Unix/DOS) verändern und entfernen Sie Sicherungsdateien wie z.B. *.bak.

opsi PAM Authentifizierung

opsi verwendet zur Authentifizierung der User diverse PAM-Module. Bisher wurden für verschiedene Distributionen verschiedene PAM-Module verwendet. In der folgenden Auflistung werden die eingesetzten PAM Module aufgelistet:

Standard: common-auth
SLES: sshd
CentOS und RedHat: system-auth
RedHat 6: password-auth

Wie man aus der Liste erkennen kann, wurden diverse PAM-Konfigurationen verwendet, diese können sich aber je nach lokaler PAM Konfiguration wieder ändern. Da für diese Anpassungen immer ein Eingriff in den Code nötig war gibt es nun die Möglichkeit unter: /etc/pam.d/ die Datei opsi-auth an zu legen und für opsi eine eigene PAM-Konfiguration zu hinterlegen. Wenn es diese Datei gibt, benutzt opsi automatisch diese Konfiguration.

Folgendes einfaches Beispiel soll das Verhalten verdeutlichen: Wenn Sie ein Debian/Ubuntu System betreiben und bei der Anmeldung am opsi-configed eine PAM-Fehlermeldung bekommen, obwohl mit den selben Benutzerdaten eine SSH Verbindung zum Server geöffnet werden kann, kann man die Datei /etc/pam.d/opsi-auth mit folgendem Inhalt erstellen:

@include sshd

Nach einem Neustart von opsiconfd benutzt opsi automatisch das sshd-PAM-Modul zur authentifizierung.

Problem-Management

Sollten Probleme im Betrieb mit dem opsi-Server auftreten so sollten folgende Dinge überprüft und ausgeführt werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Kombination der folgender Befehle, die meisten Probleme behebt.

  • Erreichbarkeit und Auslastung vom opsi-webservice prüfen:
    https://<server-ip>:4447/info per Browser aufrufen. Wenn dies schon nicht geht, weiter mit nächstem Schritt. Wenn diese Seite angezeigt wird: Prüfen ob die Auslastung vom opsi-webservice zu hoch ist.
    Zur Anzeige der Auslastungsgrafiken wird rrdtool mitsamt Python-Bindings benötigt. Bitte installieren Sie diese gegebenenfalls nach.
    Am besten auch den freien Speicherplatz auf dem Server überprüfen (Weiter unten auf der info-Seite).
  • Prüfen ob die benötigten Daemons laufen, eventuell neustarten:

    ps -ef | grep opsiconfd
    ps -ef | grep opsipxeconfd
    /etc/init.d/opsiconfd restart
    /etc/init.d/opsipxeconfd restart
  • Konfiguration neu einlesen:

    opsi-setup --init-current-config
  • Rechte auf die opsi-relevanten Dateien und Ordner neu setzen:

    opsi-setup --set-rights
  • Backend aufräumen:

    opsi-setup --cleanup-backend
  • Prüfen ob Samba läuft, eventuell neustarten:

    ps -ef | grep mbd

    Es sollte mindestens ein nmbd und mindestens ein smbd prozess laufen. Eventuell samba neustarten:

    /etc/init.d/samba restart

    oder

    service nmbd restart
    service smbd restart
  • Neusetzen des pcpatch-Passworts:

    opsi-admin -d task setPcpatchPassword

5.2. Hinweise zum Wechsel zu Samba 4

Mit dem erreichen des stable-Status von Samba4 wurde die Entwicklungs- und Maintenancearbeiten für den Samba3-Zweig eingestellt. Als Folge daraus werden fast alle gängigen Linux-Distributionen (Client- und Server-Varianten) mit Samba4 statt Samba3 ausgestattet. Daraus ergeben sich einige Veränderungen, die in diesem Kapitel dokumentiert werden sollen.

Samba-Freigaben sind zentraler Bestandteil für die Funktion von opsi. Durch das "generelle" Update auf Samba4 gibt es einige Dinge zu beachten, die in folgenden Kapiteln kurz erläutert werden sollen.

Zunächst muss unterschieden werden, in welchem Betriebsmodus Samba ausgeführt wird. Eine besondere Eigenschaft von Samba4 ist die Möglichkeit einen vollwertigen ActiveDirectory-Kompatiblen Domain Controller zu betreiben. In diesem Betriebsmodus (der aus Vereinfachungsgründen in den folgenden Kapiteln als PDC-Modus bezeichnt wird) gibt es Restriktionen, die aus Kompatibilitätsgründen vom ActiveDirectory übernommen werden mussten. In der Regel sind die neuen Distributionen mit Samba4 ausgestattet, allerdings nur mit dem normalen Freigaben-Betriebsmodus. Eine vollwertige ActiveDirectory Domain zu betreiben, ist mit den Standardpaketen von den Distributionen in der Regel nicht möglich. Eine Ausnahme stellt hier der Univention Corporate Server dar, bei dem auch in den Standardpaketen der PDC-Modus integriert ist.

Die /etc/opsi/opsi.conf: pcpatch und opsifileadmins

Tipp

Die Restriktion, die in diesem Kapitel beschrieben wird, betrifft nur den PDC-Modus von Samba4.

Die klassische Installationsvariante mit dem Benutzer: pcpatch mit der primären Gruppe: pcpatch kann für Installationen mit Samba4 nicht eingehalten werden. Da Samba4 den grundlegenden Restriktionen von Active-Directory unterliegt, sind Gruppen mit der gleichen Bezeichnung wie User (wie in Unix/Linux üblich) nicht mehr erlaubt. Aus diesem Grund wurde für Samba4 Installationen eine neue Konfigurationsdatei eingeführt: /etc/opsi/opsi.conf, über die gesteuert wird, wie die Gruppe für den Samba-Zugriff auf die Freigaben bestimmt wird. Im Fall von Samba4 Installationen wird nun über diese Datei der Gruppenname pcpatch umbenannt und heißt von nun an: opsifileadmins. Das bedeutet, dass die User, die Zugriffsrechte für die Freigaben von opsi erhalten müssen (opsi-Paketierer) unter Samba4 nicht Mitglied der Gruppe pcpatch werden können, sondern Mitglied der Gruppe opsifileadmins sein müssen.

Weiterhin muss in diesem Fall der User pcpatch nun als vollwertiger Domänenbenutzer angelegt werden und nicht mehr als Systemuser, da er ansonsten auf die Domänenfreigaben nicht zugreifen kann.

Diese Schritte werden bei einer Installation von opsi auf einem Univention Corporate Server automatisch ausgeführt, wenn bei der Installation erkannt wird, dass das Samba4 im PDC-Modus läuft.

Da es außer den UCS-Installationen noch keine Standard-ActiveDirectory Konfiguration existiert, müssen diese Schritte bei einem manuell aufgesetzten Samba4 ActiveDirectory Domaincontoller manuell konfiguriert werden. Wenn das opsi System bei einer späteren Aktualisierung merkt, dass die User schon exisitieren, werden Sie bei der Aktualisierung nicht mehr angelegt.

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte den Support von opsi. Falls Sie keinen Supportvertrag haben, wenden Sie sich bitte an info(at)uib.de.

Freigaben-Konfiguration

Tipp

Die Änderungen, die in diesem Kapitel beschrieben werden betreffen alle Betriebsmodis von Samba4.

In Samba3 war es allgemein erlaubt, jede Datei oder Verzeichnis auf den Clients auszuführen. Dieses Verhalten wurde in Samba4 komplett verändert. Nun müssen alle Dateien, die über den Share ausführbar sein sollen, auch auf der Unix-Seite das Executable-Bit gesetzt haben.

Dies stellt ein allgemeines Problem für den Betrieb von opsi dar. Es ist nicht möglich dieses Verhalten über die Rechteverwaltung von opsi zu umgehen, da dies eine komplette Überarbeitung des Rechtesystems von opsi erfordern würde. Dies ist in opsi 4 nicht möglich.

Um das Problem mit opsi 4.0 dennoch zu umgehen, gibt es zwei Möglichkeiten.

Variante 1: auf den betroffenen Freigaben kann über die Freigabenkonfiguration über die Option: admin users = @pcpatch

für jedes Mitglied der pcpatch-Gruppe (Freigaben-User) dieses Verhalten ausgehebelt werden. Diesen Fix setzt opsi schon seit längerem auch bei UCS >= 3 mit Samba4 ein. Bei diesem Fix wird der Samba-Prozess der User mit erhöhten Rechten ausgeführt.

opsi setzt automatisch bei Samba4 Distributionen über opsi-setup --auto-configure-samba diese Option für den opsi_depot Share. Da dieser nur readonly gemounted wird, ist das Sicherheitsrisiko relativ gering.

Achtung

Für alle anderen Freigaben, die auch Read-Write gemounted werden können, bleibt zu bedenken, dass durch diesen Fix der Samba-Prozess mit erhöhten Rechten ausgeführt wird. Dies kann zu einer potentiellen Gefahr werden. Zur Zeit sind allerdings keine Exploits bekannt, die diesen Umstand als Schwachstelle ausnutzen würden, dennoch ist das natürlich keine Garantie, dass ein solcher Exploit nicht doch existiert.

Achtung

Der Linux smb Daemon hat einen Bug. Dieser steht in Kombination der opsi_depot Share-Definition in der smb.conf. Die oplock Parameter müssen bei bestehenden Installationen entfernt werden. Neue opsi-Installationen und dementsprechend neue Shares werden ohne oplocks angelegt.

Variante 2: Man kann global folgende Option in der smb.conf setzen: acl allow execute always = true

Durch diese Option wird für alle Freigaben das Verhalten von Samba 3 wiederhergestellt.

Sollte es gewünscht sein, dass die anderen Shares von diesem Problem nicht mehr betroffen sind, kann man entweder die erste Variante für jeden Share manuell setzen oder die Option von Variante zwei global in die smb.conf setzen. Die zweite Option gilt dann aber für alle Freigaben, auch für die, die nicht von und für opsi bereitgestellt werden.

Diese Variante funktioniert bei Univention Corporate Server nicht, da hier eine sehr stark angepasste Samba4 Variante eingesetzt wird.

Zugriff auf die Freigaben: clientconfig.depot.user

Diese Restriktion betrifft alle Betriebsmodis von Samba4.

Im Rahmen der Verwendung von Samba4 kann es notwendig sein zum mounten des depotshares explizit anzugeben mit welche Domain / User Kombination dies erfolgen soll. Dazu gibt es den neuen config: clientconfig.depot.user. Gibt es diesen config nicht, so wird der user pcpatch genommen. Der Wert des config hat den Syntax: <domain name>\<user name> Ein config:
clientconfig.depot.user = opsiserver\pcpatch
gibt an, dass bei dem Mount des depotshares zur Authentifizierung als domain opsiserver und als user pcpatch angegeben werden soll. Die Erstellung eines solchen config kann über den opsi-configed erfolgen: Serverkonfiguration / clientconfig / Rechte Maustaste: Standard Konfigurationseintrag hinzufügen.
Die Erstellung eines solchen config kann auch auf der Kommandozeile erfolgen (wobei pcpatch durch den gewünschten string z.B. opsiserver\pcpatch ersetzt werden muß:

opsi-admin -d method config_createUnicode clientconfig.depot.user "clientconfig.depot.user" pcpatch

Dieser Systemweite config kann (z.B. im configed im Reiter Hostparameter) clientspezifisch angepasst werden.

5.3. opsi-Kommandozeilen-Werkzeuge und Prozesse

Werkzeug: opsi-setup

Das Programm opsi-setup ist das "Schweizer Taschenmesser" zur Einrichtung von opsi.

So greifen zum Beispiel die Pakete zur Installation von opsi auf dem Server auf dieses Skript zurück, um opsi korrekt einzurichten. Da dieses Skript nun auch extern aufrufbar ist, lassen sich damit diverse Wartungsarbeiten und Korrekturen durchführen:

  • Registrierung eines opsi-servers als Depotserver
  • Verzeichnisrechte korrigieren
  • die Backends initialisieren
  • Backends upgraden (von 3.4 nach 4.0)
  • mysql-Backend erstmalig konfigurieren
  • Default-Konfigurationen anpassen
  • Backends bereinigen
  • Samba-Konfiguration anpassen
  • DHCP-Konfiguration anpassen

Hier die Hilfe-Anzeige von opsi-setup

opsi-setup --help

Usage: opsi-setup [options]

Options:
   -h, --help  show this help
   -l          log-level 0..9

   --log-file <path>          path to log file
   --ip-address <ip>          force to this ip address (do not lookup by name)
   --register-depot           register depot at config server
   --set-rights [path]        set default rights on opsi files (in [path] only)
   --init-current-config      init current backend configuration
   --update-mysql             update mysql backend
   --update-ldap              update ldap backend
   --update-file              update file backend
   --configure-mysql          configure mysql backend
   --edit-config-defaults     edit global config defaults
   --cleanup-backend          cleanup backend
   --auto-configure-samba     patch smb.conf
   --auto-configure-dhcpd     patch dhcpd.conf

Die Funktionen und Parameter im Einzelnen:

  • --ip-address <ip>
    Diese Option dient dazu, eine IP-Addresse für den opsi-server vorzugeben und damit die Namensauflösung zu umgehen.
  • --register-depot
    Diese Option dient dazu, einen opsi-server an einem anderen opsi-server (opsi-configserver) als Depotserver anzumelden. Details hierzu vgl. „Erstellung und Konfiguration eines Depot-Servers“.
  • --set-rights [path]
    Setzt bzw. korrigiert die Dateizugriffsrechte in den wesentlichen opsi-Verzeichnissen:

    • /tftpboot/linux
    • /home/opsiproducts
    • /var/log/opsi
    • /var/lib/opsi
    • /var/lib/opsi/depot
    • /etc/opsi

      Als Parameter kann auch ein Verzeichnis übergeben werden. Dann werden unterhalb dieses Verzeichnisses die Rechte aller opsi-relevanten Verzeichnisse und Dateien gesetzt,
      z.B.:
      opsi-setup --set-rights /var/lib/opsi/depot/winxppro/drivers

  • --init-current-config
    Initialisiert die eingestellte Backendkonfiguration. Sollte nach jeder Änderung an der
    /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf
    aufgerufen werden.
  • Die Befehle
    --update-mysql
    --update-file
    dienen zum Upgrade des jeweiligen Backends (z.B. von opsi 3.4 auf opsi 4).
    Details siehe releasenotes-upgrade-Handbuch.
  • --configure-mysql
    Dient zur erstmaligen Initialisierung des mysql-Backend.
    Details vgl. „Initialisierung des mysql-Backends“.
  • --edit-config-defaults
    Zum Editieren der Defaultwerte der Config wie im opsi-configed in der Serverkonfiguration angezeigt.

    Abbildung 46. Eingabemaske: opsi-setup --edit-config-defaults

    Eingabemaske: opsi-setup --edit-config-defaults

    z.B.:

    clientconfig.depot.id
    Der Name des Default-Depotservers.
    clientconfig.depot.drive
    Der Laufwerksbuchstabe, auf welchem der Share mit den Installationsdaten verbunden wird. Hier kann ein Laufwerksbuchstabe fest gewählt werden oder über dynamic die automatische Auswahl ausgewählt werden. Bei dieser Variante wird versucht selbstständig einen freien Laufwerksbuchstaben zu finden.
    license-management.use
    Bestimmt, ob Netboot-Produkte Lizenzkeys aus dem Lizenzmanagement oder aus den Properties holen.
    product_sort_algorithm
    Bestimmt, nach welchem Algorithmus die Installationsreihenfolge ermittelt wird.
  • --cleanup-backend
    Überprüft die aktuellen Backends auf Integrität und verwirft obsolete oder unreferenzierte Einträge.
    Entfernt werden dabei bspw. Produkte ohne Referenz (nicht auf Client / Depot installiert), Gruppen ohne Parent sowie ConfigStates ohne zugehörige Config.

Anmerkung

Es ist gängige, gute Praxis vor dem Aufräumen des Backends ein Backup durch opsi-backup zu erstellen.

  • --auto-configure-samba
    Erzeugt in der Samba-Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf die von opsi benötigten shares.
  • --auto-configure-dhcpd
    Erzeugt in der DHCP-Konfigurationsdatei /etc/dhcp3/dhcpd.conf die von opsi benötigten Eintragungen.
    Nur verwenden, wenn der DHCP-Server auf dem opsi Server laufen soll.
    Details hierzu im DHCP-Kapitel des opsi-getting-started Handbuchs.

Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren

Der opsi-package-manager dient zur (De-) Installation von Produkt-Paketen auf einem opsi-server.

Beim Aufruf von opsi-package-manager zur Installation muss das zu installierende Paket für den Systemuser opsiconfd lesbar sein. Es wird daher dringend empfohlen, Produkt-Pakete aus /home/opsiproducts bzw. einem Unterverzeichnis hiervon zu installieren.

Die Logdatei des opsi-package-manager ist /var/log/opsi/package.log

Paket installieren (ohne Fragen neu installieren):

opsi-package-manager -i softprod_1.0-5.opsi'

Paket installieren (mit Fragen nach Properties):

opsi-package-manager -p ask -i softprod_1.0-5.opsi

Paket installieren (und für alle auf Setup stellen, bei denen es installiert ist):

opsi-package-manager -S -i softprod_1.0-5.opsi

Paket deinstallieren:

opsi-package-manager -r softprod

Paket extrahieren und umbenennen:

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi --new-product-id myprod

Es ist möglich ein Paket mit einer abweichenden Product ID zu installieren. Das ist besonders dann hilfreich, wenn vorher ein Windows-Netboot-Produkt aus einem bestehenden Paket abgeleitet wurde und dieses Paket in der Zwischenzeit aktualisiert wurde.

opsi-package-manager --install win7-x64_1.2.3.opsi --new-product-id win7-x64-custom

Anmerkung

Bitte beachten Sie, dass opsi-product-updater derartig installierte Produkte nicht automatisch aktualisiert.

Eine Übersicht über alle Optionen liefert die Option --help.

Zu beachten:

  • Die Optionen -d bzw. --depots sind für den Betrieb mehrerer Depotserver gedacht.
  • Bei der Verwendung von -d wird das zu installierende Paket zunächst nach /var/lib/opsi/repository kopiert. Dort muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen.
    Siehe hierzu auch: opsi-server mit mehreren Depots Abschnitt 9.12, „opsi-server mit mehreren Depots (frei)“
  • Falls es beim Installieren neuer Pakete zu Platzproblemen im temporären Verzeichnis kommt, kann mit der Option --temp-dir ein abweichender Ort angegeben werden.
# opsi-package-manager --help

Usage: opsi-package-manager [options] <command>

Manage opsi packages

Commands:
  -i, --install      <opsi-package> ...      install opsi packages
  -u, --upload       <opsi-package> ...      upload opsi packages to repositories
  -l, --list         <regex>                 list opsi packages matching regex
  -D, --differences  <regex>                 show depot differences of opsi packages matching regex
  -r, --remove       <opsi-product-id> ...   uninstall opsi packages
  -x, --extract      <opsi-package> ...      extract opsi packages to local directory
  -V, --version                              show program's version info and exit
  -h, --help                                 show this help message and exit

Options:
  -v, --verbose                           increase verbosity (can be used multiple times)
  -q, --quiet                             do not display any messages
  --log-file         <log-file>           path to debug log file
  --log-file-level   <log-file-level>     log file level (default 4)
  -d, --depots       <depots>             comma separated list of depot ids to process
                     all = all known depots
  -p, --properties   <mode>               mode for default product property values
                                 ask     = display dialog
                                 package = use defaults from package
                                 keep    = keep depot defaults (default)
  --purge-client-properties               remove product property states of the installed product(s)
  -f, --force                             force install/uninstall (use with extreme caution)
  -U, --update                            set action "update" on hosts where installation status is "installed"
  -S, --setup                             set action "setup" on hosts where installation status is "installed"
  -o, --overwrite                         overwrite existing package on upload even if size matches
  -n, --no-delta                          full package transfers on uploads (do not use librsync)
  -k, --keep-files                        do not delete client data dir on uninstall
  -t, --temp-dir     <path>               tempory directory for package install
  --max-transfers    <num>                maximum number of simultaneous uploads
                                             0 = unlimited (default)
  --max-bandwidth    <kbps>               maximum transfer rate for each transfer (in kilobytes per second)
                                             0 = unlimited (default)
  --new-product-id   <product-id>         Set a new product id when extracting opsi package or
                                          set a specific product ID during installation.

Werkzeug: opsi-product-updater

Das Kommandozeilen Werkzeug opsi-product-updater dient dazu, komfortabel opsi-Produkte aus einem Repository zu laden und auf dem Server zu installieren. Daneben kann es auch per cronjob zeitgesteuert aufgerufen werden und so zur automatischen Synchronisation von opsi-Servern bzw. für automatische Updates verwendet werden.

# opsi-product-updater --help

Usage: opsi-product-updater [options]
Options:
    -h    Show this help text
    -v    Increase verbosity (can be used multiple times)
    -V    Show version information and exit
    -c    Location of config file
    -i    Install all downloadable packages from configured repositories (ignores excludes)
    -p    List of productIds that will be processed: opsi-winst,opsi-client-agent

Die wesentlichen Features sind konfigurierbare Repositories und konfigurierbare Aktionen (die Konfigurationseinstellungen werden in der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf vorgenommen).

Konfigurierbare Repositories

Repositories sind die Quellen, von denen sich der opsi-server die Pakete holt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Repositories, Internet-Repositories und opsi-Server:

Internet-Repositories

Das wichtigste Beispiel ist das uib-Repository mit der URL http://download.uib.de

Internet-Repositories sind gekennzeichnet durch die Parameter

  • baseURL (z.B. http://download.uib.de)
  • dirs (Eine Liste von Verzeichnissen z.B. opsi4.0/produkte/essential)
  • sowie bei Bedarf username und password für Passwort-geschützte Repositories (z.B. für Abo-Kunden)

Bei Bedarf ist auch ein Proxy einzustellen.

opsi-server

Ein Repository hat den Typ opsi-server, wenn in der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf in der Sektion des Repositorys ein Eintrag zum Punkt

  • opsiDepotId

vorgenommen wird.

In der Regel ist bei einem opsi-depotserver an diese Steller der zentrale configserver einzutragen. Damit zieht der Depotserver seine Pakete per Aufruf des opsi-product-updater bzw. automatisiert per Cronjob vom zentralen Server.

Konfigurierbare Aktionen

Für jedes Repository kann eingestellt werden:

  • autoupdate: Aktuellere Versionen installierter Pakete werden geholt und installiert.
  • autoinstall: Auch bis jetzt nicht installierte Pakete werden geholt und installiert
  • autosetup: Die geholten und installierten Pakete werden für alle Clients, auf denen dieses Produkt installiert ist, auf setup gesetzt.

Zusätzlich ist es möglich, die Aktualisierung der Pakete auf den Clients über einen konfigurierbaren Wake-On-Lan-Mechanismus anzustoßen. In Verbindung mit dem Produkt shutdownwanted kann dafür gesorgt werden, dass die Clients nacheinander geweckt, die Software verteilt und die Clients danach wieder heruntergefahren werden. Hierdurch kann man seine Clients zum Beispiel außerhalb der Geschäftszeiten mit Updates und Software versorgen und die Anwender können am nächsten Morgen direkt mit der Arbeit beginnen.

Werkzeuge: opsi-admin / opsi config interface

Übersicht

Seit opsi 3.0 enthält eine serverseitige Bibliothek die zentralen Zugriffsfunktionen auf die opsi-Datenhaltung. Nach außen bietet sie eine API an, mit der ihre Funktionen genutzt werden können. Der opsiconfd stellt die komplette API als Webservice zur Verfügung.

Über den Aufruf von https://<opsi-server>:4447/interface kann über ein grafisches Frontend in elementare Form auf diesen Webservice zugegriffen werden. Dazu müssen Sie sich als Mitglied der Gruppe opsiadmin authentifizieren.

Abbildung 47. opsiconfd: Web-Interface

opsiconfd: Web-Interface

Auf der Kommandozeile kann mit dem Befehl opsi-admin auf die API zugegriffen werden. Dabei bietet opsi-admin einen interaktiven Modus und einen nicht-interaktiven z.B. zum Einsatz in Skripten.

Der Aufruf von opsi-admin --help zeigt eine kleine Hilfe zu den Optionen:

# opsi-admin --help

Verwendung: opsi-admin [options] [command] [args...]
Optionen:
  -h, --help           Diesen Hilfetext anzeigen
  -V, --version        Versionsnummer ausgeben und beenden
  -u, --username       Benutzername (standard: momentaner Benutzer)
  -p, --password       Passwort (standard: Passwort interaktiv abfragen)
  -a, --address        URL des opsiconfd (standard: https://localhost:4447/rpc)
  -d, --direct         opsiconfd umgehen
      --no-depot       Depotserver-Backend nicht verwenden
  -l, --loglevel       Log-Level (standard: 3)
                       0=nichts, 1=essenziell, 2=kritisch, 3=Fehler, 4=Warnungen
                       5=Hinweise, 6=Informationen, 7=debug, 8=debug2, 9=vertraulich
  -f, --log-file       Pfad zur Log-Datei
  -i, --interactive    Im interaktiven Modus starten
  -c, --colorize       Farbige Ausgabe
  -S, --simple-output  Einfache Ausgabe (nur für Skalare und Listen)
  -s, --shell-output   Shell-Ausgabe
  -r, --raw-output     Rohdaten-Ausgabe

opsi-admin kann auf einen opsi-Webservice zugreifen oder direkt auf der Datenhaltung arbeiten. Für die Arbeit über den Webservice müssen neben der URL auch username und password angegeben werden. Dies wird man in Skripten üblicherweise nicht tun wollen. Stattdessen bietet sich hier der direkte Datenzugriff über Aufruf opsi-admin -d an.

Im interaktiven Modus (Start mit opsi-admin -i bzw. opsi-admin -d -i -c, kurz opsi-admin -dic) erhalten Sie Eingabe-Unterstützung durch die Tabtaste. Betätigen der Tabtaste führt auf eine Auswahl der der möglichen Fortsetzungen der Eingabe bzw. die Angabe des Datentyps der nächsten erwarteten Eingabe. In der Liste der möglichen Eingaben können Sie mit Bild-auf und Bild-ab blättern.

Die Optionen -s und -S erzeugen eine Form der Ausgabe welche sich leichter in Skripten weiterverarbeiten lässt.

Außer den Methodenaufrufen (eingeleitet mit method), welche direkt die API widerspiegeln, gibt es Aufrufe (eingeleitet mit task), die intern auf eine Kombination von Methodenaufrufen zur Erledigung einer bestimmten Aufgabe abgebildet werden.

Typische Verwendung

Ein Produkt für alle Clients auf setup stellen, welche dieses Produkt installiert haben: 

opsi-admin -d task setupWhereInstalled "softprod"

Liste aller Clients. 

opsi-admin -d method host_getIdents

Client löschen. 

opsi-admin -d method host_delete <clientname>

z.B.:

opsi-admin -d method host_delete "pxevm.uib.local"

Client anlegen. 

opsi-admin -d method host_createOpsiClient <full qualified clientname>

z.B.:

opsi-admin -d method host_createOpsiClient "pxevm.uib.local"

Action Request setzen. 

opsi-admin -d method setProductActionRequest <productId> <clientId> <actionRequest>

z.B.:

opsi-admin -d method setProductActionRequest win7 pxevm.uib.local setup

Beschreibungen den Clients zuordnen. 

opsi-admin -d method setHostDescription "dpvm02.uib.local" "Client unter VMware"

IDs aller Clients auflisten. Hierzu wird die Option -S verwendet, um zu erreichen, dass jeder Client in einer eigenen Zeile ausgeben wird. Durch die Eingrenzung auf den Typ OpsiClient wird verhindert, dass opsi-Server mit ausgegeben werden.

Diese Ausgabe eignet sich zur Weiterverwendung in anderen Aufrufen.

opsi-admin -dS method host_getIdents '' '{"type": "OpsiClient"}'

Auflisten der auf Clients installierten Produkte. 

opsi-admin -d method productOnClient_getObjects '["productVersion", "packageVersion", "installationStatus"]' '{"installationStatus": "installed"}'

Pcpatch-Passwort setzen. 

opsi-admin -d task setPcpatchPassword

Setzt das Passwort von pcpatch für Unix, samba und opsi.

Serverprozesse: opsiconfd und opsipxeconfd

Der opsipxeconfd dient zur Bereitstellung von named pipes im tftpboot-Bereich, welche den Bootvorgang eines PCs über das PXE-Protokoll steuern.

Die zugehörige Konfigurationsdatei ist /etc/opsi/opsipxeconfd.conf, die Logdatei /var/log/opsi/opsipxeconfd.log.

Der opsiconfd dient zur Bereitstellung der opsi-server-API als JSON-Webservice und nimmt noch eine Reihe weiterer Aufgaben wahr.

Dieser Dienst ist damit der zentrale opsi-Dienst. Über ihn wird z.B. sämtliche Kommunikation zwischen den Clients und dem Server abgewickelt.

Von daher ist die Möglichkeit, diesen Prozess und seine Last zu überwachen, ein wichtiges Werkzeug.

opsiconfd-Überwachung: opsiconfd info

Unter der Webadresse https://<opsi-server>:4447/info erhalten Sie grafisch aufbereitete Informationen über den Lastverlauf des opsiconfd der letzten Stunde, des letzten Tages, des letzten Monats und des letzten Jahrs sowie weitere tabellarische Informationen.

Abbildung 48. opsiconfd info: opsiconfd-Werte der letzten Stunde

opsiconfd info: opsiconfd-Werte der letzten Stunde

Abbildung 49. opsiconfd info: opsiconfd-Werte des letzten Tages

opsiconfd info: opsiconfd-Werte des letzten Tages

Serverprozess: opsi-atftpd

Der opsi-atftpd ist ein standard atftpd, welche um Fähigkeit erweitert wurde mit named pipes umzugehen.

Per default wird der opsi-atftpd so installiert, daß er nicht ständig läuft sondern nur bei Bedarf durch den inetd Prozess gestartet wird.

Um den opsi-atftpd als Daemon laufen zu lassen und ihn nicht über den inetd zu starten, müssen Sie folgende Änderungen vornehmen:

  • In der /etc/inetd.conf die Zeile zum Protokoll tftp auskommentieren. Danach den inetd reloaden. Der Befehl hierzu ist abhängig vom verwendet Linux:

    • Ubuntu / Debian: service openbsd-inetd reload
    • Suse / RedHat / CentOS: service xinetd reload
  • In der /etc/default/atfpd die Zeile USE_INETD=true ändern auf USE_INETD=false. Danach den opsi-atftpd als Deamon starten mit service opsi-atftpd restart

5.4. Web service / API Methoden

Seit opsi 4 gibt es zwei unterschiedliche Arten von API Methoden:

  • objekt orientierte Methoden
  • aktions orientierte Methoden

Web service / API Methoden seit opsi 4.0

Übersicht

Die opsi4-Backends basieren auf Objekten. Ein Objekt hat eine Reihe von Eigenschaften.

Als Beispiel diene hier das Objekt product. Das Objekt vom Typ product, welches das opsi-Produkt javavm beschreibt sieht z.B. so aus:

"ident": "javavm;1.6.0.20;2"
"id": "javavm"
"description": "Java 1.6"
"changelog": ""
"advice": ""
"userLoginScript": ""
"name": "SunJavaRuntimeEnvironment"
"priority": 0
"packageVersion": "2"
"productVersion": "1.6.0.20"
"windowsSoftwareIds": None
"productClassIds": None
"type": "LocalbootProduct"
"licenseRequired": False
"setupScript": "javavm.ins"
"updateScript": ""
"uninstallScript": "deljvm.ins"
"alwaysScript": ""
"onceScript": ""
"customScript": ""

Zu jedem Objekt gibt es eine Reihe von Operationen. In der Regel sind dies:

  • getObjects (liefert die Objekte)
  • getHashes (Variante, die aus Performance-Gründen die Backend-Objekte ohne Erzeugung von internen Objekten readonly durchreicht; bei entsprechenden Datenvolumen erheblich schneller als getObjects)
  • create (zum komfortablen Erzeugen eines Objektes)
  • createObjects (zum Erzeugen vieler Objekte)
  • delete (zum Löschen eines Objektes)
  • deleteObjects (zum Löschen vieler Objekte)
  • getIdents (liefert nur die Objekt-Ids)
  • insertObject (zum Erzeugen eines neuen Objektes)
  • updateObject (zum Aktualisieren eines Objektes, erzeugt das Objekt, wenn nicht vorhanden)
  • updateObjects (zum Aktualisieren vieler Objekte)

Die Namen der Methoden setzen sich zusammen aus:

<object name>_<operation>

Dadurch unterscheiden sie sich von den Legacy Methoden aus opsi 3.x welche in der Regel mit get, set oder create anfangen.

Die getObjects-Methoden haben zwei optionale Parameter:

  • attributes
  • filter

attributes dient dazu, nur bestimmte Attribute des Objektes abzufragen. Zurückgeliefert werden immer alle Attributnamen, aber nur die Werte der Attribute, welche das Objekt eindeutig kennzeichnen sowie die in attributes angegebenen Attributwerden. Die restlichen Attribute werden mit dem Wert None geliefert.

So liefert z.B die Methode product_getObjects, parametrisiert mit attributes:["name"] für das Produkt javavm:

"onceScript": None,
"ident": "javavm;1.6.0.20;2",
"windowsSoftwareIds": None,
"description": None,
"setupScript": None,
"changelog": None,
"customScript": None,
"advice": None,
"uninstallScript": None,
"userLoginScript": None,
"name": "Sun Java Runtime Environment",
"priority": None,
"packageVersion": "2",
"productVersion": "1.6.0.20",
"updateScript": None,
"productClassIds": None,
"alwaysScript": None,
"type": "LocalbootProduct",
"id": "javavm",
"licenseRequired": None

Wenn Sie keine attributes, aber einen filter angeben möchten, darf das Feld Sie für attributes nicht ganz leer bleiben, sondern muss den Wert [] erhalten.

Mit filter kann eingeschränkt werden, zu welchen Objekten Informationen geholt werden sollen, ähnlich einer sql-where-Bedingung.So schränkt für product_getObjects der Filter { "id":"javavm" } die Rückgabe auf das Object javavm ein.

Bei den Methoden, denen ein oder mehrere Objekte übergeben werden, muss dies als JSON-Objekt bzw. als Liste von JSON-Objekten geschehen.

Die wichtigsten Objekte sind:

  • auditHardwareOnHost (clientspezifische Hardwareinformationen)
  • auditHardware (clientunabhängige Hardwareinformationen)
  • auditSoftwareOnClient (clientspezifische Softwareinformationen)
  • auditSoftware (clientunabhängige Softwareinformationen)
  • auditSoftwareToLicensePool (Lizenzmanagement)
  • configState (Verwaltung von Zusatzkonfigurationen)
  • config (Verwaltung von neuen typisierten Zusatzkonfigurationen)
  • group (Gruppenverwaltung)
  • host (Server und Clients)
  • licenseContract (Lizenzmanagement)
  • licenseOnClient (Lizenzmanagement)
  • licensePool (Lizenzmanagement)
  • objectToGroup (Gruppenverwaltung)
  • productDependency (Produktabhängigkeiten)
  • productOnClient (Infos zu einem Produkt bezogen auf einen Client)
  • productOnDepot (Infos zu einem Produkt bezogen auf ein Depot)
  • productPropertyState (Depot und Client bezogene Product Property Werte)
  • productProperty (Definition der Product Properties)
  • product (Produkt Metadaten)
  • softwareLicenseToLicensePool (Lizenzmanagement)
  • softwareLicense (Lizenzmanagement)

Daneben gibt es noch eine Reihe von weiteren Objekten mit speziellen Operationen. Das aufgeführte Design ermöglicht es:

  • schnell Informationen zu einer großen Zahl von Objekten zu übertragen,
  • dabei mit einheitlicher Syntax Daten zu filtern,
  • die Informationen auf syntaktische Korrektheit der erzeugten Objekte zu prüfen.

Hierdurch wird eine verbesserte Stabilität und höhere Performanz erreicht.

host (server und clients)

Beispiel für einen OpsiClient:

 method host_getObjects [] {"id":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "xpclient.vmnat.local",
          "description" : "",
          "created" : "2012-03-22 12:13:52",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "notes" : "Created by opsi-deploy-client-agent at Wed, 24 Aug 2011 10:24:36",
          "oneTimePassword" : "",
          "lastSeen" : "2012-03-30 16:20:04",
          "hardwareAddress" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "opsiHostKey" : "1234567890abcef1234567890abcdef",
          "type" : "OpsiClient",
          "id" : "xpclient.vmnat.local"
          }
]

Die meisten dieser Daten finden sich im clients tab des opsi-configed.

Mögliche Werte für type:

  • OpsiClient
  • OpsiConfigserver (was bedeutet, dies ist auch ein OpsiDepotserver)
  • OpsiDepotserver

Der Server type hat andere und mehr Daten als ein Client..

Beispiel für einen server:

 method host_getObjects [] {"id":"sepiolina.vmnat.local"}
[
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "sepiolina.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.0/255.255.255.128",
          "description" : "",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.1",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://sepiolina.vmnat.local:4447/repository",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : null,
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "1234567890abcef1234567890abcdef",
          "type" : "OpsiConfigserver",
          "id" : "sepiolina.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://sepiolina:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://sepiolina/opsi_depot"
          }
]

Die meisten dieser Daten finden sich in der depot configuration des opsi-configed.

group (Gruppen Verwaltung)

Beschreibt Gruppen und Ihre hierarchiche Struktur

Beispiel für ein group Objekt:

 method group_getObjects
 [
       {
          "ident" : "sub2",
          "description" : "sub2",
          "notes" : "",
          "parentGroupId" : null,
          "type" : "HostGroup",
          "id" : "sub2"
          },
          {
          "ident" : "subsub",
          "description" : "subsub",
          "notes" : "",
          "parentGroupId" : "sub2",
          "type" : "HostGroup",
          "id" : "subsub"
          }
]
objectToGroup (Gruppen Verwaltung)

Beschreibt die Mitgliedschaft von Obketen in Gruppen.

Es gibt Hostgroups und Productgroups

Beispiel für ein objectToGroup Objekt:

 method objectToGroup_getObjects
[
         {
          "groupType" : "HostGroup",
          "ident" : "HostGroup;sub2;win7.vmnat.local",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "sub2",
          "objectId" : "win7.vmnat.local"
          },
          {
          "groupType" : "HostGroup",
          "ident" : "HostGroup;subsub;win7x64.vmnat.local",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "subsub",
          "objectId" : "win7x64.vmnat.local"
          },
        {
          "groupType" : "ProductGroup",
          "ident" : "ProductGroup;opsiessentials;opsi-client-agent",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "opsiessentials",
          "objectId" : "opsi-client-agent"
          },
          {
          "groupType" : "ProductGroup",
          "ident" : "ProductGroup;opsiessentials;opsi-winst",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "opsiessentials",
          "objectId" : "opsi-winst"
          }
]
product (product meta data)

Beschreibt die Meta-Daten eines Produktes wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein product Objekt:

 method product_getObjects [] {"id":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "onceScript" : "",
          "ident" : "jedit;4.5;3",
          "windowsSoftwareIds" :
                    [

                    ],
          "description" : "jEdit with opsi-winst Syntax-Highlighting",
          "setupScript" : "setup.ins",
          "changelog" : "",
          "customScript" : "",
          "advice" : "",
          "uninstallScript" : "uninstall.ins",
          "userLoginScript" : "",
          "name" : "jEdit programmer's text editor",
          "priority" : 0,
          "packageVersion" : "3",
          "productVersion" : "4.5",
          "updateScript" : "update.ins",
          "productClassIds" :
                    [

                    ],
          "alwaysScript" : "",
          "type" : "LocalbootProduct",
          "id" : "jedit",
          "licenseRequired" : false
          }
]

Anmerkung

Im Fall von mehreren Depotservern, können hier unterschiedliche Versionen eines product auftauchen.

Die Eintragungen für productClassIds und windowsSoftwareIds werden im Moment nicht verwendet.

productProperty (Definition der product properties)

Beschreibt die properties eines product wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein productProperty Objekt:

 method productProperty_getObjects [] {"productId":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "ident" : "jedit;4.5;3;start_server",
          "description" : "Should the jedit derver started at every startup ?",
          "editable" : false,
          "defaultValues" :
                    [
                    false
                    ],
          "multiValue" : false,
          "productVersion" : "4.5",
          "possibleValues" :
                    [
                    false,
                    true
                    ],
          "packageVersion" : "3",
          "type" : "BoolProductProperty",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          }
]

Anmerkung

Die für einen Client verwendeten default Werte finden sich nicht hier, sondern werden Depotspezifisch in productPropertyState Objekten gespeichert.

productPropertyState (Depot oder Client spezifische product property settings)

Beschreibt:

  • die default Werte eines product property auf einem Depot
  • die Client spezifischen settings eines product properies.

Beispiel für ein productPropertyState Objekt:

 method productPropertyState_getObjects [] {"productId":"jedit"}
[
          {
          "ident" : "jedit;start_server;sepiolina.vmnat.local",
          "objectId" : "sepiolina.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    false
                    ],
          "type" : "ProductPropertyState",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          },
         {
          "ident" : "jedit;start_server;xpclient.vmnat.local",
          "objectId" : "xpclient.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    true
                    ],
          "type" : "ProductPropertyState",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          }

]
productDependency (product Abhängigkeiten)

Beschreibt die Abhäningkeit eines Produktes zu einem anderen Produkt wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein productDependency Objekt:

method productDependency_getObjects [] {"productId":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "ident" : "jedit;4.5;3;setup;javavm",
          "productAction" : "setup",
          "requiredPackageVersion" : null,
          "requirementType" : "before",
          "requiredInstallationStatus" : "installed",
          "productVersion" : "4.5",
          "requiredProductId" : "javavm",
          "requiredAction" : null,
          "requiredProductVersion" : null,
          "type" : "ProductDependency",
          "packageVersion" : "3",
          "productId" : "jedit"
          }
]
productOnClient (client spezifische Informationen zu einem Produkt z.B. Installationsstatus)

Beschreibt welche Produkte in welchen Versionen auf welchem Client installiert sind.

Beispiel für ein productOnClient Objekt:

 method productOnClient_getObjects [] {"productId":"jedit","clientId":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;xpclient.vmnat.local",
          "actionProgress" : "",
          "actionResult" : "successful",
          "clientId" : "xpclient.vmnat.local",
          "modificationTime" : "2012-03-30 15:49:04",
          "actionRequest" : "none",
          "targetConfiguration" : "installed",
          "productVersion" : "4.5",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "lastAction" : "setup",
          "packageVersion" : "3",
          "actionSequence" : -1,
          "type" : "ProductOnClient",
          "installationStatus" : "installed",
          "productId" : "jedit"
          }
]
productOnDepot (depot spezifische Informationen zu einem Produkt)

Beschreibt welches Produkt in welcher Version auf welchem Depot installiert ist.

Beispiel für ein productOnDepot Objekt:

 method productOnDepot_getObjects [] {"productId":"jedit"}
[
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;4.4.1;2;depotserver.vmnat.local",
          "locked" : false,
          "productVersion" : "4.4.1",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "depotId" : "depotserver.vmnat.local",
          "type" : "ProductOnDepot",
          "packageVersion" : "2",
          "productId" : "jedit"
          },
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;4.5;3;sepiolina.vmnat.local",
          "locked" : false,
          "productVersion" : "4.5",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "depotId" : "sepiolina.vmnat.local",
          "type" : "ProductOnDepot",
          "packageVersion" : "3",
          "productId" : "jedit"
          }
]

Anmerkung

Im Fall von mehreren Depotservern, können hier unterschiedliche Versionen eines Produktes auftauchen.

config (Verwaltung der Defaultwerte der Hostparameter)

Beschreibt die Hostparameter der Server Konfiguration des opsi-configeds.

Beispiel für ein config Objekt:

 method config_getObjects [] {"id":"opsiclientd.event_gui_startup.active"}
[
          {
          "ident" : "opsiclientd.event_gui_startup.active",
          "description" : "gui_startup active",
          "defaultValues" :
                    [
                    true
                    ],
          "editable" : false,
          "multiValue" : false,
          "possibleValues" :
                    [
                    false,
                    true
                    ],
          "type" : "BoolConfig",
          "id" : "opsiclientd.event_gui_startup.active"
          }
]
configState (Verwaltung der clientspezifischen Hostparameter)

Beschreibt die Hostparameter der Client Konfiguration des opsi-configeds..

Beispiel für ein configState Objekt:

 method configState_getObjects [] {"configId":"opsiclientd.event_gui_startup.active"}
[
          {
          "configId" : "opsiclientd.event_gui_startup.active",
          "ident" : "opsiclientd.event_gui_startup.active;wanclient.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    false
                    ],
          "objectId" : "wanclient.vmnat.local",
          "type" : "ConfigState"
          }
]

Anmerkung

Ein configState Objekt kann nicht erzeugt werden ohne das das config Objekt existiert auf das es referenziert.

auditHardwareOnHost (Clientspezifische Hardware Informationen)

Beschreibt die ermittelten Hardwaretypen (inclusive der clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt die clientspezifischen Daten zu halten und in auditHardware nur die allgemeinen, so dass es dort z.B. nur einen Eintrag für eine Netzwerkkarte gibt, die in vielen Clients benutzt wird.
Leider funktioniert diese Idee in der Praxis nicht wirklich.

Das Attribut state legt fest ob die Daten aktuell (Wert = 1) oder historisch (Wert = 0) sind.

Beispiel für ein auditHardwareOnHost Objekt:

 method auditHardwareOnHost_getObjects [] {"hostId":"xpclient.vmnat.local","hardwareClass":"NETWORK_CONTROLLER","ipAddress":"172.16.166.101"}
[
          {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0C:29:35:70:A7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 1,
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "ipEnabled" : "True",
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-03-30 15:48:15",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "netConnectionStatus" : "Connected",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "serialNumber" : null,
          "lastseen" : "2012-03-30 15:48:15",
          "model" : null,
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0C:29:35:70:A7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 0,
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "ipEnabled" : "True",
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-03-08 14:26:14",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "VMware, Inc.",
          "description" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "netConnectionStatus" : "Connected",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "serialNumber" : null,
          "lastseen" : "2012-03-10 14:47:15",
          "model" : null,
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3"
          },
   {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 0,
          "deviceType" : null,
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "ipEnabled" : null,
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-02-29 15:43:21",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "Advanced Micro Devices [AMD]",
          "description" : "Ethernet interface",
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : "",
          "netConnectionStatus" : "yes",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "serialNumber" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "lastseen" : "2012-03-30 14:58:30",
          "model" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : ""
          }
]
auditHardware (Client unabhängige Hardware Informationen)

Beschreibt die ermittelten Hardwaretypen (ohne die clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt nur die allgemeinen Daten eines Hardwaretyps zu halten, so dass es hier z.B. nur einen Eintrag für eine Netzwerkkarte gibt, die in vielen Clients benutzt wird.
Leider funktioniert diese Idee in der Praxis nicht wirklich.

Beispiel für ein auditHardware Objekt:

 method auditHardware_getObjects [] {"hardwareClass":"NETWORK_CONTROLLER","vendorId":"1022"}
[
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices [AMD]",
          "name" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceType" : null,
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "autoSense" : "",
          "model" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "",
          "description" : "Ethernet interface"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "VMware, Inc.",
          "name" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
  {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : null,
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "autoSense" : null,
          "model" : "",
          "revision" : null,
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : null,
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
(....)
[
auditSoftwareOnClient (Clientspezifische Software Informationen)

Beschreibt die ermittelten Softwaretypen (inclusive der clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt die clientspezifischen Daten zu halten und in auditSoftware nur die allgemeinen, so dass es dort z.B. nur einen Eintrag für eine Office-Software gibt, die in vielen Clients benutzt wird.

Beispiel für ein auditSoftwareOnClient Objekt:

 method auditSoftwareOnClient_getObjects  [] {"name":"jEdit 4.5.0","clientId":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x86;xpclient.vmnat.local",
          "licenseKey" : "",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "uninstallString" : "\\\"C:\\\\Programme\\\\jEdit\\\\unins000.exe\\\"",
          "usageFrequency" : -1,
          "clientId" : "xpclient.vmnat.local",
          "lastUsed" : "0000-00-00 00:00:00",
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "state" : 1,
          "version" : "4.5.0",
          "lastseen" : "2012-03-30 16:19:55",
          "binaryName" : "",
          "type" : "AuditSoftwareOnClient",
          "firstseen" : "2012-03-30 16:19:55",
          "architecture" : "x86"
          }
]
auditSoftware (Client unahängige Software Informationen)

Beschreibt die ermittelten Softwaretypen (ohne die clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt nur die allgemeinen Daten eines Softwaretyps zu halten, so dass es hier z.B. nur einen Eintrag für eine Office-Software gibt, die in vielen Clients benutzt wird.

Beispiel für ein auditSoftware Objekt:

 method auditSoftware_getObjects  [] {"name":"jEdit 4.5.0"}
[
          {
          "windowsDisplayVersion" : "4.5.0",
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x64",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "windowsSoftwareId" : "jedit_is1",
          "windowsDisplayName" : "jEdit 4.5.0",
          "installSize" : -1,
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "version" : "4.5.0",
          "architecture" : "x64",
          "type" : "AuditSoftware"
          },
          {
          "windowsDisplayVersion" : "4.5.0",
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x86",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "windowsSoftwareId" : "jedit_is1",
          "windowsDisplayName" : "jEdit 4.5.0",
          "installSize" : -1,
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "version" : "4.5.0",
          "architecture" : "x86",
          "type" : "AuditSoftware"
          }
]
auditSoftwareToLicensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt die Zuordnung von Mustern aus der Softwareinventarisierung (auditSoftware) zu einzelnen Lizenzpools.

Beispiel für ein auditSoftwareToLicensePool Objekt:

 method auditSoftwareToLicensePool_getObjects [] {"licensePoolId":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "ident" : "Windows 7 Professional N;6.1;00376-165;de-DE;x64;win7-msdn-prof",
          "name" : "Windows 7 Professional N",
          "language" : "de-DE",
          "subVersion" : "00376-165",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "version" : "6.1",
          "architecture" : "x64",
          "type" : "AuditSoftwareToLicensePool"
          },
          {
          "ident" : "Windows 7 Professional N;6.1;00376-165;de-DE;x86;win7-msdn-prof",
          "name" : "Windows 7 Professional N",
          "language" : "de-DE",
          "subVersion" : "00376-165",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "version" : "6.1",
          "architecture" : "x86",
          "type" : "AuditSoftwareToLicensePool"
          }
]
softwareLicenseToLicensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt die Zuordnung von 'softwareLicenseId’s zu 'licensePoolId’s.

Beispiel für ein softwareLicenseToLicensePool Objekt:

method softwareLicenseToLicensePool_getObjects [] {"licensePoolId":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "softwareLicenseId" : "uib-msdn-win7-vol",
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;win7-msdn-prof",
          "licenseKey" : "12345-12345-12345-12345-3dbv6",
          "type" : "SoftwareLicenseToLicensePool"
          }
]
softwareLicense (Lizenzmanagement)

Beschreibt die existierenden Softwarelizenzen und deren Metadaten.

Beispiel für ein softwareLicense Objekt:

 method softwareLicense_getObjects [] {"id":"uib-msdn-win7-vol"}
[
          {
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;msdn-uib",
          "maxInstallations" : 0,
          "boundToHost" : null,
          "expirationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "licenseContractId" : "msdn-uib",
          "type" : "VolumeSoftwareLicense",
          "id" : "uib-msdn-win7-vol"
          }
]
licenseContract (Lizenzmanagement)

Beschreibt die existierenden Lizenzverträge und deren Metadaten.

Beispiel für ein licenseContract Objekt:

 method licenseContract_getObjects [] {"id":"msdn-uib"}
[
          {
          "ident" : "msdn-uib",
          "description" : "",
          "conclusionDate" : "2011-04-22 00:00:00",
          "notificationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "notes" : "",
          "expirationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "partner" : "Microsoft",
          "type" : "LicenseContract",
          "id" : "msdn-uib"
          }
]
licenseOnClient (Lizenzmanagement)

Beschreibt welcher Client welche Lizenz in Verwendung hat.

Beispiel für ein licenseOnClient Objekt:

 method licenseOnClient_getObjects  [] {"clientId":"win7client.vmnat.local"}
[
          {
          "softwareLicenseId" : "uib-msdn-win7-vol",
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;win7-msdn-prof;win7client.vmnat.local",
          "licenseKey" : "12345-12345-12345-12345-3dbv6",
          "notes" : "",
          "clientId" : "win7client.vmnat.local",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "type" : "LicenseOnClient"
          }
]
licensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt einen Lizenzpool und dessen Zuordnung zu Produkten.

Beispiel für ein licensePool Objekt:

 method licensePool_getObjects [] {"id":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "ident" : "win7-msdn-prof",
          "type" : "LicensePool",
          "description" : "MSDN Keys",
          "productIds" :
                    [
                    "win7",
                    "win7-x64"
                    ],
          "id" : "win7-msdn-prof"
          }
]
Beispiel für die Änderung eines Keys in mehreren Objekten

Hier soll erläutert werden, wie Änderungen an einem Objekt durch geführt werden können. Als Beispiel wird das host Objekt verwendet, welches über die Auswahl auf den Typ OpsiDepotserver eingeschränkt wird:

 method host_getObjects '[]' {"type":"OpsiDepotserver"}
[
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "configserver.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.0/255.255.255.128",
          "description" : "",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.1",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://configserver.vmnat.local:4447/reposi
tory",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : null,
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "17835c8d52170dcd06ba3c5089a74815",
          "type" : "OpsiConfigserver",
          "id" : "configserver.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://configserver.vmnat.local:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://configserver/opsi_depot"
          },
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "depotserver.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.128/25",
          "description" : "Depot Server",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.150",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://depotserver.vmnat.local:4447/reposi
tory",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : "00:0c:29:7d:eb:55",
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "8284d506278667cb25cc2f9f992a024d",
          "type" : "OpsiDepotserver",
          "id" : "depotserver.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://depotserver.vmnat.local:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://depotserver/opsi_depot"
          }
]

Zur Änderung der Werte für den Key "maxBandwidth" würde dieser Aufruf eine Datei erzeugen, in der die max. Bandbreite auf allen Depotservern von "0" auf "100" geändert wird. An der Datei können auch händisch Änderungen vorgenommen werden.

opsi-admin -d method host_getObjects '[]' '{"type":"OpsiDepotserver"}' | sed  -e 's/"maxBandwidth"\s:\s0/"maxBandwidth" : 100/' > /tmp/maxBand.json

Hiermit wird die geänderte Konfiguration in das Opsi-Backend übernommen:

opsi-admin -d method host_createObjects < /tmp/maxBand.json
Spezielle Methoden

Es gibt eine Reihe von speziellen Methoden. Einige davon werden nachfolgend vorgestellt.

configState_getClientToDepotserver

Diese Methode liefert uns Informationen darüber welchem Depot ein Client zugordnert ist.

Die Syntax ist:

 method configState_getClientToDepotserver *depotIds *clientIds
*masterOnly *productIds

Beispiel:

method configState_getClientToDepotserver [] "pcbon4.uib.local"
[
          {
          "depotId" : "bonifax.uib.local",
          "alternativeDepotIds" :
                    [

                    ],
          "clientId" : "pcbon4.uib.local"
          }
]
Kommunikation mit Hosts

Die hostControl-Methoden werden verwendet um mit den Clients zu kommunizieren und diese zu steuern. Seit opsi 4.0.3 empfehlen wird die Verwendung der hostControlSafe-Methoden. Beide Varianten haben einen Parameter hostIds. Bei hostControl ist dieser optional - ohne Angabe werden die Aktionen gegen alle Clients durchgeführt. Bei hostControlSafe ist der Parameter zwingend. Falls alle Clients angesprochen werden sollen, muss hier "*" angegeben werden. Bei Befehlen wie hostControl_reboot kann das Weglassen der Host-IDs zum versehentlichen Neustart aller Clients führen, weshalb in opsi 4.0.3 die Abwärtskompatibilität gebrochen wurde und bei den Befehlen hostControl_reboot und hostControl_shutdown das Weglassen des Parameters nun zu einem Fehler führt.

  • hostControlSafe_execute
    Führt einen Befehl auf den Clients aus.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und weist sie an command auszuführen.
    Parameter: command hostIds
  • hostControlSafe_fireEvent
    Führt ein opsiclientd-Event auf den Clients aus. Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und weist ihn an das Event zu starten.
    Parameter: event hostIds
  • hostControlSafe_getActiveSessions
    Liest die angemeldeten Benutzer aus.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und fragt die aktiven Sessions ab.
    Parameter: hostIds
  • hostControlSafe_opsiclientdRpc
    Für die angegebene Methode auf dem Service des opsiclientd aus.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und führt die Methode method mit den gegebenen params als Parameter aus.
    Das ist die generischste Methode, da sich hierüber beliebige weitere Methoden starten lassen.
    Der einfachste Weg die verfügbaren Methoden zu erfahren ist sich auf das Control-Interface des Zielclients zu verbinden. Dieses ist zu erreichen unter https://<clientId>:4441.
    Parameter: method *params hostIds
  • hostControlSafe_reachable
    Überprüft, ob der opsiclientd erreichbar ist.
    Baut dazu eine Verbindung zum opsiclientd der gegebenen Clients auf, aber führt keinen Login durch.
    Parameter: hostIds
  • hostControlSafe_reboot
    Startet die Clients neu.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und führt einen Neustart aus.
    Parameter: hostIds
  • hostControlSafe_showPopup
    Zeigt eine Nachricht in einem Popup auf den Clients.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und zeigt die gegebene Nachricht in einem Popup-Fenster.
    Parameter: message hostIds
  • hostControlSafe_shutdown
    Fährt die Clients herunter.
    Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und fährt den Client herunter.
    Parameter: hostIds
  • hostControlSafe_start
    Sendet ein Wake-On-Lan-Signal an die Clients.
    Das ist die einzige hostControlSafe-Methode, welche nicht den opsiclientd eines Clients verwendet.
    Parameter: hostIds
  • hostControlSafe_uptime
    Fragt Clients nach ihrer Uptime. Verbindet sich dazu mit dem opsiclientd auf den angegebenen Hosts und liest die Uptime in Sekunden aus.
    Parameter: hostIds
Arbeit mit Logs

Die folgenden Methoden drehen sich um die Arbeit mit Logs.

  • log_read
    Liest ein opsi-Log vom Server.
    Parameter: logType *objectId *maxSize
    Mögliche Log-Arten sind instlog (opsi-winst), clientconnect (opsiclientd), userlogin, bootimage sowie opsiconfd.
    Als Parameter objectId wird normalerweise die clientId des Clients dessen Log man möchte angegeben.
  • log_write
    Schreibt eine Logdatei zum Server.
    Parameter: logType data *objectId *append
    Log-Arten und objectId werden unter log_read beschrieben.
    Mittels append wird gesteuert, ob der neue Inhalt an ein eventuell bestehendes Logfile angehangen wird. Der Wert kann true oder false sein. Letzteres ist der Standard.
Tutorial: Arbeit mit Gruppen

Sie arbeiten mit Gruppen-Objekten. Die Methoden beginnen also mit group. Dann gibt es zwei Arten von Gruppen: Host-Gruppen und Produkt-Gruppen. Für die Treeview benötigen wir die erste Variante, das heisst beim Erstellen oder Abfragen muss type auf HostGroup gesetzt werden.

Das Erstellen von Hostgruppen ist vereinfacht durch die Methode group_createHostGroup. Die Parameter sind id, description (Beschreibung), notes (Notizen) und parentGroupId (ID der übergeordneten Gruppe). Davon ist nur die id zwingend zu vergeben und diese muss einzigartig sein.

Wichtig

In opsi 4.0 werden Gruppen anhand ihrer ID identifiziert. Diese ID muss gruppenübergreifend einzigartig sein.

Das Anlegen einer Gruppe ist nun so möglich:

opsi-admin -d method group_createHostGroup rechner_wenselowski "Nikos Rechner"

Wollen Sie nun die angelegte Gruppe anschauen, so können Sie mittels group_getObjects die Gruppen abfragen. Hier die Abfrage nach der soeben angelegten Gruppe:

opsi-admin -d method group_getObjects '' '{"id": "rechner_*", "type": "HostGroup"}'

Wollen Sie Untergruppen anlegen, so müssen Sie als parentGroupId die ID der übergeordneten Gruppe angeben. Hier als Beispiel eine Untergruppe zur gerade angelegten Gruppe:

opsi-admin -d method group_createHostGroup "rechner_wenselowski2" "Untergruppe" "" "rechner_wenselowski"

Die Abfrage von vorher sollte nun auch die neue Gruppe ausgeben.

Wenn Sie nun mit dem Directory arbeiten wollen, so wird dieses intern als Gruppe mit der ID clientdirectory behandelt. Clients dürfen im Directory immer nur in einer Gruppe sein - per Default sind sie der Gruppe mit der ID NICHT_ZUGEWIESEN zugewiesen. Verwenden Sie opsi in einer anderen Sprache, kann der Gruppenname abweichen. Dafür, dass die Clients nur immer in einer Gruppe sind, wenn sie im Directory sein sollen, muss vom jeweiligen Programmierer gemanaged werden, da das Backend an dieser Stelle nicht eingreift.

Die Zuordnung von Clients zur Gruppe geschieht über objectToGroup-Objekte. Wir legen einen Client mit dem folgenden Befehl an:

opsi-admin -d method host_createOpsiClient "wenselowski-test.uib.local"

Diesen fügen wir nun der Untergruppe von vorhin hinzu:

opsi-admin -d method objectToGroup_create "HostGroup" "rechner_wenselowski2" "wenselowski-test.uib.local"

Um das nun zu überprüfen, können wir wie folgt die Zuordnung abfragen:

opsi-admin -d method objectToGroup_getObjects '' '{"groupType": "HostGroup", "groupId": "rechner_wenselowski2"}'

Um den Client aus der Gruppe zu entfernen, können Sie so vorgehen:

opsi-admin -d method objectToGroup_delete "HostGroup" "rechner_wenselowski2" "wenselowski-test.uib.local"

Um zu guter letzt eine Gruppe zu löschen, können Sie das wie folgt machen:

opsi-admin -d method group_delete "rechner_wenselowski"

Aktions-orientierte Methoden

Die mit opsi 3 eingeführten aktions orientierten Methoden stehen weiterhin zur Verfügung und werden weiter gepflegt. Diese Methodenwerden aber ab opsi 4.0 intern auf die objekt orientierten Methoden gemappt.

Hier eine Liste der Methoden (dargestellt in der Form des Aufrufs mit opsi-admin) mit einer kurzen Beschreibung. Diese dient zur Orientierung und nicht als Referenz. Das bedeutet die Beschreibung muss nicht alle Informationen enthalten, die Sie benötigen, um diese Methode tatsächlich zu verwenden.

method authenticated

Überprüfen ob die Authentifizierung am Service erfolgreich war.

method createClient clientName, domain, description=None, notes=None

Erzeugt einen neuen Client.

method createGroup groupId, members = [], description = ""

Erzeugt eine Gruppe von Clients wie sie vom opsi-configed verwendet wird.

method createLicenseKey productId, licenseKey

Weist dem Produkt productId einen (weiteren) Lizenzkey zu.

method createLocalBootProduct productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0, setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=('localBoot')

Legt ein neues Localboot-Produkt (Winst-Produkt) an.

method createNetBootProduct productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0, setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=('netboot')

Legt ein neues bootimage Produkt an

method createProduct productType, productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0,setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=""

Legt ein neues Produkt an.

method createProductDependency productId, action, requiredProductId="", requiredProductClassId="", requiredAction="", requiredInstallationStatus="", requirementType=""

Erstellt Produktabhängigkeiten.

method createProductPropertyDefinition productId, name, description=None, defaultValue=None, possibleValues=[]

Erstellt eine Produkteigenschaft.

method deleteClient clientId

Löscht einen Client.

method deleteGeneralConfig objectId

Löscht Konfiguration eines Clients oder einer Domain.

method deleteGroup groupId

Löscht eine Clientgruppe.

method deleteHardwareInformation hostId

Löscht sämtliche Hardwareinfos zum Rechner hostid.

method deleteLicenseKey productId, licenseKey

Löscht einen Lizenzkey.

method deleteProduct productId

Löscht ein Produkt aus der Datenbasis.

method deleteProductDependency productId, action, requiredProductId="", requiredProductClassId="", requirementType=""

Löscht Produktabhängigkeit.

method deleteProductProperties productId *objectId

Löscht alle Properties eines Produkts.

method deleteProductProperty productId property *objectId

Löscht ein Property eines Produkts.

method deleteProductPropertyDefinition productId, name
method deleteProductPropertyDefinitions productId

Löscht alle Produkteigenschaften zum Produkt productid.

method deleteServer serverId

Löscht die Serverkonfiguration.

method exit

Verlässt den opsi-admin.

method getBackendInfos_listOfHashes

Liefert eine Beschreibung der auf dem opsi-server konfigurierten Backends und welche davon aktiviert sind.

method getClientIds_list serverId = None, groupId = None, productId = None, installationStatus = None, actionRequest = None

Liefert die Liste der Clients, welche den angegebenen Kriterien entsprechen.

method getClients_listOfHashes serverId = None, groupId = None, productId = None, installationStatus = None, actionRequest = No

Liefert die Liste der Clients, welche den angegebenen Kriterien entsprechen, zusammen mit Beschreibung, Notizen und Lastseen.

method getDomain hostId

Liefert die Domain zu einem Rechner.

method getGeneralConfig_hash objectId

Liefert allgemeine Konfiguration zu einem Client oder einer Domain.

method getGroupIds_list

Liefert die Liste der gespeicherten Clientgruppen.

method auditHardwareOnHost_getObjects '[]' '{"hostId":"<hostId>"}'

Liefert die Hardwareinformationen zu dem angegebenen Rechner.

method getHostId hostname

Liefert hostid zu dem angegebenen Hostnamen.

method getHost_hash hostId

Liste der Eigenschaften des angegebenen Rechners.

method getHostname hostId

Liefert hostname zur Host-ID.

method getInstallableLocalBootProductIds_list clientId

Liefert alle Localboot-Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstallableNetBootProductIds_list clientId

Liefert alle Netboot-Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstallableProductIds_list clientId

Liefert alle Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstalledLocalBootProductIds_list hostId

Liefert alle Localboot-Produkte, die auf diesem Client installiert sind.

method getInstalledNetBootProductIds_list hostId

Liefert die Liste der installierten Netboot-Produkte für einen Client oder Server.

method getInstalledProductIds_list hostId

Liefert die Liste der installierten Produkte für einen Client oder Server.

method getIpAddress hostId

Liefert IP-Adresse zur Host-ID.

method getLicenseKey productId, clientId

Liefert einen freien Lizenzkey zu dem angegebenen Produkt bzw. liefert den der clientId zugeordneten Lizenzkey,

method getLicenseKeys_listOfHashes productId

Liefert eine Liste der Lizenzkeys für das angegebene Produkt.

method getLocalBootProductIds_list

Liefert alle bekannten Localboot-Produkte.

method getLocalBootProductStates_hash clientIds = []

Liefert für die angegebenen Clients Installationsstatus und Action-Requests für alle Localboot-Produkte.

method getMacAddresses_list hostId

Liefert die MAC-Adresse zum angegebenen Rechner.

method getNetBootProductIds_list

Liefert Liste der Netboot-Produkte.

method getNetBootProductStates_hash clientIds = []

Liefert für die angegebenen Clients Installationsstatus und {Action-request= für alle Netboot-Produkte.

method getNetworkConfig_hash objectId

Liefert die Netzwerk-spezifischen Konfigurationen für einen Client oder eine Domain.

method getOpsiHostKey hostId

Liefert den pckey zur angegeben Host-ID.

method getPcpatchPassword hostId

Liefert das mit dem pckey von hostId verschlüsselte Passwort des Users pcpatch.

method getPossibleMethods_listOfHashes

Liefert die Liste der aufrufbaren Methoden (in etwa so wie in diesem Kapitel beschrieben).

method getPossibleProductActionRequests_list

Liefert die Liste der in opsi prinzipiell zulässigen Action-Requests.

method getPossibleProductActions_hash

Liefert zu allen Produkten die möglichen Aktionen (setup, deinstall,… ).

method getPossibleProductActions_list productId=softprod

Liefert zum angegebenen Produkt die möglichen Aktionen (setup, deinstall,…).

method getPossibleProductInstallationStatus_list

Liefert die möglichen Installationsstatus (installed, not_installed,… ).

method getPossibleRequirementTypes_list

Liefert die möglichen Typen von Produktabhängigkeiten (before, after, … ).

method getProductActionRequests_listOfHashes clientId

Liefert die anstehenden ausführbaren Aktionen für den angegebenen Client.

method getProductDependencies_listOfHashes productId = None

Liefert die bekannten Produktabhängigkeiten (zum angegebenen Produkt).

method getProductIds_list productType = None, hostId = None, installationStatus = None

Liefert die Liste der Produkte, die den angegebenen Kriterien entsprechen.

method getProductInstallationStatus_hash productId, hostId

Liefert den Installationsstatus zum angegebenen Client und Produkt.

method getProductInstallationStatus_listOfHashes hostId

Liefert den Installationsstatus zum angegebenen Client.

method getProductProperties_hash productId, objectId = None

Liefert die Schalterstellungen (Product-Properties) zum angegebenen Produkt und Client.

method getProductPropertyDefinitions_hash

Liefert alle bekannten Product-Properties mit Beschreibung, erlaubten Werten etc..

method getProductPropertyDefinitions_listOfHashes productId

Liefert die Product-Properties zum angegebenen Produkt mit Beschreibung, erlaubten Werten etc..

method getProductStates_hash clientIds = []

Liefert Installationsstatus und Action-Requests der einzelnen Produkte (zu den agegebenen Clients).

method getProduct_hash productId

Liefert die Metadaten (Beschreibung, Version,…) zum angegebenen Produkt.

method getProvidedLocalBootProductIds_list serverId

Liefert die Liste der auf dem angegebenen Server bereitgestellten Localboot-Produkte.

method getProvidedNetBootProductIds_list serverId

Liefert die Liste der auf dem angegebenen Server bereitgestellten Netboot-Produkte.

method getServerId clientId

Liefert den zuständigen opsi-configserver zum angegebenen Client.

method getServerIds_list

Liefert die Liste der bekannten opsi-configserver.

method getServerProductIds_list

Liste der Server-Produkte.

method getUninstalledProductIds_list hostId

Liefert die deinstallierten Produkte.

method powerOnHost mac

Sendet ein WakeOnLan-Signal an die angegebene MAC.

method setGeneralConfig config, objectId = None

Setzt für Client oder Domain die GenaralConfig.

method setHostDescription hostId, description

Setzt für einen Client die Beschreibung.

method setHostLastSeen hostId, timestamp

Setzt für einen Client den Zeitstempel für LastSeen.

method setHostNotes hostId, notes

Setzt für einen Client die Notiz-Angaben.

method setMacAddresses hostId, macs

Trägt für einen Client seine MAC-Adresse in die Datenbank ein.

method setOpsiHostKey hostId, opsiHostKey

Setzt für einen Rechner den pckey.

method setPcpatchPassword hostId password

Setzt das verschlüsselte (!) password für hostId.

method setProductActionRequest productId, clientId, actionRequest

Setzt für den angegebenen Client und das angegebene Produkt einen Action-Request.

method setProductInstallationStatus productId, hostId, installationStatus, policyId="", licenseKey=""

Setzt für den angegebenen Client und das angegebene Produkt einen Installationsstatus.

method setProductProperties productId, properties, objectId = None

Setzt Product-Properties für das angegebene Produkt (und den angegebenen Client).

method unsetProductActionRequest productId, clientId

Setzt einen Action-Request auf none.

Backend-Erweiterungen

Durch die in opsi 4 implementierten Funktionalität des Backend-Extenders können auf der Basis der opsi4-API-Methoden oder des Funktionskerns jederzeit zusätzliche Methoden definiert und als API-Erweiterung aufrufbar gemacht werden.

Das Standard-API-Methoden-Set wird durch den opsiconfd mittels Überlagerung der in den Python-Dateien in /etc/opsi/backendManager/extend.d definierten Methoden erstellt.

Zusätzliche Methoden-Sets mit Aufruf per speziellem Pfad können zudem in Dateien in Unterverzeichnissen dieses Verzeichnisses definiert werden. Standardmäßig ist hier ein Set von Methoden, die speziell auf Datenanforderungen durch den opsi-configed zugeschnitten sind, im Verzeichnis /etc/opsi/backendManager/extend.d/configed implementiert. Im Web-Interface werden die entsprechenden Methoden (zusammen mit den Standardmethoden) sichtbar, wenn als Path in der Drop-down-Liste interface/extend/configed ausgewählt wird.

Backend-Erweiterungen können auch dazu dienen für spezifische
Konfigurationsaufgaben angepasste Zusatzfunktionen zu implementieren.

Eigene Erweiterungen werden in der Programmiersprache Python geschrieben. Sie werden an den BackendManager geladen, so dass dieser mittels self
referenziert werden kann.

Zugriff auf die API

Die API nutzt JSON-RPC 1.0 über HTTP zur Kommunikation. Es wird basic authentication verwendet.

Um die Schnittstelle zu verwenden müssen Aufrufe per POST zum Pfad rpc am opsi-Server gesendet werden, bspw. https://opsiserver.domain.local:4447/rpc.

Achtung

Bei Kommunikation mit einem opsi 4.0 Webservice, liefert dieser einen HTTP-Header content-type welcher nicht zum tatsächlichen Inhalt passt. Es ist möglich ein zu RFC 2616 kompatibles Verhalten zu aktiverien, indem die Datei /etc/opsi/opsi.header.fix.enable angelegt und der Service opsiconfd neu gestartet wird. Dadurch wird es einfacher für Software von Drittherstellern mit dem Webservice zu kommunizieren.
Da dieses Verhalten möglicherweise dazu führt, dass Clients, welches das alte Verhalten erwarteten, nicht mehr mit dem Service kommunzieren können, ist dies standardmäßig nicht aktiviert. Die im Rahmen von opsi 4.0.6 bereitgesellten Client-Komponenten wurden entsprechend aktualisiert, so dass Sie mit beiden Varianten umgehen können.

5.5. opsi-backup

Einführung

Wie jedes andere System auch, sollte das opsi-System auch einem Backup unterzogen werden. Da opsi ein zentrales Werkzeug für das Windows-Client- wie auch das Windows-Server-Management darstellt, sollte der opsi-server gesichert werden. Dieses Handbuch soll einen Einblick in die Backup-Strategie von opsi geben und auch auf Themen, wie das zurückschreiben und das "DisasterRecovery" von opsi.

Vorbedingungen für ein Backup

Um ein Backup des opsi-Systems anzulegen, gibt es nicht wirklich eine Vorbedingung. Wenn man die zentralen Dateien und Backends des opsi-Systems lokalisiert hat, kann man diese auf diversen Methoden sichern. Die folgende Anleitung soll nicht nur die Frage: "Was soll gesichert werden?" beantworten, sondern auch einen Weg dokumentieren, wie eine Backupstrategie für das opsi-System aussehen könnte.

Das Backupskript sollte als root ausgeführt werden, entweder manuell oder einen root-cronjob, damit man die Konfiguration von opsi lesen kann und auch die Systemkonfiguration feststellen kann. Weiterhin sollte für ein Backup des mysql-Backends das mysqldump-Programm installiert sein, dieses findet sich in der Regel in den client-Paketen von mysql.

Quick Start

Backup erzeugen:

opsi-backup create opsi_backup.tar.bz2

Erzeugt ein Backup der aktuell genutzten Backends sowie der Konfigurationsdateien im aktuellen Verzeichnis mit dem Namen opsi_backup.tar.bz2.

Backup zurück spielen:

opsi-backup restore --backends=all --configuration opsi_backup.tar.bz2

Stellt die Daten aus dem Backupfile opsi_backup.tar.bz2 aus dem aktuellen Verzeichnis wieder her.

Elementare Teile von opsi

Opsi kann man grob in fünf Teile gliedern. Die folgenden fünf Teile sind opsi spezifisch und können von System zu System, je nach Konfiguration variieren.

Opsi Konfiguration

Der mit Abstand wichtigste Teil von opsi, ist die Konfiguration. Getreu nach LSB ( Linux Standard Base) befindet sich die Konfiguration von opsi unter /etc/opsi.

Dieses Verzeichnis beinhaltet hauptsächlich die Backend-Konfiguration, die Webservice-Konfiguration und das SSL-Zertifikat für den Webservice. Weiterhin ist hier auch das Backend-Extend untergebracht, die Konfiguration des opsipxeconfd, des opsi-product-updater und auch die modules-Datei, die Ihnen Ihre kofinanzierten Module freischaltet.

Um später ein volles DisasterRecovery zu verwirklichen, muss das Verzeichnis /etc/opsi gesichert werden.

Die Sicherung hat neben dem DisasterRecovery noch einen weiteren Vorteil: Wenn man viele Konfigurationen von opsi geändert hat und das System nicht mehr richtig arbeitet, ist ein Rücksprung auf eine vorherige funktionierende Version meist leichter und schneller, als die Fehlersuche.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup gesichert.

Opsi Backends

Im folgenden Kapitel werden die Backends von opsi aufgezählt. Diese bilden das Herzstück der opsi-Datenhaltung. Alle Clients, Produkte, Konfigurationen, Statis, etc… sind in der jeweiligen Datenhaltung abgelegt.

Opsi bietet folgende Datenbackends:

Tabelle 1. opsi-Backends

BackendBeschreibung

file-Backend

Backend auf Dateibasis, momentan der default bei opsi

mysql-Backend

Volle mysql-Backend Unterstützung seit opsi 4.0

dhcp

spezial Backend bei Verwendung von des dhcpd auf dem opsi-server


Wenn Sie nicht wissen, welches Backend sie einsetzen, setzen Sie wahrscheinlich das file-Backend ein. opsi ist aber auch dafür ausgelegt, mehrere Backends gleichzeitig an zu setzen. Welche Backends, für welche Funktionen von opsi eingesetzt werden, wird in der /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf konfiguriert.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup gesichert.

Opsi Depotfiles

Die Depotfiles sind deshalb interessant, da Sie die eigentlichen Dateien der zu verteilenden Software enthalten. Die Localboot-Produkte, wie auch die Netboot-Produkte haben Ihre Files jeweils unterhalb von /var/lib/opsi/depot. In früheren Versionen von opsi waren diese im Verzeichnis /opt/pcbin/install angesiedelt.

Je nachdem, wie viel Software auf dem opsi-server vorgehalten wird und wie viele Betriebssystem-Installationen inklusive Treibern vorgehalten werden, kann dieses Datenvolumen enorme Ausmaße annehmen.

Es gibt verschiedene Ansätze diese Dateien zu sichern. Die einfachste Alternative ist das Rsnapshot. Es gibt aber elegantere Lösungen, wie das Verlegen dieser Daten in redundant ausgelegte Filesysteme auf einem SAN, etc.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

Opsi Workbench

Der Bereich opsi Workbench, welcher auch als gleichnamige Samba-Freigabe (opsi_workbench) in opsi eingesetzt wird, beinhaltet die Stände der eigenen Software-Paketierung. Das Verzeichnis ist standardmäßig unter /home/opsiproducts, unter SLES ist dieses Verzeichnis unter /var/lib/opsi/workbench. Wenn dieser Share, wie vorgesehen dafür verwendet wird, um eigene Pakete in verschiedenen Revisionen dort vor zu halten, sollte dieses Verzeichnis auch gesichert werden.

Auch hier bietet sich das Tool rsnapshot an.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

Opsi Repository

Das Verzeichnis unter /var/lib/opsi/repository wird dazu verwendet, um opsi-Pakete zu puffern. Anders als die opsi Workbench, dient es aber nicht dem Paketieren von opsi Paketen, sondern die opsi Pakete welche dort abgelegt werden, sollen vorgehalten werden, um eventuell das Synchronisieren auf anderen Servern, oder das Synchronisieren mit dem opsi-product-updater zu vereinfachen.

Diese Dateien sind für ein DisasterRecovery nicht unbedingt nötig, können aber auch mit dem Tool rsnapshot gesichert werden.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

TFTP-Verzeichnis

Das TFTP-Verzeichnis beinhaltet Konfigurationsdateien für den Bootvorgang per PXE. Diese Verzeichnis befindet sich unter /tftpboot/ auf den meisten Systemen. Auf SLES ist dieses Verzeichnis /var/lib/tftpboot/opsi/.

Möglicherweise angepasste Dateien sind bspw. linux/pxelinux.cfg/default.menu bzw. linux/pxelinux.cfg/default.nomenu. Diese Dateien werden bei der Installation von opsi-linux-bootimage mit Defaultwerten angelegt. Für ein Disaster Recovery sind diese nicht zwingend nötig.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

Das opsi-backup Programm

Mit dem Kommandozeilenprogramm opsi-backup existiert ein Werkzeug, dass die Erstellung und das Wiederherstellen einfacher Backups kompfortabel erledigt.

Dazu lässt sich opsi-backup mit drei grundlegenden Befehlen steuern: create, restore und verify.
Die Option --help gibt einen detaillierten Überblick über alle Optionen, die opsi-backup akzeptiert.
Ein mit opsi-backup erstelltes Backup ist ein Rohbackup, dass bedeutet, es werden keine Datein auf logischer Ebene gesichert, sondern es werden Sicherungen der in den Backends abgelegten Datein in den entsprechenden Strukturen angefertigt.
Ein solches Backup lässt sich daher auch nur für eine identische Backendkonfiguration zurückspielen.

Ein mit opsi-backup erstelltes Backup ist immer ein Vollbackup (opsi-backup unterstützt keine incrementellen oder differenziellen Backups).

Zu beachten ist, dass opsi-backup keine Sicherung der Depot Dateien, der Workbench Dateien sowie der Repository Dateien durchführt. Diese Datein sollten daher anderweitig gesichert werden.

Der mit opsi-backup erstellte backup file ist eine komprimierte tar Datei, deren Inhalt sich entsprechend auch anschauen lässt.

opsi-backup --help

Achtung

Ein Backup, dass mit opsi-backup erstellt wird, kann unter anderem Passwörter und PC-Keys enthalten, und sollte daher entsprechend sicher archiviert werden.

Ein Backup anlegen

Das Anlegen eines neuen opsi Backups erfolgt mit dem Befehl opsi-backup create. Wird dieser Befehl ohne weitere Parameter angegeben erstellt das Programm ein Archiv mit allen Daten der Backends sowie der Konfiguration. Der Dateiname wird dabei automatisch generiert. Für den Befehl opsi-backup create sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

opsi-backup create
opsi-backup create --help

Es ist auch möglich, den Dateinamen oder das Zielverzeichnis des neuen Backups vorzugeben. Dazu wird einfach ein Dateiname oder ein Zielverzeichnis einfach an den entsprechenden Befehl angehängt. Wird ein Verzeichnis übergeben, generiert opsi-backup automatisch einen Dateinamen in diesem Verzeichnis. Ein durch opsi-backup generierter Dateiname hat die Form <hostname>_<opsi-version>_<datum>_<uhrzeit> und ist daher gut zur Archivierung meherere Backups geeignet. Wird ein Dateiname fest forgegeben, so wird ein älteres Backup mit dem selben Namen durch opsi-backup überschrieben.

opsi-backup create /mnt/backup/opsi_backup.tar.bz2
opsi-backup create /mnt/backup/

Zusätzlich ermöglicht das create Kommando die Steuerung des Backups mittels der folgenden Optionen:

  • --backends {file,mysql,dhcp,all,auto}
    Ermöglicht die Auswahl der Backends, die in dem Backup eingeschlossen werden sollen. Diese Option kann mehrfach angegeben werden, um mehrere Backends anzugeben. Die Option --backends=all steht für alle Backends. Die Voreinstellung (default) für diese Optionen ist --backends=auto, was dafür sorgt, dass opsi-backup versucht, die verwendeten Backends anhand der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf zu ermitteln. Im Moment werden folgende Backends unterstützt: mysql, file, dhcp

    opsi-backup create --backends=file --backends=mysql
    opsi-backup create --backends=all

    Tipp

    Wenn Sie ein nicht unterstütztes Backend (wie z.B. ldap) verwenden, so können Sie vor dem Backup dieses mit dem Befehl opsi-convert in ein Backend konvertieren, dass sich per opsi-backup sichern lässt.

  • --no-configuration
    Schließt die Opsi Konfiguration aus dem Backup aus.

    opsi-backup create --no-configuration
  • -c [{gz,bz2,none}], --compression [{gz,bz2,none}]
    Spezifiziert die Kompressionsmethode, mit der das Archiv komprimiert werden soll. none steht hier für nicht komprimieren, die Standardkompression (default) ist bz2.

    opsi-backup create -c bz2
  • --flush-log
    Die Sicherung des mysql-Backends erfolgt intern über einen mysqldump Befehl. Das bedeutet, dass die Daten genauso gesichert werden, wie die Datenbank sie zu diesem Zeitpunkt sieht (unabhängig davon ob die Daten schon auf Platte stehen oder nur im Speicher). Somit ist das erstellte Backup evtl. aktueller und unterscheidet sich vom Stand der Datenbankdateien. Möchte man dies vermeiden, so müssen die von mysql im Speicher gehaltenen Daten vorher auf die Festplatte geschrieben werden. Ist die Option --flush-log angegeben, wird opsi-backup versuchen, diese Operation durchzuführen (also die Daten aus dem Speicher auf die Platten zuschreiben). Allerdings benötigt der entsprechende Datenbankuser der opsi Datenbank dazu die entsprechende MySQL Berechtigung RELOAD. Standardmäßig wird der opsi Benutzer aber ohne dieses Recht angelegt! Besitzt er diese nicht (und die Option --flush-log ist angegeben) wird das Backup fehlschlagen. Verwenden Sie daher diese Option nur, wenn Sie vorher die Rechte des Datenbankusers angepasst haben.

    opsi-backup create --backends=mysql --flush-log

    Beispiel

opsi-backup create --no-configuration --backends=all opsi_backup.tar.bz2
Backups archivieren

Von Haus aus bringt opsi-backup keine Funktionen zum Archivieren von Backups mit. Der Administrator hat daher Sorge zu tragen, dass erzeugte Backups sicher und versioniert ablegt werden. Außerdem löscht opsi-backup niemals selbstständig ältere Backup Version (außer sie werden mittels create überschrieben). Da opsi-backup immer Vollbackups und keine inkrementellen Backups anlegt, kann es schnell zu großen Datenmengen kommen. Hier muss ebenfalls der Administrator sorge tragen, dass ältere Backups wenn nötig regelmässig gelöscht werden.

Ein Backup verifizieren

Mit dem Befehl opsi-backup verify kann das Archiv auf interne Integrität geprüft werden. Diese Prüfung ist keine logische Prüfung der Daten, es handelt sich um eine reine Prüfung auf die Korrektheit der im Archiv gespeicherten Daten. Für den Befehl opsi-backup verify sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

Beispiel

opsi-backup verify opsi_backup.tar.bz2
opsi-backup verify --help

Tipp

Wird der Befehl opsi-backup verify explizit auf der Konsole aufgerufen ist es häufig sinnvoll, die opsi-backup Standardausgabe zu aktivieren: opsi-backup -v verify opsi_backup.tar.bz2

Ein Backup wiederherstellen

Das Wiederherstellen des Archivs erfolgt mit dem Befehl opsi-backup restore. Dabei werden (per default) die Backends anhand der aktuellen Konfiguration eingespielt. Es kann also kein reines Backend Backup wiederhergestellt werden, ohne dass eine opsi Konfiguration vorhanden ist. Der Befehl opsi-backup restore braucht als Parameter das Backup Archiv, aus dem Daten wiederhergestellt werden. Für den Befehl opsi-backup restore sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

opsi-backup restore akzeptiert folgende Optionen:

  • --backends {file,mysql,dhcp,auto,all}
    Stellt das spezifizierte Backend wieder her. Diese Option kann mehrfach angegeben werden, um mehrere Backends anzugeben. Die Option --backends=all steht für alle Backends.
    Als Voreinstellung (default) wird die Option --backends=auto verwendet, was dazu führt, dass opsi-backup versucht, anhand der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf festzustellen, welche Backends wiederherzustellen sind.

    opsi-backup restore --backends=file --backends=mysql opsi_backup.tar.bz2
    opsi-backup restore --backends=all opsi_backup.tar.bz2

    Achtung

    Wenn Sie seit der Erstellung des Backups das Backend gewechselt haben, so wird die default Einstellung keine Daten zurück sichern.

  • --configuration
    Stellt die Opsi Konfiguration wieder her. Diese Option ist beim restore Vorgang kein default.

    opsi-backup restore --configuration opsi_backup.tar.bz2
  • -f, --force
    opsi-backup führt vor dem Wiederherstellen eines Backups, eine Sicherheitsprüfung durch, um zu überprüfen, ob die aktuelle opsi Installation mit der Installation des Backups übereinstimmt (opsi Version, OS-Version, Host- und Domain Name). Mit dieser Option lässt sich diese Prüfung umgehen.

    opsi-backup restore -f opsi_backup.tar.bz2

    Beispiel

opsi-backup restore --configuration --backends=all opsi_backup.tar.bz2

5.6. Datenhaltung von opsi (Backends)

file-Backend

Bei Verwendung des file-Backends liegen die Konfigurationsinformationen in Ini-Dateien auf dem Server.

Wesentliche Merkmale des Backends file :

  • Aktuelles Defaultbackend von opsi
  • Die Dateien dieses Backends liegen unter /var/lib/opsi.

Inhalt und Aufbau dieser Dateien ist im Kapitel „Dateien des file Backends“ näher erläutert.

mysql-Backend

mysql-Backend für Inventarisierungsdaten (Übersicht und Datenstruktur)

Die Daten der Hardware- und Softwareinventarisierung werden per default über das opsi file-Backend in Textdateien abgelegt. Diese Form der Ablage ist für freie Abfragen und Reports weniger geeignet. Hierfür bietet sich die Ablage der Daten in einer SQL-Datenbank an.

Wesentliche Merkmale des Backends mysql :

  • Optional (nicht das default Backend)
  • Für Inventarisierungsdaten kostenfrei, für die Nutzung für sonstige Daten benötigen Sie eine kostenpflichtige Freischaltung.
  • Fein granulierte Datenstruktur zur Datenhaltung und zusätzlich vereinfachtes Datenmodell für Abfragen.
  • Eine Historyfunktion, welche Änderungen an den Inventarisierungsdaten protokolliert.

Bedingt durch die sehr unterschiedliche Natur der zu inventarisierenden Hardwarekomponenten ist die Datenstruktur in etwa wie folgt aufgebaut:

  • Eine Tabelle host beschreibt alle bekannten Clients und stellt eine eindeutige host_id bereit.
  • Für jeden Device-Typ gibt es zwei Tabellen:

    • HARDWARE_DEVICE_ …. beschreibt das Device z.B. Netzwerkkartentyp mit PCI-Kennung
    • HARDWARE_CONFIG… beschreibt Konfiguration der konkreten Netzwerkkarte z.B. MAC-Adresse. Die beiden Tabellen sind über das Feld hardware_id miteinander verbunden.

Ähnlich sieht es für die Softwareinventarisierung aus. Auch hier beschreibt die Tabelle Software die insgesamt gefundene Software während die Tabelle Software_Config die Client spezifische Konfiguration speichert.

Daraus ergibt sich folgende Liste von Tabellen:

HARDWARE_CONFIG_1394_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_AUDIO_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_BASE_BOARD
HARDWARE_CONFIG_BIOS
HARDWARE_CONFIG_CACHE_MEMORY
HARDWARE_CONFIG_COMPUTER_SYSTEM
HARDWARE_CONFIG_DISK_PARTITION
HARDWARE_CONFIG_FLOPPY_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_FLOPPY_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_HARDDISK_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_IDE_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_KEYBOARD
HARDWARE_CONFIG_MEMORY_BANK
HARDWARE_CONFIG_MEMORY_MODULE
HARDWARE_CONFIG_MONITOR
HARDWARE_CONFIG_NETWORK_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_OPTICAL_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_PCI_DEVICE
HARDWARE_CONFIG_PCMCIA_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_POINTING_DEVICE
HARDWARE_CONFIG_PORT_CONNECTOR
HARDWARE_CONFIG_PRINTER
HARDWARE_CONFIG_PROCESSOR
HARDWARE_CONFIG_SCSI_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_SYSTEM_SLOT
HARDWARE_CONFIG_TAPE_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_USB_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_VIDEO_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_1394_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_AUDIO_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_BASE_BOARD
HARDWARE_DEVICE_BIOS
HARDWARE_DEVICE_CACHE_MEMORY
HARDWARE_DEVICE_COMPUTER_SYSTEM
HARDWARE_DEVICE_DISK_PARTITION
HARDWARE_DEVICE_FLOPPY_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_FLOPPY_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_HARDDISK_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_IDE_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_KEYBOARD
HARDWARE_DEVICE_MEMORY_BANK
HARDWARE_DEVICE_MEMORY_MODULE
HARDWARE_DEVICE_MONITOR
HARDWARE_DEVICE_NETWORK_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_OPTICAL_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_PCI_DEVICE
HARDWARE_DEVICE_PCMCIA_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_POINTING_DEVICE
HARDWARE_DEVICE_PORT_CONNECTOR
HARDWARE_DEVICE_PRINTER
HARDWARE_DEVICE_PROCESSOR
HARDWARE_DEVICE_SCSI_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_SYSTEM_SLOT
HARDWARE_DEVICE_TAPE_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_USB_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_VIDEO_CONTROLLER
HOST
SOFTWARE
SOFTWARE_CONFIG

Die Zuordnung der Spaltennamen zu einzelnen Deviceklassen ergibt sich aus folgender Liste (/etc/opsi/hwaudit/locales/de_DE):

DEVICE_ID.deviceType = Gerätetyp
DEVICE_ID.vendorId = Hersteller-ID
DEVICE_ID.deviceId = Geräte-ID
DEVICE_ID.subsystemVendorId = Subsystem-Hersteller-ID
DEVICE_ID.subsystemDeviceId = Subsystem-Geräte-ID
DEVICE_ID.revision= Revision
BASIC_INFO.name = Name
BASIC_INFO.description = Beschreibung
HARDWARE_DEVICE.vendor = Hersteller
HARDWARE_DEVICE.model = Modell
HARDWARE_DEVICE.serialNumber = Seriennummmer
COMPUTER_SYSTEM = Computer
COMPUTER_SYSTEM.systemType = Typ
COMPUTER_SYSTEM.totalPhysicalMemory = Arbeitsspeicher
BASE_BOARD = Hauptplatine
BASE_BOARD.product = Produkt
BIOS = BIOS
BIOS.version = Version
SYSTEM_SLOT = System-Steckplatz
SYSTEM_SLOT.currentUsage = Verwendung
SYSTEM_SLOT.status = Status
SYSTEM_SLOT.maxDataWidth = Max. Busbreite
PORT_CONNECTOR = Port
PORT_CONNECTOR.connectorType = Attribute
PORT_CONNECTOR.internalDesignator = Interne Bezeichnung
PORT_CONNECTOR.internalConnectorType = Interner Typ
PORT_CONNECTOR.externalDesignator = Externe Bezeichnung
PORT_CONNECTOR.externalConnectorType = Externer Typ
PROCESSOR = Prozessor
PROCESSOR.architecture = Architektur
PROCESSOR.family = Familie
PROCESSOR.currentClockSpeed = Momentane Taktung
PROCESSOR.maxClockSpeed = Maximale Taktung
PROCESSOR.extClock = Externe Taktung
PROCESSOR.processorId = Prozessor-ID
PROCESSOR.addressWidth = Adress-Bits
PROCESSOR.socketDesignation = Zugehöriger Sockel
PROCESSOR.voltage = Spannung
MEMORY_BANK = Speicher-Bank
MEMORY_BANK.location = Position
MEMORY_BANK.maxCapacity = Maximale Kapazität
MEMORY_BANK.slots = Steckplätze
MEMORY_MODULE = Speicher-Modul
MEMORY_MODULE.deviceLocator = Zugehöriger Sockel
MEMORY_MODULE.capacity = Kapazität
MEMORY_MODULE.formFactor = Bauart
MEMORY_MODULE.speed = Taktung
MEMORY_MODULE.memoryType = Speichertyp
MEMORY_MODULE.dataWidth = Datenbreite
MEMORY_MODULE.tag = Bezeichnung
CACHE_MEMORY = Zwischenspeicher
CACHE_MEMORY.installedSize = Installierte Größe
CACHE_MEMORY.maxSize = Maximale Größe
CACHE_MEMORY.location = Position
CACHE_MEMORY.level = Level
PCI_DEVICE = PCI-Gerät
PCI_DEVICE.busId = Bus-ID
NETWORK_CONTROLLER = Netzwerkkarte
NETWORK_CONTROLLER.adapterType = Adapter-Typ
NETWORK_CONTROLLER.maxSpeed = Maximale Geschwindigkeit
NETWORK_CONTROLLER.macAddress = MAC-Adresse
NETWORK_CONTROLLER.netConnectionStatus = Verbindungsstatus
NETWORK_CONTROLLER.autoSense = auto-sense
AUDIO_CONTROLLER = Audiokarte
IDE_CONTROLLER = IDE-Controller
SCSI_CONTROLLER = SCSI-Controller
FLOPPY_CONTROLLER = Floppy-Controller
USB_CONTROLLER = USB-Controller
1394_CONTROLLER = 1394-Controller
PCMCIA_CONTROLLER = PCMCIA-Controller
VIDEO_CONTROLLER = Grafikkarte
VIDEO_CONTROLLER.videoProcessor = Video-Prozessor
VIDEO_CONTROLLER.adapterRAM = Video-Speicher
DRIVE.size = Größe
FLOPPY_DRIVE = Floppylaufwerk
TAPE_DRIVE = Bandlaufwerk
HARDDISK_DRIVE = Festplatte
HARDDISK_DRIVE.cylinders = Cylinder
HARDDISK_DRIVE.heads = Heads
HARDDISK_DRIVE.sectors = Sektoren
HARDDISK_DRIVE.partitions = Partitionen
DISK_PARTITION = Partition
DISK_PARTITION.size = Größe
DISK_PARTITION.startingOffset = Start-Offset
DISK_PARTITION.index = Index
DISK_PARTITION.filesystem = Dateisystem
DISK_PARTITION.freeSpace = Freier Speicher
DISK_PARTITION.driveLetter = Laufwerksbuchstabe
OPTICAL_DRIVE = Optisches Laufwerk
OPTICAL_DRIVE.driveLetter = Laufwerksbuchstabe
MONITOR = Monitor
MONITOR.screenHeight = Vertikale Auflösung
MONITOR.screenWidth = Horizontale Auflösung
KEYBOARD = Tastatur
KEYBOARD.numberOfFunctionKeys = Anzahl Funktionstasten
POINTING_DEVICE = Zeigegerät
POINTING_DEVICE.numberOfButtons = Anzahl der Tasten
PRINTER = Drucker
PRINTER.horizontalResolution = Vertikale Auflösung
PRINTER.verticalResolution = Horizontale Auflösung
PRINTER.capabilities = Fähigkeiten
PRINTER.paperSizesSupported = Unterstützte Papierformate
PRINTER.driverName = Name des Treibers
PRINTER.port = Anschluss

Beispiele für Abfragen: Liste aller Festplatten:

SELECT * FROM HARDWARE_DEVICE_HARDDISK_DRIVE D
LEFT OUTER JOIN HARDWARE_CONFIG_HARDDISK_DRIVE H ON D.hardware_id=H.hardware_id ;

Die Softwareinventarisierung verwendet als Hauptschlüssel die folgenden Felder:

  • Name
    Dieser ist der windowsDisplayName bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist die windowsSoftwareId. Beide werden aus der Registry ermittelt:
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall bzw.
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\<id> DisplayName
  • Version
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\<id> DisplayVersion
  • SubVersion
  • Language
  • Architecture (32 Bit / 64 Bit)

In der Tabelle Software_config sind diese Felder zum Feld config_id zusammengefasst.

Abbildung 50. Datenbankschema: Softwareinventarisierung

Datenbankschema: Softwareinventarisierung

mysql-Backend für Konfigurationsdaten (Übersicht)

Das mysql-Backend für Konfigurationsdaten steht seit opsi 4.0 zur Verfügung.

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung. Das bedeutet die Verwendung ist nicht kostenlos.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 9.1, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Das mysql-Backend hat den Vorteil der höheren Performanz insbesondere bei großen Installationen.

Hier eine Übersicht über die Datenstruktur:

Abbildung 51. Datenbankschema: Konfigurationsdaten

Datenbankschema: Konfigurationsdaten

Initialisierung des mysql-Backends

Wenn der mysql-server noch nicht installiert ist, muss dies zunächst erfolgen mit:

apt-get install mysql-server

Danach muss für der root Zugang von mysql ein Passwort gesetzt werden:

mysqladmin --user=root password linux123

Achtung

Ubuntu Xenial (16.04) verwendet MySQL in der Version 5.7. Diese Version verwendet den vorher optionalen strict mode nun standardmäßig. Dies führt zu einem Fehlschlag des Befehls opsi-setup --configure-mysql. Dementsprechend sollte vor dem Befehlsaufruf die Datei /etc/mysql/mysql.conf.d/mysqld.cnf editiert werden.
In der [mysqld] Sektion muss nun folgende Zeile eingefügt werden:
sql_mode=NO_ENGINE_SUBSTITUTION

Danach muß der Dienst mysql neu gestartet werden: service mysql restart
Es ist nun möglich unter Ubuntu Xenial fort zu fahren.

Mit dem Befehl opsi-setup --configure-mysql kann nun die Datenbank aufgebaut werden.

Eine Beispiel-Sitzung:

Abbildung 52. opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

Abbildung 53. opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

Bei den Abfragen können außer beim Passwort alle Vorgaben mit Enter bestätigt werden.

Als nächstes muss in der /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf eingetragen werden, das das mysql-Backend auch verwendet werden soll. Eine genaue Beschreibung zu dieser Konfiguration finden Sie im Kapitel Backend-Konfiguration des getting-started Handbuchs. Die Datei selbst enthält eine Reihe von Beispielen typischer Konfigurationen. Eine Konfiguration für mysql-Backend (ohne internen DHCPD) sieht so aus:

backend_.*         : mysql, opsipxeconfd
host_.*            : mysql, opsipxeconfd
productOnClient_.* : mysql, opsipxeconfd
configState_.*     : mysql, opsipxeconfd
.*                 : mysql

Nach Abschluss dieser Konfigurationsarbeit müssen Sie den folgenden Befehlen die Benutzung der jetzt konfigurierten und konvertierten Backend aktivieren:

opsi-setup --init-current-config
opsi-setup --set-rights
/etc/init.d/opsiconfd restart
/etc/init.d/opsipxeconfd restart

Achtung

Der Dienst opsiconfd hat per Default keine Abhängigkeit zu MySQL, da opsi einerseits ohne MySQL-Backend verwendet, andererseits der Dienst auch auf einem anderen Server starten kann. Außerdem unterstützt nicht jedes Init-System die Formulierung von Abhängigkeiten. Bitte entnehmen Sie der Dokumentation Ihres Betriebssystems wie eine solche Konfiguration gemacht wird.

Konfigurieren der MySQL-Datenbank zum Zugriff von außen

Die vorliegende Datenbank muss so konfiguriert werden, dass ein Zugriff
von außen möglich ist, also nicht nur Verbindungen von localhost akzeptiert
werden.

Bitte informieren Sie sich um Handbuch der von Ihnen verwendeten Datenbank
über die nötigen Schritte.

HostControl-Backend

Das HostControl-Backend speichert keine Konfigurationsdaten, sondern dient der Steuerung von opsi-Clients. Hierzu gehören beispielsweise das Starten von Clients per Wake-On-LAN oder das Senden von Steuerungsbefehlen an den opsi-client-agent.

Die Konfiguration des HostControl-Backends wird in der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backends/hostcontrol.conf vorgenommen. Konfigurations-Optionen sind hierbei:

  • opsiclientdPort:
    Netzwerk-Port für die Verbindungsaufnahme zu einem opsi-client-agent.
  • hostRpcTimeout:
    Timeout (in Sekunden) bei der Verbindungsaufnahme zu einem opsi-client-agent.
  • resolveHostAddress:
    Steht diese Option auf True, wird bei einem Verbindungsaufbau vom opsi-server zu einem opsi-client die IP-Adresse des Clients bevorzugt über die Namensauflösung ermittelt. Um die im Backend von opsi hinterlegte IP-Adresse zu bevorzugen ist die Option auf False zu setzen.
  • maxConnections:
    Maximale Anzahl simultaner Verbindungen zu opsi-client-agents.
  • broadcastAddresses:
    Liste von Broadcast-Adressen für das Versenden von Wake-On-LAN-Broadcasts.

HostControlSafe-Backend

Eine Besonderheit beim Standardverhalten von opsi4.0 Methoden ist, dass bei einer Abfrage ohne Angaben von Parametern, alle Objekte abgerufen werden. Beispielsweise gibt der Befehl "host_getObjects" ohne Parameter aufgerufen, alle Host-Objekte zurück. Dieses Verhalten ist im HostControl-Backend etwas problematisch. Besonders bei den beiden Befehlen: hostControl_shutdown und hostControl_reboot. In diesen Fällen würde ein Aufruf dieser Methoden ohne Parameter alle Clients hunterfahren bzw. neustarten.

Deshalb gibt es mit Service Release opsi 4.0.3 an dieser Stelle zwei Änderungen:

  • Die Methoden: hostControl_shutdown und hostControl_reboot brechen seit dieser Release mit dem opsi 4.0 Standardverhalten. Diese beiden Methoden geben nun eine Fehlermeldung zurück, wenn kein Parameter übergeben wurde.
  • Es wurde ein neues Backend (HostControlSafe-Backend) eingeführt, welches Standardmäßig bei allen Methoden eine Fehlermeldung ausgegeben wird, wenn keine korrekte Angaben zu den Clients übergeben wird. Um mit einer Methode vom HostControlSafe-Backend alle Clients an zu sprechen, kann man das *-Zeichen verwenden:

    opsi-admin -d method hostControlSafe_shutdown *

Aus den oben genannten Gründen, empfehlen wir hostControlSafe-Methoden zu verwenden, wenn man etwas unsicher auf der Konsole ist oder neu anfängt sich mit den Servicemethoden zu beschäftigen.

Konvertierung zwischen Backends

Der Befehl opsi-convert dient zum Konvertieren der opsi-Konfigurationsdaten zwischen verschiedenen Backends. Das Ziel oder Quelle kann auf verschieden Arten bestimmt werden:

  • Backendnamen:
    Durch Angabe des Namen wird ein entsprechendes Backend auf dem aktuellen Server angegeben. So konvertiert opsi-convert file mysql auf dem aktuellen Server vom file-Backend zum mysql-Backend.
  • Service-Adresse
    Durch Angaben von Serviceadressen kann ein Server z.B. auch Remote angesprochen werden. Die Service Adresse hat die Form https://<username>@<ipadresse>:4447/rpc. Nach den Passwörtern wird gefragt.
    Beispiel:
opsi-convert -s -l /tmp/log https://uib@192.168.2.162:4447/rpc \   https://opsi@192.168.2.42:4447/rpc
  • Konfigurationsverzeichnis
    Durch Angabe von Konfigurationsverzeichnissen für die entsprechende Backendmanagerkonfiguration können Quelle bzw. Ziel sehr detailliert beschrieben werden.

    opsi-convert --help
    
    Usage: opsi-convert [options] <from> <to>
    Convert an opsi database into an other.
    Options:
        -h        show this help text
        -V        show version information
        -q        do not show progress
        -v        increase verbosity (can be used multiple times)
        -c        clean destination database before writing
        -s        use destination host as new server
        -l <file> log to this file
    
    <from> and <to> can be:
         - the name of a backend as defined in /etc/opsi/backends (file, ldap, ...)
         - the url of a opsi configuration service
           http(s)://<user>@<host>:<port>/rpc

Bootdateien

Unter /tftpboot/linux finden sich die Bootdateien, die im Zusammenspiel mit den PXE-Bootproms benötigt werden.

Absicherung der Shares über verschlüsselte Passwörter

Der opsi-client-agent greift auf die vom opsi-server zur Verfügung gestellten Shares zu, um die dort liegende Software zu installieren zu können.

Hierzu wird der System-User pcpatch verwendet. Die Absicherung dieser Shares und damit der Authentifizierungs­daten des Users pcpatch sind wichtig für die: * allgemeine Systemsicherheit und Datenintegrität * Absicherung der potenziell lizenzpflichtigen Softwarepakete gegen missbräuchliche Nutzung

Um dem opsi-client-agent ein Zugriff auf die Authentifizierungsdaten zu ermöglichen, wird für jeden Client bei seiner Erzeugung in opsi ein spezifischer Schlüssel (opsi-host-Schlüssel) erzeugt. Dieser Schlüssel wird zum einen (beim file-Backend) in der Datei /etc/opsi/pckeys abgelegt und zum anderen dem PC bei der Reinstallation übergeben. Der übergebene Schlüssel wird im Rahmen der der Installation des opsi-client-agent in der Datei c:\program files\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf so abgelegt, dass nur Administratoren Zugriff darauf haben. Ebenso hat auf dem opsi-server nur root und Mitglieder der Gruppe opsiadmin Zugriff auf die Datei /etc/opsi/pckeys. Auf diese Weise verfügt jeder PC über einen Schlüssel, der nur dem PC und dem opsi-server bekannt ist und der gegenüber dem Zugriff durch normale Anwender geschützt ist. Mit diesem Schlüssel wird das aktuelle Passwort des system users pcpatch auf dem opsi-server verschlüsselt und im Backend abgelegt. Dieses verschlüsselte Passwort wird vom Client bei jeder Aktivierung des opsi-client-agent neu gelesen, so dass eine Änderung des pcpatch Passwortes jederzeit möglich ist und der Client auf verschlüsseltem Wege das veränderte Passwort erfährt.

5.7. Wichtige Dateien des opsi-servers

Allgemeine Konfigurationsdateien in /etc

/etc/hosts

Hier können IP-Nummer und IP-Name der Clients eingetragen werden (zusätzliche Namen sind Aliase, ab dem Zeichen „#“ ist der Eintrag Kommentar).

opsi hätte gerne den full qualified hostname (also inclusive Domain) und dieser kann auch statt aus der /etc/hosts aus dem DNS kommen.

Beispiel:

192.168.2.106  dplaptop.uib.local  dplaptop  # this opsi-server
192.168.2.153  schleppi.uib.local
192.168.2.178  test_pc1.uib.local # Test-PC PXE-bootprom

Die Ausgabe von:

getent hosts $(hostname -f)

Das Ergebnis sollte beispielsweise so aussehen:

192.168.1.1 server.domain.tld server

Sieht das Ergebnis nicht so aus (enthält z.B. 127.0.0.1 oder localhost), dann müssen Sie Ihre /etc/hosts oder Namensauflösung zunächst korrigieren.

/etc/group

Hier müssen zwei Gruppen angelegt sein: pcpatch und opsiadmin. In der Gruppe pcpatch sollten alle user sein, die mit Paketverwaltung zu tun haben. In der Gruppe opsiadmin müssen alle user sein, die den opsiconfd-Webservice verwenden wollen z.B. über den opsi-configed (oder das Applet).

/etc/opsi/backends/

Konfigurationsdateien der verwendeten Backends.

/etc/opsi/backendManager/
  • acl.conf
    Konfiguration der Zugriffsrechte auf die opsi Methoden. Hierbei können für die Basis-Methoden des Webservices Zugriffsrechte für bestimmte Benutzer und auf bestimmte Attribute eingeschränkt werden.
  • dispatch.conf
    Konfiguration welche der unter /etc/opsi/backends/ konfigurierten Backends wofür verwendet werden sollen.
  • extend.d/
    Verzeichnis der Backenderweiterungen. So liegen hier z.B. die Scripte, welche die opsi 3 Methoden auf die opsi 4 Methoden mappen.
/etc/opsi/hwaudit/*

Ab Version 3.2

Hier finden sich Konfigurationen zur Hardwareinventarisierung.

Im Verzeichnis locales liegen die Sprachanpassungen.

In der Datei opsihwaudit.conf ist die Abbildung zwischen WMI Klassen und der opsi Datenhaltung konfiguriert.

/etc/opsi/opsi.conf

Seit Version 4.0.2-2

Allgemeine opsi Konfigurationen.

Beispiel:

[groups]
fileadmingroup = pcpatch

Hintergrund: Die klassischen Installationsvariante mit dem Benutzer: pcpatch mit der primären Gruppe: pcpatch funktioniert nicht mit Samba 4. Da Samba4 den grundlegenden Restriktionen von Active-Directory unterliegt, sind Gruppen mit der gleichen Bezeichnung wie User (wie in Unix/Linux üblich) nicht mehr erlaubt. Aus diesem Grund wurde eine neue Konfigurationsdatei eingeführt: /etc/opsi/opsi.conf, über die gesteuert wird, wie die Gruppe für den Samba-Zugriff auf die Freigaben bestimmt wird. So wird bei Distributionen mit Samba 4 nun über diese Datei der Gruppenname pcpatch umbenannt und heißt von nun an: opsifileadmins. Das bedeutet, dass die User, die Zugriffsrechte für die Freigaben von opsi erhalten müssen (opsi-Paketierer) nicht Mitglied der Gruppe pcpatch werden können, sondern Mitglied der Gruppe opsifileadmins sein müssen.

/etc/opsi/modules

Ab Version 3.4

Von der uib gmbh signierte Datei zur Freischaltung kostenpflichtiger Features. Wird die Datei verändert, verliert sie Ihre Gültigkeit. Ohne diese Datei stehen nur die kostenlosen Features zur Verfügung.

/etc/opsi/opsiconfd.conf

Ab Version 3

Konfigurationsdatei für den opsiconfd in dem sonstige Konfigurationen wie Ports, Interfaces, Logging hinterlegt sind.

/etc/opsi/opsiconfd.pem

Ab Version 3

Konfigurationsdatei für den opsiconfd in dem das ssl-Zertifikat hinterlegt ist.

/etc/opsi/opsipxeconfd.conf

Konfigurationsdatei für den opsipxeconfd, der für das Schreiben der Startdateien für das Linux-Bootimage zuständig ist. Hier können Verzeichnisse, Defaults und Loglevel konfiguriert werden.

/etc/opsi/opsi-product-updater.conf

Konfigurationsdatei für den opsi-product-updater. Siehe „Werkzeug: opsi-product-updater

/etc/opsi/version

Enthält die Versionsnummer des installierten opsi.

/etc/init.d/

Start-Stop Skripte für: * opsi-atftpd * opsiconfd * opsipxeconfd

Bootdateien

Bootdateien in /tftpboot/linux
  • pxelinux.0
    Bootfile, der im ersten Schritt vom PXE-Bootprom geladen wird.
  • install und miniroot.gz
    Installationsbootimage, das per tftp an den Client bei der Reinstallation übertragen wird.
Bootdateien in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg
  • 01-<mac adresse> bzw. <IP-NUMMER-in-Hex>
    Dateien mit der Hardwareadresse des Clients und dem Prefix 01 - sind auf dem opsi-server als clientspezifische Bootfiles zu finden. Sie sind zumeist über den opsipxeconfd als named pipes erzeugt und sollen eine Reinstallation des Clients einleiten.
  • default
    Die Datei default wird geladen, wenn es keine clientspezifischen Dateien gibt. Wird diese Datei geladen, so bootet der Client danach lokal weiter.
  • install
    Informationen zum boot des Installationsbootimages, die vom opsipxeconfd in die named pipe geschrieben werden.

Dateien in /var/lib/opsi

/var/lib/opsi/repository

Hier werden Produkt-Pakete gespeichert, welche über den Aufruf des opsi-product-updater auf den Server geladen werden.

Weiterhin werden hier Produkt-Pakete gespeichert, welche über den Aufruf des opsi-package-manager installiert werden, wenn dieser mit der Option -d aufgerufen wird.

/var/lib/opsi/depot

Dieses Verzeichnis ist (read-only) als Samba share opsi_depot freigegeben. Bei alten opsi-Installationen war dieses Verzeichnis /opt/pcbin/install. Sollte dieses Verzeichnis noch existieren, so ist es durch einen Symlink mit /var/lib/opsi/depot verbunden.

/var/lib/opsi/ntfs-images

In diesem Verzeichnis werden (per default) Partionsimages abgelegt, welche mit dem Netboot-Produkt opsi-clonezilla ausgelesen werden.

Weitere Verzeichnisse

Die restlichen Verzeichnisse in /var/lib/opsi (config und audit) sind Verzeichnisse des file-Backends, welche im folgenden Kapitel beschrieben sind.

Dateien des file Backends

/etc/opsi/pckeys

Hier sind die clientspezifischen opsi-host-Schlüssels sowie der Schlüssel des Servers selber abgelegt.

Beispiel:

schleppi.uib.local:fdc2493ace4b372fd39dbba3fcd62182
laptop.uib.local:c397c280fc2d3db81d39b4a4329b5f65
pcbon13.uib.local:61149ef590469f765a1be6cfbacbf491
/etc/opsi/passwd

Hier sind die mit dem Schlüssel des Servers verschlüsselten Passwörter (z.B. für pcpatch) abgelegt.

Übersicht /var/lib/opsi

Die Dateien des file Backends von opsi 4 finden sich standardmäßig in /var/lib/opsi/config/. Das folgende Schema gibt einen Überblick der Verzeichnisstruktur:

/var/lib/opsi-|
              |-depot                           opsi_depot share
              |-repository                      opsi package repository used by opsi-product-updater opsi-package-manager
              |-audit                           inventory - files
              !-config/-|                               config share
                        |-clientgroups.ini      client groups
                        |-config.ini            Host Parameter (Global Defaults)
                        |-clients/              <pcname.ini> files
                        |-products/             product control files
                        !-depots                depot description files

        +audit/
                global.<Type> (Allgemeine Hard-, bzw. Softwareinformationen)
                <FQDN>.<Type> (Hard-, bzw. Softwareinformationen der Clients)

        clientgroups.ini (enthält HostGroups)

        +clients/
                <FQDN>.ini (Informationen der Clients)
        config.ini (enthält Configs)

        +depots/
                <FQDN>.ini (Informationen der Server)

        +products/
                <ID>_<ProdVer>-<PackVer>.<Type> (Informationen der Products)

        +templates/
                pcproto.ini (Vorlage für Clients)
                <FQDN>.ini (Vorlage für spezifische Clients)

Warnung

Vom Editieren der Dateien wird dringend abgeraten!

Konfigurationsdateien im Detail

In den folgenden Kapiten werden die Konfigurationsdateien des file-Backends im Detail vorgestellt.

./clientgroups.ini

Die Datei enthält die Informationen über Client-Gruppen.

[<GroupId>]
<HostId> = 1 #aktiv
<HostId> = 0 #inaktiv
./config.ini

Hier finden sich die Defaultwerte der Serverkonfiguration wie im opsi-configed im Tab Host Parameter angezeigt.

./clients/<FQDN>.ini

In der dieser Datei werden die Client spezifischen Konfigurationen zusammen gefasst. Die Informationen werden mit denen aus der <depot-id>.ini zusammengefasst, wobei Informationen aus der <FQDN>.ini Vorrang haben.

Diese Dateien sind folgendermaßen aufgebaut:

Die Sektion info enthält alle direkt auf den Client bezogene Informationen, wie z.B. die Beschreibung.

[info]
description = <String>
created = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
lastseen = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
inventorynumber = <String>
notes = <String>
hardwareaddress = <MAC> #format: 'hh:hh:hh:hh:hh:hh'
ipaddress = <IP> #format: 'nnn.nnn.nnn.nnn'
onetimepassword = <String>

Die folgende Sektion beschreibt die aktuellen Zustände der Produkte auf dem Client. Wenn keine Einträge vorhanden sind, wird not_installed:none angenommen.

[<Type>_product_states] #'Local-', bzw. 'NetbootProduct'
<ProductId> = <InstallationStatus>:<ActionRequest>

Genauere Informationen stehen dazu in den, zu den jeweiligen Produkten zugehörigen, Sektionen.

[<ProductId>-state]
producttype = <Type> #'Local-', bzw. 'NetbootProduct'
actionprogress = <String>
productversion = <ProdVer>
packageversion = <PackVer>
modificationtime = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
lastaction = <ActionRequest>
actionresult = <ActionResult>
targetconfiguration = <InstallationStatus>
/var/lib/opsi/config/templates

Hier findet sich die Datei pcproto.ini, welche das Standardtemplate zur Erzeugung neuer Client-Ini-Dateien ist und besitzt dieselbe Struktur. Wenn bestimmte Clients abweichende Informationen erhalten sollen, kann man auch jeweils eine <FQDN>.ini in diesem Verzeichnis ablegen.

/var/lib/opsi/config/depots/

Hier findet sich die Dateien der opsi-depotserver, die ebenfalls mit <depot-id>.ini gespeichert werden. Hier wird u.a. die Erreichbarkeit des Depots abgelegt.

[depotshare]
remoteurl = smb://<NetBiosName>/<Path>
localurl = file://<Path>

[depotserver]
notes = <String>
network = <IP>
description = <String>
hardwareaddress = <MAC>
ipaddress = <IP>
inventorynumber = <String>

[repository]
remoteurl = webdavs://<FQDN>:<Port>/<Path>
localurl = file://<Path>
maxbandwith = <Integer> #in Bytes

Hier finden sich aber auch die Informationen, welche opsi-Produkte, in welcher Version und mit welchen Property Defaultwerten, auf dem Depot installiert sind.

Product control files in /var/lib/opsi/config/products/

Die product control files enthalten die Metainformationen der Produkte, wie z.B. Name, Properties und deren Defaultwerte, Abhängigkeiten …

Die control files entsprechen den control files, wie sie bei der Erstellung von opsi-Produkten im Verzeichnis <produktname>/OPSI/control erzeugt werden.

Die control files bestehen aus folgenden Sektionen:

  • Sektion [Package]
    Beschreibung der Paketversion und ob es sich um ein incrementelles Paket handelt.
  • Sektion [Product]
    Beschreibung des Produktes.
  • Sektion(en) [ProductProperty]
    (optional)
    Beschreibung von veränderbaren Produkteigenschaften.
  • Sektion(en) [ProductDependency]
    (optional)
    Beschreibung von Produktabhängigkeiten.

Ein Beispiel:

[Package]
version: 1
depends:
incremental: False

[Product]
type: localboot
id: thunderbird
name: Mozilla Thunderbird
description: Mailclient von Mozilla.org
advice:
version: 2.0.0.4
priority: 0
licenseRequired: False
productClasses: Mailclient
setupScript: thunderbird.ins
uninstallScript:
updateScript:
alwaysScript:
onceScript:

[ProductProperty]
name: enigmail
description: Installiere Verschluesselungs Plugin fuer GnuPG
values: on, off
default: off

[ProductDependency]
action: setup
requiredProduct: mshotfix
requiredStatus: installed
requirementType: before
  • [Package]-Version
    ist die Version des Paketes für die Produktversion. Die dient dazu um Pakete mit gleicher Produktversion aber z. B. korrigiertem opsi-winst-Skript zu unterscheiden.
  • [Package]-depends
    gibt bei einem inkrementellen Paket das Basis Paket an, zu dem es inkrementell ist.
  • [Package]-Incremental
    gibt an ob es ein inkrementelles Paket ist.
  • [Product]-type
    gibt die Art des Produktes an localboot/netboot.
  • [Product]-Id
    ist ein eindeutiger Bezeichner für das Produkt in der Regel unabhängig von der Version.
  • [Product]-name
    ist der Klartextname des Produkts.
  • [Product]-Description
    ist eine ergänzende Beschreibung zum Produkt, die z.B. im opsi-configed unter Beschreibung angezeigt wird.
  • [Product]-Advice
    ist eine ergänzende Beschreibung (in der Regel) zum Umgang mit dem Produkt, die zu beachten ist und im opsi-configed unter Notiz angezeigt wird.
  • [Product]-version
    ist die Version der eingepackten Software.
  • [Product]-Priority
    beeinflusst zusammen mit den Produktabhängigkeiten die Installationsreihenfolge.
  • [Product]-productClasses
    wird zur Zeit noch nicht verwendet (und auch nicht angezeigt).
  • [ProductProperty]-type
    Typ des properties: (unicode/boolean)
  • [ProductProperty]-name:
    Anzeigename der Eigenschaft.
  • [ProductProperty]- multivalue
    Kann dieses Property eine Liste von Werten enthalten (True/False)
  • [ProductProperty]- editable
    Kann dieses Property frei editiert werden (oder kann nur aus einer vorgegebnenen Liste ausgewählt werden). (True/False)
  • [ProductProperty]-description:
    Beschreibung der Eigenschaft (Tooltip im opsi-configed).
  • [ProductProperty]-values :
    Liste möglicher, erlaubte Werte. Wenn leer, dann ist der Wert frei editierbar.
  • [ProductProperty]-default :
    Default Wert der Eigenschaft.
  • [ProductDependency]-Action :
    für welche Aktion des Produktes, welches Sie gerade erstellen, soll die Abhängigkeit gelten (setup, uninstall …).
  • [ProductDependency]-Requiredproduct:
    Productid (Bezeichner) des Produkts, zu dem eine Abhängigkeit besteht.
  • [ProductDependency]-Required action:
    Sie können entweder eine Aktion anfordern oder (siehe unten) einen Status. Aktionen können z.B. sein : setup, uninstall, update …
  • [ProductDependency]-Required installation status:
    Status, den das Produkt zu dem eine Abhängigkeit besteht, haben soll. Typischerweise installed - liegt ein anderer Status vor, so wird das Produkt auf setup gestellt.
  • [ProductDependency]-Requirement type:
    Installationsreihenfolge. Wenn das Produkt zu dem eine Abhängigkeit besteht installiert sein muss, bevor mit der Installation des aktuellen Produkts begonnen werden kann, dann ist dies before. Muss es nach dem aktuellen Produkt installiert werden, so ist dies after. Ist die Reihenfolge egal, so muss hier nichts eingetragen werden.
Inventarisierungsdateien /var/lib/opsi/audit

Hier liegen die Dateien der Hardwareinventarisierung (*.hw) und der Softwareinventarisierung (*.sw).

opsi Programme und Libraries

Programme in /usr/bin
  • opsipxeconfd
    opsi Daemon, welcher für den PXE-Start der Clients die notwendigen Dateien im tftp-Bereich des Servers verwaltet.
  • opsi-admin
    Kommandozeilen-Interface zur opsi python Library.
  • opsiconfd
    opsi Daemon zur Bereitstellung der opsi Methoden als Webservice und vieles mehr.
  • opsiconfd-guard
    opsi Daemon, der überwacht, ob der opsiconfd läuft und diesen im Zweifelsfall neu startet.
  • opsi-configed
    Aufruf des opsi-Managementinterface.
  • opsi-convert
    Skript zum Konvertieren zwischen verschiedenen Backends.
  • opsi-makeproductfile
    Skript zum opsi-Paket packen.
  • opsi-newprod
    Skript zum Erstellen eines neuen Produktes.
  • opsi-package-manager
    Skript zum Installieren und Deinstallieren von opsi-Paketen auf einem opsi-server.
  • opsi-setup
    Programm für diverse Basiskonfigurationen.

opsi-Logdateien

Die opsi Logdateien haben das Format:

[Loglevel] Timestamp Meldung
Die Loglevel sind dabei:
0 = nothing      (absolute nothing)
1 = essential    ("we always need to know")
2 = critical     (unexpected errors that my cause a program abort)
3 = error        (Errors that don't will abort the running program)
4 = warning      (you should have a look at this)
5 = notice       (Important statements to the program flow)
6 = info         (Additional Infos)
7 = debug        (important debug messages)
8 = debug2       (a lot more debug informations and data)
9 = confidential (passwords and other security relevant data)
/var/log/opsi/bootimage

Hier findet sich die Logdateien der bootimages zu den Clients. Dabei werden die Dateien als <IP-Name>.log angelegt.

Sollte das bootimage den Webservice nicht erreichen können, so findet sich die Logdatei im bootimage unter /tmp/log. Um in einem solchen Fall an die Logdatei vom bootimage zu kommen, gibt es zwei Wege:

  1. Netzwerk geht
    Dann kann man per SCP z.B. von Windows aus per WinSCP die Datei /tmp/log holen.
  2. Netzwerk geht nicht

Dann hilft der USB-Stick:

  • Als root mit pass linux123 einloggen
  • USB-Stick einstecken und ein paar Sekunden warten
  • mit sfdisk -l prüfen, auf welchem Device der Stick liegt
  • mounten
  • kopieren
  • unmounten

Das Ganze sieht als Beispiel etwa so aus:

#sfdisk -l
Disk /dev/sda: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sda1   *      0+  30401-  30402- 244197528+   7  HPFS/NTFS
/dev/sda2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda4          0       -       0          0    0  Empty

Disk /dev/sdb: 1017 cylinders, 33 heads, 61 sectors/track
Units = cylinders of 1030656 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sdb1          0+   1016    1017-   1023580    b  W95 FAT32
/dev/sdb2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sdb3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sdb4          0       -       0          0    0  Empty
# mount /dev/sdb1 /mnt
# cp /tmp/log /mnt
#umount /mnt
/var/log/opsi/clientconnect

Hier findet sich die Logdatei der auf dem Client laufenden opsi-client-agent.
Dies ist auf dem client die C:\opsi.org\log\opsiclientd.log.

/var/log/opsi/instlog

Hier findet sich die Logdatei der auf den Clients ausgeführten opsi-winst-Skripte.
Die Originale liegen auf dem Client unter C:\opsi.org\log\opsiscript.log

/var/log/opsi/opsiconfd

Hier findet sich die Logdatei des opsiconfd selbst sowie log Dateien zu den Clients.
Dabei werden die Dateien als <IP-Nummer>.log angelegt und soweit in /etc/opsi/opsiconfd.conf eingestellt, zu diesen symbolische Links als <IP-Name>.log erzeugt.

/var/log/opsi/opsipxeconfd.log

Logdatei des opsipxeconfd
welcher für den PXE-Start der Clients die notwendiogen Dateien im tftp-Bereich des Servers verwaltet.

/var/log/opsi/package.log

Logdatei des opsi-package-manager.

/var/log/opsi/opsi-product-updater.log

Logdatei des opsi-product-updater.

tftp log in /var/log/syslog

Die Logeinträge des tftpd finden sich in /var/log/syslog.

Damit diese auch aussagerkräftig sind muss der Loglevel des tftpd auf 7 erhöht werden:
In der Datei /etc/inetd.conf in der Zeile die mit tftpd anfängt den Parameter verbose auf 7 setzen:

tftp    dgram   udp     wait    nobody /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/in.tftpd --tftpd-timeout 300 --retry-timeout 5     --mcast-port 1758 --mcast-addr 239.239.239.0-255 --mcast-ttl 1 --maxthread 100 --verbose=7  /tftpboot

danach ausführen:

killall tftpd
killall -1 inetd
c:\opsi.org\log\opsi_loginblocker.log

Logdatei des Loginblockers.

c:\opsi.org\log\opsiclientd.log

Logdatei des opsiclientd.
Wird bei Beendigung auf den Server nach /var/log/opsi/clientconnect/<pc-ipnummer.log> kopiert.

c:\opsi.org\log\opsi-script.log

Logdatei des opsi-winst.
Wird bei Beendigung auf den Server nach /var/log/opsi/instlog/<pc-ipnummer.log> kopiert.

5.8. Upgrade Anleitungen für den opsi-server

Diese finden Sie ab opsi 4.0 in den versionspezifischen releasenotes Handbüchern.

6. opsi-client

6.1. opsi-client-agent

Überblick

Damit die Verteilung von Software nicht zur "Turnschuh-Administration" wird, muss ein Client-PC selbstständig erkennen, dass neue Softwarepakete oder Updates für ihn bereit stehen und diese installieren. Bei der Installation ist auf jede Form von Anwender-Interaktion zu verzichten, damit diese unbeaufsichtigt erfolgen kann und nicht durch verunsicherte Anwender notwendige Installationen abgebrochen werden.

Diese Anforderungen werden bei opsi durch einen Agenten auf dem Client realisiert:

Auf dem Client wird der sogenannte opsi-client-agent installiert. Dieser überprüft üblicherweise beim Start des Clients und vor dem Login des Anwenders, anhand von Konfigurations-Informationen auf dem opsi-configserver, ob für diesen Client ein Update installiert werden soll.

Soll Software installiert werden, wird das skriptgesteuerte Installationsprogramm opsi-winst gestartet. Auf einer Dateifreigabe, dem sogenannten opsi-depot, stehen die dafür notwendigen Skripte und Softwarepakete bereit. Während dieser Zeit besteht für den Anwender keine Notwendigkeit und keine Möglichkeit in den Installationsprozess einzugreifen.

Um zu verhindern, dass sich ein Anwender vor dem Abschluss der Installation am System anmelden und so den Installations-Prozess stören kann, wird zusätzlich der sogenannte opsi-Loginblocker installiert, der eine Anmeldung erst nach Abschluss der Installationen zulässt.

Damit Softwarepakete mit dem Programm opsi-winst ohne Interaktion installiert werden können, müssen sie dafür vorbereitet werden. Siehe dazu das Kapitel Einbindung eigener Software in die Softwareverteilung von opsi im opsi-getting-started Handbuch.

Verzeichnisse des opsi-client-agent

Der opsi-client-agent installiert sich nach %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent.

Dieses Verzeichnis enthält alle Programme des opsi-client-agent wie z.B. den opsiclientd, die opsiclientd notifier den opsi-winst und einige Bibliotheken. Weiterhin finden sich hier die Konfigurationsdateien und grafischen Vorlagen der genannten Programme.
Das Verzeichnis %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent ist gegen Veränderung mit Benutzerrechten geschützt.
Das Verzeichnis %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd enthält die Konfigurationsdatei des opsiclientd und kann nur mit Administratorrechten gelesen werden.

Weiterhin gibt es das Verzeichnis c:\opsi.org.

Dieses Verzeichnis dient zur Zeit für den Installationscache (wenn gecached installiert wird → WAN-Erweiterung). Es wird in Zukunft noch weitere Funktionen übernehmen.
Das Verzeichnis c:\opsi.org kann nur mit Administratorrechten gelesen werden.

Logdateien des opsi-client-agent befinden sich unter c:\opsi.org\log\.

Der Service: opsiclientd

Der opsiclientd ist die Basis des opsi-client-agents. Er läuft als Service mit administrativen Rechten und wird beim Boot automatisch gestartet.

Wesentliche Funktionen sind:

  • Eventbasierte Steuerung: Es kann auf unterschiedliche Events im System reagiert werden. Ein Event ist zum Beispiel der Start des Betriebssystems.
  • Steuerung über Webservice: Auf den Webservice des opsiclientd kann über das Netzwerk zugegriffen werden. Diese Schnittstelle dient zum Anstoßen von Installationen (push) aber auch zu Wartungszwecken.
  • Remote Konfiguration: Alle wesentlichen Konfigurationsdaten des opsiclientd lassen sich zentral über die Hostparameter global oder Client-spezifisch bearbeiten.

Der opsi-client-agent besteht aus mehreren Komponenten:

  • opsiclientd: Der zentrale Service des opsi-client-agents.
  • opsiclientd notifier: Fenster zur Information / Kommunikation mit dem Anwender
  • opsi-Loginblocker: Sperrt den Login bis die Installationen abgeschlossen sind.
Installation

Im Rahmen einer Neuinstallation eines Betriebssystems per unattended Setup über opsi wird der opsi-client-agent automatisch mit installiert.

Zur Deinstallation kann der opsi-client-agent auf uninstall gesetzt werden.

Zur nachträglichen Installation oder zu Reparaturzwecken siehe Kapitel „Nachträgliche Installation des opsi-client-agents“.

opsiclientd

Kernkomponente des opsi-client-agents ist der Service opsiclientd. Dieser läuft beim Start des Betriebssystems an.

Er übernimmt folgende Aufgaben:

  • Während das System bootet und der opsiclientd auf den Start der Windows GUI wartet, wird der block_login_notifier ausgeführt. Dieser zeigt standardmäßig ein Schloss in der oberen rechten Ecke des Bildschirms.
  • Er baut beim Auftreten der konfigurierten Events Kontakt zum opsi-configserver auf. Konfigurationen und anstehende Action-Requests werden per JSON-RPC abgefragt. Das Standard-Event ist hierbei gui_startup, welches beim Start des Rechners (Start der GUI) und damit vor dem Login aktiv wird.
  • Er stellt eine Named-Pipe bereit, über die der opsi-Loginblocker Kontakt zu ihm aufnehmen kann, um den Zeitpunkt der Freigabe des Logins zu erfragen. Auch diese Kommunikation erfolgt per JSON-RPC.
  • Startet den opsiclientd notifier zur Interaktion und Kommunikation mit dem Anwender.
  • Bei Bedarf stellt er eine Verbindung zum opsi-depot her, aktualisiert die lokale Installation des opsi-winst und startet diesen zur Bearbeitung der anstehenden Action-Requests (Installationen).
opsiclientd notifier

Der opsiclientd notifier realisiert die Interaktion mit dem Anwender. Hier werden sowohl Statusmeldungen des opsiclientd ausgegeben als auch Dialoge, die zur Steuerung des opsiclientd dienen. Die jeweilige Funktion und das Erscheinungsbild wird hierbei über Konfigurations-Dateien bestimmt.

Der opsiclientd notifier kann zu unterschiedlichen Situationen und auf unterschiedliche Weise erscheinen:

blocklogin notifier
Wird angezeigt während der opsi-Loginblocker aktiv ist.

Abbildung 54. opsiclientd blocklogin notifier

Abbildung: opsiclientd blocklogin notifier

event notifier
Startet beim Auftreten eines Events, gibt Informationen zum Event-Ablauf aus und bietet die Möglichkeit, die Bearbeitung eines Events abzubrechen.

Abbildung 55. opsiclientd event notifier

Abbildung: opsiclientd event notifier

action notifier
Wird gestartet wenn Aktionen ausgeführt werden sollen und bietet die Möglichkeit, diese zu verschieben.

Abbildung 56. opsiclientd action notifier

Abbildung: opsiclientd action notifier

shutdown notifier
Startet sobald ein Shutdown/Reboot ausgeführt werden muss und bietet die Möglichkeit, diesen zu verschieben.

Abbildung 57. opsiclientd shutdown notifier

Abbildung: opsiclientd shutdown notifier

Achtung

Änderung der Benennung/Funktionalität von opsi 4.0.1 gegenüber opsi 4.0.
Den opsi 4.0 event notifier gibt es nicht mehr.
Der opsi 4.0.1 event notifier entspricht dem opsi 4.0 action notifier.
Der opsi 4.0.1 action notifier ähnelt dem opsi 4.0 event notifier, wird aber nur aktiv, wenn die Bearbeitung von Aktionen ansteht.

opsi-Loginblocker

Der opsi-Loginblocker für NT5 Win2K/WinXP ist als GINA implementiert (opsigina.dll). Diese GINA wartet bis zum Abschluss der Produktaktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd. Danach wird die Kontrolle an die nächste GINA übergeben (in der Regel an die msgina.dll).

Der opsi-Loginblocker für NT6 (Vista/Win7) ist als credential provider filter realisiert (OpsiLoginBlocker.dll). Er blockiert alle credential provider bis zum Abschluss der Produktaktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd.

Event-Ablauf

Der Ablauf der Aktionen, die in einem Event stattfinden, ist vielfältig konfigurierbar. Um die Konfigurations-Möglichkeiten zu verstehen, ist ein Verständnis der Ablauf-Logik notwendig. Es folgt zunächst ein Überblick über den Ablauf eines "Standard-Events" bei dem der opsi-configserver gefragt wird, ob Aktionen auszuführen sind (z.B. event_gui_startup).

Abbildung 58. Ablauf eines Standard-Events

Abbildung: Ablauf eines Standard-Events

Die wichtigsten Parameter wirken hier wie folgt zusammen:

Tipp

Tritt bei der Verbindungsaufnahme zum opsi-configserver ein Fehler auf, kann natürlich auch keine Log-Datei zum opsi-configserver übertragen werden. Die genaue Fehlerbeschreibung ist jedoch in der opsiclientd.log im Log-Verzeichnis auf dem Client festgehalten.

  1. Tritt ein Event ein, wird der event_notifier_command ausgeführt.
    Nun wird versucht die konfigurierten opsi-configserver über deren URLs zu erreichen.
    Konnte nach user_cancelable_after Sekunden keine Verbindung hergestellt werden, so wird im opsiclientd notifier der Button aktiviert, der das Abbrechen der Verbindungsaufnahme ermöglicht. Sobald die Verbindung zum opsi-configserver hergestellt ist, ist ein Abbrechen nicht mehr möglich.
    Kann innerhalb von connection_timeout Sekunden keine Verbindung zum opsi-configserver hergestellt werden, so wird das laufende Event mit einem Fehler beendet. Soll der User keine Möglichkeit zum Abbrechen haben, muss user_cancelable_after auf einen Wert größer oder gleich connection_timeout gesetzt werden.
  2. Wird der opsi-configserver erreicht, wird geprüft, ob Aktionen gesetzt sind. Sollen Aktionen ausgeführt werden wird der action_notifier_command ausgeführt.
    Dieser opsiclientd notifier zeigt die Liste der Produkte an, für die Aktionen gesetzt sind und ist action_warning_time Sekunden sichtbar. Ist die action_warning_time = 0 (Standard-Wert) wird kein action_notifier_command ausgeführt.
    Zusätzlich kann dem Anwender ermöglicht werden, das Bearbeiten der Aktionen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Aktionen können hierbei action_user_cancelable mal verschoben werden.
    Nach Erreichen der maximalen Abbrüche oder im Fall von action_user_cancelable = 0 kann der Anwender die Aktionen nicht verhindern.
    In jedem Fall wird ein Button angezeigt, mit dem die Wartezeit abgebrochen und die Bearbeitung der Aktionen ohne weitere Verzögerung begonnen werden kann. Der Hinweis-Text, der im opsiclientd notifier erscheint, ist über die Option action_message bzw action_message[lang] konfigurierbar.
    Innerhalb dieses Textes können die Platzhalter %action_user_cancelable% (Gesamtanzahl der möglichen Abbrüche) und %action_cancel_counter% (Anzahl der bereits erfolgten Abbrüche) verwendet werden.
    Wurden die Aktionen nicht vom User abgebrochen, wird der action_cancel_counter zurückgesetzt und der opsi-winst startet mit deren Bearbeitung.
  3. Beendet sich der opsi-winst mit einer Reboot-/Shutdown-Anforderung so wird geprüft ob ein shutdown_notifier_command gesetzt ist und ob sie shutdown_warning_time > 0 ist. Sind diese Bedingungen erfüllt, wird der shutdown_notifier_command ausgeführt.
    Der nun startende opsiclientd notifier kündigt den Reboot / Shutdown an und ist shutdown_warning_time Sekunden sichtbar.
    Die maximale Anzahl, wie oft ein Reboot/Shutdown vom Benutzer verschoben werden kann, wird hierbei über shutdown_user_cancelable konfiguriert.
    In jedem Fall bietet der opsiclientd notifier die Möglichkeit, den Shutdown/Reboot sofort auszuführen.
    Bei einem Verschieben der Reboot-/Shutdown-Anforderung durch den Benutzer erscheint der opsiclientd notifier nach shutdown_warning_repetition_time Sekunden wieder.
    Der Hinweis-Text ist über shutdown_warning_message bzw. shutdown_warning_message[lang] konfigurierbar. Innerhalb dieses Textes können die Platzhalter %shutdown_user_cancelable% (Gesamtanzahl der möglichen Abbrüche) und %shutdown_cancel_counter% (Anzahl der bereits erfolgten Abbrüche) verwendet werden.
    Nach erfolgtem Shutdown oder Reboot wird der shutdown_cancel_counter zurückgesetzt.

Tipp

Der Ablauf des Event und auch die Aktionen des Benutzers sind in der Timeline auf der Info-Seite des opsiclientds sichtbar (siehe „opsiclientd infopage“).

Abbildung 59. Vollständiges Ablaufdiagramm eines Events

Abbildung: Vollständiges Ablaufdiagramm eines Events

Konfiguration

Im folgenden wird die Konfiguration des opsi-client-agent vorgestellt.

Konfiguration unterschiedlicher Events

Um den vielen unterschiedlichen Situationen gerecht zu werden, in denen der opsi-client-agent aktiv werden kann, sind die Konfigurations-Möglichkeiten vielfältig.
In der Konfiguration des opsiclientd leitet eine Sektion in der Form [event_<config-id>] eine neue Event-Konfiguration ein.
Eine Event-Konfiguration kann über das Setzen der Option active = false deaktiviert werden. Existiert zu einem Event-Typ keine Event-Konfiguration (oder sind diese deaktiviert), wird der entsprechende Event-Typ komplett deaktiviert.
Es gibt verschiedene Typen von Event-Konfigurationen (type).

  • Es gibt Event-Konfigurations-Vorlagen (type = template)
    Event-Konfigurationen können voneinander "erben". Ist über die Option super die Id einer anderen Event-Konfiguration gesetzt, erbt die Event-Konfiguration alle Optionen (bis auf active) der Parent-Konfiguration. Geerbte Optionen können jedoch überschrieben werden.
    Das Deaktivieren von Events beeinflusst die Vererbung nicht.
  • Alle weiteren Event-Konfigurationen gelten für einen gewissen Event-Typ (type).
    Verfügbare Event-Typen sind:

    • gui startup
      Ein Event vom Typ gui startup tritt beim Start des Clients (der GUI) auf.
      Es ist das gängigste Event und ist in der Standard-Konfiguration aktiv.
    • custom
      Event-Konfigurationen vom Typ custom können selbst festlegen, wann ein solches Event erzeugt wird. Hierfür kann über die Option wql ein WQL-Ausdruck angegeben werden. Sobald dieser WQL-Ausdruck ein Ergebnis liefert, wird ein custom-Event mit der jeweiligen Konfiguration gestartet.
      Wird bei einem custom-Event die Option wql leer angegeben, tritt dieses Event praktisch nie auf, kann aber über die Webservice-Schnittstelle des opsiclientd bei Bedarf ausgelöst werden.
    • user login
      Wird ausgelöst, wenn sich ein Benutzer am System anmeldet.
    • timer
      Tritt in festen Intervallen auf (alle interval Sekunden).
    • sync completed
      Wird ausgelöst, wenn die Synchronisation von Konfigurationen (sync_config_from_server) oder von Produkten (cache_products) erfolgt.
    • sw on demand
      Tritt auf, wenn ein Benutzer bei Verwendung des Software-On-Demand-Moduls Aktionen sofort ausführen wählt.
  • Es gibt Preconditions (Vorbedingungen)
    Preconditions geben bestimmte Systemzustände vor (z.B. ob gerade ein Benutzer am System angemeldet ist). In der Konfiguration des opsiclientd leitet eine Sektion in der Form [precondition_<precondition-id>] die Deklaration einer Precondition ein. Eine Precondition ist dann erfüllt, wenn alle angegebenen Optionen erfüllt sind. Eine nicht angegebene Option gilt hierbei als erfüllt. Mögliche Optionen für Preconditions sind:

    • user_logged_in: ist erfüllt, wenn ein Benutzer am System angemeldet ist.
    • config_cached: ist erfüllt, wenn das Cachen von Konfigurationen abgeschlossen ist (siehe: sync_config_from_server).
    • products_cached: ist erfüllt, wenn das Cachen von Produkten abgeschlossen ist (siehe: cache_products).
  • Einer Event-Konfiguration kann eine Precondition zugewiesen werden.
    Zu einer Event-Konfiguration mit Precondition muss immer eine entsprechende Event-Konfiguration ohne Precondition existieren. Hierbei erbt die Event-Konfiguration mit Precondition automatisch von der Event-Konfiguration ohne Precondition.
    Beim Auftreten eines Events wird nun entschieden welche Preconditions erfüllt sind. Ist keine der Preconditions erfüllt, gilt die Event-Konfiguration ohne Precondition. Ist eine der Preconditions erfüllt, gilt die Event-Konfiguration die mit dieser Precondition verknüpft ist. Sind mehrere Preconditions erfüllt, so wird die Precondition bevorzugt, die am genauesten definiert ist (die meisten Optionen besitzt).

Ein Beispiel zur Erläuterung:
Im Rahmen einer Installation kann es notwendig sein den Rechner zu rebooten. Ist gerade ein Benutzer am System angemeldet, sollte dieser über den anstehenden Reboot informiert werden. Hierbei ist eine angemessene Wartezeit vor dem Ausführen des Reboots angebracht. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, dem Benutzer die Entscheidung zu überlassen, ob der Reboot besser zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden soll.
Ist zum Zeitpunkt des benötigten Reboots jedoch kein Benutzer angemeldet, ist es sinnvoll, den Reboot ohne weitere Wartezeit sofort durchzuführen.
Dieses Problem wird am Beispiel von event_on_demand wie folgt konfiguriert:

  • Es wird eine Precondition user_logged_in definiert, die erfüllt ist, wenn ein Benutzer am System angemeldet ist (user_logged_in = true).
  • In der Event-Konfiguration event_on_demand (ohne Precondition) wird shutdown_warning_time = 0 gesetzt (sofortiger Reboot ohne Meldung).
  • In der Event-Konfiguration event_on_demand{user_logged_in} wird shutdown_warning_time = 300 gesetzt (300 Sekunden Vorwarnzeit).
Proxysupport-Konfiguration

In der global-Sektion von der opsiclientd.conf gibt es jetzt die Möglichkeit, den opsi-client-agent einen Proxyserver mit zu konfigurieren. Wenn ein Proxy konfiguriert wurde, werden alle HTTP- und HTTPS-Verbindungen vom opsiclientd über diesen Proxy umgeleitet.

# Use a proxy for connecting configservice
# proxy_mode:
#   'system' will try to check the system setting,
#   'static' to use proxyurl from configfile/hostparameter
# proxy_url usage: http://<user>:<password>@<proxy-url>:<proxy-port>
# Example: http://proxyuser:proxypass123@proxy.domain.local:8080
proxy_mode = static
proxy_url =

Die Proxyeinstellungen erlauben auch einen Proxy zu benutzen, der eine Authentifizierung erfordert. Dazu muss die Proxy_url wie oben im Beispiel angegeben werden.

Warnung

Der proxy_mode ist vorgesehen, dass bei der Einstellung system, der proxy aus dem laufenden Client-System ausgelesen werden. Dies ist im Moment nicht implementiert, deshalb funktioniert momentan nur die Einstellung static.

Steuerung der Produkte die ausgeführt werden pro Event

Mit diesem neuen Feature ist es über die Konfiguration möglich, die Liste der ab zu bearbeitenden Produkte über Produktgruppen zu steuern.

Dazu gibt es Grundsätzlich zwei Vorgehensweise:

Blacklisting (Ausschliessen):

Mit der Option exclude_product_group_ids kann man nun eine Kommaseparierte Liste von Produktgruppen-Ids mitgeben, dessen Mitglieder vom aktuellen Event ausgeschlossen werden. Auch wenn Sie eigentich auf setup stehen. Diese Produkte werden zwar ignoriert, aber bleiben auf setup stehen.

Whitelisting (Liste von Produkten ausschliesslich freigeben):

Mit der Option `include_product_group_ids`kann man nun eine Kommaseparierte Liste von Produktgruppen-Ids festlegen, dessen Mitglieder überhaupt bearbeitet werden dürfen, vorausgesetzt Sie eine Aktion ist auch gesetzt.

Diese Einstellung kann man entweder Global im Default-Event angeben, damit das für jedes Event gilt. Man kann diese Optionen aber auch Zum Beispiel nur im Event_on_demand einsetzen, somit kann man Pakete die auf setup stehen von Push-Installationen ausschliessen, obwohl Sie auf setup stehen. Bei einem normalen Neustarts des Clients mit gui_startup (default) würden diese ausgeschlossenen Pakete trotzdem auf dem Client installiert werden.

Achtung

Für Clients, die das Modul WAN/VPN aktiviert haben, muss man diese Optionen neben dem Sync-Event auch in der CacheService-Sektion mit aufgenommen werden, da der CacheService zwar vom Sync-Event getriggert wird, aber selbst keinen Zugriff auf das sync-Event hat.

Warnung

Produktabhängigkeiten werden bei diesem Feature nicht berücksichtigt. Bitte achten Sie darauf, dass Sie bei der Konfiguration keine Abhängigkeiten ausser Kraft setzen.

Konfiguration über die Konfigurationsdatei

Die Konfigurationsdatei ist:
c:\program files\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf

Achtung

Diese Konfigurationsdatei ist UTF-8 kodiert.
Änderungen mit Editoren, die diese Kodierung nicht beherrschen (z.B. notepad.exe), zerstören die Umlaute in dieser Datei.

Die hier festgelegte Konfiguration kann nach erfolgreicher Verbindung zum opsi-configserver durch die dort festgelegte Hostparameter überschrieben werden. Beispiel opsiclientd.conf:

; = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
; =     configuration file for opsiclientd                              =
; = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =


; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     global settings                                                 -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[global]

# Location of the log file.
log_file = c:\\opsi.org\\log\\opsiclientd.log

# Set the log (verbosity) level
# (0 <= log level <= 9)
# 0: nothing, 1: essential, 2: critical, 3: errors, 4: warnings, 5: notices
# 6: infos, 7: debug messages, 8: more debug messages, 9: passwords
log_level = 4

# Client id.
host_id =

# Opsi host key.
opsi_host_key =

# Verify opsi server certs
verify_server_cert = false

# Verify opsi server certs by ca
verify_server_cert_by_ca = false

# On every daemon startup the user login gets blocked
# If the gui starts up and no events are being processed the login gets unblocked
# If no gui startup is noticed after <wait_for_gui_timeout> the login gets unblocked
# Set to 0 to wait forever
wait_for_gui_timeout = 120

# Application to run while blocking login
block_login_notifier = %global.base_dir%\\notifier.exe -s notifier\\block_login.ini

# Use a proxy for connecting configservice
# proxy_mode:
#   'system' will try to check the system setting,
#   'static' to use proxyurl from configfile/hostparameter
# proxy_url usage: http://<user>:<password>@<proxy-url>:<proxy-port>
# Example: http://proxyuser:proxypass123@proxy.domain.local:8080
proxy_mode = static
proxy_url =

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     config service settings                                         -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[config_service]
# Service url.
# http(s)://<opsi config server address>:<port>/rpc
url = https://opsi.uib.local:4447/rpc

# Conection timeout.
connection_timeout = 30

# The time in seconds after which the user can cancel the connection establishment
user_cancelable_after = 30

# If this option is set, the local system time will be synced with time from service
sync_time_from_service = false

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     depot server settings                                           -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[depot_server]

# Depot server id
depot_id =

# Depot url.
# smb://<depot address>/<share name>/<path to products>
url =

# Local depot drive
drive =

# Username that is used for network connection [domain\]<username>
username = pcpatch

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     cache service settings                                          -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[cache_service]
# Maximum product cache size in bytes
product_cache_max_size = 5000000000
# Members of this ProductGroups will be excluded from processing
exclude_product_group_ids =
# Only members of this ProductGroups will be excluded from processing
include_product_group_ids =

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     control server settings                                         -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[control_server]

# The network interfaces to bind to.
# This must be the IP address of an network interface.
# Use 0.0.0.0 to listen to all interfaces
interface = 0.0.0.0

# The port where opsiclientd will listen for HTTPS rpc requests.
port = 4441

# The location of the server certificate.
ssl_server_cert_file = %global.base_dir%\\opsiclientd\\opsiclientd.pem

# The location of the server private key
ssl_server_key_file = %global.base_dir%\\opsiclientd\\opsiclientd.pem

# The location of the static files
static_dir = %global.base_dir%\\opsiclientd\\static_html

# The maximum number of authentication failures before a client ip
# is blocked for an amount of time.
max_authentication_failures = 5

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     notification server settings                                    -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[notification_server]

# The network interfaces to bind to.
# This must be the IP address of an network interface.
# Use 0.0.0.0 to listen to all interfaces
interface = 127.0.0.1

# The first port where opsiclientd will listen for notification clients.
start_port = 44000

# Port for popup notification server
popup_port = 45000

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     opsiclientd notifier settings                                   -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[opsiclientd_notifier]

# Notifier application command
command = %global.base_dir%\\notifier.exe -p %port% -i %id%

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     opsiclientd rpc tool settings                                   -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[opsiclientd_rpc]

# RPC tool command
command = %global.base_dir%\\opsiclientd_rpc.exe "%global.host_id%" "%global.opsi_host_key%" "%control_server.port%"

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     action processor settings                                       -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[action_processor]
# Locations of action processor
local_dir = %global.base_dir%\\opsi-winst
remote_dir = opsi-winst\\files\\opsi-winst
filename = winst32.exe

# Action processor command
command = "%action_processor.local_dir%\\%action_processor.filename%" /opsiservice "%service_url%" /clientid %global.host_id% /username %global.host_id% /password %global.opsi_host_key%

# Load profile / environment of %run_as_user%
create_environment = false

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     events                                                          -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[event_default]
; === Event configuration
# Type of the event (string)
type = template
# Interval for timer events in seconds (int)
interval = -1
# Maximum number of event repetitions after which the event will be deactivated (int, -1 = forever)
max_repetitions = -1
# Time in seconds to wait before event becomes active (int, 0 to disable delay)
activation_delay = 0
# Time in seconds to wait before an event will be fired (int, 0 to disable delay)
notification_delay = 0
# Event notifier command (string)
event_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\event.ini
# The desktop on which the event notifier will be shown on (current/default/winlogon)
event_notifier_desktop = current
# Block login while event is been executed (bool)
block_login = false
# Lock workstation on event occurrence (bool)
lock_workstation = false
# Logoff the current logged in user on event occurrence (bool)
logoff_current_user = false
# Get config settings from service (bool)
get_config_from_service = true
# Store config settings in config file (bool)
update_config_file = true
# Transmit log file to opsi service after the event processing has finished (bool)
write_log_to_service = true
# Shutdown machine after action processing has finished (bool)
shutdown = false
# Reboot machine after action processing has finished (bool)
reboot = false
# Members of this ProductGroups will be excluded from processing
exclude_product_group_ids =
# Only members of this ProductGroups will be excluded from processing
include_product_group_ids =

; === Sync/cache settings
# Sync configuration from local config cache to server (bool)
sync_config_to_server = false
# Sync configuration from server to local config cache (bool)
sync_config_from_server = false
# Sync configuration from local config cache to server after action processing (bool)
post_sync_config_to_server = false
# Sync configuration from server to local config cache after action processing (bool)
post_sync_config_from_server = false
# Work on local config cache
use_cached_config = false
# Cache products for which actions should be executed in local depot cache (bool)
cache_products = false
# Maximum transfer rate when caching products in byte/s (int, 0 = no limit)
cache_max_bandwidth = 0
# Dynamically adapt bandwith to other network traffic (bool)
cache_dynamic_bandwidth = false
# Work on local depot cache
use_cached_products = false

; === Action notification (if product actions should be processed)
# Time in seconds for how long the action notification is shown (int, 0 to disable)
action_warning_time = 0
# Action notifier command (string)
action_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\action.ini
# The desktop on which the action notifier will be shown on (current/default/winlogon)
action_notifier_desktop = current
# Message shown in the action notifier window (string)
action_message = Starting to process product actions. You are allowed to cancel this event a total of %action_user_cancelable% time(s). The event was already canceled %state.action_processing_cancel_counter% time(s).
# German translation (string)
action_message[de] = Starte die Bearbeitung von Produkt-Aktionen. Sie können diese Aktion insgesamt %action_user_cancelable% mal abbrechen. Die Aktion wurde bereits %state.action_processing_cancel_counter% mal abgebrochen.
# French translation (string)
action_message[fr] = Traitement des actions du produit. Vous êtes autorisé à annuler cet événement un total de %action_user_cancelable% fois. L'événement a été déjà annulée %state.action_processing_cancel_counter% fois.
# Number of times the user is allowed to cancel the execution of actions (int)
action_user_cancelable = 0

; === Action processing
# Should action be processed by action processor (bool)
process_actions = true
# Type of action processing (default/login)
action_type = default
# Update the action processor from server before starting it (bool)
update_action_processor = true
# Command which should be executed before start of action processor
pre_action_processor_command =
# Action processor command (string)
action_processor_command = %action_processor.command%
# The desktop on which the action processor command will be started on (current/default/winlogon)
action_processor_desktop = current
# Action processor timout in seconds (int)
action_processor_timeout = 10800
# Command which should be executed before after action processor has ended
post_action_processor_command =

; === Shutdown notification (if machine should be shut down or rebooted)
# Process shutdown requests from action processor
process_shutdown_requests = true
# Time in seconds for how long the shutdown notification is shown (int, 0 to disable)
shutdown_warning_time = 0
# Shutdown notifier command (string)
shutdown_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\shutdown.ini
# The desktop on which the action notifier will be shown on (current/default/winlogon)
shutdown_notifier_desktop = current
# Message shown in the shutdown notifier window (string)
shutdown_warning_message = A reboot is required to complete software installation tasks. You are allowed to delay this reboot a total of %shutdown_user_cancelable% time(s). The reboot was already delayed %state.shutdown_cancel_counter% time(s).
# German translation (string)
shutdown_warning_message[de] = Ein Neustart wird benötigt um die Software-Installationen abzuschliessen. Sie können diesen Neustart insgesamt %shutdown_user_cancelable% mal verschieben. Der Neustart wurde bereits %state.shutdown_cancel_counter% mal verschoben.
# French translation (string)
shutdown_warning_message[fr] = Un redémarrage est nécessaire pour terminer l'installation du logiciel. Vous êtes autorisé à retarder le redémarrage un total de %shutdown_user_cancelable% fois. Le redémarrage a été déjà retardé %state.shutdown_cancel_counter% fois.
# Number of times the user is allowed to cancel the shutdown (int)
shutdown_user_cancelable = 0
# Time in seconds after the shutdown notification will be shown again after the user has canceled the shutdown (int)
shutdown_warning_repetition_time = 3600

[event_gui_startup]
super = default
type = gui startup
name = gui_startup
block_login = true

[event_gui_startup{user_logged_in}]
name = gui_startup
shutdown_warning_time = 300
block_login = false

[event_gui_startup{cache_ready}]
use_cached_config = true
use_cached_products = true
action_user_cancelable = 3
action_warning_time = 60

[event_gui_startup{installation_pending}]
name = gui_startup
active = true

[event_on_demand]
super = default
type = custom
name = on_demand

[event_on_demand{user_logged_in}]
name = on_demand
shutdown_warning_time = 300

[event_software_on_demand]
super = default
type = sw on demand

[event_sync]
super = default
type = template
process_actions = false
event_notifier_command =
sync_config_to_server = true
sync_config_from_server = true
cache_products = true
cache_dynamic_bandwidth = true

[event_timer]
super = sync
type = timer
active = false
interval = 3600

[event_net_connection]
super = sync
type = custom
active = false
wql = SELECT * FROM __InstanceModificationEvent WITHIN 2 WHERE TargetInstance ISA 'Win32_NetworkAdapter' AND TargetInstance.NetConnectionStatus = 2

[event_sync_completed]
super = default
type = sync completed
event_notifier_command =
process_actions = false
get_config_from_service = false
write_log_to_service = false

[event_sync_completed{cache_ready_user_logged_in}]
reboot = true
shutdown_user_cancelable = 10
shutdown_warning_time = 300

[event_sync_completed{cache_ready}]
reboot = true

[event_user_login]
super = default
type = user login
action_type = login
active = false
action_message = Starting to process user login actions.
action_message[de] = Beginne mit der Verarbeitung der Benutzer-Anmeldungs-Aktionen.
action_message[fr] = Traitement des actions à la connexion de l'utilisateur.
block_login = false
process_shutdown_requests = false
get_config_from_service = false
update_config_file = false
write_log_to_service = false
update_action_processor = true
event_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\userlogin.ini
event_notifier_desktop = default
action_processor_command = %action_processor.command% /sessionid %service_session% /allloginscripts /silent
action_processor_desktop = default
action_processor_timeout = 300

[event_on_shutdown]
super = default
type = custom
name = on_shutdown
active = False

[event_on_shutdown{installation_pending}]
name = on_shutdown
active = False

[event_silent_install]
super = default
type = custom
name = silent_install
event_notifier_command =
process_shutdown_requests = false
action_processor_productIds = swaudit,hwaudit
action_processor_command = %action_processor.command% /productlist %action_processor_productIds% /silent
action_processor_desktop = winlogon
action_processor_timeout = 300

[event_timer_silentinstall]
super = silent_install
type = timer
active = false
interval = 21600

[precondition_user_logged_in]
user_logged_in = true

[precondition_cache_ready]
config_cached = true
products_cached = true

[precondition_cache_ready_user_logged_in]
user_logged_in = true
config_cached = true
products_cached = true

[precondition_installation_pending]
installation_pending = true
Konfiguration über den Webservice (Hostparameter)

Die Konfiguration kann auch zentral gesteuert werden. Hierzu dienen Einträge in der Hostparameter des opsi-configservers.

Diese Einträge müssen dem folgenden Muster folgen:
opsiclientd.<name der section>.<name der option>

Ein Beispiel:
opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time = 20
setzt in der Konfigurationsdatei opsiclientd.conf in der Sektion [event_gui_startup] den Wert von action_warning_time auf 20.

Die folgende Abbildung zeigt, wie diese Werte als Defaults für alle Clients über den opsi-configed gesetzt werden können.

Abbildung 60. Serverweite Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Abbildung: Serverweite Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Hier kann über das Kontextmenü Property hinzufügen ein neuer Wert gesetzt werden.

Um einen Hostparameter zu löschen, verwenden Sie das Werkzeug opsi-admin. Beispiel:

opsi-admin -d method config_delete "opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time"

Eine Client-spezifische Änderung über den opsi-configed führen Sie über den Hosts-Parameter Tab in der Client-Konfiguration aus. Um Client-spezifische Einträge zu löschen, verwenden Sie das Werkzeug opsi-admin. Beispiel:

@opsi-admin> method configState_delete "opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time" "myclient.uib.local"

Abbildung 61. Client-spezifische Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Abbildung: Client spezifische Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Logging

Die Log-Datei des opsiclientd ist standardmäßig c:\opsi.org\log\opsiclientd.log.

Die Log-Informationen werden auch an den opsi-configserver übertragen. Dort liegen sie unter /var/log/opsi/clientconnect/<ip-bzw.-name-des-clients>.log. Sie sind auch im opsi-configed über Logdateien ⇒ Clientconnect einsehbar.

Jede Zeile in der Logdatei folgt dem Muster:
[<log level>] [<datum zeit>] [Quelle der Meldung] Meldung (Quellcode-Datei|Zeilennummer).

Dabei gibt es die folgenden Log-Level:

# Set the log (verbosity) level
# (0 <= log level <= 9)
# 0: nothing, 1: essential, 2: critical, 3: errors, 4: warnings, 5: notices
# 6: infos, 7: debug messages, 8: more debug messages, 9: passwords

Beispiel:

(...)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed{cache_ready}' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup{cache_ready}' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'on_demand' added to event generator 'on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed{cache_ready_user_logged_in}' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup{user_logged_in}' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'software_on_demand' added to event generator 'software_on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'on_demand{user_logged_in}' added to event generator 'on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Updating config file: 'C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf'   (Config.pyo|287)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] No need to write config file 'C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf', config file is up to date   (Config.pyo|318)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] No product action requests set   (EventProcessing.pyo|591)
[5] [Mar 22 10:17:49] [ event processing gui_startup  ] Writing log to service   (EventProcessing.pyo|247)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] shutdownRequested: 0   (Windows.pyo|340)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] rebootRequested: 0   (Windows.pyo|326)
[5] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] Block login now set to 'False'   (Opsiclientd.pyo|111)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] Terminating block login notifier app (pid 1620)   (Opsiclientd.pyo|148)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ event processing gui_startup  ] Stopping notification server   (EventProcessing.pyo|225)
[6] [Mar 22 10:17:51] [ control server                ] client connection lost   (Message.pyo|464)
[6] [Mar 22 10:17:52] [ event processing gui_startup  ] Notification server stopped   (Message.pyo|651)
[5] [Mar 22 10:17:52] [ event processing gui_startup  ] ============= EventProcessingThread for event 'gui_startup' ended =============   (EventProcessing.pyo|1172)
[5] [Mar 22 10:17:52] [ opsiclientd                   ] Done processing event '<ocdlib.Events.GUIStartupEvent object at 0x023CE330>'   (Opsiclientd.pyo|405)
[5] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session 'HSzMB1wtOiBS6vHl7mh3ro5r6s3TanFu' from ip '127.0.0.1', application 'opsi jsonrpc module version 4.0.1' expired after 120 seconds   (Session.pyo|184)
[6] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session timer <_Timer(Thread-20, started daemon 2636)> canceled   (Session.pyo|120)
[5] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session 'HSzMB1wtOiBS6vHl7mh3ro5r6s3TanFu' from ip '127.0.0.1', application 'opsi jsonrpc module version 4.0.1' deleted   (Session.pyo|207)
[6] [Mar 22 10:27:55] [ control pipe                  ] Creating pipe \\.\pipe\opsiclientd   (ControlPipe.pyo|253)
[5] [Mar 22 10:27:55] [ event generator wait_for_gui  ] -----> Executing: getBlockLogin()   (JsonRpc.pyo|123)
[5] [Mar 22 10:27:55] [ opsiclientd                   ] rpc getBlockLogin: blockLogin is 'False'   (ControlPipe.pyo|428)
[6] [Mar 22 10:27:55] [ event generator wait_for_gui  ] Got result   (JsonRpc.pyo|131)
'

Die Log-Datei des opsi-Loginblockers befindet sich unter NT6 (Vista/Win7) als auch unter NT5 (Win2k/WinXP) in C:\opsi.org\log\opsi_loginblocker.log.

opsiclientd infopage

Da bei den Abläufen im opsiclientd vielfältige Komponenten zusammenwirken, welche zum Teil gleichzeitig aktiv sind, wird die Logdatei leicht unübersichtlich.

Daher verfügt der opsiclientd über eine eigene infopage welche die Abläufe auf einer Zeitachse grafisch darstellt. Diese infopage kann mit dem Browser über die URL https://<adresse-des-clients>:4441/info.html aufgerufen werden.

Abbildung 62. Info-Page des opsiclientd nach einer Push-Installation mit aktiviertem Produkt-Caching

Abbildung: Info-Page des opsiclientd nach einer Push-Installation mit aktiviertem Produkt-Caching

Fernsteuerung des opsi-client-agent

Der opsiclientd verfügt über eine Webservice-Schnittstelle. Diese ermöglicht es, dem opsi-client-agent Anweisungen zu übermitteln und Vieles mehr. Sie lassen sich momentan grob in drei Bereiche aufteilen:

  • Nachrichten (Popup) versenden
  • Push-Installationen durch auslösen von Events (z.B. on_demand)
  • Sonstige Wartungsarbeiten

Dies kann auch auf der Kommandozeile mittels Aufrufs einer hostControl_*-Methode über opsi-admin geschehen. Bei Verwendung der hostControl_*-Methoden
opsi-admin -d method hostControl_xx *hostIds kann der Parameter *hostIds

  • entfallen, dann gilt der Aufruf für alle Clients
  • einen Client enthalten (z.B. "myclient.uib.local")
  • eine Liste von Clients enthalten ["<client1>", "<client2>", …]

    z.B. ["client1.uib.local", "client2.uib.local"]

  • eine Wildcard enthalten, wobei * als Platzhalter dient

    z.B. "client.*" oder "*.uib.*"

Werden Rechner nicht erreicht (z.B. weil sie aus sind), wird für diese Rechner eine Fehlermeldung ausgegeben.

Nachrichten per Popup senden

Über den opsi-configed lassen sich Nachrichten an einen oder mehrere Clients versenden.

Siehe dazu Kapitel „Nachrichten senden (Starte Meldungsfenster)“

Auf der Kommandozeile lässt sich dies ebenfalls mittels opsi-admin durchführen:

opsi-admin -d method hostControl_showPopup message *hostid

Beispiel:

opsi-admin -d method hostControl_showPopup "Ein Text..." "myclient.uib.local"
Push-Installationen: Event on demand auslösen

Vom opsi-server aus kann der Client aufgefordert werden, die gesetzten Produktaktionen auszuführen.

Das Auslösen des Events kann vom opsi-configed aus erfolgen. on_demand Ereignis auslösen (Push Installation)“

Auf der Kommandozeile lässt sich dies ebenfalls mittels opsi-admin durchführen:

opsi-admin -d method hostControl_fireEvent event *hostIds

Beispiel:

opsi-admin -d method hostControl_fireEvent "on_demand" "myclient.uib.local"
Sonstige Wartungsarbeiten (shutdown, reboot, …)

Über den Webservice des opsiclientd ist es möglich, steuernd auf den opsi-client-agent einzuwirken. Dazu muss man sich an diesem Webservice authentifizieren. Dies geschieht entweder mittels des lokalen Administrator-Accounts (ein leeres Passwort ist unzulässig) oder mittels der opsi-host-Id (FQDN / vollständiger Host-Name inkl. DNS-Domain) als Benutzername und des opsi-host-Schlüssels als Passwort.

Vom opsi-configed aus geht dies über das Menü OpsiClient oder aus dem Kontextmenü des Client-Tabs.

Abbildung 63. Webservice des opsiclientd

Abbildung: Webservice des opsiclientd

Auch auf der Kommandozeile gibt es hierfür Entsprechungen:

shutdown:

opsi-admin -d method hostControl_shutdown *hostIds

reboot:

opsi-admin -d method hostControl_reboot *hostIds

Anpassen des opsi-client-agent an Corporate Identity (CI)

Die Anpassung des Erscheinungsbildes des opsi-client-agent kann insbesondere bei der Einführung erheblich zur Akzeptanz beitragen. So kann z.B. durch das Einfügen eines bekannten Firmenlogos in die Hintergrundgrafiken eine Verunsicherung der Anwender vermieden werden.

Anzupassende Elemente: opsi-winst

Die Dateien die Sie beim opsi-winst anpassen können finden Sie im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent/files/opsi/opsi-winst/winstskin:

  • bg.png
    Die Hintergrundgrafik des opsi-winst in welche dann zur Laufzeit Textmeldungen und Produktlogos eingeblendet werden.
  • skin.ini
    Die Konfigurationsdatei in der festgelegt ist, an welcher Stelle, mit welchem Font und Farbe Textmeldungen eingeblendet werden.
Anzupassende Elemente: opsiclientd

Im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent/files/opsi/dist/notifier finden sich die Dateien welche das Erscheinungsbild der unterschiedlichen Notifier bestimmen. Dabei gibt es für jeden Notifier eine Bild- und eine Konfigurationsdatei:

  • block_login.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen aktiven Loginblocker anzeigt.
  • block_login.ini
    Konfigurationsdatei des Loginblocker notifiers.
  • event.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen aktives Event mit Connection zum opsi-server anzeigt.
  • event.ini
    Konfigurationsdatei des Event notifiers.
  • action.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der eine anstehende Aktion (Softwareinstallation) anzeigt.
  • action.ini
    Konfigurationsdatei des Action notifiers.
  • shutdown.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen anstehenden Shutdown oder Reboot anzeigt.
  • shutdown.ini
    Konfigurationsdatei des Shutdown notifiers.
  • popup.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der eine vom Server gesendete Popup Nachricht anzeigt.
  • popup.ini
    Konfigurationsdatei des Popup notifiers.
  • userlogin.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der ein aktives userlogin Event anzeigt.
  • userlogin.ini
    Konfigurationsdatei des UserLogin notifiers.
Schutz Ihrer Änderungen vor Updates: Das custom Verzeichnis

(Seit opsi-client-agent Version 4.0.3.1)

Möchten Sie Änderungen, welche Sie an den oben genannten Dateien durchgeführt haben, davor schützen, dass selbige beim Einspielen einer neuen Version des opsi-client-agenten verloren gehen, so können Sie hierfür das custom Verzeichnis (/var/lib/opsi/depot/opsi-client-agent/files/opsi/custom) verwenden. Das komplette custom Verzeichnis wird bei der Installation einer neuen Version des opsi-client-agenten gesichert und wieder hergestellt, so dass hier gemachte Änderungen bei einem Update nicht verloren gehen.

  • custom/config.ini
    Diese custom Config-Datei wird als letzte eingelesen, somit gelten die in dieser Datei enthaltenen Werte statt den entsprechenden Einstellungen aus der Standard-Datei cfg/config.ini. Ausnahme: die Werte für pckey und bootmode werden nie aus dieser Datei geholt. Schreiben Sie in diese Datei nur die Werte, die Sie tatsächlich gegenüber dem Default geändert haben wollen.
  • custom/winstskin/*.*
    Alle Dateien aus diesem Verzeichnis werden bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\custom\winstskin kopiert. Falls vorhanden, wird (ab opsi-winst Version 4.11.3.4) dieses winstskin Verzeichnis bevorzugt verwendet. Es muss alle benötigten Dateien und Einträge vollständig enthalten, da die Inhalte des Standard-winstskin-Verzeichnisses bei Verwendung des custom/winstskin/ ignoriert werden.
  • custom/notifier/*.*
    Alle Dateien aus diesem Verzeichnis werden bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\notifier kopiert und überschreiben dabei die entsprechenden aus dem serverseitigen Standard-Verzeichnis files/opsi/dist/notifier/ stammenden Dateien.
  • custom/opsiclientd.conf
    wird, falls vorhanden, bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd kopiert und überschreibt dabei die aus dem serverseitigen files/opsi/dist/opsiclientd/ Verzeichnis stammende opsiclientd.conf. Es werden also nicht einzelne Werte überschrieben, sondern die komplette Datei, die deshalb alle benötigten Einstellungen vollständig enthalten muss. Achtung:
    Die Anpassung der opsiclientd.conf über diese Methode wird nicht empfohlen. Verwenden Sie zur Konfiguration Ihrer Clients Hostparameter/Configs wie im Kapitel zum opsi-client-agent beschrieben. Die Verwendung einer custom/opsiclientd.conf ist nur bei extrem komplexen Anpassungen der opsiclientd.conf sinnvoll. Wenn Sie diese Methode anwenden, müssen Sie bei jedem Einspielen einer neuen opsi-client-agent Version auf dem Server überprüfen, ob in der Default Datei files/opsi/dist/opsiclientd/opsiclientd.conf Änderungen gemacht oder neue Einträge hinzugefügt wurden, welche Sie in Ihrer Version nachpflegen müssen. Also:
    Finger weg, es sei denn Sie wissen wirklich was Sie tun !

Sperrung des Anwender Logins mittels opsi-Loginblocker

Um zu verhindern, dass sich ein Anwender schon vor dem Abschluss der Installation am System anmeldet, kann zusätzlich der opsi-Loginblocker installiert werden. Dieser gibt den Zugriff auf den Login erst frei, wenn der Installations-Prozess beendet ist.

Ob der opsi-Loginblocker währen der opsi-client-agent-Installation installiert bzw. aktiviert wird, kann über das Product-Property loginblockerstart konfiguriert werden.

opsi-Loginblocker unter NT5 (Win2k/WinXP)

Der opsi-Loginblocker (opsigina.dll) ist als GINA realisiert. Die opsigina wartet bis zum Abschluss der Produktaktionen oder dem Timeout (standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd. Danach wird die Kontrolle an die nächste GINA übergeben (in der Regel an die msgina.dll).

GINA steht hierbei für „Graphical Identification and Authentication“ und stellt die seitens Microsofts offiziell unterstützte Möglichkeit dar, in den Login-Prozess von Windows einzugreifen.

Gelegentlich ist es der Fall, dass bereits andere Softwareprodukte (z.B. Client für Novell-Netzwerke) eine GINA auf dem System installiert haben und empfindlich auf Eingriffe reagieren.

Generell sind mehrere ,nacheinander aufgerufene GINAs (GINA-chaining) durchaus möglich. Auch die opsigina.dll des opsi-Loginblocker ist für das genannte GINA-chaining vorbereitet. Sollte der beschriebene Fall bei Ihren Clients eintreten, informieren Sie sich bitte auf dem freien Supportforum (https://forum.opsi.org) nach bestehenden Anpassungsmöglichkeiten oder kontaktieren Sie die Firma uib.

opsi-Loginblocker unter NT6 (Vista/Win7)

Der opsi-Loginblocker für NT6 (Vista/Win7) ist als credential provider filter realisiert (OpsiLoginBlocker.dll). Er blockiert alle credential provider bis zum Abschluss der Produktaktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd.

Nachträgliche Installation des opsi-client-agents

Die Anleitung zur nachträglichen Installation des opsi-client-agents finden Sie im Handbuch opsi-getting-started im Kapitel Erste Schritte.

Installation des opsi-client-agent in einem Master-Image oder als Exe

Um den opsi-client-agent über ein versiegeltes (sysprep) Masterimage zu verteilen, muß der opsi-client-agent sich beim aufwachen also beim personaliesieren des erstellten Klons auch neu personalisieren.

Dies geschieht am besten über eine Neuinstallation.

Dazu gehe Sie wie folgt vor:

  • Kopieren Sie vom opsi_depot share den Inhalt des Verzeichnisses opsi-client-agent in ein temporäres Verzeichnis auf dem Master.
  • Editieren Sie die Datei files\opsi\cfg\config.ini :

    • In der Sektion [installation] setzen Sie für service_user= einen User der Mitglied in der Gruppe opsi-admin ist.
    • In der Sektion [installation] (nicht empfohlen) setzen Sie für service_password= das Klartextpasswort des users. Besser:
    • In der Sektion [installation] setzen Sie für service_hidden_password= das base64 encodete passwort des users. Das encoden des Klartextpasswortes können sie über die entsprechende opsi-winst Funktion base64EncodeStr(<string>) durchführen oder z.B. über http://www.base64encode.org/
      Wenn service_hidden_password= einen Wert hat wird service_password= ignoriert.
    • In der Sektion [opsiclientd] setzen Sie für config_service.url = die Webserviceadresse Ihres opsi-config-servers z.B. https://192.168.1.10:4447
  • Sorgen Sie dafür das in der Personalisierungsphase die Datei silent_setup.cmd aus dem temporären Verzeichnis aufgerufen wird.
  • Nach dem Abschluß des Aufrufs der silent_setup.cmd kann das temporäre Verzeichnis gelöscht werden.

Wenn man möchte, kann man das ganze jetzt in eine selbstextrahierende .exe-Datei mit Programmaufruf verpacken, bspw. über das Programm filzip.

6.2. Registryeinträge

Registryeinträge des opsiclientd

opsi.org/general
  • bootmode= <bkstd | reins>
    Beschreibt ob der Rechner gerade aus einer Reinstallation kommt.
opsi.org/shareinfo
  • depoturl
    <Url die zu den Softwarepaketen verweist. Muster: protokoll:\\server\share\dir>

    Beispiel:
    smb:\\opsi-server\opsi_depot

  • depotdrive
    <Laufwerksbuchstaben auf den depoturl gemountet wird>

    Beispiel: P: (mit Doppelpunkt)

Registryeinträge des opsi-winst

opsi.org/winst

Diese Registry Einträge werden vom Winst selbst verwaltet und sollten nicht verändert werden.

"LastLogFilename"="C:\\TMP\\syslogin.log"
"ContinueLogFile"=dword:00000000
"RebootRequested"=dword:00000000
"SendLogToService"=dword:00000001
"NumberOfErrors"=dword:00000000
"ShutdownRequested"=dword:00000000

7. Security

7.1. Einführung

Opsi ist ein mächtiges Werkzeug zur zentralen Administration vieler Clients. Damit steht der opsi-server natürlich auch im besonderen Fokus der Sicherheitsbetrachtung. Wer den opsi-server kontrolliert, kontrolliert auch die Clients. Wer einem Client davon überzeugen kann er sei der richtige opsi-server, der kontrolliert den Client.

Wieviel Energie und Geld Sie in die Absicherung der opsi Infrastruktur stecken sollten hängt von Ihren Sicherheitsbedürfnis und vom Einsatzszenario ab. Ein opsi-server in der cloud ist z.B. gefährdeter als einer in einem abgeschlossenen Inselnetz.

Im folgenden haben wir die wichtigsten uns bekannten Maßnahmen und Probleme zusammengetragen.

Wir danken an dieser Stelle allen Kunden und Anwendern die uns auf Probleme hingewiesen und damit zur Sicherheit beigetragen haben. Wir bitten Sie darum Probleme die Ihnen auffallen zunächst an info@uib.de zu melden bevor das Problem öffentlich gemacht wird.

7.2. Informiert bleiben

Informationen über Security relevante opsi Updates werden veröffentlicht in:

News Bereich des opsi forums:
https://forum.opsi.org/viewforum.php?f=1

In der opsi Mailingliste:
https://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/opsi-announce_de

7.3. Allgemeine Serversicherheit

Die opsi Software auf einem Server kann nicht sicherer als der Server selbst sein. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren opsi-server regelmäßig aktualisieren, d.h. die vom Distributor angebotenen Security Updates auch einspielen. Dies gilt sowohl für den opsi-configserver wie auch für die opsi-depotserver.

Sie können auf dem Server Programme installieren, welche Sie per E-Mail informieren wenn es Paketupdates gibt.

Debian, Ubuntu
apticron
RHEL, CentOS
yum-updatesd

Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten Linuxserver weiter abzusichern. Dies ist aber nicht das Thema dieses Handbuchs. Gerne beraten wir Sie hierzu im Rahmen eines Support- und Pflegevertrages.

7.4. Authentifizierung des Clients beim Server

Der Client authentifiziert sich beim Server mit seinem FQDN sowie dem opsi-host-key. Client-seitig liegt dieser Key in der Datei %programfiles%\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf und ist nur mit administrativen Rechten lesbar. Serverseitig liegen die opsi-host-keys im jeweiligen Backend (z.B. unter /etc/opsi/pckeys).

Zusätzlich zu dieser Authentifizierung kann der opsiconfd angewiesen werden, zu überprüfen ob die IP-Nummer unter der sich der Client meldet auch zu dem angegebenen Clientnamen passt. Um dieses Verhalten zu aktivieren setzen sie in der /etc/opsi/opsiconfd.conf folgenden Parameter:

verify ip = yes

und reloaden den opsiconfd

/etc/init.d/opsiconfd reload

Achtung

Verwenden Sie diese Feature nur wenn Sie eine vollstängig funktionierende Namensauflösung (vorwärts wie rückwärts) für Ihre Clients haben.

7.5. Authentifizierung des Servers beim Client

Seit opsi 4.0.1 gibt es verschieden Möglichkeiten den Client prüfen zulassen ob der Server der kontaktiert vertrauenswürdig ist.

Variante 1: verify_server_cert

Bei der ersten Kontaktaufnahme zu einem opsi-server wird dessen SSL-Zertifikat akzeptiert und unter C:\opsi.org\opsiclientd\server-certs abgespeichert. Bei der nächsten Kontaktaufnahme wird der public key des gespeicherten Zertifikats ermittelt und mit diesem ein Zufallsstring sowie die eigenen Zugangsdaten verschlüsselt. Diese Daten werden an den Server übergeben. Der Server entschlüsselt mittels des private key seines SSL-Zertifikats diese Daten und sendet zum Beweis der erfolgreichen Entschlüsselung den Zufallsstring an den Client zurück. Nach erfolgreicher Prüfung des zurückgegbenen Zufallsstrings erachtet der Client den Server als vertrauenswürdig.

Auf diese Weise kann verhindert werden, dass per Angriff auf das DNS opsi-clients falsche Server als opsi-server akzeptieren. Diese Methode minimiert das Risiko, dass bei einem Serverumzug Clients den neuen Server nicht mehr akzeptieren, da sich die Serverzertifikate von einem auf einen anderen Server übertragen lassen. Außerdem ist keine Verteilung einer certification authority (CA) notwendig.

Die Schwäche dieser Methode ist die Möglichkeit eines Man-in-the-middle Angriffs, da aus den oben genannten Gründen das Zertifikat keiner weiteren Prüfung unterzogen wird.

Die Prüfung betrifft die Webservice Kommunikation mit dem opsi-configserver.

Wird im Rahmen der opsi WAN-Erweiterung für die WAN-Clients als clientconfig.depot.protocol webdav verwendet, so wird auch der opsi-depotserver entsprechend geprüft. „Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot“

Um diese Methode zu aktivieren, muss in der opsiclientd.conf in der Sektion [global] folgende Option gesetzt werden:

verify_server_cert = true

Mit dem folgenden Befehl richten Sie den Konfigurationseintrag ein, so das er vom opsi-configed bearbeitet werden kann:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.global.verify_server_cert "verify_server_cert" false

Aktivieren können Sie dies nun in dem Sie im opsi-configed in der Serverkonfiguration oder in den Hostparameter einzelner Clients den Wert von false auf true setzen.

Achtung

Dies sollte nur gemacht werden, wenn man genau weiß, was man tut. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass die Clients den Kontakt zum Server verweigern und somit abgehängt sind.

Variante 2: verify_server_cert_by_ca

Dieser Mechanismus funktioniert analog zu der Art und Weise wie Browser die SSL-Zertifikate von Webservern prüfen. SSL-Zertifikate werden klaglos akzeptieren wenn diese auf genau den FQDN (bzw. Wildcard) ausgestellt sind unter dem der Server angesprochen wird und das Zertifikat von einer dem Browser bekannten CA signiert ist.

Der opsicliend enthält eine nur für diesen Zweck erstellte Root-CA der uib gmbh und akzeptiert Zertifikate, die durch die CA der uib gmbh signiert sind. Ebenso wird überprüft ob der commonName mit dem FQDN des Servers übereinstimmt. Ist eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt, verweigert der Client die Kommunikation.

Diese Methode ist sicherer als die oben beschriebene, erfordert aber den Erwerb von Zertifikaten über die uib gmbh. Die Bedingungen und Preise zum Erwerb solcher Zertifikate erfahren Sie auf der Preisliste der uib gmbh. http://uib.de/www/service_support/support/index.html Die Überschüsse aus dem Zertifikatsverkauf fließen in die Pflege der opsi-Security.

Um diese Methode zu aktivieren, muss in der opsiclientd.conf in der Sektion [global] folgender Parameter gesetzt werden:

verify_server_cert_by_ca = true

Mit dem folgenden Befehl richten Sie den Konfigurationseintrag ein, so das er vom opsi-configed bearbeitet werden kann:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.global.verify_server_cert_by_ca "verify_server_cert_by_ca" false

Aktivieren können Sie dies nun in dem Sie im opsi-configed in der Serverkonfiguration oder in den Hostparameter einzelner Clients den Wert von false auf true setzen.

Achtung

Dies sollte nur gemacht werden, wenn man genau weiß, was man tut. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass die Clients den Kontakt zum Server verweigern und somit abgehängt sind.

7.6. Authentifizierung beim controlserver des Client

Der opsiclientd besitzt eine Webservice-Schnittstelle die es erlaubt dem opsiclientd Anweisungen von aussen zu erteilen („Fernsteuerung des opsi-client-agent“).

Für den Zugriff auf den Webservice wird eine Authentifizierung benötigt. Dies geschieht entweder mittels des lokalen Administrator-Accounts (ein leeres Passwort ist unzulässig) oder mittels leerem Benutzernamen und dem opsi-host-Schlüssels als Passwort.

7.7. Konfiguration eines Admin-Networks

Die Idee eines Admin-Networks ist es, administrative Zugriffe auf Server nicht aus dem allgemeinen Produktiv-Netz zu erlauben, sondern nur von einem speziellen und abgesicherten Netzbereich.

Zwar müssen alle opsi-clients Zugang zum opsi-webservice haben, diese dürfen aber nur eingeschränkt Daten abrufen und ändern. Ein administrativer Zugang zum Webservice setzt die Mitgliedschaft in der Gruppe opsiadmin voraus.

Über die Option [global] admin networks in der /etc/opsi/opsiconfd.conf kann der administrative Zugriff auf den opsiconfd auf Verbindungen von bestimmten Netzwerkadressen eingeschränkt werden.
Es können mehrere Netzwerkadressen durch Kommas getrennt angegeben werden.
Nicht-administrative Client-Verbindungen können auch aus anderen Netzwerken erfolgen.

Der default ist:

admin networks = 0.0.0.0/0

und erlaubt Zugriff von allen Netzen.

Eine Konfiguration wie z.B.

admin networks = 127.0.0.1/32, 10.1.1.0/24

würde administrative Zugriffe nur vom Server selbst und aus dem Netz 10.1.1.0/24 erlauben.

7.8. Der user pcpatch

Der user pcpatch dient in opsi 4 dem Mounten des depot-Shares (opsi_depot) durch den Client.

Ausnahme hier von sind die Produkte:

  • opsi-wim-capture und opsi-local-image-capture welche als user pcpatch auch den share opsi_depot_rw mit Schreibrechten mounten.
  • opsi-clonezilla welches den share opsi_images mit Schreibrechten mountet.

Das Passwort des Benutzers pcpatch wird in der Regel verschlüsselt abgelegt und auch nur verschlüsselt übertragen. Es existieren jedoch auch unter gewissen Umständen Möglichkeiten das Passwort in Erfahrung zu bringen. Um den Schaden der hierdurch entstehen kann zu minimieren empfehlen wir folgende Maßnahmen:

In der /etc/samba/smb.conf in allen Share-Definitionen ausser opsi_depot dem user pcpatch den Zugriff verbieten über den Eintrag:

invalid users = root pcpatch

Alternativ
In der /etc/samba/smb.conf dem User pcpatch auf Leserechte beschränken durch den Eintrag in der [global] Sektion:

read list = pcpatch

Warnung

Für die Produkte opsi-wim-capture und opsi-local-image-capture muß der share opsi_depot_rw für pcpatch beschreibbar sein. Für das Produkt opsi-clonezilla muß der share opsi_images beschreibbar sein.

Als weitere Maßnahme sollten Sie das Passwort des Users pcpatch öfters ändern. Da das Klartext-Passwort niemandem bekannt sein muss, kann es z.B. durch den regelmäßigigen Aufruf (z.B. per cronjob) des folgenden Scriptes auf ein zufälliges Passwort setzen.

opsi-admin -d task setPcpatchPassword $(< /dev/urandom tr -dc _A-Z-a-z-0-9 | head -c16)

Falls Sie keine Netboot-Produkte verwenden, welche eine Anmeldung am Server als Benutzer pcpatch benötigen, so können Sie zusätzlich die Anmeldung des Benutzer pcpatch am Server unterbinden. Dazu weisen Sie in der Datei /etc/passwd dem Benutzer pcpatch die Shell /bin/false zu. Produkte, welche eine solche Anmeldung benötigen sind bspw. ntfs-write-image bzw. ntfs-restore-image.

7.9. Webservice-Zugriffsbeschränkungen

In der Datei /etc/opsi/backendManager/acl.conf kann der Zugriff auf bestimmte Methoden und Attribute der zurückgegebenen Werte beschränkt werden.

Die Beschränkung greift auf die Basis-Methoden des Webservices, für welche eingeschränkt werden kann welche Benutzer oder Gruppen zugreifen dürfen sowie für welche Attribute der Zugriff erlaubt ist.

Der Zugriff sollte für eine Absicherung auf eine Freigabe der verwendeten Methoden beschränkt werden. Falls unklar ist welche Methoden verwendet werden, so kann dazu die Ausgabe des opsiconfd über die aufgerufenen Methoden herangezogen werden, welche im Falle eines Neustarts oder Stops des Dienstes in der Datei /var/log/opsi/opsiconfd/opsiconfd.log ausgegeben werden.

Weitere Informationen zu den Methoden des Webservice sind unter „Web service / API Methoden seit opsi 4.0“ zu finden.

7.10. Root Passwort des bootimages ändern

Das root Passwort des bootimages ist per default linux123. Dies kann aus Gründen der Sicherheit geändert werden. Wie das geht ist beschrieben in: „Parametrisierung vom Linux Installationsbootimage“

8. opsi Produkte

8.1. Localboot-Produkte: Automatische Softwareverteilung mit opsi

Als Localboot-Produkte werden alle Produkte bezeichnet die nach einem lokalen Boot des Rechners über den opsi-client-agent installiert werden. Dies im Gegensatz zu den weiter unten beschriebenen Netboot Produkten Abschnitt 8.2, „Netboot Produkte“.

opsi Standardprodukte

Die folgenden Localboot Produkte gehören zur Grundausstattung von opsi.

opsi-client-agent

Der opsi-client-agent ist der Clientagent von opsi und weiter oben ausführlich beschrieben: siehe Kapitel Abschnitt 6.1, „opsi-client-agent“.

opsi-winst

Das Produkt opsi-winst ist ein Spezialfall. Es enthält den aktuellen opsi-winst. Dieser muss zur Aktualisierung nicht auf setup gestellt werden. Vielmehr prüft ein Teil der opsi-client-agent bei jedem Start, ob auf dem Server eine andere Version des opsi-winst verfügbar ist und holt sich diese im Zweifelsfall.

javavm: Java Runtime Environment

Das Produkt javavm stellt die für den opsi-configed benötigte Java Laufzeitumgebung für die Clients zur Verfügung.

opsi-configed

opsi Graphical Management Interface als Applikation Für Windows und Linux. Siehe auch Kapitel: Abschnitt 4, „opsi-Management GUI: opsi-configed“

jedit

Java basierter Editor mit Syntax Highlighting für opsi-winst Scripte.

swaudit + hwaudit: Produkte zur Hard- und Software-Inventarisierung

Die Produkte hwaudit und swaudit dienen der Hard- bzw. Software-Inventarisierung. Bei der Hardware-Inventarisierung werden die Daten über WMI erhoben und über den opsi-webservice an den Server zurück gemeldet. Bei der Software-Inventarisierung werden die Daten aus der Registry (HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall) erhoben und über den opsi-webservice an den Server zurück gemeldet.

opsi-template

Template zur Erstellung eigener opsi-Scripts. Sie können das Template extrahieren mit

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi

oder auch dabei gleich umbenennen mit

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi --new-product-id myprod

Siehe auch opsi-getting-started Manual.

opsi-template-with-admin

Template zur Erstellung eigener opsi-Scripts. Sie können das Template extrahieren mit

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi

oder auch dabei gleich umbenennen mit

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi --new-product-id myprod

Siehe auch opsi-winst-manual / opsi-script-manual
Kapitel: Skript für Installationen im Kontext eines lokalen Administrators

shutdownwanted

Fährt den Rechner herunter, wenn keine weiteren Aktionen mehr gesetzt sind.

opsi-winst-test

Große Sammlung von opsi-script Selbsttests. Diese kann als Beispielsammlung für funktionirende Aufrufe von opsi-script Befehlen verwendet werden.

opsi-wim-capture

Siehe auch Kapitel: Abschnitt 9.4, „opsi WIM Capture

opsi-winpe

Produkt zur einfachen Erzeugung eine opsi-winpe Siehe auch opsi-getting-started Manual, Kapitel Erstellen eines PE.

opsi-uefi-netboot

Siehe auch Kapitel: Abschnitt 9.6, „opsi mit UEFI / GPT“

opsi-set-win-uac

Setzt den UAC-Level via opsi.

opsi-setup-detector

Siehe auch Kapitel: Abschnitt 9.18, „opsi Setup Detector (frei)“

opsi-logviewer

Text viewer mit Filter nach Loglevel und Events.
Für Windows und Linux.

  • Das von uib erstellte Tool opsi-logviewer öffnet jetzt auch Dateien, die u.a. in den Archivformaten zip oder gzip komprimiert wurden. Damit können dann Logdateien, die platzsparend als Archiv zugeschickt werden, direkt betrachtet werden. (Enthält ein Archiv mehrere Dateien, werden die Inhalte aneinandergehängt.)
  • Das Setup.Skript ist um eine Linux-Unterstützung erweitert, so dass der opsi-logviewer auch auf einem Linux-Client automatisiert installiert werden kann.
  • Die neue before-Abhängigkeit zu javavm sichert die Funktion des Startaufrufs (weil javavm die javaw.exe ins Systemverzeichnis kopiert)
opsi-config-win10

Konfiguriert verschiedene Windows 10 Einstellungen wie z.B. Sperrbildschirm, Hibernationboot, Telemetrie und Update-Verhalten.

In der Version 4.0.7 kamen neue Deaktivierungsmöglichkeiten hinzu. Mit dem Property disable_telemetry ist es möglich die Menge der gesammelten Daten zu limietieren. Standardmässig werden sehr viele Daten übertragen. Wenn das Property auf true gesetzt wird, wird Windows so eingestellt, das nur noch sicherheitsrelevante Daten übertragen werden. Dies ist die niedrigste Stufe. Die Security Stufe kann nur in der Windows 10 Enterprise und LTSB Version eingestellt werden. In den anderen Versionen von Windows 10 wird die nächstmögliche Stufe angewendet, Basic. Das Property disable_cortana deaktiviert den Cortana Sprachassistenten. Der Cortana Assisten sammelt diverse Daten über eingebenen Daten und überträgt diese Daten an Server von Microsoft. Analog verhält es sich mit dem Property disable_customer_experience. Dies deaktiviert das Sammlen von Daten im Bezug auf Daten zur Anwendungsvewendung. Das Entfernen von gefährlicher Software, kurz MRT, wird mit dem Property disable_mrt deaktiviert. Dieser Dienst scannt in regelmäßigen Abständen vorhandene Dateien auf der Festplatte des Rechners und vergleicht diese mit einer Liste von gefährlicher Software. Ebenfalls wurde am Property config-updates gearbeitet. In der Version 4.0.6 gab es in diesem Property eine Option disable. Diese Option ist nun in ein eigenes Property gewandert, disable-updates. Sofern dieses Property aktiviert und auf dem Client ausgerollt wird, ist keine Verbindung zum Microsoft Updates Service möglich. Dadurch sind nicht nur Updates, sondern auch Upgrades ausgeschlossen. In Windows 10 werden unter anderem auch Daten über den aktuell eingelogten Microsoft Konto Benutzer gesammelt. Dies kann mit dem Property disable_mac deaktiviert werden. Ein weiteres Property ist disable_advertising_id. Hierbei werden Daten über den Browserverlauf gesammelt um benutzerspezifische Werbung einzublenden. Standardmässig ist in Windows 10 der Antivirendienst Defender aktiv. Dieser kann mit dem Property disable_defender deaktiviert und mit einer eigenen Antivirenlösung ersetzt werden. Ebenfalls ein kritischer Dienst ist WiFi Sense. Dieser Dienst ermöglichst es auf einem Gerät mit WLAN, die verwendeten WLAN-Netze, inklusive Passwörter, mit seinen Kontakten zu teilen. Zum deaktivieren reicht es das Property disable_wifi_sense auf true zu setzen und das Produkt zu installieren. Es kommt auch vor, das ein Dokument eine Schriftwart nutzt, welcher nicht auf dem eigenen System installiert ist. Hierfür hat Microsoft das Font Streaming eingeführt. Die fehlende Schriftwart wird aus dem Internet geladen und bereitgehalten. Dieses Verhalten kann mit dem Property disable_font_streaming gesteuert werden. Das Property disable_sending_feedback ermöglicht es Übertragung von Daten an Microsoft bei Fehlverhalten von Anwendungen zu beeinflussen. Mit dem Property defer_upgrades ist es möglich Updates und Upgrades zu verschieben. Updates können um vier Wochen und Upgrades um acht monate verschoben werden. Hierbei ist zu beachten das sicherheitsrelevante Updates trotz defer Option installiert werden. Featureupdates hingegen werden nicht installiert. Es gibt in Verbindung von Windows 10 mit dem Adobe Flashplayer eine Sicherheitslücke. Es wird empfohlen das Autorun-Feature des Flashplayers zu deaktivieren. Dies kann mit dem Property flashplayer_autorun eingestellt werden. Des Weiteren sammelt Windows 10 Daten über die aktuelle Geoposition des Geräts. Das Property disable_sensors dient der Steuerung der Übertragung dieser Daten. Bei jeder Suche über die integrierte Suchleiste in der Taskleiste werden auch Online-Ergebnisse geliefert. Dies kann mit dem Property online_search de, bzw. aktiviert werden. Wenn man Windows 10 in Kombination mit einem Microsoft Account nutzt, ist es möglich seine Einstellungen mit dem aktuellen Microsoft Konto zu synchronisieren. Setzt man das proeprty sync_settings auf false wird dies deaktiviert. Eine besonderheit ist die Verwendung von Windows 10 auf Tablet-PCs. Hierbei werden Daten über Handschriften gesammelt und an einen Microsoft Server gesendet. Das Property disable_handwrite_sharing ermögliche es dieses Feature aus- bzw. einzuschalten.

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_fast_boot
description: Disable Fastboot for proper opsi startup
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_lock_screen
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_telemetry
description: Disable telemetry data transmission
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_cortana
description: Disable Cortana assistant
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_customer_experience
description: Disable customer experience program
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_mrt
description: Disable Malicious Software Removal Tool
default: True

[ProductProperty]
type: unicode
name: config_updates
multivalue: False
editable: False
description: Set Windows-Update behavior
values: ["AllowPeerToPeer", "LocalPeerToPeer", "MicrosoftOnly"]
default: ["MicrosoftOnly"]

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_mac
description: Disable Microsoft Account communication
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_advertising_id
description: Disable Microsoft Advertising ID
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_updates
description: Disable Windows Updates
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_defender
description: Disable Microsoft Windows Defender
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_wifi_sense
description: Disable Wi-Fi Sense
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_sending_feedback
description: Disable sending feedback and diagnostics
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_font_streaming
description: Disable font streaming of not installed fonts
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: defer_upgrade
description: Defer Windows 10 Upgrade
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: flashplayer_autorun
description: Adobe Flashplayer: allow autorun?
default: False

[ProductProperty]
type: bool
name: location_sensors
description: Disable location and sensor detection
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: online_search
description: Disable online search during file or command search
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: disable_handwrite_sharing
description: Tablet-PC: Disable sharing of handriting information
default: True

[ProductProperty]
type: bool
name: sync_settings
description: Sync settings with AccountID
default: False
config-winbase

Paket zum Customizing der Grundeinstellungen von Oberfläche, Explorer usw..

Beeinflussung der Installationsreihenfolge durch Prioritäten und Produktabhängigkeiten

Seit opsi 4.0 wird die Installationsreihenfolge vom opsi-server unter Berücksichtigung von Produktabhängigkeiten und Produktprioritäten berechnet.

  • Produktabhängigkeiten
    definieren Abhängigkeiten und notwendige Installationsreihenfolgen zwischen Produkt-Paketen. Typische Beispiel ist die Abhängigkeit von Java Programmen von der Java Laufzeitumgebung (javavm).
  • Produktprioritäten
    dienen dazu, bestimmte Pakete in der Installationsreihenfolge nach vorne oder nach hinten zu schieben. So ist es z.B. sinnvoll Servicepacks und Patches an den Anfang einer Installation zu legen und eine Softwareinventarisierung an das Ende.
    Produktprioritäten sind Zahlen zwischen 100 und -100 (0 ist default)

Wie diese beiden Faktoren gegeneinander gewichtete werden sollen kann unterschiedlich gesehen werden. Daher stellt opsi zwei Algorithmen zur Verfügung.

Die Umstellung zwischen diesen Algorithmen erfolgt entweder:

im opsi-configed, in der Server-Konfiguration

Abbildung 64. opsi-configed: Serverkonfiguration

configed_serverconfiguration.png

oder auf der Kommandozeile mit folgendem Befehl:

opsi-setup --edit-config-defaults

Abbildung 65. Wählen des Sortieralgorithmus: Teil 1

opsi-setup-product_sort_algorithm.png

Abbildung 66. Wählen des Sortieralgorithmus: Teil 2

opsi-setup-product_sort_algorithm2.png

Algorithm1: Produktabhängigkeit vor Priorität (Default)

Bei diesem Algorithmus werden zunächst die Produkte anhand Ihrer Prioritäten sortiert und dann aufgrund der Produktabhängigkeiten nochmals umsortiert. Hierdurch kann natürlich ein Produkt mit sehr niedriger Priorität weit nach vorne geschoben werden weil es von einem anderen Produkt als required before benötigt wird. Auf der anderen Seite wird vermieden das es zu Installationsproblemen aufgrund nicht aufgelöster Produktabhängigkeiten kommt.
Der Algorithmus 1 sorgt dafür, das die Installationsreihenfolge konstant ist, unabhängig davon wieviele Produkte auf setup stehen. Diese Reihenfolge entspricht der Reihenfolge welche im configed angezeigt wird wenn die Produkte nach der Spalte Position sortiert werden.
Damit ist gesichert, dass bei einer mit "ExitWindows /immediateReboot" nur unterbrochenen Abarbeitung eines setup-Skripts nach dem Reboot direkt die Bearbeitung des unterbrochenen Skripts weitergeführt wird.

Algorithm2: Produktpriorität vor Abhängigkeit

Dieser Algorithmus geht von dem Gedanken aus, dass es in der Praxis im wesentlichen drei Prioritätsklassen gibt:

  • Produkte, welche am Anfang installiert werden sollen wie z.B. OS-Patches und Treiber, durch die der PC in seinen Standard-Zustand gebracht wird. Wird realisiert durch Zuweisen einer hohen Priorität (maximal +100).
  • "Normale" Produkte, die Anwendungen installieren (Default-Priorität 0).
  • Produkte, die möglichst am Ende eingespielt werden sollen wie z.B. Softwareinventariserung. Realisiert durch Zuweisen einer niedrigen Priorität (niedrigste mögliche -100).

Die Auflösung der Produktabhängigkeiten erfolgt nur innerhalb einer Prioritätsklasse. Hierdurch ist sichergestellt, dass Produkte mit einer hohen Priorität auch tatsächlich am Anfang installiert werden. Prioritätsklassen übergreifende Produktabhängigkeiten werden nicht berücksichtigt bzw. führen zu einer Warnung. Daher ist beim Packen zu beachten, dass Produktabhängigkeiten nur innerhalb einer Prioritätsklasse definiert werden.

Die Produktabhängigkeiten werden hier so interpretiert, dass sie bei "normalen" Produkten automatisch zu einer konsistenten, alle Abhängigkeiten berücksichtigenden Reihenfolge führen. Wurden widersprüchliche (zirkuläre) Abhängigkeiten definiert, wird ein Fehler angezeigt.

Bei den für die PC-Einrichtung grundlegenden Produkten mit hohen Prioritäten wird dagegen der Administrator – ähnlich wie etwa bei Unix-Startskripten – die genaue Reihenfolge von Hand festlegen, indem er pro Produkt entsprechend der gewünschten Reihenfolge je eine spezifische Priorität zwischen +100 und +1 setzt. Ähnliches gilt für die finalen Produkte mit niedrigen Prioritäten.

Erstellung von Prioritäten und Produktabhängigkeiten

Prioritäten und Produktabhängigkeiten gehören zu den Meta-Daten eines Produktes. Diese werden bei der Erstellung eines Produktes mit dem Befehl opsi-newprod abgefragt.

Diese Metadaten werden im control file des Produktes abgelegt und können dort editiert werden. Nach einer Veränderung im control file muss das Produkt neu gepackt und installiert werden.

Siehe hierzu auch das Kapitel Erstellen eines opsi-Product-Paketes im opsi-getting-started Handbuch.

Einbindung eigener Software in die Softwareverteilung von opsi

Die Anleitung zur Einbindung eigener Software finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

8.2. Netboot Produkte

Parametrisierung vom Linux Installationsbootimage

Das opsi-linux-bootimage hat eine Reihe von Standardeinstellungen, welche das Verhalten beeinflussen. Sollte nach dem Laden des Bootimages der Bildschirm schwarz bleiben oder die Netzwerkkarte nicht (korrekt) funktionieren, so muss evtl. für diese Hardware die Startparameter des Bootimages angepasst werden.
Dies können Sie im opsi-configed im Tab Hostparameter am Eintrag opsi-linux-bootimage.append tun.

Typische Werte sind hier (einzeln oder kombiniert):

  • acpi=off
  • noapic
  • irqpoll
  • reboot=bios

Eine weitere wichtige Standardeinstellung ist das Passwort von root im Bootimage. Dieses ist per default linux123 und sollte aus Sicherheitsgründen ebenfalls auf diesem Weg abgeändert werden.

Um diese angesprochenen Modifikationen durch zu führen, muss man die Konfiguration: opsi-linux-bootimage.append am besten in der Serverkonfiguration anpassen.

Die hier wichtige Option ist pwh. Dieser Option muss man das verschlüsselte Passwort als Hash-Wert mitgeben. Dieser wird dann automatisch beim Booten in die Datei /etc/shadow geladen. Somit wird bevor ein Login auf dem Client möglich ist, das Passwort verändert. Um diesen Hash zu bekommen gibt es verschiedene Wege. Um sicher zu gehen, dass man den richtigen Hash in der richtigen Formatierung und Art (MD5, SHA1, etc…) bekommt, empfehlen wir folgendes Vorgehen.

Einen opsi-Client per PXE oder mit der aktuellen opsi-client-boot-cd starten. Dann per Putty oder direkt vom opsi-server aus per ssh als root eine Verbindung aufbauen. Vom opsi-server aus:

ssh root@<client.domain.tld>

Das Passwort lautet linux123. Dann einfach das Passwort von root neu setzen:

passwd

Nun muss man den gesetzten Hash holen.

grep root /etc/shadow

Die Ausgabe sollte nun folgendermaßen aussehen:

root:$6$344YXKIT$D4RPZfHMmv8e1/i5nNkOFaRN2oYNobCEjCHnkehiEFA7NdkDW9KF496OHBmyHHq0kD2FBLHZoTdr5YoDlIoWz/:14803:0:99999:7:::

Um das Passwort zu setzen, reicht es wenn man den Hash kopiert, der nach dem ersten Doppelpunkt beginnt und beim zweiten Doppelpunkt in der Zeile aufhört. Die daraus resultierende Option für die Konfiguration opsi-linux-bootimage.append wäre:

pwh=$6$344YXKIT$D4RPZfHMmv8e1/i5nNkOFaRN2oYNobCEjCHnkehiEFA7NdkDW9KF496OHBmyHHq0kD2FBLHZoTdr5YoDlIoWz/

Automatische Betriebssysteminstallation unattended

Überblick

Ablauf einer Reinstallation:

  • Bei PXE-Boot:

    • Über den opsi-configed oder opsi-admin wird der PC für die Neuinstallation ausgewählt.
  • Der Client erkennt beim nächsten Bootvorgang mit Hilfe des PXE-Bootproms, dass er reinstalliert werden soll und lädt ein Bootimage vom opsi-server.
  • Bei CD-Boot:

    • Der Client bootet von der opsi-client-boot-cd das Bootimage.
  • Das Bootimage stellt am Client die Rückfrage, ob der PC tatsächlich reinstalliert werden soll. Dies ist die einzige Interaktion des gesamten Prozesses.
  • Das Bootimage partitioniert und formatiert die Festplatte.
  • Das Bootimage überträgt die notwendigen Installationsdateien und Konfigurationsinformationen vom opsi-server auf den Client und leitet einen Reboot ein.
  • Nach dem Reboot installiert der Client selbstständig das Betriebssystem anhand der übertragenen Konfigurationsinformationen.
  • Im Anschluss wird der opsi-client-agent zur Einbindung der automatischen Softwareverteilung installiert.
  • Die automatische Softwareverteilung installiert die gesamte Software, die gemäß Konfigurationsdatei auf diesen Rechner gehört.
Voraussetzungen

Der Client-PC sollte mit einer bootfähigen Netzwerkkarte ausgestattet sein. Viele heute eingesetzte Netzwerkkarten verfügen über eine entsprechende PXE-Firmware. Diese kontrolliert den Bootvorgang vom Netz, falls nicht eine andere Reihenfolge im BIOS eingestellt ist. Ist kein PXE vorhanden kann alternativ kann auch von der opsi-client-boot-cd das Bootimage gebootet werden.

Das opsi-Installationspaket für das zu installierende Betriebssystem muss auf dem opsiserver installiert sein. In den folgenden Abschnitten wird als Beispiel jeweils Windows 10 angenommen.

PC-Client bootet vom Netz

Die Firmware des PXE wird beim Starten eines PCs aktiv: sie „kann“ dhcp und führt die Abfragen im Netz durch.

Abbildung 67. Schritt 1 beim PXE-Boot

netboot-pxe.png

Der PC kennt zu Beginn lediglich seine Hardware-Adresse (= hardware ethernet, MACNummer der Netzwerkkarte), bestehend aus sechs zweistelligen Hexadezimalzeichen.

Die Firmware schickt damit eine Rundfrage ins Netz. Es ist eine *DHCPDISCOVER*Anfrage über Standard-Port per Broadcast (= an alle Rechner im Netz): „Ich brauche eine IP-Nummer und wer ist mein dhcp-Server?“ (Discover= entdecken)

Mittels DHCPOFFER macht der dhcp-Server diesbezüglich einen Vorschlag. (offer=anbieten)

DHCPREQUEST ist die Antwort des Clients an den Server (wenn er die angebotene IP akzeptiert; Hintergrund ist hier: Es können in einem Netz mehrere dhcp-Server tätig sein.). Der Client fordert damit die angebotene Adresse an. (request=Anfrage)

Mit DHCPACK bestätigt der dhcp-Server diese Anforderung des Clients. Die Informationen werden an den Client übertragen. (acknowledge=bestätigen)

Am Bildschirm des bootenden PCs können diese Prozesse mitverfolgt werden. Nach den ersten Systeminformationen meldet sich das PXE-BOOTPROM mit seinen technischen Daten und stellt seine „CLIENT MAC ADDR“ dar. Im Anschluss zeigt ein sich drehendes Pipe-Zeichen die Dauer der Anfrage des Clients an. Wird das bewegliche Zeichen durch einen Backslash ersetzt, hat der dhcp-Server ein Angebot gemacht („CLIENT IP, MASK, DHCP IP, GATEWAY IP“).
Kurze Zeit später – wenn alles funktioniert hat – meldet das PXE: „My IP ADDRESS SEEMS TO BE …"

Nach dem Empfang und der Verarbeitung dieser Konfigurationsinformationen durch den PC ist dieser als Netzwerkteilnehmer ordentlich konfiguriert. Der nächste Schritt ist, das in den Konfigurationsinformationen angegebene Bootfile (bootimage) zu laden.

pxelinux wird geladen

Das Bootimage wird per tftp (trivial file transfer protocol) geladen. (Meldung auf dem PC-Bildschirm: „LOADING“). Das Protokoll tftp ist zum Übertragen von Dateien, bei dem sich der Client nicht authentifizieren muss. Das heißt, die über tftp ladbaren Dateien sind für alle im Netz verfügbar. Daher wird der Zugriff per tftp auf ein bestimmtes Verzeichnis (mit Unterverzeichnissen) beschränkt. Gewöhnlich ist dieses Verzeichnis /tftpboot. Konfiguriert ist dies in der Konfigurationsdatei des x/inetd (/etc/inetd.conf), der den eigentlichen tftpd bei Bedarf startet. (z.B. tftpd -p -u tftp -s /tftpboot).

Der Ladevorgang gemäß dem PXE-Standard ist dabei mehrstufig:
In der ersten Stufe wird die per tftp übermittelte Datei (üblicherweise /tftpboot/linux/pxelinux.0) geladen und gestartet.
Das Programm pxelinux.0 sucht bei Ausführung im Verzeichnis /tftpboot/linux/pxelinux.cfg nach Konfigurations- bzw. Bootinformationen. Dabei wird zunächst nach PC-spezifischen Informationen gesucht. Eine solche PC-spezifische Datei basiert auf der Hardwareadresse (MAC-Adresse) der Netzwerkkarte im Dateinamen. Die Datei ist eine Einweg-Datei (named pipe) und kann daher nur einmal gelesen werden. Der Hardwareadresse im Dateinamen werden dabei immer die zwei Ziffern 01 vorangestellt. Alle Zeichenpaare werden durch ein Minuszeichen verknüpft, z.B. 01-00-0c-29-11-6b-d2 für eine Netzwerkkarte mit MAC: 00:0C:29:11:6B:D2. Wird eine solche Datei nicht gefunden wird nach einer Datei gesucht deren Namen der Hexadezimaldarstellung der IP-Adresse entspricht. Ist auch keine solche PCspezifische Datei vorhanden, wird pxelinux.0 den Dateinamen (von hinten beginnend) immer weiter verkürzt suchen, bis die Suche ergebnislos verlaufen ist und bei der Datei default endet. Diese Datei enthält den Befehl localboot 0 Lädt der PC diese Datei, findet also keine Installation statt, sondern das lokal installierte Betriebssystem wird gestartet.

Abbildung 68. Schritt 2 beim PXE-Boot

netboot-pxelinux.png

Um für einen bestimmten PC eine Reinstallation einzuleiten, wird das Programm pxelinux.0 dazu gebracht, in einer zweiten Stufe ein Installationsbootimage zu laden. Dazu wird mit Hilfe des opsipxeconfd eine PC-spezifische Datei in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg erzeugt, in der unter anderem der Befehl zum Laden des eigentlichen Installationsbootimages liegt. Weiterhin findet sich hier der PC-spezifische Schlüssel zur Entschlüsselung des pcpatch-Passwortes. Diese Datei wird als named pipe erzeugt und ist damit eine Einweg-Datei die durch einmaliges Lesen von selbst verschwindet. Details hierzu in den Kapiteln zur Absicherung der Shares und zum opsipxeconfd.
Linux Installationsbootimage wird geladen
Basierend auf den Informationen die das pxelinux.0 aus der named pipe gelesen hat, wird nun per tftp vom opsi-server das eigentliche Installationsbootimage geladen. Dieses besteht üblicherweise aus dem Kernel (/tftpboot/linux/install) in dem dazugehörigen "initrd" (initiale root disc) Filesystem (/tftpboot/linux/miniroot.bz2).
Das Bootimage, das nun geladen wird, ist Linux basiert.

PC-Client bootet von CD

Analog zu dem Bootvorgang per tftp mit Hilfe des PXE-bootproms kann das Bootimage auch direkt von der opsi-client-boot-cd geladen werden.

Diese Möglichkeit bietet sich bei folgenden Voraussetzungen an:

  • der Client verfügt über kein PXE;
  • es gibt kein dhcp;
  • es gibt dhcp aber es sollen dort keine Einträge zu den Clients gemacht werden und die Hardwareadressen der Clients sind nicht bekannt;
  • es gibt dhcp aber dieses ist nicht korrekt konfigurierbar

Entsprechend der unterschiedlichen Situationen müssen dem Bootimage auf der CD unterschiedlich viele Informationen interaktiv bereitgestellt werden. Im einfachsten Fall müssen überhaupt keine Angaben gemacht werden.

Lesen Sie hierzu auch das Kapitel Anlegen eines neuen opsi-Clients mit Hilfe der opsi-client-bootcd in Getting-Started Handbuch.

Das Linux Installationsbootimage bereitet die Reinstallation vor

Das Bootimage startet eine erneute dhcp-Anfrage und konfiguriert sich entsprechend sein Netzwerkinterface. Danach werden über den opsi-webservice die Konfigurationsdaten für diesen Client geladen.

Abbildung 69. Ueber PXE-Boot geladenes Bootimage bereitet Festplatte zur Betriebssysteminstallation vor

netboot-pxeos.png

Ergänzt wird dieses Informationspaket durch Angaben aus der dhcp-Antwort (z.B. wer ist der tftp-Server) sowie mit über den Webservice ermittelte Informationen. Die gesammelten Informationen werden für die Weiterverarbeitung durch das eigentliche Installationsskript bereitgestellt.

Nun wird das Passwort des Installations-Users pcpatch mit Hilfe des übergebenen Schlüssels entschlüsselt und der angegebene Installationsshare gemountet. Jetzt kann das auf dem gemounteten Share liegende Installationsskript für das zu installierende Betriebssystem gestartet werden. Die Abläufe in diesem Skript sind abhängig von dem zu installierenden Betriebssystem. Im Folgenden werden beispielhaft die Abläufe für eine Windows-10-Installation skizziert.

Vorbereitung der Festplatte: Auf der Platte wird eine 4 GB große FAT32 Partition angelegt, formatiert und bootfähig gemacht. Sofern nicht anders angegeben, wird der Rest der Festplatte mit einem NTFS Dateisystem formatiert. Auf diese Partition wird das Betriebssystem installiert.

Kopieren der Installationsdateien: Die Dateien für die Installation des Betriebssystems werden von dem Installationsshare des Servers (z.B. /var/lib/opsi/depot/win10/installfiles) auf die lokale Platte kopiert. Das Gleiche gilt für das Setup-Programm des 'opsi-client-agent’s zur Einrichtung der automatischen Softwareverteilung auf dem PC.

Einpflegen der Konfigurationsinformationen: Unter den auf die lokale Platte kopierten Dateien finden sich auch Konfigurations- und Steuerdateien, die Platzhalter enthalten. Durch ein spezielles Skript (patcha) werden diese durch entsprechende Parameter aus dem Informationspaket ersetzt (gepatcht)Ein Beispiel für eine zu patchende Datei ist die unattend.xml. Sie steuert das „unbeaufsichtigte“ Installieren von Windows.

Reboot vorbereiten: Der Bootloader wird so konfiguriert, dass beim nächsten Boot der Rechner via ntloader in das Windows Setup-Programm startet. Der Aufruf ist dabei mit der Option versehen, die gepatchte unattend.xml als Steuerdatei zu verwenden.

Reboot: Da in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg nun keine PC-spezifische Datei mehr vorhanden ist, wird in Stufe 1 des PXE-Boots der Befehl hdboot aus der Datei default geladen. Damit wird der lokale Bootloader gestartet und die Betriebssysteminstallation gestartet.

Die beschriebenen Abläufe werden von dem für diese Installation angegebenen Python-Script gesteuert.

Die Installation von Betriebssystem und opsi-client-agent

Die Installation des Betriebssystems ist ein unattended Setup wie es von Microsoft vorgesehen ist. Dabei werden die Standardmöglichkeiten der Hardwareerkennung genutzt. Im Gegensatz zu einer normalen Installation von CD können auf der Installations-Partition schon aktualisierte Treiber und Servicepacks eingepflegt werden, damit diese schon direkt bei der Erstinstallation verwendet werden.

Zu einer unattended Installation gehört die Möglichkeit, nach Abschluss der eigentlichen Betriebssysteminstallation automatisch noch weitere Installationen starten zu können. Dieser Mechanismus wird genutzt, um das Setup des 'opsi-client-agent’s auszuführen und damit die automatische Softwareverteilung einzubinden. In der Registry wird eingetragen, dass sich der Rechner immer noch im Reinstallationsmodus befindet.

Nach dem abschließenden Reboot starten nun vor einem Login die opsi-Programme zur Softwareverteilung. Diese Software erkennt anhand der Registry den Reinstallationsmodus. Dieser Modus hat hier zur Folge, dass alle Softwarepakete, für welche der Installationsstatus installed oder die angeforderte Aktion setup/update ist, nun installiert werden. Auf diese Weise werden sämtlich Pakete, die vor der Reinstallation des Betriebssystems auf diesem PC waren, automatisch wieder eingespielt. Erst nach Abschluss aller Installationen wird der Reinstallationsmodus zum Standard-Bootmodus zurückgeschaltet. (Im Gegensatz zum Reinstallationsmodus, werden im Standard-Bootmodus nur Pakete installiert, bei denen die Angeforderte Aktion setup/update ist.) Damit ist der PC fertig installiert.

Funktionsweise des patcha Programms

Wie oben erläutert werden vom Bootimage (genauer gesagt vom Programm /usr/local/bin/master.py) die Konfigurationsinformationen aus dem opsi-webservice und dhcp gesammelt, um sie dann in entsprechende andere Konfigurationsdateien wie z.B. die unattended.xml einzupflegen. Das Einpflegen übernimmt das Programm /usr/local/bin/patcha.

Das Skript gleicht anhand eines Suchmusters @flagname() eine Konfigurationsdatei mit den Einträgen aus einer anderen Datei (hier cmdline) ab, die Einträge der Art "Flagname=Wert" enthalten muss und patcht diese bei Übereinstimmung des Suchmusters. Das Suchmuster kann nach dem Flagnamen einen "" enthalten und muß einen oder beliebig viele "#" als Abschluß enthalten. Die zu patchenden Parameter werden aus den Properties des jeweiligen Netboot-Produkts gelesen und in eine Variable im Bootimage geschrieben.

Usage: patcha [-h|-v] [-f <params file>] <patch file>

Fill placeholders in file <patch file>
Options:
-v Show version information and exit
-h Show this help
-f <params file> File containig key value pairs
If option not given key value pairs from kernel cmdline are used

patcha patcht nur einen Tag pro Zeile.

Der Platzhalter wird auf die Länge des zu ersetzenden Wertes getrimmt bzw erweitert und dann ersetzt. D.h unabhängig von der Länge des Platzhalters wird dieser durch den Wert ersetzt. Anhängende Zeichen bleiben anhängend.
Beispiel:

Mit der Datei

cat try.in
tag1=hallohallohallo1 tag2=t2

und der Datei

cat patch.me
<#@tag1##########################>
<#@tag2##########################>
<#@tag1#>
<#@tag2#>
<#@tag1*##########################>
<#@tag2*##########################>
<#@tag1*#>
<#@tag2*#>
<#@tag1#><#@tag1#####>
<#@tag2*#######><#@tag1#>

ergibt

./patcha -f try.in patch.me
cat patch.me
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1><#@tag1#####>
<t2><#@tag1#>
Aufbau der Produkte zur unattended Installation

Die Informationen zum Aufbau der Produkte zur unattended Installation finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation

Die Informationen zum Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

Hinweise zu den NT6 Netbootprodukten (Win 7 bis Win 10)

Die Netbootprodukte zur Installation von NT6 Betriebssystemen enthalten eine Fülle von Produktproperties, welche in Ihrer Funktion in der Folge erläutert werden sollen:

Abbildung 70. NT6 Productproperties

NT6 Productproperties

additional_drivers
Liste von Verzeichnissen unterhalb von <productid>\drivers\drivers\additional. Alle Treiberverzeichnisse unterhalb der angegebenen Verzeichnisse werden unabhängig von der automatischen Treibererkennung zusätzlich in die Installation mit eingebunden. Wir hierüber Treiber für ein Gerät eingebunden, so wird für dieses Gerät kein weiterer Treiber über die automatische Treiberintegration mehr eingebunden.
askbeforeinst
Soll vor Beginn der Installation gefragt werden
blockalignment
Soll die Partition an den Blöcken ausgerichtet sein
boot_partition_label
Label der boot_partition (Bitlocker Partion)
boot_partition_letter
Laufwerksbuchstabe der boot_partition (Bitlocker Partion)
boot_partition_size
Größe der boot_partition (Bitlocker Partion). 0 = keine Erstellen
data_partition_label
Label der Datenpartition, wenn eine erstellt wird.
data_partition_letter
Laufwerksbuchstabe der Datenpartition, wenn eine erstellt wird.
data_partition_preserve
Soll die Datenpartition bei einer Reinstallation erhalten bleiben
fullname
Vollständiger Name des Lizenznehmers wie er der Installation übergeben wird.
imagename
Name der Variante des Betriebssystems das zu installieren ist.

Abbildung 71. NT6 Imagenames

NT6 Imagenames

orgname
Vollständiger Name der Firma / Organisation des Lizenznehmers wie er der Installation übergeben wird.
pre_format_system_partitions
Sollen vorherige Partitionen formatiert werden um Spuren vorheriger Installationen zu löschen? (benötigt Zeit)
preserve_winpe_partition
Soll die WinPE Partition nach der OS-Installation erhalten bleiben
productkey
Lizenzschlüssel zur Installation. Wird nur ausgewertet wenn der Hostparameter license-management.use auf false steht. Ansonsten wird der Lizenzschlüssel aus dem Lizenzmanagement geholt.
setup_after_install
Welches Produkt soll nach dem Betriebssystem installiert werden?
system_keyboard_layout
Sprachauswahl für die Tastatur. (siehe: http://msdn.microsoft.com/en-us/goglobal/bb895996 )

Abbildung 72. Sprachauswahl für die Tastatur

Sprachauswahl für die Tastatur

system_language
Sprachauswahl für das System.
system_timezone
Zeitzoneneinstellung
use_raid1
Soll ein RAID1 (SOFTWARE) angelegt werden?
windows_partition_label
Label der Partition (Festplatte C:) auf die das Betriebssystem installiert werden soll.
windows_partition_size
Größe der Partition (Festplatte C:) auf die das Betriebssystem installiert werden soll. Die Angabe kann in Prozent der Festplatte oder in absoluten Zahlen (G=Gigabyte) erfolgen. Wird ein anderer Wert als 100% gewählt, so wird auf dem verbleibenden Rest der Fasplatte eine data_partition angelegt.

Abbildung 73. Größe der C: Partition

Größe der C: Partition

winpe_inputlocale
Microsoft-Windows-International-Core-WinPE InputLocale
winpenetworkmode
Soll die Betriebssysteminstallation über den gemounteten Netzwerkshare vom PE aus erfolgen (true) oder sollen alle Installationsdateien vorher auf die Festplatte kopiert werden (false).
winpe_uilanguage
Microsoft-Windows-International-Core-WinPE
winpe_uilanguage_fallback
Microsoft-Windows-International-Core-WinPE
winpenetworkmode
Beim Wert true versucht lädt das WinPE die INstallationsdaten vom opsi share. Beim Wert false werden die kompletten Installationsdaten auf die lokale Festplatte geladen und die Installation startet von lokaler Platte

memtest

Das Produkt memtest dient dazu einen Memory-Test des Clients durchzuführen.

hwinvent

Das Produkt hwinvent dient dazu eine Hardwareinventariserung des Clients durchzuführen.

wipedisk

Das Produkt wipedisk überschreibt die gesamte Festplatte (partion=0) oder einzelne Partitionen mit unterschiedlichen Mustern. Die Anzahl der Schreibvorgänge wird über das Product-Property iterations gesteuert (1-25).

8.3. Inventarisierung

Zur Inventarisierung stehen die Localbootprodukte hwaudit und swaudit sowie das Netboot Produkt hwinvent zur Verfügung.

Hardware Inventarisierung

Die Hardwareinventarisierung ist unter opsi über eine Konfigurationsdatei gesteuert. Das bedeutet, das die Information wie und welche Daten erhoben werden, nicht in den entsprechenden Produkten hwaudit und hwinvent fest verdrahtet sind. Vielmehr werden diese Produkte über eine Konfigurationsdatei gesteuert. Dazu wird die Konfigurationsdatei bei jeder Ausführung über den opsi Webservice eingelesen und interpretiert. Gleichzeitig steuert diese Konfigurationsdatei auch den Aufbau der Datenbank, so dass eine Erweiterung dieser Konfigurationsdatei auch eine Erweiterung der Datenhaltung nach sich zieht.

Die Konfigurationsdatei ist die /etc/opsi/hwaudit/opsihwaudit.conf.
In dieser Datei werden alle zu Inventarisierenden Objekte definiert und beschreiben, wie die zu diesem Objekt gehörenden Daten zu erheben sind (unter Linux und unter Windows). Gleichzeitig wird darüber auch die dazu gehörige Datenstruktur definiert. Zur Vereinfachung enthält diese Konfigurationsdatei Vererbungsmechanismen die an eine Objektorientierung angelehnt sind. Hintergrund hierfür ist die Tatsache, dass viele Objekte identische Datenfelder wie z.B. Name und Vendor enthalten. Diese allgemeinen Informationen werden so in virtual Hardwareklassen definiert. Die eigentlichen Inventarisierungsobjekte sind dann structural Hardwareklassen, welche viele Eigenschaften von übergeordneten virtual Klassen erben können.

Zur Erläuterung dieses Mechanismus ein Beispiel:
So definiert die Knfigurationsdatei zunächste eine virtual Class Namens "BASIC_INFO". Diese definiert die Eigenschaften (Values):

  • "name"
  • "description"

Als nächstes folgt die virtual Class Namens "HARDWARE_DEVICE" welche alle Eigenschaften von "BASIC_INFO" erbt und folgende zusätzliche definiert:

  • "vendor"
  • "model"
  • "serialNumber"

Als nächstes folgt als erstes Objekt welche wir in der Inventarisierung auch finden, die erste structural Class Namens "COMPUTER_SYSTEM", welche alle Eigenschaften von "HARDWARE_DEVICE" erbt und folgende zusätzliche definiert bzw. überschreibt:

  • "name"
  • "systemType"
  • "totalPhysicalMemory"

Im Rahmen der Definition einer Klasse und ihrer Values werden verschiedene Eigenschaften beschrieben:

  • Klassen definition:

    • "Type"
      ist "STRUCTURAL" oder "VIRTUAL"
    • "Super"
      gibt die Klasse an von der geerbt wird.
    • "Opsi"
      gibt den Namen der Klasse an, der auch später in opsi als Anzeigenamen verwendet wird.

Weiterhin können in der Klassendefinition angegeben werden, wie diese Daten erhoben werden. Diese Informationen können aber auch bei der Definition der Values stehen.

  • Für die Inventarisierung unter Linux:

    • "Linux": "[<command>]<parameter>"
      Ausführung des Kommandozeilenprogramms <command> mit dem Argument <parameter>.
    • "Python": "<python code with place holder>"
      Ausführung des angegeben Python codes wobei zunächst der Platzhalte durch die schon ermittelten Werte ersetzt wird.
  • Für die Inventarisierung unter Windows:

    • "WMI": "<wmi select statement>"
      auszuführende WMI Abfrage
    • "Cmd": "<Python text object with place holder>"
      Der Platzhalter ist in diesem Fall der relative Pfad zu einem ausführbarem Programm, dessen Ausgabe den Platzhalter ersetzt.
    • "Registry": "[<registry key>] <value name>"
      Aus der Registry wird in <registry key> der Wert von <value name> ausgelesen.
      Das Auslesen der Registry erfolgt Architektur spezifisch. Das heißt, auf einem 64 Bit System wird der 64 Bit Zweig der Registry ausgelesen.
  • Valuedefinition:

    • "Type": "<MySQL Datenbanktyp>"
      <MySQL Datenbanktyp> gibt den Datentyp an in dem dieser Wert in der Datenbank angelegt wird.
    • "Scope": "<scope>"
      das Feld <scope> wird folgendsermaßen verwendet:
      "g" bedeutet: Dieses Attribut ist bei allen Geräten dieses Typs gleich.
      "i" bedeutet: Dieses Attribut kann bei Geräten dieses Typs unterschiedliche Werte haben.
    • "Opsi": "<id>"
      dabei ist <id> der opsi interne Name des Feldes. Dieser kann zur Ausgabe über die Dateien in /etc/opsi/hwaudit/locales wiederum lokalisiert werden.
    • "WMI": "<id or command>"
      dabei ist <id or command> entweder der Name unter dem der in der Klassen definition angegebene WMI Befehl den Wert ausgibt oder ein eigener WMI Befehl.
    • "Linux": "<id>"
      dabei ist <id> der Name unter dem der in der Klassen definition angegebene Linux Befehl den Wert ausgibt.
    • "Condition": "<condition>"
      dabei ist <condition> eine Bedingung die erfüllt sein muss, damit der Value ermittelt wird. So legt z.B. die <condition> "vendor=[dD]ell*" fest, das der schon erhobene Wert von "vendor" Dell oder dell enthalten muss.

Hierzu als Beispiel die Klasse "COMPUTER_SYSTEM":

{
   "Class": {
      "Type":   "STRUCTURAL",
      "Super":  [ "HARDWARE_DEVICE" ],
      "Opsi":   "COMPUTER_SYSTEM",
      "WMI":    "select * from Win32_ComputerSystem",
      "Linux":  "[lshw]system"
   },
   "Values": [
      {
         "Type":   "varchar(100)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "name",
         "WMI":    "Name",
         "Linux":  "id"
      },
      {
         "Type":   "varchar(50)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "systemType",
         "WMI":    "SystemType",
         "Linux":  "configuration/chassis"
      },
      {
         "Type":   "bigint",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "totalPhysicalMemory",
         "WMI":    "TotalPhysicalMemory",
         "Linux":  "core/memory/size",
         "Unit":   "Byte"
      },
      {
         "Type":   "varchar(50)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "dellexpresscode",
         "Condition": "vendor=[dD]ell*",
         "Cmd": "#dellexpresscode\dellexpresscode.exe#.split('=')[1]",
         "Python":  "str(int(#{'COMPUTER_SYSTEM':'serialNumber','CHASSIS':'serialNumber'}#,36))"
      }
   ]
},

Besonders interessant ist hier der letzte Value "dellexpresscode":
Dieser ist nur sinnvoll, wenn es sich auch um einen Dell-Rechner handelt, daher die Condition.
Unter Windows wird das Kommandozeilen Programm dellexpresscode.exe ausgeführt, welches sich von der hwaudit.exe aus gesehen im Unterverzeichnis dellexpresscode\ befindet. Diese produziert eine Ausgabe in der Form: dellexpresscode=123456789. Durch den hinter dem Platzhalter befindlichen .split('=')[1] wird der Wert hinter dem Gleichheitszeichen verwendet.
Unter Linux wird geprüft in welchem Element (COMPUTER_SYSTEM oder CHASSIS) bei serialNumber ein Wert gefunden wurde, und dieser dann zur Berechung des Dell expresscodes verwendet.

Die Opsi-Namen der Values werden über die Dateien /etc/opsi/hwaudit/locales/* übersetzt. Bsp. /etc/opsi/hwaudit/locales/de_DE:

COMPUTER_SYSTEM = Computer
COMPUTER_SYSTEM.systemType = Typ

Der Klassenname COMPUTER_SYSTEM wird übersetzt in "Computer". Das Opsi-Attribut "systemType" der Klasse COMPUTER_SYSTEM wird übersetzt in "Typ". Abschliessend noch der Hinweis: Wenn ein neues Feld erzeugt wird, sollte man dieses in den locale-Dateien anlegen, auch wenn man den Begriff selber nicht übersetzt. Dadurch wird vermieden, dass bei der Laufzeit "Warning" Meldungen produziert werden.

Nachdem Sie die Konfigurationsdatei und die locales modifiziert haben müssen Sie noch den nachfolgenden Aufruftätigen, damit die Änderungen auch in die Datenbank übernommen werden:

opsi-setup --init-current-config

Weiterhin müssen Sie im opsi-configed die Daten komplett neu laden: Datei/Alle Daten neu laden.

Software Inventarisierung

Die Softwareinventarisierung findet über das Localbootprodukt swaudit statt. Dabei werden die Informationen aus dem Uninstallzweig der Registry erhoben und durch zusätzliche Informationen zu Hotfixes und Lizenzkeys ergänzt.

Der Quellcode diese Paketes wir hier verwaltet:
https://svn.opsi.org/listing.php?repname=swaudit

8.4. opsi Abo Produkte

Initiale Bereitstellung von Paketen aus dem Abobereich

Zur Bereitstellung der benötigten Pakete können Sie diese manuell herunterladen oder aber alle Pakete nach Anpassung der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf mittels opsi-product-updater -ivv in einem Rutsch installieren.

Ab opsi Version 4.0.5 können Sie nach Ergänzung der Datei /etc/opsi/opsi-product-updater.conf (s.u.)

auch z.B. mittels

opsi-product-updater -i -p "mshotfix,mshotfix-win7-x86-glb,mshotfix-win7-win2008r2-x64-glb"

die mshotfix-Pakete für Windows 7 erstmalig herunterladen.

Aktualisierung der Abo-Pakete / Konfiguration des opsi-product-updater

Für den weiteren Betrieb ist empfohlen, die Datei /etc/opsi/opsi-product-updater.conf zu ergänzen mit den passenden Sektionen, z.B.

[repository_abo_mshotfix]
baseUrl = http://download.uib.de
dirs = abo/mshotfix/opsi4/glb
active = false
username = <user>
password = <pass>
autoInstall = false
autoUpdate = true
autoSetup = false
onlyDownload = false

[repository_abo_standard]
baseUrl = http://download.uib.de
dirs = abo/standard/opsi4
active = false
username = <user>
password = <pass>
autoInstall = false
autoUpdate = true
autoSetup = false
onlyDownload = false

[repository_abo_msoffice]
baseUrl = http://download.uib.de
dirs = abo/msoffice/opsi4
active = false
username = <user>
password = <pass>
autoInstall = false
autoUpdate = true
autoSetup = false
onlyDownload = false

und bei den gewünschten Repositories User und Passwort einzutragen sowie die Option active = true zu setzen.

Für die Aktualisierung der Pakete wird der opsi-product-updater empfohlen.

Achtung

Bei Bedarf muß der Proxy in jeder Sektion hinzu gefügt werden!

; Set Proxy handler like: http://10.10.10.1:8080
proxy =

Mittels dem Aufruf opsi-product-updater -vv können dann z.B. per Cronjob die installierten Pakete aktualisiert werden.

Eine gleichwertige Variante ist für jedes Repository z.B. eine eigene /etc/opsi/opsi-product-updater.conf.abo.standard zu erstellen, die dann mittels opsi-product-updater -c /etc/opsi/psi-product-updater.conf.abo.standard angewendet werden kann.

Festlegung von Default-Properties

Bei der nichtinteraktiven Installation von opsi-Paketen werden auf einem opsi-configserver bzw. einem opsi-server die Paket default-Properties als default festgelegt.

Falls Sie hiervon abweichende default Properties festlegen wollen so installieren Sie die Pakete einmalig mittels opsi-package-manager -p ask -i <paketname>.opsi

Bei einer anschliessenden Installation einer neueren Paketversion mittels opsi-package-manager oder opsi-product-updater bleiben die eingestellten depot default Properties erhalten.

Ab opsi Version 4.0.5 können die opsi-server-default-Properties über das Managementinterface opsi-configed festgelegt werden.

Update-Abo MS-Hotfixes

Regelmäßige Updates des Produktes mshotfix (Hotfixes für Windows 7 / 2008-R2, Windows 8.1 / 2012-R2, Windows 10 / Windows 2016).

Das Update erscheint jeweils innerhalb von 3 Arbeitstagen nach dem Erscheinen eines von Microsoft als wichtig oder kritisch eingeschätzten Patches.

http://technet.microsoft.com/de-de/security/gg309177.aspx

http://technet.microsoft.com/en-us/security/gg309177.aspx

Bewertung       Beschreibung
Kritisch

Eine Schwachstelle, deren Ausnutzung ohne Eingreifen des Benutzers Codeausführung ermöglichen kann. Dies umfasst Szenarien wie sich selbst verbreitende Malware (z. B. Würmer) oder nicht zu vermeidende gebräuchliche Anwendungsszenarien, in denen Codeausführung ohne Warnungen oder Eingabeaufforderungen erfolgt. Dies könnte das Abrufen einer Webseite oder das Öffnen einer E-Mail bedeuten.

Microsoft empfiehlt, dass Kunden kritische Updates unverzüglich installieren.
Hoch

Eine Schwachstelle, deren Ausnutzung die Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Benutzerdaten oder anderen Ressourcen gefährden kann. Dies umfasst gebräuchliche Anwendungsszenarien, in denen der Kunde durch Warnungen oder Eingabeaufforderungen unabhängig von deren Herkunft, Qualität oder Nutzbarkeit geschädigt wird. Abfolgen von Nutzerhandlungen, die keine Eingabeaufforderungen oder Warnungen hervorrufen, sind ebenfalls abgedeckt.

Microsoft empfiehlt, dass Kunden Updates mit hohem Risiko so frühzeitig wie möglich installieren.
Mittel

Die Auswirkungen der Schwachstelle sind durch Faktoren wie Authentifizierungsanforderungen oder die Anwendbarkeit nur auf Nicht-Standardkonfigurationen erheblich eingeschränkt.

Microsoft empfiehlt, dass Kunden die Anwendung des Sicherheitsupdates in Erwägung zieht.
Niedrig Die Auswirkungen der Schwachstelle sind aufgrund von Eigenschaften der betroffenen Komponente umfassend eingeschränkt. Microsoft empfiehlt, dass Kunden erwägen, ob sie das Sicherheitsupdate auf die betroffenen Systeme anwenden.

Rating  Definition
Critical

A vulnerability whose exploitation could allow code execution without user interaction. These scenarios include self-propagating malware (e.g. network worms), or unavoidable common use scenarios where code execution occurs without warnings or prompts. This could mean browsing to a web page or opening email.

Microsoft recommends that customers apply Critical updates immediately.
Important

A vulnerability whose exploitation could result in compromise of the confidentiality, integrity, or availability of user data, or of the integrity or availability of processing resources. These scenarios include common use scenarios where client is compromised with warnings or prompts regardless of the prompt's provenance, quality, or usability. Sequences of user actions that do not generate prompts or warnings are also covered.

Microsoft recommends that customers apply Important updates at the earliest opportunity.
Moderate

Impact of the vulnerability is mitigated to a significant degree by factors such as authentication requirements or applicability only to non-default configurations.

Microsoft recommends that customers consider applying the security update.
Low     Impact of the vulnerability is comprehensively mitigated by the characteristics of the affected component. Microsoft recommends that customers evaluate whether to apply the security update to the affected systems.

Das opsi-mshotfix Paket verwendet (wie WSUS Offline Update http://forums.wsusoffline.net/viewtopic.php?f=7&t=172 Abdeckung des / Coverage of WSUS Offline Update ) für den Download Microsoft’s Update-Katalogdatei wsusscn2.cab, um die erforderlichen Patches zu ermitteln. Diese Katalogdatei enthält mindestens alle als „kritisch“ und „sicherheitsrelevant“ eingestuften Updates, aber nicht notwendigerweise alle „wichtigen“ und „optionalen“.

Die opsi mshotfix-Pakete sind modular aufgebaut. Das Basis-Paket „mshotfix“ beinhaltet nur ein Skript zum Installieren der Patches. Die eigentlichen Patches sind gesondert in separaten Paketen enthalten

Tabelle 2. mshotfix Client-Betriebssystem Voraussetzung

OS

Windows 7 / Windows 2008 R2

Servicepack 1

Windows 8.1 / Windows 2012 R2

Windows 10 / Windows 2016


Achtung

Wan/VPN Modul Die Pakete für Windows 8.1 / 2012 R2 benötigen opsi-winst >= opsi-winst_4.11.3.11-1.opsi und opsi-client-agent >= opsi-client-agent_4.0.4.4-1.opsi

Achtung

Wan/VPN Modul Die Pakete für Windows 10 /2016 benötigen opsi-client-agent >= 4.0.7.9-2

Auf unserem Download-Server ist die Struktur des Abo verzeichnisses

mshotfix
  !-opsi4/
     !-glb/     Basis-Paket mshotfix sowie globale Patchpakete
                mshotfix-win7-x86-glb,
                mshotfix-win7-win2008r2-x64-glb
                mshotfix-win81-x86-glb
                mshotfix-win81-win2012r2-x64-glb
                    mshotfix-win10-win2016-x64-glb
                    mshotfix-win10-x86-glb
     !-misc/    diverse zusätzliche Pakete
                dotnetfx,
                dotnetfx-hotfix,
                mshotfix-uninstall,
                ms-ie11,
                silverlight

Folgende Tabelle soll bei der Auswahl der richtigen Pakete helfen:

Tabelle 3. mshotfix Client-Betriebssystem

OS

Arch. Sprache

Patch-Paket

Windows 7

32Bit

mshotfix-win7-x86-glb

Windows 7

64Bit

mshotfix-win7-win2008r2-x64-glb

Windows 8.1

32Bit

mshotfix-win81-x86-glb

Windows 8.1

64Bit

mshotfix-win81-win2012r2-x64-glb

Windows 2008 Server R2

64Bit

mshotfix-win7-win2008r2-x64-glb

Windows 2012 R2

64Bit

mshotfix-win81-win2012r2-x64-glb

Windows 10

32Bit

mshotfix-win10-x86-glb

Windows 10

64Bit

mshotfix-win10-win2016-x64-glb

Windows 2016

64Bit

mshotfix-win10-win2016-x64-glb


Installation: opsi-package-manager -i mshotfix_201008-1.opsi zum Scharfschalten (überall auf setup stellen, wo das Produkt auf installed steht): opsi-package-manager -iS mshotfix_201008-1.opsi

Zusätzlich zum Basis-Paket werden die Patch-Pakete auf die gleiche Weise installiert. Da diese Pakete aber keine Installationsskripte enthalten, sind sie nur zusammen mit dem Basis-Paket einzuspielen, d.h. man kann diese nicht separat auf setup stellen. Für die Client-Installation ist komplett das mshotfix-Basispaket zuständig.

Seit Paket mshotfix 201304-1 werden sich durch mshotfix installiertePatches in der Datei C:\opsi.org\mshotfix\deployed.txt lokal gemerkt.

noreboot
noreboot=on: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. Should be "on" for Server. values: ["off", "on"] default: ["off"]
force
force=on: All Hotfixes will be installed forced values: ["off", "on"] default: ["off"]
excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 123456,789011,2222) Browser Choice update? (KB976002)
severity
choose the severity that will be installed. Possible Entries are Critical, Important, Moderate, all values: ["Critical", "Important", "Moderate", "all"] default: ["Critical", "Important"]
excludelist-superseded.txt
Use File ExcludeList-superseded.txt values: ["", "ExcludeList-superseded.txt"] default: [""]
monthly-updates
Handle windows-7-and-windows-8-1 : security Only Quality Update vs Monthly Quality Rollup (see https://blogs.technet.microsoft.com/windowsitpro/2016/08/15/further-simplifying-servicing-model-for-windows-7-and-windows-8-1/ https://blogs.technet.microsoft.com/windowsitpro/2016/10/07/more-on-w indows-7-and-windows-8-1-servicing-changes/ https://blogs.msdn.microsoft.com /dotnet/2016/10/11/net-framework-monthly-rollups-explained/ values: ["all", "monthly_quality_rollup", "security_only_quality_update"] default: ["security_only_quality_update"]
installservicingstacks
Install for instance Servicing stack updates and others where catalog.update.microsoft.com Update Details say Must be installed exclusively Yes. Will immediate reboot after reboot ignoring property "noreboot" win7 /2008r2:"kb3177467" win10 1607 "kb4023834" win10 1511 "kb4015220" win17 1703 "kb4022405" values: ["false", "true"] default: ["false"]
misc mshotfix-uninstall
mshotfix-uninstall        201512-1                  MS Hotfix BasePackage

Entfernt Patches mittels wusa /uninstall ... die sich mit dieser Methode deinstallieren lassen.

excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 2553154,ms14-082)
noreboot
noreboot=on: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. values: ["off", "on"] default: ["off"]
removefromdeployed.txt
Remove from deployed.txt default: False
removekb
Remove KBXXXXX, (Only Number without beginning kb and no spaces f.e. 3097877) multivalue: True default: [""]
misc dotnetfx
dotnetfx                  4.6.2-3                   .NET Framework

Paket zur Installation der Dotnet Framework Versionen 4.5 und höher insbesondere auf Windows 7 /2008 R2 / 8.1 / 2012 R2

version
Here you can switch which Versions should be installed, 3.5 includes all other versions before. 4.7 includes all 4.x versions Note: Win7 has 3.5 by default. "all" means 4.6 values: ["3.5", "4.0", "4.5", "4.5.1", "4.5.2", "4.6", "4.6.1", "4.6.2","all"] default: ["all"]

rerundotnethotfix::rerun dotnetfx-hotfix after installation if possible values: ["false", "true"] default: ["true"]

install_language_languagepack
install_language_languagepack values: ["auto", "de", "en", "fr"] default: ["auto"]
misc dotnetfx-hotfix
dotnetfx-hotfix           201705-1                  dotnetfx-hotfix

Im Update-Abo MS-Hotfixes sind die Hotfixes für Microsoft .NET Framework nur enthalten, falls es passend zum jeweiligen Betriebssystem ist.

Also z.B. bei Windows 7 "Microsoft .NET Framework 3.5.1"

( Allerdings gibt es seit Oktober 2016 unter Umständen auch "Monthly Rollups" für DotnetFramework, die im mshotfix-Paket enthalten sind.)

Das Paket dotnetfx-hotfix beinhaltet die Hotfixes von Microsoft für

  • Microsoft .NET Framework 4
  • Microsoft .NET Framework 4.5
  • Microsoft .NET Framework 4.5.1
  • Microsoft .NET Framework 4.5.2
  • Microsoft .NET Framework 4.6
  • Microsoft .NET Framework 4.6.1
  • Microsoft .NET Framework 4.6.2

Das Paket dotnetfx-hotfix patcht zur Zeit - so vorhanden - die Versionen 4.0x, 4.5x, 4.6x auf den jeweils letzten Stand der Reihe.

Wir haben dieses Paket unter Windows 7 eingehend getestet, unter Windows 8.1 nur im Zusammenhang mit installiertem Microsoft .NET Framework 4.5.2, 4.6, 4.6.1 und 4.6.2

Bitte beachten Sie: "Support for .NET Framework 4, 4.5, and 4.5.1 ended on January 12, 2016" (https:

bzw. https://support.microsoft.com/en-us/gp/framework_faq/de

noreboot
noreboot=on: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. values: ["off", "on"] default: ["off"]
force
force=on: All Hotfixes will be installed forced values: ["off", "on"] default: ["off"]
severity
choose the severity that will be installed.Possible Entries:Critical, Important, Moderate, all values: ["Critical", "Important", "Moderate", "all"] default: ["all"]
misc ms-ie11
ms-ie11                   11.0-11                   Internet Explorer 11

Win7 Internet Explorer 11

rerunmshotfix
rerun mshotfix after installation values: ["false", "true"] default: ["true"]
client_language
values: ["auto", "de", "en", "fr"] default: ["auto"]
misc silverlight
silverlight               5.1.50907.0-1             Microsoft Silverlight

Update-Abo MS-Office Hotfixes

Regelmäßige Updates für MS-Office 2007 deutsch sowie MS-Office 2010/2013/2016 32 Bit

Das Update erscheint jeweils innerhalb von 3 Arbeitstagen nach dem Erscheinen eines von Microsoft als wichtig oder kritisch eingeschätzten Patches.

Tabelle 4. Office hotfix Voraussetzung

Office Version

required

Office 2007

Service Pack 3

Office 2010 32-bit

Service Pack 2

Office 2013 32-bit

Servicepack 1

Office 2016 32-bit


Updates für MS Office 2007 deutsch : office_2007_hotfix
office_2007_hotfix               201604-1                  Microsoft Office 2007 Hotfixes

Monatliche Office 2007 Hotfixes. Setzt Servicepack 3 voraus.

Wird getestet gegen Office 2007 Enterprise.

Seit Paket office_2007_hotfix 201310-1 werden sich durch office_2007_hotfix installierte Patches in der Datei C:\opsi.org\mshotfix\office_2007_hotfix_deployed.txt lokal gemerkt.

Seit office_2007_hotfix 201503-1:

excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 2553154,ms14-082)
Updates für MS Office 2010 32-bit international: office_2010_hotfix
office_2010_hotfix               201604-1                  Microsoft Office 2010 Hotfixes

Enthält sprachunabhängige monatliche Office 2010 Hotfixes (inclusive Visio und Project 2010) . Setzt Servicepack 2 voraus.

Wird getestet gegen Office 2010 Professional und Standard.

Seit Paket office_2010_hotfix 201305-2 werden sich durch office_2010_hotfix installierte Patches in der Datei C:\opsi.org\mshotfix\office_2010_hotfix_deployed.txt lokal gemerkt.

Seit office_2010_hotfix 201503-1:

excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 2553154,ms14-082)
Updates für MS Office 2013 32-bit international: office_2013_hotfix
office_2013_hotfix               201604-1                  Microsoft Office 2013 Hotfixes

Enthält sprachunabhängige monatliche Office 2013 Hotfixes (inclusive Visio 2013) . Setzt Servicepack 1 voraus.

Wird getestet gegen Office 2013 Professional

Durch office_2013_hotfix installierte Patches in der Datei C:\opsi.org\mshotfix\office_2013_hotfix_deployed.txt lokal gemerkt.

Seit office_2013_hotfix 201503-1:

excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 2553154,ms14-082)
Updates für MS Office 2016 32-bit international: office_2016_hotfix
office_2016_hotfix               201604-1                  Microsoft Office 2016 Hotfixes

Enthält sprachunabhängige monatliche Office 2016 Hotfixes (inclusive Visio 2016) .

Wird getestet gegen Office 2016 Professional

Durch office_2016_hotfix installierte Patches in der Datei

C:\opsi.org\mshotfix\office_2016_hotfix_deployed.txt

lokal gemerkt.

excludes
Commaseparated list with kb-numbers or ms-no, that will be excluded (Only Number without beginning kb and no spaces. Example: 2553154,ms14-082)

Update-Abo opsi Standardprodukte

Regelmäßige Updates der Produkte:

Adobe Acrobat Reader (deutsch, englisch und französisch / 32 Bit)
Adobe Flashplayer (international / 32 Bit / 64 Bit)
Apache OpenOffice.org (deutsch / 32 Bit)
Google Chromium for business ( international 32 Bit / 64 Bit )
LibreOffice (international / 32 Bit)
Mozilla Firefox (deutsch, englisch, französisch und niederländisch. / 32 Bit) bzw. 32/64-Bit Pakete seit 201706
Mozilla Thunderbird (deutsch, englisch und französisch / 32 Bit)
Oracle Java VM (international / 32 Bit / 64 Bit)
Je nach Vertrag stellen wir noch folgende Sprachen im Abo zur Verfügung:
Adobe Acrobat Reader (zusätzlich italienisch und niederländisch / 32 Bit)
Adobe Acrobat Reader XI (zusätzlich dänisch, italienisch, niederländisch und spanisch / 32 Bit)
Mozilla Firefox (zusätzlich dänisch, italienisch, spanisch, tschechisch und norwegisch / 32 Bit)
Mozilla Thunderbird (zusätzlich italienisch / 32 Bit)
weitere Sprachen auf Anfrage.

Das Update erscheint jeweils innerhalb von 2 Arbeitswochen nach dem Erscheinen eines Updates dieser Produkte; bei vom Hersteller als kritisch eingestuften Security-Updates innerhalb von 1 Arbeitswoche.

Customizing der Pakete durch zentrale Konfigurationen

Für die Pakete

acroread11
adobe.reader.dc.classic
adobe.reader.dc.continuous
firefox
flashplayer
javavm
thunderbird

gibt es die Möglichkeit eigene Konfigurationen zu erstellen und im Verzeichnis custom zu hinterlegen, die über Properties auswählbar sind. (Näheres siehe unten)

Customizing der Pakete durch preinst/postinst-scripts

Für die Pakete

acroread11      (ab 11.0.3-1)
adobe.reader.dc.classic
firefox         (ab 17.0.6esrorstandard-1)
flashplayer     (ab 13.0.0.182or11.7.700.275-1)
google-chrome-for-business
javavm          (ab javavm_1.7.0.51-5 )
libreoffice     (ab libreoffice_4.3.5or4.4.0-2)
ooffice         (ab ooffice_4.1.1-2)
thunderbird     (ab 17.0.6esrorstandard-1)

besteht die Möglichkeit eigene custom-Scripte einzubauen im Verzeichnis custom\scripts

Einfache Templates für die unterstützen Scripte finden sich im Verzeichnis opsi\scripts

custom.actions.post.setup
custom.actions.post.uninstall
custom.actions.pre.setup
custom.actions.pre.uninstall
custom.declarations
custom.sections

custom scripts will be included at
- setup-script
- uninstall-script

custom pre-scripts will be included in
- setup-script
- uninstall-script

custom post-scripts will be included in
- in setup-script
- uninstall-script

custom.declarations
; intended for declaration of custom Variables and Stringlist Variables
; will be included with "include_insert" at top of [actions]
; but after GetProductProperties

custom.sections
; intended for declaration of custom secondary sections
; will be included with "include_append" at top of [actions]
; but after GetProductProperties

custom.actions.pre.setup  (or custom.actions.pre.uninstall)
; will be included with "include_insert" at at top of [actions]
; (but after GetProductProperties)

custom.actions.post.setup (or custom.actions.post.uninstall)
; will be included with "include_insert" in case of successful installation before "endof_"actions"
; in setup-script ( or uninstall-script)
Adobe Acrobat Document Cloud Classic : adobe.reader.dc.classic
adobe.reader.dc.classic 20151500630280-1          Adobe Acrobat Reader dc

Das adobe.reader.dc.classic-Paket beinhaltet Adobe Acrobat Document Cloud Classic ( MUI-Version )

Adaptation in the transform file *.mst

cat transform.txt
Changes vs default the transform file *.mst


Personalisation Options
Suppress Eula

Installation Options
acivated - Make Reader the default PDF viewer
IF REBOOT REQUIRED - suppress reboot


Shortcuts
deactivated - Destination Computer/Desktop/Adobe Reader XI (Icon)


Online and Acrobat.com Features
Online Features
activated - Disable product updates
Enable & Ask before Installing - Load trustet root certificates from Adobe

Online Services and Features
disable product updates
Load trusted root certificates from Adobe disable
DISABLE all Services
adobereader.mst

Das Adobe Reader Paket von uib verwendet eine Standard-transform-Datei die mit dem Adobe Customization Wizard erstellt ist. Abweichend davon können im Share opsi_depot im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/adobe.reader.dc.classic/custom eigene MST-Dateien abgelegt werden, die über diese Property ausgewählt werden können. Beim Einspielen des adobe.reader.dc.classic-Pakets auf dem opsi-Server wird das Verzeichnis custom ueber ein preinst/postinst-Script gesichert.

Achtung

Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

client_language
Das adobe.reader.dc.classic-Paket als MUI Ist der Wert auf "auto" gesetzt, so wird anhand der Systemsprache automatisch die Sprache erkannt. values: ["auto", "de", "en", "fr" ] default: ["auto"]
noreboot
description: noreboot=true: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. values: ["false", "true"] default: ["false"]
Adobe Acrobat Document Cloud Continuous : adobe.reader.dc.continuous
adobe.reader.dc.continuous      2015.023.20056-1          Adobe Acrobat Reader dc

Das adobe.reader.dc.continuous-Paket beinhaltet Adobe Acrobat Document Cloud Continuous ( MUI-Version )

Adaptation in the transform file *.mst

cat transform.txt
Changes vs default the transform file *.mst


Personalisation Options
Suppress Eula

Installation Options
acivated - Make Reader the default PDF viewer
IF REBOOT REQUIRED - suppress reboot


Shortcuts
deactivated - Destination Computer/Desktop/Adobe Reader (Icon)


Online and Acrobat.com Features
Online Features
activated - Disable product updates
Enable & Ask before Installing - Load trustet root certificates from Adobe

Online Services and Features
disable product updates
Load trusted root certificates from Adobe disable
DISABLE all Services
adobereader.mst

Das Adobe Reader Paket von uib verwendet eine Standard-transform-Datei die mit dem Adobe Customization Wizard erstellt ist. Abweichend davon können im Share opsi_depot im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/adobe.reader.dc.continuous/custom eigene MST-Dateien abgelegt werden, die über diese Property ausgewählt werden können. Beim Einspielen des adobe.reader.dc.continuous-Pakets auf dem opsi-Server wird das Verzeichnis custom ueber ein preinst/postinst-Script gesichert.

Achtung

Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

client_language
Das adobe.reader.dc.continuous-Paket als MUI Ist der Wert auf "auto" gesetzt, so wird anhand der Systemsprache automatisch die Sprache erkannt. values: ["auto", "de", "en", "fr" ] default: ["auto"]
noreboot
description: noreboot=true: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. values: ["false", "true"] default: ["false"]
Adobe Acrobat Reader XI : acroread11
acroread11                11.0.19-1                  Adobe Reader 11

End of core support (https://www.adobe.com/support/products/enterprise/eol/eol_matrix.html#864) 10/15/2017

Das acroread11-Paket beinhaltet Acrobat Reader XI in den Sprachen deutsch, englisch und französisch.

Adaptation in the transform file *.mst

Installation Options
acivated - Make Reader the default PDF viewer


Shortcuts
deactivated - Destination Computer/Desktop/Adobe Reader XI (Icon)


Online and Acrobat.com Features
Online Features
activated - Disable product updates
Enable & Ask before Installing - Load trustet root certificates from Adobe

Adobe Online Service Integration
activated - Disable all Adobe online services based workflows an entry points
adobereader.mst

Das Adobe Reader Paket von uib verwendet eine Standard-transform-Datei die mit dem Adobe Customization Wizard erstellt ist. Abweichend davon können im Share opsi_depot im Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/acroread11/custom eigene MST-Dateien abgelegt werden, die über diese Property ausgewählt werden können. Beim Einspielen des acroread11-Pakets auf dem opsi-Server wird das Verzeichnis custom ueber ein preinst/postinst-Script gesichert.

Achtung

Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

client_language
Das acroread11-Paket beinhaltet Acrobat Reader XI in den Sprachen deutsch, englisch und französisch. Ist der Wert auf "auto" gesetzt, so wird anhand der Systemsprache automatisch die Sprache erkannt. values: ["auto", "de", "en", "fr" ] default: ["auto"]
protectedmode
Enable Adobe Reader Protected Mode values: ["off", "on", "userchoice"] default: ["on"]
misc

Bereitstellung zusätzlicher Fonts

  • AdbeRdrSD11000_all.msi : Adobe Reader XI Spelling Dictionary Pack
  • FontPack11000_XtdAlf_Lang.msi: Adobe Reader XI Font Packs - Asian and Extended Language Pack

values: ["AdbeRdrSD11000_all.msi", "FontPack11000_XtdAlf_Lang.msi", "none"] default: ["none"]

noreboot
description: noreboot=true: Don’t Reboot. Warning will be logged if a reboot is required. values: ["false", "true"] default: ["false"]
Adobe Flashplayer : flashplayer
flashplayer                      24.0.0.194-1 Adobe Flashplayer

Das flashplayer-Paket beinhaltet Adobe Flashplayer in den von Adobe unterstützten Versionen standard und esr ( Extended Support Release http://blogs.adobe.com/flashplayer/2014/03/upcoming-changes-to-flash-players-extended-support-release.html )

flashplayer-version
Flashplayer standard as default or Extended Support Release (esr) http://blogs.adobe.com/flashplayer/2014/03/upcoming-changes-to-flash-players-extended-support-release.html values: esr, standard default: standard

Die zentrale Konfigurationsdatei mms.cfg

wird bei jedem neu "auf setup" setzen

neu erstellt und gemaess den Produktproperties angepasst (Ausnahme: Verwendung einer custom mms.cfg)

Bei leeren Werten werden keine Eintraege gemacht.

Seit Version 13.0.0.250-2 besteht die Möglichkeit abweichend davon eine custom mms.cfg bereitzustellen

mms.cfg
/var/lib/opsi/depot/flashplayer/custom eigene mms.cfg -Dateien abzulegen, die über diese Property ausgewählt werden können.

Beim Einspielen des flashplayer-Pakets auf dem opsi-Server wird das Verzeichnis custom ueber ein preinst/postinst-Script gesichert.

+ CAUTION: Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

Weitere Einstellungen ausser Verwendung der Property autoupdatedisable::

werden dann nicht verwendet

Weitere Hinweise siehe

Adobe Flashplayer Admin Guide: 

flash_player_11_1_admin_guide.pdf (flash_player_admin_guide.pdf)

#####################################
Chapter 4: Administration

You can create and place files on the end user’s machine to manage
features related to security, privacy, use of disk
space, and so on.

Privacy and security settings (mms.cfg)

As a network administrator, you can install Flash Player across the
enterprise while enforcing some common global
security and privacy settings (supported with installation-time
configuration choices). To do this, you install a file
named mms.cfg on each client machine.

The mms.cfg file is a text file. When Flash Player starts, it reads its
settings from this file, and uses them to manage
functionality as described in the following sections.

mms.cfg file location

Assuming a default Windows installation, Flash Player looks for the
mms.cfg file in the following system directories:

32-bit Windows - %WINDIR%\System32\Macromed\Flash

64-bit Windows - %WINDIR%\SysWow64\Macromed\Flash

Note: The %WINDIR% location represents the Windows system directory,
such as C:\WINDOWS.

assetcachesize
description: hard limit, in MB, on the amount of local storage that Flash Player uses for the storage of common Flash components values: ["20"] default: ["20"]
autoupdatedisable
description: Lets you prevent Flash Player from automatically checking for and installing updated versions. values: ["0", "1"] default: ["1"]
autoupdateinterval
description: (without meaning if AutoUpdateDisable=1) how often to check for an updated version of Flash Player
avhardwaredisable
description: Lets you prevent SWF files from accessing webcams or microphones values: ["0", "1"] default: ["1"]
disabledevicefontenumeration
description: Lets you prevent information on installed fonts from being displayed. values: ["0", "1"] default: ["1"]
fullscreendisable
description: Lets you disable SWF files playing via a browser plug-in from being displayed in full-screen mode values: ["0", "1"] default: ["1"]
localfilereaddisable
description: Lets you prevent local SWF files from having read access to files on local hard drives values: ["0", "1"] default: ["0"]
filedownloaddisable
description: Lets you prevent the ActionScript FileReference API from performing file downloads values: ["0", "1"] default: ["0"]
fileuploaddisable
description: Lets you prevent the ActionScript FileReference API from performing file uploads values: ["0", "1"] default: ["0"]
disableproductdownload
description: Lets you prevent native code applications that are digitally signed and delivered by Adobe from being downloaded values: ["0", "1"] default: ["1"]
disablesockets
description: enable or disable the use of the Socket.connect() and XMLSocket.connect() methods values: ["0", "1"] default: ["1"]
enablesocketsto
description: Lets you create a whitelist of servers to which socket connections are allowed
enforcelocalsecurityinactivexhostapp
description: Lets you enforce local security rules for a specified application.
legacydomainmatching
description: Lets you specify whether SWF files produced for Flash Player 6 and earlier can execute an operation that has been restricted in a newer version of Flash Player values: ["0", "1"] default: ["0"]
localfilelegacyaction
description: Lets you specify how Flash Player determines whether to execute certain local SWF files that were originally produced for Flash Player 7 and earlier values: ["0", "1"] default: ["0"]
allowuserlocaltrust
description: Lets you prevent users from designating any files on local file systems values: ["0", "1"] default: ["0"]
localstoragelimit
description: Lets you specify a hard limit on the amount of local storage that Flash Player uses (per domain) for persistent shared objects. values: ["3"] default: ["3"]
overridegpuvalidation
description: Overrides validation of the requirements needed to implement GPU compositing values: ["0", "1"] default: ["0"]
rtmfpp2pdisable
description: Specifies how the NetStream constructor connects to a server when a value is specified for peerID, the second parameter passed to the constructor values: ["0", "1"] default: ["1"]
disablenetworkandfilesysteminhostapp

description: 1 (Acrobat.exe,Acroread.exe,WINWORD.EXE,EXCEL.EXE,POWERPNT.EXE,PPTVIEW.EXE,OUTLOOK.EXE,MSACCESS.EXE,VISIO.EXE,thunderbird.exe) values: ["0", "1"] default: ["1"]

  • Bekannte Probleme

    • Beim Einspielen "On Demand" kann die Installation aufgrund geöffneter Browser fehlschlagen!
Google Chromium for Business
google-chrome-for-business 56.0.2924.76-1

Das Paket beinhaltet den msi-Installer von Google (Häufig gestellte Fragen Chrome for Business https://support.google.com/a/answer/188447).

Bemerkungen:

Die Deinstallation und Installation des google-chrome.msi schlägt manchmal fehl.

Daher gibt es verschiedene Ansätze im opsi-Paket, um die Zuverlässigkeit der Installation zu erhöhen.

Ein Kunde berichtete von einer Erfolsquote von 100% bei 40 Installationen mit folgender Einstellung der Properties:

  • install_architecture: 32
  • reboot_on_retry: True
  • reboot_after_uninstall: True
  • timeout: 240

Intern verwenden wir für Tests: * install_architecture: system specific * reboot_on_retry: True * reboot_after_uninstall: True * timeout: notimeout

autoupdate
!Property wirkt nicht mehr!

vgl. https://support.google.com/chrome/a/answer/187207

gibt es 0,1,2,3 als Wert für HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Google\Update\UpdateDefault

bzw ADM falls Gruppenrichtlinien verwendet werden

ADM= use Policy based on Googles Template, 0=UpdatesDisabled, 1=UpdatesEnabled, 2=ManualUpdatesOnly, 3=AutomaticUpdatesOnly, values: ["0", "1", "2", "3", "ADM"] default: ["0"]

removeupdatehelper
default: ["true"]
install_architecture
description: which architecture (32/64 bit) has to be installed values: ["32", "64", "system specific"] default: ["system specific"]
reboot_on_retry
description: If installation fails and (timeout > 0) then reboot before retry default: False
reboot_after_uninstall
description: reboot after uninstall old version default: False
timeout
description: TimeOutSeconds msi installs values: ["240", "300", "600", "notimeout"] default: ["notimeout"]
Apache OpenOffice : ooffice4
ooffice                         4.1.1-2                   Apache OpenOffic

Das ooffice-Paket beinhaltet Apache OpenOffice in deutsch.

handle_excel_xls
Soll OpenOffice.org fuer MS-Excel-Dokumente registriert werden on = OpenOffice.org wird fuer MS-Exceldokumente registriert off = OpenOffice.org wird nicht fuer MS-Exceldokumente registriert
handle_powerpoint_ppt
Soll OpenOffice.org fuer MS-PowerPoint-Dokumente registriert werden on = OpenOffice.org wird fuer MS-PowerPointdokumente registriert off = OpenOffice.org wird nicht fuer MS-PowerPointdokumente registriert
handle_word_doc
Soll OpenOffice.org fuer MS-Word-Dokumente registriert werden on = OpenOffice.org wird fuer MS-Worddokumente registriert off = OpenOffice.org wird nicht fuer MS-Worddokumente registriert
LibreOffice The Document Foundation : libreoffice
libreoffice               5.1.6or5.2.5-1                   libreoffice

Das libreoffice-Paket beinhaltet LibreOffice 5 international.

client_language
client_language - only for messages important, cause libre office is international values: ["auto", "de", "en", "fr"]
msoregister
Open Microsoft Office documents with LibreOffice (true) values: ["false", "true"] default: ["false"]
libreoffice-version
description: Stable - is an Extended Support Release from LibreOffice for the conservative user - default version (5.1.6); Experimentell is a version for the experimentell user from LibreOffice (5.2.5) values: ["experimentell", "stable"] default: ["stable"]
hide_component
description: Hide component base by removing desctoplink and exe file values: ["base", "none"] default: ["none"]
ui_languages
description: which UI languages should be installed (comma separated), For example UI_LANGS=en_US,de,fr,hu will install English (US), German, French, and Hungarian. default: ["auto"]
install_architecture
which architecture (32/64 bit) has to be installed values: ["32", "64", "system specific"] default: ["32"]
Mozilla Firefox : firefox
firefox                          45.7.0esror51.0.1-1

Das firefox-Paket beinhaltet Mozilla Firefox in den Sprachen deutsch, englisch, französisch und niederländisch.

Es werden alle von Mozilla unterstützten Versionen bereitgestellt.

Eine zentrale Konfigurationsdatei (vgl. http://kb.mozillazine.org/Locking_preferences) kann bereitgestellt werden im Verzeichnis

/var/lib/opsi/depot/firefox/custom/

Bei erneutem Einspielen des Pakets werden die gefundenen Konfigurationsdateien über preinst-/postinst-Mechanismus erhalten und dann über die Property "mozillacfg" auswählbar.

  • Beispiel:

    cat /var/lib/opsi/depot/firefox/custom/mozilla.cfg
    //
    lockPref("browser.startup.homepage", "http://www.uib.de");
    lockPref("network.proxy.type", 1);
    lockPref("network.proxy.http", "router.uib.local");
    lockPref("network.proxy.http_port", 3128);

Achtung

Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

client_language
values: ["auto", "de", "en", "fr", "nl"] default: ["auto"]
firefox-version
Firefox esr - is the Extended Support Release from Mozilla.org (45.7.0esr); (51.0.1) is the Mozilla.org standard version

values: ["esr", "standard"] default: ["esr"]

pref_file
(user/prefs)= in welcher Datei sollen die Einstellungen gemacht werden user.js oder prefs.js. values: ["prefs", "user"] default: ["prefs"]
noautoupdate
(on/off): auto update ausschalten. default=on
setproxy

(off/direct/manual/file) proxy einstellungen verändern

  • off= tue nichts
  • direct = direkte Verbindung zum Internet
  • manual = Proxyeinstellungen über property proxysetting (<ip-numme>:<port>) und property noproxy_hosts (host1,host2)
  • file = Proxyeinstellungen über property proxysetting (<path_to_proxyconf.pac>) und property noproxy_hosts (host1,host2)
  • system
  • default=off
proxysetting
string für proxy Einstellung (siehe: setproxy)
noproxy_hosts
Komma separierte Liste von hosts
mozillacfg
description: filename for mozilla.cfg in %scriptpath%\custom-directory, http://kb.mozillazine.org/Locking_preferences
profilemigrator

enable or disable Profilemigrator on first run values: ["off", "on"] default: ["off"]

  • Bekannte Probleme

    • Beim Einspielen "On Demand" kann die Installation aufgrund geöffneter Programme fehlschlagen!
Mozilla Thunderbird : thunderbird
thunderbird               45.7.0-1

Das thunderbird-Paket beinhaltet Mozilla Thunderbird in den Sprachen deutsch, englisch und französisch.

Es werden alle von Mozilla unterstützten Versionen bereitgestellt.

Analog dem Firefox-Paket kann zentrale Konfigurationsdatei bereitgestellt werden.

client_language
values: ["auto", "de", "en", "fr"] default: ["auto"]
thunderbird-version
values: ["45.x"] default: ["45.x"]
addonsactivation
description: Enable/Disable AddOns (default = enable) values: ["off", "on"] default: ["on"]

https://developer.mozilla.org/en/Addons/Add-on_Manager/AddonManager

http://mike.kaply.com/2012/02/09/integrating-add-ons-into-firefox/

https://developer.mozilla.org/en/Thunderbird/Deploying_Thunderbird_in_the_Enterprise/Thunderbird_Preferences_Relevant_to_Enterprises

Set_Netscape_User_Pref ("extensions.autoDisableScopes", 11)
Set_Netscape_User_Pref ("extensions.shownSelectionUI", true)
enigmail
description: Install GnuPG-Plugin values: ["off", "on"] default: ["off"]
noautoupdate
description: disable automatic updates values: ["off", "on"] default: ["on"]
mozillacfg
description: filename for mozilla.cfg in %scriptpath%\custom-directory, http://kb.mozillazine.org/Locking_preferences
lightning

description: Install calender plugin lightning values: ["off", "on"] default: ["off"]

  • Bekannte Probleme

    • Beim Einspielen "On Demand" kann die Installation aufgrund geöffneter Programme fehlschlagen!
Oracle Jre : javavm
javavm              1.8.0.121-1        Oracle Java Run

Das javavm-Paket beinhaltet die Oracle Jre 8.x ( cpu und psu, falls verfügbar ) Für die Unterscheidung zwischen "cpu" und "psu" siehe http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads/cpu-psu-explained-2331472.html

( Für Jre 1.6.x ist das Ende der "Public Updates" für in 2013 angekündigt, http://www.oracle.com/technetwork/java/eol-135779.html )

Seit JRE 1.8u20 scheint JRE 8 nur noch im static Mode installierbar.

http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/jre-install-137694.html

Vor der Installation werden bestehen "Patch-in-place" Jre-Versionen 1.6.x, 7.x und 1.8x deinstalliert, seit 1.8u20 auch die static-Versionen.

  • Vorhandene Oracle JRE mit "Static configuration" werden nicht deinstalliert.
  • Eventuell vorhandene Oracle JRE (version 1.6.0 - version 1.6.7) werden deinstalliert, es sei denn Sie werden explizit über die property "keepversion" ausgeschlossen oder aber die Property uninstalljava16=false gesetzt.

Eine zentrale Konfigurationsdatei deployment.properties (vgl. http://docs.oracle.com/javase/6/docs/technotes/guides/deployment/deployment-guide/properties.html http://docs.oracle.com/javase/7/docs/technotes/guides/deployment/deployment-guide/properties.html) kann bereitgestellt werden im Verzeichnis

/var/lib/opsi/depot/javavm/custom/

Bei erneutem Einspielen des Pakets werden die gefundenen Konfigurationsdateien über preinst-/postinst-Mechanismus erhalten und dann über die Property "deployment.properties" auswählbar.

  • Beispiel:

    cat /var/lib/opsi/depot/javavm/custom/deployment.properties
    //
    #deployment.properties
    #Tue Dec 18 12:36:01 CET 2012
    deployment.javaws.autodownload=NEVER
    deployment.javaws.autodownload.locked=
    deployment.security.validation.ocsp=true
    deployment.security.validation.ocsp.locked=
    deployment.security.validation.crl=true
    deployment.security.validation.crl.locked=

Achtung

Bei Einsatz des Wan/VPN Moduls muss nach Änderungen im Verzeichnis custom das Paket neu eingespielt werden, damit die Datei <productid>.files neu erzeugt wird.

install_architecture
description: which architecture (32/64 bit) has to be installed values: ["32 only", "64 only", "both", "system specific"] default: ["both"]
javaversion
description: which version has to be installed (JRE 8 = 1.8.x); jre8 1.8.0_121-b13 (CPU); jre8psu 1.8.0_121-b13 (CPU))

values: ["jre8", "jre8psu"] default: ["jre8"]

keepversion
description: Dont uninstall jre version values: ["1.6.0_0", "1.6.0_1", "1.6.0_2", "1.6.0_3", "1.6.0_4", "1.6.0_5", " 1.6.0_6", "1.6.0_7", "none"] default: ["none"]
webjava

description: TESTING: http://java.com/en/download/help/silent_install.xml WEB_JAVA=0, if used, disables any Java application from running in the browser values: ["0", "1", "none"] default: ["none"]

Achtung

WEB_JAVA=0 liefert missverständliche Meldungen im Browser ("fehlendes plugin")

uninstalljava16
description: Uninstall Java 1.6 "Patch in Place" Installations default: True
uninstalljava17
description: Uninstall Java 1.7 "Patch in Place" Installations default: True
deployment.properties
description: filename for deployment.properties in %scriptpath%\custom-directory, http://docs.oracle.com/javase/7/docs/technotes/guides/deployment/deployment-guide/properties.html saved by pre- postinstscript
startmenuentry
Create Entry for java in common startmenu aboutJava,CheckForUpdates,ConfigureJava,GetHelp,VisitJava.com default: False
timeout
TimeOutSeconds msi installs values: ["180", "240", "300", "notimeout"] default: ["300"]
copy.java.exe.to.system32
Copy java.exe,javaw.exe, javaws.exe to system32 default: False
environment_set_java_home

Set the environment variable JAVA_HOME default: False

  • Bekannte Probleme

    • Beim Einspielen "On Demand" kann die Installation aufgrund geöffneter Programme fehlschlagen!

9. opsi Erweiterungen

9.1. Freischaltung kostenpflichtiger Module

Auch wenn opsi Open Source ist, so gibt es einige Zusatzkomponenten, die im Rahmen eines Kofinanzierungsprojektes erstellt wurden bzw. gepflegt werden und (noch) nicht kostenlos sind.

Zur Zeit (Dezember 2016) sind dies:

Zu diesem Thema siehe auch: http://uib.de/www/kofinanziert/index.html

Solange die Zusatzkomponenten den Cofunding-Status besitzen, können Sie nur zur Evaluation frei genutzt werden, zur dauerhaften regulären Verwendung sind jedoch die Cofunding-Beiträge zu zahlen.

Die Zulässigkeit der Verwendung von Modulen ist auf dem opsi-Server in der Freischaltdatei /etc/opsi/modules festgelegt. Es handelt sich um eine einfache Textdatei mit der Information, welches Modul (für wie viele Clients) aktiviert ist. Die Datei ist gegen Veränderung geschützt durch eine digitale Signatur. Bei fehlenden Angaben wird von den Defaultwerten ausgegangen. Fehlt die Freischaltdatei komplett, sind nur die standardmäßigen freien Komponenten von opsi aktiv. Bei einer befristeten Freischaltung ist in der Datei die Befristung enthalten.

Um zu Evaluierungszwecken eine zeitlich befristet gültige Freischaltdatei zu erhalten, wenden Sie sich an info@uib.de. Im Rahmen einer Beteiligung an den entsprechenden Kofinanzierungsprojekten erhalten Sie eine Freischaltdatei zur dauerhaften und regulären Nutzung der freigeschalteten Komponenten.

Wenn Sie eine modules-Datei erhalten haben, kopieren Sie sie nach /etc/opsi

Führen Sie danach den folgenden Befehl aus:

opsi-setup --set-rights /etc/opsi

Starten Sie danach noch den opsiconfd neu.

Kontrollieren Sie die Freischaltung mit einer der folgenden Methoden:

Im opsi-configed können Sie über den Menüpunkt Hilfe/opsi-Module sich den Status Ihrer Freischaltung anzeigen lassen.

Abbildung 74. Anzeige der Freischaltung im opsi-configed

Anzeige der Freischaltung im opsi-configed

Mit der Methode backend_info können Sie mit opsi-admin überprüfen, welche Module freigeschaltet sind. (Hinweis: Geben Sie weder die Datei noch die Ausgabe dieses Befehls öffentlich weiter, zumindest nicht ohne die Signatur zu löschen).

opsi-admin -d method backend_info
{
"opsiVersion" : "3.99.0.0",
"modules" :
{
"customer" : "uib GmbH",
"vista" : true,
"vpn" : true,
"license_management" : true,
"expires" : "never",
"valid" : true,
"multiplex" : true,
"signature" : "DIES-IST-KEINE-GÜLTIGE-SIGNATUR",
"treeview" : true,
"mysql_backend" : true
}
}

9.2. User-Rollen (via opsi-configed)

Es muss das Feature user roles in der modules-Datei freigeschaltet sein. Zur Bedienung siehe „Verwaltung von User-Rechten und -Rollen“

9.3. opsi directory connector

Einführung

Der opsi Directory Connector ist ein Werkzeug um Daten aus einem Verzeichnisdienst in eine opsi-Installation zu überführen. Dadurch wird mehrfacher Pflegeaufwand in unterschiedlichen Systemen vermieden.

Vorbedingungen für die opsi Erweiterung opsi directory connector

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie, wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).

Allgemeine Anforderungen

Der Quell-Verzeichnisdienst muss das LDAP-Protokoll implementieren.

Das Ziel-Opsi-System sollte mindestens opsi 4.0.7 verwenden. Ältere Versionen können funktionieren, wurden aber nicht getestet.

Die Maschine, auf welcher der Connector laufen soll, muss über das Netzwerk Zugriff auf den Directory- und opsi-Server haben. Es ist möglich alle Komponenten auf der gleichen Maschine zu betreiben, aber es wird davon ausgegangen, dass jeweils getrennte Maschinen verwendet werden.

Hardware-Anforderungen

Diese Anforderungen richten sich an eine einfache Verwendung in einer kleinen Umgebung mit bis zu 500 Clients. Diese Anforderungen fallen in großen Umgebungen gegebenenfalls größer aus, weshalb Anpassungen notwendig sein können.

  • 256 MB freier Arbeitsspeicher
  • Netzwerkverbindungen
Software-Anforderungen

Es wird nur die Installation und der Betrieb des Connectors unter Linux unterstützt. Eine Unterstützung für Windows ist nicht geplant.

Auf der Maschine muss folgendes installiert sein.

  • Python 3.4 oder neuer

Die folgenden Module für Python 3:

  • ldap3
  • requests

Durch die Verwendung standardisierter Protokolle zur Kommunikation werden keine opsi- oder Verzeichnisdienst-spezifischen Komponenten benötigt.

Bei der Installation des Connectors über den Paket-Manager des Betriebssystems werden diese Abhängigkeiten automatisch installiert.

Installation

Bitte verwenden Sie den Paket-Manager des Betriebssystems um das Paket opsi-directory-connector zu installieren.

Auf einer Debian-basierten Maschine kann die Installation wie folgt durchgeführt werden:

apt-get install opsi-directory-connector

Konfiguration

Der Connector kann über eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten an verschiedenste Umgebungen angepasst werden.

Die Konfiguration geschieht über eine Konfigurationsdatei im JSON-Format, welche gültiges JSON enthalten muss. Zur Angabe von boolschen Werten verwenden Sie bitte true oder false. Text muss mit doppelten Anführungszeichen eingegeben werden, beispielsweise "das ist Text".

Eine Beispiel-Konfiguration wird unter /etc/opsi/opsidirectoryconnector.example.conf bereitgestellt. Diese Datei kann als eine Vorlage für eigene Konfigurationen verwendet werden.

cp /etc/opsi/opsidirectoryconnector.example.conf /etc/opsi/opsidirectoryconnector-custom.conf
Directory-Einstellungen

Diese Einstellungen werden benötigt, um eine Verbindung zum Verzeichnisdienst herzustellen und den Suchbereich auf bestimmte Bereiche und Objekte einzugrenzen.

{
    "directory": {
        "address": "ldap://192.168.12.34",
        "user": "DOMAIN\\opsiconnector",
        "password": "insertpasswordhere",
        "search_base": "dc=testcompy,dc=local",
        "search_query_computers": "(objectClass=computer) ",
        "search_query_groups": "(objectClass=organizationalUnit)",
        "connection_options": {
            "start_tls": true
        }
    },
    …
}

Unter address muss angegeben werden unter welcher Adresse der Server angesprochen wird. user und password werden für die Authentifikation an Selbigem verwendet.

Anmerkung

In vielen Systemen wird als User der komplette DN erwartet. Bspw. uid=opsiconnect,cn=users,dc=test,dc=intranet.

Über search_base wird angegeben ab welchem Punkt nach passenden Element gesucht wird. Über search_query_computers und search_query_groups können Bedingungen für die Suche nach Eintragen konfiguriert werden.

Entweder search_query_computers oder search_query_groups oder beides muss konfiguriert sein. Um eine Bedingung zu deaktivieren, kann der Wert auf "" gesetzt werden. Die Suche nach Gruppen wird in einer zukünftigen Version implementiert werden. Bis dahin hat diese Einstellung keine Auswirkungen.

Der Parameter connection_options beinhaltet zusätzliche Optionen zur Konfiguration der Verbindung. Mit start_tls kann gesteuert werden, ob eine gesicherte Verbindung verwendet werden soll.

Anmerkung

Weitere Verbindungs-Optionen werden auf Nachfrage implementiert.

Verbindung zu UCS konfigurieren

Für eine Verbindung zu Univention Corporate Server muss für die Verbindung als Benutzername der komplette DN verwendet werden.

Soll das Verzeichnis komplett durchsucht werden, kann für search_base die Ausgabe des Befehls ucr get ldap/base verwendet werden.

Für die Suche nach Windows-Clients kann (objectClass=univentionWindows) als Wert für search_query_computers angegeben werden.

Seit Version 14 ist es möglich über den Aufrufparameter --check-directory die Verbindungseinstellungen zum Verzeichnis zu prüfen, ohne dass eine Verbindung zum opsi-Server hergestellt wird.

Verhaltens-Einstelllungen

Die Einstellungen steuern das Verhalten des Connectors.

{
    …
    "behaviour": {
        "write_changes_to_opsi": true,
        "root_dir_in_opsi": "Directory",
        "update_existing_clients": true,
        "prefer_location_from_directory": true
    },
    …
}

Wird write_changes_to_opsi auf false gesetzt werden keine Daten nach opsi geschrieben. Mit dieser Einstellung ist es möglich die Verbindungseinstellungen zu überprüfen, bevor sie angewendet werden.

Per root_dir_in_opsi wird angegeben welche Gruppe in opsi als Wurzelgruppe verwerndet werden soll. Es muss von Ihnen sichergestellt werden, dass diese Gruppe existiert.

Wird update_existing_clients auf false gesetzt, so werden bereits in opsi existierende Clients nicht verändert. Wird dieser Wert auf true gesetzt, so werden möglicherweise manuell gesetzte Daten mit den Werten aus dem Directory überschrieben.

Falls prefer_location_from_directory auf true gesetzt, werden Clients in opsi an die Position verschoben, welche sie im Directory haben. Für das Deaktivieren dieses Verhalten, muss dieser Wert auf false gesetzt werden.

Mappings

Mit einem derart flexiblen System wie ein Verzeichnisdienst benötigt der Connector Informationen darüber welche Attribute im Directory auf welche Attribute in opsi angewendet werden sollen.

{
    …
    "mapping": {
        "client": {
            "id": "name",
            "description": "description",
            "notes": "",
            "hardwareAddress": "",
            "ipAddress": "",
            "inventoryNumber": "",
            "oneTimePassword": ""
        },
        "group": {
            "id": "name",
            "description": "description",
            "notes": ""
        }
    },
    …
}

Es gibt jeweils ein Mapping für Clients und eines für Gruppen.

Der Schlüssel jedes Mappings ist das Attribut in opsi und der Wert ist das Attribut aus dem Verzeichnisdienst. Ist der Wert (in der Zuordnung) leer, so wird keine Zuordnung vorgenommen.

Anmerkung

Sollte der aus dem Verzeichnis ausgelesene Wert für die ID des Clients nicht als FQDN erkennbar sein, so wird ein enstprechender FQDN erstellt. Der Domain-Teil hierfür wird aus den DC-Werten des Elements gebildet.

opsi-Verbindungs-Einstellungen

Hierüber wird gesteuert wie der Connector sich zu opsi verbindet.

{
    …
    "opsi": {
        "address": "https://localhost:4447",
        "username": "syncuser",
        "password": "secret",
        "connection_options": {
            "verify_certificate": true
        }
    }
}

Unter address ist die Adresse des opsi-Servers einzutragen. Vergessen Sie nicht die Angabe des Ports!

Anmerkung

Ein Proxy für die Verbindung kann über die Umgebungsvariable HTTPS_PROXY gesetzt werden.

Mittels username und password wird geregelt welche Zugangsdaten zur Authentifizierung am opsi-Server verwendet werden.

Es empfiehlt sich spezielle Benutzer für die Synchronisation anzulegen. Bitte entnehmen Sie dem Handbuch die notwendigen Schritte.

Unter connection_options werden Optionen für die Verbindung zum opsi-Server festgelegt. Mittels verify_certificate wird die Überprüfung des Server-Zertifikats gesteuert. Für selbstsignierte Zertifikate kann dieser Wert auf false gesetzt werden.

Seit Version 14 ist es möglich über den Aufrufparameter --check-opsi die Verbindung zum opsi-Server zu testen, ohne dass eine Verbindung zum Verzeichnisdienst hergestellt wird.

Den Connector ausführen

Nach der Installation existiert ein Binary opsidirectoryconnector auf dem System.

Dieses muss einen Parameter --config zusammen mit dem Pfad zur Konfigurationsdatei übergeben bekommen.

opsidirectoryconnector --config /etc/opsi/opsidirectoryconnector-custom.conf

Anmerkung

Der ausführende Benutzer benötigt keinen Zugriff auf das opsi-System, da der zugreifende Benutzer in der Konfigurationsdatei hinterlegt ist.

Beispiel: wiederkehrende Verarbeitung mit systemd

Der Connector macht aktuell bei der Ausführung eine Synchronisationslauf, aber die Chancen stehen gut, dass eine ständige Synchronisation erfolgt.

Es ist einfach, die Ausführung wiederkehrender Läufe zu automatisieren.

Wir werden hierbei systemd verwenden. Im Gegensatz zu cronjobs wird systemd verhindern, dass überlappende Läufe stattfinden, weshalb systemd eine gute Wahl ist.

Das folgende Beispiel wird den Connector so einrichten, dass er fünf Minuten nach dem Start der Maschine ausgeführt wird und danach jede Stunde.

Wir benötigen zwei Dateien, welche in dem entsprechenden Verzeichnis für benutzerdefinierte Units abgelegt werden müssen. Der Pfad kann je nach verwendetem Betriebssystem unterschiedlich ausfallen. Bitte verwenden Sie nachfolgend pkg-config um an den entsprechenden Pfad zu kommen:

pkg-config systemd --variable=systemduserunitdir

In diesem Verzeichnis müssen die zwei folgenden Dateien abgelegt werden. Eine Datei ist der Timer, welche unseren Job wiederkehrend aufruft und die Andere ist für den Job selbst.

Bitte füllen Sie die Datei opsi-directory-connector.timer mit dem folgenden Inhalt:

[Unit]
Description=Start the opsi-directory-connector in regular intervals

[Timer]
OnBootSec=5min
OnUnitActiveSec=1hour

[Install]
WantedBy=timers.target

Und dies muss nach opsi-directory-connector.service:

[Unit]
Description=Sync clients from AD to opsi.
Wants=network.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/bin/opsidirectoryconnector --config /etc/opsi/opsidirectoryconnector-custom.conf

Um den Timer zu aktivieren und ihn sofort zu starten, können die folgenden Befehle verwendet werden:

systemctl enable opsi-directory-connector.timer
systemctl start opsi-directory-connector.timer

Falls der Timer nicht gestartet wird, wird er erst nach dem nächsten Neustart der Maschine ausgeführt werden.

Beispiel: wiederkehrende Verarbeitung als Cronjob

Es ist einfach, die Ausführung wiederkehrender Läufe über einen Crobjob zu automatisieren.

Bitte beachten Sie, dass überlappende Läufe stattfinden können, weshalb der Synchronisationsintervall am besten größer gewählt werden sollte. Zur Vermeidung dieses Problems wird die Verwendung von systemd anstatt cron empfohlen!

Zur Bearbeitung der Cronjob-Datei wird in der Regel crontab -e aufgerufen. Für eine zu jeder Stunde stattfindenden Synchronisation kann dort folgendes als Cronjob hinterlegt werden.

0 * * * * /usr/bin/opsidirectoryconnector --config /etc/opsi/opsidirectoryconnector-custom.conf

9.4. opsi WIM Capture

Vorbedingungen für die opsi Erweiterung opsi wim capture

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie, wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.6 mit den Paketständen:

Tabelle 5. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-linux-bootimage

>= 20160111

opsi-client-agent

>= 4.0.6.3-8

Windows Netboot >=7

>= 4.0.6.1-3

opsi-clonezilla


Achtung

Für das Produkt opsi-wim-capture muß der share opsi_depot_rw für pcpatch beschreibbar sein. Prüfen Sie Ihre Samba Konfiguration!

Quick Info

Für die ganz Eiligen folgt hier eine Kurzanleitung. Ausführliche Informationen sind weiter unten zu finden.

Vorbereitungen:

  • Rechner im Bios auf PXE-Boot / LAN-Boot als 1. Bootoption einstellen
  • Rechner sollte mit den folgenden Property-Einstellungen im Netboot-Produkt aufgesetzt werden:
    boot_partition_size=0
    preserve_winpe_partion = true
    windows_partition_label = WINDOWS
    windows_partition_size=100%
  • Target-Produkt vervollständigen:
    Als Target-Produkt wird in der Regel eines der zur Verfügung gestellten Capture-Produkte verwendet, zB.: win7-x64-capture
    Winpe- und Drivers-Verzeichnis können als symbolische Links vom Standard-Produkt erstellt werden.
    Das Installfiles-Verzeichnis ist zu kopieren, da hierin die install.wim angepasst werden soll.
    Zudem sollten ggfls. Dateien aus dem custom Verzeichnis kopiert oder verlinkt werden, zB.: unattend.xml
  • opsi-clonezilla Property imageshare = auto (ist der default, veraltet //<servername>/opsi_images)
    imagefile und runcommand werden vom opsi-wim-capture automatisch gesetzt
  • Sämtliche Software, die in das Image integriert werden soll, muss auf dem Rechner installiert werden.

Start des Produktes opsi-wim-capture:

  • Folgende Properties anpassen:
    image_description = <Image Beschreibung>
    imagename = <imagename>
    target_product = win7-x64-captured
  • opsi-wim-capture auf setup setzen.

Rechner mit neuem Image installieren:

  • Target-Product (z.B. win7-x64-captured) mit folgender Anpassung auf setup setzen:
    imagename = (hier den Namen aus dem gleichnamigen Property aus dem opsi-wim-capture Produkt übernehmen)

Einführung

Microsoft hat mit NT6 (also ab Vista) zur Installation ein neues Imageformat, das Windows Imaging Format (WIM) eingeführt. Ein WIM Image ist kein Platten- oder Partitionsimage, sondern mehr ein Dateien und Metadaten Archiv. Eine WIM Datei kann mehrere Images enthalten. Die normale Installation eines NT6 Rechners basiert darauf, dass die setup.exe ein Image aus der Datei install.wim auspackt, und dieses danach konfiguriert und mit zusätzlichen Treibern versieht.

Die Installation geht dadurch schneller als zu Zeiten von NT5. Leider dauern die Installationen der Hotfixes unter NT6 aber wesentlich länger, so daß eine Grundinstallation von z.B. Windows 7 zwar nur ca. eine halbe Stunde dauert, das Einspielen der Hotfixes aber etliche Stunden.

Von einem existierenden Rechner kann das Windows inclusive installierter Software, Hotfixes und Konfigurationen ausgelesen, und in Form eines WIM abgespeichert werden. Ein solches WIM kann dann wieder die Basis für neue Installationen sein.

Dazu dient das Produkt opsi-wim-capture. Im Rahmen dieses Produktes wird im Kern von der PE-Partition gebootet, und das PE liest die Systempartition aus und schreibt sie in ein WIM.

Abläufe Übersicht

Das Capturen eines installierten Windows läuft wie folgt ab:

Vorbereitung:

  • Installation von Windows mit der Property Einstellung:
    boot_partition_size=0
    preserve_winpe_partition=true
    windows_partition_label = WINDOWS
    windows_partition_size=100%

Start des Produktes opsi-wim-capture.
Alle folgenden Punkte werden ohne weitere Interaktion vom Produkt opsi-wim-capture gesteuert:

  1. opsi-clonezilla Backup der Platte (System- und winpe-Partition)
  2. Backup opsi Metadaten
  3. winpe Partition bootfähig machen und winpe script (work.cmd) erstellen
  4. Sysprep des installierten Systems (Depersonalisierung)
  5. winpe-Boot, Capture des Systems und Schreiben ins Zielprodukt
  6. opsi-clonezilla Restore der Platte (System- und winpe-Partition)

Abläufe Details

Vorbereitung

Installation von Windows mit der Property-Einstellung: preserve_winpe_partition=true, da die winpe Partition später noch gebraucht wird.

Abbildung 75. Schema: Installation des Orginal Windows auf der Systempartition

Schema: Installation des Orginal Windows auf der Systempartition

Nach der Windows-Installation kann nun weitere Software, Hotfixes und Konfigurationen per opsi oder händisch auf den Rechner aufgespielt werden.

Abbildung 76. Schema: Installation von Produkten auf dem installierten System

Schema: Installation von Produkten auf dem installierten System

opsi-wim-capture

Der ganze Ablauf benötigt einige Zeit. Sie sollten mit mindestens einer Stunde rechnen. Der komplette Ablauf ist aber nicht interaktiv. D.h. Sie müssen nicht dabei bleiben.

Steht das Property disabled auf true (default=false), so wird sofort abgebrochen. Dieser Schalter dient nur zu Entwicklungszwecken.

Es wird Anhand des Properties always_backup_before_sysprep geprüft ob ein Backup gemacht werden soll. Wenn ja, so wird über opsi-clonezilla ein Plattenbackup ausgelöst.

Anmerkung

Für opsi-clonezilla wird das runcommand:
ocs-sr -q2 --batch -j2 -rm-win-swap-hib -i 2000 -p true savedisk imagefile sda gesetzt. Innerhalb diese Kommandos wird imagefile abhängig von dem Wert des Properties clonezilla_imagefile gesetzt: Steht diese Property auf auto (default), so wird der Wert für imagefile automatisch erstellt. Dies geschieht unter Verwendung von Propertywerten und dem Clientnamen nach dem Muster:
<FQDN des Clients>_<target_product>_<imagename>
Bei einem anderen Wert als auto wird der angegebene Wert als Imagefile verwendet. Weiterhin wird das Produkt opsi-clonezilla auf setup gesetzt. Damit das Produkt opsi-clonzilla startet ist nun ein Reboot nötig.

Um eine Endlosschleife zu vermeiden, wird nun ein Rebootflag gesetzt, damit nach Beendigung des Backup erkannt werden kann, dass dieser Schritt bereits erledigt ist.

Technischer Hinweis: Hier entsteht das Problem, dass der Rebootflag auch in dem Backup landet, aber nach einem Restore nicht mehr erwünscht ist. Daher wird der Rebootflag als Timestamp gesetzt. Ein Rebootflag, der älter als 0,1 Tage (=2,4 Stunden) ist wird ignoriert.

Die Maschine wird rebootet, dabei bleibt das Produkt opsi-wim-capture auf setup stehen. Nun startet das Netboot Produkt opsi-clonzilla und führt das Backup aus.

Abbildung 77. Schema: Backup der Platte mit opsi-clonezilla

Schema: Backup der Platte mit opsi-clonezilla

Tipp

Warum opsi-clonezilla Backup ?
Das nachfolgende Sysprep macht die Systempartition für die weitere Verwendung unbrauchbar.
Ein vom erstellten (captured) WIM-Image erstelltes System enthält Informationen über das gelaufene Sysprep und ist nicht als Basis für weitere opsi-wim-capture Läufe geeignet.
Erneutes capturen immer auf Basis des per restore wiederhergestellten opsi-clonezilla Images ausführen.

Das Produkt opsi-clonzilla wird nun so eingestellt, das ein erneuter start ein Restore durchführen wird.

Tipp

Muß ein opsi-clonezilla Backup erstellt werden?
Wenn der Rechner lediglich zum Erstellen eines WIM-Captures dient und danach neu Installiert wird, oder es sich um einen virtuellen Rechner handelt der sich aus einem Snapshot wieder herstellen läßt, kann auf die Erstellung eines Backups mit Clonezilla und den abschließenden Restore verzichtet werden.
Die entsprechenden Properties sind always_backup_before_sysprep und start_after_capture.

Abbildung 78. Schema: Sicherung der opsi-meta-daten nach c:\opsi.org\tmp

Schema: Sicherung der opsi-meta-daten nach c:\opsi.org mp

Nun werden die opsi Informationen, welche opsi-Produkte in welcher Version auf dem Client installiert sind, auf dem Client hinterlegt.

Anmerkung

Die productOnClient Objekte für alle Localboot Produkte werden nach c:\opsi.org\tmp\productonclients.json geschrieben.

Abbildung 79. Schema: Deaktivierung des opsi-client-agenten

Schema: Deaktivierung des opsi-client-agenten

Der opsi-client-agent des Rechners wird deaktiviert, damit er beim späteren Ausrollen des Images nicht aktiv wird.

Abbildung 80. Schema: Depersonaliserung der Systempartition mit sysprep

Schema: Depersonaliserung der Systempartition mit 'sysprep'

Damit das Image, welches erstellt werden soll, sich wie ein Standard Windows Setup auf einem beliebigen Rechner ausrollen läßt, muß es depersonalisiert werden. Dies wird mit dem Winows Werzeug sysprep erledigt.

Tipp

Installierte Software wird nicht depersonalisiert. Es ist durchaus möglich, dass installierte Software sich in Ihrer Konfiguration merkt, auf welchem Rechner sie installiert wurde. Eine solche Konfiguration wird dann wahrscheinlich Probleme machen, wenn das Image auf einem anderen Rechner ausgerollt wird. Von daher ist es nicht die ideale Idee, möglichst viel Software in einem Image unterzubringen.

Steht das Property startcapture auf false (default=true), so wird die Arbeit nach dem sysprep abgebrochen und der Rechner heruntergefahren. Dies ist nur sinnvoll wenn von dem Rechner danach mit einem anderen Werkzeug ein Image erstellt werden soll.

Abbildung 81. Schema: Aktivieren und bootbar machen der PE Partition

Schema: Aktivieren und bootbar machen der PE Partition

Das Auslesen der Windows-Partition und Wegschreiben in die WIM-Datei muss von einem Windows erfolgen, welches nicht das Windows ist, welches gelesen werden soll. Vielmehr wird hierfür das Windows PE verwendet, welches bei der ursprünglichen Installation angelegt und aufgehoben wurde.

  • Aktivierung des WinPE als bootbare Partition, Erstellung der nötigen Bootrecords und, soweit nötig, Deaktivierung von Laufwerksbuchstaben bei anderen Partitionen.
  • Auslesen der opsi-Metadaten über installierte Produkte auf dem Client und Speicherung dieser Daten auf dem Client in einem temporären Verzeichnis.
  • Einige Aufräumarbeiten auf dem auszulesenden System.

Abbildung 82. Schema: Erstellen der work.cmd im PE

Schema: Erstellen der work.cmd im PE

  • Schreiben einer Kommandodatei, welche die Capturevorgänge beim nächsten WinPE-Start initiiert.
  • Bereitstellen weiterer Daten für die Abläufe im WinPE, wie z.B. Liste der Produkte aus dem
    Property start_after_capture
  • Reboot des Clients

Abbildung 83. Schema: Capture der Systempartition vom PE aus

Schema: Capture der Systempartition vom PE aus

In dieser Phase startet das WinPE und führt nun den eigentlichen Capturevorgang durch. Im Detail:

  • Mounten des opsi_depot_rw shares, damit auf diesen auch geschrieben werden kann.
  • Prüfen der Architektur des WinPE (32/64 Bit) und Start des opsi-script in der entsprechenden Architektur.
  • Herstellung der Verbindung zum opsi-webservice
  • Reaktivierung der Laufwerksbuchstaben
  • Wenn das Property check_disk_before_capture den Wert true hat (default=false) dann wird nun ein chkdsk für die Windows Partition ausgeführt. Dies dauert lange.
  • Es wird geprüft ob das über das Property target_product angegebene Produkt auf dem Share opsi_depot_rw existiert und eine install.wim Datei an der richtigen Stelle besitzt.
  • Prüfen und Erstellen einer Lock-Datei im target_product. Wenn diese Datei bereits existiert, so wird hier abgebrochen, um zu vermeiden, dass mehrere capture Vorgänge gleichzeitig in die selbe WIM-Datei schreiben.
  • Wenn das Property force_imagex den Wert true hat (default=true), dann wird das imagex Programm des Produktes opsi-wim-capture zum capturen verwendet, auch wenn das Windows PE über das Programm dism verfügt. Ansonsten wird dism verwendet, wenn verfügbar. Dism ist schneller, kann aber zu Images führen, welche sich nicht ausrollen lassen.
  • Wenn das Property capture_mode den Wert append hat: Überprüfen, ob ein Image mit diesem Namen in der install.wim schon vorhanden ist, und gegebenenfalls dieses löschen.
    Der Wert always_create wird nur akzeptiert, wenn als Werkzeug dism verwendet wird. In diesem Fall wird eine neue install.wim Datei erzeugt.
  • Start des Capturevorgangs. Hierzu wird das weiter oben ausgewälte Werkzeug (imagex oder dism) und der ausgewählte capture_mode verwendet. Der Name des Images wird durch das Property imagename festgelegt. Die Hinterlegte Beschreibung des Images wird durch das Property image_description festgelegt.
    Dies kann lange dauern.

    Achtung

    Imagename merken! Der Name des erstellten Images wird momentan noch nicht automatisch in die Liste der möglichen Imagenamen aufgenommen. Sie müssen sich den Namen merken und beim Ausrollen angeben!

  • Löschen der Lock Datei im target_product.
  • Die entstandenen Logfiles werden zusammengeführt.
  • Setzen der Produkte aus dem Property setup_after_capture auf setup.
    Dabei werden auch die Produktabhängigkeiten der betroffenen Produkte aufgelöst.
    Dieses Property ist eine Liste und kann auch mehre ProduktIds aufnehmen.

    Tipp

    opsi-clonzilla auf setup stellen lassen!
    Der Rechner ist nach dem Capture Vorgang depersonalisert und damit weitgehend unbrauchbar. Das Produkt opsi-clonzilla ist so vorbereitet, dass ein weiter oben erstelltes Backup automatisch wieder hergestellt wird, wenn es hier auf setup gestellt wird.

  • Deaktivierung der WinPE Partition und Aktivierung der Systempartition (Windows).
  • Schreiben der Logdatei zum Server. Dort wird diese an die Logdatei des opsi-wim-capture Laufs angehängt.
  • Reboot

Wenn das Produkt opsi-clonezilla hier auf setup gestellt worden ist, so wird nun automatisch ein Restore der Platte durchgeführt.

Abbildung 84. Schema: Restore mit opsi-clonezilla

Schema: Restore mit opsi-clonezilla

Produkte

Hauptprodukt opsi-wim-capture

Das Produkt opsi-wim-capture hat folgende Produktproperties:

  • always_backup_before_sysprep:
    (true/false), Default=true,
    Startet immer ein opsi-clonezilla Backup vor dem sysprep Vorgang.
  • startcapture:
    (true/false), Default=true,
    Startet nach dem Sysprep den Capture Prozess und rebootet den Rechner. Wenn false wird nach dem Sysprep der Rechner herunter gefahren.
  • disabled:
    (true/false), Default=false,
    Wenn true wird das Produkt nicht ausgeführt. Dieses Property wird normalerweise nicht benötigt und dient nur zu Debugzwecken.
  • target_product:
    Name des Ziel Produktes (Default = '')

Wichtig

Dieses Property ist nicht schlau, d.h. es wird nicht überprüft, ob das ausgelesene Image zum Zielprodukt passt. Sie können also ohne Fehlermeldung ein win7-32Bit Image in ein Win81-64Bit Produkt schreiben. Das sollten Sie aber nicht! Wir empfehlen die Verwendung von gesonderten Produkten, welche nur als Ziel dienen (z.B. win7-x64-captured).

Das Zielprodukt muß, genauso wie ein normales Produkt, zur Windows Installation vorbereitet werden. Als Zieldatei innerhalb des Zielproduktes dient die install.wim Datei (installfiles/sources/install.wim), welche auch die von Microsoft gelieferten Images enthält. Ob das ausgelese Image nun an diese Datei angehängt werden soll, oder eine neue install.wim erzeugt werden soll, steuert das Property:

  • capture_mode:
    (append/always_create) Default=append:

Bei append wird das neu erstellte Image an die vorhandene install.wim angehängt.

Wichtig

Enthält die install.wim schon ein Image gleichen Namens wird dieses ohne Nachfrage gelöscht.
Bei always_create wird eine neue install.wim erstellt.
always_create funktioniert nicht mit WinPE-Installationen, die auf Windows < 8 basieren.

Die Install.wim-Datei ist ein Container, der mehrere Images enthalten kann. Die Images haben einen Namen und eine Beschreibung. Der Name und die Beschreibung des neu erstellten Images werden durch die folgenden Properties gesteuert:

  • imagename:
    Default = ''
  • image_description:
    Default = ''
  • Das Property start_after_capture
    ist ein Liste von Produkten, welche nach dem Abschluß des Capturevorgangs auf setup gestellt werden sollen. Eine gute Idee ist hier zum Beispiel opsi-clonezilla, welches das vor dem sysprep erstellte Backup wiederherstellt.
  • force_imagex:
    true/false (default=true) Soll für den capture-Vorgang das Werkzeug imagex verwendet werden, auch wenn im WinPE das Werkzeug dism zur verfügung steht.
  • opsi_depot_rw_host:
    Normalerweise auto (default) oder leer lassen.
    Wenn nicht auto oder leer: der Host von dem der share opsi_depot_rw gemountet werden soll. Wenn der Host angegeben wird, dann als Hostname, FQDN oder IP-Nummer.
    Diese Property dient nur für Fälle bei denen der share opsi_depot_rw nicht über das Depot dem der Client zugewiesen ist erreichbar ist.
  • checkdisk_before_capture:
    Soll for dem capture Vorgang ein file system check der Systempartition durchgeführt werden.
    Default = false.
  • verify_clonezilla_images:
    Soll Clonezilla die Images auf Lesbarkeit überprüfen: after_save, before_restore, never, always
    Eine Überprüfung dauert in etwa genauso lang wie der Schreib- oder Leseprozess.
    Default = never
Target Produkte

Die Target Produkte dienen dazu die gecapturten Images aufzunehmen.

Warum Target-Produkte ?

Die Target-Produkte unterscheiden sich nicht von den Standard opsi Windows-Install Produkten. Technisch kann also z.B. ein normales win7-x64 als TargetProdukt dienen.
Wir empfehlen die Verwendung von Target Produkten, um eine Installation aus dem unmodifizierten Abbild einer orginal Microsoft DVD von einer Installation, welche aus einer modifizierten install.wim kommt, abgrenzen zu können.
Weiterhin haben Sie somit noch ein Produkt in Reserve, sollte bei einem capture mal die install.wim unbrauchbar werden. Die Entscheidung, was Sie als Target Produkt verwenden, liegt natürlich bei Ihnen.

Wir liefern die folgenden Target Produkte aus:

  • win7-x64-captured
  • win81-x64-captured
  • win10-x64-captured

Sie müssen diese Produkte genauso befüllen, wie andere Windows Netboot Produkte (siehe hierzu opsi-getting-started Handbuch).

Dabei dürfen Verzeichnisse wie winpe oder z.B. drivers/drivers/additional/byAudit durchaus symbolische Links auf die entsprechenden Verzeichniss aus dem passenden Nicht-Target-Produkt sein. Achtung: das installfiles Verzeichnis muß tatsächlich mit bem Inhalt der Windows DVD befüllt werden und darf kein symbolischer Link sein.

Windows Installation von einem Targetprodukt aus

(Ausrollen des gecapturten Images)

Wiederherstellung der opsi Metadaten zu installierten Produkten

Das Problem:

Wenn Sie ein Windows mit opsi neu installieren, z.B. aus win7-x64, dann werden bei der Installation des opsi-client-agent alle Localboot-Produkte, welche bei diesem Rechner vorher auf installed standen, automatisch auf setup gestellt und damit später erneut installiert.
Dies kann beim Ausrollen eines gecapturten Images nicht ganz genauso durchgeführt werden.
Im Image befindet sich das Backup der opsi-Daten, das dort während des capture Vorgangs abgelegt wurde. Dieses wird bei der Installation des opsi-client-agent entdeckt, und wieder in den opsi-server eingespielt. Damit stehen die Produkte, die in dem gecapturten Image installiert waren, jetzt für den frisch installierten Rechner auf installed. Würden jetzt alle Produkte, welche auf installed stehen auf setup gesetzt, würde dies dazu führen, dass alle schon im Image installierten Produkte nochmal installiert werden. Dies ist nicht erwünscht.

Bei der Wiederherstellung der opsi Metadaten zu installierten Produkten gibt es ab opsi 4.0.7 zwei Varianten:

  • Variante 1:
    Zurückspielen der Metadaten und Beibehaltung von setup-Actionrequests.
    Produkte die auf installed stehen werden nicht auf setup gestellt.
    Dies ist der Default und das Verhalten vor opsi 4.0.7
  • Variante 2:
    Zurückspielen der Metadaten. Produkte die auf installed stehen werden auf setup gestellt ausser denen welche in den restorten Metadaten enthalten waren.

Variante 1
Beim Ausrollen eines gecapturten Images werden nach der Installation des Images nur die Produkte automatisch installiert, welche schon vor dem Beginn der Betriebssystem-Installation auf setup standen. Dies kann durch Ihren Eingriff oder das Property setup_after_install erfolgt sein. Daher werden in diesem Fall auch nur die Produkte installiert, welche vor der Installation des Betriebssystems auf setup standen.
Dies ist der Default und das Verhalten vor opsi 4.0.7

Variante 2
Die Variante 2 verhält sich vom Ergebnis ähnlich wie es bei Installationen aus nicht gecapturten Images der Fall ist:
* Zurückspielen der Metadaten.
* Produkte die auf installed stehen werden auf setup gestellt ausser denen welche in den restorten Metadaten enthalten waren.
Diese Verhalten steht erst ab opsi 4.0.7 zur Verfügung und ist nicht der Default. Variante 2 ist durch Erweiterungen am opsi-script möglich geworden und ist Bestandteil des opsi-client-agent von 4.0.7.
Um dieses Verhalten zu verwenden muss ein config (Hostparameter) gesetzt werden:
Der boolsche Konfigurationseintrag: clientconfig.capture.switch_installed_products_to_setup. Hat dieser Eintrag für den Client den Wert true dann wird Variante 2 verwendet, ansonsten Variante 1.

Über diese Hostparameter können dann Events Client-spezifisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Hostparameter können über den opsi-configed oder opsi-admin angelegt werden.

Zum Anlegen der Hostparameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen:

opsi-admin -d method config_createBool clientconfig.capture.switch_installed_products_to_setup "capture.switch_installed_products_to_setup" true

Damit stellen Sie für alle Rechner Variante 2 ein.

Zum Anlegen der Hostparameter über den opsi-configed wählen Sie dort Serverkonfiguration / clientconfig / Auf der Rechten Seite mit der rechten Maustaste: Boolschen Konfigurationseintrag hinzufügen.

Hilfsprodukt opsi-wim-info

Das Produkt opsi-wim-info kann verwendet werden um schnell informationen über die in einer install.wim gespeicherten Images auszulesen. Diese Informationen werden dann in der Logdatei gespeichert.
Properties:

  • target_produkt
    ProductId des Produktes in dem die install.wim gesucht wird.

Bekannte Einschränkungen und Probleme

Folgende Einschränkungen sind derzeit (19.2.2016) bekannt:

  • install.esd ist nicht unterstützt
    Mit dem media creation tool von Mircrosoft erstellte ISO’s enthalten statt einer install.wim eine install.esd. Dies ist ein etwas anderes Format was bisher noch nicht unterstützt wird.
  • UEFI
    opsi-wim-capture funktioniert nicht mit UEFI-Rechnern. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass die derzeitige opsi-clonezilla Version noch nicht UEFI tauglich ist. Wir werden die UEFI-Tauglichkeit von opsi-wim-capture herstellen, sobald eine entsprechende opsi-clonezilla Version vorliegt.
  • RAID-Controller non /dev/sda
    Das vom opsi-wim-capture angestossene Platten-Backup funktioniert derzeit nicht auf Rechnern, deren erste Platte unter Linux (und damit in opsi-clonezilla) nicht als /dev/sda gesehen wird. Dies wird zu einem späteren Zeitpunkt gebaut werden.

9.5. opsi Linux Support

Unterstützt als opsi-client: Linux :

(Stand 28.4.2017)

Tabelle 6. Unterstützte Linux-OS als Client in opsi 4.0.7

Distribution

OS-Installation

netbootprodukte

client-agent

opsiclientd

Debian 8 jessie

supported.png

debian, debian8

supported.png

supported.png

Debian 7 wheezy

supported.png

debian, debian7

supported.png

supported.png

Debian 6 squeeze

discontinued.png

Ubuntu Xenial 16.04 LTS

supported.png

ubuntu, ubuntu16-04

supported.png

supported.png

Ubuntu Wily 15.10

discontinued.png

ubuntu,ubunt15-10

discontinued.png

unsupported.png

Ubuntu Vivid 15.04

discontinued.png

ubuntu, ubunt15-04

discontinued.png

unsupported.png

Ubuntu Utopic 14.10

discontinued.png

ubuntu

discontinued.png

unsupported.png

Ubuntu Trusty 14.04 LTS

supported.png

ubuntu, ubunt14-04

supported.png

supported.png

Ubuntu Precise 12.04 LTS

supported.png

ubuntu

supported.png

supported.png

Ubuntu Lucid 10.04 LTS

discontinued.png

RHEL 7

supported.png

rhel70

supported.png

develop.png

RHEL 6

discontinued.png

CentOS 7

supported.png

centos70

supported.png

develop.png

CentOS 6

discontinued.png

SLES 12.2

supported.png

sles12sp2

supported.png

develop.png

SLES 12.1

supported.png

sles12sp1

supported.png

supported.png

SLES 12

supported.png

sles12

supported.png

supported.png

SLES 11SP4

supported.png

sles11sp4

supported.png

develop.png

SLES 11SP3

discontinued.png

sles11sp3

supported.png

unsupported.png

openSuse Leap 42.2

supported.png

opensusel42-2

supported.png

develop.png

openSuse Leap 42.1

supported.png

opensusel42-1

supported.png

supported.png

openSuse 13.2

supported.png

opensuse13-2

supported.png

supported.png

openSuse 13.1 RC2

discontinued.png

openSUSE 12.3

discontinued.png

openSuse Tumbleweed

unsupported.png

unsupported.png

unsupported.png

UCS 4.2

develop.png

ucs42

develop.png

develop.png

UCS 4.1

supported.png

ucs41

supported.png

supported.png

UCS 4.0

develop.png

supported.png

supported.png

UCS 3.2

unsupported.png

unsupported.png

unsupported.png

UCS 3.0

unsupported.png

unsupported.png

unsupported.png


supported.png: Unterstützt unsupported.png: Nicht unterstützt develop.png: In Entwicklung discontinued.png: Abgekündigt

Tabelle 7. Linux Netboot-Produkte nach Installer-Typ in opsi 4.0.7

Netbootproduct

Installer

Status

Anmerkung

debian

opsi

supported.png

squeeze - jessie

debian8

distribution

supported.png

debian7

distribution

supported.png

ubuntu

opsi

supported.png

precise - xenial

ubuntu16-04

distribution

supported.png

ubuntu15-10

distribution

discontinued.png

ubuntu15-04

distribution

discontinued.png

ubuntu14-04

distribution

supported.png

centos70

distribution

supported.png

redhat70

distribution

supported.png

sles12sp2

distribution

supported.png

sles12sp1

distribution

supported.png

sles12

distribution

supported.png

sles11sp4

distribution

supported.png

sles11sp3

opsi

discontinued.png

opensusel42-2

distribution

supported.png

opensusel42-1

distribution

supported.png

opensuse13-2

distribution

supported.png

opensuse13-1

opsi

discontinued.png

ucs42

distribution

develop.png

ucs41

distribution

supported.png


Vorbedingungen für den opsi Linux Support

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.5 mit den Paketständen:

Tabelle 8. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-linux-bootimage

>= 20140805-1


Der opsi Support für Linux besteht aus einem Teil der von Anfang an Opensource ist (den Netbootprodukten) und einem kofinanzierten Teil (dem Agent für die Clients).

Dieser opsi-linux-client-agent ist eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).
Weitere Details zum Umgang mit Modulen finden Sie im opsi manual.

opsi-linux-client-agent: 15 Freistarts

Seit opsi 4.0.7 beinhaltet der opsi-linux-client-agent 15 Freistarts bei denen der Agent auch ohne Freischaltung verwendet werden kann.

Genauer formuliert: Nach der initalen Installation des opsi-linux-client-agent kann der der opsi-script 15 mal im Servicekontext gestartet werden ohne eine Freischaltung zu fordern.
Dies gibt Ihnen die Möglichkeit einen Linuxrechner aufzusetzen und mit den entsprechenden opsi-Produkten für den geplanten Einsatz zu konfigurieren. Beispielsweise können Sie nach der Installation das Produkt l-opsi-server aufrufen um aus dem frisch installierten Rechner einen opsi-server zu machen.

Für eine dauerhafte Pflege des installierten Linuxrechners über diese 15 Freistarts hinaus benötigen Sie aber eine Freischaltung dieses Features.

Einspielen der Produkte

Die Linux bezogenen Localboot und Netbootproukte können über den opsi-product-updater geladen werden.
Dazu muss sichergestellt sein, dass in der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf auch die entsprechenden Verzeichnisse eingetragen sind. Am einfachsten ist es, wenn sich folgende Sektion in der Konfigurationsdatei findet:

[repository_uib_linux]
active = true
baseUrl = http://download.uib.de
dirs = opsi4.0/products/opsi-linux
autoInstall = false
autoUpdate = true
autoSetup = false
; Set Proxy handler like: http://10.10.10.1:8080
proxy =

Dann können Sie mit dem folgenden Aufruf die opsi-linux Produkte einspielen:

opsi-product-updater -i -vv

Einführung

Ein Management-Werkzeug für Windows und Linux

Ziel der Erweiterung von opsi um die Unterstützung von Linux-Systemen ist die Schaffung eines Managementsystems für heterogene Umgebungen. Der Fokus liegt dabei auf der möglichst vollständigen Integration beider Welten in die gleichen Management-Vorgänge und Werkzeuge.

Dies bedeutet, dass eine Linux-Installation auf die gleiche Weise angestoßen wird wie eine Windows-Installation.
Der opsi-client-agent unter Linux basiert auf dem selben Code wie der unter Windows und ist (soweit sinnvoll) befehlskompatibel.

Linux-Distributionsübergreifend

Der Linux-Support von opsi ist distributionsübergreifend angelegt.
Die folgenden Distributionen werden gleichwertig unterstützt:

  • Debian
  • Ubuntu
  • OpenSuse / SLES (Suse Linux Enterprise Server)
  • RHEL (RedHat Enterprise Linux)
  • CentOS
  • UCS

Linux Netboot Produkte v4.0.6 auf Basis des Distributionseigenen Installers

Bei den mit opsi v4.0.5 veröffentlichten Linux-Netboot-Produkte wurden die Installationen des gewählten Betriebssystems weitgehend vom Netboot-Produkt gesteuert. Die entsprechenden Produkte setzen ab v4.0.6 auf den distributionseigenen Installer.

Dies ist ein grundsätzlicher Umbau, der dazu führt, das sowohl Aufbau als auch Verhalten der Produkte unterschiedlich zu den bisherigen Produkten sind.
Hier eine Übersicht:

  • Ähnlich wie bei der Windows-Installation wird für den Installer eine Antwortdatei bereit gestellt, welche vom Installer zur nichtinteraktiven Installation genutzt wird.
  • Der distributionseigene Installer ist nicht wie bei Windows ein Programm das aufgerufen wird, sondern in einer Kombination aus distributionseigenem Kernel und initrd implementiert.
  • Die gesamte Grundinstallation - inklusive Partitionierung, LVM, Basissoftware, etc. - liegt in der Hand des Installers und wird nicht mehr durch das bootimage durchgeführt.
  • Bei den Suse- und RedHat-artigen Distributionen werden die Installationsquellen von Ihnen bereitgestellt, in dem Sie die Installations-DVD als ISO-Datei auf dem Depotshare ablegen. Dieses Verfahren ähnelt der Situation unter Windows, nur dass der Ablageort ein anderer ist und dass Sie bei Windows den Inhalt der Installations-DVD ablegen anstatt einer ISO-Datei.
  • Bei den Debian-artigen werden die Installationsquellen aus dem Netz verwendet. Auf dem Depotshare liegen nur die Netboot Versionen von Distributionskernel und dazugehörigem initrd. Da diese Dateien nicht groß sind, werden sie im opsi-Paket mitgeliefert.
    Ab opsi 4.0.7 können für bestimmte Netbootprodukte hier auch lokale http Repositories bereit gestellt werden.
  • Zur weiteren Pflege der Installation kann der opsi-linux-client-agent im Rahmen der Basisinstalltion mit installiert werden.

Abläufe der neuen Installationsmimik:

  1. Das opsi-linux-bootimage wird gebootet, löscht die Partitionstabelle und erstellt eine kleine temporäre Hilfsparition.
  2. Das opsi-linux-bootimage holt sich das distributionseigene initrd und entpackt es auf der Hilfspartition.
  3. Das opsi-linux-bootimage holt sich die generische Vorlage für die Antwortdatei, patcht (personalisiert) diese und legt sie dann in das initrd Verzeichnis.
  4. Das opsi-linux-bootimage erstellt weitere Hilfscripte und Konfigurationsdateien (z.B. zur Installation des opsi-linux-client-agent) und legt sie dann in das initrd Verzeichnis.
  5. Das opsi-linux-bootimage packt das gepatchte initrd Verzeichnis wieder zusammen.
  6. Das opsi-linux-bootimage bootet den Distributions-Kernel mit dem gepatchten initrd per kexec.
  7. Das so geladene System installiert das Zielsystem unattended und installiert abschließend den opsi-linux-client-agent.

Die Vorteile dieses Vorgehens sind:

  • Die Installation findet exakt gemäß den Anforderungen des Distributors statt. Dies ist immer ein Vorteil, aber natürlich im Unternehmensumfeld als Ausgangsbedingung für Supportverträge besonders wichtig.
  • Die Integration neuer Releases in opsi wird einfacher und dadurch schneller.
  • Bei den Suse- und RedHat-artigen Distributionen findet die Installation aus auf dem opsi-Server liegenden Installationsquellen statt und ist damit schneller und unempfindlicher gegen Störungen als beim Zugriff auf Repositories aus dem Internet.

Es ergeben sich aber auch folgende Nachteile:

  • Im Moment noch keine Unterstützung für UEFI-Rechner. Die Informationen über die UEFI-Umgebung gehen aktuell beim Boot per kexec verloren. Wir hoffen, dass wir dieses Problem in Zukunft mit einem neueren Bootimage beheben können.
Bereitstellung und der Installationsmedien auf dem Server

Die Bereitstellung der Installationsmedien für die Suse- und RedHat-artigen Distributionen erfolgt auf einem nfs share: opsi_nfs_share.

Zur Einrichtung des shares muß ein NFS-Server auf dem opsi-server installiert und konfiguriert sein.

Seit opsi v4.0.6 wird dies über ein gesondertes Paket opsi-linux-support erfolgen. Dieses Paket wird nicht per default installiert und muss einmalig nachinstalliert werden.

Auf Debian-artigen Betriebssystemen kann das durch den folgenden Befehl erreicht werden:

apt-get install opsi-linux-support

Beim Einsatz einer Firewall auf Ihrem Server muss diese noch so konfiguriert werden, dass TCP-Verbindungen auf Port 80 akzeptiert werden. Bitte konsultieren Sie hierzu das entsprechende Handbuch.

Was dieses Paket macht ist (als händige Anleitung) im folgenden Beschrieben:

  • Auf dem opsi-server muß das entsprechende NFS-Server-Paket installiert sein. Auf Debian, Ubuntu, Suse ist dies das Paket: nfs-kernel-server. Auf Centos, Redhat ist es das Paket nfs-utils.
  • Der Export opsi_nfs_share muß angelegt und exportiert werden:

    • Verzeichnis erzeugen:
      mkdir -p /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share
    • In der Datei /etc/exports den Eintrag:
      /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share *(ro,no_root_squash,insecure,async,subtree_check)
      erzeugen.
    • Das Aktivieren des Exports wird mit dem folgenden Befehl ausgelöst:
      exportfs -r
    • Zur Kontrolle des erfolgreichen Exports den folgenden Befehl aufrufen:
      showmount -e localhost
      Die Ausgabe sollte sein:
      Export list for localhost: + /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share *
  • Der share opsi_nfs_share hat folgenden Verzeichnisaufbau:
    opsi_nfs_share/<productId>/<arch>/<dvd>.iso
    zum Beispiel:
    opsi_nfs_share/opensuse13-2/64/openSUSE-13.2-DVD-x86_64.iso
    Die Installationsdatei muß als Dateiendung .iso haben, der Rest ist egal. Liegen in einem Verzeichnis mehrere .iso Dateien so ist nicht definiert welche verwendet wird.
  • Kopieren Sie die Installations-DVD an den entsprechenden Platz im opsi_nfs_share und führen Sie aus:
    opsi-set-rights /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share
    WICHTIG: Verwenden Sie die Standard Installations-DVD’s der Distribution. Modifizierte Installations DVD’s haben eventuell einen anderen Aufbau und funktionieren nicht.
  • Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen das Verzeichnis /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share nicht vom opsi-server aus per NFS exportieren können (z.B. weil der Depotshare vom opsiserver per NFS von einem NAS eingebunden ist), so kann der zu verwendende NFS-share über ein Serverweites config angegeben werden. Z.B. clientconfig.opsi_nfs_share=172.16.166.1:/var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share

Die opsi v4.0.6 Netbootprodukte für Debian und Ubuntu beziehen Ihre Installations-Dateien nicht aus einem ISO-File. Vielmehr werden diese von uns mit dem Standard Netboot-Kernel und initrd ausgeliefert. Alle weiteren benötigten Pakete werden über das Internet bezogen. Zur Entlastung Ihrer Netzwekverbindung kann bei vielen Installationen daher die Verwendung eines lokalen apt-cache sinnvoll sein.
Die Pakete debian8 und ubuntu16-04 können auch auf ein lokales http-Repository zugreifen.
Siehe auch Kapitel „Proxy für deb Pakete einrichten und verwenden“

Siehe auch Kapitel „Einrichtung eines lokalen deb http Repository“

Startreihenfolge beteiligter Dienste unter SLES 11

Es kann vorkommen, dass der showmount-Befehl mit einer Fehlermeldung wie nachfolgend abbricht:

# showmount -e localhost
clnt_create: RPC: Program not registered

Bitte stellen Sie sicher, dass nach der Installation des NFS-Servers ein Neustart stattgefunden hat. Anschließend müssen die Dienste rpcbind und nfsserver in genau dieser Reihenfolge gestartet werden.

Ein Neustart der Dienste kann wie folgt durchgeführt werden:

# service rpcbind restart
# service nfsserver restart

Anschließend liefert showmount das gewünschte Ergebnis:

# showmount -e localhost
Export list for localhost:
/var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share *
Allgemeine Properties der opsi v4.0.6 Linux Netboot Produkte

Die folgenden Properties finden Sie zur Steuerung der Linuxinstallation in allen v406 Netbootprodukten:

  • askbeforeinst:
    Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=true)
  • architecture:
    Mit welcher Architektur soll das Zielsystem installiert werden?
    Beeinflusst außerdem das verwendete Bootimage. (Default=64bit)
  • language oder locale:
    Welche Sprache / locale soll installiert werden. (Default=Distributionsabhängig / de)
  • console_keymap:
    Zu installierendes Tastaturlayout. (Default=Distributionsabhängig / de)
  • timezone:
    Welche Zeitzone soll verwendet werden?. (Default=Europe/Berlin)
  • root_password:
    Passwort für root. (Default=linux123)
  • user_password:
    Passwort für user. (Default=linux123)
  • proxy:
    Proxystring (wenn benötigt) in der Form: http://<ip>:<port>. (Default='')
  • install_opsi-client-agent:
    Installiere den opsi-client-agent für Linux (Kofinanzierungsprojekt: Sie benötigen eine Aktivierung durch die /etc/opsi/modules). (Default=true)
  • ‚setup_after_install`:
    Welche opsi-Produkte sollen zum Abschluss der Betriebssysteminstallation auf setup gestellt werden. (Default=‘')
Die Produkte: debian7 , debian8 und ubuntu14-04, ubuntu16-04

Die Basis-Installation erfolgt direkt aus dem Netz. Bei debian8 und ubuntu16-04 ist auch eine Installation von einem lokalen Repository möglich.

Das Produkt hat produktiven Status.

Das Produkt hat folgende zusätzliche Properties:

  • online_repository:
    Repository der Distribution für die Installation. (Nur bei Debian/Ubuntu Produkten) (Default=Distributionsabhängig)
  • encrypt_password:
    Passwort für die Festplattenverschlüsselung (nur verwendet wenn encrypt_logical_volumes=true)
    Example: linux123 Default: linux123
  • partition_disk:
    Zu verwendende Festplatte: first oder kompletter device path Examples: "first", "/dev/sda", "/dev/sdb"
    Default: first
  • partition_method:
    Methode zur Partitionierung der Festplatte:
    regular: Standard Partionierung / lvm: LVM’s anlegen / crypto: In einer verschlüsselten Partition LVM’s anlegen Possible: "regular", "lvm", "crypto"
    Default: lvm
  • partition_recipe:
    Die Art der verwendeten Partitionierung:
    atomic: Alles in einer Partition / home: eigene /home Partition / multi: eigene /home, /usr, /var, und /tmp Partitionen Possible: "atomic", "home", "multi"
    Default: atomic
  • desktop_package:
    Zu installierendes desktop package (standard = kein desktop) Possible: "standard", "ubuntu-desktop", "kubuntu-desktop", "lubuntu-desktop", "xubuntu-desktop", "ubuntu-gnome-desktop"
    Default: standard
  • language_packs:
    Possible: "ar", "bg", "by", "cf", "de", "dk", "en", "es", "et", "fa", "fi", "fr", "gr", "il", "it", "kg", "kk", "lt", "mk", "nl", "no", "pl", "ro", "ru", "sg","sr", "ua", "uk", "us", "wo"
    Default: de

Videos (Zeitraffer). Folgende Videos zeigen jeweils eine Installation.
Sie sind mit einem Frame pro Sekunde aufgenommen und dadurch schneller anzusehen als die Installation eigentlich dauert.

Das Produkt ucs41

Die Basis-Installation bezieht ihre Pakete von den offiziellen UCS Repositories. Eine Installation mit lokalen Paketquellen ist ebenfalls möglich.

Dieses produkt hat einen produktiven Status.

Mit diesem Produkt ist es möglich einen Master-, Slave-, Backup, und einen Member-Server zu installieren. Wir empfehlen das l-opsi-server Produkt um aus einer UCS Maschine auch einen opsi-Server zu machen. Dieses Produkt ermöglicht es auch Clients über einen Member-Server zu installieren, hierfür werden einige Besonderheiten durchgeführt.

Das Produkt hat über die oben genannten Properties eines z.B debian8 Produktes noch die folgenden zusätzlichen UCS spezifischen Properties:

  • dns_domain:
    Der DNS Domain Name:
    Example: example.com Default: ucs.test
  • ldap_base:
    ldap base. Example: dc=example,dc=com Default: dc=ucs,dc=test
  • ucs_code_name:
    Der Codename der UCS-Version welche im onlien Repository bereit gestellt wird.
    Example: ucs414 Default: ucs414
  • organisation:
    Der Name der Organisation der bei der UCS Installation verwendet wird.
    Example: uib gmbh Default: uib gmbh
  • windomain:
    Der Name der Samba/Windows Domain.
    Example: MYDOMAIN Default: MYDOMAIN
  • external_nameserver:
    Welcher externe Nameserver soll bei der Installation verwendet werden ?
    Example: 10.11.12.13 Default: auto = the name server given by dhcp
  • ucs_master_ip:
    Die IP-Nummer des UCS Domain Controller (wird beim joinen von anderen Rollen verwendet) ?
    Example: 10.10.10.10 Default: 10.10.10.10
  • ucs_master_admin_password:
    Das Administrator Passwort des UCS Domain Controller (wird beim joinen von anderen Rollen verwendet) ?
    Example: linux123 Default: linux123
  • ucs_role:
    Welche UCS Rolle soll installiert werden ?
    Possible: "domaincontroller_master", "domaincontroller_backup", "domaincontroller_slave", "memberserver", "base"
    Default: domaincontroller_master
Einrichtung eines lokalen deb http Repository

Mit dem debian8, ubuntu16-04 und ucs41 Paket ist es nun möglich von einem lokalen Apache2 Repository zu installieren.
Dazu müssen bei dem Produkt im Property online_repository die entsprechende Adresse angeben nach dem Muster http://<opsi-server>/opsi/<productId> z.B http://opsiserver/opsi/debian8
Weiterhin muss das lokale Repository natürlich erstellt werden.
Stellen Sie dazu sicher, dass das Produkt opsi-linux-support auf Ihrem opsi-server installiert ist. Dieses Paket installiert die hierfür benötigten Distributions-Pakete (apache2) und erstellt auch die benötigten Ordner. Dieser muss danach mit einem passenden distributions Repository gefüllt werden.
Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Einfach: Sie laden sich ein von uns gebautes und getestetes Repository herunter und packen aus
  2. Aufwendiger: Sie bauen es sich selbst.

Einfach:
Führen Sie das nachfolgende Script als root aus.
Beachten Sie das der Pfad zum Apache2 DocumentRoot zum einen Distributiontypisch unterschiedliche Defaults hat und darüberhinaus abweichend vom Default konfiguriert sein kann.
Daher müssen Sie evtl. die zweite Zeile des Scriptes anpassen !

debian8
#! /bin/bash
DOCUMENTROOT=/var/www/html
URL=http://download.uib.de/opsi4.0/products/opsi-linux
FILE=debian8.tgz
mkdir -p ${DOCUMENTROOT}/opsi
cd ${DOCUMENTROOT}/opsi
wget ${URL}/${FILE}
tar xzf ${FILE}
opsi-set-rights .
ubuntu16-04
#! /bin/bash
DOCUMENTROOT=/var/www/html
URL=http://download.uib.de/opsi4.0/products/opsi-linux
FILE=ubuntu16-04.tgz
mkdir -p ${DOCUMENTROOT}/opsi
cd ${DOCUMENTROOT}/opsi
wget ${URL}/${FILE}
tar xzf ${FILE}
opsi-set-rights .
ucs41
#! /bin/bash
DOCUMENTROOT=/var/www/html
URL=http://download.uib.de/opsi4.0/products/opsi-linux/univention-repository/
FILE=univention-repository-4.1.tgz
mkdir -p ${DOCUMENTROOT}/opsi
cd ${DOCUMENTROOT}/opsi
wget ${URL}/${FILE}
tar xzf ${FILE}
opsi-set-rights .

Bitte beachten Sie die Datei:
http://download.uib.de/opsi4.0/products/opsi-linux/univention-repository/opsi-ucs-repository-readme.txt

Aufwendiger:
Sie können das Repository auch selbst erstellen:

#! /bin/bash
set -x
BASE_DIR=/var/www/opsi
DVD_PATH=UCSISOMOUNTPOINT
UCS_VERSION=4.1
UCS_SUBVERSION=4
UCS_REPODIR=univention-repository/mirror
UCS_REPODIR2=${UCS_VERSION}/maintained/${UCS_VERSION}-${UCS_SUBVERSION}
UCS_RELEASE_PATH=dists/ucs414/main/binary-amd64/Release

cd ${BASE_DIR}
mkdir -p ${UCS_REPODIR}
cd ${UCS_REPODIR}
pwd
ln -s . univention-repository
mkdir -p ${UCS_REPODIR2}
cd ${UCS_REPODIR2}
pwd
cp -r ${DVD_PATH}/all .
cp -r ${DVD_PATH}/amd64 .
cp -r ${DVD_PATH}/dists .
mkdir -p i386
cd all
dpkg-scanpackages . /dev/null | gzip -9c > Packages.gz
dpkg-scanpackages . /dev/null > Packages.gz
cd ..
cd amd64
dpkg-scanpackages . /dev/null | gzip -9c > Packages.gz
dpkg-scanpackages . /dev/null > Packages.gz
cd ..
cd i386
dpkg-scanpackages . /dev/null | gzip -9c > Packages.gz
dpkg-scanpackages . /dev/null > Packages.gz
cd ..
echo "Archive: stable" > ${UCS_RELEASE_PATH}
echo "Origin: Univention" >> ${UCS_RELEASE_PATH}
echo "Label: Univention" >> ${UCS_RELEASE_PATH}
echo "Version: ${UCS_VERSION}.${UCS_SUBVERSION}" >> ${UCS_RELEASE_PATH}
echo "Component: main" >> ${UCS_RELEASE_PATH}
echo "Architecture: amd64" >> ${UCS_RELEASE_PATH}
cat  ${UCS_RELEASE_PATH}
cd ${BASE_DIR}
chown -R www-data:www-data univention-repository
echo "all done"
Das Produkt opensuse13-2

Das Produkt hat folgende zusätzliche Properties:

name: install_unattended
description: If false then do interactive installation
default: True

Das Property:

name: networkdevice
multivalue: False
editable: True
description: interface to conigure (vbox:enp0s3 / esxi:ens32)
values: ["eno1", "ens1", "ens32", "enp0s1","enp0s2","enp0s3"]
default: ["enp0s3"]

existiert nur aus Gründen der Rückwärtskompatibilität zu alten bootimages und wird bei dem Betrieb mit einem aktuellen bootimage ( >= 20150818) ignoriert, da hier die automatische Erkennung der predictable network interface names funktioniert.

Installationsquelle. Installations DVD hier herunterladen: http://download.opensuse.org/distribution/13.2/iso/openSUSE-13.2-DVD-x86_64.iso ISO-File kopieren nach /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share/opensuse13-02/64/ Ausführung von opsi-set-rights nicht vergessen.

Videos (Zeitraffer). Folgendes Video zeigt eine Installation.
Es ist mit einem Frame pro Sekunde aufgenommen und dadurch schneller anzusehen als die Installation eigentlich dauert.

Das Produkt opensusel42-1

Das Produkt hat folgende zusätzliche Properties:

name: install_unattended
description: If false then do interactive installation
default: True

Installationsquelle. Installations DVD hier herunterladen: http://download.opensuse.org/distribution/leap/42.1/iso/openSUSE-Leap-42.1-DVD-x86_64.iso ISO-File kopieren nach /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share/opensusel42-1/64/ Ausführung von opsi-set-rights nicht vergessen.

Die Produkte sles11sp4, sles12, sles12sp1

Das Produkt hat folgende zusätzliche Properties:

name: productkey
multivalue: False
editable: True
description: email:regcode-sles for suse_register. Is only used if the  host parameter  `license-management.use` is set to  false . If it set to  True  the license key will be get from the license management module. / La clé de licence pour l'installation. Est utilisée uniquement si dans "Réseau et paramètres supplémentaires" `license-management.use` est défini à false (faux) . Si c'est réglé sur True (vrai) la clé de licence sera obtenue du module de gestion des licences.
values: ["", "myemail@example.com:xxxxxxxxxxxxxx"]
default: [""]

name: suse_register
description: set to false, if you don't want to register your system online, if you set this to false you have to give local repositories
default: True

name: local_repositories
multivalue: True
editable: True
description: list of local repositories to use. Syntax: "repository description", example entry: "http://sles.example.com/suse/repo NameForRepo"
values: [""]
default: [""]

name: install_unattended
description: If false then do interactive installation
default: True

Installationsquelle. Zum herunterladen der Installations DVD brauchen Sie einen Account bei SUSE. Installations DVD sollte heissen (mit einer Datei dieses Namens haben wir getestet): sles11sp4: SLES-11-SP4-DVD-x86_64-GM-DVD1.iso sles12: SLE-12-Server-DVD-x86_64-GM-DVD1.iso sles12sp1: SLE-12-SP1-Server-DVD-x86_64-GM-DVD1.iso ISO-File kopieren nach /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share/opensusel42-1/64/ Ausführung von opsi-set-rights nicht vergessen.

Videos (Zeitraffer). Folgendes Video zeigt eine Installation.
Es ist mit einem Frame pro Sekunde aufgenommen und dadurch schneller anzusehen als die Installation eigentlich dauert.

http://download.uib.de/press-infos/videos/opsi-linux/sles12_406_1fps.mp4

Die Produkte redhat70 und centos70

Das Produkt hat folgende zusätzliche Properties:

name: install_unattended
description: If false then do interactive installation
default: True

name: selinux_mode
multivalue: False
editable: False
description: In which mode should SELinux run ?
values: ["enforcing", "permissive", "disabled"]
default: ["permissive"]

name: partition_method
multivalue: False
editable: False
description: plain: Regular partitions with no LVM or Btrfs. / lvm: The LVM partitioning scheme. / btrfs: The Btrfs partitioning scheme. / thinp: The LVM Thin Provisioning partitioning scheme.
values: ["plain", "lvm", "btrfs", "thinp"]
default: ["lvm"]

name: productkey
multivalue: False
editable: True
description: email:regcode for subscription_register. Is only used if the  host parameter  `license-management.use` is set to  false . If it set to  True  the license key will be get from the license management module. / La clé de licence pour l'installation. Est utilisée uniquement si dans "Réseau et paramètres supplémentaires" `license-management.use` est défini à false (faux) . Si c'est réglé sur True (vrai) la clé de licence sera obtenue du module de gestion des licences.
values: ["", "myemail@example.com:xxxxxxxxxxxxxx"]
default: [""]

name: subscription_register
description: set to false, if you don't want to register your system online, if you set this to false you have to give local repositories
default: True

Installationsquelle CentOS. Installations DVD hier herunterladen: z.B.:
http://isoredirect.centos.org/centos/7/isos/x86_64/CentOS-7-x86_64-DVD-1511.iso ISO-File kopieren nach /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share/centos70/64/ Ausführung von opsi-set-rights nicht vergessen.

Installationsquelle RedHat. Zum herunterladen der Installations DVD brauchen Sie einen Account bei RedHat. Installations DVD sollte heissen (mit einer Datei dieses Namens haben wir getestet):
rhel-server-7.0-x86_64-dvd.iso ISO-File kopieren nach /var/lib/opsi/depot/opsi_nfs_share/redhat70/64/ Ausführung von opsi-set-rights nicht vergessen.

Videos (Zeitraffer). Folgende Videos zeigen eine Installation.
Sie sind mit einem Frame pro Sekunde aufgenommen und dadurch schneller anzusehen als die Installation eigentlich dauert.

Linux Netboot Produkte v4.0.5 ohne Distributionseigenen Installer

Basis-Installation des OS per Netboot

Für die Installation eines Linux Basissystems wird zunächst per Netboot das Standard opsi-linux-bootimage gebootet (welches auch für die Windows-Installationen zum Einsatz kommt).
Von diesem Bootimage aus wird die Ziel-Festplatte partitioniert (/ und swap) und formatiert. Nun folgt die Installation des Grundsystems (mit Netzwerkkonfiguration und ssh aber ohne X11). Die Abläufe dieser Grundinstallation unterscheiden sich naturgemäß zwischen den unterschiedlichen Distributionen erheblich. Gemeinsam ist, dass die Installation direkt aus den Originalpaketen der Distribution erfolgt.

Auf diese Basisinstallation können optional die opsi-Pakete installiert werden, um aus dem System einen opsi-Server (z.B. neuen Depotserver) zu machen.
Ebenfalls optional kann nun der opsi-client-agent für Linux installiert werden. Dieser ist dann für die Installation und Konfiguration weiterer Software zuständig.

Die opsi-Netboot-Produkte zur Linuxinstallation sind bereits als Open Source freigegeben.

Bedingt dadurch, dass die Basisinstallation aus dem Standard opsi-linux-bootimage erfolgt, gibt es distributionsabhängig unterschiedlich bestimmte Dinge, welche sich erst in der Umgebung nach dem ersten Boot des Systems konfigurieren bzw. installieren lassen. Beispiele hierfür sind die SELinux-Installation bei den RedHat artigen bzw. die Konfiguration der Tastatur bei den Debian artigen. Hierfür gibt es ein Standard Localbootprodukt l-os-postinst welches diese Aufgaben übernimmt.

Allgemeine Properties der v4.0.5 Linux Netboot Produkte

Die folgenden Properties finden Sie zur Steuerung der Linuxinstallation in allen Netbootprodukten:

  • askbeforeinst:
    Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=true)
  • architecture:
    Mit welcher Architektur soll das Zielsystem installiert werden?
    Beeinflusst die Auswahl des bootimages und die Installationsarchitektur. (Default=64bit)
  • system_partition_size:
    Größe der Systempartition. Die Größe kann in Prozent der Festplattengröße oder als absoluter Wert (G=Gigabyte) angegeben werden. Wenn Sie einen kleineren Wert als 100% angeben, wird der verbleibende Rest als Datenpartition verwendet (wenn das Property data_partion_create = true). (Default=100%)
  • swap_partition_size:
    Größe der Swappartition. (Default=2000M)
  • data_partition_create:
    Verwende freien Plattenplatz zur Erstellung einer Datenpartition. (true/false). (Default=true)
  • data_partition_preserve:
    Soll eine existierende Datenpartition erhalten werden ?
    always = Installation abbrechen wenn der Erhalt einer gefundenen Partition mit dem Label data mit den angegebenen Partitionierungsdaten nicht möglich ist.
    if_possible = Wird eine Partition mit dem Label data gefunden und der Erhalt dieser Partition ist gemäß der angegebenen Partionierungsdaten nicht möglich so wird die Partition gelöscht.
    never = Die gesamte Partitionstabelle wird immer neu geschrieben. (Default=never)
  • language:
    Welche Sprache / locale soll installiert werden. (Default=de)
  • console_keymap:
    Zu installierendes Tastaturlayout. (Default=Distributionsabhängig / de)
  • timezone:
    Welche Zeitzone soll verwendet werden?. (Default=Europe/Berlin)
  • root_password:
    Passwort für root. (Default=linux123)
  • user_password:
    Passwort für user. (Default=linux123)
  • install_opsi_server:
    Installiere die opsi-server Pakete. (Default=false)
  • online_repository:
    Repository der Distribution für die Installation. (Nicht bei SLES) (Default=Distributionsabhängig)
  • opsi_online_repository:
    Repository der opsi-server Pakete. (Default=Distributionsabhängig)
  • proxy:
    Proxystring (wenn benötigt) in der Form: http://<ip>:<port>. (Default='')
  • additional_packages:
    Welche zusätzlichen Pakete sollen installiert werden? Angabe der Pakete Leerzeichen separiert. (Default='')
  • wget_and_execute:
    Url (http) einer Datei welche am Ende der Installation geholt und ausgeführt wird. (Default='')
  • install_opsi-client-agent:
    Installiere den Linux opsi-client-agent (Kofinanzierungsprojekt: Sie benötigen eine Aktivierung durch die /etc/opsi/modules) . (Default=false)
  • release:
    (nur Debian und Ubuntu)
    Welches Release der Distribution soll installiert werden. (Default=Distributionsabhängig)
  • setup_after_install:
    Welche opsi Produkte sollen zum Abschluss der Betriebssysteminstallation auf setup gestellt werden. (Default=l-os-postinst)
ubuntu

Die Basis Installation erfolgt per debootstrap direkt aus dem Netz.

Das Produkt hat produktiven Status.

Das Produkt ist UEFI/GPT kompatibel (getestet für release=trusty).

Es gibt für diese Produkt passende opsi-server Pakete welche über install_opsi_server=true installiert werden können.

debian

Die Basis Installation erfolgt per debootstrap direkt aus dem Netz.

Das Produkt hat produktiven Status.

Das Produkt ist UEFI/GPT kompatibel (getestet für release=wheezy).

Es gibt für diese Produkt passende opsi-server Pakete welche über install_opsi_server=true installiert werden können.

opsi-linux-client-agent

Der opsi-client-agent für Linux ist Bestandteil des Kofinanzierungsprojektes Linux Agent und derzeit kostenpflichtig.

Achtung

Dies ist ein Problem mit der derzeitigen Datenstruktur in opsi und wird zu einem späteren Zeitpunkt gelöst.

Der opsi-client-agent für Windows besteht im Kern aus den Komponenten:

  1. dem Service opsiclientd
  2. dem Hilfsprogramm opsiscriptstarter
  3. dem Actionprocessor opsi-script / opsi-script-nogui

Der opsi-client-agent für Linux basiert auf einer Portierung des Windows-Clientagenten nach Linux.

Der opsiclientd ist derzeit nicht für alle unterstützten Distributionen verfügbar und ist deshalb für alle anderen Distributionen zunächst durch das Programm opsiscriptstarter ersetzt

Der opsiclientd steht auf folgenden Distributionen / Releases zur Verfügung:

  • Debian 7 / 8
  • Ubuntu 12.04 / 14.04 / 16.04
  • openSuse 13.2 / 42.1
  • SLES 12 / 12SP1
  • UCS 4.0 / 4.1

Steht kein opsiclientd zur Verfügung, wird der opsiscriptstarter so installiert, das er die Aufgaben des opsiclientd beim Systemstart übernimmt:

  • Kontakt mit dem opsi-Server: Prüfen ob Aktionen gesetzt sind
  • Mounten des Depot Shares
  • Starten des Actionprocessors
  • Unmount des Depot Shares
  • Senden der Logdatei an den Server

Der Actionprocessor heißt unter Linux opsi-script und ist aus den selben Quellen gebaut wie der opsi-winst unter Windows. Damit steht unter Linux die gleiche Scriptsyntax zur Verfügung wie unter Windows. Weiterhin sind alle nicht plattformspezifischen Funktionen umgesetzt wie z.B:

  • File handling
  • String und Stringlisten Funktionen
  • Ausführen von externen Scripten und Programmen
  • Kommunikation mit dem opsi-Server
  • Patchen von Konfigurationsdateien

Natürlich gibt es unter Linux keine Funktionen zum Patchen der Registry, dafür aber neue linuxspezifische Funktionen wie z.B.:

  • getLinuxDistroType
  • getLinuxVersionMap

Das Logging des opsi-script ist analog zur dem des opsi-winst unter Windows.

Anders als bei Windows gibt es den opsi-script neben einer grafischen Version für die Arbeit unter X-Windows zusätzlich in einer Version no-gui für Systeme ohne grafische Oberfläche

opsi-linux-client-agent: Installation: service_setup.sh

Diese Methode dient zur Installation auf einzelnen Rechnern. Für ein Massen-Rollout siehe weiter unten.

  1. Loggen Sie sich mit root Rechten auf dem Client ein.
  2. Mounten Sie den share //<opsiserver>/opsi_depot an eine beliebige Stelle.
  3. Wechseln Sie in das Verzeichnis opsi-linux-client-agent auf dem gemounteten share
  4. Starten Sie dort das Script ./service_setup.sh

Achtung

Der Client rebootet nach der Installation.

opsi-linux-client-agent: Installation: opsi-deploy-client-agent

Das opsi-deploy-client-agent Skript verteilt den opsi-client-agent direkt vom opsi-server auf die Clients. Voraussetzung hierfür sind bei den Clients:

  • ssh Zugang als root oder als user der sudo ohne Passwort-Eingabe ausführen darf

Das Skript erzeugt serverseitig den Client, kopiert die Installations-Dateien und Konfigurationsinformationen, wie bspw. den pckey, auf den Client und startet dort die Installation.

Mit dem opsi-deploy-client-agent Skript kann auch eine ganze Liste von Clients bearbeitet werden. Dazu können entweder beliebig viele Clients als letzter Parameter übergeben werden oder mit der Option -f die Clients aus einer Datei eingelesen werden. Bei der Verwendung einer Datei, muss in jeder Zeile ein Client stehen.

Das Script kann mit IP-Adressen, Hostnamen und FQDNs arbeiten. Es wird versuchen automatisch zu erkennen welche Art von Adresse übergeben wurde.

Mit dem opsi-deploy-client-agent Skript kann auch eine ganze List von Clients bearbeitet werden. Das Skript findet sich unter /var/lib/opsi/depot/opsi-linux-client-agent
Führen Sie das Script mit root Rechten aus.

bonifax:/var/lib/opsi/depot/opsi-linux-client-agent# ./opsi-deploy-client-agent  --help
usage: opsi-deploy-client-agent [-h] [--version] [--verbose]
                                [--debug-file DEBUGFILE] [--username USERNAME]
                                [--password PASSWORD]
                                [--use-fqdn | --use-hostname | --use-ip-address]
                                [--ignore-failed-ping]
                                [--reboot | --shutdown | --start-opsiclientd]
                                [--hosts-from-file HOSTFILE]
                                [--skip-existing-clients]
                                [--threads MAXTHREADS]
                                [--keep-client-on-failure | --remove-client-on-failure]
                                [host [host ...]]

Deploy opsi client agent to the specified clients. The clients must be
accessible via SSH. The user must be allowed to use sudo non-interactive.

positional arguments:
  host                  The hosts to deploy the opsi-client-agent to.

optional arguments:
  -h, --help            show this help message and exit
  --version, -V         show program's version number and exit
  --verbose, -v         increase verbosity (can be used multiple times)
  --debug-file DEBUGFILE
                        Write debug output to given file.
  --username USERNAME, -u USERNAME
                        username for authentication (default: root). Example
                        for a domain account: -u "<DOMAIN>\\<username>"
  --password PASSWORD, -p PASSWORD
                        password for authentication
  --use-fqdn, -c        Use FQDN to connect to client.
  --use-hostname        Use hostname to connect to client.
  --use-ip-address      Use IP address to connect to client.
  --ignore-failed-ping, -x
                        try installation even if ping fails
  --reboot, -r          reboot computer after installation
  --shutdown, -s        shutdown computer after installation
  --start-opsiclientd, -o
                        start opsiclientd service after installation
  --hosts-from-file HOSTFILE, -f HOSTFILE
                        File containing list of clients (one hostname per
                        line). If there is a space followed by text after the
                        hostname this will be used as client description for
                        new clients.
  --skip-existing-clients, -S
                        skip known opsi clients
  --threads MAXTHREADS, -t MAXTHREADS
                        number of concurrent deployment threads
  --keep-client-on-failure
                        If the client was created in opsi through this script
                        it will not be removed in case of failure. (DEFAULT)
  --remove-client-on-failure
                        If the client was created in opsi through this script
                        it will be removed in case of failure.
opsi-linux-client-agent: Installation: Durch die opsi netbootprodukte

Wenn Sie ein Linux über die opsi-Netboot-Produkte installieren, wird der opsi-linux-client-agent automatisch mit installiert, wenn das Property install_opsi-client-agent auf true steht.

opsi-linux-client-agent: opsiclientd Konfiguration

Der opsiclientd für Linux ist eine Portierung des opsiclientd für Windows und arbeitet mit einer analogen Konfigurations Datei: /etc/opsi-client-agent/opsiclientd.conf.

Eine ausführliche Beschreibung dieser Konfiguration findet sich im Kapitel zum opsi-client-agent: „Konfiguration“

Dabei sind nicht alle Features und Events auch unter Linux verfügbar.
Verfügbar sind:

  • Start beim Systemstart (bzw. start des opsiclientd) unter Linux ist der Name des Events opsiclientd_start (und nicht gui_startup)
  • event_on_demand
  • Das event_timer aber nur mit der Einstellung: super = default

Nicht verfügbar sind (derzeit):

  • Alles was mit dem lokalen Cache (WAN-Erweiterung) zu tun hat.
  • Die Modifikation der Events durch Preconditions
  • Der opsiclientd Notifier
  • Das event_net_connection
  • Das event_on_shutdown
  • Das event_silent_install
opsi-linux-client-agent: Pfade

Der opsi-linux-client-agent legt Dateien an folgenden Orten ab:

Die Binaries:

/usr/bin/opsi-script (X11)

/usr/bin/opsi-script-nogui (ohne X11)

/usr/bin/opsiscriptstarter (Hilfsprogramm bzw. opsiclientd Ersatz)

/usr/bin/opsiclientd

Die Hilfsdateien für den opsi-script finden sich in:

/usr/share/opsi-client-agent/opsi-script/skin

/usr/share/locale/<LANG>/LC_MESSAGES/opsi-script.po

Die Konfigurationen:

/etc/opsi-client-agent/opsiclientd.conf (Konfiguration des opsiscriptstarter / opsiclientd)

/etc/opsi-client-agent/opsi-script.conf (in Vorbereitung)

Logdateien sind zu finden unter:

/var/log/opsi-client-agent

/var/log/opsi-client-agent/opsiclientd

/var/log/opsi-client-agent/opsi-script

opsi-linux-client-agent: Known Bugs

Das Kopieren von vielen Dateien von einem Samba3-Share ist abhängig von der Samba-Version fehlerhaft. Es werden nicht alle Dateien kopiert. Das Problem wurde bei Samba4 Shares bisher nicht beobachtet.

Als Workaround kann statt:

[Files_copy_netboot]
copy -s "%scriptPath%/installfiles/*" "$target$/installfiles/"

das folgende verwendet werden:

[ShellInAnIcon_opsi_copy_netboot]
set -x
export PATH=/usr/local/bin:/usr/bin:/bin:/usr/local/sbin:/usr/sbin:/sbin
cd "%scriptPath%"
tar cf - installfiles | ( cd "$target$/installfiles/" ; tar xf - )

Beispiel Scriptteile

Unter Windows gilt für die Softwareverteilung: Die Installation von Software ist genauso wichtig wie die anschließende Konfiguration der Software.
Unter Linux stehen die meisten Pakete über die Repositories der Distribution zur Verfügung. Dadurch wird der Installationsanteil kleiner, der Konfigurationsanteil aber bleibt. Weiterhin gibt es auch Applikationen, welche nicht über die Standardrepositories verfügbar sind.
Hier müssen unter Umständen zunächst weitere Repositories dem System hinzugefügt werden bzw. Installationsquellen dem Paket zugefügt werden.
Wichtig ist, dass alle Installations- und Konfigurationsarbeiten zentral vom opsi-Server gesteuert und dort auch geloggt werden.

Im folgenden finden Sie Beispiele für folgende Aufgaben in einem beispielhaften Script für den opsi-linux-client-agent:

  • Beenden wenn es nicht unter Linux läuft
  • Feststellen des Distributionstyps zur Entscheidung zwischen apt-get, zypper und yum
  • Feststellen der genauen Linux Version
  • Installation eines Paketes
  • Hinzufügen eines Repositories

Beispiel: Beenden wenn es nicht unter Linux läuft:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.4.1"
ScriptErrorMessages=off

DefVar $OS$

set $OS$ = GetOS

if not($OS$ = "Linux")
        LogError "Wrong OS: Product: " + $ProductId$ + " is only for Linux"
        isFatalError "Wrong OS"
endif

Beispiel: Feststellen des Distributionstyps:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.4.1"
ScriptErrorMessages=off

DefVar $distrotype$

set $distrotype$ = getLinuxDistroType

if $distrotype$ = 'debian'
        Message "Try to get Package Lock..."
        if waitForPackageLock("60","false")
                comment "we got the package lock."
        else
                LogError "could not get Package Lock"
                isFatalError "package lock failed"
        endif
        ShellInAnIcon_Upgrade_deb
else
        LogError "Wrong Distro: This Product is for Debian/Ubuntu only"
        isFatalError "Wrong distro"
endif

if not("0" = getLastExitCode)
        Message "failed ShellInAnIcon_Upgrade"
        LogError "failed ShellInAnIcon_Upgrade"
        isFatalError "failed Upgrade"
endif


[ShellInAnIcon_Upgrade_deb]
set -x
export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive
apt-get --yes install aptitude
apt-get update
apt-get --yes dist-upgrade
exit $?

Beispiel: Feststellen der genauen Linux Version und Installation eines Paketes:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.4.1"
ScriptErrorMessages=off

DefVar $distCodeName$
DefVar $distroName$
DefVar $distRelease$
DefVar $desktop$

DefStringList $linuxInfo$

set $linuxInfo$ = getLinuxVersionMap
set $distCodeName$ = getValue("Codename", $linuxInfo$)
set $distRelease$ = getValue("Release", $linuxInfo$)
set $distroName$  = getValue("Distributor ID", $linuxInfo$)

set $desktop$ = GetProductProperty("desktop", "kde")


if $distrotype$ = 'suse'
        if $desktop$ = "unity"
                Message " No Unity on SUSE - fallback to KDE ..."
                set $desktop$ = "kde"
        endif ; unity

        Message "Try to get Package Lock..."
        if waitForPackageLock("60","false")
                comment "we got the package lock."
        else
                LogError "could not get Package Lock"
                isFatalError "package lock failed"
        endif

        if $desktop$ = "kde"
                if ($distroName$ = 'openSUSE project')
                        ShellInAnIcon_kde_suse
                endif
                if ("SUSE LINUX" = $distroName$) and ($distRelease$ = "11")
                        ShellInAnIcon_kde_sles11
                endif
                if not("0" = getLastExitCode)
                        LogError "failed ShellInAnIcon"
                        Message "failed kde"
                        isFatalError "failed kde"
                endif
        endif ; kde
endif; suse type

[ShellInAnIcon_kde_suse]
set -x
zypper --no-gpg-checks --non-interactive install patterns-openSUSE-kde4 patterns-openSUSE-kde4_basis
zypper --no-gpg-checks --non-interactive install splashy-branding-openSUSE
exit $?

[ShellInAnIcon_kde_sles11]
set -x
zypper --no-gpg-checks --non-interactive install --auto-agree-with-licenses -t pattern kde
exit $?

Beispiel: Hinzufügen eines Repositories:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.4.1"
ScriptErrorMessages=off

DefVar $distCodeName$
DefVar $distroName$
DefVar $distRelease$
DefVar $desktop$

DefStringList $linuxInfo$

set $linuxInfo$ = getLinuxVersionMap
set $distCodeName$ = getValue("Codename", $linuxInfo$)
set $distRelease$ = getValue("Release", $linuxInfo$)
set $distroName$  = getValue("Distributor ID", $linuxInfo$)

set $desktop$ = GetProductProperty("desktop", "kde")


if $distroName$ = 'Ubuntu'

        if $desktop$ = "cinnamon"
                set $desktopPackage$ = $desktop$
                Message "Try to get Package Lock..."
                if waitForPackageLock("60","false")
                        comment "we got the package lock."
                else
                        LogError "could not get Package Lock"
                        isFatalError "package lock failed"
                endif
                ShellInAnIcon_ubuntu_cinnamon
                if not("0" = getLastExitCode)
                        Message "failed ShellInAnIcon_ubuntu_cinnamon"
                        LogError "failed ShellInAnIcon_ubuntu_cinnamon"
                        isFatalError "failed cinnamon"
                endif
        endif ; cinnamon
endif; ubuntu

[ShellInAnIcon_ubuntu_cinnamon]
set -x
export DEBIAN_FRONTEND=noninteractive
# we need to get the add-apt-repository command
apt-get --yes --force-yes install python-software-properties
# the cinnamon repository
add-apt-repository ppa:gwendal-lebihan-dev/cinnamon-stable
apt-get update
apt-get --yes install ubuntu-desktop
exit $?

Linux Localboot Produkte

Hier einige Lokalbootprodukte welche zum Standardumfang des opsi Linuxsupports gehören.

Das Produkt l-opsi-server

Das Produkt l-opsi-server dient dazu automatisiert auf einer Linuxmaschine per opsi-linux-client-agent einen opsi-server zu installieren. Dies kann dazu dienen um schnell einen neuen opsi-depot-server zu installieren oder z.B. ein opsi Testsystem.

Achtung

Derzeit kann eine Maschine nicht gleichzeitig am selben opsi-config-server opsi-client und opsi-depot-server sein.
Sie haben derzeit zwei Möglichkeiten mit dieser Beschränkung umzugehen:
1. Verwendung von einem opsi-config-server: Wenn also ein per l-opsi-server installierter opsi-server zum Depotserver an seinem Config-Server werden soll, so müssen Sie vorher im configed die Maschine als Client löschen.
2. Verwendung von zwei opsi-config-servern: Sie setzen für die Verwaltung Ihrer opsi-server einen zweiten, unabhängigen opsi-config-server auf, welcher nur dazu dient die anderen opsi-server zu installieren und zu pflegen. Dieser zweite opsi-config-server kennt die anderen opsi-server also nur als Clients, während der bisherige (erste) opsi-config-server die anderen opsi-server nur als Depots (oder garnicht) kennt.
In UCS Umgebungen wird Methode 2 empfohlen und der zweite opsi-config-server darf keine UCS Maschine sein.

Das Produkt l-opsi-server hat folgende Properties:

  • opsi_online_repository:
    (Basis-) Repository für die opsi-server installation.
    (Default="http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/opsi40")
    siehe auch repo_kind
  • opsi_noproxy_online_repository:
    (Basis-) Repository für die opsi-server installation (ohne cache proxy).
    (Default="http://download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/opsi40")
    Sollten Sie bei opsi_online_repository einen Proxy oder deb-cacher mit angegeben haben (z.B. 'http://mydeb-cacher:9999/download.opensuse.org/repositories/home:/uibmz:/opsi:/opsi40"), dann geben Sie hier die URL nochmal ohne den Proxy an. Ansonsten geben Sie hier das selbe an wie bei opsi_noproxy_online_repository.
  • repo_kind:
    Welche Repository Art ["experimental", "stable", "testing"] soll zur Installation verwendet werden ?. (Default=stable)
    Aus dem Client OS, opsi_online_repository und repo_kind wird die URL zusammengebaut welche verwendet um dem Client ein opsi Repository hinzuzufügen.
  • backend:
    Welches Backend soll installiert werden ? (Die Auswahl mysql benötigt die Hinterlegung einer gültigen Freischaltdatei). (Default=file)
    Eine modules Datei mit den benötigten Freischaltungen kann im custom Verzeichnis des Produktes abgelegt werden. Wird dort eine modules gefunden so wird diese verwendet.
  • opsi_admin_user_name:
    Unter welchen Namen soll ein opsi_admin_user erzeugt werden (empty= kein user wird erzeugt). (Default=adminuser)
    Wird hier ein user angegeben, so wird dieser angelegt, wird Mitglied der Gruppen opsiadmin, pcpatch/opsifileadmin und bekommt als unix- und samba Passwort den Wert von opsi_admin_user_password
  • opsi_admin_user_password:
    Was ist das Passwort für den opsi_admin_user (empty= nicht erlaubt). (Default=linux123)
    siehe opsi_admin_user_name
  • setup_after_install:
    Welche opsi Produkte sollen nach der Installation von l-opsi-server installiert werden ?. (Default="")
  • allow_reboot:
    Darf die Maschine nach der Installation von l-opsi-server rebootet werden ?. (Default=true)
  • myipname:
    Soll ein abweichender IP-Name (FQDN) bei der Installation verwendet werden ? (auto= use standard) (Default=auto)
    siehe install_and_configure_dhcp
  • myipnumber:
    Soll eine abweichende IP-Nummer bei der Installation verwendet werden ? (auto= use standard) (Default=auto)+ siehe install_and_configure_dhcp
  • install_and_configure_dhcp:
    Soll ein DHCP-Server auf der Maschine installiert und konfiguriert werden ?. (Default=False)
    Wenn dieses Property false ist, so werden die Properties: netmask, network,dnsdomain,nameserver und gateway nicht beachtet, da diese nur der DHP Konfiguration dienen.
  • netmask:
    Netmask (für dhcp). (Default="255.255.0.0")
    Nicht verwendet wenn install_and_configure_dhcp=false
  • network:
    Netzwek Adresse (für dhcp). (Default="192.168.0.0")
    Nicht verwendet wenn install_and_configure_dhcp=false
  • dnsdomain:
    DNS domain (for dhcp). (Default="uib.local")
    Nicht verwendet wenn install_and_configure_dhcp=false
  • nameserver:
    Primary nameserver (für dhcp). (Default="192.168.1.245")
    Nicht verwendet wenn install_and_configure_dhcp=false
  • gateway:
    gateway (option routers for dhcp). (Default="192.168.1.245")
    Nicht verwendet wenn install_and_configure_dhcp=false
  • ucs_master_admin_password:
    Passwort des users Administrators auf dem UCS-Master.
    Wird nur für UCS-Server benötigt und hier nur für alle Rollen ausser Master. (Default=linux123)
  • update_test:
    Nicht verwenden: Internal Debuging. (Default=False)

Das Produkt hat eine setup required before Abhängigkeit zu dem Produkt l-system-update. D.h. wenn Sie l-opsi-server auf setup stellen wird automatisch l-system-update auch auf setup gestellt und vorher installiert.

In dem Verzeichnis custom des Produktes l-opsi-server kann eine Freischaltdatei (modules) abgelegt werden, welche bei der Installation durch das Produkt l-opsi-server verwendet wird und beim Einspielen einer neuen Version des Produktes erhalten bleibt.

l-os-postinst für v4.0.5 Netboot installationen

Dieses Produkt übernimmt jene Teile der Basisinstallation welche sich vom Bootimage nicht korrekt ausführen lassen.

Dies ist für die unterschiedlichen Distributionen:

  • CentOS:

    • Installation von SELinux

Das Produkt hat eine Abhängigkeit zu dem Produkt l-system-update welches vor dem Lauf von l-os-postinst aufgerufen wird.
Das Produkt hat eine hohe Priorität, d.h. es wird vor normalen Produkten ausgeführt.

l-desktop

Das Produkt l-desktop installiert einen Desktop auf dem Rechner.

Über das Property desktop kann der zu installierende Desktop ausgewählt werden. Dabei ist zu beachten, das nicht alle Desktops auf allen Distributionen verfügbar sind. So gibt es z.B. Unity nur unter Ubuntu. Wird ein nicht verfügbarer Desktop gewählt so wird ein Distributionsspezifischer Defaultdesktop installiert. Weiterhin haben die Desktop Pakete einen unterschiedlichen Umfang welcher abhängig von Distribution und Desktop sich auf die eigentliche Desktop Software beschränken kann oder auch Basisprodukte wie libreoffice, firefox, PDF-Reader usw. enthalten kann.

Das Property desktop hat folgende Werte:

  • Gnome
    Default für Debian, CentOS, RHEL
    Verfügbar auf allen Distributionen.
  • KDE
    Default für SLES, OpenSuse Verfügbar auf allen Distributionen.
  • Unity
    verfügbar nur für Ubuntu
  • Cinnamon
    verfügbar nur für Ubuntu
  • xfce4
    Verfügbar auf Ubuntu, Debian.
  • lxde
    Verfügbar auf Ubuntu, Debian.
l-system-update

Dieses Produkt aktualisiert das System.

l-swaudit

Softwareinventarisierung auf Basis des Paketmanagers

l-hwaudit

Hardwareinventarisierung.
Die Hardwareinventarisierung basiert zur Zeit auf der in Python implementierten Methode wie sie auch vom bootimage verwendet wird. Dazu muß das Paket python-opsi aus dem opsi-Repository der Distribution installiert werden. Ist für die Distribution kein opsi-Repository verfügbar, so scheitert auch die Hardwareinventarisierung.

l-jedit

Java-basierter Editor mit Syntaxhighlighting für opsi-script. Ist noch kein Java installiert, so wird dieses automatisch installiert.

Inventarisierung

Zur Inventarisierung werden die Daten durch den Clientagenten erhoben und an den Server gesendet. Die Hardwareinventarisierung basiert auf den schon im Bootimage implementierten Methoden.

Die Softwareinventarisierung basiert auf den Daten des Paketmanagements der verwendeten Distribution.

UEFI / GPT Unterstützung

Einige der opsi v4.0.5 Linuxprodukte sind UEFI/GPT kompatibel. Details siehe hierzu in der obigen Auflistung der Netbootprodukte.

Die opsi v4.0.6 Linuxprodukte sind leider noch nicht UEFI/GPT kompatibel. Die Informationen über die UEFI Umgebung gehen im Moment noch bei dem kexec Boot verloren. Wir hoffen, das wir dieses Problem mit einem neueren bootimage irgendwann beheben können.

Roadmap

Die Linux Unterstützung von opsi ist neu. Das bedeutet auch, dass wir im ersten Release noch nicht alle Features verwirklicht haben.
Weitere Features werden folgen wie:

  • Frei konfigurierbare Partitionierung
  • Logical Volume Management
  • Patchen von XML-Dateien
  • Patchen von hierarchischen Konfigurationsdateien wie dhcpd.conf

Proxy für deb Pakete einrichten und verwenden

Eine brauchbare Anleitung zur Erstellung eines eigenen Ubuntu Proxy finden Sie hier:

http://wiki.ubuntuusers.de/Lokale_Paketquellen/Apt-Cacher-ng

http://www.gambaru.de/blog/2011/10/26/apt-cacher-ng-ein-proxy-server-fur-debian-und-ubuntu/

9.6. opsi mit UEFI / GPT

Netboot-Produkte mit uefi Unterstützung:

(Stand 28.4.2017)

Tabelle 9. opsi-clonezilla

Netbootproduct

Opsi 4.0.7

Remark

opsi-clonezilla

supported.png


Tabelle 10. Standard Windows

Netbootprodukt

Opsi 4.0.7

Anmerkung

Server 2016

supported.png

win10 64 Bit

supported.png

win10 32 Bit

develop.png

Server 2012 R12

supported.png

win8.1 64 Bit

supported.png

win8.1 32 Bit

unsupported.png

Server 2012

supported.png

win7 64 Bit

supported.png

win7 32 Bit

unsupported.png

Server 2008 R2

supported.png

winvista 32 Bit

unsupported.png

winvista 64 Bit

discontinued.png

Server 2008 64 Bit

discontinued.png

winxp

unsupported.png


supported.png: Unterstützt unsupported.png: Nicht unterstützt develop.png: In Entwicklung discontinued.png: Abgekündigt

Tabelle 11. Linux

Netbootprodukt

Opsi 4.0.7

Anmerkung

ubuntu

supported.png

debian

supported.png

ubuntu16-04

supported.png

ab ubuntu16-04_4.0.7.2-1

ubuntu14-04

develop.png

debian9

supported.png

debian9_4.0.7.2-1

debian8

supported.png

ab debian8_4.0.7.2-1

debian7

develop.png

centos70

develop.png

centos65

discontinued.png

redhat70

develop.png

opensusel42-2

supported.png

ab opensusel42-2_4.0.7.2-2

opensusel42-1

supported.png

ab opensusel42-1_4.0.7.2-2

opensuse13-2

develop.png

opensuse13-1

discontinued.png

sles12sp1

develop.png

sles12

develop.png

sles11sp4

develop.png

sles11sp3

discontinued.png


supported.png: Unterstützt unsupported.png: Nicht unterstützt develop.png: In Entwicklung discontinued.png: Abgekündigt

Für die auf dem Distributions-Installer basierenden Netboot-Produkte gibt es momentan keine Unterstützung für UEFI. Dies ist in Arbeit.

Tabelle 12. opsi-local-image

Netbootprodukt

Opsi 4.0.7

Anmerkung

opsi-local-image-prepare

supported.png

opsi-local-image-backup

supported.png

opsi-local-image-restore

supported.png

opsi-local-image-capture

supported.png

opsi-local-image-win*

supported.png

opsi-local-image-ubuntu

supported.png

opsi-local-image-opensuse13-2

develop.png


supported.png: Unterstützt unsupported.png: Nicht unterstützt develop.png: In Entwicklung discontinued.png: Abgekündigt

Vorbedingungen für das Arbeiten mit UEFI / GPT

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, das Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.5 mit den Paketständen:

Tabelle 13. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

Netbootprodukte

>=4.0.5

opsi Server Pakete

>=4.0.5


Weitere Hinweise für die Verwendung des opsi-Moduls UEFI / GPT

  • opsi 4.0.5 unterstützt nur 64-Bit UEFI-Installationen
  • Für die Installation über PXE-boot wird ein UEFI-taugliches winpe_uefi (analog dem winpe für die legacy-Installation) benötigt. Oftmals enthält ein existentes winpe bereits UEFI- Unterstützung (Ordner EFI und Datei bootmgr.efi im winpe-Ordner des opsi-Netboot-Produkts. ) Ist dies nicht der Fall, sollte ein aktuelles winpe mittels dism erstellt werden (siehe: "Erstellen eines Winpe" im "Getting-Started - Dokument". ) Ein UEFI winpe wird im Ordner winpe_uefi neben dem winpe verzeichnis erwartet. Sofern man ein winpe für beide Bootmodi hat, kann man winpe_uefi durch einen Soft-Link auf winpe ersetzen.
  • Einen externen DHCP-Server müssen Sie so konfigurieren, dass er ein PXE-Boot über den opsi-server ermöglicht. Als Bootfile ist einzutragen: linux/pxelinux.cfg/elilo.efi
  • Im Managementinterface opsi-configed muss für uefi-Clients das Häkchen "Uefi-Boot" gesetzt sein (seit version 4.0.5.8.1) oder aber der Hostparameter clientconfig.dhcpd.filename=linux/pxelinux.cfg/elilo.efi Client-spezifisch konfiguriert werden.
  • Einstellungen im BIOS:
    Da die BIOS-Menüs sehr unterschiedlich sind und unterschiedliche Begrifflichkeiten verwenden, müssen Sie hier überlegen wie das hier gesagte am besten auf Ihr BIOS passt.

    • Secureboot disabled
      Dieser Eintrag liegt meistens im Bereich Boot oder Startup kann aber auch im Bereich Security liegen.
    • Schalten Sie das BIOS in den UEFI-Mode. Wenn Sie die Wahl haben zwischen UEFI only,Legacy only, Both dann nehmen Sie UEFI only. Wenn der Rechner fest auf Both steht ist dies schlecht, kann aber evtl. trotzdem funktionieren. Wenn es Legacy Support gibt, so diesen disablen. CSM Support in Verbindung mit UEFI only kann enabled bleiben., ansonsten eher disablen. UEFI Network Boot muss enabled werden. Der entsprechende Eintrag kann auch Network Stack heissen und unterhalb von UEFI liegen. Wenn dies noch gesondert für IPv4 und IPv6 passieren kann ist hier IPv4 die richtige Wahl.

Einführung

Neue PC’s, Tablets und Server enthalten meist ein UEFI BIOS. Häufig kann dieses in einen Legacy Mode umgestellt werden, um das bisherige Verhalten und die Unterstützung eines PXE Boots zu bekommen. Es tauchen aber auch zunehmend Geräte mit UEFI-only BIOS auf (besonders bei den Tablets). Diese lassen sich in einer bisherigen opsi Umgebung nicht per netboot verwalten.

Um auch diese Geräte in opsi integrieren bzw. die Vorteile von UEFI nutzen zu können, entwickelt die uib gmbh die opsi Erweiterung UEFI Support.

Was ist Uefi und was ist hier anders ?

UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface und ist der Nachfolger des klassischen PC-BIOS (auch MBR-BIOS genannt).

Für Detailierte Informationen zum Thema UEFI finden sich unten einige Links.

UEFI ist ungleich mächtiger als das herkömmliche BIOS. Im Prinzip ist UEFI ein eigenes kleines Mini-Betriebssystem. Hier sollen aber nur Punkte erwähnt werden, welche für den Systemverwalter von besonderer Bedeutung sind:

  • Die derzeitige (Stand Januar 2014) Umsetzung von UEFI in den BIOSen der Hardware Hersteller ist weit von dem Entfernt was man einen Standard nennen könnte. Vielmehr herrscht ein großes durcheinander wenn von einem anderen Medium geboot werden soll wie der Festplatte. UEFI und klassisches BIOS existieren teilweise Parallel, lassen sich mal einzeln deaktivieren mal nicht. UEFI ist mal mit Compatibility Support Module (CSM) implementiert mal ohne. Netboot geht oder auch nicht.
    Gerade der letzte Punkt (Netboot) ist natürlich für ein strukturiertes Client Management von großer Bedeutung.
  • Im PC-BIOS ist das BIOS und dessen Einstellungen vom OS (in aller Regel) getrennt. D.h. BIOS Einstellungen wie z.B. die Bootreihenfolge sind statisch und können vom Betriebssystem nicht geändert werden.
    Dies ist bei UEFI anders. Das Betriebssystem kann die Bootreihenfolge ändern (und macht davon in der Regel auch Gebrauch). Auch dies hat wiederum Auswirkungen auf die Anbindung der Rechner an das Clientmanagement durch den Netboot.
  • Das UEFI-Bios enthält einen eigenen Bootmanager der nicht nur (siehe oben) in seiner Reihenfolge durch das Betriebsystem veränderbar ist, sondern auch die Starteinträge der Betriebssysteme selbst enthält. Damit wird ein nebeneinander von Unterschiedlichen Betriebssystemen vereinfacht weil die Bootloader unterschiedlicher Betriebssysteme sich nicht mehr überschreiben.
  • Das UEFI BIOS ist in 32 oder 64 Bit implementiert. Damit ist dann auch die Bitigkeit des Betriebssystems vorgegeben. D.h. kein 32 Bit OS auf einem 64 Bit UEFI System.
  • Secureboot (von opsi noch nicht unterstützt)
  • Partitionierung mit GPT und zusätzliche Partitionen für die Bootloader:

    • 1. Partition: EFI System Partition (ESP) 100 - 260 MByte ; VFAT
    • 2. Partition: Microsoft Reserved (MSR) 32 - 128 MB; NTFS
    • Ab hier kommen jetzt die eigentlichen OS Partitionen

Links :

http://de.wikipedia.org/wiki/Unified_Extensible_Firmware_Interface

Was ist anders an GPT

GPT (GUID Partition Table) ersetzen die bisherigen MBR Partitionstabellen. GPT ist Bestandteil der UEFI Spezifikation.

Wesentliche Merkmale für den Sysadmin sind:

  • Wegfall der 2 Terabyte Grenze (jetzt 8 Zebibyte)
  • Beliebig viele primäre Partitionen
  • Geänderte Partitionstypen / GUIDs
  • Neu: Partitions-GUIDs
  • Neu: Partitions-Attribute (Hidden, Read only, …)
  • Andere Werkzeuge zur Bearbeitung: gdisk

Prinzipiell lässt sich GPT auch ohne UEFI verwenden. UEFI funktioniert aber nur mit GPT. Wird UEFI verwendet, so kommen ein bis zwei zusätzliche Partitionen hinzu:

  1. Die EFI System Partition (ESP) - hier liegen die Bootloader
  2. MS Reserved (MSR)

Links :

http://de.wikipedia.org/wiki/GUID_Partition_Table

UEFI Boot

Im Gegensatz zu herkömmlichen BIOSen kann hier die Bootreihenfolge nicht nur für Geräte, sondern auch für unterschiedliche Bootloader auf der EFI System Partition eingetragen werden. Darüberhinaus ist diese Reihenfolge auch von einem laufenden Betriebssystem manipulierbar. Wenn Sie also den Netboot als oberste Priorität festlegen, so wird dies die erste OS-Installation nicht überleben.

UEFI Netboot

Leider unterstützen viele frühe UEFI BIOSe noch kein Netboot, aber die Unterstützung wird zunehmend besser.

Es gibt inzwischen schon eine ganze Reihe von UEFI Bootloadern (wie z.B. grub2, elilo), leider unterstützen die wenigsten davon einen Netboot.

Die uib gmbh stellt mit der opsi-Erweiterung UEFI Support eine funktionierende Unterstützung für die Anbindung eines Clients über einen UEFI-Netboot an opsi vor. Gleichzeitig erwarten wir, dass im Rahmen der technischen Weiterentwicklung diese opsi-Erweiterung in den nächsten Jahren noch deutlich umgebaut werden wird.

Opsi Unterstützung für UEFI Netboot

Die opsi Unterstützung für UEFI ist im Rahmen einer Reihe von Teilkomponenten umgesetzt:

  • Anpassung des netbootfähigen UEFI Bootloaders ELILO an die opsi / Client-Management Bedürfnisse.
  • Neuer opsipxeconfd, welcher neben Konfigurationsdateien für das bisherige PXE nun auch Konfigurations­dateien für den opsi-ELILO bereitstellt.
  • Bereitstellung neuer (64Bit) opsi-linux-bootimages mit den Werkzeugen für UEFI- und GPT-Management
  • Umbau aller Netbootprodukte zur Betriebssysteminstallation (Windows/Linux) auf die zusätzliche Unterstützung von UEFI/GPT. Hiervon sind natürlich jene Betriebssysteme ausgenommen welche von sich aus keine UEFI Unterstüztung haben.
  • Speicherung der Einstellung ob ein Client als UEFI Client behandelt werden soll auf dem opsi-server (clientconfig.dhcpd.filename=linux/pxelinux.cfg/elilo.efi)
  • Unterstützung einer Software gesteuerten Umschaltung auf UEFI-Netboot.
    Soweit das BIOS dies ermöglicht (es also einen aktivierbaren Netbooteintrag im Bios gibt) wird das Label des UEFI-Netboot Eintrages des Bios auf dem opsi-server gespeichert (clientconfig.uefinetbootlabel). Dies ermöglicht es opsi-produkten gezielt für den nächsten boot das Bios auf Netboot umzustellen. Diese Technik ist in verschiedenen opsi-Produkten implementiert. Ein wichtiges Beispiel ist das Produkt opsi-uefi-netboot:
    Dieses Produkt versucht das Bios auf netboot umzustellen und dann einen reboot auszulösen. Wird kein gespeichertes uefinetbootlabel gefunden oder handelt es sich nicht um einen UEFI Rechner wird nur ein reboot ausgelöst.
    Diese Produkt funktioniert sowohl unter Windows wie auch unter Linux.

Installation

Alle notwendigen Pakete sind ab der opsi Version 4.0.5 automatisch installiert.

Konfiguration des DHCP Servers

Damit Uefi-Clients auch per PXE-Boot betankt werden können, benötigen sie einen anderen Bootfile Eintrag, als den herkömmlichen für Bios-Clients. Als Bootfile ist einzutragen: linux/pxelinux.cfg/elilo32.efi. Da in der Praxis vermutlich beide Varianten in einer opsi-Umgebung betrieben werden sollen, muss der DHCP-Server je nach Clienttyp das entsprechende Bootfile auf dem opsi-Server zuweisen. Hierzu folgen Beispielkonfigurationen für DHCP-Server auf Basis von Linux- oder Windows-Systemen.

Beispiel aus einer Konfiguration eines Linux isc-dhcp-server

Auf einem Linux-Server kann in die dhcpd.conf folgende Weiche konfiguriert werden:

filename "linux/pxelinux.0";

# Das ist die UEFI Detection:
if substring (option vendor-class-identifier , 19,1 ) = "0" {
        log (info, "pxe client");
        filename "linux/pxelinux.0";
}
else if substring (option vendor-class-identifier , 19,1 ) = "6" {
        log (info, "efi32 client");
        filename "linux/pxelinux.cfg/elilo32.efi";
}
else if substring (option vendor-class-identifier , 19,1 ) = "7" {
        log (info, "efi64 client");
        filename "linux/pxelinux.cfg/elilo.efi";
}
else {
        log (info, concat ( "Unhandled vendor class Arch: ", substring (option
        vendor-class-identifier , 19,1 )));
}

http://docs.fedoraproject.org/en-US/Fedora/17/html/Installation_Guide/s1-netboot-pxe-config.html

Beispiel für die Konfiguration auf einem Windows DHCP-Server 2012 R2
  • Als Standard wird in dieser Variante der PXE-Bootfile für Uefi 64Bit Installationen eingetragen. Dafür werden die DHCP-Optionen 66 und 67 wie folgt angepasst:
    066 Hostname des Startservers: <IP des Opsiservers>
    067 Name der Startdatei: linux/pxelinux.cfg/elilo.efi
  • Zur Unterscheidung der Bios-Clients muss auf dem DHCP-Server ein Herstellerklasse-Identifier (PXEClient:Arch:00000:UNDI:002001) definiert werden:
        Herstellerklasse definieren
        Neue Herstellerklasse hinzufügen
        Klasse bearbeiten
                Anzeigename: Legacy BIOS
                Asci: PXEClient:Arch:00000:UNDI:002001
  • Die vordefinierten Optionen müssen dem Hestellerklasse-Identifier zugeordnet werden:
        Vordefinierte Optionen einstellen
        Optionen hinzufügen
                Optionsklasse: Legacy BIOS
                Hinzufügen
        Optionstyp anpassen
                Name: Legacy BIOS
                Datentyp: Zeichenfolge
                Code: 60
                Beschreibung:  PXEClient Class Legacy BIOS
        Vordefinierte Optionen und Werte
                Zeichenfolge: PXEClient
  • DHCP-Richtlinie definieren, die den Bootfile für PXE-Boot(BIOS) der Herstellerklasse zuordnet:
        Neue Richtlinie
                Richtlinienname: PXE BootFile Legacy BIOS
                weiter
        Bedingungen hinzufügen
                Kriterien: Herstellerklasse
                Operator: ist gleich
                Wert: Legacy BIOS
                        hinzufügen
        Möchten Sie einen IP-Adressbereich für die folgende Richtlinie
        konfigurieren: Nein
        Herstellerklasse: DHCP Standard Options
                067 Name der Startdatei
                Dateieingabe
                        Zeichenfolgenwert: linux/pxelinux.0
  • In den Bereichsoptionen gibt es dann zwei Einträge für die Startdatei, die in einem Fall zur Erkennung eines Bios Clients an eine Richtlinie gekoppelt ist:
067 Name der Startdatei: linux/pxelinux.cfg/elilo.efi   Richtlinie: Keine
067 Name der Startdatei: linux/pxelinux.0               Richtlinie: PXE BootFile
                                                                    Legacy BIOS

Referenz: http://www.pix.net/software/pxeboot/archive/pxespec.pdf

Kriterien für ein gutes BIOS

Ob ein UEFI BIOS für die Anforderungen eines Client-Management-Systems wie opsi geeignet ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Diese Kriterien sagen nichts über die Qualität des Gerätes als solches aus, sondern nur über seine Wartbarkeit per Netboot-Anbindung. Es geht hier also um die BIOS-Funktionen zum UEFI Netboot. Hier ein beispielhafter Vergleich :

Tabelle 14. Beispiele für UEFI BIOS Unterschiede

 Lenovo TwistMS-SurfaceDell Venue 11

UEFI pur

UEFI + CSM

x

Legacy

x

Both

x

x

UEFI Netboot

Aktivierbarer Eintrag

x

Netboot ohne Interaktion

x


Unter Aktivierbarer Eintrag verstehen wir, das sich per Standard-Software ein Netboot für den nächsten Reboot aktivieren läßt. Netboot ohne Interaktion bedeutet, dass ein aktivierter Netboot-Eintrag beim Reboot ausgeführt wird und dazu keine Interaktion (drücken von Tastenkombinationen, F12-Taste, …) nötig sind. Sind diese Vorausetzungen gegeben, können bestimmte opsi Produkte einen Netboot auslösen. Dies ist für die automatisierung von Abläufen von großer Bedeutung. Ein Produkt in dem dies implementiert ist ist das Localbootprodukt für Windows und Linux opsi-uefi-netboot.

Technisches

Die folgenden Unterkapitel dienen als Wissensbasis zu dem händigen oder gescripteten Umgang mit UEFI / GPT. Zum Verständnis wie opsi mit UEFI/GPT arbeitet sind sie nicht erforderlich.

Technisches zu UEFI

Manipulation der UEFI Bootloader Einträge passiert unter Linux mit dem Programm efibootmgr.
Liste der Booteinträge:

efibootmgr -v
BootCurrent: 000D
Timeout: 0 seconds
BootOrder: 0012,0011,000D,0010,000B,0009,0007,0008,000A,000C
Boot0000  Setup
Boot0001  Boot Menu
(..)
Boot0007* USB CD        030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b86701296aa5a7848b66cd49dd3ba6a55
Boot0008* USB FDD       030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b6ff015a28830b543a8b8641009461e49
Boot0009* ATA HDD0      030a2500d23878bc820f604d8316c068ee79d25b91af625956449f41a7b91f4f892ab0f600
Boot000D* PCI LAN       030a2400d23878bc820f604d8316c068ee79d25b78a84aaf2b2afc4ea79cf5cc8f3d3803
Boot0010* ubuntu        HD(1,800,31801,faffb7b9-bdf9-4767-b475-0b8aee68d3ac)File(\EFI\ubuntu\grubx64.efi)
Boot0011* opsitempwinpe HD(4,3c72800,7cf801,dc1cea68-a296-4fb8-a97a-263227ed86f4)File(\EFI\boot\bootx64.efi)
Boot0012* Windows Boot Manager  HD(1,800,31801,5e4ffde2-3e25-42dd-b0f7-fcb7ee5d2b20)File(\EFI\Microsoft\Boot\bootmgfw.efi)WINDOWS.........x...B.C.D.O.B.J.E.C.T.=.{.9.d.e.a.8.6.2.c.-.5.c.d.d.-.4.e.7.0.-.a.c.c.1.-.f.3.2.b.3.4.4.d.4.7.9.5.}...a................

Manipulation der UEFI Bootloader Einträge passiert unter Windows mit dem Programm bcdedit.
Liste der Booteinträge:

bcdedit /enum firmware

Start-Manager für Firmware
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {fwbootmgr}
displayorder            {bootmgr}
                        {99a9f9be-9a98-11e3-b22f-806e6f6e6963}
                        {11a8b97e-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
                        {11a8b986-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
Windows-Start-Manager
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {bootmgr}
device                  partition=\Device\HarddiskVolume1
path                    \EFI\Microsoft\Boot\bootmgfw.efi
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b971-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             Setup
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b972-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             Boot Menu
(...)
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b978-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             USB CD
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b979-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             USB FDD
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b97a-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             ATA HDD0
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {11a8b97e-99df-11e3-ae5c-b888e3e3cbb4}
description             PCI LAN
Firmwareanwendung (101fffff)
- - - - - - - - - - - - - - -
Bezeichner              {99a9f9be-9a98-11e3-b22f-806e6f6e6963}
device                  partition=X:
path                    \EFI\boot\bootx64.efi
description             opsitempwinpe

Mit beiden Programmen lassen sich Einträge erstellen, löschen, der nextboot setzen und die Reihenfolge manipulieren.

Beispiel: Eintrag für den nächsten Boot setzen:

  • Linux:
efibootmgr /bootnext <hexId>
  • Windows:
bcdedit /set {fwbootmgr} bootsequence <GUID>
Technisches GPT

GPT Partitionen kennen neue Partitionstypen. Diese sind an die bisher bekannten angelehnt. So wird aus dem Partitionstyp für NTFS 07 unter GPT 0700. Analog wird aus den Linux Partitionstypen 82 und 83 entsprechend 8200 und 8300.

Die Liste der bekannten Partitionstypen kann man sich anzeigen lassen:

# sgdisk -L
0700 Microsoft basic data  0c01 Microsoft reserved    2700 Windows RE
4100 PowerPC PReP boot     4200 Windows LDM data      4201 Windows LDM metadata
7501 IBM GPFS              7f00 ChromeOS kernel       7f01 ChromeOS root
7f02 ChromeOS reserved     8200 Linux swap            8300 Linux filesystem
8301 Linux reserved        8302 Linux /home           8400 Intel Rapid Start
8e00 Linux LVM             a500 FreeBSD disklabel     a501 FreeBSD boot
a502 FreeBSD swap          a503 FreeBSD UFS           a504 FreeBSD ZFS
a505 FreeBSD Vinum/RAID    a580 Midnight BSD data     a581 Midnight BSD boot
a582 Midnight BSD swap     a583 Midnight BSD UFS      a584 Midnight BSD ZFS
a585 Midnight BSD Vinum    a800 Apple UFS             a901 NetBSD swap
a902 NetBSD FFS            a903 NetBSD LFS            a904 NetBSD concatenated
a905 NetBSD encrypted      a906 NetBSD RAID           ab00 Apple boot
af00 Apple HFS/HFS+        af01 Apple RAID            af02 Apple RAID offline
af03 Apple label           af04 AppleTV recovery      af05 Apple Core Storage
be00 Solaris boot          bf00 Solaris root          bf01 Solaris /usr & Mac Z
bf02 Solaris swap          bf03 Solaris backup        bf04 Solaris /var
bf05 Solaris /home         bf06 Solaris alternate se  bf07 Solaris Reserved 1
bf08 Solaris Reserved 2    bf09 Solaris Reserved 3    bf0a Solaris Reserved 4
bf0b Solaris Reserved 5    c001 HP-UX data            c002 HP-UX service
ea00 Freedesktop $BOOT     eb00 Haiku BFS             ed00 Sony system partitio
ef00 EFI System            ef01 MBR partition scheme  ef02 BIOS boot partition
fb00 VMWare VMFS           fb01 VMWare reserved       fc00 VMWare kcore crash p
fd00 Linux RAID

Tatsächlich sind diese hier gezeigten Partitionstypen nur Abkürzungen für die eigentlich verwendeten GUID’s welche dem Partitionierungsschema den Namen gegeben haben.

Also: 0700 steht für Microsoft basic data und für die GUID EBD0A0A2-B9E5-4433-87C0-68B6B72699C7

Eine Liste der GUID’s findet sich z.B. bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/GUID_Partition_Table#Partitionstyp-GUIDs

https://en.wikipedia.org/wiki/GUID_Partition_Table#Partition_type_GUIDs

Weiterhin kennt das Werkzeug gdisk (und sgdisk, …) eine interne Ersetzungstabelle für unbekannte Partitionstypen. So gibt es für den alten Partionstyp für vfat32 0b keine Entsprechung als 0b00. Übergibt man aber trotzdem 0b00 als Typ an sgdisk so wird ohne jede Meldung hieraus 0700. Dies passiert wohl nach der Überlegung: vfat32 - das wird schon eine Microsoft Daten Partition sein…

GPT Partitionen kennen Attribute.

Liste der z.Zt. bekannten Attribute

Wert

Beschreibung

Attributwert (sgdisk --info / diskpart gpt attribute)

nix

nix

0000000000000000

0

Systempartition (system partition)

0000000000000001

1

Verstecke die Partition vor EFI (hide from EFI)

0000000000000002

2

Legacy Bootflag (legacy BIOS bootable)

0000000000000004

60

Nur lesen (read-only)

1000000000000000

62

Versteckt (hidden)

4000000000000000

63

Nicht Einhängen (do not automount)

8000000000000000

Die attribute werden unter Linux bei sgdisk über die Option -A, --attributes unter Verwendung der Kurzform und unter Windows über diskpart mit dem Befehl gpt attributes unter Verwendung der Langform gesetzt.

Beispiele:

select disk 0
select partition 1
gpt attributes=0x0000000000000000
sgdisk -t 1:0700 --attributes 1:clear:63 --attributes 1:set:62 -p /dev/sda

Anzeigen der Partitionstabelle mit -p , --print:

sgdisk -p /dev/sda

Anzeigen der Detailinfos zu einer Partition (1) mit --info=:

sgdisk --info=1 /dev/sda
opsi UEFI/GPT Roadmap
  • UEFI 32 Bit Unterstützung
  • Andere netbootfähige UEFI Bootloader (grub2)
  • Secureboot

9.7. opsi local image

Vorbedingungen für die opsi Erweiterung opsi local image

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie, wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.3 mit den Paketständen:

Tabelle 15. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-linux-bootimage

>= 20130207-1


Achtung

Für das Produk opsi-local-image-capture muß der share opsi_depot_rw für pcpatch beschreibbar sein. Prüfen Sie Ihre Samba Konfiguration.

Einführung

Opsi bietet eine gute Basis, um automatisiert Windows Rechner zu installieren und zu pflegen - auch und gerade, wenn es sich um heterogene Hardware handelt. Die von opsi unterstützte Technik der Paket basierten Installation ist aber nicht schnell genug, um in Schulungsräumen Rechner innerhalb von kurzer Zeit wie z.B. in einer Pause zwischen zwei Kursen wieder in einen definierten Zustand zu versetzen. Daher wird hier ein Konzept vorgestellt, bei dem die paketbasiert durchgeführte Installation lokal auf einer zweiten Partition als Imagekopie gesichert wird und von dort eine schnelle Wiederherstellung möglich ist.

  1. Initiale Installation mit abschließender lokaler Image-Sicherung
  2. Schnelle Wiederherstellung auf Basis unterschiedlicher Techniken
  3. Systempflege mit abschließender lokaler Image-Sicherung
  4. Integration von Capturing von vorhandenen Installationen zu WIM
  5. Integration von Linuxclients in das Backup/Restore Verfahren.

Konzept

Die Anforderungen edukativer Computernetze unterscheiden sich teilweise von denen anderer Netzwerke. Eine wesentliche Anforderung, die im Folgenden diskutiert wird, ist die schnelle Wiederherstellung von Rechnern in einen definierten Zustand, den Sie im Rahmen einer temporären Nutzung verloren haben. Konkret geht es um die Bereitstellung von Rechnern in schulischen Computerräumen, wobei die Problemlage auch auf kommerzielle Computerräume oder universitäre Computerpools zutrifft.

Die Wiederherstellung soll innerhalb von kurzer Zeit (ca. 15 Minuten) erfolgen und sollte soweit möglich einen Rechner nicht nur zurücksetzen sondern auf eine andere Basisinstallation (z.B. Win XP / Win 7 / Linux) umschalten können.
Weiterhin muss es möglich sein, dass eine kontinuierliche Pflege der Systeme mit Sicherheitsupdates gewährleistet ist.

Die Üblichen Techiken zur Installation von PC’s haben verschiedene spezifische Vor- und Nachteile:

Tabelle 16. Vor- und Nachteile von Unattend und Image Lösungen

Feature Unattend Image

Geschwindigkeit

(-) langsam

(+) schnell

Empfindlichkeit gegen heterogene Hardware

(+) gering

(-) hoch

Netzwerkbelastung

(-) hoch

(-) hoch


Das Konzept von opsi-local-image versucht die Vorteile beider klassischen Konzepte miteinander zu kombinieren:

Tabelle 17. opsi-local-image

Feature Unattend

Geschwindigkeit

(+) schnell

Empfindlichkeit gegen heterogene Hardware

(+) gering

Netzwerkbelastung

(+) gering


Das Konzept kann in den folgenden Stichpunkten zusammengefasst werden:

  • Initiale Windowsinstallation per PXE-Boot paketbasiert mit individueller Treiberintegration unter Verwendung des opsi-Linux-Bootimage
  • Sicherung dieser initialen Installation in einem Sicherungsimage auf einer 2. Partition auf der lokalen Festplatte des Rechners unter Verwendung des opsi-Linux-Bootimage
  • Schnelle Wiederherstellung der Produktiv-Installation aus dem lokalen Image unter Verwendung des opsi-Linux-Bootimage
  • Pflege der lokalen Installation (Sicherheitsupdates) über die opsi Softwareverteilung und Sicherung des aktualisierten Systems auf das lokale Backup-Image unter Verwendung des opsi-Linux-Bootimage

Technisches Konzept

Der Schulungsrechner wird mit einer statischen Partitionstabelle verwendet. Dabei kann entweder mit 3 oder 4 Partitionen gearbeitet werden:

  • Partition 1 (System)
    Hier findet sich das aktuell verwendete Betriebssystem (Windows / Linux)
    Die Größe dieser Partition wird bei der Partitionierung über das Produkt opsi-local-image-prepare über ein Property gesteuert.
  • Optional: Partition 2 (sysdata)
    Hier können z.B. Anwenderdaten gespeichert werden, welche bei einem Restore nicht überschrieben werden. Die Formatierung ist NTFS.
    Die Größe dieser Partition wird bei der Partitionierung über das Produkt opsi-local-image-prepare über ein Property gesteuert.
  • Partition 3 (winpe / swap)
    Die Größe dieser Partition ist statisch auf 4GB festgelegt.
    Unter Windows XP wird dies Partition nicht verwendet.
    Unter NT6 (Windows 7) wird diese Partition für das bei der Installation notwendige winpe verwendet und ist im Betrieb nicht sichtbar.
    Unter Linux wird diese Partition als Swap verwendet.
  • Partition 4 (backup)
    Diese Partition dient zur Speicherung der gesicherten Images und ihrer Metadaten.
    Die Größe dieser Partition ergibt sich aus dem nach Erstellung der anderen Partitionen noch vorhandenen freien Platz.

Die Netbootprodukte zur Betriebssystem Installation verwenden nur die ersten zwei oder drei Partitionen (XP nur die erste) und lassen die letzte Backup-Partition unberührt. Somit bleiben die auf der Partition 4 (backup) liegenden Images auch bei der Installation eines neuen Betriebssystems erhalten.

Abläufe

Initiale Installation

Über das Produkt opsi-local-image-prepare wird zunächst die notwendige statische Partitionierung erzeugt.

Abbildung 85. Schema: Statische Partitionierung mit opsi-local-image-prepare

Schema: Statische Partitionierung mit opsi-local-image-prepare

Anschließend können über die Produkte opsi-local-image-win* und andre verschiedene Betriebssysteme mit unterschiedlicher Ausstattung an Anwendungssoftware installiert werden.

Abbildung 86. Schema: OS Installation mit opsi-local-image-win*

Schema: OS Installation mit opsi-local-image-win*

Diese werden per default nach Ihrer Installation automatisch als Image gesichert.

Abbildung 87. Schema: Image Backup mit opsi-local-image-backup

Schema: Image Backup mit opsi-local-image-backup

Restore eines Images

Der einfache Aufruf des Produktes opsi-local-image-restore stellt automatisch das letzte erstellte Image wieder her. Soll ein anderes Image wieder hergestellt werden, so muß dies im Property imagefile angegeben werden.

Abbildung 88. Schema: Image Restore mit opsi-local-image-restore

Schema: Image Restore mit opsi-local-image-restore

Löschen eines Images

Abbildung 89. Schema: Löschen eines gespeicherten Images

Schema: Löschen eines gespeicherten Images

Durch den Aufruf des Produktes opsi-local-image-delete wird das im Property imagefile angegebene Image gelöscht.

Update eines Images: Automatisierter Workflow

Abbildung 90. Schema: Ablauf des automatischen Upgrades eines gespeicherten Images

Schema: Ablauf des automatischen Upgrades eines gespeicherten Images

Durch den Aufruf des Produktes opsi-local-image-restore mit der Propertyeinstellung update_and_backup = true wird:

  1. das angegebene Image (inklusive seiner opsi Meta-Daten) restored,
  2. anhand der restorten Meta-Daten festgestellt welche Produkt per opsi Upgedatet werden können
  3. die Updates werden durchgeführt
  4. Von der aktualisierten Systempartition wird wieder durch backup ein Image erzeugt.

Die opsi-local-image Produkte

Das Paket opsi-local-image besteht aus folgenden Produkten

Das Netbootprodukt zur Partitionierung

  • opsi-local-image-prepare

Die Netbootprodukte zur Betriebssystem Installation:

  • opsi-local-image-winxp
  • opsi-local-image-win7
  • opsi-local-image-win7-x64
  • opsi-local-image-win81
  • opsi-local-image-win81-x64
  • opsi-local-image-win10
  • opsi-local-image-win10-x64
  • opsi-local-image-ubuntu
  • opsi-local-image-opensuse13-2

Den Netbootprodukten zum Handling der lokalen Images

  • opsi-local-image-backup
  • opsi-local-image-restore
  • opsi-local-image-delete

Dem Lokalbootprodukt zur Ablaufsteuerung:

  • opsi-local-image-backup-starter

Zur Installation der Produkte aktivieren stellen Sie bitte in der Datei /etc/opsi/opsi-product-updater.conf das Attribut active des Repositories uib_local_image auf True. Anschließend können Sie über einen Aufruf von opsi-product-updater -i -vv die neuen Produkte installieren lassen.

UEFI Kompatibilität

Die opsi-local-image Produkte sind UEFI kompatibel mit wenigen Ausnahmen.

Nicht UEFI kompatibel sind die Produkte:

  • opsi-local-image-opensuse13-2
Netboot Produkt zur Partitionierung
  • opsi-local-image-prepare
    Erstellung der statischen Partitionierung der Festplatte für alle anderen Produkte.
    Properties:

    • ask_before_inst:
      Soll am Client vor dem Start bestätigt werden. (Default=true)
    • system_partition_size
      Gibt die Größe der Partition 1 (system) an (Default = 30G)
    • data_partition_size
      Gibt die Größe der Partition 2 (data) an. Bei eine Größe von 0G wird keine Partition für Daten angelegt. (Default = 0G) start_os_installation
      Hier kann das Produkt zur Installation eines Betriebssystems ausgewählt werden, welches im Anschluß an die Partitionierung automatisch gestartet wird. Bei der Installation dieses Produkts werden beim Produkt opsi-local-image-restore die Produktproperties imagefile und imagefiles_list gelöscht, da durch die Neupartitionierung diese Daten ungültig geworden sind.
    • delay_for_reboot
      Sekunden zwischen Beendigung des Scriptes und dem Reboot um dem Server Zeit zugeben die Netboot-Pipe zu erstellen.
    • minimal_backup_partition_size
      Diese Property dient zu einer Plausibilitätsüberprüfung der gemachten Angaben.
      Die Größe der Backuppartition ergibt sich aus:
      Größe der Festplatte - (system_partition_size + data_partition_size + winpe_partition_size).
      Üblicherweise verwendet man opsi-local-image, weil ein lokales Backup der Systempartition gemacht werden soll. Dazu ist Voraussetzung, das für die Backuppartition genügend Platz ist. Wird bei der Berechnung der Partitionierung festgestellt das der verbleibende Platz für die Backuppartition kleiner ist als der Wert von minimal_backup_partition_size wird mit einem Fehler abgebrochen.
      (Default=55%)
    • winpe_partition_size: Größe der winpe Partition (Default=4G)

Wichtig

Verwenden Sie dieses Produkt nur zur initialen Vorbereitung der Platte. Es löscht alle gespeicherten Images.

Netboot Produkte zur Installation von Windows

Die Netbootprodukte zur Installation von Windows sind Abkömmlinge der opsi Standardprodukte zur Windowsinstallation. Das bedeutet konkret, dass sie bezüglich des Aufbaus und der Treiberintegration identisch sind. Entsprechende Anleitungen finden sich im opsi-getting-started Handbuch.

  • opsi-local-image-winxp
    Installation von Windows XP. Verwendet nur die erste Partition. Administrator Passwort ist leer.
  • opsi-local-image-win7
    Installation von Windows 7 32 Bit. Administrator Passwort = nt123.
  • opsi-local-image-win7-x64
    Installation von Windows 7 64 Bit. Administrator Passwort = nt123.
  • opsi-local-image-win81
    Installation von Windows 8.1 32 Bit. Administrator Passwort = nt123.
  • opsi-local-image-win81-x64
    Installation von Windows 8.1 64 Bit. Administrator Passwort = nt123.
  • opsi-local-image-win10
    Installation von Windows 10 32 Bit. Administrator Passwort = nt123.
  • opsi-local-image-win10-x64
    Installation von Windows 10 64 Bit. Administrator Passwort = nt123.

Diese Produkte haben folgende opsi-local-image spezifische Properties:

  • backup_after_install mit dem default Wert true. Dies bedeutet in diesem Fall, dass nach der OS Installation zunächst die Anwendungssoftware installiert wird und abschließend eine Imagesicherung der Installation durchgeführt wird. Weiterhin wird der Wert vom imageFile des Produktes opsi-local-image-restore gelöscht. Dies führt dazu, dass das erstellte Backup den Namen des laufenden Netbootproduktes (z.B. opsi-local-image-win7) bekommt.
  • setup_after_install
    Hier können ein oder mehrere Produkte angegeben werden, welche nach Abschluß der Betriebssysteminstallation auf setup gestellt werden. Dabei werden auch die Abhängigkeiten diese Produkte mit aufgelöst.
Netboot Produkte zur Installation von Linux
  • opsi-local-image-ubuntu
    Installation von Ubuntu Linux 12.04/14.04 32Bit/64Bit.
    Das installierte System kennt 2 user: root und user. Für root wird das im Produktproperty root_password festgelegte Passwort gesetzt (Default: linux123). Für user wird das im Produktproperty user_password festgelegte Passwort gesetzt (Default: linux123). Details der Installation werden über Produktproperties gesteuert. Die wesentlichen Produktproperties sind dabei:

    • askbeforeinst:
      Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=true)
    • architecture:
      Architektur Auswahl, beeinflusst die Auswahl des bootimages und die Installationsarchitektur. (Default=64bit)
    • additional_packages:
      Welche zusätzlichen Pakete sollen installiert werden? Angabe der Pakete Leerzeichen separiert. (Default = '')
    • language:
      Welche Sprache / locale soll installiert werden. (Default=de)
    • console_keymap
      steuert in welches Tastaturlayout installiert wird. (Default=de-latin1-nodeadkeys)
    • timezone:
      Welche Zeitzone soll verwendet werden?. (Default=Europe/Berlin)
    • online_repository
      gibt an aus welchem online Repository die Pakete installiert werden sollen. Der Default ist http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu
    • proxy:
      Proxystring (wenn benötigt) in der Form: http://<ip>:<port>. (Default = '')
    • backup_after_install
      (true/false) Default = true. Nach der Installation wird sofort eine Imagesicherung der Installation durchgeführt.
    • setup_after_install
      Hier können ein oder mehrere Produkte angegeben werden, welche auf setup gestellt werden und somit nach Abschluß der Betriebssysteminstallation installiert werden. Dabei werden auch die Abhängigkeiten dieser Produkte mit aufgelöst.
    • wget_and_execute:
      Url (http) einer Datei welche am Ende der Installation geholt und ausgeführt wird. (Default = '')
    • release:
      Welches Release von Ubuntu soll installiert werden. (Default="trusty")
    • install_opsi-client-agent:
      Installiere den Linux opsi-client-agent (Kofinanzierungsprojekt: Sie benötigen eine Aktivierung durch die /etc/opsi/modules) . (Default=false)
  • opsi-local-image-opensuse13-2
    Installation von OpenSuse Linux 13.2 32Bit/64Bit.
    Das installierte System kennt 2 user: root und user. Für root wird das im Produktproperty root_password festgelegte Passwort gesetzt (Default: linux123). Für user wird das im Produktproperty user_password festgelegte Passwort gesetzt (Default: linux123). Details der Installation werden über Produktproperties gesteuert. Die wesentlichen Produktproperties sind dabei:

    • askbeforeinst:
      Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=true)
    • architecture:
      Architektur Auswahl, beeinflusst die Auswahl des bootimages und die Installationsarchitektur. (Default=64bit)
    • language:
      Welche Sprache / locale soll installiert werden. (Default=de)
    • console_keymap
      steuert in welches Tastaturlayout installiert wird. (Default=de-latin1-nodeadkeys)
    • timezone:
      Welche Zeitzone soll verwendet werden?. (Default=Europe/Berlin)
    • partition_disk:
      Welche Platte soll verwender werden? (Default=first)
    • proxy:
      Proxystring (wenn benötigt) in der Form: http://<ip>:<port>. (Default = '')
    • backup_after_install
      (true/false) Default = true. Nach der Installation wird sofort eine Imagesicherung der Installation durchgeführt.
    • setup_after_install
      Hier können ein oder mehrere Produkte angegeben werden, welche auf setup gestellt werden und somit nach Abschluß der Betriebssysteminstallation installiert werden. Dabei werden auch die Abhängigkeiten dieser Produkte mit aufgelöst.
    • install_opsi-client-agent:
      Installiere den Linux opsi-client-agent (Kofinanzierungsprojekt: Sie benötigen eine Aktivierung durch die /etc/opsi/modules) . (Default=false)
Netboot Produkte zum Backup und Restore
  • opsi-local-image-backup
    Dieses Produkt sichert das aktuell auf Partition 1 installierte Betriebssystem in einer Imagedatei auf Partition 4. Als Image Namen wird der im Property gesetzte Name verwendet. Wenn dieser leer ist, so wird der Name des opsi Netbootproduktes verwendet, welcher aktuell auf installed steht (z.B. opsi-local-image-winxp). Dieser Name wird beim Produkt opsi-local-image-restore als Produktproperty imagefile gesetzt, so daß ein nachfolgender Aufruf von opsi-local-image-restore per default genau dieses Image wiederherstellt. Dieser Name wird beim Produkt opsi-local-image-restore dem Produktproperty imagefiles_list hinzugefügt. Damit enthält dieses Property die Liste aller verfügbaren Images. Weiterhin werden (für die Windows-Produkte) die aktuellen opsi-Produktstände zusammen mit dem Image gesichert, damit auch diese im Rahmen des restores wiederhergestellt werden können.
    Als Sicherungsmethode wird partclone verwendet.
    Properties:

    • askbeforeinst:
      Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=false)
    • free_on_backup:
      Dies ist ein read-only property welches aktuelle Informationen zur Backuppartition anzeigt: device, size, used, remaining, use in %, mount point
    • imagefile
      Name der zu erstellenden Imagedatei (default = leer = der Name des aktuell installierten opsi-local-image Produktes wird verwendet). Der Name darf Leerzeichen aber keine Umlaute enthalten. (Im Fall von Leerzeichen werden diese intern als Unterstich behandelt. D.h. mein image = mein_image.
    • setup_after_install
      Hier können ein oder mehrere Produkte angegeben werden, welche auf setup gestellt werden und somit nach Abschluß installiert werden. Dabei werden auch die Abhängigkeiten dieser Produkte mit aufgelöst.
  • opsi-local-image-restore
    Dieses Produkt spielt das im Produktproperty imagefile angegebene Image wieder auf der Partition 1 ein und sorgt dafür, dass es gebootet werden kann. Weiterhin werden (für die Windows-Produkte) die für das Image gesicherten opsi-Produktstände zusammen mit dem Image wiederhergestellt.
    Properties:

    • askbeforeinst:
      Soll das Starten der Installation am Client bestätigt werden müssen? (Default=true)
    • architecture:
      Architektur Auswahl, beeinflusst die Auswahl des bootimages und die Installationsarchitektur. (Default=64bit)
    • imagefile
      Name des Images welches restored werden soll. Der Wert dieses Properties wird automatisch durch das letzte Backup gesetzt. Die Liste der verfügbaren Images findet sich im Property imagefiles_list.
    • imagefiles_list
      Liste der verfügbaren Images. Wird duch das Backup Produkt gepflegt.
    • method
      Methode des Imagerestores. Mögliche Methoden sind partclone-image-restore und rsync-partclone-image. Der default ist rsync-partclone-image. Die Methode rsync-partclone-image ist nur möglich wenn sich auf der Partition 1 das Betriebsystem befindet, von dem das bei imagefile angegebene Image erstellt wurde. D.h. mit dieser Methode können kleine Änderungen rückgängig gemacht werden aber es kann kein Wechsel zwischen Betriebssystemen durchgeführt werden. Die Methode partclone-image-restore führt eine vollständige Imagekopie durch. Die Methode rsync-partclone-image steht derzeit (10.7.2013) nur für Windows (NTFS Filesystem) zur Verfügung. Wird als method rsync-partclone-image für ein Linux-Image oder für ein Image welches zu einer anderen Windows Version gehört, als die auf der produktiv Partition vorhandene, angegeben, so wird automatisch die Methode partclone-image-restore angewendet.
      Scheitert der Aufruf des Restore mit der Methode rsync-partclone-image, so wird automatisch der Restore mit der Methode partclone-image-restore weitergeführt.
      Die Methode rsync-partclone-image hat ihre Vorteile bei wenigen Änderungen auf langsamen (IDE) Platten. Bei aktuellen (SATA) Platten empfehlen wir prinzipiell die Verwendung von partclone-image-restore.
    • update_and_backup
      (true/false) Default = false. Bei true wird nach dem restore dafür gesorgt, dass alle Localboot Produkte die auf dem Server in einer abweichenden Version vorhanden sind auf setup gestellt werden und das Produkt opsi-local-image-backup-starter auf once gesetzt wird. Dies führt dazu, dass alle vorhandenen Updates eingespielt und nach den Updates automatisch wieder eine Sicherung durchgeführt wird.
    • setup_after_restore
      Hier können ein oder mehrere opsi-Produkte angegeben werden, welche nach dem Abschluß des Restores auf setup gesetzt werden und somit nach dem Reboot automatisch ausgeführt werden. Der Default ist das Produkt windomain zur erneuten Aufnahme des restorten Clients in die Windows Domain.
  • opsi-local-image-delete
    Dieses Produkt löscht das im Produktproperty imagefile angegebene Image von der Backup Partition

    • imagefile
      Name des zu löschenden Images (default = leer = Fehler)
Localboot Produkt zur Ablaufsteuerung
  • opsi-local-image-backup-starter
    Dieses Localbootprodukt stellt das Netbootprodukt opsi-local-image-backup auf setup und rebootet den Rechner dann. Dieses Produkt hat eine sehr niedrige Priorität von -98. Dies bedeutet das alle normalen Localboot Produkte vorher abgearbeitet werden. Dies kann zu folgendem genutzt werden:
    Werden für einen Rechner folgende Produkte auf setup gestellt:
  • Das Produkt opsi-local-image-restore
  • Alle Localboot Produkte die nicht aktuell sind
  • Das Produkt opsi-local-image-backup-starter

so führt dies zu folgendem Ablauf:

  1. Restore des Images
  2. Update des restoreten Betriebssystems (Alle nicht aktuellen Produkte werden aktualisiert)
  3. Backup des upgedateten Betriebssystems

Erweiterte opsi Service Methoden

Im Rahmen dieser Erweiterung können die Rechner eines Schulungsraums in einer opsi-client Gruppe zusammengefasst werden. Um möglichst komfortable Aktionen für alle Rechner eines Schulungsraums auszulösen sind folgende Erweiterungen der opsi-service Methoden vorgesehen:

  • setProductActionRequestForHostGroup
    Parameter: hostGroupId, productId, actionRequest
    Ermöglicht für alle Mitglieder einer Gruppe (z.B. Rechner eines Schulungsraums) eine bestimmte Aktion zu starten (z.B. Restore des Images).
  • setProductPropertyForHostGroup
    Parameter: productId propertyId propertyValue hostGroupId
    Ermöglicht für alle Mitglieder einer Gruppe (z.B. Rechner eines Schulungsraums) für ein betimmtes Produkt einen Propertywert zusetzen (z.B. welches Image restored werden soll).
  • getPossibleImagefileValuesForHostGroup
    Parameter: groupId
    Liefert die Liste der Imagefile Namen, welche das opsi-local-image-backup auf allen Mitgliedern der Gruppe angelegt hat. Wenn ein bestimmtes Image (z.B. opsi-local-image-winxp) auf einem oder mehreren Rechnern nicht vorhanden ist, so ist es nicht Bestandteil der Rückgabeliste.

Diese Methoden werden zu einem späteren Zeitpunkt in die Standardpakete von opsi integriert. Bis dahin steht Ihnen in der Auslieferung eine Datei 40_groupActions.conf zur Verfügung die Sie bitte mit root Rechten nach /etc/opsi/backendManager/extend.d kopieren. Führen Sie danach aus: opsi-setup --set-rights /etc/opsi.

Backuppartition

Die Backuppartion ist (bei MBR BIOS und ohne Datenpartition) die dritte Partition der 1. Festplatte.
Dort finden sich:

  • Die Datei master.log mit Informationen über alle durchgeführten Image Operationen. Diese Logdatei wird in die bootimage logs übernommen.
  • Die Image Verzeichnisse
    Die Imageverzeichnisse haben den selben Namen wie das Image und enthalten neben dem Image noch die Metadaten des Images.
    Zur Orientierung hier Beispielhaft die Größen von unterschiedlichen Imageverzeichnissen mit OS und Standardsoftware (Libreoffice, Adobereader, firefox, thunderbird, javavm, flashplayer):
  • opsi-local-image-ubuntu: 3.6G
  • opsi-local-image-winxp: 6.4G
  • opsi-local-image-win7: 9.4G
  • opsi-local-image-win7-x64: 13G

Capture Images (WIM) erstellen und verteilen

Capture Images (WIM) Einführung

Microsoft hat mit NT6 (also ab Vista) zur Installation ein neues Imageformat, das Windows Imaging Format (WIM) eingeführt. Ein WIM Image ist kein Platten- oder Partitionsimage sondern mehr ein Dateien und Metadaten Archiv. Eine WIM Datei kann mehrere Images enthalten. Die normale Installation eines NT6 Rechners basiert darauf, dass die setup.exe ein Image aus der Datei install.wim auspackt und dieses danach konfiguriert und mit zusätzlichen Treibern versieht.

Von einem existierender Rechner kann das Windows inclusive installierter Software, Hotfixes und Konfigurationen ausgelesen und in Form eines WIM abgespeichert werden. Ein solches WIM kann dann wieder die Basis für neue Installationen sein.

Capture Images (WIM) Komponenten

Das Paket opsi-local-image besteht aus mehreren Komponenten:

Den Netbootprodukten:

  • opsi-local-image-capture

Den Lokalbootprodukten:

  • opsi-local-image-sysprep
  • opsi-client-agent >= Version 4.0.4.5-3

sowie die Zielprodukte welche dafür gedacht sind, das gecapturte Image aufzunehmen:

  • opsi-local-image-win7-capture
  • opsi-local-image-win7-x64-capture
  • opsi-local-image-win81-capture
  • opsi-local-image-win81-x64-capture
  • opsi-local-image-win10-capture
  • opsi-local-image-win10-x64-capture
Capture Images (WIM) Abläufe

Übersicht:
Folgende Reihenfolge ist einzuhalten:

  1. Initale Vorbereitung des Rechners mit opsi-local-image-prepare
  2. Installation des Betriebssystems mit opsi-local-image-win*
  3. Installation und Konfiguration weiterer Software mit opsi und / oder per Hand
  4. Einstellen der Produktproperties des netbootproduktes opsi-local-image-capture (aber nicht auf setup stellen)
  5. Starten des Localboot Produktes opsi-local-image-sysprep
  6. opsi-local-image-sysprep startet (je nach Property Einstellung) ein opsi-local-image-backup
  7. opsi-local-image-sysprep führt Sysprep zur Depersonalisierung aus
  8. opsi-local-image-sysprep startet (je nach Property Einstellung) opsi-local-image-capture
  9. opsi-local-image-capture konfiguriert die winpe Partition für das capturen und als Bootpartition
  10. Der PC bootet das winpe und führt den capture Vorgang aus

Erstellen des Masterrechners:

Dieser wird mit opsi-local-image als Rechner erstellt und kann dabei Software und Konfigurationen sowohl per opsi als auch von Hand bekommen.

Sysprep: Depersonalisieren des Masters:

Damit ein capture Image als Basis für eine Installation dienen kann muß es zunächst dafür vorbereitet werden. Dabei wird der Rechner depersonalisiert, d.h. Der Rechner hat danach keine Identität mehr und ist gut geeignet als Vorlage für eine Neuinstallation aber als Rechner selber kaum noch brauchbar.
Daher kann beim opsi-local-image-sysprep Produkt über Produkt Properties gesteuert werden ob vor der eigentlichen Depersonalisierung noch ein Backup angelegt werden soll:

  • always_backup_before_sysprep:
    (true/false), Default=true,
    Startet immer ein Backup vor dem sysprep Vorgang.

Anmerkung

always_backup_before_sysprep=true bedeutet, das Produkt opsi-local-image-backup wird auf setup gestellt und ein Reboot durchgeführt. Um eine Endlosschleife zu vermeiden, wird nun ein Rebootflag gesetzt, damit nach Beendigung des Backup erkannt werden kann, dass dieser Schritt bereits erledigt ist.

Technischer Hinweis: Hier entseht das Problem, dass der Rebootflag auch in dem Backup landet, aber nach einem Restore nicht mehr erwünscht ist. Daher wird der Rebootflag als Timestamp gesetzt. Ein Rebootflag, der älter als 0,1 Tage (=2,4 Stunden) ist wird ignoriert.

  • abort_on_no_backup:
    (true/false), Default=true,
    Prüft ob auf der Backuppartition ein Backup zu diesem Produkt vorhanden ist und bricht ab falls nicht.
    Nach dem sysprep Vorgang wird üblicherweise der eigentliche capture Vorgang gestartet, der durch das netboot Produkt opsi-local-image-capture durchgeführt wird. Ob der Start automatisch durchgeführt wird entscheidet das Property:
  • startcapture:
    (true/false), Default=true,
    Setze das Produkt opsi-local-image-capture auf setup und rebootet den Rechner
  • disabled:
    (true/false), Default=false,
    Wenn true wird das Produkt nicht ausgeführt. Dies dient dazu Endlosschleifen zu vermeiden wenn ein Image restored wird, in dessen Meta-Daten opsi-local-image-sysprep auf setup steht.

Abbildung 91. Capture Images: Configed: opsi-local-image-sysprep

Capture Images: Configed: opsi-local-image-sysprep

Capture: Die vorhandene Installation auslesen und zur Installation bereitstellen:

Im Rahmen dieses Mehrstufigen Prozesses wird der vorhandene Rechner ausgelesen und als WIM Image in ein vorhandenes opsi Windows Installationsprodukt integriert. Von daher gibt es naheliegender Weise ein Produktproperty über das angegeben werden kann in welches Produkt das ausgelesene Image integriert werden soll:

  • target_product:
    Name des Ziel Produktes (Default = '')

Wichtig

Dieses Property ist nicht schlau, es wird nicht überprüft ob das ausgelesene Image zum Zielprodukt passt. Sie können also ohne Fehlermeldung ein win7-32Bit Image in ein Win81-64Bit Produkt schreiben. Das sollten Sie aber nicht! Wir empfehlen die Verwendung von gesonderten Produkten, welche nur als Ziel dienen (z.B. opsi-local-image-win81-x64-capture).

Das Zielprodukt muß genauso wie ein normales Produkt zur Windows Installation vorbereitet werden. Als Zieldatei innerhalb des Zielproduktes dient die install.wim Datei (installfiles/sources/install.wim) welche auch die von Microsoft gelieferten Images enthält. Ob das ausgelese Image nun an diese Datei angehängt werden soll oder eine neue install.wim erzeugt werden soll, steuert das Property:

  • capture_mode:
    (append/always_create) Default=append:

Bei append wird das neu erstellte Image an die vorhandene install.wim angehängt.

Wichtig

Enthält die install.wim schon ein Image gleichen Namens wird dieses ohne Nachfrage gelöscht. Bei always_create wird eine neue install.wim erstellt.
always_create funktioniert nicht mit winpe installationen die auf Windows < 8 basieren.

Die Install.wim Datei ist ein Container der mehrere Images enthalten kann. Die Images haben einen Namen und eine Beschreibung. Der Name und die Beschreibung des neu erstellten Images werden durch die folgenden Properties gesteuert:

  • imagename:
    Default = ''
  • image_description:
    Default = ''
  • Das Property start_after_capture
    ist ein Liste von Produkten, welche nach dem Abschluß des Capturevorgangs auf setup gestellt werden sollen. Eine gute Idee ist hier zum Beispiel opsi-local-image-restore, welches das vor dem sysprep erstellte backup wiederherstellt.

Abbildung 92. Capture Images: Configed: opsi-local-image-capture

Capture Images: Configed: opsi-local-image-capture

Abbildung 93. Capture Images: Schema: sysprep

Capture Images: Schema: sysprep

Abbildung 94. Capture Images: opsi-local-image-sysprep 1 : Start

Capture Images: opsi-local-image-sysprep 1 : Start

Abbildung 95. Capture Images: opsi-local-image-sysprep 2 : Backup vor sysprep

Capture Images: opsi-local-image-sysprep 2 : Backup vor sysprepp

Abbildung 96. Capture Images: opsi-local-image-sysprep 3 : Deaktivierung des opsi-client-agent

Capture Images: opsi-local-image-sysprep 3 : Deaktivierung des opsi-client-agent

Abbildung 97. Capture Images: opsi-local-image-sysprep 4 : Eigentlicher sysprep Vorgang

Capture Images: opsi-local-image-sysprep 4 : Eigentlicher sysprep Vorgang

Gesteuert durch das Property startcapture kann der Capturevorgang direkt im Anschluß an das sysprep gestartet werden.
Der Capture Vorgang besteht grob aus zwei Phasen:
Der eigentliche Capture Vorgang soll durch das winpe auf der Platte durchgeführt werden. Hierfür muß dieses aber erst präpariert werden und dies ist die erste Phase:

  • Aktivierung des WinPE als bootbare Partition, Erstellung der nötigen bootrecords und soweit nötig die Deaktivierung von Laufwerksbuchstaben bei anderen Partitionen
  • Auslesen der opsi-Metadaten über Installierte Produkte auf dem Client und Speicherung dieser Daten auf dem Client in einem temporären Verzeichnis.
  • Einige Aufräumarbeiten auf dem auszulesenden System.
  • Schreiben einer Kommandodatei welches die Capturevorgänge beim nächsten WinPE start initiiert.
  • Bereitstellen weiterer Daten für die Abläufe im WinPE wie z.B. Liste der Produkte aus dem Property start_after_capture
  • Reboot des Clients

Abbildung 98. Capture Images: Schema: Capture 1

Capture Images: Schema: Capture 1

In der zweiten Phase startet das WinPE und führt nun den eigentlichen Capturevorgang durch. Im Detail:

  • Mounten des opsi_depot_rw shares damit auf diesen auch geschrieben werden kann.
  • Prüfen der Architektur des WinPE (32/64 Bit) und Start des opsi-script in der entsprechenden Architektur.
  • Herstellung der Verbindung zum opsi-webservice
  • Reaktivierung der Laufwerksbuchstaben
  • Im Falle von append mode: Überprüfen ob ein Image mit diesem Namen schon vorhanden ist und gegebenenfalls dieses löschen.
  • Start des Capturevorgangs. Dabei wird in Abhängigkeit der Windows Version des WinPE bei Windows 7 das Programm imagex aus dem opsi-local-image-capture Produkt verwendet. Bei Windows 8 wird das Programm dism aus dem WinPE verwendet (mit Fallback zu imagex).
  • Die entstandenen Logfiles werden zusammengeführt.
  • Überprüfung der Liste der Images im Modifizierten install.wim und setzten dieser Namensliste in das Produktproperty Imagenames des Zielproduktes, so das das neu erstellte Image auch zur Installation ausgewählt werden kann.
  • Setzen der Produkte aus start_after_capture auf setup.
  • Deaktivierung der WinPE Partition und Aktivierung der Systempartition (Windows). Bei UEFI Umstellung auf Netboot soweit möglich.
  • Schreiben der Logdatei zum Server. Dort wird diese an die Logdatei des opsi-local-capture bootimage Laufs angehängt.
  • Reboot

Abbildung 99. Capture Images: Schema: Capture 2

Capture Images: Schema: Capture 2

Abbildung 100. Capture Images: Capture: Löschen eines existierenden Images

Capture Images: Capture: Löschen eines existierenden Images

Abbildung 101. Capture Images: Capture: Capture und Anhängen (Append) des neuen Images

Capture Images: Capture: Capture und Anhängen (Append) des neuen Images

Windows Installation von einem Targetprodukt aus

(Ausrollen des gecapturten Images)

Wiederherstellung der opsi Metadaten zu installierten Produkten

Das Problem:

Wenn Sie ein Windows mit opsi neu installieren, z.B. aus win7-x64, dann werden bei der Installation des opsi-client-agent alle Localboot-Produkte, welche bei diesem Rechner vorher auf installed standen, automatisch auf setup gestellt und damit später erneut installiert.
Dies kann beim Ausrollen eines gecapturten Images nicht ganz genauso durchgeführt werden.
Im Image befindet sich das Backup der opsi-Daten, das dort während des capture Vorgangs abgelegt wurde. Dieses wird bei der Installation des opsi-client-agent entdeckt, und wieder in den opsi-server eingespielt. Damit stehen die Produkte, die in dem gecapturten Image installiert waren, jetzt für den frisch installierten Rechner auf installed. Würden jetzt alle Produkte, welche auf installed stehen auf setup gesetzt, würde dies dazu führen, dass alle schon im Image installierten Produkte nochmal installiert werden. Dies ist nicht erwünscht.

Bei der Wiederherstellung der opsi Metadaten zu installierten Produkten gibt es ab opsi 4.0.7 zwei Varianten:

  • Variante 1:
    Zurückspielen der Metadaten und Beibehaltung von setup-Actionrequests.
    Produkte die auf installed stehen werden nicht auf setup gestellt.
    Dies ist der Default und das Verhalten vor opsi 4.0.7
  • Variante 2:
    Zurückspielen der Metadaten. Produkte die auf installed stehen werden auf setup gestellt ausser denen welche in den restorten Metadaten enthalten waren.

Variante 1
Beim Ausrollen eines gecapturten Images werden nach der Installation des Images nur die Produkte automatisch installiert, welche schon vor dem Beginn der Betriebssystem-Installation auf setup standen. Dies kann durch Ihren Eingriff oder das Property setup_after_install erfolgt sein. Daher werden in diesem Fall auch nur die Produkte installiert, welche vor der Installation des Betriebssystems auf setup standen.
Dies ist der Default und das Verhalten vor opsi 4.0.7

Variante 2
Die Variante 2 verhält sich vom Ergebnis ähnlich wie es bei Installationen aus nicht gecapturten Images der Fall ist:
* Zurückspielen der Metadaten.
* Produkte die auf installed stehen werden auf setup gestellt ausser denen welche in den restorten Metadaten enthalten waren.
Diese Verhalten steht erst ab opsi 4.0.7 zur Verfügung und ist nicht der Default. Variante 2 ist durch Erweiterungen am opsi-script möglich geworden und ist Bestandteil des opsi-client-agent von 4.0.7.
Um dieses Verhalten zu verwenden muss ein config (Hostparameter) gesetzt werden:
Der boolsche Konfigurationseintrag: clientconfig.capture.switch_installed_products_to_setup. Hat dieser Eintrag für den Client den Wert true dann wird Variante 2 verwendet, ansonsten Variante 1.

Über diese Hostparameter können dann Events Client-spezifisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Hostparameter können über den opsi-configed oder opsi-admin angelegt werden.

Zum Anlegen der Hostparameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen:

opsi-admin -d method config_createBool clientconfig.capture.switch_installed_products_to_setup "capture.switch_installed_products_to_setup" true

Damit stellen Sie für alle Rechner Variante 2 ein.

Zum Anlegen der Hostparameter über den opsi-configed wählen Sie dort Serverkonfiguration / clientconfig / Auf der Rechten Seite mit der rechten Maustaste: Boolschen Konfigurationseintrag hinzufügen.

Hilfsprodukt opsi-wim-info

Das Produkt opsi-wim-info kann verwendet werden um schnell informationen über die in einer install.wim gespeicherten Images auszulesen. Diese Informationen werden dann in der Logdatei gespeichert.
Properties:

  • target_produkt
    ProductId des Produktes in dem die install.wim gesucht wird.

Erstellen eines eigenen Ubuntu Proxy

Eine brauchbare Anleitung zur Erstellung eines eigenen Ubuntu Proxy finden Sie hier:

http://wiki.ubuntuusers.de/Lokale_Paketquellen/Apt-Cacher-ng

http://www.gambaru.de/blog/2011/10/26/apt-cacher-ng-ein-proxy-server-fur-debian-und-ubuntu/

9.8. opsi-Lizenzmanagement

Vorbedingungen für die opsi-Lizenzmanagement-Erweiterung

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung. Das bedeutet, die Verwendung ist nicht kostenlos.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 9.1, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Überblick

Funktion und Features

Das opsi-Lizenzmanagement-Modul ist darauf ausgerichtet, die aufwändige und komplexe Verwaltung von Lizenzen für die diversen nicht-freien Softwareprodukte, die auf mit opsi verwalteten Clients eingesetzt werden, zu vereinheitlichen und zu vereinfachen.

Die wesentlichen Features sind:

  • Handhabung der Lizenzverwaltung innerhalb der gleichen Oberfläche wie Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation, d.h. im opsi-Konfigurationseditor.
  • Automatische Bereitstellung, Zuteilung und Reservierung der Lizenzkeys.
  • Verfügbarkeit verschiedener Lizenzmodelle

    • Standard-Einzellizenz (1 Installation, eventuell ausgewiesen durch einen Lizenzkey, für einen beliebigen Rechner)
    • Volume-Lizenz (1 Lizenzkey - eine bestimmte Zahl von Installationen) oder Campus-Lizenz (1 Schlüssel - unbegrenzte Zahl von Installationen)
    • PC-gebundene Lizenz,
    • Concurrent License (Lizenzserver-vermittelt)
  • Freigabe der Lizenzkeys bei der Deinstallation von Software.
  • Manuelle Bearbeitung der Lizenzzuordnungen z.B. für Lizenzen von Software, die nicht mit opsi verteilt werden.
  • Report-Funktion auch für nicht mit opsi verwaltete Lizenznutzungen auf der Basis der Software-Inventarisierung und Abgleich mit den opsi-basierten Nutzungen.
Übersicht Datenbankmodell

In der Welt der nicht freien Software ist Lizenzverwaltung stets ein komplexes Thema. Es abzubilden verwendet opsi auch ein relativ komplexes Datenbankmodell. Zur Übersicht sind die beteiligten Tabellen in einem Diagramm dargestellt. Die Bedeutung der verschiedenen Relationen sollte sich nach und nach aus den folgenden Erläuterungen ergeben.

Die blaue Linie im Diagramm markiert die Abgrenzung von Tabellen, deren Inhalte automatisiert aus dem Software-Audit kommen, und Tabellen, deren Daten eigens zur Lizenzverwaltung erhoben oder zugeordnet werden. Das Diagramm zeigt dabei bereits die Bedeutung der Konstruktion der Lizenzpools (license pools), da die Tabelle der Lizenzpools die Verknüpfung zwischen den beiden Datensphären herstellt.

Abbildung 102. Datenbanktabellen relevant für das Lizenzmanagement

Datenbanktabellen relevant für das Lizenzmanagement

Aufruf der Lizenzmanagement-Funktionen im opsi-configed

Der opsi-configed verfügt für das Lizenzmanagement über ein gesondertes Fenster.
Es ist über die Schaltfläche "Lizenzen" im Hauptfenster des Konfigurationseditors erreichbar, sofern das Lizenzmanagement-Modul in der aktuellen opsi-Konfiguration aktiv ist (vgl. den Eintrag für "license management" im Hauptmenü unter /Hilfe/Module).
Bei nicht aktiviertem Lizenzmanagement wird lediglich ein Hinweis angezeigt.

Abbildung 103. opsi-configed: Leiste mit Schaltfläche "Lizenzen" (rechts)

opsi-configed: Leiste mit Schaltfläche Lizenzen (rechts)

Das Modul opsi-Lizenzmanagement ist als ein kofinanziertes opsi-Erweiterungsprojekt realisiert.

Lizenzpools

Was ist ein Lizenzpool?

Für jede Art von benötigten Lizenzen ist im opsi-Lizenzmanagement ein Lizenzpool (license pool) einzurichten.

Der Lizenzpool ist dabei ein Konstrukt, das die gedankliche Zusammenfassung aller Lizenzen beschreibt, die für eine bestimmte Art von installierter oder zu installierender Software vorrätig sind.

Dieses Konstrukt steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten im opsi-Lizenzmanagement.

Demgemäß ist die erste Tab-Seite des Lizenzmanagement-Fensters im opsi-configed der Administration der Lizenzpools gewidmet.

Abbildung 104. Lizenzmanagement:Tab Lizenzpools

Lizenzmanagement:Tab Lizenzpools

Verwaltung von Lizenzpools

Auf der Lizenzpool-Seite befindet sich im oberen Bereich die Tabelle der verfügbaren Lizenzpools.

Hier ist das Feld description editierbar.

Weitere Bearbeitungsfunktionen erschließen sich über das Kontextmenü, am wichtigsten: das Erzeugen eines neuen Lizenzpools.

Nach dem Einfügen einer neuen Zeile in die Tabelle muss eine (eindeutige) licensePoolId in das entsprechende Feld eingetragen werden, z.B. softprod_pool. Bitte dabei keine Umlaute etc. verwenden. Eingegebene Großbuchstaben werden beim Speichern automatisch in Kleinbuchstaben konvertiert.

Die ID kann nur bis zum ersten Speichern noch bearbeitet werden. Als Schlüssel des Datensatzes ist sie danach unveränderlich.

In der Maske aktiviert jeder Bearbeitungsvorgang die Statusanzeige in der Art, dass die Farbe des O.K.-Buttons (Häkchen) von grün nach rot wechselt und auch der Cancel-Button seinen aktiven Modus annimmt. Durch Betätigen des betreffenden Buttons (oder mittels Kontextmenü) kann die Veränderung dann permanent gemacht (gespeichert) bzw. widerrufen werden.

Lizenzpools und opsi-Produkte

Im Standardfall gehört zu einem opsi-Produkt, das ein lizenzpflichtiges Software-Produkt installiert (z.B. den Acrobat Writer), genau ein Lizenzpool, aus dem die benötigten Lizenzen geschöpft werden.

Durchaus gänging ist, dass mehrere Produkte zu einem Lizenzpool gehören, da es sich um Varianten des selben Produktes handelt (z.B. die Produkte win10-x64 und opsi-local-image-win10-x64 nutzen den selben Lizenzpool p_win10-x64).

Weniger übersichtlich (und möglichst zu vermeiden) ist die Situation, wenn ein opsi-Produkt mehrere lizenzpflichtige Software-Produkte installiert, etwa wenn zu einem Paket "Designerprogramme" sowohl Adobe Photoshop wie auch Acrobat Writer gehören sollen.
Das opsi-Produkt muss dann Lizenzen aus mehreren Pools anfordern. Da es gleichzeitig auch weitere opsi-Produkte geben kann, die z.B. Lizenzen aus dem Pool für den Acrobat Writer benötigen, kann auch die umgekehrte Beziehung, vom Lizenzpool zum opsi-Produkt, gelegentlich mehrdeutig sein. Derartige Mehrdeutigkeiten können natürlich durch eine entsprechende Policy beim Produktebau vermieden werden.

Tipp

Bei lizenzpflichtiger Software packen Sie nur eine Software in ein opsi-Produkt. Weisen Sie dieses Produkt dem entsprechenden Lzenzpool zu. (Nur dann funktioniert auch die Verwendung des Lizenzmanagements mit der 'opsi-WAN-Erweiterung; siehe Kapitel Abschnitt 9.9, „opsi WAN/VPN-Erweiterung“ )

Im zweiten Abschnitt der Lizenzpool-Seite wird die Tabelle aller Zuordnungen zwischen Lizenzpools und den productIds von opsi-Produkten dargestellt.

Wie in allen anderen Tabellen des Lizenzmanagements wird durch einen Klick auf einen Spaltentitel die Tabelle nach dem Wert in der betreffenden Spalte umsortiert;
nochmaliges Klicken ändert die Sortierungsrichtung.
Die Sortierung kann genutzt werden, um alle Zuordnungen von opsi-Produkten zu einem Lizenzpool zusammenhängend darzustellen oder umgekehrt alle einem opsi-Produkt zugeordneten Lizenzpools zu erkennen.

Über das Kontextmenü ist wieder die Funktion erreichbar, mit der eine neue Tabellenzeile, hier also eine neue Zuordnung Lizenzpool-Produkt-ID, erstellt werden kann. Zur Eingabe von Lizenzpool-ID und Produkt-ID wird bei Klick in das Tabellenfeld jeweils die Liste der verfügbaren Werte angezeigt, aus der ein Wert ausgewählt werden kann.

Lizenzpools und Windows-Software-IDs

Die dritte Tabelle der Seite "Lizenzpools" stellt in Form einer Mehrfachauswahl dar, welche IDs aus der Softwareinventarisierung dem in der ersten Tabelle markierten Lizenzpool zugeordnet sind.

Eine (Windows-Software-) ID ist ein eindeutiger Schlüsselwert, welcher im Rahmen des opsi-Software-Audits ermittelt und an den Server übertragen wird. Die Zuordnungen zu Lizenzpools können bearbeitet werden, indem die Mehrfachauswahl verändert wird (wie üblich durch Strg-Mausklick bzw. Shift-Mausklick).

Das Kontextmenü der Tabelle bietet die Option, zwischen der Anzeige nur der aktuell zugeordneten IDs oder sämtlicher im Software-Audit erfassten IDs umzuschalten.

Die Zuordnung zwischen Windows-Software-IDs und Lizenzpools dient im Lizenzmanagement vor allem dazu, nicht nur die Installationen per opsi-Setup, sondern auch die Gesamtzahl der faktischen Installationen einer Software (wie aus der Registry der Clients ausgelesen) zu kontrollieren und abzugleichen mit der Zahl der dokumentiert verfügbaren Lizenzen eines Lizenzpools (Tab "Statistik", s. unten).

Einrichten von Lizenzen

Das Einrichten einer Lizenz bzw. die Bereitstellung einer Lizenz in einem Lizenzpool, erfordert mehrere Schritte. Sie können, mit vorgegebenen Optionen vorstrukturiert, auf der zweiten Tab-Seite des Lizenzmanagement-Fensters (Titel "Lizenz anlegen") durchgeführt werden.

Die Seite startet mit einer (hier nicht editierbaren) Tabelle der verfügbaren Lizenzpools. Dort ist zunächst der Pool auszuwählen, für den eine Lizenz eingerichtet werden soll.

Abbildung 105. Lizenzmanagement:Tab "Lizenz anlegen"

Lizenzmanagement:Tab 'Lizenz anlegen'

Bevor die weitere Schritte beschrieben werden, empfiehlt es sich, einige Begrifflichkeiten zu klären:

Aspekte des Lizenzkonzepts

Unter Lizenzierung (licensing) soll die faktische Zuweisung der Erlaubnis zur Nutzung einer Software (durch Installation einer Software) verstanden werden. Sie schließt oft, aber nicht notwendig die Nutzung eines hierfür bestimmten Lizenzschlüssels (license key) ein.

Das Lizenzierungsrecht ist die in ihrem Geltungsumfang definierte Erlaubnis, solche Zuweisungen durchführen zu dürfen. In der opsi-Datenbank wird das Lizenzierungsrecht als software license bezeichnet, ein entsprechender Datensatz ist demgemäß identifiziert durch eine softwareLicenseId. Verschiedene Varianten der konkreten Ausgestaltung des Lizenzierungsrechts (z.B. für wie viele PCs, mit welcher Gültigkeitsdauer etc.) werden als Lizenzmodelle bezeichnet. Ein Lizenzierungsrecht gründet in einem Lizenzvertrag (license contract), der es im juristischen Sinn feststellt und dokumentiert.

Eine Lizenzierungsoption definiert die Anwendungsmöglichkeit eines Lizenzierungsrechts für einen bestimmten Lizenzpool. In opsi ist die Lizenzierungsoption festgelegt durch die Kombination einer softwareLicenseId und einer licensePoolId. Zur Lizenzierungsoption gehört auch der Wert eines spezifischen Lizenzschlüssels (licenseKey, sofern er für eine Installation erforderlich ist).

Schließlich dokumentiert eine Lizenznutzung die "gezogene" Lizenzierungsoption, d.h. die erfolgte Anwendung einer Lizenzierungsoption für einen Client. Sie ist die vollzogene und berechtigte Lizenzierung einer Softwareinstallation. Beschrieben wird sie durch die Kombination softwareLicenseId, licensePoolId und dem eindeutigen Namen des betreffenden Clients, hostId. Der verwendete Lizenzschlüssel (licenseKey) wird ergänzend notiert.

Lizenzvertrag erfassen

Nach der Auswahl des Lizenzpools, für den eine Lizenzierungsoption angelegt werden soll, ist im zweiten Schritt der Lizenzvertrag zu bestimmen, auf den die Lizenzierung letztlich gründen soll. Im Seitenabschnitt "Lizenzvertrag auswählen oder erfassen" auf der Tab-Seite "Lizenz anlegen" kann ein vorhandener spezifischer Vertrag in der Tabelle ausgewählt oder ein neuer Vertrags-Datensatz angelegt werden.

In einem Lizenzvertrags-Datensatz werden wichtige Ordnungsgesichtspunkte für einen Vertrag in den Feldern (Vertrags-) partner, Abschlussdatum (conclusion date), Benachrichtigungsdatum (notification date) und Auslaufdatum (expiration date) dokumentiert. Hinzu kommt ein freies Notizfeld (notes), um z.B. den Aufbewahrungsort für das Realdokument eines Vertrages aufzunehmen. Die Vertrags-ID (licenseContractId) dient zur Identifizierung des Lizenzvertrags in der Datenbank.

Die Erfassung eines neuen Datensatzes wird über das Kontextmenü gestartet. Es werden automatisch Standard-Einträge generiert, insbesondere eine aus der aktuellen Zeit generierte Vertrags-ID und als Vertragsabschlussdatum der aktuelle Tag. Wenn die Vertragsbedingungen sich z.B. aus einem Software-Kauf implizit ergeben bzw. anderweitig dokumentiert und verfolgt werden können, können die Standard-Einträge belassen werden. Andernfalls sind hier Werte einzugeben, die eine geordnete Verfolgung des zugrundeliegenden Vertrags z.B. durch Verweis auf ein Aktenzeichen im Feld notes erlauben.

Die Vertrags-ID kann nur bearbeitet werden, solange der Datensatz nicht gespeichert ist.

Lizenzmodell konfigurieren

Der dritte Seitenabschnitt der Tab-Seite "Lizenz anlegen" dient dazu, die Ausgestaltung des einzurichtenden Lizenzierungsrechts festzulegen.

Es werden verschiedene Varianten angeboten:

  • Standardlizenz
  • Volumen-Lizenz
  • OEM-Lizenz
  • Concurrent-Lizenz

Jede Option ist durch einen Button repräsentiert, bei dessen Betätigung die Felder im folgenden Formularbereich vor ausgefüllt werden.

Standardlizenz soll bedeuten, dass die Lizenz zu einer Einzel-Installation der Software berechtigt und diese auf einem beliebigen PC erfolgen kann. Ein ggf. erfasster Lizenzschlüssel wird nur für eine Installation verwendet.

Eine Volumen-Lizenz legitimiert n Installationen, ggf. mit ein- und demselben Lizenzschlüssel. n = 0 soll dabei bedeuten, dass innerhalb des Netzes der Schlüssel beliebig oft zu Installationen verwendet werden darf (Campus-Lizenz).

Als OEM-Lizenz wird die Situation bezeichnet, dass eine Lizenz nur für einen, festzulegenden PC genutzt werden darf. Dies ist häufig die intendierte Lizenzart, wenn ein PC mit vorinstalliertem Betriebssystem gekauft wird.

Die Concurrent-Lizenz ist aus opsi-interner Sicht eine Volumenlizenz, die beliebig häufig genutzt werden darf. Mit der Auszeichnung des Lizenzmodells als Concurrent-Lizenz ist nach außen jedoch die Aussage verbunden, dass die Anzahl der faktisch in Anspruch genommenen Lizenzierungen auf andere Weise kontrolliert wird, z.B. durch einen Lizenzserver.

Wenn einer der Buttons betätigt wird, erhält auch das ID-Feld eine Vorschlagsbelegung mit einem auf der Basis von Datum und Zeit generierten String, der bearbeitet werden kann.

Je nach Lizenztyp können die anderen Felder editiert werden oder sind unveränderlich.

Das Feld "Ablaufdatum" definiert die technische Gültigkeitsgrenze des Lizenzierungsrechts (während das inhaltlich gleichbedeutende Feld expirationDate der Lizenzvertragstabelle Dokumentationszwecken dient). Es ist allerdings nur für einen künftigen Gebrauch vorgesehen, eine Verwendung ist derzeit nicht implementiert.

Abschicken der Daten

Der Button "Abschicken" veranlasst, dass die erfassten Daten an den opsi-Service gesendet und - sofern kein Fehler auftritt - permanent in die opsi-Datenhaltung überführt werden.

Dabei werden Datensätze für ein Lizenzierungsrecht (software license) basierend auf dem ausgewählten Vertrag und eine darauf bezogene Lizenzierungsoption erzeugt.

Die Liste der verfügbaren Lizenz(ierungs)optionen, die im unteren Seitenabschnitt dargestellt ist, wird automatisch neu geladen und die Markierung auf die neu erzeugte Option gesetzt.

An dieser Stelle kann, falls erforderlich, der erfasste Lizenzschlüssel korrigiert werden.

Lizenzierungen bearbeiten

In neunzig Prozent der Anwendungsfälle werden die Eingabe- und Editiermöglichkeiten der Tab-Seiten "Lizenzpools" und "Lizenz anlegen" genügen, um Lizenzoptionen zu erfassen und zu editieren.

Weitere Details der Lizenzkonfiguration macht die Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" zugänglich. Sie präsentiert die Interna der Lizenzierungsoptionen in drei Tabellen und erlaubt ggf. deren Anpassung an spezifische Erfordernisse.

Abbildung 106. Lizenzmanagement:Tab "Lizenzierungen bearbeiten"

Lizenzmanagement:Tab 'Lizenzierungen bearbeiten'

Im folgenden Abschnitt wird gezeigt, wie eine Lizenz mit Downgrade-Option konfiguriert werden kann, wie sie z.B. von Microsoft beim Kauf einer Windows-7-Professionallizenz angeboten wird.

Beispiel Downgrade-Option

Die Downgrade-Option bedeutet, dass anstelle der gekauften Software auch die entsprechende Vorgängerversion, z.B. Windows XP anstelle von Windows Vista, installiert werden darf. Bei diesem Microsoft-Modell darf irgendein für die Vorgängerversion vorhandener Lizenzschlüssel für eine zusätzliche Installation verwendet werden, für die er ursprünglich nicht legitimiert war.

Im opsi-Modell kann diese Konstruktion folgendermaßen abgebildet werden:

Auf der Tab-Seite "Lizenz anlegen" wird die Vista-Lizenz regulär erfasst. Das Ergebnis der Prozedur ist eine neue Lizenzierungsoption (angezeigt in der entsprechenden Tabelle am Seitenende), die auf einem gleichfalls neu angelegten Lizenzierungsrecht beruht. Letzterer ist identifizierbar durch den Wert von softwareLicenseId.

Abbildung 107. Lizenzmanagement:Lizenzmanagement:Kopieren der License-ID in die Lizenzoptionen über das Kontext-Menü

Lizenzmanagement:Kopieren der License-ID

Für das weitere Vorgehen wird dieser Wert benötigt. Man kann ihn sich merken oder kann einen Editor als Zwischenablage nutzen und ihn dorthin mit Drag & Drop übertragen. Oder man sucht ihn auf der Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" in der dortigen Tabelle der Lizenzierungsrechte wieder heraus (bitte das Kontextmenü der Tabelle beachten: hier findet sich eine Spezialfunktion zum Kopieren der ID).

Der entscheidende Schritt besteht nun darin, eine Verknüpfung des gegebenen Lizenzierungsrechts mit einem zusätzlichen Lizenzpool herzustellen.

Dazu ist auf der Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" in der Tabelle der verfügbaren Lizenzoptionen ein neuer Datensatz anzulegen. In die betreffenden Felder des Datensatzes sind die ID des Lizenzierungsrechts, die softwareLicenseId, sowie die ID des zusätzlichen Lizenzpools - im Beispiel die für Windows XP - einzutragen. Für die Installation von Windows XP ist zusätzlich ein hierfür geeigneter Schlüssel, z.B. ein bei einem anderen Client bereits verwendeter, hinzuzufügen.

Nach dem Speichern sind zwei Lizenzierungsoptionen registriert, die auf das gleiche Lizenzierungsrecht verweisen! Der opsi-Service rechnet jede Anwendung einer der beiden Optionen auf die maximale Zahl von Installationen an, die das Lizenzierungsrecht einräumt. Deshalb liefert er in dem Fall einer Downgrade-Option für eine Einzel-PC-Lizenz (mit maxInstallations = 1) nur entweder für eine Installation von Windows Vista _oder für eine Installation von Windows XP einen Schlüssel.

Zuteilungen und Freigabe von Lizenzen

Die Anwendung einer Lizenzierungsoption für die Installation der Software auf einem Rechner führt zu einer Lizenznutzung.

Im opsi-Kontext werden Installationen skriptbasiert automatisch durchgeführt, wobei das auf den Clients abgearbeitete (Winst-) Skript Aufrufe an den zentral laufenden opsi-Service absetzt.

Im Folgenden werden die für die Lizenzverwaltung relevanten Service-Aufrufe und Skript-Befehle kurz dargestellt.

Für weitere Informationen zur Skriptsprache und zu spezifischen opsi-Kommandos s. die entsprechenden Dokumentationen, insbesondere das opsi-Winst-Handbuch.

opsi-Service-Aufrufe zur Anforderung und Freigabe einer Lizenz

Der opsi-Service-Befehl, mit dem z.B. das setup-Skript einer Betriebssystem-Installation eine Lizenzoption "ziehen" und den benötigten Lizenzkey vom Lizenzmanagement anfordern kann, lautet getAndAssignSoftwareLicenseKey.

Parameter sind die ID des Hosts, auf dem installiert wird und die ID des Lizenzpools, für den die Lizenz benötigt wird. Anstelle der Lizenzpool-ID kann auch eine Produkt-ID (oder eine Windows-Software-ID) als Parameter übergeben werden, falls eine entsprechende Zuordnung von Produkt bzw. Windows-Software-ID zum Lizenzpool im Lizenzmanagement registriert ist.

Analog gibt der Befehl deleteSoftwareLicenseUsage (wieder parametrisiert mit hostID und wahlweise Lizenzpool-ID), Product-Id oder Windows-Software-ID - eine Lizenznutzung frei und führt sie in den Pool der nicht verwendeten Lizenzierungsoptionen zurück.

Für die umfassende Dokumentation der opsi-Service-Befehle zum Lizenzmanagement s. unten.

Winst-Skriptbefehle für die Anforderung und Freigabe von Lizenzen

In den Winst sind die beiden client-bezogenen Befehle des Service in einen typischen Winst-Aufruf-Syntax integriert.

Ein Winst-Skript kann mit der Funktion DemandLicenseKey einen Schlüssel anfordern und damit die entsprechende Lizenzierungsoption ziehen. Die Syntaxbeschreibung ist

DemandLicenseKey (poolId [, productId [, windowsSoftwareId]])

Die Funktion gibt den Lizenzschlüssel (kann auch leer sein) als String-Wert zurück.

set $mykey$ = DemandLicenseKey ("pool_office2007")

Der Wert kann dann für die weiteren Skriptbefehle zur Installation der Software verwendet werden.

Für die Freigabe einer Lizenzoption bzw. des Schlüssels - typischerweise in einem Winst-Deinstallationsskript benötigt - existiert der Befehl FreeLicense mit der analogen Syntax:

FreeLicense (poolId [, productId [, windowsSoftwareId]])

Die Boolesche Funktion opsiLicenseManagementEnabled prüft, ob das Lizenzmanagement freigeschaltet ist und kann für Skriptvariationen verwendet werden:

if opsiLicenseManagementEnabled
        set $mykey$ = DemandLicenseKey ("pool_office2007")
else
        set $mykey$ = getProductProperty("productkey","")
endif

Die Service-Methoden können zum Beispiel über das Kommandozeilen-Werkzeug opsi-admin aufgerufen werden.

Mit einem * gekennzeichete Parameter sind optional.

Lizenzverträge
method createLicenseContract(*licenseContractId, *partner, *conclusionDate, *notificationDate, *expirationDate, *notes)

Die Methode erstellt einen neuen Lizenzvertragsdatensatz mit der ID licenseContractId. Wird keine licenseContractId übergeben, wird diese automatisch generiert. Bei Angabe der licenseContractId eines bestehenden Vertrages wird dieser Vertrag entsprechend bearbeitet.

Die Parameter partner (Vertragspartner) und notes (Notizen zum Vertrag) sind frei wählbare Strings. conclusionDate (Datum des Vertragsabschlusses), notificationDate (Erinnerungs-Datum) und expirationDate (Ablauf-Datum des Vertrags) sind im Format JJJJ-MM-TT zu übergeben (z.B. 2009-05-18). Die Methode gibt die licenseContractId des angelegten oder bearbeiteten Vertrags zurück.

Mit den String-Funktionen getLastServiceErrorClass sowie getLastServiceErrorMessage kann auf einen Fehler reagiert werden, wenn z.B. keine freie Lizenz mehr verfügbar ist:

if getLastServiceErrorClass = "None"
        comment "kein Fehler aufgetreten"
endif

Die Fehlerklasse LicenseMissingError wird zurückgegeben, falls eine Lizenz angefordert wird, aber nicht verfügbar ist.
Die Fehlerklasse LicenseConfigurationError wird zurückgegeben, für die Fälle in welchen die Konfiguration keine eindeutige Zuordnung eines Lizenzpools zu einer Software zulässt. Das kann der Fall sein, wenn keine Zuweisung existiert oder keine eindeutige Zuordung möglich ist.

Manuelle Administration der Lizenznutzung

Der opsi-Konfigurationseditor dokumentiert die über den opsi-Service registrierten Lizenzierungen auf der Tab-Seite "Lizenzenverwendung":

Abbildung 108. Lizenzmanagement:Tab "Lizenzenverwendung"

Lizenzmanagement:Tab Lizenzenverwendung

Die Tab-Seite ermöglicht, die Verwendung der Lizenzen auch manuell zu verwalten. Dies kann interessant sein, wenn eine Software nur vereinzelt installiert werden soll und nicht in die opsi-Verteilung eingebunden ist.

Im Einzelnen:

  • Mit der Funktion "Zeilen löschen" in der Lizenzverwendungstabelle wird eine Lizenzoption wieder freigegeben.
  • Der Abschnitt "Lizenz reservieren" unten auf der Seite dient dazu, eine Lizenzoption anzufordern und zu belegen.
  • Durch Bearbeiten des Lizenzschlüsselfeldes in der Lizenzverwendungstabelle kann der tatsächlich für eine Lizenzierung verwendete Schlüssel (neu) bestimmt werden.
Erhaltung und Löschung der Lizenzenverwendungen

Wenn eine Software erneut installiert wird und der Winst mit DemandLicenseKey eine Lizenz anfordert, wird die vorher zugeordnete Lizenzoption weiter verwendet. Insbesondere liefert die Winst-Funktion denselben Schlüssel wie vorher.

Falls dies nicht gewünscht ist, muss die Verwendung der Lizenzierung durch den Winst mit FreeLicense, mit dem opsi-service-Aufruf deleteSoftwareLicenseUsage oder manuell aufgehoben werden.

Entsprechend bleiben bei der Reinstallation eines PCs die Lizenzverwendungen erhalten, sofern sie nicht ausdrücklich gelöscht werden. Um sie freizugeben, können auf der Tab-Seite "Lizenzenverwendung" die entsprechenden Lizenzen herausgesucht und gelöscht werden oder es kann der Serviceaufruf deleteAllSoftwareLicenseUsages (mit der Host-ID des betreffenden PCs als Parameter) verwendet werden.

Abgleich mit der Software-Inventarisierung

Die Tab-Seite "Abgleich mit der Inventarisierung" verzeichnet für jeden PC und jeden Lizenzpool, ob eine Lizenzpool-Verwendung mit dem opsi-Lizenzmanagement registriert ist (used_by_opsi) und ob auf dem PC laut Software-Inventarisierung (mittels swaudit) eine Windows-Software, die eine Lizenz aus dem Pool benötigen würde, installiert ist (SWinventory_used).

Damit die Ergebnisse von swaudit die faktischen Lizenzverwendungen beschreiben können, müssen die relevanten Windows-Software-IDs den jeweiligen Lizenzpools zugeordnet worden sein (Tab-Seite "Lizenzpools").

Das Lizenzmanagement zählt beim Abgleich mit der Softwareinventarisierung nur maximal 1 Vorkommen pro Client und Lizenzpool. Wenn also ein Lizenzpool office2010 mit 10 verschiedenen Mustern aus der Softwareinventarisierung verknüpft ist, welche alle ein Hinweis darauf sind das hier MS Office 2010 installiert ist, so wird das nur als eine Installation gezählt auch wenn alle 10 Muster auf einem Client gefunden werden.

Abbildung 109. Lizenzmanagement:Tab "Abgleich mit Inventarisierung"

"Lizenzmanagement:Tab Abgleich mit Inventarisierung

Die Tabelle kann wie stets per Drag & Drop z.B. in eine Tabellenkalkulation übernommen werden. Falls der opsi-configed über die entsprechenden Rechte verfügt, d.h. standalone (nicht in einer Applet-Sandbox) läuft, kann die Tabelle über eine Option des Kontextmenüs auch ausgedruckt werden.

Mittels des Configs configed.license_inventory_extradisplayfields, das in der Host-Parameter-Seite des Servers bearbeitet werden kann, können zusätzliche Informationen zum Client in die Tabelle aufgenommen werden.

Übersicht über den globalen Lizenzierungsstand

Die Tab-Seite "Statistik" dient dazu, eine summarische Übersicht über die genutzten und noch freien Lizenzoptionen der verschiedenen Lizenzpools zu erhalten.

Abbildung 110. Lizenzmanagement:Tab "Statistik"

Lizenzmanagement:Tab Statistik

Zusätzlich zur Angabe der registrierten Lizenzverwendungen (used by opsi) bzw. der hiernach noch freien (remaining…) Lizenzen wird in die Übersicht auch die Gesamtzahl tatsächlich vorfindbarer Installationen, die eigentlich eine Lizenz benötigen, einbezogen (SWinventory_used)

Die Daten der Spalte SWinventory_used beruhen auf den Scans der Registry der Clients, die das opsi-Produkt swaudit durchführt, und den Zuordnungen der hiermit ermittelten Windows-Software-IDs zu den jeweiligen Lizenzpools, verwaltet in der Tab-Seite "Lizenzpools" (vgl. „Lizenzpools“).

Über eine Option des Kontextmenüs kann die Tabelle ausgedruckt werden (aufgrund der spezifischen Security-Restriktionen nicht aus dem Applet), mit Drag & Drop können die Daten z.B. in eine Tabellenkalkulation übernommen werden.

Fall Downgrade-Option

Wenn eine Downgrade-Option konfiguriert wurde (wie in „Beispiel Downgrade-Option“ beschrieben), äußert sich dies in der statistischen Übersicht der Lizenzverwendung wie folgt:

Eine Downgrade-Lizenz räumt je eine Lizenzierungsoption für (mindestens) zwei Lizenzpools ein. Nur eine der beiden kann tatsächlich genutzt werden. Sobald daher eine Lizenzoption gezogen ist, verringert sich in der Spalte 'remaining_opsi` in beiden Zeilen der Wert um je 1. Scheinbar vermindert sich also die Zahl der verfügbaren Lizenzen um 2! Dies spiegelt aber die tatsächliche Berechtigungssituation wider.

Service-Methoden zum Lizenzmanagement

Die Service-Methoden zum Lizenzmanagement können über das Kommandozeilenwerkzeug opsi-admin verwendet werden, um in einem Skript z.B. vorhandene Lizenzen aus einer Datei einzulesen.

Entsprechende Beispiele finden Sie in den Produkten license-test-….opsi unter http://download.uib.de/opsi4.0/products/license-management/. Wenn Sie diese Pakete mit opsi-package-manager -i *.opsi installieren, so finden Sie unter /var/lib/opsi/depot/<produktname> die entsprechenden Scripte: create_license-*.sh. Hier als Beispiel das script create_license-mixed.sh (ziehen Sie sich im Zweifelsfall ein aktualisiertes Skript von der genannten Adresse).

#!/bin/bash
# This is a test and example script
# (c) uib gmbh licensed under GPL

PRODUCT_ID=license-test-mixed
# read the license key from a file
# myretailkeys.txt has one licensekey per line
MYRETAILKEYS=`cat myretailkeys.txt`
# myoemkeys.txt has one pair: <licensekey> <hostid.domain.tld> per line
MYOEMKEYS=`cat myoemkeys.txt`
# some output
echo "$PRODUCT_ID"

# this is the function to create the oem licenses
#############
createlic ()
{
while [ -n "$1" ]
do
        #echo $1
        AKTKEY=$1
        shift
        #echo $1
        AKTHOST=$1
        shift
        echo "createSoftwareLicense with oem key: ${PRODUCT_ID}-oem-${AKTKEY} for host ${AKTHOST}"
        MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "OEM" "1" "${AKTHOST}" ""`
        opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-oem-${AKTKEY}"
done
}
#############

# here the script starts

# delete the existing license pool and all connected licenses
# ATTENTION: never (!) do this on a productive system
echo "deleteLicensePool p_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method deleteLicensePool "p_$PRODUCT_ID" true

# delete the existing license contract
echo "deleteLicenseContract c_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method deleteLicenseContract "c_$PRODUCT_ID"

# create the new license pool
# the used method has the following syntax:
# createLicensePool(*licensePoolId, *description, *productIds, *windowsSoftwareIds)
echo "createLicensePool p_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method createLicensePool "p_$PRODUCT_ID" "opsi license test" \'['"'$PRODUCT_ID'"']\' \'['"'$PRODUCT_ID'"']\'

# create the new license contract
# the used method has the following syntax:
# createLicenseContract(*licenseContractId, *partner, *conclusionDate, *notificationDate, *expirationDate, *notes)
echo "createLicenseContract c_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method createLicenseContract "c_$PRODUCT_ID" "uib gmbh" "" "" "" "test contract"

# create the new license and add the key(s)
# the used methods have the following syntax:
# createSoftwareLicense(*softwareLicenseId, *licenseContractId, *licenseType, *maxInstallations, *boundToHost, *expirationDate)
# addSoftwareLicenseToLicensePool(softwareLicenseId, licensePoolId, *licenseKey)

# create the retail licenses:
for AKTKEY in $MYRETAILKEYS
do
        echo "createSoftwareLicense with retail key: ${PRODUCT_ID}-retail-${AKTKEY}"
        MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "RETAIL" "1" "" ""`
        opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-retail-${AKTKEY}"
done

# create the oem licenses
createlic $MYOEMKEYS

# create the volume licenses
echo "createSoftwareLicense with volume key: ${PRODUCT_ID}-vol-key"
MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "VOLUME" "10" "" ""`
opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-vol-key"#

Beispielprodukte und Templates

Im Downloadbereich von uib finden sich unter

http://download.uib.de/opsi4.0/products/license-management/

vier Beispielprodukte: je ein Produkt zur Verwendung von Retail, OEM und Volumenlizenzen sowie ein Produkt, welches alle drei Lizenztypen vereint.

Diese Produkte belegen bei der Installation beispielhaft Lizenzen und geben sie bei der Deinstallation wieder frei. Weiterhin hinterlassen diese Beispielprodukte auch entsprechende Spuren in der Softwareinventarisierung, die vom Lizenzmanagement zum Abgleich verwendet werden können. Alle diese Produkte enthalten (wie oben schon erwähnt) ein Shell-Skript, mit dem zu Testzwecken automatisiert die Lizenzpools, Lizenzverträge und Lizenzen angelegt werden können.

Das Standardtemplate für Winst-Skripte opsi-template enthält ebenfalls die notwendigen Beispiele zur Nutzung des opsi-Lizenzmanagements.

9.9. opsi WAN/VPN-Erweiterung

Die WAN/VPN-Erweiterung bietet opsi-Administratoren die Möglichkeit, auch Clients hinter langsamen Leitungen in opsi einzubinden. Diese Dokumentation soll die Funktionsweise dieser Erweiterung von opsi erläutern und einen Leitfaden bieten, wie man diese Erweiterung konfigurieren und pflegen kann. Beachten Sie bitte, dass zur Zeit die gleichzeitige Nutzung von WAN-Erweiterung und Installation bei Shutdown auf einem Client noch nicht freigegeben ist. Auf einem opsi-Server auf verschiedenen Clients können Sie beide Erweiterungen natürlich nutzen.

Vorbedingungen für die WAN/VPN-Erweiterung

Als Erstes sei an dieser Stelle erwähnt, dass dieses Modul momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung ist.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 9.1, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Zunächst werden Produktgruppen benötigt, diese stehen erst ab opsi 4.0 zur Verfügung. Weiterhin werden die Pakete opsi-client-agent und opsi-configed ab Version 4.0.1 benötigt.

Tabelle 18. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.1-1

opsi-winst

>=4.10.8.12

python-opsi

>=4.0.1-7

opsi-configed

>=4.0.1.6-1


Überblick über die WAN/VPN-Erweiterung

Grob betrachtet verläuft die Softwareverteilung per opsi in der Regel folgendermaßen ab:

  • Der opsi-Loginblocker blockiert beim Systemstart die Anmeldung von Benutzern am System.
  • Der opsiclientd nimmt Kontakt zum opsi-configserver auf.
  • Sind Produktaktionen für den Client gesetzt, verbindet dieser ein Netzlaufwerk mit dem opsi-depot.
  • Der opsi-winst wird gestartet und nimmt ebenfalls Kontakt zum opsi-configserver auf.
  • Der opsi-winst bearbeitet die gesetzten Produktaktionen, wobei er direkt auf das Netzlaufwerk zugreift.
  • Benötigte Reboots werden ausgeführt und der Prozess beginnt erneut.
  • Nach dem Abschluss aller Produktaktionen werden Log-Dateien an den opsi-configserver übertragen und die Anmeldung für den Anwender freigegeben.

Betrachten wir nun den Fall eines Clients in einer Außenstelle, die über eine WAN-Leitung an das LAN angebunden ist, in dem sich opsi-configserver und opsi-depotserver befinden:

  • Bei der Kommunikation mit dem opsi-configserver werden nur geringe Datenmengen übertragen, hier tritt keine problematische Verzögerung des Softwareverteilungs-Prozesses auf.
  • Das Bearbeiten der Produktaktionen, dauert jedoch je nach Paket-Größe, Bandbreite und Latenz der WAN-Verbindung, sehr lange. Auch kann es bei Dateizugriffen zu Timeouts kommen.
  • Der Rechner ist dementsprechend lange für den Anwender blockiert.

Sollte sich das Aufstellen eines eigenen opsi-depotserver in der Außenstelle nicht rentieren, kann das Problem über die Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung gelöst werden.
Der opsi-client-agent kann hierbei folgendermaßen konfiguriert werden:

  • Beim Systemstart findet bei einem ungefülltem Produkt-Cache keine Softwareverteilung statt. Der Login wird nicht weiter blockiert.
  • Bei gesetzten Produktaktionen beginnt der opsiclientd mit der Übertragung der benötigten Dateien vom opsi-depot auf den lokalen Rechner. Die Übertragung kann hierbei in der Bandbreite beschränkt und auch je nach aktueller Netz-Auslastung dynamisch angepasst werden.
  • Nach abgeschlossener Synchronisation der Produkt-Pakete mit dem lokalen Cache wird eine Reboot-Anforderung ausgelöst.
  • Der angemeldete Benutzer stimmt dem geforderten Reboot zu oder der Rechner wird später aus einem anderen Grund neu gestartet.
  • Beim Systemstart wird ein gefüllter Produkt-Cache festgestellt und die Softwareverteilung findet wie gewohnt statt. Hierbei wird jedoch mit den lokalen Dateien gearbeitet. Die Installation läuft somit sogar schneller als im LAN.

Betrachten wir nun den Fall eines Notebooks, das in vielen Fällen beim Systemstart überhaupt keinen Kontakt zum opsi-configserver herstellen kann:

  • Ein Kontakt-Aufbau zum opsi-configserver beim Systemstart läuft in den meisten Fällen in einen Timeout.
  • Unter Umständen kann der Kontakt zum opsi-configserver erst dann hergestellt werden, wenn sich ein Benutzer am System anmeldet und über einen VPN-Adapter eine Verbindung zum Unternehmens-Netzwerk herstellt.
  • Ohne Verbindung zum opsi-configserver kann keine Softwareverteilung stattfinden.

Auch dieses Problem kann über die Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung gelöst werden.
Der opsi-client-agent kann hierbei folgendermaßen konfiguriert werden:

  • Beim Systemstart findet bei einem ungefülltem Produkt- oder Config-Cache keine Softwareverteilung statt. Der Login wird nicht weiter blockiert.
  • Bei Aktivierung eines Netzwerk-Adapters und/oder in regelmäßigen Zeitabständen wird im Hintergrund versucht, eine Verbindung zum opsi-configserver herzustellen.
  • Ist der opsi-configserver erreichbar, beginnt der opsiclientd mit:

    • Der Synchronisation der Konfigurationen.
    • Der Übertragung der benötigten Dateien vom opsi-depot auf den lokalen Rechner.
      In Verbindung mit der opsi-Erweiterung Dynamische Depot-Auswahl findet die Datei-Übertragung immer von dem opsi-depot statt, zu dem die beste Netzwerkverbindung besteht.
  • Nach abgeschlossener Synchronisation der Produkt-Pakete und der Konfigurationen mit dem lokalen Cache wird eine Reboot-Anforderung ausgelöst.
  • Der angemeldete Benutzer stimmt dem geforderten Reboot zu oder der Rechner wird später aus einem anderen Grund neu gestartet.
  • Beim Systemstart wird ein gefüllter Produkt- und Config-Cache festgestellt. Die Softwareverteilung findet wie gewohnt statt. Hierbei wird jedoch mit den lokalen Dateien und den lokalen Konfigurationen gearbeitet. Der opsiclientd übernimmt hierfür die Funktionen des opsi-configservers und des opsi-depotservers.
  • Beim nächsten Verbindungsaufbau zum opsi-configserver werden die Ergebnisse (die Änderungen an den Konfigurationen, Log-Dateien …) synchronisiert.

Der Mechanismus zur Produkt-Synchronisation kann hierbei mehrfach unterbrochen werden. Die Datei-Synchronisation setzt immer wieder am Punkt der Unterbrechung an. Bereits übertragene Daten müssen nicht erneut übertragen werden.

Da die WAN/VPN-Erweiterung die Möglichkeit eröffnet, auch Clients an opsi anzubinden, die sich außerhalb eines geschützten Firmen-Netzwerks befinden, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei der Kommunikation zwischen Clients und Servern zu empfehlen.
So bietet der opsiclientd nun die Möglichkeit, die Identität eines opsi-servers zu verifizieren. Hierfür wird das Keypair des SSL-Zertifikats des opsiconfd verwendet.
Über diesen Mechanismus können sowohl opsi-configserver als auch opsi-depotserver verifiziert werden, jedoch nur wenn die Kommunikation über den opsiconfd und per SSL erfolgt. Im Falle eines opsi-depots muss der Datei-Zugriff also über den opsiconfd per HTTPS/WEBDAVS erfolgen. Der Zugriff per CIFS/SMB wird nicht überprüft.

Caching von Produkten

Das Cachen von Produkten übernimmt der ProductCacheService, der Bestandteil des opsiclientd ist.
Der ProductCacheService synchronisiert die lokalen Kopien der in einem Produkt enthaltenen Dateien mit den Dateien des Produkts auf einem opsi-depot. Das Basis-Verzeichnis des Produkt-Caches ist konfigurierbar und standardmäßig auf %SystemDrive%\opsi.org\cache\depot gesetzt.

Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot

Bei der Übertragung von Produkt-Dateien werden zwei Protokolle unterstützt.

  • CIFS/SMB
  • HTTP(S)/WEBDAV(S)

Bei der Verwendung von CIFS/SMB wird eine Verbindung zu der depotRemoteUrl hergestellt, die in den Eigenschaften eines opsi-depots konfiguriert ist. Im Falle von HTTP(S)/WEBDAV(S) wird die ebenfalls am Depot konfigurierte depotWebdavUrl verwendet.

Welches Protokoll verwendet wird, kann über das Hostparameter clientconfig.depot.protocol Client-spezifisch konfiguriert werden. Die möglichen Werte sind cifs und webdav.

Anmerkung

Auch das opsi-linux-bootimage wertet diese Konfiguration aus und verwendet das angegebenen Protokoll.

Die .files-Datei

Basis für die Synchronisation ist die Datei <product-id>.files, die im Basis-Verzeichnis eines Produkts auf dem opsi-depot zu finden ist. Die Datei enthält Informationen zu allen in einem Produkt enthaltenen Dateien, Verzeichnissen und symbolischen Links. Jede Zeile in der Datei entspricht einer solchen Information. Die einzelnen Informations-Typen werden durch ein Leerzeichen voneinander getrennt.
Das erste Zeichen in einer Zeile gibt den Typ des Eintrags an, mögliche Werte sind:

  • d für ein Verzeichnis
  • f für eine Datei
  • l für einen symbolischen Link

Abgetrennt durch ein Leerzeichen folgt der relative Pfad in einfachen Anführungszeichen.
Der nächste Eintrag entspricht der Dateigröße (bei Verzeichnissen und Links steht hier eine 0).
Im Falle einer Datei folgt noch die MD5-Summe der Datei, bei einem symbolischen Link das Ziel des Links.

Auszug einer .files-Datei:

d 'utils' 0
f 'utils/patch_config_file.py' 2506 d3007628addf6d9f688eb4c2e219dc18
l 'utils/link_to_patch_config_file.py' 0 '/utils/patch_config_file.py'

Die .files-Datei wird beim Einspielen von Produkt-Paketen (nach dem Lauf des postinst-Skriptes) automatisch erzeugt.

Warnung

Bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung sollten die Dateien auf einem opsi-depot nicht manuell bearbeitet werden, da sonst die in der .files-Datei enthalten Informationen nicht mehr zutreffen und dies zu Fehlern bei der Synchronisation führt.

Ablauf des Produkt-Cachings

Die Synchronisation einer lokalen Kopie eines Produkts läuft folgendermaßen ab:

  • Die .files-Datei des Produkts wird auf den lokalen Rechner übertragen.
  • Es wird geprüft ob genügend freier Speicherplatz für das Caching vorhanden ist. Sollte der verfügbare Speicherplatz nicht ausreichen wird durch das Löschen von Produkten Platz geschaffen. Hierbei werden bevorzugt Produkte gelöscht, die seit längerem nicht mehr benötigten (synchronisiert) wurden.
  • Das Cache-Verzeichnis, das die lokale Kopie enthält, wird angelegt sofern es noch nicht existiert.
  • Anhand der Einträge in der .files-Datei werden nicht mehr benötigte Dateien und Verzeichnisse aus dem Cache-Verzeichnis entfernt.
  • Die .files-Datei wird nun der Reihe nach durchgearbeitet.

    • Ein fehlendes Verzeichnis wird angelegt.
    • Eine fehlende Datei wird übertragen.
    • Vorhandene Dateien werden anhand der Größe und MD5-Summe überprüft und bei Abweichungen (teilweise) neu übertragen.

Das Ergebnis der Synchronisation ist eine exakte Kopie des Produkt-Verzeichnisses auf dem opsi-depot.

Anmerkung

Unter Windows werden keine Symbolischen Links erzeugt, statt eines Links wird eine Kopie des Link-Ziels angelegt.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Produkt-Caching hat zur Folge, dass:

Konfiguration des Produkt-Cachings

Die allgemeine Konfiguration des Produkt-Cachings wird in der opsiclientd.conf innerhalb der Sektion [cache_service] vorgenommen.

  • product_cache_max_size (integer): Die maximale Größe des Produkt-Caches in Bytes. Hiermit wird sichergestellt, dass der durch das Produkt-Caching belegte Speicherplatz die konfigurierte Größe nicht überschreitet.
  • storage_dir (string): Der Pfad zum Verzeichnis, in dem das Basis-Verzeichnis depot für das Produkt-Caching angelegt wird.

Weitere Konfigurationen erfolgen Event-spezifisch.
Innerhalb einer Event-Konfigurations-Sektion [event_<event-config-id>] existieren folgende Optionen:

  • cache_products (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true beginnt der ProductCacheService beim Auftreten des Events mit dem Cachen von Produkten, für die eine Produktaktion gesetzt ist. Ist zusätzlich der Wert der Option use_cached_products auf true gesetzt, wird die weitere Bearbeitung des Events solange verzögert, bis das Cachen der Produkte abgeschlossen ist.
  • cache_max_bandwidth (integer): Die maximale Bandbreite in Byte/s, die beim Cachen verwendet werden soll. Bei einem Wert kleiner oder gleich 0 wird keine Bandbreiten-Begrenzung vorgenommen.
  • cache_dynamic_bandwidth (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, wird die für die Übertragung verwendete Bandbreite dynamisch angepasst. Hierbei wird der Netzwerk-Verkehr auf der Netzwerkschnittstelle zum opsi-depot kontinuierlich überwacht. Wird dabei Netzwerk-Verkehr festgestellt, der nicht durch das Produkt-Caching entsteht, wird die Bandbreite der Übertragung stark reduziert, um andere Anwendungen möglichst wenig zu beeinflussen. Ist die Bandbreite dynamisch reduziert und der Netzwerk-Verkehr im Wesentlichen auf das Produkt-Caching zurückzuführen, wird die dynamische Begrenzung wieder aufgehoben. Der Wert von cache_max_bandwidth wird auch bei Verwendung der dynamischen Bandbreiten-Begrenzung weiterhin berücksichtigt.
  • use_cached_products (boolean): Ist dieser Wert auf true gesetzt, wird beim Bearbeiten der Produktaktionen der lokale Produkt-Cache verwendet. Ist das Caching der Produkte zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, wird die Bearbeitung des Events mit einem Fehler beendet.

Caching von Konfigurationen

Das Cachen von Konfigurationen übernimmt der ConfigCacheService, der Bestandteil des opsiclientd ist.
Der ConfigCacheService synchronisiert ein lokales Client-Cache-Backend mit dem Config-Backend des opsi-configservers.
Der opsiclientd bietet per WebService einen Zugriff auf das Backend und stellt somit eine ähnliche Funktionalität wie der opsiconfd bereit.

Das lokale Client-Cache-Backend

Das lokale Client-Cache-Backend basiert auf SQLite und besteht im Wesentlichen aus einer Arbeitskopie, einem Snapshot und einem Modification-Tracker, der über Änderungen an der Arbeitskopie Buch führt.
Das Basis-Verzeichnis des Config-Caches ist konfigurierbar und standardmäßig auf %SystemDrive%\opsi.org\cache\config gesetzt. Der Snapshot entspricht dem Stand der Konfigurationen auf dem opsi-configserver zum Zeitpunkt der letzten Synchronisation.
Die Arbeitskopie entspricht zu Beginn dem Snapshot und wird im Laufe der Aktionen modifiziert.

Ablauf der Synchronisation von Konfigurationen

Die Synchronisation der lokalen Änderungen im Client-Cache-Backend mit dem Config-Backend des opsi-configservers läuft folgendermaßen ab:

  • Die im Modification-Tracker registrierten Änderungen an der Arbeitskopie werden auf den opsi-configserver übertragen. Änderungen an den Konfigurationen auf dem opsi-configserver seit der letzten Synchronisation werden durch Vergleich mit dem Snapshot erkannt. Kommt es bei der Rückübertragung der Modifikationen zu Konflikten greifen folgende Regeln:

    • Im Fall von Inventarisierungsdaten besitzen die Daten des Clients Priorität
    • Bei Action-Requests gilt der Wert des opsi-configservers
    • Im Fall von Installationsstatus und Aktionsergebnis wird der Client-Wert bevorzugt.
    • Ist die Verwendung des opsi-Lizenzmanagement eingeschaltet (config: license-management.use=true), so wird versucht über die Kopplung opsi-Produkt zu opsi-Lizenzpool eine freie Lizenz zu reservieren. Diese verwendeten Software-Lizenzen wird mit repliziert. Bei der Replikation reservierte, ungenutzte Lizenzen werden wieder freigegeben.
    • Der opsi-configserver behält beim Zustand von Hostparametern und Product-Properties recht.
  • Der Modification-Tracker wird geleert.
  • Die Log-Dateien werden übertragen.

Die Replikation des Config-Backend des opsi-configservers in das Client-Cache-Backend läuft folgendermaßen ab:

  • Die Replikation findet nur statt, wenn auf dem opsi-configserver Action-Requests gesetzt sind, die Produktaktion always gilt hierbei als nicht gesetzt. Ist der Zustand der Action-Requests seit dem letzten Replikations-Lauf unverändert, findet ebenfalls keine Replikation statt.
  • Der Modification-Tracker die Arbeitskopie und der Snapshot werden geleert.
  • Die zum autarken Arbeiten benötigten Konfigurationen werden repliziert.
  • Sind Action-Requests für Produkte gesetzt die als lizenzpflichtig markiert wurden, wird eine Software-Lizenz aus einem, dem Produkt zugeordneten, Lizenzpool reserviert.
  • Zusätzlich benötigte Daten, wie auditHardwareConfig und modules werden übertragen.
  • Der Snapshot und die Arbeitskopie werden auf den gleichen Stand gebracht.

Eine erfolgreiche Replikation vom Server zum Client hat zur Folge, dass:

Konfiguration des Config-Cachings

Die Konfiguration des Config-Cachings erfolgt hauptsächlich Event-spezifisch.
Innerhalb einer Event-Konfigurations-Sektion [event_<event-config-id>] existieren folgende Optionen:

  • sync_config_to_server (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, beginnt der ConfigCacheService beim Auftreten des Events die im Modification-Tracker registrierten Änderungen zum opsi-configserver zu übertragen. Das Ergebnis dieser Aktion wird in jedem Fall abgewartet.
  • sync_config_from_server (boolean): Ist dieser Wert auf true gesetzt, beginnt der ConfigCacheService mit der Replikation. Ist zusätzlich der Wert der Option use_cached_config auf true gesetzt wird die weitere Bearbeitung des Events solange verzögert, bis die Replikation abgeschlossen ist.
  • use_cached_config (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, wird beim Bearbeiten der Produktaktionen das Client-Cache-Backend verwendet. Ist die Synchronisation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen wird die Bearbeitung des Events mit einem Fehler beendet.
  • post_sync_config_to_server (boolean): Entspricht sync_config_to_server, wird jedoch nach Abschluss der Produktaktionen ausgewertet.
  • post_sync_config_from_server (boolean): Entspricht sync_config_from_server, wird jedoch nach Abschluss der Produktaktionen ausgewertet.

Empfohlene Konfiguration bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung

Das opsi-client-agent-Paket bringt eine, für die WAN/VPN-Erweiterung, vorbereitete opsiclientd.conf mit.
Um die WAN/VPN-Erweiterung zu aktivieren ist es lediglich notwendig, einige Events zu aktivieren und andere zu deaktivieren.
Da die Konfiguration des opsi-client-agents auch zentral über den Webservice erfolgen kann (siehe: „Konfiguration über den Webservice (Hostparameter)“), ist zu empfehlen die folgenden Hostparameter anzulegen.

  • opsiclientd.event_gui_startup.active (boolean, default: true)
  • opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active (boolean, default: true)
  • opsiclientd.event_net_connection.active (boolean, default: false)
  • opsiclientd.event_timer.active (boolean, default: false)

Über diese Hostparameter können dann Events Client-spezifisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Hostparameter können über den opsi-configed oder opsi-admin angelegt werden.

Zum Anlegen der Hostparameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_gui_startup.active "gui_startup active" true
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active "gui_startup{user_logged_in} active" true
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_net_connection.active "event_net_connection active" false
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_timer.active "event_timer active" false

Die gesetzten Standard-Werte entsprechen hierbei den Standard-Werten der mitgelieferten opsiclientd.conf.

Achtung

Wenn Sie vorgenannten Operation zum setzen der defaults nicht ausführen und nur die nachfolgenden, dann stellen Sie alle Clients auf WAN um !

Für einen WAN/VPN-Client, der Konfigurationen und Produkte cachen soll, werden die Hostparameter wie folgt konfiguriert:

  • opsiclientd.event_gui_startup.active: false
  • opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active: false
  • opsiclientd.event_net_connection.active: true
  • opsiclientd.event_timer.active: true

Die Client-spezifischen Hostparameter können über den opsi-configed oder opsi-admin gesetzt werden.

Zum Setzen der Hostparameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen (im Beispiel für einen Client mit der opsi-host-Id vpnclient.domain.de):

opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_gui_startup.active vpnclient.domain.de false
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active vpnclient.domain.de false
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_net_connection.active vpnclient.domain.de true
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_timer.active vpnclient.domain.de true

Diese Konfiguration hat zur Folge, dass:

  • Beim Start des Rechners kein Verbindungsaufbau zum opsi-configserver stattfindet.
  • Beim Aktivieren einer beliebigen Netzwerk-Schnittstelle ein Verbindungsaufbau zum opsi-configserver versucht und mit der Synchronisation im Hintergrund begonnen wird.
  • Eim timer-Event aktiviert wird, dass in regelmäßigen Abständen aktiv wird und ebenso einen Synchronisation-Versuch unternimmt.
Wahl des Protokolls für das Caching der Produkte

Das Caching der Produkte kann über die Protokolle HTTPS/WEBDAVS oder CIFS/SMB erfolgen.

Bei Verwendung von webdav erfolgt der Zugriff auf das opsi-depot über den opsiconfd.

  • Vorteile:

    • Einfache Firewall-Konfiguration, lediglich Zugriff auf Port 4447 notwendig.
    • Prüfung des SSL-Zertifikats des opsi-depots möglich.
  • Nachteile:

    • Der opsiconfd erzeugt höhere Lasten auf dem opsi-depot.

Bei Verwendung von cifs erfolgt der Zugriff auf das opsi-depot über SAMBA.

  • Vorteile:

    • Der SAMBA-Server ist performant, ressourcenschonend und gut skalierbar.
  • Nachteile:

    • Aufwändigere Firewall-Konfiguration, Zugriff auf SAMBA-Ports notwendig.
    • Prüfung des SSL-Zertifikats des opsi-depots nicht möglich.

Eine Anleitung zur Konfiguration des Protokolls finden sich im Kapitel „Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot“.

Abbildung 111. Ablauf einer Installation mit der WAN-Erweiterung in der opsiclientd-infopage

ospclientd-infopage-wan-cached

Prüfung der Server-Zertifikate

Um die Prüfung von SSL-Zertifikaten zu aktivieren, ist in der opsiclientd.conf innerhalb der Sektion [global] die Option verify_server_cert auf true zu setzen. Dies hat zur Folge, dass bei einem Verbindungsaufbau zu einem opsiconfd der opsi-server anhand des SSL-Zertifikats überprüft wird. Die Server-Zertifikate werden auf dem Client im Verzeichnis c:\opsi.org\opsiclientd\server-certs abgelegt. Der Dateiname des Zertifikats setzt sich aus der Server-Adresse (IP oder Name) und der Dateiendung .pem zusammen. Sollte beim Verbindungsaufbau kein gespeichertes Zertifikat gefunden werden, findet keine Überprüfung statt.

Tipp

Um ein geändertes Zertifikat neu zu publizieren, muss das auf den Clients vorhandene Zertifikat gelöscht werden. Hierfür steht auch die RPC-Methode deleteServerCerts bereit, die über das Control-Interface des opsiclientd aufgerufen werden kann.

9.10. opsi-Nagios-Connector

Einführung

Neben dem Client Management ist das Monitoring der IT-Infrastruktur eine der Kernfunktion in der heutigen IT. opsi ist ein Client-Management Werkzeug. Für das Monitoring gibt es erprobte und bekannte Opensource Lösungen. Daher der Ansatz opsi nicht um ein Monitoring zu erweitern, sondern eine Schnittstelle zu bestehenden Lösungen anzubieten. Mit dieser Erweiterung von opsi wird eine Schnittstelle für die bekannte Monitoring Lösung Nagios zur Verfügung gestellt. In den folgenden Kapiteln wird der opsi-Nagios-Connector erläutert und Beispielkonfigurationen vorgestellt.

Der opsi-Nagios-Connector ist nicht fest an eine Monitoringsoftware gebunden. Programmiert wurde die Schnittstelle für Nagios/Icinga. Der Einsatz mit anderen Monitoringlösungen ist denkbar, wird momentan aber weder getestet noch unterstützt.

Die folgende Dokumentation beschreibt wie der opsi-Nagios-Connector aufgebaut ist und wie man ihn konfigurieren muss. Es wird vorausgesetzt, dass eine funktionierende Installation von Nagios bzw. Icinga vorliegt.

Vorbedingungen

Vorbedingungen bei opsi-Server und -Client

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie beim Kauf der Erweiterung. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 9.1, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.2 mit den Paketständen:

Tabelle 19. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.2-1

opsiconfd

>=4.0.2.1-1

python-opsi

>=4.0.2.1-1


Vorbedingungen beim Nagios Server

Vorrausgesetzt wird eine Nagios Installation in einer aktuellen 3.x Version oder eine Icinga Installation mindestens in der Version 1.6. Der opsi-Nagios-Connector sollte auch mit allen Nagios-Kompatiblen Monitoring-Lösungen benutzbar sein, getestet wird diese opsi Erweiterung allerdings nur gegen Nagios und Icinga. Sollte eine grafische Darstellung der opsiconfd-Performance Werte gewünscht werden, wird zusätzlich noch eine Installation des Addons pnp4nagios benötigt.

Für weitere Informationen siehe auch:

www.nagios.org

www.icinga.org

www.pnp4nagios.org

Konzept

Der opsi-Nagios-Connector besteht hauptsächlich aus zwei verschiedenen Komponenten. Im Folgenden werden beide Komponenten erläutert.

opsi-Webservice Erweiterung

Eines der Hauptschwerpunkte des opsi-Nagios-Connectors ist eine Erweiterung des opsi-Webservice. Die Webserviceschnittstelle bietet damit die Möglichkeit Checks vom opsi-Server anzufordern. Das bedeutet der Nagios Server verwendet die erweiterten Webservicemethoden zum Auslösen und Abfragen von Checks. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die eigentliche Checkausführung im opsi-System ausgeführt wird und somit der Aufwand auf den überwachten Systemen gering bleibt.

Diese Erweiterung stellt eine Sammlung von Checks zur Verfügung, die in einem späteren Kapitel einzeln vorgestellt werden. Hauptsächlich wurden opsi spezifische Checks eingebaut. "Normale" Systemchecks werden nicht über den opsi-Nagios-Connector angeboten und müssen auf konventionelle Weise ausgeführt werden.

opsi-client-agent Erweiterung

Ein weiterer Teil des opsi-Nagios-Connectors ist eine Erweiterung des opsi-client-agent. Da in einer opsi-Umgebung jeder Managed-Client einen laufenden opsi-client-agent hat, bietet es sich an, diesen als Nagios-Agent zu benutzen. Wichtig bei dieser Erweiterung ist zu wissen, dass nicht alle Funktionen eines Nagios-Agenten, wie z.B. NSClient++ implementiert wurden.

Die Möglichkeiten des opsi-client-agent umfassen das Ausführen von Pluginbefehlen auf der Kommandozeile und das Zurückliefern der Ergebnisse.

Für Situationen in denen erweiterte Funktionen vom Nagios-Agent wie NSCA benötigt werden, wird ein opsi-Paket für die Verteilung und Pflege des NSClient++ per opsi bereitgestellt.

Der Vorteil der Verwendung des opsi-client-agent ist zum Einen, dass kein zusätzlicher Agent benötigt wird und das der Monitoring-Server keine Zugangsdaten vom Client haben muss, da die Checks zum Client alle über den opsiconfd laufen. Dies vereinfacht auch die Konfiguration auf der Monitoring Seite um einiges.

opsi-Checks

Im folgenden Kapitel werden Zweck und Konfiguration der einzelnen opsi-Checks erklärt.

Hintergrund zum richtigen Verteilen der Checks

In der allgemeinen Monitoring Sprache wird zwischen aktiven und passiven Checks unterschieden. Die Bedeutung besagt, ob Nagios/Icinga die Checks selber auslöst und ausführt (aktiv) oder ob die Hosts die Checks eigenständig ausführen und die Ergebnisse an Nagios/Icinga selbstständig zurückmelden (passiv).

Auch bei der opsi-Nagios-Connector Erweiterung gibt es diese zwei Unterscheidungen. Allerdings werden diese bei opsi als direkte- bzw. indirekte-Checks bezeichnet:

  • Direkt: Diese Checks werden auf dem Client ausgeführt und liefern Ergebnisse vom Client an den Monitoring Server.
  • Indirekt: Die Erhebung der Daten, die für diese Art von Checks relevant sind, findet auf Basis von Backend-Daten im opsi-System statt. Diese können von realen Situationen und Zuständen abweichen.

Ein gutes Beispiel für einen indirekten Check ist check-opsi-client-status. Dieser Check bezieht sich eigentlich auf einen Client, ausgeführt wird er aber auf dem opsi-Backend. Der Client-Status ist in diesem Fall der Zustand des Clients aus Sicht von opsi. Im Gegensatz dazu wird jeder Check der tatsächlich am Client ausgeführt wird als direkter Check bezeichnet.

Die richtige Verteilung der Checks und damit die richtige Konfiguration erfordert zunächst die Analyse der eigenen opsi-Umgebung. Da opsi sehr flexibel einsetzbar ist, können verschiedene Szenarien auftreten. Hier werden die am häufigsten mit opsi eingesetzten Installationsvarianten abgehandelt. (Für spezielle Installation sollten Sie uns kontaktieren oder direkt über einen bestehenden Supportvertrag Ihre Situation schildern.)

Ein opsi-Server (Standalone Installation): Diese Variante ist die am häufigsten eingesetzten Variante. Bei dieser Installation ist der Configserver auch gleichzeitig der Depotserver und somit werden alle Checks über den opsi-Configserver aufgerufen.

Abbildung 112. Schema eines standalone opsi-servers

opsi config server

Mehrere opsi-Server mit einer zentralen Administration (Multi-Depot Umgebung): Um bei dieser Art der Installation die Checks richtig zu verteilen muss man als erstes Verstehen, wie eine Multi-Depot Umgebung aufgebaut ist:

Abbildung 113. Schema einer opsi multidepot installation

opsi multi depot environment

Wie im Bild zu erkennen, gibt es nur ein Daten-Backend, welches am opsi-Configserver angesiedelt ist. Jeder Check, der gegen das Backend ausgeführt wird, muss somit zwangsläufig über den opsi-Configserver. Somit werden alle Checks die an die Depotserver gehen, intern an den Configserver weitergeleitet. Deshalb ist es sinnvoller diese Checks direkt gegen den opsi-Configserver aus zu führen. Eine Ausnahme können die aktiven Checks gegen den opsi-client-agent bilden. Wenn zum Beispiel zwischen den Servern eine Firewall aufgestellt ist, die nur den Port 4447 durchlässt, können Clients an der Außenstelle eventuell nicht erreicht werden (Standardport 4441). In solchen Fällen kann es nützlich sein den aktiven Check am Depotserver in der Außenstelle auszuführen.

Abbildung 114. Verteilte Checks

opsi verteilte checks

opsi-check-plugin

Auf dem Nagios Server gibt es nur ein opsi-check-plugin, welches aber eine große Zahl von Checks unterstützt. Deshalb hat dieses Plugin auch ziemlich viele Optionen. Eine Auflistung dieser Optionen wäre der Erläuterung nicht dienlich, deshalb wird an dieser Stelle darauf verzichtet. Die einzelnen Optionen, die benötigt werden oder möglich sind, werden bei den einzelnen Checks erläutert. Das opsi-check-plugin wird aufgerufen mit dem Befehl check_opsi. Eine Übersicht der möglichen Optionen erhält man mit dem Parameter -h oder --help.
Die folgenden Optionen sind für alle Checks notwendig:

Tabelle 20. Allgemeine Optionen

Optionen

Bezeichnung

Beispiel

-H,--host

opsiServer auf dem gecheckt werden soll

configserver.domain.local

-P,--port

opsi-Webservice Port

4447 (Default)

-u,--username

opsi Monitoring User

monitoring

-p,--password

opsi Monitoring Password

monitoring123

-t,--task

opsi Checkmethode (Case Sensitive)


Die oben aufgeführten Parameter müssen immer gesetzt werden. Das nachfolgende Kapitel erläutert als erstes, wie man das opsi-check-plugin manuell aufrufen würde. Wie diese über Nagios/Icinga gesetzt werden, wird im Kapitel der Konfiguration erläutert.

Um das check-plugin vom opsi-Nagios-Connector zu installieren, können Sie einfach das opsi-Repository auf dem Nagios-Server eintragen und mit folgendem Befehl das Paket installieren:

apt-get install opsi-nagios-plugins

Für Redhat/Centos:

yum install opsi-nagios-plugins

Für OpenSuse/SLES:

zypper install opsi-nagios-plugins

Das Plugin selbst ist in Python geschrieben und sollte auch auf anderen Distributionen laufen. Dieses Paket basiert auf dem Paket: nagios-plugins-basic bzw. nagios-plugins und installiert entsprechend das Plugin ins Verzeichnis: /usr/lib/nagios/plugins. Die Konfiguration der Nagios-Check-Commands wird nicht automatisch angelegt, da dieses Plugin sehr flexibel einsetzbar ist. Deshalb wird dieser Teil im Kapitel über die Konfiguration etwas später näher erläutert.

Check: opsi-Webservice

Mit diesem Check wird der opsi-Webservice-Prozess überwacht. Dieser Check liefert auch Performancewerte. Deshalb sollte dieser Check auf jedem opsi-Server selbst ausgeführt werden, da jeder opsi-Server seinen eigenen opsiconfd-Prozess hat, der überwacht werden kann bzw. sollte.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiWebservice

Dieser Check liefert in der Regel OK zurück. In folgenden Situationen kann dies Abweichen:

  • Critical: Wenn der Webservice ein Problem hat und nicht richtig antwortet. Weiterhin wird dieser Status zurückgemeldet, wenn die CPU-Last des Prozesses 80% überschreitet oder wenn der prozentuale Wert von RPC-Errors 20% erreicht und übersteigt (im Bezug auf die gesamten RPCs).
  • Warning: Wenn der Webservice zwar arbeitet, aber Grenzwerte überschreitet: CPU Auslastung höher als 60% aber unter 80% oder wenn der prozentuale Wert der RPC-Errors in Bezug auf die Gesamt-RPC Anzahl höher als 10% aber unter 20% liegt.
  • Unknown: Wenn der Webservice gar nicht erreichbar ist.

Info: Die CPU-Werte beziehen sich immer nur auf eine CPU, da ein Prozess auch nur einen Prozessor benutzen kann. Eine Ausnahme bildet hier das Multiprocessing von opsi.

Check: opsi-Webservice pnp4nagios-Template

Für die Perfomance-Auswertung gibt es ein Template für das pnp4nagios, welches die Werte kombiniert darstellt. Wie man das pnp4nagios installiert, wird hier nicht explizit beschrieben, sondern es wird davon ausgegangen, dass pnp4nagios richtig installiert und konfiguriert wurde. Die notwendige Vorgehensweise kann sich von der hier beschriebenen Lösung unterscheiden, wenn das pnp4nagios mit anderen Pfaden installiert wurde (kann bei selbst kompilierten Installationen vorkommen).

Es werden Standard-Templates verwendet, welche für jeden einzelnen Performancewert ein eigenes Diagramm erstellen. Um das oben genannte Template mit der kombinierten Ansicht zu verwenden, muss man folgendermaßen vorgehen:

Schritt 1: Erstellen Sie unterhalb von: /etc/pnp4nagios/check_commands eine Datei mit der Bezeichnung: check_opsiwebservice.cfg und folgendem Inhalt:

CUSTOM_TEMPLATE = 0
DATATYPE = ABSOLUTE,ABSOLUTE,ABSOLUTE,ABSOLUTE,DERIVE,GAUGE,GAUGE,GAUGE

Schritt 2: Legen Sie die Datei check_opsiwebservice.php unterhalb von /usr/share/pnp4nagios/html/templates ab. Diese Datei können Sie über svn.opsi.org auschecken.

cd /usr/share/pnp4nagios/html/templates
svn co https://svn.opsi.org/opsi-pnp4nagios-template/trunk/check_opsiwebservice.php

Wichtig bei diesen Templates ist, dass die Namen der PHP-Dateien genauso heißen wie der command_name, welcher in der Datei /etc/nagios3/conf.d/opsi/opsicommands.cfg definiert ist. Stimmen die Bezeichnungen nicht überein, wird ein Standardtemplate von pnp4nagios verwendet.

Sollte diese Anpassung vorgenommen werden, wenn die ersten Checks für den opsi-webservice schon stattgefunden haben, müssen die schon erstellten RRD-Datenbanken erst mal gelöscht werden, da mit diesen Templates auch die Struktur der RRD-Datenbanken neu konfiguriert werden.

In der Regel sind die RRD-Datenbanken unter folgendem Pfad zu finden: /var/pnp4nagios/perfdata/<host>/ .

Dabei reicht es aus, alle Dateien, die entweder mit opsi-webservice.rrd oder mit opsi-webservice.xml beginnen, zu löschen. (Vorsicht: Hier werden auch andere RRD-Datenbanken von anderen Checks für diesen Host angelegt, die nicht unbedingt gelöscht werden sollten.).

Damit das Ganze automatisch funktioniert, müssen diese Dateien genauso heißen, wie das check_command vom opsi-Webservice. Der Grund dafür liegt in der Arbeitsweise von pnp4nagios. Sollte also die Konfiguration des opsi-Webservice von dieser Dokumentation abweichen, so müssen auch diese Template-Dateien umbenannt werden, da ansonsten pnp4nagios keine richtige Zuordnung treffen kann.

Wurde bis hierhin alles richtig konfiguriert und die Konfigurations-Schritte im Konfigurationskapitel richtig befolgt, sollten die Diagramme wie im folgenden Screenshot automatisch generiert werden:

uib-Template für pnp4nagios
Check: opsi-check-diskusage

Mit diesem Check werden die opsiconfd-Ressourcen auf Füllstand überwacht. Die folgende Tabelle zeigt, welche Ressourcen damit gemeint sind.

Tabelle 21. opsi Ressourcen

Ressource

Pfad

/

/usr/share/opsiconfd/static

configed

/usr/lib/configed

depot

/var/lib/opsi/depot

repository

/var/lib/opsi/repository


Bitte auch hier beachten, dass nur die Füllstände der Pfade, die für opsi relevant sind, beim Check berücksichtigt werden. Dieser Check soll keinen allgemeinen DiskUsage-Check ersetzen.

Mit folgendem Befehl kann man alle Ressourcen gleichzeitig abfragen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage

Zusätzlich zu der normalen Checkvariante gibt es die Möglichkeit nur eine Ressource zu checken. Das folgende Beispiel checkt nur nach der Ressource depot:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage -r depot

Standardmäßig gibt dieser Check OK zurück und gibt den freien Speicherplatz der Ressource oder der Ressourcen zurück. Die Einheit ist dabei Gigabyte. Folgende weitere Zustände sind möglich:

  • WARNING: Wenn eine oder mehrere Ressourcen 5GB oder weniger freien Speicherplatz haben.
  • CRITICAL: Wenn eine oder mehrere Ressourcen 1GB oder weniger freien Speicherplatz haben.

Die oben genannten Werte sind die Standard-Thresholds. Diese können durch zusätzliche Angabe von den Optionen -C und -W bzw. --critical und --warning selber bestimmt werden. Dabei gibt es zwei mögliche Einheiten: 10G bedeutet mindestens 10 Gigabyte freier Speicherplatz, durch diese Angabe wird der Output auch in dieser Datei ausgegeben. Wenn die Thresholds in Prozent oder ohne Angaben angegeben werden, wird auch der Output in Prozent generiert. Abschließend noch ein Beispiel zur Veranschaulichung:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage -r depot --warning 10% --critical 5%
Check: opsi-client-status

Einer von zwei Schwerpunkten des opsi-Nagios-Connectors ist das Überwachen von Software-Rollouts. Dafür wurde dieser Check konzipiert. Er bezieht sich immer auf einen Client innerhalb von opsi.

Der Status der Produkte auf dem Client entscheidet über das Ergebnis des Checks. Auf diese Weise erkennt man schnell, ob eine Produktinstallation auf dem betreffenden Client ansteht oder aktuell ein Problem verursacht hat. Aber nicht der Produktstatus des Clients kann das Checkergebnis beeinflussen, sondern auch wann dieser Client sich das letzte mal am Service gemeldet hat. Wenn der Client länger als 30 Tage nicht am Service war, wird der Check mindestens ein Warning als Ergebnis zurückgeben. Dieser Zeitraum orientiert sich an der Abfolge der Microsoft Patchdays. Wenn ein Client länger als 30 Tagen von der Softwareverteilung abgeschottet ist, sollte man den Client checken. Auf diese Weise kann man auch Clients im System finden, die schon lange inaktiv sind, die man im normalen Betrieb schnell übersieht.

Die Ergebnisse der Tests werden von folgenden zwei Grundregeln bestimmt:

  • Der Software rollout Status ist:

    • OK
      wenn die Software auf dem Client in der selben Produkt- und Paketversion installiert ist, welche auf dem Server liegt und kein Action Request gesetzt ist.
    • Warning
      wenn die auf dem Client installierte Software von der Version auf dem Server abweicht oder ein Action Request gesetzt ist.
    • Critical
      wenn die letzte Aktion für die Software auf dem Client ein failed zurückgeliefert hat.
  • Die Zeit seit last seen liefert:

    • OK
      wenn der Client vor 30 Tagen oder weniger gesehen wurde.
    • Warning
      wenn der Client vor mehr als 30 Tagen zum letzten Mal gesehen wurde.

Dieser Check kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden; die einfachste Variante:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkClientStatus -c opsiclient.domain.local

Man kann einzelne Produkte anhand ihre ID von diesem Check ausschließen. Dies würde zum Beispiel so aussehen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkClientStatus -c opsiclient.domain.local -x firefox

Das obige Beispiel schließt das Produkt firefox aus diesem Check aus, somit würde dieser Check auch ein OK liefern, selbst wenn das Produkt firefox bei dem Client auf failed steht.

Check: opsi-check-ProductStatus

Der zweite Schwerpunkt des opsi-Nagios-Connectors ist das Überwachen von Software-Rollouts. Mit die wichtigste Aufgabe in einem Software-Verteilungssystem. Sobald eine neue Software, egal ob Standard-Software oder eigene Software mit opsi verwaltet, verteilt und aktuell gehalten wird, muss man den Rollout-Status im Auge behalten.

Das Ergebnis dieses Checks wird durch die folgenden Grundregeln bestimmt:

Der Software Rollout Status ist:

  • OK
    wenn die Software auf dem Client in der selben Produkt- und Paketversion installiert ist, welche auf dem Server liegt und kein Action Request gesetzt ist.
  • Warning
    wenn die auf dem Client installierte Software von der Version auf dem Server abweicht oder ein Action Request gesetzt ist.
  • Critical
    wenn die letzte Aktion für die Software auf dem Client ein failed zurückgeliefert hat.

Durch einige Parameter kann man diesen Check flexibel einsetzen. Um dies besser zu verdeutlichen werden einige Beispielaufrufe aufgeführt und erläutert. Im einfachsten Fall ruft man den Check einfach für ein Produkt auf. Dieser wird als productId (opsi-interner Name) angegeben.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox

In einer normalen opsi-Umgebung reicht dieser Aufruf, um den Zustand für das Produkt firefox zu überwachen. Die Ausgabe zeigt an, ob alles in Ordnung ist oder wie viele Installationen anstehen (setup), wie viele Clients ein Problem mit diesem Produkt haben (failed) und wie viele Clients nicht die aktuelle Version installiert haben.

Dies ist zur Übersicht in den meisten Fällen schon ausreichend, wenn man aber nun genau wissen will, auf welchen Clients, welcher Zustand zu diesem Produkt zu diesem Checkergebnis geführt hat, kann man den Befehl im verbosemode ausführen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox -v

Bei einer Multi-Depot Umgebung wird der obige Befehl aber nicht die komplette Umgebung nach diesem Produkt überwachen, sondern nur den Configserver. (Oder exakter: Die Clients die dem depot auf dem config server zugewiesen sind). Wenn man mehrere Depotserver hat, kann man das Depot auch direkt mit angeben:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox -d depotserver.domain.local

Der Grund dafür ist, dass jeder Depotserver diese Produkt zur Verteilung haben kann. Dies muss nicht überall die selbe Version sein, auch wenn die productId genau die Selbe ist. Aus diesem Grund müssen alle Clients anders beurteilt werden, je nachdem an welchem Depot sie registriert sind. Dies hat zusätzlich noch den Vorteil, dass man diesen Check später im Nagios beim Depotserver ansiedeln kann, was zusätzlich die Übersichtlichkeit erhöht. Wenn man nur ein oder zwei Depotserver hat, kann man auch mit der Angabe von all alle Depotserver mit einem Check abdecken oder Komma separiert mehrere Depotserver angeben.

Zusätzlich kann man mit diesem Check auch mit opsi-Gruppen arbeiten. Man kann zum Beispiel eine ganze Produktgruppe mit einem Check abfragen. Wenn man zum Beispiel eine Produktgruppe: buchhaltung bildet, kann man mit folgendem Aufruf:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -g buchhaltung

Nun werden alle Produkte, die Mitglieder in dieser Produktgruppe sind über diesen Check überwacht. Die Auswertung dieser Gruppe findet immer während des eigentlichen Checks statt; das bedeutet, man kann über opsi diese Gruppe bearbeiten und beeinflusst somit direkt die Check-Parameter ohne das man die Nagios-Konfiguration anpassen muss.

Anmerkung

Gruppen innerhalb von Gruppen werden nicht beachtet und müssen separat angegeben werden.

Auch die Clients, die für diesen Check abgearbeitet werden, können beeinflusst werden. Wie vorher schon erwähnt, wird die Clientliste durch Angabe des Depotservers beeinflusst, zusätzlich können opsi-Hostgruppen angegeben werden, die für diesen Check abgearbeitet werden. Dieser Aufruf sieht zum Beispiel wie folgt aus:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -g buchhaltung -G produktivclients

Dies würde die Produkte der Produktgruppe buchhaltung für alle Clients der Gruppe produktivclients überprüfen. Auch bei den Hostgruppen gilt die Regel, dass Untergruppen dieser Gruppe nicht abgearbeitet werden. Für opsi-Productgroups gilt genauso, wie für opsi-Hostgroups, dass mehrere Gruppen Komma separiert angegeben werden können.

Abschließend kann man auch bei diesem Check opsi-Clients ausschließen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -x client.domain.local
Check: opsi-check-Depotsync

Gerade in einer Multi-Depot Umgebung ist es wichtig, die Depotserver auf Synchronität zu überwachen. Entscheidend ist bei diesem Check die Software- und Paketversion der installierten Produkte. Manchmal ist ein differenzierter Einsatz der opsi-Produkte auf Depotservern gewünscht, birgt aber die Gefahr, dass bei einem Umzug von einem Client, von einem Depot zum anderen, Inkonsistenzen in der Datenbank entstehen können. Um dieser Problematik entgegen zu wirken, wird empfohlen die opsi-Pakete auf den Depotservern so synchron wie möglich zu halten.

Standardmäßig liefert dieser Check OK zurück, sollte eine Differenz festgestellt werden, wird der Status: WARNING zurückgegeben. Dieser Check ist ein klassischer Check, der auf dem Configserver ausgeführt werden sollte, da alle Informationen zu diesem Check nur im Backend auf dem opsi-Configserver zu finden sind.

Als nächstes folgen ein paar Anwendungsmöglichkeiten dieses Checks:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus

Dies ist dies Basis-Variante und äquivalent zu folgendem Aufruf:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d all

Ohne konkrete Angabe von Depotserver werden die Produkt-Listen aller Depot-Server miteinander verglichen. Um eine bessere Übersichtlichkeit zu schaffen, sollte man diesen Check auf zwei Depotserver reduzieren und lieber auf mehrere Checks verteilen. Dies erreicht man durch direkte Angabe der Depotserver:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local

Mit diesem Aufruf werden alle Produkte verglichen, die auf beiden Depotservern installiert sind. Sollte ein Produkt auf einem Depotserver gar nicht installiert sein, hat dies keine Auswirkungen auf das Check-Resultat. Dies kann man ändern, indem man bei diesem Check den "strictmode" Schalter setzt:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode

Nun werden auch Produkte angezeigt, die auf einem Depotserver nicht installiert sind. Um ein bestimmtes Produkt oder bestimmte Produkte nicht mit zu checken, weil man zum Beispiel will dass diese Produkte in verschiedenen Versionen eingesetzt werden, kann man diese Produkte von diesem Check ausschließen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode -x firefox,thunderbird

Dieser Check würde auch dann ein OK zurückgeben, wenn das firefox und das thunderbird-Paket nicht überall synchron eingesetzt werden.

Ein weitere Einsatzmöglichkeit wäre, dass nur eine Auswahl von Produkten auf Synchronität überwacht werden können. Dies kann man durch:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode -e firefox,thunderbird

So werden nur firefox und thunderbird Produkte auf Synchronität überwacht. Bei diesem Check sollte der strictmode gesetzt sein, damit man auch erkennt, wenn die gewünschten Produkte auf Depotservern nicht installiert sind.

Check: Plugin über OpsiClientd checken

Dieser Check führt ein Check-Plugin auf dem Client direkt aus und fängt die Ausgabe ein.

Diese Erweiterung soll keinen Ersatz für einen richtigen Nagios-Agent bieten, sondern eine Alternative. Man kann diese Erweiterung einsetzen, wenn man Plugins auf dem opsi-Client checken will. Die eingesetzten Plugins müssen den sogenannten: Nagios plug-in development guidelines entsprechen. (Weitere Infos unter: http://nagiosplug.sourceforge.net/developer-guidelines.html).

Um ein Plugin ausführen zu können, muss man das Plugin erst einmal auf den Clients verteilen. Dies sollte man über ein opsi-Paket lösen. Der Ablageort für die Plugins auf dem Client ist im ersten momentan egal, da man den Pfad beim Checken mit angeben muss. Allerdings sollte man die Plugins nicht einzeln verteilen, sondern in einem Verzeichnis zusammenführen, damit das Aktualisieren und Pflegen der Plugins einfacher wird. Weiterhin sollte man auch Sicherheitstechnisch im Hinterkopf behalten, dass die Plugins im Systemkontext des opsiclientd-Services aufgerufen werden. Normale Anwender sollten auf dieses Verzeichnis keinen Zugang haben.

Es gibt diverse Plugins, die es schon vorgefertigt im Internet runter zu laden gibt. Eine mögliche Anlaufstelle ist http://exchange.nagios.org/ .

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass unter C:\opsi.org\nagiosplugins\ das Plugin check_win_disk.exe vom Paket nagioscol (http://sourceforge.net/projects/nagiosplugincol/) abgelegt wurde.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkPluginOnClient --plugin "C:\\opsi.org\\nagiosplugincol\\check_win_disk.exe C:" -c client.domain.local

Dieser Aufruf checkt auf dem Client client.domain.local das Plugin check_win_disk.exe und übergibt diesem den Parameter C:. Dies bedeutet, dass das Laufwerk C auf dem Client gecheckt wird. Die Ausgabe und der Rückgabewert dieses Plugins wird direkt vollständig ausgewertet und diese Werte können in Nagios unmittelbar weiter verarbeitet werden.

Ein besonderes Feature ist das Beibehalten von Zuständen. Diese Implementation ist aus der Problemstellung entstanden, dass Clients nicht wie Server durchlaufen, sondern in der Regel nur einen bestimmten Zeitraum eingeschaltet sind. Man kann den Check auf Nagios-Seite zwar mit sogenannten Timeperiods eingrenzen, aber in der Praxis ist so ein Vorgehen nicht praktikabel, da man zum Beispiel auch bei Urlaub von Anwendern flexibel reagieren muss. Dies würde eine ständige Konfigurationsarbeit nach sich ziehen. Wenn man darauf verzichtet, wird der Status ständig geändert, auch wenn ein aufgetretenes Problem noch gar nicht gelöst ist. Deshalb kann man den letzten bekannten Status an opsi übergeben. Sollte der Client nicht erreichbar sein, wird dieser letzte bekannte Status zurückgegeben. Ein Critical-Zustand bleibt beispielsweise in diesem Falle auch auf Critical stehen und wechselt nicht auf Unknown, was rein logisch aber richtig wäre.

Um dieses Feature später mit Nagios zu verwenden, kann man die Nagios-Makros: $SERVICESTATEID$ und $SERVICEOUTPUT$ nutzen.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkPluginOnClient --plugin "C:\\opsi.org\\nagiosplugincol\\check_win_disk.exe C:" -c client.domain.local -s $SERVICESTATEID$ -o  $SERVICEOUTPUT$

opsi Monitoring Konfiguration

Dieses Kapitel widmet sich der Konfiguration der Schnittstelle von opsi und dem Nagios-Server. Die Konfigurationen in diesem Kapitel, besonders die auf dem Nagios-Server, sollen als Empfehlungen gelten, sind aber nicht die einzigen Lösungen. Hier wird nur die Konfiguration mit einem Nagios-Server beschrieben. Mit einem Icinga-Server sollte, mit Ausnahme von ein paar Pfaden, die Konfiguration ziemlich genauso funktionieren. Andere Derivate auf Nagios Basis sollten funktionieren, wurden aber nicht getestet.

Tipp

Die Konfigurationsdateien aus diesem Kapitel sind Bestandteil des opsi-nagios-connector-utils svn-Repository. Um die Beispiel-Konfigurationsdateien direkt zu beziehen können Sie auf dieses Repository per Browser zugreifen:

https://svn.opsi.org/listing.php?repname=opsi-nagios-connector-utils

oder direkt per svn ein Checkout ausführen:

svn co https://svn.opsi.org/opsi-nagios-connector-utils
opsi Monitoring User

In der Regel wird im Monitoring-Bereich viel mit IP-Freischaltungen als Sicherheit gearbeitet. Da aber dieser Mechanismus nicht wirklich einen Schutz bietet, wurde beim opsi-Nagios-Connector darauf verzichtet. Aus diesem Grund wird das Ganze per Benutzer und Passwort geschützt. Diesen User als opsi-admin einzurichten, würde aber auch hier zu viele Rechte freischalten, da dieser User nur für diese Schnittstelle von Nöten ist und auch die Benutzbarkeit auf diesen Bereich eingeschränkt werden soll, wird der User nur intern in opsi eingerichtet. Folgender Befehl legt den User an:

opsi-admin -d method user_setCredentials monitoring monitoring123

Dieser Befehl legt den User: monitoring mit dem Passwort monitoring123 an. Der User wird in der /etc/opsi/passwd angelegt und ist auch kein User, mit dem man sich an der Shell anmelden könnte.

Bei einer Multi-Depot Umgebung muss man diesen User nur auf dem Configserver erzeugen.

Beim Nagios-Server kann man dieses Passwort vor den CGI-Skripten maskieren, indem man einen Eintrag in der /etc/nagios3/resource.cfg vornimmt. Dieser sieht zum Beispiel so aus:

$USER2$=monitoring
$USER3$=monitoring123

Die Zahl hinter $USER kann variieren. Wenn diese Datei vorher nicht genutzt wurde, sollte in der Regel nur das $USER1$ belegt sein. Diese Konfiguration dient als Grundlage für die weiteren Konfigurationen.

opsi Nagios-Connector Konfigurationsverzeichnis

Aus Gründen der Übersichtlichkeit empfiehlt es sich für die Konfigurationsdateien des opsi-Nagios-Connectors ein eigenes Verzeichnis anzulegen. Erzeugen Sie dazu unterhalb von: /etc/nagios3/conf.d ein Verzeichnis opsi. Dies macht die Konfiguration später übersichtlicher, da alle Konfigurationen, die den opsi-Nagios-Connector betreffen, gebündelt auf dem Server abgelegt sind.

Zu den Konfigurationsdateien in diesem Verzeichnis gehören:

  • Nagios Template: opsitemplates.cfg
  • Hostgroups: opsihostgroups.cfg
  • Server Hosts: <full name of the server>.cfg
  • Kommandos: opsicheckcommands.cfg
  • Kontakte: opsicontacts.cfg
  • Services: opsiservices.cfg

Um die Übersichtlichkeit noch weiter zu erhöhen sollten Sie unterhalb von /etc/nagios3/conf.d/opsi noch ein Verzeichnis clients anlegen, dass im Weiteren dazu dient, die Konfigurationsdateien für die Clients aufzunehmen.

Nagios Template: opsitemplates.cfg

Es gibt diverse Templates für diverse Objekte im Nagios. Dies ist eine Standard-Nagios Funktionalität, die hier nicht näher beschrieben wird. Diese Funktionalität kann man sich für opsi zu nutze machen, um sich später bei der Konfiguration die Arbeit zu vereinfachen.

Da die meisten Checks auf dem Configserver ausgeführt werden, sollte man sich als erstes ein Template für die opsi-Server und ein Template für die opsi-Clients schreiben. Da es in einer Multi-Depot Umgebung nur einen Configserver geben kann, kann man direkt diesen ins Template übernehmen. Dies erreicht man am einfachsten über eine Custom-Variable. Diese erkennt man daran, dass sie mit einem _ beginnen. Es wird in das Template für den opsi-Server und die opsi-Clients folgendes zusätzlich eingetragen:

_configserver           configserver.domain.local
_configserverurl        4447

Auf diese beiden custom Variablen kann man später einfach mit dem Nagios-Makro: $_HOSTCONFIGSERVER$ und $_HOSTCONFIGSERVERPORT$, verweisen. HOST muss vorher angegeben werden, da diese Custom-Variablen in einer Hostdefinition vorgenommen wurden. Weitere Informationen zu Custom-Variablen entnehmen Sie bitte der Nagios-Dokumentation. Da diese beiden Konfigurationen im Template vorgenommen werden müssen, gelten sie für jede Hostdefinition, die später von diesen Templates erben. Aber dazu später mehr.

Um nun die Templates anzulegen, sollte man unterhalb von: /etc/nagios3/conf.d als erstes ein Verzeichnis opsi erstellen. Dies macht die Konfiguration später übersichtlicher, da alle Konfigurationen, die den opsi-Nagios-Connector betreffen, gebündelt auf dem Server abgelegt sind. In diesem Verzeichnis erstellt man die Datei und benennt sie direkt so, dass man später erkennt, was genau hier konfiguriert werden soll: opsitemplates.cfg.

In dieser Datei können verschiedene Templates definiert werden. Die Templatedefinition richtet sich dabei nach folgendem Muster, bei dem zur besseren Verständlichkeit die Kommentare zu den einzelnen Einstellungen nicht gelöscht wurden:

define host{
        name                    opsihost-tmp    ; The name of this host template
        notifications_enabled           1       ; Host notifications are enabled
        event_handler_enabled           1       ; Host event handler is enabled
        flap_detection_enabled          1       ; Flap detection is enabled
        failure_prediction_enabled      1       ; Failure prediction is enabled
        process_perf_data               0       ; Process performance data
        retain_status_information       1       ; Retain status information across program restarts
        retain_nonstatus_information    1       ; Retain non-status information across program restarts
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins
        register                        0       ; DONT REGISTER THIS DEFINITION - ITS NOT A REAL HOST, JUST A TEMPLATE!
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }
  • Optional kann durch die Option icon_image ein Image gesetzt werden, dieser muss relativ zum Pfad: /usr/share/nagios3/htdocs/images/logos/ angegeben werden.
  • Optional kann auch eine eigene contact_group angegeben werden, die allerdings als Contact-Object z.B. in der opsicontacts.cfg angelegt sein muss.

Wir empfehlen Templates für folgende Objekte anzulegen:

  • opsi server
  • opsi client
  • opsi service
  • sowie 2 templates für pnp4nagios (host-pnp / srv-pnp)

Zunächst das Beispiel des opsi-Server-Templates:

define host{
        name                            opsi-server-tmpl
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                check_command                   check-host-alive
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        _configserver                   configserver.domain.local
        _configserverport               4447
        register                        0
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }

Hier muss natürlich noch configserver.domain.local an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Auch die contact_groups bedürfen evtl. der Anpassung.

Als nächster Teil der Datei opsitemplates.cfg das Template für die Clients:

define host{
        name                            opsi-client-tmpl
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        _configserver                   configserver.domain.local
        _configserverport               4447
        register                        0
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }

Da die Clients in der Regel nicht durchlaufen, sollte die Option: "check command check-host-alive" nicht gesetzt werden. Somit werden die Clients als Pending angezeigt und nicht als Offline.

Hier muss natürlich noch configserver.domain.local an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Auch die contact_groups bedürfen evtl. der Anpassung.

Als nächster Teil der Datei opsitemplates.cfg das Template für die opsi-services:

define service{
        name                            opsi-service-tmpl
        active_checks_enabled           1
        passive_checks_enabled          1
        parallelize_check               1
        obsess_over_service             1
        check_freshness                 0
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                notification_interval           0
                is_volatile                     0
                check_period                    24x7
                normal_check_interval           5
                retry_check_interval            1
                max_check_attempts              4
                notification_period             24x7
                notification_options            w,u,c,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        register                        0
        }

Wenn pnp4nagios für die grafische Darstellung der Performancedaten für den opsi-Webservice eingesetzt werden, sollten noch die folgenden zwei Objekte als Template in der Datei opsitemplates.cfg angelegt werden:

define host {
   name       host-pnp
   action_url /pnp4nagios/index.php/graph?host=$HOSTNAME$&srv=_HOST_
   register   0
}

define service {
   name       srv-pnp
   action_url /pnp4nagios/index.php/graph?host=$HOSTNAME$&srv=$SERVICEDESC$
   register   0
}