opsi Handbuch opsi-Version 4.0.3

uib gmbh

Versionsgeschichte
Version 4.0.325.02.2013UG

Inhaltsverzeichnis

1. Copyright
2. Einführung
2.1. Für wen ist dieses Handbuch?
2.2. Konventionen zu Schrift und Grafiken
3. Überblick opsi
3.1. Erfahrung
3.2. Features von opsi
3.3. opsi Erweiterungen
4. opsi-Konfiguration und Werkzeuge
4.1. Übersicht
4.2. Werkzeug: opsi-setup
4.3. Werkzeug: Das Managementinterface opsi-configed
4.4. Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren
4.5. Werkzeug: opsi-product-updater
4.6. Werkzeuge: opsi-admin / opsi config interface
4.7. Serverprozesse: opsiconfd und opsipxeconfd
5. Web service / API Methoden
5.1. Web service / API Methoden seit opsi 4.0
5.2. opsi3-Methoden
5.3. Backend-Erweiterungen
6. Freischaltung kostenpflichtiger Module
7. opsi-client-agent
7.1. Überblick
7.2. Verzeichnisse des opsi-client-agent
7.3. Der Service: opsiclientd
7.4. Anpassen des opsi-client-agent an Corporate Identity (CI)
7.5. Sperrung des Anwender Logins mittels opsi-Loginblocker
7.6. Nachträgliche Installation des opsi-client-agents
8. Localboot-Produkte: Automatische Softwareverteilung mit opsi
8.1. opsi Standardprodukte
8.2. Beeinflussung der Installationsreihenfolge durch Prioritäten und Produktabhängigkeiten
8.3. Einbindung eigener Software in die Softwareverteilung von opsi
9. Netboot Produkte
9.1. Parametrisierung vom Linux Installationsbootimage
9.2. Automatische Betriebssysteminstallation unattended
9.3. Hinweise zu den NT6 Netbootprodukten (Vista / Win7 / 2008)
9.4. Ntfs-images (write + restore)
9.5. memtest
9.6. hwinvent
9.7. wipedisk
10. Inventarisierung
10.1. Hardware Inventarisierung
10.2. Software Inventarisierung
11. opsi-server
11.1. Überblick
11.2. Installation und Inbetriebnahme
11.3. Samba Konfiguration
11.4. Der Daemon opsiconfd
11.5. Notwendige System-User und Gruppen
11.6. Notwendige Shares
11.7. opsi PAM Authentifizierung
11.8. Problem-Management
12. Security
12.1. Einführung
12.2. Informiert bleiben
12.3. Allgemeine Serversicherheit
12.4. Read Only depotshare
12.5. Authentifizierung des Clients beim Server
12.6. Authentifizierung des Servers beim Client
12.7. Authentifizierung beim controlserver des Client
12.8. Konfiguration eines Admin-Networks
12.9. Der user pcpatch
13. opsi-backup
13.1. Einführung
13.2. Vorbedingungen für ein Backup
13.3. Quick Start
13.4. Elementare Teile von opsi
13.5. Das opsi-backup Programm
14. opsi-Lizenzmanagement
14.1. Vorbedingungen für die opsi Lizenzmanagement Erweiterung
14.2. Überblick
14.3. Lizenzpools
14.4. Einrichten von Lizenzen
14.5. Lizenzierungen bearbeiten
14.6. Zuteilungen und Freigabe von Lizenzen
14.7. Abgleich mit der Software-Inventarisierung
14.8. Übersicht über den globalen Lizenzierungsstand
14.9. Service-Methoden zum Lizenzmanagement
14.10. Beispielprodukte und Templates
15. opsi WAN/VPN-Erweiterung
15.1. Vorbedingungen für die WAN/VPN-Erweiterung
15.2. Überblick über die WAN/VPN-Erweiterung
15.3. Caching von Produkten
15.4. Caching von Konfigurationen
15.5. Empfohlene Konfiguration bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung
16. opsi-server mit mehreren Depots
16.1. Konzept
16.2. Erstellung und Konfiguration eines (slave) depot-servers
16.3. Paketmanagement auf mehreren Depots
17. dynamische Depotzuweisung
17.1. Einführung
17.2. Voraussetzungen
17.3. Konfiguration
17.4. Editieren der Depoteigenschaften
17.5. Synchronisation der Depots
17.6. Ablauf
17.7. Template des Auswahlscripts
17.8. Logging
18. opsi Software On Demand (Kiosk-Mode)
18.1. Einführung
18.2. Vorbedingungen für das Modul
18.3. Konfiguration
18.4. Verwendung
18.5. Besonderheiten
19. opsi Erweiterung User Profile Management
19.1. Vorbedingungen für die opsi Erweiterung User Profile Management
19.2. Einführung
19.3. Konzept
19.4. Neue und erweiterte opsi-winst Funktionen
19.5. Beispiele von userLoginScripten
19.6. Konfiguration
19.7. Notification
20. opsi-Nagios-Connector
20.1. Einführung
20.2. Vorbedingungen
20.3. Konzept
20.4. opsi-Checks
20.5. opsi Monitoring Konfiguration
21. opsi Installation beim Shutdown
21.1. Einführung
21.2. Vorbedingungen für die Installation beim Shutdown
21.3. Inbetriebnahme der Installation beim Shutdown
21.4. Technisches Konzept
22. opsi Feature SilentInstall
22.1. Vorbedingungen für die Silent Installation
22.2. Überblick über das SilentInstall-Feature
22.3. Auslösen der Silent Installation
22.4. Konfigurationen des opsi-Feature: SilentInstall
23. Datenhaltung von opsi (Backends)
23.1. file-Backend
23.2. ldap-Backend
23.3. mysql-Backend
23.4. HostControl-Backend
23.5. HostControlSafe-Backend
23.6. Konvertierung zwischen Backends
23.7. Bootdateien
23.8. Absicherung der Shares über verschlüsselte Passwörter
24. Wichtige Dateien des opsi-servers
24.1. Allgemeine Konfigurationsdateien in /etc
24.2. Bootdateien
24.3. Dateien in /var/lib/opsi
24.4. Dateien des file Backends
24.5. Dateien des LDAP-Backends
24.6. opsi Programme und Libraries
24.7. opsi-Logdateien
25. Registryeinträge
25.1. Registryeinträge des opsiclientd
25.2. Registryeinträge des opsi-winst
26. Upgrade Anleitungen für den opsi-server

1. Copyright

Das Copyright an diesem Handbuch liegt bei der uib gmbh in Mainz.

Dieses Handuch ist veröffentlicht unter der creative commons Lizenz
Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen (by-sa).

CC by sa

Eine Beschreibung der Lizenz finden Sie hier:
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Der rechtsverbindliche Text der Lizenz ist hier:
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode

Die Software von opsi ist in weiten Teilen Open Source.
Nicht Open Source sind die Teile des Quellcodes, welche neue Erweiterungen enthalten die noch unter Kofinanzierung stehen, also noch nicht bezahlt sind.
siehe auch: http://uib.de/www/kofinanziert/index.html

Der restliche Quellcode ist veröffentlicht unter der GPLv3 und wird im Rahmen von opsi 4.0.3 auf AGLv3 umgestellt:

gplv3

Der rechtsverbindliche Text der GPLv3 Lizenz ist hier:
http://www.gnu.org/licenses/gpl.html

Deutsche Übersetzung:
http://www.gnu.de/documents/gpl.de.html

agplv3

Der rechtsverbindliche Text der AGPLv3 Lizenz ist hier:
http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0-standalone.html

Deutsche Infos zur AGPL: http://www.gnu.org/licenses/agpl-3.0.de.html

Für Lizenzen zur Nutzung von opsi im Zusammenhang mit Closed Source Software kontaktieren Sie bitte die uib gmbh.

Die Namen opsi, opsi.org, open pc server integration und das opsi-logo sind eingetragene Marken der uib gmbh.

2. Einführung

2.1. Für wen ist dieses Handbuch?

Diese Handbuch richtet sich an alle, die sich näher für die automatische Softwareverteilung opsi interessieren. Der Schwerpunkt der Dokumentation ist die Erläuterung der technischen Hintergründe, um so zu einem Verständnis der Abläufe beizutragen.

Damit soll dieses Handbuch nicht nur den praktisch mit opsi arbeitenden Systemadministrator unterstützen sondern auch im Vorfeld den Interessenten einen konkreten Überblick über opsi geben.

2.2. Konventionen zu Schrift und Grafiken

In <spitzen Klammern> werden Namen dargestellt, die im realen Einsatz durch ihre Bedeutung ersetzt werden müssen.

Beispiel: Der Fileshare, auf dem die opsi Softwarepakete liegen, wird <opsi-depot-share> genannt und liegt auf einem realen Server z.B. auf /opt/pcbin/install.

Das Softwarepaket: <opsi-depot-share>/ooffice liegt dann tatsächlich unter /opt/pcbin/install/ooffice.

Beispiele aus Programmcode oder Konfigurationsdateien stehen in Courier-Schrift und sind farbig hinterlegt.

depoturl=smb://smbhost/sharename/path

3. Überblick opsi

Werkzeuge zur automatischen Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation sind bei größeren PC-Netz-Installationen ein wichtiges Werkzeug zur Standardisierung, Wartbarkeit und Kosteneinsparung. Während die Verwendung solcher Werkzeuge für gewöhnlich mit erheblichen Lizenzkosten einher geht, bietet opsi als Opensource-Werkzeug deutliche Kostenvorteile. Hier fallen nur die Kosten an, die von Ihnen durch tatsächlich angeforderte Dienstleistungen, wie Beratung, Schulung und Wartung, entstehen bzw. soweit kostenpflichtige Module benutzen wollen geringe Kofinanzierungsbeiträge.

Auch wenn Software und Handbücher kostenlos sind, ist es die Einführung eines Softwareverteilungswerkzeuges nie. Um die Vorteile ohne Rückschläge und langwierige Lernkurven nutzen zu können, ist die Schulung und Beratung der Systemadministratoren durch einen erfahrenen Partner dringend geboten. Hier bietet Ihnen uib seine Dienstleistungen rund um opsi an.

Das von uib entwickelte System basiert auf Linux-Servern, über die das Betriebssystem und Software-Pakete auf den PC-Clients installiert und gewartet werden (PC-Server-Integration). Es basiert weitestgehend auf frei verfügbaren Werkzeugen (GNU-tools, SAMBA etc.). Dieses opsi (Open PC-Server-Integration) getaufte System ist durch seine Modularität und Konfigurierbarkeit in großen Teilen eine interessante Lösung für die Probleme der Administration eines großen PC-Parks.

3.1. Erfahrung

opsi ist die Fortschreibung eines Konzepts, das seit Mitte der 90er Jahre bei einer Landesverwaltung auf über 2000 Clients in verschiedenen Lokationen kontinuierlich im Einsatz ist und stetig weiterentwickelt wurde. Als Produkt opsi ist es nun auch einem breiten Kreis von Interessenten zugänglich.

Eine Übersicht registrierter opsi-Installationen finden Sie unter: http://www.opsi.org/map/

3.2. Features von opsi

Die wesentlichen Features von opsi sind:

  • automatische Softwareverteilung
  • Automatische Betriebssysteminstallation
  • Hard- und Softwareinventarisierung
  • Komfortable Steuerung über das opsi Managementinterface
  • Unterstützung von mehreren Standorten mit Depotservern

3.3. opsi Erweiterungen

  • Lizenzmanagement
  • MySQL-Backend
  • Nagios Connector
  • dynamische Depotzuweisung
  • Software on Demand
  • WAN Erweiterung (Einbindung von Clients hinter langsamen Leitungen)
  • User Profile Management: User Profile z.B. in einer Roamig-Profile Umgebung können modifiziert werden.
  • OTRS::ITSM Connector (von unserem Partner Cape-IT)

4. opsi-Konfiguration und Werkzeuge

4.1. Übersicht

Die Konfiguration von opsi benötigt eine Datenhaltung. Die externen Komponenten von opsi kommunizieren mit dem opsi-server über einen Webservice. Der Prozess opsiconfd, welcher den Webservice bereitstellt, übergibt die Daten dem Backendmanager, der die Daten in das konfigurierte Backend schreibt.

Dabei unterstützt opsi unterschiedliche Backends:

  • File-basiert
  • LDAP-basiert
  • MySQL-basiert

Beim File-basierten Backend gibt es für jeden Datentyp einen Typ von Ini-Dateien:

Abbildung 1. Schema: opsi mit File-Backend

Schema: opsi mit File-Backend

Beim MySQL- und LDAP-Backend existieren für die Datentypen jeweils spezifischen Datenobjekte:

Abbildung 2. Schema: opsi mit SQL- und LDAP-Backend

Schema: opsi mit SQL- und LDAP-Backend

Mehr zur Datenhaltung finden Sie im Abschnitt 23, „Datenhaltung von opsi (Backends)“.

Die Konfiguration der Backends erfolgt in den Konfigurationsdateien in den Verzeichnissen /etc/opsi/backendManager sowie /etc/opsi/backends.

Abbildung 3. Schema: Schichten der Backend-Konfiguration

Schema: Schichten der Backend-Konfiguration

Die Dateien im opsi3.4-Verzeichnis /etc/opsi/backendManager.d spielen keine Rolle mehr.

In den Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc/opsi/backends werden die Backends definiert.

Welche Backends für welche Zwecke verwendet werden, steht in der Datei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf.

Wer auf welche Methoden zugreifen darf, ist in der Datei /etc/opsi/backendManager/acl.conf konfiguriert.

Unterhalb von /etc/opsi/backendManager/extend.d können weitere opsi-Methoden definiert sein, welche die Basis opsi-Methoden verwenden.

So ist z.B. das Mapping der "Legacy"-Methoden aus opsi 3 auf die neuen Methoden in der Datei /etc/opsi/backendManager/extend.d/20_legacy.conf definiert. Genaue Beschreibungen dieser Konfigurationsdateien finden Sie im Abschnitt 24.1, „Allgemeine Konfigurationsdateien in /etc“.

4.2. Werkzeug: opsi-setup

Das Programm 'opsi-setup` ist das "Schweizer Taschenmesser" zur Einrichtung von opsi.

So greifen zum Beispiel die Pakete zur Installation von opsi auf dem Server auf dieses Skript zurück, um opsi korrekt einzurichten. Da dieses Skript nun auch extern aufrufbar ist, lassen sich damit diverse Wartungsarbeiten und Korrekturen durchführen:

  • Registrierung eines opsi-servers als Depotserver
  • Verzeichnisrechte korrigieren
  • die Backends initialisieren
  • Backends upgraden (von 3.4 nach 4.0)
  • mysql-Backend erstmalig konfigurieren
  • Default-Konfigurationen anpassen
  • Backends bereinigen
  • Samba-Konfiguration anpassen
  • DHCP-Konfiguration anpassen

Hier die Hilfe-Anzeige von opsi-setup

opsi-setup --help

Usage: opsi-setup [options]

Options:
   -h, --help  show this help
   -l          log-level 0..9

   --log-file <path>          path to log file
   --ip-address <ip>          force to this ip address (do not lookup by name)
   --register-depot           register depot at config server
   --set-rights [path]        set default rights on opsi files (in [path] only)
   --init-current-config      init current backend configuration
   --update-mysql             update mysql backend
   --update-ldap              update ldap backend
   --update-file              update file backend
   --configure-mysql          configure mysql backend
   --edit-config-defaults     edit global config defaults
   --cleanup-backend          cleanup backend
   --auto-configure-samba     patch smb.conf
   --auto-configure-dhcpd     patch dhcpd.conf

Die Funktionen und Parameter im Einzelnen:

  • --ip-address <ip>
    Diese Option dient dazu, eine IP-Addresse für den opsi-server vorzugeben und damit die Namensauflösung zu umgehen.
  • --register-depot
    Diese Option dient dazu, einen opsi-server an einem anderen opsi-server (opsi-configserver) als Depotserver anzumelden. Details hierzu vgl. Abschnitt 16.2, „Erstellung und Konfiguration eines (slave) depot-servers“.
  • --set-rights [path]
    Setzt bzw. korrigiert die Dateizugriffsrechte in den wesentlichen opsi-Verzeichnissen:

    • /tftpboot/linux
    • /home/opsiproducts
    • /var/log/opsi
    • /var/lib/opsi
    • /opt/pcbin/install
    • /etc/opsi

      Als Parameter kann auch ein Verzeichnis übergeben werden. Dann werden unterhalb dieses Verzeichnisses die Rechte aller opsi-relevanten Verzeichnisse und Dateien gesetzt,
      z.B.:
      opsi-setup --set-rights /opt/pcbin/install/winxppro/drivers

  • --init-current-config
    Initialisiert die eingestellte Backendkonfiguration. Sollte nach jeder Änderung an der
    /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf
    aufgerufen werden.
  • Die drei Befehle
    --update-mysql
    --update-ldap
    --update-file
    dienen zum Upgrade des jeweiligen Backends (z.B. von opsi 3.4 auf opsi 4).
    Details siehe releasenotes-upgrade-Handbuch.
  • --configure-mysql
    Dient zur erstmaligen Initialisierung des mysql-Backend.
    Details vgl. „Initialisierung des mysql-Backends“.
  • --edit-config-defaults
    Zum Editieren der Defaultwerte der Config wie im opsi-configed in der Serverkonfiguration angezeigt.

    Abbildung 4. Eingabemaske: opsi-setup --edit-config-defaults

    Eingabemaske: opsi-setup --edit-config-defaults

    z.B.:

    clientconfig.depot.id
    Der Name des Default-Depotservers.
    license-management.use
    Bestimmt, ob Netboot-Produkte Lizenzkeys aus dem Lizenzmanagement oder aus den Properties holen.
    product_sort_algorithm
    Bestimmt, nach welchem Algorithmus die Installationsreihenfolge ermittelt wird.
  • --cleanup-backend
    Überprüft die aktuellen Backends auf Integrität und verwirft unnötige Einträge.
  • --auto-configure-samba
    Erzeugt in der Samba-Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf die von opsi benötigten shares.
  • --auto-configure-dhcpd
    Erzeugt in der DHCP-Konfigurationsdatei /etc/dhcp3/dhcpd.conf die von opsi benötigten Eintragungen.
    Nur verwenden, wenn der DHCP-Server auf dem opsi Server laufen soll.
    Details hierzu im DHCP-Kapitel des opsi-getting-started Handbuchs.

4.3. Werkzeug: Das Managementinterface opsi-configed

Voraussetzungen und Aufruf

Der opsi-configed setzt Java in der Version 6 voraus und benötigt einen laufenden opsiconfd auf der Serverseite.

Wenn opsi-configed auf einem Linuxrechner läuft, ist es wichtig darauf zu achten, dass Java 6 in der Sun-Version als Java-Umgebung installiert bzw. konfiguriert ist. Standardmäßig wird bei den Distributionen oft OpenJDK als Javaumgebung installiert. Unter dieser Umgebung kommt es zu subtilen Fehlern beim Configed. Die Lösung ist, ggf. (Sun-) Java nachzuinstallieren und entweder das OpenJDK komplett zu deinstallieren oder (Sun-) Java als Default zu konfigurieren. Letzteres erfolgt auf der Kommandozeile mit dem Befehl

update-alternatives –config java

Der Aufruf

java -version

auf der Kommandozeile muss ein Resultat der Form

java version "1.6....
Java(TM) SE Runtime Environment ...

ergeben.

Meist wird der opsi-configed im Browser aufgerufen per

https://<servername>:4447/configed

Der opsi-configed ist auch Bestandteil des Clientproduktes opsi-adminutils und kann über die entsprechende Gruppe im Startmenü gestartet werden. Serverseitig wird opsi-configed als Debianpaket (opsi-configed.xxxxx.deb) installiert und ist über einen Menüeintrag im Desktopmenü sowie über /usr/bin/opsi-configed aufrufbar.

Der Aufruf kann auch, wenn das entsprechende Verzeichnis vorgewählt ist, erfolgen über java -jar configed.jar.

Der Aufruf java -jar configed.jar --help zeigt die Kommandozeilenoptionen:

P:\install\opsi-adminutils>java -jar configed.jar --help
starting configed
default charset is windows-1252
server charset is configured as UTF-8

configed [OPTIONS]...

Options:
     -l, --locale    Set locale (format: <language>_<country>)
     -h, --host      Configuration server to connect to
     -u, --user      Username for authentication
     -p, --password  Password for authentication
     -d, --logdirectory Directory for the log files
         --help      Show this text

Soll ein anderer Port als der Standardport 4447 verwendet werden, so kann beim Hostnamen der Port mit angegeben werden in der Form: host:port.

Login

Abbildung 5. Login des opsi-configed

Login des opsi-configed

Beim Login versucht sich der opsi-configed per https auf den Port 4447 des opsiconfd - bzw. einen anderen angegebene Port - zu verbinden. Das Login geschieht unter Angabe von Servernamen[:Port], eines Usernamens auf dem opsi-configserver: und des zugehörigen Unix-Passwortes. Damit das Login erfolgreich ist, muss der User in der Unix-Gruppe opsiadmin sein.

Copy & Paste, Drag & Drop

Sie können aus (fast) allen Bereichen des opsi-configed die markierten Daten mit den üblichen Tastenkombinationen (Strg-Insert, Strg-C) in die Zwischenablage kopieren und so anderen Programmen zur Verfügung stellen. Für die meisten Tabellen ist auch die Drag & Drop-Funktion aktiviert, mit der die Tabellendaten z.B. nach Excel transferiert werden können.

Achtung

In der Java-Version 1.6.24 hat Oracle das Copy & Paste in die System-Zwischenablage aus Security-Gründen deaktiviert, sofern das Programm als Applet im Browser läuft und nicht signiert ist. Standardmäßig wird seit dem configed 4.0.1.11 das Applet mit Signatur ausgeliefert. Damit hat es vollen Systemzugriff.

Client- / Depot-/ Serverkonfiguration / Lizenzmanagement

Um zwischen den verschiedenen Ansichten des opsi-configed zu wechseln, finden sich rechts oben vier Buttons:

Abbildung 6. opsi-configed: Wahl des Modus

opsi-configed: Wahl des Modus

Sie bieten die Funktion an, die Modi Clientkonfiguration, Depotkonfiguration (Depot-Properties) oder Serverkonfiguration (Server-Configs) zu wechseln sowie (in eigenem Fenster) das Lizenzmanagement aufzurufen.

Depotauswahl

Werden an Ihrem opsi-server mehrere Depotserver betrieben, so werden diese in einer Liste am linken Rand des {opsi-configed} angezeigt.

Per default ist das Depot auf dem opsi-configserver markiert und die zu diesem Depot gehörigen Clients werden angezeigt. Sie können mehrere Depots gleichzeitig markieren und deren Clients gemeinsam bearbeiten. - allerdings nur dann, wenn die ausgewählten Depots untereinander synchron sind. Der Versuch, Clients aus asynchronen Depots gemeinsam zu bearbeiten, wird mit einer entsprechenden Warn- und Fehlermeldung abgewiesen.

Nachdem Sie die Auswahl von Depots geändert haben, müssen Sie mit dem Refresh-Button oder mittels des entsprechenden Menüpunkts im Dateimenü "alle Daten neu laden".

Abbildung 7. opsi-configed: Depotauswahl

opsi-configed: Depotauswahl

Clientauswahl und Gruppenbildung

Nach erfolgreichem Login zeigt sich das Hauptfenster mit dem aktiviertem Karteireiter Clients zur Auswahl von Clients. Das Hauptfenster zeigt die Liste der Clients, wie sie durch die Depotwahl gegeben bzw. im Treeview - s. „Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview - bestimmt ist.

Abbildung 8. opsi-configed: Client-Auswahl

opsi-configed: Client-Auswahl

In der Liste kann eine Zeile auch über die Suche nach einem Stringwert ausgewählt werden, der im Suchfeld oberhalb der Liste einzugeben ist.

Wie die Suche ausgeführt wird, ist durch die Auswahl in den Drop-down-Listen zu den Feldern und zum Suchverfahren bestimmt. Die Feld-Auswahl bietet an:

  • Suche in allen Feldern (genauer, allen Feldern, die nach der momentanten Konfiguration als Spalten dargestellt werden, (Default) oder
  • Suche in einem bestimmten Feld.

Beim Suchverfahren kann man sich entscheiden

  • ob der Suchstring auch mitten im Text als Teilstring auftauchen darf (Default),
  • ob der Feldtext mit dem Suchstring beginnen muss,
  • ob der Suchstring als regulärer Ausdruck zum Pattern-Matching dienen soll (für Experten, die reguläre Suche arbeitet mit dem Java-Pattern-Matching).

Betätigen der Return-Taste springt auf den nächsten Treffer der Suche. Weitere Auswahlfunktionen basierend auf der Suche zeigt das Kontextmenü zum Suchfeld.

Abbildung 9. opsi-configed: Suchfunktion für Client-Auswahl

opsi-configed: Client-Suche

Die Clientliste

Die tabellarische Auflistung der Clients hat per Default die Spalten Client-Name, Beschreibung, An, IP-Adresse und Zuletzt gesehen.

  • Client-Name ist der full qualified hostname also der Clientname inklusive (IP-) Domainnamen.
  • Beschreibung ist eine frei wählbare Beschreibung, die im rechten oberen Teil des Fensters editiert werden kann.
  • In der mit An betitelten Spalte wird auf Betätigen des Buttons Prüfen, welche Clients verbunden sind das Resultat der entsprechenden Anfrage angezeigt.

Abbildung 10. opsi-configed: Button Connected

opsi-configed: Button Connected

  • IP-Adresse enthält die IP-Nummer, als die der opsi-Server den Clientnamen auflöst.
  • Zuletzt gesehen gibt Datum und Uhrzeit an, zu der sich der Client zum letzten Mal bei der Softwareverteilung (über den Webservice) gemeldet hat.

In der Defaultkonfiguration deaktiviert sind die Spalten

  • Session-Informationen (beziehbar vom Betriebssystem des Clients),
  • opsi-Mac-Adresse (Hardware-Adresse des Clients, die vom Opsi-Server verwendet wird),
  • Inventarnummer (optional erfasster kennzeichnender String) und
  • Erstellungsdatum (Datum und Zeit der Client-Erzeugung).

Während einer Sitzung können sie mittels des Kontextmenüs eingeblendet werden. Welche Spalten beim Start des opsi-configed angezeigt werden, kann in der Server-Konfiguration mittels des Configs configed.host_displayfields bearbeitet werden.

Abbildung 11. opsi-configed: Spaltenkonfiguration für die Clientliste

opsi-configed: Spaltenkonfiguration für die Clientliste

Das Hinzufügen der Spalte Session-Informationen schaltet den Button Abfrage der Session-Informationen von allen Clients auf aktiv.

Abbildung 12. opsi-configed: Button Sessioninfo

opsi-configed: Button SessionInfo

Bei Betätigen des Buttons versucht sich der opsiconfd mit allen Clients zu verbinden und Information über die auf den Clients derzeit aktiven (User-) Sessions einzusammeln. In der Spalte Session-Informationen wird der Account-Name der laufenden Sitzungen dargestellt. Mittels Kontextmenü sowie über den Hauptmenüpunkt OpsiClient kann das Entsprechende nur für die gerade ausgewählten Clients erreicht werden. Dies vermeidet ggfs. das Warten auf die Netzwerk-Timeouts beim Verbindungsversuch mit gar nicht angeschalteten Rechnern.

Da die Suchfunktion der Clientliste sich (wenn nichts anderes eingestellt ist) über alle angezeigten Spalten erstreckt, kann nach Abruf der Session-Informationen auch nach dem Rechner gesucht werden, auf dem ein User mit bekanntem Account-Namen gerade angemeldet ist.

Die Clientliste kann durch Anklicken eines Spaltentitels nach der entsprechenden Spalte sortiert werden

Auswahl von Clients

In der Clientliste lassen sich ein oder mehrere Clients markieren und so für die (gemeinsame) Bearbeitung auswählen.

Mittels des Trichter-Icons bzw. über Auswahl / Nur die ausgewählten Clients anzeigen kann die Anzeige der Clientliste auf die markierten Clients beschränkt werden

Abbildung 13. opsi-configed: Trichter-Icon

opsi-configed: Trichter-Icon

Die ausgewählten Clients können zu einer existierenden Gruppe hinzugefügt werden (die im Treeview sichtbar ist), indem sie mit der Maus "auf die Gruppe gezogen" werden.

Im Client-Auswahldialog, der über Auswahl / Auswahl definieren oder über das Icon Auswahl definieren gestartet wird, können dynamische Clientzusammenstellungen anhand wählbarer Kriterien erstellt werden.

Abbildung 14. opsi-configed: Auswahldialog

opsi-configed: Auswahldialog

Neben allgemeinen Eigenschaften der Clients (Rubrik Wähle nach Host Eigenschaften) können als Suchkriterium auch (sowohl auf dem PC gefundene als auch mit Opsi installierte) Software sowie Hardware-Komponenten verwendet werden. Bei Texteingaben kann * als Wildcard benutzt werden. Die einzelnen Kriterien können dabei mit logischem "and"(und) bzw. "or"(oder) verknüpft werden, als auch negiert werden durch ein vorangestelltes "not"(nicht).

Die Auswahlliste betitelt Kriterium hinzufügen stellt weitere Kriterien zur Definition einer Anfrage bereit. Mit dem Papierkorb-Icon am rechten Rand wird ein Suchkriterium entfernt. Den initialen Zustand der Suchmaske stellt ein Klick auf den Button Neue Anfrage wieder her.

Die erstellten Anfragen lassen sich unter einem frei wählbaren Namen speichern. Anschließend kann man sie über Auswahl / Gespeicherte Suchen… erneut abrufen. Falls beim Speichern das Feld Beschreibung ausgefüllt wurde, wird diese in der Auswahlliste als Tooltip angezeigt.

Abbildung 15. opsi-configed: Gespeicherte Suchen

opsi-configed: Gespeicherte Suchen

Falls bis zum nächsten Aufruf weitere Clients hinzugekommen sind, die den gespeicherten Suchkriterien entsprechen, werden diese beim nächsten Aufruf der Suche ebenfalls gefunden.

Für eine feste Gruppenbildung mit ganz bestimmten Clients siehe weiter unten „Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview

Zusätzlich ist noch die Abfrage von Suchen über eine Kommandozeilen-Schnittstelle möglich, um sie auch Skripten zugänglich zu machen. Dazu wird configed mit dem Parameter "-qs" und anschließend dem Namen einer Suche aufgerufen. Lässt man den Namen der Suche weg, wird eine Liste der vorhandenen Suchen ausgegeben.

Clientauswahl und hierarchische Gruppen im Treeview

Ab opsi 4.0 lassen sich Clients und Clientgruppen auch mittels eines Treeview ansteuern. Diese neue Baumansicht der opsi-Clients ist auf der linken Seite des Hauptfensters des des opsi-configed plaziert und bleibt auch beim Wechsel des Tabs sicht- und nutzbar.

Anders als mit der zuvor beschriebenen Speicherfunktion für Client-Sets können mittels der Treeview-Komponente auch hierarchische Gruppierungen (also Gruppen in Gruppen) angelegt und verwaltet werden. Dieses Feature ist zunächst ein Ko-Finanzierungsprojekt, welches Sie sich kostenpflichtig (500 €) freischalten lassen können.

Prinzipieller Aufbau

Der Treeview hat einen Basisknoten ALL, unterhalb dessen sich zum einen alle Clients für sich befinden, zum anderen der Knoten GROUPS als Obergruppe aller selbstdefinierten Gruppen.

Abbildung 16. opsi-configed: Treeview

opsi-configed: Treeview

Zusätzlich gibt es den "dynamischen" Knoten REPORTED_FAILURES, unterhalb dessen beim Initialisieren des Baums alle Clients (zusätzlich) platziert werden, bei denen bei einer Produktinstallation als Resultat failed gespeichert ist.

Festzuhalten ist hier bereits: Zwar hat eine Gruppe einen eindeutigen Ort in der Baum-Hierarchie, aber ein Client kann zu beliebig vielen Gruppen gehören (wobei jede Gruppenmitgliedschaft einen Hinweis auf bestimmte Eigenschaften des Clients darstellen soll).

Wenn ein Client markiert ist, sind alle Gruppen, denen er angehört, mit gefüllter Farbfläche ausgezeichnet.

How to …

Wenn Sie auf einen Knoten (bzw. eine Gruppe) klicken, so werden alle Clients, die sich unterhalb dieses Knotens befinden, im Client-Tab angezeigt (aber kein Client zur Bearbeitung ausgewählt).

Wenn Sie auf einen Client klicken oder im Treeview mehrere Clients per Strg-Klick oder Shift-Klick markieren, so werden diese im Client-Tab angezeigt und zur Bearbeitung markiert.

Sie können auf diese Art und Weise auch den /oder die in Bearbeitung befindlichen Clients wechseln, während Sie in anderen Tabs (wie z.B. Logdateien) arbeiten, ohne zum Client-Tab zurückkehren zu müssen.

In diesem Treeview werden die Gruppen angezeigt, die Sie gemäß „Auswahl von Clients“ angelegt haben. Sie können zusätzlich Gruppen definieren, indem Sie mit der rechten Maustaste über der Eltern-Gruppe bzw. dem Eltern-Knoten (z.B. Groups) das Kontextmenü öffnen und Untergruppe erzeugen wählen.

Abbildung 17. opsi-configed: Gruppe anlegen

opsi-configed: Gruppe anlegen

Wenn Sie dies gemacht haben, werden Sie in einem Dialogfenster nach dem Namen der Gruppe gefragt.

Abbildung 18. opsi-configed: Gruppenname eingeben

opsi-configed: Gruppenname eingeben

Eine Gruppe können Sie nun mit Clients füllen, indem Sie per Drag&Drop:

  • Clients aus der tabellarischen Clientliste im Client-Tab in die Gruppe kopieren (linke Maustaste)
  • Clients aus dem Treeview unterhalb des Knotens ALL kopieren (linke Maustaste)
  • Clients aus dem Treeview aus anderen Gruppen verschieben (linke Maustaste) oder kopieren (Strg-linke Maustaste)

Abbildung 19. opsi-configed: Treeview mit Directory

opsi-configed: Treeview

Der Bereich Directory im Treeview ist ähnlich der von Gruppen nur das unterhalb von Directory jeder Client exakt an einer Stelle in der Hierarchie auftaucht.

Client-Bearbeitung

Im Client-Tab können Sie über den Menüpunkt OpsiClient oder das Kontextmenü eine Reihe clientspezifischer Operationen starten.

Abbildung 20. opsi-configed: Kontextmenü der Clientliste

opsi-configed: Kontextmenü der Clientliste

WakeOnLan

Haben sie einen oder mehrere Clients gewählt, so können Sie diesen über den betreffenden Punkt im OpsiClient-Menü bzw. den entsprechenden Eintrag des Kontextmenüs ein WakeOnLan-Signal senden.

on_demand Ereignis auslösen (Push Installation)

Über diesen Menüpunkt wird den selektierten Clients ein Aufruf an den opsi-client-agent gesendet, dass auf den Clients zu installierende Software jetzt installiert werden soll. Wenn ein Client nicht erreichbar ist, so meldet der opsi-configed dies mit einem Fehlerhinweis.

Achtung

Wenn ein Produkt eine Rebootanforderung enthält, so wird der Client ohne Vorwarnung rebootet.

Technisch gesehen wird dem opsi-client-agent die Meldung gesendet, er soll das Event on_demand auslösen. Das genaue Verhalten ist in der Konfiguration diese Events festgelegt (in der opsiclientd.conf).

Nachrichten senden (Starte Meldungsfenster)

Über die Auswahl von Starte Meldungsfenster auf den ausgewählten Clients erhalten Sie die Möglichkeit, Nachrichten an einen oder mehrere Clients zu senden. Es erscheint zunächst ein Fenster in dem Sie die Nachricht editieren können.

Abbildung 21. opsi-configed: Bearbeitungsfenster einer Nachricht

opsi-configed: Bearbeitungsfenster einer Nachricht

Durch Anklicken des roten Häkchens versenden Sie die Nachricht. Auf den selektierten Clients wird nun die Nachricht angezeigt:

Abbildung 22. opsi-configed: Nachrichtenfenster auf dem Client

opsi-configed: Nachrichtenfenster auf dem Client

Sessioninfo der ausgewählten Clients

Sie können den ausgewählten Clients das Signal senden, dem opsi-configed ihre Session-Informationen mit zuteilen. Diese Informationen werden in der entsperchenden Spalte dargestellt, soweit diese eingeblendet ist.

Herunterfahren / Reboot der ausgewählten Clients

Sie können den ausgewählten Clients das Signal senden, herunterzufahren bzw. zu rebooten.

Achtung

Der Client fährt ggf. ohne Rückfrage herunter.

Externe Remotecontrol-Werkzeuge für die ausgewählten Clients aufrufen

Mit der Option Remote Control Software im Kontextmenü sowie im Client-Menü (ab opsi-configed Version 4.0.1.11) können beliebige Betriebssystem-Kommandos aufgerufen werden, parametrisiert z.B. mit dem Clientnamen.

Beispielhaft sind zwei Konfigurationen zum Anpingen des ausgewählten Hosts automatisch mitgeliefert, und zwar ein Kommando, das unter Windows ausgeführt werden kann, und eines, das in einer graphischen Linux-Umgebung arbeitet. Zur Verdeutlichung: Der opsi-configed ruft das jeweilige Kommando aus seiner Systemumgebung auf. D.h., die Form des benötigten Kommandos hängt davon ab, ob der opsi-configed unter Windows oder Linux läuft.

Abbildung 23. opsi-configed: Auswahl des Remote-Control-Aufrufs

opsi-configed: Auswahl des Remote-Control-Aufrufs

Das Auswahlfenster ist dreigeteilt: Oben steht die Liste der Namen der verfügbaren Aufrufe. Es folgt eine Zeile, in der das ausgewählte Kommando angezeigt wird sowie, falls zulässig, verändert werden kann. Die Zeile enthält auch Buttons für Start und Abbruch der Aktion. Der dritte Textbereich des Fensters gibt eventuelle Rückmeldungen des Betriebssystems beim Aufruf des Kommandos wieder.

Die Möglichkeiten, die sich bieten, sind quasi unerschöpflich. Z.B. kann ein Kommando konfiguriert werden, das eine RemoteDesktop-Verbindung zum ausgewählten Client öffnet (sofern dieser das zulässt). Unter Windows kann dafür z.B. der folgende Befehl verwendet werden:

cmd.exe /c start mstsc /v:%host%

Ein entsprechendes Linux-Kommando lautet z.B.:

rdesktop -a 16 %host%

Dabei ist %host% eine Variable, die vom opsi-configed automatisch durch den entsprechenden Wert für den Hostnamen ersetzt wird. Analog können auch die Variablen %ipaddress% sowie %inventorynumber% verwendet werden.

Sofern das Kommando mit editable true gekennzeichnet ist, können in der angezeigten Kommandozeile z.B. Passwörter oder andere ad-hoc-Variationen des Befehls eingegeben werden.

Sind mehrere Clients markiert, wird das Kommando auf allen ausgewählten parallel ausgeführt.

Die Liste der verfügbaren Kommandos wird über Server-Konfigurationseinträge bearbeitet (vgl. „Host-Parameter in der Client- und der Serverkonfiguration“).

Um ein Kommando des Namens example zu definieren, muss minimal ein Eintrag configed.remote_control.example (oder configed.remote_control.example.command) erzeugt werden. Als Wert des Properties wird das Kommando (ggfs. unter Verwendung von Variablen %host%, %ipaddress% usw.) gesetzt. Zusätzlich kann ein Eintrag der Form configed.remote_control.example.description definiert werden. Der Wert dieses Eintrags wird als Tooltip angezeigt. Mit einem Booleschen Eintrag der Form configed.remote_control.example.editable kann durch Setzen des Wertes auf false festgelegt werden, dass das Kommando beim Aufruf nicht verändert werden darf.

Abbildung 24. opsi-configed: Bearbeitung der Remote-Control-Aufrufe bei den Server-Konfigurationseinträgen

opsi-configed: Bearbeitung der Remote-Control-Aufrufe bei den Server-Konfigurationseinträgen

Clients entfernen, erstellen, umbenennen, umziehen

Sie können den ausgewählten Clients aus dem opsi-System löschen.

Sie haben hier auch die Möglichkeit, Clients neu anzulegen. Über den Menü-Punkt Neuen OpsiClient erstellen, erhalten Sie eine Maske zur Eingabe der nötigen Informationen zur Erstellung eines Clients.

Abbildung 25. opsi-configed: Client anlegen

opsi-configed: Client anlegen

Diese Maske enthält auch Felder für die optionale Angabe der IP-Nummer und der Hardware- (MAC)-Adresse. Wenn das Backend für die Konfiguration eines lokalen DHCP-Servers aktiviert ist (dies ist nicht der Default), werden diese Informationen genutzt, um den neuen Client auch dem DHCP-Server bekannt zu machen. Ansonsten wird die MAC-Adresse im Backend gespeichert und die IP-Nummer verworfen.

Sie können den ausgewählten Client innerhalb von opsi umbenennen. Sie werden dann in einem Dialogfenster nach dem neuen Namen gefragt.

Ein weiterer Dialog steht für den Umzug von einem Client oder mehreren Clients zu einem anderen Depot zur Verfügung:

Abbildung 26. opsi-configed: Client zu anderem Depot umziehen

opsi-configed: Client zu anderem Depot umziehen

Localboot-Produkte zurücksetzen

Sie können alle Informationen zu allen Localbootprodukten der ausgewählten Clients löschen. Dies kann sinnvoll sein um z.B. einen Testclient auf einen definierten Zustand zu setzen.

Produktkonfiguration

Wechseln Sie auf den Karteireiter Produktkonfiguration, so erhalten Sie die Liste der zur Softwareverteilung bereitstehenden Produkte und des Installations- und Aktionsstatus zu den ausgewählten Clients.

Abbildung 27. opsi-configed: Tab Produktkonfiguration

opsi-configed: Tab Produktkonfiguration

Werte, die für die ausgewählten Clients unterschiedlich sind, werden grau (als Darstellung des Wertes undefined) angezeigt.

Sie können auch für die Produktliste eine Sortierung nach einer anderen als der ersten Spalte durch Anklicken des Spaltentitels erreichen. Verfügbar sind die folgenden Spalten:

  • Stand ist der letzte der Softwareverteilung gemeldete Status zu diesem Produkt und kann die Werte installed, not_installed und unknown haben. not_installed wird aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht angezeigt. unknown ist der Status üblicherweise während einer (De-)Installation sowie wenn das letzte Skript gescheitert ist.
  • Report ist eine Zusammenfassung der Werte der internen Statusinformationen "Installationsfortschritt" (actionProgress), "Ergebnis der letzten Aktion" (actionResult) und "letzte angeforderte Aktion" (lastAction). Während einer Installation steht hier z.B. installing Nach Abschluss einer Aktion enthält das Feld den Text Ergebnis (letzte Aktion), z.B. failed (setup) oder success (uninstall).
  • Angefordert ist die Aktion, welche ausgeführt werden soll. Ein möglicher Wert ist immer none (visuell ist das Feld leer). Darüber hinaus sind die Aktionen verfügbar, für die bei diesem Produkt Skripte hinterlegt wurden. Möglich sind setup, uninstall, update, once, always, custom.
  • Prioritätsklasse gibt an, welche Priorität (100 bis -100) dem Produkt zugeordnet wurde (per default ist die Spalte nicht sichtbar.)
  • Position gibt an, in welcher Reihenfolge die Produkte installiert werden, per Default ebenfalls keine sichtbare Spalte.
  • Version ist die Kombination aus Produkt-Version und Package-Version, des auf dem Client installierten opsi-Softwareprodukts.

Durch das Anwählen eines Produkts erhalten Sie auf der rechten Seite des Fensters weitere Informationen zu diesem Produkt. Im Einzelnen:

  • ProduktID:: Klartextname des Produktes
  • Software/Paketversion: Produktversion-Paketversion der zur Verteilung bereitstehenden Software (wie sie der Paketierer angegeben hat).
  • Produktbeschreibung: Freier Text zur im Paket enthaltenen Software.
  • Hinweise: Freier Text mit Angaben zum Umgang mit diesem Paket.
  • Abhängigkeiten: Eine Liste von Produkten, zu denen das ausgewählte Produkt Abhängigkeiten aufweist mit Angabe der Art der Abhängigkeit:

    • required bedeutet, das ausgewählte Produkt benötigt das hier angezeigte Produkt, es besteht aber keine zwingende Installationsreihenfolge.
    • pre-required heißt, das hier angezeigte Produkt muss vor dem Ausgewählten installiert werden.
    • post-required spezifiziert, das hier angezeigte Produkt muss nach dem Ausgewählten installiert werden.
    • on deinstall bedeutet, diese Aktion soll bei der Deinstallation des ausgewählten Produktes durchgeführt werden; Reihenfolgen können dabei nicht berücksichtigt werden (weil Installationen und Deinstallationen nicht gemischt vorkommen können, aber ggf. zu entgegengesetzten Reihenfolgeanforderungen führen können).
  • Konfiguration für den Client: Zur clientspezifischen Anpassung der Installation können für ein Produkt zusätzliche Properties definiert sein. Die Darstellung und Bearbeitung der Tabelle der Properties ist in einem spezifischen Oberflächenelement realisiert:

Property-Tabellen mit Listen-Editierfenstern

Eine Property-Tabelle ist eine zweispaltige Tabelle. In der linken Spalte stehen Property-Namen, denen jeweils in der rechten Spalte ein Property-Wert zugeordnet ist.
Die Zeilen die nicht dem Serverdefault entsprechen werden fett angezeigt.
Rechts oben gibt es zwei Buttons:

  • (rechts): Entferne clientspezifische Werte:
    Dieser Button löscht alle Einstellungen beim Client, so dass die Serverdefaults wirken. Werden Serverdefaults geändert wirkt sich dies somit direkt auf den Client aus.
  • (links): Setze Client Werte auf Serverdefaults:
    Dieser Button kopiert die Serverdefaults zu den Clienteinstellungen. Damit bleiben diese Einstellungen beim Client erhalten, auch wenn später die Serverdefaults geändert werden.

Sofern entsprechend konfiguriert, wird ein Hinweis zur Bedeutung eines Wertes sowie der Defaultwert angezeigt, sobald der Mauszeiger über die betreffende Zeile bewegt wird ("Tooltip"):

Abbildung 28. opsi-configed: Property-Tabelle

opsi-configed: Property-Tabelle

Beim Anklicken eines Wertes poppt ein Fenster auf, der Listen-Editor, und zeigt einen Wert bzw. eine Liste vorkonfigurierter Werten, wobei der derzeit gültige Wert markiert ist:

Abbildung 29. opsi-configed: Listen-Editor, Auswahlliste

opsi-configed: Listen-Editor, Auswahlliste

Durch Anklicken eines anderen Wertes kann die Auswahl geändert werden.

Sofern die Liste der zulässigen Werte erweiterbar ist (bzw. die Werte änderbar sind), bietet das Fenster zusätzlich ein Editierfeld an, in dem neue bzw. geänderte Werte eingegeben werden können.

Abbildung 30. opsi-configed: Listeneditor, Editierfeld

opsi-configed: Listeneditor, Editierfeld

Zwecks Modifikation kann ein Wert aus der Liste der vorhandenen mit Doppelklick in das Feld übernommen werden. Sobald ein in der Liste noch nicht vorhandener Wert im Editierfeld steht, aktiviert sich das Plus-Symbol zum Übernehmen des neuen Wertes.

Sofern - wie z.B. im Feld zusätzliche Treiber der Fall sein sollte - Mehrfach-Werte zulässig sind, erlaubt die Liste eine Mehrfach-Selektion. Wenn die Liste zur Mehrfach-Selektion konfiguriert ist, wird ein Wert mit Strg-Klick zur Selektion hinzugefügt. Mit derselben Tastenkombination lassen sich Werte auch wieder aus der Auswahl entfernen. Das Minus-Symbol leert die Selektion komplett.

Wenn die Liste bearbeitet wurde, wechselt wie auch sonst im configed der grüne Haken nach Rot. Anklicken des Hakens übernimmt den neuen Wert (d.h. die neue Selektion als Wert). Der blaue Cancel-Knopf beendet die Bearbeitung, indem der ursprüngliche Wert zurückgesetzt wird.

Netboot-Produkte

Die Produkte unter dem Karteireiter Netboot-Produkte werden analog zum Karteireiter Produktkonfiguration angezeigt und konfiguriert.

Die hier angeführten Produkte versuchen, werden sie auf setup gestellt, zu den ausgewählten Clients den Start von Bootimages beim nächsten Reboot festzulegen. Dies dient üblicherweise der OS-Installation.

Abbildung 31. opsi-configed: Tab Netboot-Produkte

opsi-configed: Tab Netboot-Produkte

Hardwareinformationen

Unter diesem Karteireiter erhalten Sie die letzten - entweder durch das Bootimage oder durch das Localboot-Produkt hwaudit erhobenen - Hardwareinformationen zum ausgewählten Client.

Abbildung 32. opsi-configed: Tab Hardware-Information

opsi-configed: Tab Hardware-Information

Software-Inventur

Unter diesem Karteireiter erhalten Sie die letzten mit swaudit ausgelesenen Informationen über installierte Software beim Client.

Abbildung 33. opsi-configed: Tab Software-Inventur

opsi-configed: Tab Software-Inventur

Logdateien: Logs von Client und Server

Im Kartenreiter Logdateien sind die Logdateien der Clients über den opsi-configed einsehbar.

Der Level, bis zu dem die Logeinträge sichtbar sind, kann mit einem Schieberegler variiert werden, so dass Fehler leichter gefunden werden können. Der Regler ist auch mausrad-bedienbar.

Dabei kann auch in den Logdateien gesucht werden (Fortsetzung der Suche mit F3 oder n. Die einzelnen Zeilen sind je nach Loglevel farbig hervorgehoben.

Abbildung 34. opsi-configed: Tab Logdateien

opsi-configed: Tab Logdateien

Host-Parameter in der Client- und der Serverkonfiguration

Einige Konfigurationsdaten können Sie über den Tab Host-Parameter setzen und zwar als Server-Defaults im Modus Serverkonfiguration (vgl. „Client- / Depot-/ Serverkonfiguration / Lizenzmanagement“) und clientspezifisch in der Clientkonfiguration.

Konfigurationseinträge (config-Objekte des opsi-Servers) sind grundsätzlich Wertelisten. Als Werkzeug zur Bearbeitung der Werte dient daher der Listeneditor (vgl. „Property-Tabellen mit Listen-Editierfenstern“ )

Je nach Definition des jeweiligen Konfigurationsobjekts können die Werte der Liste

  • Unicode-Textwerte oder boolesche Werte (true/false) sein,
  • die Liste kann ein- oder mehrelementig sein
  • und die Auswahl für die Listenelemente kann fest oder erweiterbar sein.

Neue Konfigurationseinträge der Typen Unicode-Liste (erweiterbar) sowie boolesche Liste (fix) können über das Kontextmenü erstellt werden. Ebenso können bestehende Einträge gelöscht werden.

Das Verhältnis von Server- und Client-Hosteinträgen ist verwickelt:

  • Server-Einträge liefern die Default-Werte für die Client-Einträge.
  • Wenn ein Server-Eintrag (das config-Objekt) gelöscht wird, verschwinden auch die zugehörigen Client-Einträge.
  • Wenn ein Client-Eintrag im opsi-configed neu angelegt wird, wird automatisch ein passendes Server-Konfigurationsobjekt erzeugt.
  • Wenn ein Client-Eintrag im opsi-configed gelöscht wird, wird nur ein eventuell vorhandener spezifischer Wert gelöscht und wieder der Server-Default verwendet.
  • Wenn ein spezifischer Client-Wert sich vom Server-Default unterscheidet, so ist dieser fett dargestellt.
  • Für bestimmte Konfigurationsobjekte können zwar Client-Werte erzeugt und bearbeitet werden, sie haben jedoch keine Bedeutung, weil die zugehörige Funktion serverspezifisch definiert ist (z.B. die Einträge für den opsi-configed, die zur Rubrik configed. gehören).

Zur besseren Übersicht werden ab Version 4.0.3 die Host-Parameter gegliedert nach Funktionsgruppen aufgeführt. Die Gruppen sind auf der linken Seite in einer baumartigen Struktur dargestellt. Jeweils die zugehörigen Parameter und ihre Werte werden, wenn die Gruppe links aktiviert ist, auf der rechten Seite präsentiert.

Abbildung 35. opsi-configed: Tab Hostparameter (Server- und Client-Konfiguration)

opsi-configed: Tab Hostparameter (Server- und Client-Konfiguration)

Depotkonfiguration

Im Modus Depotkonfiguration (vgl. „Client- / Depot-/ Serverkonfiguration / Lizenzmanagement“) öffnet sich der Tab Depots. Nach Auswahl eines Depotservers in der Drop-Down-Liste können Werte bearbeitet werden, die das Depot parametrisieren.

Abbildung 36. opsi-configed: Tab Depot-Konfiguration

opsi-configed: Tab Depot-Konfiguration

4.4. Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren

Der opsi-package-manager dient zur (De-) Installation von Produkt-Paketen auf einem opsi-server.

Beim Aufruf von opsi-package-manager zur Installation muss das zu installierende Paket für den Systemuser opsiconfd lesbar sein. Es wird daher dringend empfohlen, Produkt-Pakete aus /home/opsiproducts bzw. einem Unterverzeichnis hiervon zu installieren.

Die Logdatei des opsi-package-managers ist /var/log/opsi/package.log

Paket installieren (ohne Fragen neu installieren):

opsi-package-manager -i softprod_1.0-5.opsi'

Paket installieren (mit Fragen nach Properties):

opsi-package-manager -p ask -i softprod_1.0-5.opsi

Paket installieren (und für alle auf Setup stellen, bei denen es installiert ist):

opsi-package-manager -S -i softprod_1.0-5.opsi

Paket deinstallieren:

opsi-package-manager -r softprod

Paket extrahieren und umbenennen:

opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi --new-product-id myprod

Eine Übersicht über alle Optionen liefert die Option --help.

Zu beachten:

  • Die Optionen -d bzw. --depots sind für den multi-depotserver Betrieb und werden nur mit einem entsprechenden Supportvertrag unterstützt.
  • Bei der Verwendung von -d wird das zu installierende Paket zunächst nach /var/lib/opsi/repository kopiert. Dort muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen.
    Siehe hierzu auch: opsi-server mit mehreren Depots Abschnitt 16, „opsi-server mit mehreren Depots“
#opsi-package-manager --help

usage: opsi-package-manager [options] <command>

Manage opsi packages

Commands:
  -i, --install      <opsi-package> ...      install opsi packages
  -u, --upload       <opsi-package> ...      upload opsi packages to repositories
  -l, --list         <regex>                 list opsi packages matching regex
  -D, --differences  <regex>                 show depot differences of opsi packages matching regex
  -r, --remove       <opsi-product-id> ...   uninstall opsi packages
  -x, --extract      <opsi-package> ...      extract opsi packages to local directory
  -V, --version                              show program's version info and exit
  -h, --help                                 show this help message and exit

Options:
  -v, --verbose                    increase verbosity (can be used multiple times)
  -q, --quiet                      do not display any messages
  --log-file         <log-file>    path to debug log file
  -d, --depots       <depots>      comma separated list of depot ids to process
                                      all = all known depots
  -p, --properties   <mode>        mode for default product property values
                                      ask     = display dialog
                                      package = use defaults from package
                                      keep    = keep depot defaults (default)
  --purge-client-properties        remove product property states of the installed product(s)
  -f, --force                      force install/uninstall (use with extreme caution)
  -U, --update                     set action "update" on hosts where installation status is "installed"
  -S, --setup                      set action "setup" on hosts where installation status is "installed"
  -o, --overwrite                  overwrite existing package on upload even if size matches
  -k, --keep-files                 do not delete client data dir on uninstall
  -t, --temp-dir     <path>        tempory directory for package install
  --max-transfers    <num>         maximum number of simultaneous uploads
                                      0 = unlimited (default)
  --max-bandwidth    <kbps>        maximum transfer rate for each transfer (in kilobytes per second)
                                      0 = unlimited (default)
  --new-product-id   <product-id>  set a new product id when extracting opsi package

4.5. Werkzeug: opsi-product-updater

Das Kommandozeilen Werkzeug opsi-product-updater dient dazu, komfortabel opsi-Produkte aus einem Repository zu laden und auf dem Server zu installieren. Daneben kann es auch per cronjob zeitgesteuert aufgerufen werden und so zur automatischen Synchronisation von opsi-Servern bzw. für automatische Updates verwendet werden.

# opsi-product-updater --help

Usage: opsi-product-updater [options]
Options:
    -h    Show this help text
    -v    Increase verbosity (can be used multiple times)
    -V    Show version information and exit
    -c    Location of config file

Die wesentlichen Features sind konfigurierbare Repositories und konfigurierbare Aktionen (die Konfigurationseinstellungen werden in der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf vorgenommen).

Konfigurierbare Repositories

Repositories sind die Quellen, von denen sich der opsi-server die Pakete holt.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Repositories, Internet-Repositories und opsi-Server:

Internet-Repositories

Das wichtigste Beispiel ist das uib-Repository mit der URL http://download.uib.de

Internet-Repositories sind gekennzeichnet durch die Parameter

  • baseURL (z.B. http://download.uib.de)
  • dirs (Eine Liste von Verzeichnissen z.B. opsi4.0/produkte/essential)
  • sowie bei Bedarf username und password für Passwort-geschützte Repositories (z.B. für Abo-Kunden)

Bei Bedarf ist auch ein Proxy einzustellen.

opsi-server

Ein Repository hat den Typ opsi-server, wenn in der /etc/opsi/opsi-product-updater.conf in der Sektion des Repositorys ein Eintrag zum Punkt

  • opsiDepotId

vorgenommen wird.

In der Regel ist bei einem opsi-depotserver an diese Steller der zentrale configserver einzutragen. Damit zieht der Depotserver seine Pakete per Aufruf des opsi-product-updater bzw. automatisiert per Cronjob vom zentralen Server.

Konfigurierbare Aktionen

Für jedes Repository kann eingestellt werden:

  • autoupdate: Aktuellere Versionen installierter Pakete werden geholt und installiert.
  • autoinstall: Auch bis jetzt nicht installierte Pakete werden geholt und installiert
  • autosetup: Die geholten und installierten Pakete werden für alle Clients, auf denen dieses Produkt installiert ist, auf setup gesetzt.

Zusätzlich ist es möglich, die Aktualisierung der Pakete auf den Clients über einen konfigurierbaren Wake-On-Lan-Mechanismus anzustoßen. In Verbindung mit dem Produkt shutdownwanted kann dafür gesorgt werden, dass die Clients nacheinander geweckt, die Software verteilt und die Clients danach wieder heruntergefahren werden. Hierdurch kann man seine Clients zum Beispiel außerhalb der Geschäftszeiten mit Updates und Software versorgen und die Anwender können am nächsten Morgen direkt mit der Arbeit beginnen.

4.6. Werkzeuge: opsi-admin / opsi config interface

Übersicht

Seit opsi 3.0 enthält eine serverseitige Bibliothek die zentralen Zugriffsfunktionen auf die opsi-Datenhaltung. Nach außen bietet sie eine API an, mit der ihre Funktionen genutzt werden können. Der opsiconfd stellt die komplette API als Webservice zur Verfügung.

Über den Aufruf von https://<opsi-server>:4447/interface kann über ein grafisches Frontend in elementare Form auf diesen Webservice zugegriffen werden. Dazu müssen Sie sich als Mitglied der Gruppe opsiadmin authentifizieren.

Abbildung 37. opsiconfd: Web-Interface

opsiconfd: Web-Interface

Auf der Kommandozeile kann mit dem Befehl opsi-admin auf die API zugegriffen werden. Dabei bietet opsi-admin einen interaktiven Modus und einen nicht-interaktiven z.B. zum Einsatz in Skripten.

Der Aufruf von opsi-admin --help zeigt eine kleine Hilfe zu den Optionen:

# opsi-admin --help

Usage: opsi-admin [options] [command] [args...]
Options:
  -h, --help           Display this text
  -V, --version        Display this text
  -u, --username       Username (default: current user)
  -p, --password       Password (default: prompt for password)
  -a, --address        URL of opsiconfd (default: https://localhost:4447/rpc)
  -d, --direct         Do not use opsiconfd
      --no-depot       Do not use depotserver backend
  -l, --loglevel       Set log level (default: 3)
                       0=nothing, 1=essential, 2=critical, 3=error, 4=warning
                       5=notice, 6=info, 7=debug, 8=debug2, 9=confidential
  -f, --log-file       Path to log file
  -i, --interactive    Start in interactive mode
  -c, --colorize       Colorize output
  -S, --simple-output  Simple output (only for scalars, lists)
  -s, --shell-output   Shell output

opsi-admin kann auf einen opsi-Webservice zugreifen oder direkt auf der Datenhaltung arbeiten. Für die Arbeit über den Webservice müssen neben der URL auch username und password angegeben werden. Dies wird man in Skripten üblicherweise nicht tun wollen. Stattdessen bietet sich hier der direkte Datenzugriff über Aufruf opsi-admin -d an.

Im interaktiven Modus (Start mit opsi-admin -i bzw. opsi-admin -d -i -c, kurz opsi-admin -dic) erhalten Sie Eingabe-Unterstützung durch die Tabtaste. Betätigen der Tabtaste führt auf eine Auswahl der der möglichen Fortsetzungen der Eingabe bzw. die Angabe des Datentyps der nächsten erwarteten Eingabe. In der Liste der möglichen Eingaben können Sie mit Bild-auf und Bild-ab blättern.

Die Optionen -s und `-S `erzeugen eine Form der Ausgabe welche sich leichter in Skripten weiterverarbeiten lässt.

Außer den Methodenaufrufen (eingeleitet mit method), welche direkt die API widerspiegeln, gibt es Aufrufe (eingeleitet mit task), die intern auf eine Kombination von Methodenaufrufen zur Erledigung einer bestimmten Aufgabe abgebildet werden.

Typische Verwendung

Ein Produkt für alle Clients auf setup stellen, welche dieses Produkt installiert haben:
opsi-admin -d task setupWhereInstalled "softprod"
Liste aller Clients
opsi-admin -d method host_getIdents
Client löschen
opsi-admin -d method host_delete <clientname>

z.B.:

opsi-admin -d method host_delete "pxevm.uib.local"
Client anlegen
opsi-admin -d method host_createOpsiClient <full qualified clientname>

z.B.:

opsi-admin -d method host_createOpsiClient "pxevm.uib.local"
Action request setzen
opsi-admin -d method setProductActionRequest <productId> <clientId> <actionRequest>

z.B.:

opsi-admin -d method setProductActionRequest win7 pxevm setup
Beschreibungen den Clients zuordnen
opsi-admin -d method setHostDescription "dpvm02.uib.local" , "Client unter VMware"
Pcpatch-Passwort setzen
opsi-admin -d task setPcpatchPassword

Setzt das Passwort von pcpatch für Unix, samba und opsi.

4.7. Serverprozesse: opsiconfd und opsipxeconfd

Der opsipxeconfd dient zur Bereitstellung von named pipes im tftpboot-Bereich, welche den Bootvorgang eines PCs über das PXE-Protokoll steuern.

Die zugehörige Konfigurationsdatei ist /etc/opsi/opsipxeconfd.conf, die Logdatei /var/log/opsi/opsipxeconfd.log.

Der opsiconfd dient zur Bereitstellung der opsi-server-API als JSON-Webservice und nimmt noch eine Reihe weiterer Aufgaben wahr.

Dieser Dienst ist damit der zentrale opsi-Dienst. Über ihn wird z.B. sämtliche Kommunikation zwischen den Clients und dem Server abgewickelt.

Von daher ist die Möglichkeit, diesen Prozess und seine Last zu überwachen, ein wichtiges Werkzeug.

opsiconfd-Überwachung: opsiconfd info

Unter der Webadresse https://<opsi-server>:4447/info erhalten Sie grafisch aufbereitete Informationen über den Lastverlauf des opsiconfd der letzten Stunde, des letzten Tages, des letzten Monats und des letzten Jahrs sowie weitere tabellarische Informationen.

Abbildung 38. opsiconfd info: opsiconfd-Werte der letzten Stunde

opsiconfd info: opsiconfd-Werte der letzten Stunde

Abbildung 39. opsiconfd info: opsiconfd-Werte des letzten Tages

opsiconfd info: opsiconfd-Werte des letzten Tages

5. Web service / API Methoden

5.1. Web service / API Methoden seit opsi 4.0

Übersicht

Für opsi 4.0 wurden die Backends und die dazugehörigen Methoden komplett überarbeitet.

Die opsi4-Backends basieren auf Objekten. Ein Objekt hat eine Reihe von Eigenschaften.

Als Beispiel diene hier das Objekt product. Das Objekt vom Typ product, welches das opsi-Produkt javavm beschreibt sieht z.B. so aus:

"ident": "javavm;1.6.0.20;2"
"id": "javavm"
"description": "Java 1.6"
"changelog": ""
"advice": ""
"userLoginScript": ""
"name": "SunJavaRuntimeEnvironment"
"priority": 0
"packageVersion": "2"
"productVersion": "1.6.0.20"
"windowsSoftwareIds": None
"productClassIds": None
"type": "LocalbootProduct"
"licenseRequired": False
"setupScript": "javavm.ins"
"updateScript": ""
"uninstallScript": "deljvm.ins"
"alwaysScript": ""
"onceScript": ""
"customScript": ""

Zu jedem Objekt gibt es eine Reihe von Operationen. In der Regel sind dies:

  • getObjects (liefert die Objekte)
  • getHashes (Variante, die aus Performance-Gründen die Backend-Objekte ohne Erzeugung von internen Objekten readonly durchreicht; bei entsprechenden Datenvolumen erheblich schneller als getObjects)
  • create (zum komfortablen Erzeugen eines Objektes)
  • createObjects (zum Erzeugen vieler Objekte)
  • delete (zum Löschen eines Objektes)
  • deleteObjects (zum Löschen vieler Objekte)
  • getIdents (liefert nur die Objekt-Ids)
  • insertObject (zum Erzeugen eines neuen Objektes)
  • updateObject (zum Aktualisieren eines Objektes, erzeugt das Objekt, wenn nicht vorhanden)
  • updateObjects (zum Aktualisieren vieler Objekte)

Die Namen der Methoden setzen sich zusammen aus:

<object name>_<operation>

Dadurch unterscheiden sie sich von den Legacy Methoden aus opsi 3.x welche in der Regel mit get, set oder create anfangen.

Die getObjects-Methoden haben zwei optionale Parameter:

  • attributes
  • filter

attributes dient dazu, nur bestimmte Attribute des Objektes abzufragen. Zurückgeliefert werden immer alle Attributnamen, aber nur die Werte der Attribute, welche das Objekt eindeutig kennzeichnen sowie die in attributes angegebenen Attributwerden. Die restlichen Attribute werden mit dem Wert None geliefert.

So liefert z.B die Methode product_getObjects, parametrisiert mit attributes:["name"] für das Produkt javavm:

"onceScript": None,
"ident": "javavm;1.6.0.20;2",
"windowsSoftwareIds": None,
"description": None,
"setupScript": None,
"changelog": None,
"customScript": None,
"advice": None,
"uninstallScript": None,
"userLoginScript": None,
"name": "Sun Java Runtime Environment",
"priority": None,
"packageVersion": "2",
"productVersion": "1.6.0.20",
"updateScript": None,
"productClassIds": None,
"alwaysScript": None,
"type": "LocalbootProduct",
"id": "javavm",
"licenseRequired": None

Wenn Sie keine attributes, aber einen filter angeben möchten, darf das Feld Sie für attributes nicht ganz leer bleiben, sondern muss den Wert [] erhalten.

Mit filter kann eingeschränkt werden, zu welchen Objekten Informationen geholt werden sollen, ähnlich einer sql-where-Bedingung.So schränkt für product_getObjects der Filter { "id":"javavm" } die Rückgabe auf das Object javavm ein.

Bei den Methoden, denen ein oder mehrere Objekte übergeben werden, muss dies als JSON-Objekt bzw. als Liste von JSON-Objekten geschehen.

Die wichtigsten Objekte sind:

  • auditHardwareOnHost (clientspezifische Hardwareinformationen)
  • auditHardware (clientunabhängige Hardwareinformationen)
  • auditSoftwareOnClient (clientspezifische Softwareinformationen)
  • auditSoftware (clientunabhängige Softwareinformationen)
  • auditSoftwareToLicensePool (Lizenzmanagement)
  • configState (Verwaltung von Zusatzkonfigurationen)
  • config (Verwaltung von neuen typisierten Zusatzkonfigurationen)
  • group (Gruppenverwaltung)
  • host (Server und Clients)
  • licenseContract (Lizenzmanagement)
  • licenseOnClient (Lizenzmanagement)
  • licensePool (Lizenzmanagement)
  • objectToGroup (Gruppenverwaltung)
  • productDependency (Produktabhängigkeiten)
  • productOnClient (Infos zu einem Produkt bezogen auf einen Client)
  • productOnDepot (Infos zu einem Produkt bezogen auf ein Depot)
  • productPropertyState (Depot und Client bezogene Product Property Werte)
  • productProperty (Definition der Product Properties)
  • product (Produkt Metadaten)
  • softwareLicenseToLicensePool (Lizenzmanagement)
  • softwareLicense (Lizenzmanagement)

Daneben gibt es noch eine Reihe von weiteren Objekten mit speziellen Operationen. Das aufgeführte Design ermöglicht es:

  • schnell Informationen zu einer großen Zahl von Objekten zu übertragen,
  • dabei mit einheitlicher Syntax Daten zu filtern,
  • die Informationen auf syntaktische Korrektheit der erzeugten Objekte zu prüfen.

Hierdurch wird eine verbesserte Stabilität und höhere Performanz erreicht.

Die Objekte zur Datenspeicherung

host (server und clients)

Beispiel für einen OpsiClient:

 method host_getObjects [] {"id":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "xpclient.vmnat.local",
          "description" : "",
          "created" : "2012-03-22 12:13:52",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "notes" : "Created by opsi-deploy-client-agent at Wed, 24 Aug 2011 10:24:36",
          "oneTimePassword" : "",
          "lastSeen" : "2012-03-30 16:20:04",
          "hardwareAddress" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "opsiHostKey" : "1234567890abcef1234567890abcdef",
          "type" : "OpsiClient",
          "id" : "xpclient.vmnat.local"
          }
]

Die meisten dieser Daten finden sich im clients tab des opsi-configed.

Mögliche Werte für type:

  • OpsiClient
  • OpsiConfigserver (was bedeutet, dies ist auch ein OpsiDepotserver)
  • OpsiDepotserver

Der Server type hat andere und mehr Daten als ein Client..

Beispiel für einen server:

 method host_getObjects [] {"id":"sepiolina.vmnat.local"}
[
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "sepiolina.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.0/255.255.255.128",
          "description" : "",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.1",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://sepiolina.vmnat.local:4447/repository",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : null,
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "1234567890abcef1234567890abcdef",
          "type" : "OpsiConfigserver",
          "id" : "sepiolina.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://sepiolina:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://sepiolina/opsi_depot"
          }
]

Die meisten dieser Daten finden sich in der depot configuration des opsi-configed.

group (Gruppen Verwaltung)

Beschreibt Gruppen und Ihre hierarchiche Struktur

Beispiel für ein group Objekt:

 method group_getObjects
 [
       {
          "ident" : "sub2",
          "description" : "sub2",
          "notes" : "",
          "parentGroupId" : null,
          "type" : "HostGroup",
          "id" : "sub2"
          },
          {
          "ident" : "subsub",
          "description" : "subsub",
          "notes" : "",
          "parentGroupId" : "sub2",
          "type" : "HostGroup",
          "id" : "subsub"
          }
]
objectToGroup (Gruppen Verwaltung)

Beschreibt die Mitgliedschaft von Obketen in Gruppen.

Es gibt Hostgroups und Productgroups

Beispiel für ein objectToGroup Objekt:

 method objectToGroup_getObjects
[
         {
          "groupType" : "HostGroup",
          "ident" : "HostGroup;sub2;win7.vmnat.local",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "sub2",
          "objectId" : "win7.vmnat.local"
          },
          {
          "groupType" : "HostGroup",
          "ident" : "HostGroup;subsub;win7x64.vmnat.local",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "subsub",
          "objectId" : "win7x64.vmnat.local"
          },
        {
          "groupType" : "ProductGroup",
          "ident" : "ProductGroup;opsiessentials;opsi-client-agent",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "opsiessentials",
          "objectId" : "opsi-client-agent"
          },
          {
          "groupType" : "ProductGroup",
          "ident" : "ProductGroup;opsiessentials;opsi-winst",
          "type" : "ObjectToGroup",
          "groupId" : "opsiessentials",
          "objectId" : "opsi-winst"
          }
]
product (product meta data)

Beschreibt die Meta-Daten eines Produktes wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein product Objekt:

 method product_getObjects [] {"id":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "onceScript" : "",
          "ident" : "jedit;4.5;3",
          "windowsSoftwareIds" :
                    [

                    ],
          "description" : "jEdit with opsi-winst Syntax-Highlighting",
          "setupScript" : "setup.ins",
          "changelog" : "",
          "customScript" : "",
          "advice" : "",
          "uninstallScript" : "uninstall.ins",
          "userLoginScript" : "",
          "name" : "jEdit programmer's text editor",
          "priority" : 0,
          "packageVersion" : "3",
          "productVersion" : "4.5",
          "updateScript" : "update.ins",
          "productClassIds" :
                    [

                    ],
          "alwaysScript" : "",
          "type" : "LocalbootProduct",
          "id" : "jedit",
          "licenseRequired" : false
          }
]

Anmerkung

Im Fall von mehreren Depotservern, können hier unterschiedliche Versionen eines product auftauchen.

Die Eintragungen für productClassIds und windowsSoftwareIds werden im Moment nicht verwendet.

productProperty (Definition der product properties)

Beschreibt die properties eines product wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein productProperty Objekt:

 method productProperty_getObjects [] {"productId":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "ident" : "jedit;4.5;3;start_server",
          "description" : "Should the jedit derver started at every startup ?",
          "editable" : false,
          "defaultValues" :
                    [
                    false
                    ],
          "multiValue" : false,
          "productVersion" : "4.5",
          "possibleValues" :
                    [
                    false,
                    true
                    ],
          "packageVersion" : "3",
          "type" : "BoolProductProperty",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          }
]

Anmerkung

Die für einen Client verwendeten default Werte finden sich nicht hier, sondern werden Depotspezifisch in productPropertyState Objekten gespeichert.

productPropertyState (Depot oder Client spezifische product property settings)

Beschreibt:
* die default Werte eines product property auf einem Depot * die Client spezifischen settings eines product properies.

Beispiel für ein productPropertyState Objekt:

 method productPropertyState_getObjects [] {"productId":"jedit"}
[
          {
          "ident" : "jedit;start_server;sepiolina.vmnat.local",
          "objectId" : "sepiolina.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    false
                    ],
          "type" : "ProductPropertyState",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          },
         {
          "ident" : "jedit;start_server;xpclient.vmnat.local",
          "objectId" : "xpclient.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    true
                    ],
          "type" : "ProductPropertyState",
          "propertyId" : "start_server",
          "productId" : "jedit"
          }

]
productDependency (product Abhängigkeiten)

Beschreibt die Abhäningkeit eines Produktes zu einem anderen Produkt wie sie bei der Erstellung des Produktes definiert wurden.

Beispiel für ein productDependency Objekt:

method productDependency_getObjects [] {"productId":"jedit","productVersion":"4.5"}
[
          {
          "ident" : "jedit;4.5;3;setup;javavm",
          "productAction" : "setup",
          "requiredPackageVersion" : null,
          "requirementType" : "before",
          "requiredInstallationStatus" : "installed",
          "productVersion" : "4.5",
          "requiredProductId" : "javavm",
          "requiredAction" : null,
          "requiredProductVersion" : null,
          "type" : "ProductDependency",
          "packageVersion" : "3",
          "productId" : "jedit"
          }
]
productOnClient (client spezifische Informationen zu einem Produkt z.B. Installationsstatus)

Beschreibt welche Produkte in welchen Versionen auf welchem Client installiert sind.

Beispiel für ein productOnClient Objekt:

 method productOnClient_getObjects [] {"productId":"jedit","clientId":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;xpclient.vmnat.local",
          "actionProgress" : "",
          "actionResult" : "successful",
          "clientId" : "xpclient.vmnat.local",
          "modificationTime" : "2012-03-30 15:49:04",
          "actionRequest" : "none",
          "targetConfiguration" : "installed",
          "productVersion" : "4.5",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "lastAction" : "setup",
          "packageVersion" : "3",
          "actionSequence" : -1,
          "type" : "ProductOnClient",
          "installationStatus" : "installed",
          "productId" : "jedit"
          }
]
productOnDepot (depot spezifische Informationen zu einem Produkt)

Beschreibt welches Produkt in welcher Version auf welchem Depot installiert ist.

Beispiel für ein productOnDepot Objekt:

 method productOnDepot_getObjects [] {"productId":"jedit"}
[
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;4.4.1;2;depotserver.vmnat.local",
          "locked" : false,
          "productVersion" : "4.4.1",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "depotId" : "depotserver.vmnat.local",
          "type" : "ProductOnDepot",
          "packageVersion" : "2",
          "productId" : "jedit"
          },
          {
          "ident" : "jedit;LocalbootProduct;4.5;3;sepiolina.vmnat.local",
          "locked" : false,
          "productVersion" : "4.5",
          "productType" : "LocalbootProduct",
          "depotId" : "sepiolina.vmnat.local",
          "type" : "ProductOnDepot",
          "packageVersion" : "3",
          "productId" : "jedit"
          }
]

Anmerkung

Im Fall von mehreren Depotservern, können hier unterschiedliche Versionen eines Produktes auftauchen.

config (Verwaltung der Defaultwerte der Hostparameter)

Beschreibt die Hostparameter der Server Konfiguration des opsi-configeds.

Beispiel für ein config Objekt:

 method config_getObjects [] {"id":"opsiclientd.event_gui_startup.active"}
[
          {
          "ident" : "opsiclientd.event_gui_startup.active",
          "description" : "gui_startup active",
          "defaultValues" :
                    [
                    true
                    ],
          "editable" : false,
          "multiValue" : false,
          "possibleValues" :
                    [
                    false,
                    true
                    ],
          "type" : "BoolConfig",
          "id" : "opsiclientd.event_gui_startup.active"
          }
]
configState (Verwaltung der clientspezifischen Hostparameter)

Beschreibt die Hostparameter der Client Konfiguration des opsi-configeds..

Beispiel für ein configState Objekt:

 method configState_getObjects [] {"configId":"opsiclientd.event_gui_startup.active"}
[
          {
          "configId" : "opsiclientd.event_gui_startup.active",
          "ident" : "opsiclientd.event_gui_startup.active;wanclient.vmnat.local",
          "values" :
                    [
                    false
                    ],
          "objectId" : "wanclient.vmnat.local",
          "type" : "ConfigState"
          }
]

Anmerkung

Ein configState Objekt kann nicht erzeugt werden ohne das das config Objekt existiert auf das es referenziert.

auditHardwareOnHost (Clientspezifische Hardware Informationen)

Beschreibt die ermittelten Hardwaretypen (inclusive der clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt die clientspezifischen Daten zu halten und in auditHardware nur die allgemeinen, so dass es dort z.B. nur einen Eintrag für eine Netzwerkkarte gibt, die in vielen Clients benutzt wird.
Leider funktioniert diese Idee in der Praxis nicht wirklich.

Beispiel für ein auditHardwareOnHost Objekt:

 method auditHardwareOnHost_getObjects [] {"hostId":"xpclient.vmnat.local","hardwareClass":"NETWORK_CONTROLLER","ipAddress":"172.16.166.101"}
[
          {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0C:29:35:70:A7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 1,
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "ipEnabled" : "True",
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-03-30 15:48:15",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "netConnectionStatus" : "Connected",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "serialNumber" : null,
          "lastseen" : "2012-03-30 15:48:15",
          "model" : null,
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0C:29:35:70:A7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 0,
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "ipEnabled" : "True",
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-03-08 14:26:14",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "VMware, Inc.",
          "description" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "netConnectionStatus" : "Connected",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "serialNumber" : null,
          "lastseen" : "2012-03-10 14:47:15",
          "model" : null,
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3"
          },
   {
          "vendorId" : "1022",
          "macAddress" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "state" : 0,
          "deviceType" : null,
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "ipEnabled" : null,
          "type" : "AuditHardwareOnHost",
          "firstseen" : "2012-02-29 15:43:21",
          "revision" : "10",
          "hostId" : "xpclient.vmnat.local",
          "vendor" : "Advanced Micro Devices [AMD]",
          "description" : "Ethernet interface",
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceId" : "2000",
          "autoSense" : "",
          "netConnectionStatus" : "yes",
          "maxSpeed" : null,
          "name" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "serialNumber" : "00:0c:29:35:70:a7",
          "lastseen" : "2012-03-30 14:58:30",
          "model" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "ipAddress" : "172.16.166.101",
          "adapterType" : ""
          }
]
auditHardware (Client unabhängige Hardware Informationen)

Beschreibt die ermittelten Hardwaretypen (ohne die clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt nur die allgemeinen Daten eines Hardwaretyps zu halten, so dass es hier z.B. nur einen Eintrag für eine Netzwerkkarte gibt, die in vielen Clients benutzt wird.
Leider funktioniert diese Idee in der Praxis nicht wirklich.

Beispiel für ein auditHardware Objekt:

 method auditHardware_getObjects [] {"hardwareClass":"NETWORK_CONTROLLER","vendorId":"1022"}
[
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices [AMD]",
          "name" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceType" : null,
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "autoSense" : "",
          "model" : "79c970 [PCnet32 LANCE]",
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "",
          "description" : "Ethernet interface"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "VMware, Inc.",
          "name" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "VMware Accelerated AMD PCNet Adapter"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
  {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie",
          "subsystemDeviceId" : "1022",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "2000",
          "autoSense" : null,
          "model" : null,
          "revision" : "10",
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : "Ethernet 802.3",
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
          {
          "vendorId" : "1022",
          "deviceId" : "2000",
          "maxSpeed" : null,
          "vendor" : "Advanced Micro Devices (AMD)",
          "name" : null,
          "subsystemDeviceId" : "2000",
          "deviceType" : "PCI",
          "subsystemVendorId" : "1022",
          "autoSense" : null,
          "model" : "",
          "revision" : null,
          "type" : "AuditHardware",
          "hardwareClass" : "NETWORK_CONTROLLER",
          "adapterType" : null,
          "description" : "Ethernetadapter der AMD-PCNET-Familie"
          },
(....)
[
auditSoftwareOnClient (Clientspezifische Software Informationen)

Beschreibt die ermittelten Softwaretypen (inclusive der clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt die clientspezifischen Daten zu halten und in auditSoftware nur die allgemeinen, so dass es dort z.B. nur einen Eintrag für eine Office-Software gibt, die in vielen Clients benutzt wird.

Beispiel für ein auditSoftwareOnClient Objekt:

 method auditSoftwareOnClient_getObjects  [] {"name":"jEdit 4.5.0","clientId":"xpclient.vmnat.local"}
[
          {
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x86;xpclient.vmnat.local",
          "licenseKey" : "",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "uninstallString" : "\\\"C:\\\\Programme\\\\jEdit\\\\unins000.exe\\\"",
          "usageFrequency" : -1,
          "clientId" : "xpclient.vmnat.local",
          "lastUsed" : "0000-00-00 00:00:00",
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "state" : 1,
          "version" : "4.5.0",
          "lastseen" : "2012-03-30 16:19:55",
          "binaryName" : "",
          "type" : "AuditSoftwareOnClient",
          "firstseen" : "2012-03-30 16:19:55",
          "architecture" : "x86"
          }
]
auditSoftware (Client unahängige Software Informationen)

Beschreibt die ermittelten Softwaretypen (ohne die clientspezifischen Daten). Die Idee ist in diesem Objekt nur die allgemeinen Daten eines Softwaretyps zu halten, so dass es hier z.B. nur einen Eintrag für eine Office-Software gibt, die in vielen Clients benutzt wird.

Beispiel für ein auditSoftware Objekt:

 method auditSoftware_getObjects  [] {"name":"jEdit 4.5.0"}
[
          {
          "windowsDisplayVersion" : "4.5.0",
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x64",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "windowsSoftwareId" : "jedit_is1",
          "windowsDisplayName" : "jEdit 4.5.0",
          "installSize" : -1,
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "version" : "4.5.0",
          "architecture" : "x64",
          "type" : "AuditSoftware"
          },
          {
          "windowsDisplayVersion" : "4.5.0",
          "ident" : "jEdit 4.5.0;4.5.0;;;x86",
          "name" : "jEdit 4.5.0",
          "windowsSoftwareId" : "jedit_is1",
          "windowsDisplayName" : "jEdit 4.5.0",
          "installSize" : -1,
          "subVersion" : "",
          "language" : "",
          "version" : "4.5.0",
          "architecture" : "x86",
          "type" : "AuditSoftware"
          }
]
auditSoftwareToLicensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt die Zuordnung von Mustern aus der Softwareinventarisierung (auditSoftware) zu einzelnen Lizenzpools.

Beispiel für ein auditSoftwareToLicensePool Objekt:

 method auditSoftwareToLicensePool_getObjects [] {"licensePoolId":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "ident" : "Windows 7 Professional N;6.1;00376-165;de-DE;x64;win7-msdn-prof",
          "name" : "Windows 7 Professional N",
          "language" : "de-DE",
          "subVersion" : "00376-165",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "version" : "6.1",
          "architecture" : "x64",
          "type" : "AuditSoftwareToLicensePool"
          },
          {
          "ident" : "Windows 7 Professional N;6.1;00376-165;de-DE;x86;win7-msdn-prof",
          "name" : "Windows 7 Professional N",
          "language" : "de-DE",
          "subVersion" : "00376-165",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "version" : "6.1",
          "architecture" : "x86",
          "type" : "AuditSoftwareToLicensePool"
          }
]
softwareLicenseToLicensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt die Zuordnung von 'softwareLicenseId’s zu 'licensePoolId’s.

Beispiel für ein softwareLicenseToLicensePool Objekt:

method softwareLicenseToLicensePool_getObjects [] {"licensePoolId":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "softwareLicenseId" : "uib-msdn-win7-vol",
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;win7-msdn-prof",
          "licenseKey" : "12345-12345-12345-12345-3dbv6",
          "type" : "SoftwareLicenseToLicensePool"
          }
]
softwareLicense (Lizenzmanagement)

Beschreibt die existierenden Softwarelizenzen und deren Metadaten.

Beispiel für ein softwareLicense Objekt:

 method softwareLicense_getObjects [] {"id":"uib-msdn-win7-vol"}
[
          {
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;msdn-uib",
          "maxInstallations" : 0,
          "boundToHost" : null,
          "expirationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "licenseContractId" : "msdn-uib",
          "type" : "VolumeSoftwareLicense",
          "id" : "uib-msdn-win7-vol"
          }
]
licenseContract (Lizenzmanagement)

Beschreibt die existierenden Lizenzverträge und deren Metadaten.

Beispiel für ein licenseContract Objekt:

 method licenseContract_getObjects [] {"id":"msdn-uib"}
[
          {
          "ident" : "msdn-uib",
          "description" : "",
          "conclusionDate" : "2011-04-22 00:00:00",
          "notificationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "notes" : "",
          "expirationDate" : "0000-00-00 00:00:00",
          "partner" : "Microsoft",
          "type" : "LicenseContract",
          "id" : "msdn-uib"
          }
]
licenseOnClient (Lizenzmanagement)

Beschreibt welcher Client welche Lizenz in Verwendung hat.

Beispiel für ein licenseOnClient Objekt:

 method licenseOnClient_getObjects  [] {"clientId":"win7client.vmnat.local"}
[
          {
          "softwareLicenseId" : "uib-msdn-win7-vol",
          "ident" : "uib-msdn-win7-vol;win7-msdn-prof;win7client.vmnat.local",
          "licenseKey" : "12345-12345-12345-12345-3dbv6",
          "notes" : "",
          "clientId" : "win7client.vmnat.local",
          "licensePoolId" : "win7-msdn-prof",
          "type" : "LicenseOnClient"
          }
]
licensePool (Lizenzmanagement)

Beschreibt einen Lizenzpool und dessen Zuordnung zu Produkten.

Beispiel für ein licensePool Objekt:

 method licensePool_getObjects [] {"id":"win7-msdn-prof"}
[
          {
          "ident" : "win7-msdn-prof",
          "type" : "LicensePool",
          "description" : "MSDN Keys",
          "productIds" :
                    [
                    "win7",
                    "win7-x64"
                    ],
          "id" : "win7-msdn-prof"
          }
]

Beispiel für die Änderung eines Keys in mehreren Objekten

Hier soll erläutert werden, wie Änderungen an einem Objekt durch geführt werden können. Als Beispiel wird das host Objekt verwendet, welches über die Auswahl auf den Typ OpsiDepotserver eingeschränkt wird:

 method host_getObjects '[]' {"type":"OpsiDepotserver"}
[
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "configserver.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.0/255.255.255.128",
          "description" : "",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.1",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://configserver.vmnat.local:4447/reposi
tory",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : null,
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "17835c8d52170dcd06ba3c5089a74815",
          "type" : "OpsiConfigserver",
          "id" : "configserver.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://configserver.vmnat.local:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://configserver/opsi_depot"
          },
          {
          "masterDepotId" : null,
          "ident" : "depotserver.vmnat.local",
          "networkAddress" : "172.16.166.128/25",
          "description" : "Depot Server",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "172.16.166.150",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://depotserver.vmnat.local:4447/reposi
tory",
          "depotLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/depot",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : "00:0c:29:7d:eb:55",
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "8284d506278667cb25cc2f9f992a024d",
          "type" : "OpsiDepotserver",
          "id" : "depotserver.vmnat.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://depotserver.vmnat.local:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://depotserver/opsi_depot"
          }
]

Zur Änderung der Werte für den Key "maxBandwidth" würde dieser Aufruf eine Datei erzeugen, in der die max. Bandbreite auf allen Depotservern von "0" auf "100" geändert wird. An der Datei können auch händisch Änderungen vorgenommen werden.

opsi-admin -d method host_getObjects '[]' '{"type":"OpsiDepotserver"}' | sed  -e 's/"maxBandwidth"\s:\s0/"maxBandwidth" : 100/' > /tmp/maxBand.json

Hiermit wird die geänderte Konfiguration in das Opsi-Backend übernommen:

opsi-admin -d method host_createObjects < /tmp/maxBand.json

Die spezial Objekte

Anmerkung

This chapter has to be written …

5.2. opsi3-Methoden

Die mit opsi 3 eingeführten Methoden stehen als Legacy Methoden weiterhin zur Verfügung, werden aber ab opsi 4.0 intern auf die neuen Methoden gemappt.

Hier eine Liste der Methoden (dargestellt in der Form des Aufrufs mit opsi-admin) mit einer kurzen Beschreibung. Diese dient zur Orientierung und nicht als Referenz. Das bedeutet die Beschreibung muss nicht alle Informationen enthalten, die Sie benötigen, um diese Methode tatsächlich zu verwenden.

method addHardwareInformation hostId, info

Fügt Hardwareinformationen zum Rechner hostid hinzu. Übergeben wird der Hash info. Vorhandene Informationen werden überschrieben, wenn die Keys über einstimmen. Es sind nur bestimmte Keys zulässig

method authenticated

Überprüfen ob die Authentifizierung am Service erfolgreich war.

method checkForErrors

Überprüft auf Inkonsistenzen im Backend (bisher nur implementiert für Backend File)

method createClient clientName, domain, description=None, notes=None

Erzeugt einen neuen Client.

method createGroup groupId, members = [], description = ""

Erzeugt eine Gruppe von Clients wie sie vom opsi-configed verwendet wird.

method createLicenseKey productId, licenseKey

Weist dem Produkt produktid einen (weiteren) Lizenzkey zu.

method createLocalBootProduct productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0, setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=('localBoot')

Legt ein neues Localboot-Produkt (Winst-Produkt) an.

method createNetBootProduct productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0, setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=('netboot')

Legt ein neues bootimage Produkt an

method createOpsiBase

Nur für interne Verwendung beim LDAP-Backend.

method createProduct productType, productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0,setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=""

Legt ein neues Produkt an.

method createProductDependency productId, action, requiredProductId="", requiredProductClassId="", requiredAction="", requiredInstallationStatus="", requirementType=""

Erstellt Produktabhängigkeiten.

method createProductPropertyDefinition productId, name, description=None, defaultValue=None, possibleValues=[]

Erstellt eine Produkteigenschaft.

method createServer serverName, domain, description=None

Erstellt im LDAP-Backend einen neuen Server.

method createServerProduct  productId, name, productVersion, packageVersion, licenseRequired=0,setupScript="", uninstallScript="", updateScript="", alwaysScript="", onceScript="", priority=10, description="", advice="", productClassNames=('server')

Noch nicht implementiert - für zukünftige Verwendung.

method deleteClient clientId

Löscht einen Client.

method deleteGeneralConfig objectId

Löscht Konfiguration eines Clients oder einer Domain.

method deleteGroup groupId

Löscht eine Clientgruppe.

method deleteHardwareInformation hostId

Löscht sämtliche Hardwareinfos zum Rechner hostid.

method deleteLicenseKey productId, licenseKey

Löscht einen Lizenzkey.

method deleteNetworkConfig objectId

Löscht Netzwerkkonfiguration (z.B. depotshare Eintrag) für Client oder Domain.

method deleteOpsiHostKey hostId

Löscht einen pckey aus der pckey-Datenbank.

method deleteProduct productId

Löscht ein Produkt aus der Datenbasis.

method deleteProductDependency productId, action, requiredProductId="", requiredProductClassId="", requirementType=""

Löscht Produktabhängigkeit.

method deleteProductProperties productId *objectId

Löscht alle Properties eines Produkts.

method deleteProductProperty productId property *objectId

Löscht ein Property eines Produkts.

method deleteProductPropertyDefinition productId, name
method deleteProductPropertyDefinitions productId

Löscht alle Produkteigenschaften zum Produkt productid.

method deleteServer serverId

Löscht die Serverkonfiguration.

method exit

Verlässt den opsi-admin.

method getBackendInfos_listOfHashes

Liefert eine Beschreibung der auf dem opsi-server konfigurierten Backends und welche davon aktiviert sind.

method getBootimages_list

Liefert die Liste der zur Auswahl stehenden Bootimages.

method getClientIds_list serverId = None, groupId = None, productId = None, installationStatus = None, actionRequest = None

Liefert die Liste der Clients, welche den angegebenen Kriterien entsprechen.

method getClients_listOfHashes serverId = None, groupId = None, productId = None, installationStatus = None, actionRequest = No

Liefert die Liste der Clients, welche den angegebenen Kriterien entsprechen, zusammen mit Beschreibung, Notizen und Lastseen.

method getDefaultNetBootProductId clientId

Liefert das Netboot-Produkt (z.B. Betriebssystem) welches beim Aufruf des bootimages install installiert wird.

method getDomain hostId

Liefert die Domain zu einem Rechner.

method getGeneralConfig_hash objectId

Liefert allgemeine Konfiguration zu einem Client oder einer Domain.

method getGroupIds_list

Liefert die Liste der gespeicherten Clientgruppen.

opsi-admin -d -S method auditHardwareOnHost_getObjects '[]' '{"hostId":"<hostId>"}'

Liefert die Hardwareinformationen zu dem angegebenen Rechner.

method getHostId hostname

Liefert hostid zu dem angegebenen Hostnamen.

method getHost_hash hostId

Liste der Eigenschaften des angegebenen Rechners.

method getHostname hostId

Liefert hostname zur Host-ID.

method getInstallableLocalBootProductIds_list clientId

Liefert alle Localboot-Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstallableNetBootProductIds_list clientId

Liefert alle Netboot-Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstallableProductIds_list clientId

Liefert alle Produkte, die auf diesem Client installiert werden können.

method getInstalledLocalBootProductIds_list hostId

Liefert alle Localboot-Produkte, die auf diesem Client installiert sind.

method getInstalledNetBootProductIds_list hostId

Liefert die Liste der installierten Netboot-Produkte für einen Client oder Server.

method getInstalledProductIds_list hostId

Liefert die Liste der installierten Produkte für einen Client oder Server.

method getIpAddress hostId

Liefert IP-Adresse zur Host-ID.

method getLicenseKey productId, clientId

Liefert einen freien Lizenzkey zu dem angegebenen Produkt bzw. liefert den der clientId zugeordneten Lizenzkey,

method getLicenseKeys_listOfHashes productId

Liefert eine Liste der Lizenzkeys für das angegebene Produkt.

method getLocalBootProductIds_list

Liefert alle (z.B. im LDAP-Baum) bekannten Localboot-Produkte.

method getLocalBootProductStates_hash clientIds = []

Liefert für die angegebenen Clients Installationsstatus und Action-Requests für alle Localboot-Produkte.

method getMacAddresses_list hostId

Liefert die MAC-Adresse zum angegebenen Rechner.

method getNetBootProductIds_list

Liefert Liste der Netboot-Produkte.

method getNetBootProductStates_hash clientIds = []

Liefert für die angegebenen Clients Installationsstatus und {Action-request= für alle Netboot-Produkte.

method getNetworkConfig_hash objectId

Liefert die Netzwerk-spezifischen Konfigurationen für einen Client oder eine Domain.

method getOpsiHostKey hostId

Liefert den pckey zur angegeben Host-ID.

method getPcpatchPassword hostId

Liefert das mit dem pckey von hostId verschlüsselte Passwort des Users pcpatch.

method getPossibleMethods_listOfHashes

Liefert die Liste der aufrufbaren Methoden (in etwa so wie in diesem Kapitel beschrieben).

method getPossibleProductActionRequests_list

Liefert die Liste der in opsi prinzipiell zulässigen Action-Requests.

method getPossibleProductActions_hash

Liefert zu allen Produkten die möglichen Aktionen (setup, deinstall,… ).

method getPossibleProductActions_list productId=softprod

Liefert zum angegebenen Produkt die möglichen Aktionen (setup, deinstall,…).

method getPossibleProductInstallationStatus_list

Liefert die möglichen Installationsstatus (installed, not_installed,… ).

method getPossibleRequirementTypes_list

Liefert die möglichen Typen von Produktabhängigkeiten (before, after, … ).

method getProductActionRequests_listOfHashes clientId

Liefert die anstehenden ausführbaren Aktionen für den angegebenen Client.

method getProductDependencies_listOfHashes productId = None

Liefert die bekannten Produktabhängigkeiten (zum angegebenen Produkt).

method getProductIds_list productType = None, hostId = None, installationStatus = None

Liefert die Liste der Produkte, die den angegebenen Kriterien entsprechen.

method getProductInstallationStatus_hash productId, hostId

Liefert den Installationsstatus zum angegebenen Client und Produkt.

method getProductInstallationStatus_listOfHashes hostId

Liefert den Installationsstatus zum angegebenen Client.

method getProductProperties_hash productId, objectId = None

Liefert die Schalterstellungen (Product-Properties) zum angegebenen Produkt und Client.

method getProductPropertyDefinitions_hash

Liefert alle bekannten Product-Properties mit Beschreibung, erlaubten Werten etc..

method getProductPropertyDefinitions_listOfHashes productId

Liefert die Product-Properties zum angegebenen Produkt mit Beschreibung, erlaubten Werten etc..

method getProductStates_hash clientIds = []

Liefert Installationsstatus und Action-Requests der einzelnen Produkte (zu den agegebenen Clients).

method getProduct_hash productId

Liefert die Metadaten (Beschreibung, Version,…) zum angegebenen Produkt.

method getProvidedLocalBootProductIds_list serverId

Liefert die Liste der auf dem angegebenen Server bereitgestellten Localboot-Produkte.

method getProvidedNetBootProductIds_list serverId

Liefert die Liste der auf dem angegebenen Server bereitgestellten Netboot-Produkte.

method getServerId clientId

Liefert den zuständigen opsi-configserver zum angegebenen Client.

method getServerIds_list

Liefert die Liste der bekannten opsi-configserver.

method getServerProductIds_list

Liste der Server-Produkte.

method getUninstalledProductIds_list hostId

Liefert die deinstallierten Produkte.

method powerOnHost mac

Sendet ein WakeOnLan-Signal an die angegebene MAC.

method setBootimage bootimage, hostId, mac=None

Setzt bootimage als Bootimage beim Start des angegebenen Clients.

method setGeneralConfig config, objectId = None

Setzt für Client oder Domain die GenaralConfig.

method setHostDescription hostId, description

Setzt für einen Client die Beschreibung.

method setHostLastSeen hostId, timestamp

Setzt für einen Client den Zeitstempel für LastSeen.

method setHostNotes hostId, notes

Setzt für einen Client die Notiz-Angaben.

method setMacAddresses hostId, macs

Trägt für einen Client seine MAC-Adresse in die Datenbank ein.

method setNetworkConfig objectId, serverId='', configDrive='', configUrl='', depotDrive='', depotUrl='', utilsDrive='', utilsUrl='', winDomain='', nextBootServiceURL=''

Setzt für einen Client die angegebene Netzwerkdaten für den opsi-client-agent.

method setOpsiHostKey hostId, opsiHostKey

Setzt für einen Rechner den pckey.

method setPXEBootConfiguration hostId *args

Schreibt die Pipe für dne PXE-Boot mit *args in der append-Liste.

method setPcpatchPassword hostId password

Setzt das verschlüsselte (!) password für hostId.

method setProductActionRequest productId, clientId, actionRequest

Setzt für den angegebenen Client und das angegebene Produkt einen Action-Request.

method setProductInstallationStatus productId, hostId, installationStatus, policyId="", licenseKey=""

Setzt für den angegebenen Client und das angegebene Produkt einen Installationsstatus.

method setProductProperties productId, properties, objectId = None

Setzt Product-Properties für das angegebene Produkt (und den angegebenen Client).

method unsetBootimage hostId

Setzt einen Bootimage-Start für den angegebenen Client zurück.

method unsetPXEBootConfiguration hostId

Löscht die PXE-Boot-Pipe.

method unsetProductActionRequest productId, clientId

Setzt einen Action-Request auf none.

5.3. Backend-Erweiterungen

Durch die in opsi 4 implementierten Funktionalität des Backend-Extenders können auf der Basis der opsi4-API-Methoden oder des Funktionskerns jederzeit zusätzliche Methoden definiert und als API-Erweiterung aufrufbar gemacht werden.

Das Standard-API-Methoden-Set wird durch den opsiconfd mittels Überlagerung der in den Python-Dateien in /etc/opsi/backendManager/extend.d definierten Methoden erstellt.

Zusätzliche Methoden-Sets mit Aufruf per speziellem Pfad können zudem in Dateien in Unterverzeichnissen dieses Verzeichnisses definiert werden. Standardmäßig ist hier ein Set von Methoden, die speziell auf Datenanforderungen durch den opsi-configed zugeschnitten sind, im Verzeichnis /etc/opsi/backendManager/extend.d/configed implementiert. Im Web-Interface werden die entsprechenden Methoden (zusammen mit den Standardmethoden) sichtbar, wenn als Path in der Drop-down-Liste interface/extend/configed ausgewählt wird.

Backend-Erweiterungen können auch dazu dienen für spezifische Konfigurationsaufgaben angepasste Zusatzfunktionen zu implementieren.

6. Freischaltung kostenpflichtiger Module

Auch wenn opsi Open Source ist, so gibt es einige Zusatzkomponenten, die im Rahmen eines Kofinanzierungsprojektes erstellt wurden und evtl. noch nicht Open Source bzw. noch nicht kostenlos sind.

Zur Zeit (Juni 2012) sind dies:

Zu diesem Thema siehe auch: http://uib.de/www/kofinanziert/index.html

Sobald die Entwicklungskosten eingenommen sind, werden auch diese Module Open Source bzw. kostenlos sein. Um bis dahin die Verwendung dieser Module den zahlenden Kunden und zu Evaluierungszwecken zu gestatten, gibt es die Freischaltdatei /etc/opsi/modules , welche durch eine elektronische Signatur vor unautorisierter Veränderung geschützt ist. Ist diese Datei nicht vorhanden, so funktionieren nur die freien Module von opsi.

Um zu Evaluierungszwecken eine zeitlich befristet gültige Freischaltdatei zu erhalten,wenden sich an info@uib.de. Im Rahmen einer Beteiligung an den entsprechenden Kofinanzierungsprojekten erhalten Sie eine unbefristet gültige Freischaltdatei.

Führen Sie danach den folgenden Befehl aus:

opsi-setup --set-rights /etc/opsi

Kontrollieren Sie die Freischaltung mit einer der folgenden Methoden:

Im opsi-configed können Sie über den Menüpunkt Hilfe/opsi-Module sich den Status Ihrer Freischaltung anzeigen lassen.

Abbildung 40. Anzeige der Freischaltung im opsi-configed

Anzeige der Freischaltung im opsi-configed

Mit der Methode backend_info können Sie mit opsi-admin überprüfen, welche Module freigeschaltet sind. (Hinweis: Geben Sie weder die Datei noch die Ausgabe dieses Befehls öffentlich weiter, zumindest nicht ohne die Signatur zu löschen).

opsi-admin -d method backend_info
{
"opsiVersion" : "3.99.0.0",
"modules" :
{
"customer" : "uib GmbH",
"vista" : true,
"vpn" : true,
"license_management" : true,
"expires" : "never",
"valid" : true,
"multiplex" : true,
"signature" : "DIES-IST-KEINE-ECHTE-SIGNATUR",
"treeview" : true,
"mysql_backend" : true
}
}

7. opsi-client-agent

7.1. Überblick

Damit die Verteilung von Software nicht zur "Turnschuh-Administration" wird, muss ein Client-PC selbstständig erkennen, dass neue Softwarepakete oder Updates für ihn bereit stehen und diese installieren. Bei der Installation ist auf jede Form von Anwender-Interaktion zu verzichten, damit diese unbeaufsichtigt erfolgen kann und nicht durch verunsicherte Anwender notwendige Installationen abgebrochen werden.

Diese Anforderungen werden bei opsi durch einen Agenten auf dem Client realisiert:

Auf dem Client wird der sogenannte opsi-client-agent installiert. Dieser überprüft üblicherweise beim Start des Clients und vor dem Login des Anwenders, anhand von Konfigurations-Informationen auf dem opsi-configserver, ob für diesen Client ein Update installiert werden soll.

Soll Software installiert werden, wird das skriptgesteuerte Installationsprogramm opsi-winst gestartet. Auf einer Dateifreigabe, dem sogenannten opsi-depot, stehen die dafür notwendigen Skripte und Softwarepakete bereit. Während dieser Zeit besteht für den Anwender keine Notwendigkeit und keine Möglichkeit in den Installationsprozess einzugreifen.

Um zu verhindern, dass sich ein Anwender vor dem Abschluss der Installation am System anmelden und so den Installations-Prozess stören kann, wird zusätzlich der sogenannte opsi-Loginblocker installiert, der eine Anmeldung erst nach Abschluss der Installationen zulässt.

Damit Softwarepakete mit dem Programm opsi-winst ohne Interaktion installiert werden können, müssen sie dafür vorbereitet werden. Siehe dazu das Kapitel Einbindung eigener Software in die Softwareverteilung von opsi im opsi-getting-started Handbuch.

7.2. Verzeichnisse des opsi-client-agent

Der opsi-client-agent installiert sich nach %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent.

Dieses Verzeichnis enthält alle Programme des opsi-client-agent wie z.B. den opsiclientd, die opsiclientd notifier den opsi-winst und einige Bibliotheken. Weiterhin finden sich hier die Konfigurationsdateien und grafischen Vorlagen der genannten Programme.
Das Verzeichnis %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent ist gegen Veränderung mit Benutzerrechten geschützt.
Das Verzeichnis %ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd enthält die Konfigurationsdatei des opsiclientd und kann nur mit Administratorrechten gelesen werden.

Weiterhin gibt es das Verzeichnis c:\opsi.org.

Dieses Verzeichnis dient zur Zeit für den Installationscache (wenn gecached installiert wird → WAN-Erweiterung). Es wird in Zukunft noch weitere Funktionen übernehmen.
Das Verzeichnis c:\opsi.org kann nur mit Administratorrechten gelesen werden.

Logdateien des opsi-client-agent finden sich zur Zeit unter c:\tmp.

7.3. Der Service: opsiclientd

Der opsiclientd ist die Basis des opsi-client-agents. Er läuft als Service mit administrativen Rechten und wird beim Boot automatisch gestartet.

Wesentliche Funktionen sind:

  • Eventbasierte Steuerung: Es kann auf unterschiedliche Events im System reagiert werden. Ein Event ist zum Beispiel der Start des Betriebssystems.
  • Steuerung über Webservice: Auf den Webservice des opsiclientd kann über das Netzwerk zugegriffen werden. Diese Schnittstelle dient zum Anstoßen von Installationen (push) aber auch zu Wartungszwecken.
  • Remote Konfiguration: Alle wesentlichen Konfigurationsdaten des opsiclientd lassen sich zentral über die Host-Parameter global oder Client-spezifisch bearbeiten.

Der opsi-client-agent besteht aus mehreren Komponenten:

  • opsiclientd: Der zentrale Service des opsi-client-agents.
  • opsiclientd notifier: Fenster zur Information / Kommunikation mit dem Anwender
  • opsi-Loginblocker: Sperrt den Login bis die Installationen abgeschlossen sind.

Installation

Im Rahmen einer Neuinstallation eines Betriebssystems per unattended Setup über opsi wird der opsi-client-agent automatisch mit installiert.

Zur Deinstallation kann der opsi-client-agent auf uninstall gesetzt werden.

Zur nachträglichen Installation oder zu Reparaturzwecken siehe Kapitel Abschnitt 7.6, „Nachträgliche Installation des opsi-client-agents“.

opsiclientd

Kernkomponente des opsi-client-agents ist der Service opsiclientd. Dieser läuft beim Start des Betriebssystems an.

Er übernimmt folgende Aufgaben:

  • Während das System bootet und der opsiclientd auf den Start der Windows GUI wartet, wird der block_login_notifier ausgeführt. Dieser zeigt standardmäßig ein Schloss in der oberen rechten Ecke des Bildschirms.
  • Er baut beim Auftreten der konfigurierten Events Kontakt zum opsi-configserver auf. Konfigurationen und anstehende Action-Requests werden per JSON-RPC abgefragt. Das Standard-Event ist hierbei gui_startup, welches beim Start des Rechners (Start der GUI) und damit vor dem Login aktiv wird.
  • Er stellt eine Named-Pipe bereit, über die der opsi-Loginblocker Kontakt zu ihm aufnehmen kann, um den Zeitpunkt der Freigabe des Logins zu erfragen. Auch diese Kommunikation erfolgt per JSON-RPC.
  • Startet den opsiclientd notifier zur Interaktion und Kommunikation mit dem Anwender.
  • Bei Bedarf stellt er eine Verbindung zum opsi-depot her, aktualisiert die lokale Installation des opsi-winst und startet diesen zur Bearbeitung der anstehenden Action-Requests (Installationen).

opsiclientd notifier

Der opsiclientd notifier realisiert die Interaktion mit dem Anwender. Hier werden sowohl Statusmeldungen des opsiclientd ausgegeben als auch Dialoge, die zur Steuerung des opsiclientd dienen. Die jeweilige Funktion und das Erscheinungsbild wird hierbei über Konfigurations-Dateien bestimmt.

Der opsiclientd notifier kann zu unterschiedlichen Situationen und auf unterschiedliche Weise erscheinen:

blocklogin notifier
Wird angezeigt während der opsi-Loginblocker aktiv ist.

Abbildung 41. opsiclientd blocklogin notifier

Abbildung: opsiclientd blocklogin notifier

event notifier
Startet beim Auftreten eines Events, gibt Informationen zum Event-Ablauf aus und bietet die Möglichkeit, die Bearbeitung eines Events abzubrechen.

Abbildung 42. opsiclientd event notifier

Abbildung: opsiclientd event notifier

action notifier
Wird gestartet wenn Aktionen ausgeführt werden sollen und bietet die Möglichkeit, diese zu verschieben.

Abbildung 43. opsiclientd action notifier

Abbildung: opsiclientd action notifier

shutdown notifier
Startet sobald ein Shutdown/Reboot ausgeführt werden muss und bietet die Möglichkeit, diesen zu verschieben.

Abbildung 44. opsiclientd shutdown notifier

Abbildung: opsiclientd shutdown notifier

Achtung

Änderung der Benennung/Funktionalität von opsi 4.0.1 gegenüber opsi 4.0.
Den opsi 4.0 event notifier gibt es nicht mehr.
Der opsi 4.0.1 event notifier entspricht dem opsi 4.0 action notifier.
Der opsi 4.0.1 action notifier ähnelt dem opsi 4.0 event notifier, wird aber nur aktiv, wenn die Bearbeitung von Aktionen ansteht.

opsi-Loginblocker

Der opsi-Loginblocker für NT5 Win2K/WinXP ist als GINA implementiert (opsigina.dll). Diese GINA wartet bis zum Abschluss der Produkt-Aktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd. Danach wird die Kontrolle an die nächste GINA übergeben (in der Regel an die msgina.dll).

Der opsi-Loginblocker für NT6 (Vista/Win7) ist als credential provider filter realisiert (OpsiLoginBlocker.dll). Er blockiert alle credential provider bis zum Abschluss der Produkt-Aktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd.

Event-Ablauf

Der Ablauf der Aktionen, die in einem Event stattfinden, ist vielfältig konfigurierbar. Um die Konfigurations-Möglichkeiten zu verstehen, ist ein Verständnis der Ablauf-Logik notwendig. Es folgt zunächst ein Überblick über den Ablauf eines "Standard-Events" bei dem der opsi-configserver gefragt wird, ob Aktionen auszuführen sind (z.B. event_gui_startup).

Abbildung 45. Ablauf eines Standard-Events

Abbildung: Ablauf eines Standard-Events

Die wichtigsten Parameter wirken hier wie folgt zusammen:

Tipp

Tritt bei der Verbindungsaufnahme zum opsi-configserver ein Fehler auf, kann natürlich auch keine Log-Datei zum opsi-configserver übertragen werden. Die genaue Fehlerbeschreibung ist jedoch in der opsiclientd.log im Log-Verzeichnis auf dem Client festgehalten.

  1. Tritt ein Event ein, wird der event_notifier_command ausgeführt.
    Nun wird versucht die konfigurierten opsi-configserver über deren URLs zu erreichen.
    Konnte nach user_cancelable_after Sekunden keine Verbindung hergestellt werden, so wird im opsiclientd notifier der Button aktiviert, der das Abbrechen der Verbindungsaufnahme ermöglicht. Sobald die Verbindung zum opsi-configserver hergestellt ist, ist ein Abbrechen nicht mehr möglich.
    Kann innerhalb von connection_timeout Sekunden keine Verbindung zum opsi-configserver hergestellt werden, so wird das laufende Event mit einem Fehler beendet. Soll der User keine Möglichkeit zum Abbrechen haben, muss user_cancelable_after auf einen Wert größer oder gleich connection_timeout gesetzt werden.
  2. Wird der opsi-configserver erreicht, wird geprüft, ob Aktionen gesetzt sind. Sollen Aktionen ausgeführt werden wird der action_notifier_command ausgeführt.
    Dieser opsiclientd notifier zeigt die Liste der Produkte an, für die Aktionen gesetzt sind und ist action_warning_time Sekunden sichtbar. Ist die action_warning_time = 0 (Standard-Wert) wird kein action_notifier_command ausgeführt.
    Zusätzlich kann dem Anwender ermöglicht werden, das Bearbeiten der Aktionen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Aktionen können hierbei action_user_cancelable mal verschoben werden.
    Nach Erreichen der maximalen Abbrüche oder im Fall von action_user_cancelable = 0 kann der Anwender die Aktionen nicht verhindern.
    In jedem Fall wird ein Button angezeigt, mit dem die Wartezeit abgebrochen und die Bearbeitung der Aktionen ohne weitere Verzögerung begonnen werden kann. Der Hinweis-Text, der im opsiclientd notifier erscheint, ist über die Option action_message bzw action_message[lang] konfigurierbar.
    Innerhalb dieses Textes können die Platzhalter %action_user_cancelable% (Gesamtanzahl der möglichen Abbrüche) und %action_cancel_counter% (Anzahl der bereits erfolgten Abbrüche) verwendet werden.
    Wurden die Aktionen nicht vom User abgebrochen, wird der action_cancel_counter zurückgesetzt und der opsi-winst startet mit deren Bearbeitung.
  3. Beendet sich der opsi-winst mit einer Reboot-/Shutdown-Anforderung so wird geprüft ob ein shutdown_notifier_command gesetzt ist und ob sie shutdown_warning_time > 0 ist. Sind diese Bedingungen erfüllt, wird der shutdown_notifier_command ausgeführt.
    Der nun startende opsiclientd notifier kündigt den Reboot / Shutdown an und ist shutdown_warning_time Sekunden sichtbar.
    Die maximale Anzahl, wie oft ein Reboot/Shutdown vom Benutzer verschoben werden kann, wird hierbei über shutdown_user_cancelable konfiguriert.
    In jedem Fall bietet der opsiclientd notifier die Möglichkeit, den Shutdown/Reboot sofort auszuführen.
    Bei einem Verschieben der Reboot-/Shutdown-Anforderung durch den Benutzer erscheint der opsiclientd notifier nach shutdown_warning_repetition_time Sekunden wieder.
    Der Hinweis-Text ist über shutdown_warning_message bzw. shutdown_warning_message[lang] konfigurierbar. Innerhalb dieses Textes können die Platzhalter %shutdown_user_cancelable% (Gesamtanzahl der möglichen Abbrüche) und %shutdown_cancel_counter% (Anzahl der bereits erfolgten Abbrüche) verwendet werden.
    Nach erfolgtem Shutdown oder Reboot wird der shutdown_cancel_counter zurückgesetzt.

Tipp

Der Ablauf des Event und auch die Aktionen des Benutzers sind in der Timeline auf der Info-Seite des opsiclientds sichtbar (siehe „opsiclientd infopage“).

Abbildung 46. Vollständiges Ablaufdiagramm eines Events

Abbildung: Vollständiges Ablaufdiagramm eines Events

Konfiguration

Konfiguration unterschiedlicher Events

Um den vielen unterschiedlichen Situationen gerecht zu werden, in denen der opsi-client-agent aktiv werden kann, sind die Konfigurations-Möglichkeiten vielfältig.
In der Konfiguration des opsiclientd leitet eine Sektion in der Form [event_<config-id>] eine neue Event-Konfiguration ein.
Eine Event-Konfiguration kann über das Setzen der Option active = false deaktiviert werden. Existiert zu einem Event-Typ keine Event-Konfiguration (oder sind diese deaktiviert), wird der entsprechende Event-Typ komplett deaktiviert.
Es gibt verschiedene Typen von Event-Konfigurationen (type).

  • Es gibt Event-Konfigurations-Vorlagen (type = template)
    Event-Konfigurationen können voneinander "erben". Ist über die Option super die Id einer anderen Event-Konfiguration gesetzt, erbt die Event-Konfiguration alle Optionen (bis auf active) der Parent-Konfiguration. Geerbte Optionen können jedoch überschrieben werden.
    Das Deaktivieren von Events beeinflusst die Vererbung nicht.
  • Alle weiteren Event-Konfigurationen gelten für einen gewissen Event-Typ (type).
    Verfügbare Event-Typen sind:

    • gui startup
      Ein Event vom Typ gui startup tritt beim Start des Clients (der GUI) auf.
      Es ist das gängigste Event und ist in der Standard-Konfiguration aktiv.
    • custom
      Event-Konfigurationen vom Typ custom können selbst festlegen, wann ein solches Event erzeugt wird. Hierfür kann über die Option wql ein WQL-Ausdruck angegeben werden. Sobald dieser WQL-Ausdruck ein Ergebnis liefert, wird ein custom-Event mit der jeweiligen Konfiguration gestartet.
      Wird bei einem custom-Event die Option wql leer angegeben, tritt dieses Event praktisch nie auf, kann aber über die Webservice-Schnittstelle des opsiclientd bei Bedarf ausgelöst werden.
    • user login
      Wird ausgelöst, wenn sich ein Benutzer am System anmeldet.
    • timer
      Tritt in festen Intervallen auf (alle interval Sekunden).
    • sync completed
      Wird ausgelöst, wenn die Synchronisation von Konfigurationen (sync_config_from_server) oder von Produkten (cache_products) erfolgt.
    • sw on demand
      Tritt auf, wenn ein Benutzer bei Verwendung des Software-On-Demand-Moduls Aktionen sofort ausführen wählt.
  • Es gibt Preconditions (Vorbedingungen)
    Preconditions geben bestimmte Systemzustände vor (z.B. ob gerade ein Benutzer am System angemeldet ist). In der Konfiguration des opsiclientd leitet eine Sektion in der Form [precondition_<precondition-id>] die Deklaration einer Precondition ein. Eine Precondition ist dann erfüllt, wenn alle angegebenen Optionen erfüllt sind. Eine nicht angegebene Option gilt hierbei als erfüllt. Mögliche Optionen für Preconditions sind:

    • user_logged_in: ist erfüllt, wenn ein Benutzer am System angemeldet ist.
    • config_cached: ist erfüllt, wenn das Cachen von Konfigurationen abgeschlossen ist (siehe: sync_config_from_server).
    • products_cached: ist erfüllt, wenn das Cachen von Produkten abgeschlossen ist (siehe: cache_products).
  • Einer Event-Konfiguration kann eine Precondition zugewiesen werden.
    Zu einer Event-Konfiguration mit Precondition muss immer eine entsprechende Event-Konfiguration ohne Precondition existieren. Hierbei erbt die Event-Konfiguration mit Precondition automatisch von der Event-Konfiguration ohne Precondition.
    Beim Auftreten eines Events wird nun entschieden welche Preconditions erfüllt sind. Ist keine der Preconditions erfüllt, gilt die Event-Konfiguration ohne Precondition. Ist eine der Preconditions erfüllt, gilt die Event-Konfiguration die mit dieser Precondition verknüpft ist. Sind mehrere Preconditions erfüllt, so wird die Precondition bevorzugt, die am genauesten definiert ist (die meisten Optionen besitzt).

Ein Beispiel zur Erläuterung:
Im Rahmen einer Installation kann es notwendig sein den Rechner zu rebooten. Ist gerade ein Benutzer am System angemeldet, sollte dieser über den anstehenden Reboot informiert werden. Hierbei ist eine angemessene Wartezeit vor dem Ausführen des Reboots angebracht. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, dem Benutzer die Entscheidung zu überlassen, ob der Reboot besser zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden soll.
Ist zum Zeitpunkt des benötigten Reboots jedoch kein Benutzer angemeldet, ist es sinnvoll, den Reboot ohne weitere Wartezeit sofort durchzuführen.
Dieses Problem wird am Beispiel von event_on_demand wie folgt konfiguriert:

  • Es wird eine Precondition user_logged_in definiert, die erfüllt ist, wenn ein Benutzer am System angemeldet ist (user_logged_in = true).
  • In der Event-Konfiguration event_on_demand (ohne Precondition) wird shutdown_warning_time = 0 gesetzt (sofortiger Reboot ohne Meldung).
  • In der Event-Konfiguration event_on_demand{user_logged_in} wird shutdown_warning_time = 300 gesetzt (300 Sekunden Vorwarnzeit).
Konfiguration über die Konfigurationsdatei

Die Konfigurationsdatei ist:
c:\program files\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf

Achtung

Diese Konfigurationsdatei ist UTF-8 kodiert.
Änderungen mit Editoren, die diese Kodierung nicht beherrschen (z.B. notepad.exe), zerstören die Umlaute in dieser Datei.

Die hier festgelegte Konfiguration kann nach erfolgreicher Verbindung zum opsi-configserver durch die dort festgelegte Host-Parameter überschrieben werden. Beispiel opsiclientd.conf:

; = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =
; =     configuration file for opsiclientd                              =
; = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = = =


; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     global settings                                                 -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[global]

# Location of the log file.
log_file = c:\\tmp\\opsiclientd.log

# Set the log (verbosity) level
# (0 <= log level <= 9)
# 0: nothing, 1: essential, 2: critical, 3: errors, 4: warnings, 5: notices
# 6: infos, 7: debug messages, 8: more debug messages, 9: passwords
log_level = 4

# Client id.
host_id =

# Opsi host key.
opsi_host_key =

# Verify opsi server certs
verify_server_cert = false

# Verify opsi server certs by ca
verify_server_cert_by_ca = false

# On every daemon startup the user login gets blocked
# If the gui starts up and no events are being processed the login gets unblocked
# If no gui startup is noticed after <wait_for_gui_timeout> the login gets unblocked
# Set to 0 to wait forever
wait_for_gui_timeout = 120

# Application to run while blocking login
block_login_notifier = %global.base_dir%\\notifier.exe -s notifier\\block_login.ini

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     config service settings                                         -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[config_service]
# Service url.
# http(s)://<opsi config server address>:<port>/rpc
url = https://opsi.uib.local:4447/rpc

# Conection timeout.
connection_timeout = 30

# The time in seconds after which the user can cancel the connection establishment
user_cancelable_after = 30

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     depot server settings                                           -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[depot_server]

# Depot server id
depot_id =

# Depot url.
# smb://<depot address>/<share name>/<path to products>
url =

# Local depot drive
drive =

# Username that is used for network connection [domain\]<username>
username = pcpatch

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     cache service settings                                          -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[cache_service]
# Maximum product cache size in bytes
product_cache_max_size = 5000000000

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     control server settings                                         -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[control_server]

# The network interfaces to bind to.
# This must be the IP address of an network interface.
# Use 0.0.0.0 to listen to all interfaces
interface = 0.0.0.0

# The port where opsiclientd will listen for HTTPS rpc requests.
port = 4441

# The location of the server certificate.
ssl_server_cert_file = %global.base_dir%\\opsiclientd\\opsiclientd.pem

# The location of the server private key
ssl_server_key_file = %global.base_dir%\\opsiclientd\\opsiclientd.pem

# The location of the static files
static_dir = %global.base_dir%\\opsiclientd\\static_html

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     notification server settings                                    -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[notification_server]

# The network interfaces to bind to.
# This must be the IP address of an network interface.
# Use 0.0.0.0 to listen to all interfaces
interface = 127.0.0.1

# The first port where opsiclientd will listen for notification clients.
start_port = 44000

# Port for popup notification server
popup_port = 45000

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     opsiclientd notifier settings                                   -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[opsiclientd_notifier]

# Notifier application command
command = %global.base_dir%\\notifier.exe -p %port% -i %id%

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     opsiclientd rpc tool settings                                   -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[opsiclientd_rpc]

# RPC tool command
command = %global.base_dir%\\opsiclientd_rpc.exe "%global.host_id%" "%global.opsi_host_key%" "%control_server.port%"

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     action processor settings                                       -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[action_processor]
# Locations of action processor
local_dir = %global.base_dir%\\opsi-winst
remote_dir = opsi-winst\\files\\opsi-winst
filename = winst32.exe

# Action processor command
command = "%action_processor.local_dir%\\%action_processor.filename%" /opsiservice "%service_url%" /clientid %global.host_id% /username %global.host_id% /password %global.opsi_host_key%

# Load profile / environment of %run_as_user%
create_environment = false

; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
; -     events                                                          -
; - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[event_default]
; === Event configuration
# Type of the event (string)
type = template
# Interval for timer events in seconds (int)
interval = -1
# Maximum number of event repetitions after which the event will be deactivated (int, -1 = forever)
max_repetitions = -1
# Time in seconds to wait before event becomes active (int, 0 to disable delay)
activation_delay = 0
# Time in seconds to wait before an event will be fired (int, 0 to disable delay)
notification_delay = 0
# Event notifier command (string)
event_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\event.ini
# The desktop on which the event notifier will be shown on (current/default/winlogon)
event_notifier_desktop = current
# Block login while event is been executed (bool)
block_login = false
# Lock workstation on event occurrence (bool)
lock_workstation = false
# Logoff the current logged in user on event occurrence (bool)
logoff_current_user = false
# Get config settings from service (bool)
get_config_from_service = true
# Store config settings in config file (bool)
update_config_file = true
# Transmit log file to opsi service after the event processing has finished (bool)
write_log_to_service = true
# Shutdown machine after action processing has finished (bool)
shutdown = false
# Reboot machine after action processing has finished (bool)
reboot = false

; === Sync/cache settings
# Sync configuration from local config cache to server (bool)
sync_config_to_server = false
# Sync configuration from server to local config cache (bool)
sync_config_from_server = false
# Sync configuration from local config cache to server after action processing (bool)
post_sync_config_to_server = false
# Sync configuration from server to local config cache after action processing (bool)
post_sync_config_from_server = false
# Work on local config cache
use_cached_config = false
# Cache products for which actions should be executed in local depot cache (bool)
cache_products = false
# Maximum transfer rate when caching products in byte/s (int, 0 = no limit)
cache_max_bandwidth = 0
# Dynamically adapt bandwith to other network traffic (bool)
cache_dynamic_bandwidth = false
# Work on local depot cache
use_cached_products = false

; === Action notification (if product actions should be processed)
# Time in seconds for how long the action notification is shown (int, 0 to disable)
action_warning_time = 0
# Action notifier command (string)
action_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\action.ini
# The desktop on which the action notifier will be shown on (current/default/winlogon)
action_notifier_desktop = current
# Message shown in the action notifier window (string)
action_message = Starting to process product actions. You are allowed to cancel this event a total of %action_user_cancelable% time(s). The event was already canceled %state.action_processing_cancel_counter% time(s).
# German translation (string)
action_message[de] = Starte die Bearbeitung von Produkt-Aktionen. Sie können diese Aktion insgesamt %action_user_cancelable% mal abbrechen. Die Aktion wurde bereits %state.action_processing_cancel_counter% mal abgebrochen.
# Number of times the user is allowed to cancel the execution of actions (int)
action_user_cancelable = 0

; === Action processing
# Should action be processed by action processor (bool)
process_actions = true
# Type of action processing (default/login)
action_type = default
# Update the action processor from server before starting it (bool)
update_action_processor = true
# Command which should be executed before start of action processor
pre_action_processor_command =
# Action processor command (string)
action_processor_command = %action_processor.command%
# The desktop on which the action processor command will be started on (current/default/winlogon)
action_processor_desktop = current
# Action processor timout in seconds (int)
action_processor_timeout = 10800
# Command which should be executed before after action processor has ended
post_action_processor_command =

; === Shutdown notification (if machine should be shut down or rebooted)
# Process shutdown requests from action processor
process_shutdown_requests = true
# Time in seconds for how long the shutdown notification is shown (int, 0 to disable)
shutdown_warning_time = 0
# Shutdown notifier command (string)
shutdown_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\shutdown.ini
# The desktop on which the action notifier will be shown on (current/default/winlogon)
shutdown_notifier_desktop = current
# Message shown in the shutdown notifier window (string)
shutdown_warning_message = A reboot is required to complete software installation tasks. You are allowed to delay this reboot a total of %shutdown_user_cancelable% time(s). The reboot was already delayed %state.shutdown_cancel_counter% time(s).
# German translation (string)
shutdown_warning_message[de] = Ein Neustart wird benötigt um die Software-Installationen abzuschliessen. Sie können diesen Neustart insgesamt %shutdown_user_cancelable% mal verschieben. Der Neustart wurde bereits %state.shutdown_cancel_counter% mal verschoben.
# Number of times the user is allowed to cancel the shutdown (int)
shutdown_user_cancelable = 0
# Time in seconds after the shutdown notification will be shown again after the user has canceled the shutdown (int)
shutdown_warning_repetition_time = 3600

[event_gui_startup]
super = default
type = gui startup
name = gui_startup
block_login = true

[event_gui_startup{user_logged_in}]
name = gui_startup
shutdown_warning_time = 300
block_login = false

[event_gui_startup{cache_ready}]
use_cached_config = true
use_cached_products = true
action_user_cancelable = 3
action_warning_time = 60

[event_on_demand]
super = default
type = custom
name = on_demand

[event_on_demand{user_logged_in}]
name = on_demand
shutdown_warning_time = 300

[event_software_on_demand]
super = default
type = sw on demand

[event_sync]
super = default
type = template
process_actions = false
event_notifier_command =
sync_config_to_server = true
sync_config_from_server = true
cache_products = true
cache_dynamic_bandwidth = true

[event_timer]
super = sync
type = timer
active = false
interval = 3600

[event_net_connection]
super = sync
type = custom
active = false
wql = SELECT * FROM __InstanceModificationEvent WITHIN 2 WHERE TargetInstance ISA 'Win32_NetworkAdapter' AND TargetInstance.NetConnectionStatus = 2

[event_sync_completed]
super = default
type = sync completed
event_notifier_command =
process_actions = false
get_config_from_service = false
write_log_to_service = false

[event_sync_completed{cache_ready_user_logged_in}]
reboot = true
shutdown_user_cancelable = 10
shutdown_warning_time = 300

[event_sync_completed{cache_ready}]
reboot = true

[event_user_login]
super = default
type = user login
action_type = login
active = false
message = Starting to process user login actions.
message[de] = Beginne mit der Verarbeitung der Benutzer-Anmeldungs-Aktionen.
block_login = false
process_shutdown_requests = false
get_config_from_service = false
update_config_file = false
write_log_to_service = false
update_action_processor = false
action_notifier_command = %opsiclientd_notifier.command% -s notifier\\userlogin.ini
action_notifier_desktop = default
action_processor_command = %action_processor.command% /usercontext %event.user%
action_processor_desktop = default
action_processor_timeout = 300

[precondition_user_logged_in]
user_logged_in = true

[precondition_cache_ready]
config_cached = true
products_cached = true

[precondition_cache_ready_user_logged_in]
user_logged_in = true
config_cached = true
products_cached = true
Konfiguration über den Webservice (Host-Parameter)

Die Konfiguration kann auch zentral gesteuert werden. Hierzu dienen Einträge in der Host-Parameter des opsi-configservers.

Diese Einträge müssen dem folgenden Muster folgen:
opsiclientd.<name der section>.<name der option>

Ein Beispiel:
opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time = 20
setzt in der Konfigurationsdatei opsiclientd.conf in der Sektion [event_gui_startup] den Wert von action_warning_time auf 20.

Die folgende Abbildung zeigt, wie diese Werte als Defaults für alle Clients über den opsi-configed gesetzt werden können.

Abbildung 47. Serverweite Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Abbildung: Serverweite Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Hier kann über das Kontextmenü Property hinzufügen ein neuer Wert gesetzt werden.

Um einen Host-Parameter zu löschen, verwenden Sie das Werkzeug opsi-admin. Beispiel:

opsi-admin -d method config_delete "opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time"

Eine Client-spezifische Änderung über den opsi-configed führen Sie über den Hosts-Parameter Tab in der Client-Konfiguration aus. Um Client-spezifische Einträge zu löschen, verwenden Sie das Werkzeug opsi-admin. Beispiel:

@opsi-admin> method configState_delete "opsiclientd.event_gui_startup.action_warning_time" "myclient.uib.local"

Abbildung 48. Client-spezifische Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Abbildung: Client spezifische Konfiguration des opsiclientd über den opsi-configed

Logging

Die Log-Datei des opsiclientd ist standardmäßig c:\tmp\opsiclientd.log.

Die Log-Informationen werden auch an den opsi-configserver übertragen. Dort liegen sie unter /var/log/opsi/clientconnect/<ip-bzw.-name-des-clients>.log. Sie sind auch im opsi-configed über Logdateien ⇒ Clientconnect einsehbar.

Jede Zeile in der Logdatei folgt dem Muster:
[<log level>] [<datum zeit>] [Quelle der Meldung] Meldung (Quellcode-Datei|Zeilennummer).

Dabei gibt es die folgenden Log-Level:

# Set the log (verbosity) level
# (0 <= log level <= 9)
# 0: nothing, 1: essential, 2: critical, 3: errors, 4: warnings, 5: notices
# 6: infos, 7: debug messages, 8: more debug messages, 9: passwords

Beispiel:

(...)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed{cache_ready}' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup{cache_ready}' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'on_demand' added to event generator 'on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed{cache_ready_user_logged_in}' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'gui_startup{user_logged_in}' added to event generator 'gui_startup'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'sync_completed' added to event generator 'sync_completed'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'software_on_demand' added to event generator 'software_on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Event config 'on_demand{user_logged_in}' added to event generator 'on_demand'   (Events.pyo|1107)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] Updating config file: 'C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf'   (Config.pyo|287)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] No need to write config file 'C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf', config file is up to date   (Config.pyo|318)
[5] [Mar 22 10:17:46] [ event processing gui_startup  ] No product action requests set   (EventProcessing.pyo|591)
[5] [Mar 22 10:17:49] [ event processing gui_startup  ] Writing log to service   (EventProcessing.pyo|247)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] shutdownRequested: 0   (Windows.pyo|340)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] rebootRequested: 0   (Windows.pyo|326)
[5] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] Block login now set to 'False'   (Opsiclientd.pyo|111)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ opsiclientd                   ] Terminating block login notifier app (pid 1620)   (Opsiclientd.pyo|148)
[6] [Mar 22 10:17:49] [ event processing gui_startup  ] Stopping notification server   (EventProcessing.pyo|225)
[6] [Mar 22 10:17:51] [ control server                ] client connection lost   (Message.pyo|464)
[6] [Mar 22 10:17:52] [ event processing gui_startup  ] Notification server stopped   (Message.pyo|651)
[5] [Mar 22 10:17:52] [ event processing gui_startup  ] ============= EventProcessingThread for event 'gui_startup' ended =============   (EventProcessing.pyo|1172)
[5] [Mar 22 10:17:52] [ opsiclientd                   ] Done processing event '<ocdlib.Events.GUIStartupEvent object at 0x023CE330>'   (Opsiclientd.pyo|405)
[5] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session 'HSzMB1wtOiBS6vHl7mh3ro5r6s3TanFu' from ip '127.0.0.1', application 'opsi jsonrpc module version 4.0.1' expired after 120 seconds   (Session.pyo|184)
[6] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session timer <_Timer(Thread-20, started daemon 2636)> canceled   (Session.pyo|120)
[5] [Mar 22 10:19:41] [ opsiclientd                   ] Session 'HSzMB1wtOiBS6vHl7mh3ro5r6s3TanFu' from ip '127.0.0.1', application 'opsi jsonrpc module version 4.0.1' deleted   (Session.pyo|207)
[6] [Mar 22 10:27:55] [ control pipe                  ] Creating pipe \\.\pipe\opsiclientd   (ControlPipe.pyo|253)
[5] [Mar 22 10:27:55] [ event generator wait_for_gui  ] -----> Executing: getBlockLogin()   (JsonRpc.pyo|123)
[5] [Mar 22 10:27:55] [ opsiclientd                   ] rpc getBlockLogin: blockLogin is 'False'   (ControlPipe.pyo|428)
[6] [Mar 22 10:27:55] [ event generator wait_for_gui  ] Got result   (JsonRpc.pyo|131)
'

Die Log-Datei des opsi-Loginblockers befindet sich unter NT6 (Vista/Win7) als auch unter NT5 (Win2k/WinXP) in c:\tmp\opsi_loginblocker.log.

opsiclientd infopage

Da bei den Abläufen im opsiclientd vielfältige Komponenten zusammenwirken, welche zum Teil gleichzeitig aktiv sind, wird die Logdatei leicht unübersichtlich.

Daher verfügt der opsiclientd über eine eigene infopage welche die Abläufe auf einer Zeitachse grafisch darstellt. Diese infopage kann mit dem Browser über die URL https://<adresse-des-clients>:4441/info.html aufgerufen werden.

Abbildung 49. Info-Page des opsiclientd nach einer Push-Installation mit aktiviertem Produkt-Caching

Abbildung: Info-Page des opsiclientd nach einer Push-Installation mit aktiviertem Produkt-Caching

Fernsteuerung des opsi-client-agent

Der opsiclientd verfügt über eine Webservice-Schnittstelle. Diese ermöglicht es, dem opsi-client-agent Anweisungen zu übermitteln und Vieles mehr. Sie lassen sich momentan grob in drei Bereiche aufteilen:

  • Nachrichten (Popup) versenden
  • Push-Installationen durch auslösen von Events (z.B. on_demand)
  • Sonstige Wartungsarbeiten

Dies kann auch auf der Kommandozeile mittels Aufrufs einer hostControl_*-Methode über opsi-admin geschehen. Bei Verwendung der hostControl_*-Methoden
opsi-admin -d method hostControl_xx *hostIds kann der Parameter *hostIds

  • entfallen, dann gilt der Aufruf für alle Clients
  • einen Client enthalten (z.B. "myclient.uib.local")
  • eine Liste von Clients enthalten ["<client1>", "<client2>", …]

    z.B. ["client1.uib.local", "client2.uib.local"]

  • eine Wildcard enthalten, wobei * als Platzhalter dient

    z.B. "client.*" oder "*.uib.*"

Werden Rechner nicht erreicht (z.B. weil sie aus sind), wird für diese Rechner eine Fehlermeldung ausgegeben.

Nachrichten per Popup senden

Über den opsi-configed lassen sich Nachrichten an einen oder mehrere Clients versenden.

Siehe dazu Kapitel „Nachrichten senden (Starte Meldungsfenster)“

Auf der Kommandozeile lässt sich dies ebenfalls mittels opsi-admin durchführen:

opsi-admin -d method hostControl_showPopup message *hostid

Beispiel:

opsi-admin -d method hostControl_showPopup "Ein Text..." "myclient.uib.local"
Push-Installationen: Event on demand auslösen

Vom opsi-server aus kann der Client aufgefordert werden, die gesetzten Produkt-Aktionen auszuführen.

Das Auslösen des Events kann vom opsi-configed aus erfolgen. on_demand Ereignis auslösen (Push Installation)“

Auf der Kommandozeile lässt sich dies ebenfalls mittels opsi-admin durchführen:

opsi-admin -d method hostControl_fireEvent event *hostIds

Beispiel:

opsi-admin -d method hostControl_fireEvent "on_demand" "myclient.uib.local"
Sonstige Wartungsarbeiten (shutdown, reboot, …)

Über den Webservice des opsiclientd ist es möglich, steuernd auf den opsi-client-agent einzuwirken. Dazu muss man sich an diesem Webservice authentifizieren. Dies geschieht entweder mittels des lokalen Administrator-Accounts (ein leeres Passwort ist unzulässig) oder mittels der opsi-host-Id (FQDN / vollständiger Host-Name inkl. DNS-Domain) als Benutzername und des opsi-host-Schlüssels als Passwort.

Vom opsi-configed aus geht dies über das Menü OpsiClient oder aus dem Kontextmenü des Client-Tabs.

Abbildung 50. Webservice des opsiclientd

Abbildung: Webservice des opsiclientd

Auch auf der Kommandozeile gibt es hierfür Entsprechungen:

shutdown:

opsi-admin -d method hostControl_shutdown *hostIds

reboot:

opsi-admin -d method hostControl_reboot *hostIds

7.4. Anpassen des opsi-client-agent an Corporate Identity (CI)

Die Anpassung des Erscheinungsbildes des opsi-client-agent kann insbesondere bei der Einführung erheblich zur Akzeptanz beitragen. So kann z.B. durch das Einfügen eines bekannten Firmenlogos in die Hintergrundgrafiken eine Verunsicherung der Anwender vermieden werden.

Anzupassende Elemente: opsi-winst

Die Dateien die Sie beim opsi-winst anpassen können finden Sie im Verzeichnis /opt/pcbin/install/opsi-client-agent/files/opsi/opsi-winst/winstskin:

  • bg.png
    Die Hintergrundgrafik des opsi-winst in welche dann zur Laufzeit Textmeldungen und Produktlogos eingeblendet werden.
  • skin.ini
    Die Konfigurationsdatei in der festgelegt ist, an welcher Stelle, mit welchem Font und Farbe Textmeldungen eingeblendet werden.

Anzupassende Elemente: opsiclientd

Im Verzeichnis /opt/pcbin/install/opsi-client-agent/files/opsi/dist/notifier finden sich die Dateien welche das Erscheinungsbild der unterschiedlichen Notifier bestimmen. Dabei gibt es für jeden Notifier eine Bild- und eine Konfigurationsdatei:

  • block_login.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen aktiven Loginblocker anzeigt.
  • block_login.ini
    Konfigurationsdatei des Loginblocker notifiers.
  • event.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen aktives Event mit Connection zum opsi-server anzeigt.
  • event.ini
    Konfigurationsdatei des Event notifiers.
  • action.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der eine anstehende Aktion (Softwareinstallation) anzeigt.
  • action.ini
    Konfigurationsdatei des Action notifiers.
  • shutdown.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der einen anstehenden Shutdown oder Reboot anzeigt.
  • shutdown.ini
    Konfigurationsdatei des Shutdown notifiers.
  • popup.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der eine vom Server gesendete Popup Nachricht anzeigt.
  • popup.ini
    Konfigurationsdatei des Popup notifiers.
  • userlogin.bmp
    Hintergrundbild des notifiers der ein aktives userlogin Event anzeigt.
  • userlogin.ini
    Konfigurationsdatei des UserLogin notifiers.

Schutz Ihrer Änderungen vor Updates: Das custom Verzeichnis

(Seit opsi-client-agent Version 4.0.3.1)

Möchten Sie Änderungen, welche Sie an den oben genannten Dateien durchgeführt haben, davor schützen, dass selbige beim Einspielen einer neuen Version des opsi-client-agenten verloren gehen, so können Sie hierfür das custom Verzeichnis (/opt/pcbin/install/opsi-client-agent/files/opsi/custom) verwenden. Das komplette custom Verzeichnis wird bei der Installation einer neuen Version des opsi-client-agenten gesichert und wieder hergestellt, so dass hier gemachte Änderungen bei einem Update nicht verloren gehen.

  • custom/cfg/config.ini
    Diese custom Config-Datei wird als letzte eingelesen, somit gelten die in dieser Datei enthaltenen Werte statt den entsprechenden Einstellungen aus der Standard-Datei cfg/config.ini. Ausnahme: die Werte für pckey und bootmode werden nie aus dieser Datei geholt. Schreiben Sie in diese Datei nur die Werte, die Sie tatsächlich gegenüber dem Default geändert haben wollen.
  • custom/winstskin/*.*
    Alle Dateien aus diesem Verzeichnis werden bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\custom\winstskin kopiert. Falls vorhanden, wird (ab opsi-winst Version 4.11.3.4) dieses winstskin Verzeichnis bevorzugt verwendet. Es muss alle benötigten Dateien und Einträge vollständig enthalten, da die Inhalte des Standard-winstskin-Verzeichnisses bei Verwendung des custom/winstskin/ ignoriert werden.
  • custom/notifier/*.*
    Alle Dateien aus diesem Verzeichnis werden bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\notifier kopiert und überschreiben dabei die entsprechenden aus dem serverseitigen Standard-Verzeichnis files/opsi/dist/notifier/ stammenden Dateien.
  • custom/opsiclientd.conf
    wird, falls vorhanden, bei der Installation des opsi-client-agent auf dem Client nach C:\Program Files (x86)\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd kopiert und überschreibt dabei die aus dem serverseitigen files/opsi/dist/opsiclientd/ Verzeichnis stammende opsiclientd.conf. Es werden also nicht einzelne Werte überschrieben, sondern die komplette Datei, die deshalb alle benötigten Einstellungen vollständig enthalten muss. Achtung:
    Die Anpassung der opsiclientd.conf über diese Methode wird nicht empfohlen. Verwenden Sie zur Konfiguration Ihrer Clients Hostparameter/Configs wie im Kapitel zum opsi-client-agent beschrieben. Die Verwendung einer custom/opsiclientd.conf ist nur bei extrem komplexen Anpassungen der opsiclientd.conf sinnvoll. Wenn Sie diese Methode anwenden, müssen Sie bei jedem Einspielen einer neuen opsi-client-agent Version auf dem Server überprüfen, ob in der Default Datei files/opsi/dist/opsiclientd/opsiclientd.conf Änderungen gemacht oder neue Einträge hinzugefügt wurden, welche Sie in Ihrer Version nachpflegen müssen. Also:
    Finger weg, es sei denn Sie wissen wirklich was Sie tun !

7.5. Sperrung des Anwender Logins mittels opsi-Loginblocker

Um zu verhindern, dass sich ein Anwender schon vor dem Abschluss der Installation am System anmeldet, kann zusätzlich der opsi-Loginblocker installiert werden. Dieser gibt den Zugriff auf den Login erst frei, wenn der Installations-Prozess beendet ist.

Ob der opsi-Loginblocker währen der opsi-client-agent-Installation installiert bzw. aktiviert wird, kann über das Product-Property loginblockerstart konfiguriert werden.

opsi-Loginblocker unter NT5 (Win2k/WinXP)

Der opsi-Loginblocker (opsigina.dll) ist als GINA realisiert. Die opsigina wartet bis zum Abschluss der Produkt-Aktionen oder dem Timeout (standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd. Danach wird die Kontrolle an die nächste GINA übergeben (in der Regel an die msgina.dll).

GINA steht hierbei für „Graphical Identification and Authentication“ und stellt die seitens Microsofts offiziell unterstützte Möglichkeit dar, in den Login-Prozess von Windows einzugreifen.

Gelegentlich ist es der Fall, dass bereits andere Softwareprodukte (z.B. Client für Novell-Netzwerke) eine GINA auf dem System installiert haben und empfindlich auf Eingriffe reagieren.

Generell sind mehrere ,nacheinander aufgerufene GINAs (GINA-chaining) durchaus möglich. Auch die opsigina.dll des opsi-Loginblocker ist für das genannte GINA-chaining vorbereitet. Sollte der beschriebene Fall bei Ihren Clients eintreten, informieren Sie sich bitte auf dem freien Supportforum (https://forum.opsi.org) nach bestehenden Anpassungsmöglichkeiten oder kontaktieren Sie die Firma uib.

opsi-Loginblocker unter NT6 (Vista/Win7)

Der opsi-Loginblocker für NT6 (Vista/Win7) ist als credential provider filter realisiert (OpsiLoginBlocker.dll). Er blockiert alle credential provider bis zum Abschluss der Produkt-Aktionen oder dem Timeout (Standard-Wert: 120 Sekunden) bei nicht erreichbarem opsiclientd.

7.6. Nachträgliche Installation des opsi-client-agents

Die Anleitung zur nachträglichen Installation des opsi-client-agents finden Sie im Handbuch opsi-getting-started im Kapitel Erste Schritte.

Installation des opsi-client-agent in einem Master-Image oder als Exe

# has to be written #

8. Localboot-Produkte: Automatische Softwareverteilung mit opsi

Als Localboot-Produkte werden alle Produkte bezeichnet die nach einem lokalen Boot des Rechners über den opsi-client-agent installiert werden. Dies im Gegensatz zu den weiter unten beschriebenen Netboot Produkten Abschnitt 9, „Netboot Produkte“.

8.1. opsi Standardprodukte

Die folgenden Localboot Produkte gehören zur Grundausstattung von opsi.

opsi-client-agent

Der opsi-client-agent ist der Clientagent von opsi und weiter oben ausführlich beschrieben.

opsi-winst

Das Produkt opsi-winst ist ein Spezialfall. Es enthält den aktuellen opsi-winst. Dieser muss zur Aktualisierung nicht auf setup gestellt werden. Vielmehr prüft ein Teil der opsi-client-agent bei jedem Start, ob auf dem Server eine andere Version des opsi-winst verfügbar ist und holt sich diese im Zweifelsfall.+ Hinweis:+ Diese Funktionalität ist unter Windows 2000 nicht gegeben. Hier muss eine neuer opsi-winst im Rahmen eines opsi-client-agent updates eingespielt werden.

javavm: Java Runtime Environment

Das Produkt javavm stellt die für den opsi-configed benötigte Java 1.6 Laufzeitumgebung für die Clients zur Verfügung.

opsi-admin utils

Das Produkt opsi-admin utils bietet neben einigen Hilfsprogrammen vor allem eine lokale Installation des opsi-configed.

jedit

Java basierter Editor mit Syntax Highlighting für opsi-winst Scripte.

swaudit + hwaudit: Produkte zur Hard- und Software-Inventarisierung

Die Produkte hwaudit und swaudit dienen der Hard- bzw. Software-Inventarisierung. Bei der Hardware-Inventarisierung werden die Daten über WMI erhoben und über den opsi-webservice an den Server zurück gemeldet. Bei der Software-Inventarisierung werden die Daten aus der Registry (HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall) erhoben und über den opsi-webservice an den Server zurück gemeldet.

opsi-template

Template zur Erstellung eigener opsi-Scripts. Sie können das Template extrahieren mit

`opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi`

oder auch dabei gleich umbenennen mit

`opsi-package-manager -x opsi-template_<version>.opsi --new-product-id myprod`

xpconfig

Paket zum Customizing der Grundeinstellungen von Oberfläche, Explorer usw., nicht nur für XP.

8.2. Beeinflussung der Installationsreihenfolge durch Prioritäten und Produktabhängigkeiten

Seit opsi 4.0 wird die Installationsreihenfolge vom opsi-server unter Berücksichtigung von Produktabhängigkeiten und Produktprioritäten berechnet.

  • Produktabhängigkeiten
    definieren Abhängigkeiten und notwendige Installationsreihenfolgen zwischen Produkt-Paketen. Typische Beispiel ist die Abhängigkeit von Java Programmen von der Java Laufzeitumgebung (javavm).
  • Produktprioritäten
    dienen dazu, bestimmte Pakete in der Installationsreihenfolge nach vorne oder nach hinten zu schieben. So ist es z.B. sinnvoll Servicepacks und Patches an den Anfang einer Installation zu legen und eine Softwareinventarisierung an das Ende.
    Produktprioritäten sind Zahlen zwischen 100 und -100 (0 ist default)

Wie diese beiden Faktoren gegeneinander gewichtete werden sollen kann unterschiedlich gesehen werden. Daher stellt opsi zwei Algorithmen zur Verfügung.

Die Umstellung zwischen diesen Algorithmen erfolgt entweder:

im opsi-configed, in der Server-Konfiguration

Abbildung 51. opsi-configed: Serverkonfiguration

../images/configed_serverconfiguration.png

oder auf der Kommandozeile mit folgendem Befehl:

opsi-setup --edit-config-defaults

Abbildung 52. Wählen des Sortieralgorithmus: Teil 1

../images/opsi-setup-product_sort_algorithm.png

Abbildung 53. Wählen des Sortieralgorithmus: Teil 2

../images/opsi-setup-product_sort_algorithm2.png

Algorithm1: Produktabhängigkeit vor Priorität (Default)

Bei diesem Algorithmus werden zunächst die Produkte anhand Ihrer Prioritäten sortiert und dann aufgrund der Produktabhängigkeiten nochmals umsortiert. Hierdurch kann natürlich ein Produkt mit sehr niedriger Priorität weit nach vorne geschoben werden weil es von einem anderen Produkt als required before benötigt wird. Auf der anderen Seite wird vermieden das es zu Installationsproblemen aufgrund nicht aufgelöster Produktabhängigkeiten kommt.

Algorithm2: Produktpriorität vor Abhängigkeit

Dieser Algorithmus geht von dem Gedanken aus, dass es in der Praxis im wesentlichen drei Prioritätsklassen gibt:

  • Produkte, welche am Anfang installiert werden sollen wie z.B. OS-Patches und Treiber, durch die der PC in seinen Standard-Zustand gebracht wird. Wird realisiert durch Zuweisen einer hohen Priorität (maximal +100).
  • "Normale" Produkte, die Anwendungen installieren (Default-Priorität 0).
  • Produkte, die möglichst am Ende eingespielt werden sollen wie z.B. Softwareinventariserung. Realisiert durch Zuweisen einer niedrigen Priorität (niedrigste mögliche -100).

Die Auflösung der Produktabhängigkeiten erfolgt nur innerhalb einer Prioritätsklasse. Hierdurch ist sichergestellt, dass Produkte mit einer hohen Priorität auch tatsächlich am Anfang installiert werden. Prioritätsklassen übergreifende Produktabhängigkeiten werden nicht berücksichtigt bzw. führen zu einer Warnung. Daher ist beim Packen zu beachten, dass Produktabhängigkeiten nur innerhalb einer Prioritätsklasse definiert werden.

Die Produktabhängigkeiten werden hier so interpretiert, dass sie bei "normalen" Produkten automatisch zu einer konsistenten, alle Abhängigkeiten berücksichtigenden Reihenfolge führen. Wurden widersprüchliche (zirkuläre) Abhängigkeiten definiert, wird ein Fehler angezeigt.

Bei den für die PC-Einrichtung grundlegenden Produkten mit hohen Prioritäten wird dagegen der Administrator – ähnlich wie etwa bei Unix-Startskripten – die genaue Reihenfolge von Hand festlegen, indem er pro Produkt entsprechend der gewünschten Reihenfolge je eine spezifische Priorität zwischen +100 und +1 setzt. Ähnliches gilt für die finalen Produkte mit niedrigen Prioritäten.

Erstellung von Prioritäten und Produktabhängigkeiten

Prioritäten und Produktabhängigkeiten gehören zu den Meta-Daten eines Produktes. Diese werden bei der Erstellung eines Produktes mit dem Befehl opsi-newprod abgefragt.

Diese Metadaten werden im control file des Produktes abgelegt und können dort editiert werden. Nach einer Veränderung im control file muss das Produkt neu gepackt und installiert werden.

Siehe hierzu auch das Kapitel Erstellen eines opsi-Product-Paketes im opsi-getting-started Handbuch.

8.3. Einbindung eigener Software in die Softwareverteilung von opsi

Die Anleitung zur Einbindung eigener Software finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

9. Netboot Produkte

9.1. Parametrisierung vom Linux Installationsbootimage

Das Linux Installationsbootimage hat eine Reihe von Standardeinstellungen, welche das Verhalten beeinflussen. Sollte nach dem Laden des Bootimages der Bildschirm schwarz bleiben oder die Netzwerkkarte nicht (korrekt) funktionieren, so muss evtl. für diese konkrete Hardware die Startparameter des Bootimages angepasst werden.
Dies können Sie im opsi-configed im Tab Hostparameter am Eintrag opsi-linux-bootimage.append tun.

Typische Werte sind hier (einzeln oder kombiniert):

  • acpi=off
  • noapic
  • irqpoll
  • reboot=bios

Eine weitere wichtige Standardeinstellung ist das Passwort von root auf dem Bootimage. Dieses ist per default linux123 und sollte aus Sicherheitsgründen ebenfalls auf diesem Weg abgeändert werden.

Um diese angesprochenen Modifikationen durch zu führen, muss man die Konfiguration: opsi-linux-bootimage.append am besten in der Serverkonfiguration anpassen.

Die hier wichtige Option ist pwh. Dieser Option muss man das verschlüsselte Passwort als Hash-Wert mitgeben. Dieser wird dann automatisch beim Booten in die Shadow geladen. Somit wird bevor ein Login auf dem Client möglich ist, das Passwort verändert. Um diesen Hash zu bekommen gibt es verschiedene Wege. Um sicher zu gehen, dass man den richtigen Hash in der richtigen Formatierung und Art (MD5, SHA1, etc…) bekommt, empfehlen wir folgendes Vorgehen.

Einen opsi-Client per PXE oder mit der aktuellen opsi-clientbootcd starten. Dann per Putty oder direkt vom opsi-server aus per ssh als root eine Verbindung aufbauen. Vom opsi-server aus:

ssh root@<client.domain.tld>

Das Passwort lautet linux123. Dann einfach das Passwort von root neu setzen:

passwd

Nun muss man den gesetzten Hash holen.

grep root /etc/shadow

Die Ausgabe sollte nun folgendermaßen aussehen:

root:$6$344YXKIT$D4RPZfHMmv8e1/i5nNkOFaRN2oYNobCEjCHnkehiEFA7NdkDW9KF496OHBmyHHq0kD2FBLHZoTdr5YoDlIoWz/:14803:0:99999:7:::

Um das Passwort zu setzen, reicht es wenn man den Hash kopiert, der nach dem ersten Doppelpunkt beginnt und beim zweiten Doppelpunkt in der Zeile aufhört. Die daraus resultierende Option für die Konfiguration opsi-linux-bootimage.append wäre:

pwh=$6$344YXKIT$D4RPZfHMmv8e1/i5nNkOFaRN2oYNobCEjCHnkehiEFA7NdkDW9KF496OHBmyHHq0kD2FBLHZoTdr5YoDlIoWz/

9.2. Automatische Betriebssysteminstallation unattended

Überblick

Ablauf einer Reinstallation:

  • Bei PXE-Boot:

    • Über den opsi-configed oder opsi-admin wird der PC für die Neuinstallation ausgewählt.
  • Der Client erkennt beim nächsten Bootvorgang mit Hilfe des PXE-Bootproms, dass er reinstalliert werden soll und lädt ein Bootimage vom opsi-server.
  • Bei CD-Boot:

    • Der Client bootet von der opsi-clientbootcd das Bootimage.
  • Das Bootimage stellt am Client die Rückfrage, ob der PC tatsächlich reinstalliert werden soll. Dies ist die einzige Interaktion des gesamten Prozesses.
  • Das Bootimage partitioniert und formatiert die Festplatte.
  • Das Bootimage überträgt die notwendigen Installationsdateien und Konfigurationsinformationen vom opsi-server auf den Client und leitet einen Reboot ein.
  • Nach dem Reboot installiert der Client selbstständig das Betriebssystem anhand der übertragenen Konfigurationsinformationen.
  • Im Anschluss wird der opsi-client-agent zur Einbindung der automatischen Softwareverteilung installiert.
  • Die automatische Softwareverteilung installiert die gesamte Software, die gemäß Konfigurationsdatei auf diesen Rechner gehört.

Voraussetzungen

Der Client-PC sollte mit einer bootfähigen Netzwerkkarte ausgestattet sein. Viele heute eingesetzte Netzwerkkarten verfügen über eine entsprechende PXE-Firmware. Diese kontrolliert den Bootvorgang vom Netz, falls nicht eine andere Reihenfolge im BIOS eingestellt ist. Ist kein PXE vorhanden kann alternativ kann auch von der opsi-clientbootcd das Bootimage gebootet werden.

Das opsi-Installationspaket für das zu installierende Betriebssystem muss auf dem opsiserver installiert sein. In den folgenden Abschnitten wird als Beispiel jeweils Windows XP angenommen.

PC-Client bootet vom Netz

Die Firmware des PXE wird beim Starten eines PCs aktiv: sie „kann“ dhcp und führt die Abfragen im Netz durch.

Abbildung 54. Schritt 1 beim PXE-Boot

../images/netboot-pxe.png

Der PC kennt zu Beginn lediglich seine Hardware-Adresse (= hardware ethernet, MACNummer der Netzwerkkarte), bestehend aus sechs zweistelligen Hexadezimalzeichen.

Die Firmware schickt damit eine Rundfrage ins Netz. Es ist eine *DHCPDISCOVER*Anfrage über Standard-Port per Broadcast (= an alle Rechner im Netz): „Ich brauche eine IP-Nummer und wer ist mein dhcp-Server?“ (Discover= entdecken)

Mittels DHCPOFFER macht der dhcp-Server diesbezüglich einen Vorschlag. (offer=anbieten)

DHCPREQUEST ist die Antwort des Clients an den Server (wenn er die angebotene IP akzeptiert; Hintergrund ist hier: Es können in einem Netz mehrere dhcp-Server tätig sein.). Der Client fordert damit die angebotene Adresse an. (request=Anfrage)

Mit DHCPACK bestätigt der dhcp-Server diese Anforderung des Clients. Die Informationen werden an den Client übertragen. (acknowledge=bestätigen)

Am Bildschirm des bootenden PCs können diese Prozesse mitverfolgt werden. Nach den ersten Systeminformationen meldet sich das PXE-BOOTPROM mit seinen technischen Daten und stellt seine „CLIENT MAC ADDR“ dar. Im Anschluss zeigt ein sich drehendes Pipe-Zeichen die Dauer der Anfrage des Clients an. Wird das bewegliche Zeichen durch einen Backslash ersetzt, hat der dhcp-Server ein Angebot gemacht („CLIENT IP, MASK, DHCP IP, GATEWAY IP“).
Kurze Zeit später – wenn alles funktioniert hat – meldet das PXE: „My IP ADDRESS SEEMS TO BE …"

Nach dem Empfang und der Verarbeitung dieser Konfigurationsinformationen durch den PC ist dieser als Netzwerkteilnehmer ordentlich konfiguriert. Der nächste Schritt ist, das in den Konfigurationsinformationen angegebene Bootfile (bootimage) zu laden.

pxelinux wird geladen

Das bootimage wird per tftp (trivial file transfer protocol) geladen. (Meldung auf dem PC-Bildschirm: „LOADING“). Das Protokoll tftp ist zum Übertragen von Dateien, bei dem sich der Client nicht authentifizieren muss. Das heißt, die über tftp ladbaren Dateien sind für alle im Netz verfügbar. Daher wird der Zugriff per tftp auf ein bestimmtes Verzeichnis (mit Unterverzeichnissen) beschränkt. Gewöhnlich ist dieses Verzeichnis /tftpboot. Konfiguriert ist dies in der Konfigurationsdatei des inetd (/etc/inetd.conf), der den eigentlichen tftpd bei Bedarf startet. (z.B. tftpd -p -u tftp -s /tftpboot).

Der Ladevorgang gemäß dem PXE-Standard ist dabei mehrstufig:
In der ersten Stufe wird die per tftp übermittelte Datei (üblicherweise /tftpboot/linux/pxelinux.0) geladen und gestartet.
Das Programm pxelinux.0 sucht bei Ausführung im Verzeichnis /tftpboot/linux/pxelinux.cfg nach Konfigurations- bzw. Bootinformationen. Dabei wird zunächst nach PC-spezifischen Informationen gesucht. Eine solche PC-spezifische Datei basiert auf der Hardwareadresse (MAC-Adresse) der Netzwerkkarte im Dateinamen. Die Datei ist eine Einweg-Datei (named pipe) und kann daher nur einmal gelesen werden. Der Hardwareadresse im Dateinamen werden dabei immer die zwei Ziffern 01 vorangestellt. Alle Zeichenpaare werden durch ein Minuszeichen verknüpft, z.B. 01-00-0c-29-11-6b-d2 für eine Netzwerkkarte mit MAC: 00:0C:29:11:6B:D2. Wird eine solche Datei nicht gefunden wird nach einer Datei gesucht deren Namen der Hexadezimaldarstellung der IP-Adresse entspricht. Ist auch keine solche PCspezifische Datei vorhanden, wird pxelinux.0 den Dateinamen (von hinten beginnend) immer weiter verkürzt suchen, bis die Suche ergebnislos verlaufen ist und bei der Datei „default“ endet. Diese Datei enthält den Befehl hdboot. Lädt der PC diese Datei, findet also keine Installation statt, sondern das lokal installierte Betriebssystem wird gestartet.

Abbildung 55. Schritt 2 beim PXE-Boot

../images/netboot-pxelinux.png

Um für einen bestimmten PC eine Reinstallation einzuleiten, wird das Programm pxelinux.0 dazu gebracht, in einer zweiten Stufe ein Installationsbootimage zu laden. Dazu wird mit Hilfe des opsipxeconfd eine PC-spezifische Datei in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg erzeugt, in der unter anderem der Befehl zum Laden des eigentlichen Installationsbootimages liegt. Weiterhin findet sich hier der PC-spezifische Schlüssel zur Entschlüsselung des pcpatch-Passwortes. Diese Datei wird als named pipe erzeugt und ist damit eine Einweg-Datei die durch einmaliges Lesen von selbst verschwindet. Details hierzu in den Kapiteln zur Absicherung der Shares und zum opsipxeconfd.
Linux Installationsbootimage wird geladen
Basierend auf den Informationen die das pxelinux.0 aus der named pipe gelesen hat, wird nun per tftp vom opsi-server das eigentliche Installationsbootimage geladen. Dieses besteht üblicherweise aus dem Kernel (/tftpboot/linux/install) in dem dazugehörigen "initrd" (initiale root disc) Filesystem (/tftpboot/linux/miniroot.gz).
Das Bootimage, das nun geladen wird, ist Linux basiert und hat etwa eine Größe von 65 MB.

PC-Client bootet von CD

Analog zu dem Bootvorgang per tftp mit Hilfe des PXE-bootproms kann das Installationsbootimage auch direkt von der opsi-bootcd geladen werden.

Diese Möglichkeit bietet sich bei folgenden Voraussetzungen an:

  • der Client verfügt über kein PXE;
  • es gibt kein dhcp;
  • es gibt dhcp aber es sollen dort keine Einträge zu den Clients gemacht werden und die Hardwareadressen der Clients sind nicht bekannt;
  • es gibt dhcp aber dieses ist nicht korrekt konfigurierbar

Entsprechend der unterschiedlichen Situationen müssen dem Bootimage auf der CD unterschiedlich viele Informationen interaktiv bereitgestellt werden. Im einfachsten Fall müssen überhaupt keine Angaben gemacht werden.

Lesen Sie hierzu auch das Kapitel Anlegen eines neuen opsi-Clients mit Hilfe der opsi-client-bootcd in Getting-Started Handbuch.

Das Linux Installationsbootimage bereitet die Reinstallation vor

Das Bootimage startet eine erneute dhcp-Anfrage und konfiguriert sich entsprechend sein Netzwerkinterface. Danach werden über den opsi-webservice die Konfigurationsdaten für diesen Client geladen.

Abbildung 56. Ueber PXE-Boot geladenes Bootimage bereitet Festplatte zur Betriebssysteminstallation vor

../images/netboot-pxeos.png

Ergänzt wird dieses Informationspaket durch Angaben aus der dhcp-Antwort (z.B. wer ist der tftp-Server) sowie mit über den Webservice ermittelte Informationen. Die gesammelten Informationen werden für die Weiterverarbeitung durch das eigentliche Installationsskript bereitgestellt.

Nun wird das Passwort des Installations-Users pcpatch mit Hilfe des übergebenen Schlüssels entschlüsselt und der angegebene Installationsshare gemountet. Jetzt kann das auf dem gemounteten Share liegende Installationsskript für das zu installierende Betriebssystem gestartet werden. Die Abläufe in diesem Skript sind abhängig von dem zu installierenden Betriebssystem. Im Folgenden werden beispielhaft die Abläufe für eine Windows-XP-Installation skizziert.

Vorbereitung der Festplatte: Auf der Platte wird eine 6 GB große FAT32 Partition angelegt, formatiert und bootfähig gemacht.

Kopieren der Installationsdateien: Die Dateien für die Installation des Betriebssystems werden von dem Installationsshare des Servers (z.B. /opt/pcbin/install/winxppro/i386) auf die lokale Platte kopiert. Das Gleiche gilt für das Setup-Programm des 'opsi-client-agent’s zur Einrichtung der automatischen Softwareverteilung auf dem PC.

Einpflegen der Konfigurationsinformationen: Unter den auf die lokale Platte kopierten Dateien finden sich auch Konfigurations- und Steuerdateien, die Platzhalter enthalten. Durch ein spezielles Skript (patcha) werden diese durch entsprechende Parameter aus dem Informationspaket ersetzt (gepatcht), welches das Bootimage zuvor aus Konfigurationsdateien und dhcp-Antwort bereitgestellt hat. Ein Beispiel für eine zu patchende Datei ist die unattend.txt. Sie steuert das „unbeaufsichtigte“ Installieren von Windows 2003/XP.

Reboot vorbereiten: Der Bootloader wird so konfiguriert, dass beim nächsten Boot der Rechner via ntloader in das Windows Setup-Programm startet. Der Aufruf ist dabei mit der Option versehen, die gepatchte unattend.txt als Steuerdatei zu verwenden.

Reboot: Da in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg nun keine PC-spezifische Datei mehr vorhanden ist, wird in Stufe 1 des PXE-Boots der Befehl hdboot aus der Datei default geladen. Damit wird der lokale Bootloader gestartet und die Betriebssysteminstallation gestartet.

Die beschriebenen Abläufe werden von dem für diese Installation angegebenen Python-Script gesteuert.

Die Installation von Betriebssystem und opsi-client-agent

Die Installation des Betriebssystems ist ein unattended Setup wie es von Microsoft vorgesehen ist. Dabei werden die Standardmöglichkeiten der Hardwareerkennung genutzt. Im Gegensatz zu einer normalen Installation von CD können auf der Installations-Partition schon aktualisierte Treiber und Servicepacks eingepflegt werden, damit diese schon direkt bei der Erstinstallation verwendet werden.

Zu einer unattended Installation gehört die Möglichkeit, nach Abschluss der eigentlichen Betriebssysteminstallation automatisch noch weitere Installationen starten zu können. Dieser Mechanismus wird genutzt, um das Setup des 'opsi-client-agent’s auszuführen und damit die automatische Softwareverteilung einzubinden. In der Registry wird eingetragen, dass sich der Rechner immer noch im Reinstallationsmodus befindet.

Nach dem abschließenden Reboot starten nun vor einem Login die opsi-Programme zur Softwareverteilung. Diese Software erkennt anhand der Registry den Reinstallationsmodus. Dieser Modus hat hier zur Folge, dass alle Softwarepakete, für welche der Installationsstatus installed oder die angeforderte Aktion setup/update ist, nun installiert werden. Auf diese Weise werden sämtlich Pakete, die vor der Reinstallation des Betriebssystems auf diesem PC waren, automatisch wieder eingespielt. Erst nach Abschluss aller Installationen wird der Reinstallationsmodus zum Standard-Bootmodus zurückgeschaltet. (Im Gegensatz zum Reinstallationsmodus, werden im Standard-Bootmodus nur Pakete installiert, bei denen die Angeforderte Aktion setup/update ist.) Damit ist der PC fertig installiert.

Funktionsweise des patcha Programms

Wie oben erläutert werden vom Bootimage (genauer gesagt vom Programm /usr/local/bin/master.py) die Konfigurationsinformationen aus dem opsi-webservice und dhcp gesammelt, um sie dann in entsprechende andere Konfigurationsdateien wie z.B. die unattended.txt einzupflegen. Das Einpflegen übernimmt das Programm /usr/local/bin/patcha.

Das Skript gleicht anhand eines Suchmusters @flagname() eine Konfigurationsdatei mit den Einträgen aus einer anderen Datei (hier cmdline) ab, die Einträge der Art "Flagname=Wert" enthalten muss und patcht diese bei Übereinstimmung des Suchmusters. Das Suchmuster kann nach dem Flagnamen einen "" enthalten und muß einen oder beliebig viele "#" als Abschluß enthalten. Default wird /proc/cmdline benutzt. Wenn man patcha ohne irgendwelche Optionen und ohne Dateiübergabe aufruft, werden die "Flagname=Wert"-Paare aus der /proc/cmdline ausgegeben.

Wenn man patcha <dateiname> eingibt, patcht er die Datei mittels der /proc/cmdline.

Eine andere cmdline als /proc/cmdline, gibt man mit patcha -f <andere_cmdline> mit. Ohne zusätzlich mitgegebenen Dateinamen werden die Werte der andere_cmdline ausgegeben, mit Dateiname wird die Datei mit den Werten aus andere_cmdline gepatcht.

Usage: patcha [-h|-v] [-f <params file>] <patch file>

Fill placeholders in file <patch file>
Options:
-v Show version information and exit
-h Show this help
-f <params file> File containig key value pairs
If option not given key value pairs from kernel cmdline are used

patcha patcht nur einen Tag pro Zeile.

Der Platzhalter wird auf die Länge des zu ersetzenden Wertes getrimmt bzw erweitert und dann ersetzt. D.h unabhängig von der Länge des Platzhalters wird dieser durch den Wert ersetzt. Anhängende Zeichen bleiben anhängend.
Beispiel:

Mit der Datei

cat try.in
tag1=hallohallohallo1 tag2=t2

und der Datei

cat patch.me
<#@tag1##########################>
<#@tag2##########################>
<#@tag1#>
<#@tag2#>
<#@tag1*##########################>
<#@tag2*##########################>
<#@tag1*#>
<#@tag2*#>
<#@tag1#><#@tag1#####>
<#@tag2*#######><#@tag1#>

ergibt

./patcha -f try.in patch.me
cat patch.me
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1>
<t2>
<hallohallohallo1><#@tag1#####>
<t2><#@tag1#>

Aufbau der Produkte zur unattended Installation

Die Informationen zum Aufbau der Produkte zur unattended Installation finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation

Die Informationen zum Vereinfachte Treiberintegration in die automatische Windowsinstallation finden Sie im Handbuch opsi-getting-started.

9.3. Hinweise zu den NT6 Netbootprodukten (Vista / Win7 / 2008)

Die Netbootprodukte zur Installation von NT6 Betriebssystemen enthalten eine Fülle von Produktproperties, welche in Ihrer Funktion in der Folge erläutert werden sollen:

Abbildung 57. NT6 Productproperties

NT6 Productproperties

additional_drivers
Liste von Verzeichnissen unterhalb von <productid>\drivers\drivers\additional. Alle Treiberverzeichnisse unterhalb der angegebenen Verzeichnisse werden unabhängig von der automatischen Treibererkennung zusätzlich in die Installation mit eingebunden. Wir hierüber Treiber für ein Gerät eingebunden, so wird für dieses Gerät kein weiterer Treiber über die automatische Treiberintegration mehr eingebunden.
askbeforeinst
Soll vor Beginn der Installation gefragt werden.
boot_partition_label
Label der boot_partition (Bitlocker Partion)
boot_partition_letter
Laufwerksbuchstabe der boot_partition (Bitlocker Partion)
boot_partition_size
Größe der boot_partition (Bitlocker Partion). 0 = keine Erstellen
data_partition_label
Label der Datenpartition, wenn eine erstellt wird.
data_partition_letter
Laufwerksbuchstabe der Datenpartition, wenn eine erstellt wird.
fullname
Vollständiger Name des Lizenznehmers wie er der Installation übergeben wird.
imagename
Name der Variante des Betriebssystems das zu installieren ist.

Abbildung 58. NT6 Imagenames

NT6 Imagenames

orgname
Vollständiger Name der Firma / Organisation des Lizenznehmers wie er der Installation übergeben wird.
productkey
Lizenzschlüssel zur Installation. Wird nur ausgewertet wenn der Hostparameter license-management.use auf false steht. Ansonsten wird der Lizenzschlüssel aus dem Lizenzmanagement geholt.
system_keyboard_layout
Sprachauswahl für die Tastatur. (siehe: http://msdn.microsoft.com/en-us/goglobal/bb895996 )

Abbildung 59. Sprachauswahl für die Tastatur

Sprachauswahl für die Tastatur

system_language
Sprachauswahl für das System.
system_timezone
Zeitzoneneinstellung
windows_partition_label
Label der Partition (Festplatte C:) auf die das Betriebssystem installiert werden soll.
windows_partition_size
Größe der Partition (Festplatte C:) auf die das Betriebssystem installiert werden soll. Die Angabe kann in Prozent der Festplatte oder in absoluten Zahlen (G=Gigabyte) erfolgen. Wird ein anderer Wert als 100% gewählt, so wird auf dem verbleibenden Rest der Fasplatte eine data_partition angelegt.

Abbildung 60. Größe der C: Partition

Größe der C: Partition

winpenetworkmode
Soll die Betriebssysteminstallation über den gemounteten Netzwerkshare vom PE aus erfolgen (true) oder sollen alle Installationsdateien vorher auf die Festplatte kopiert werden (false).

9.4. Ntfs-images (write + restore)

Mit den Produkten ntfs-write-image und ntfs-restore-image können Sie Abbilder von Partitionen sichern bzw. wiederherstellen. Ziel bzw. Quelle der Imagedatei müssen auf dem opsi-depotserver liegen und werden per ssh (user pcpatch) erreicht und im Produktproperty angegeben.

Entsprechende Produkte zum Sichern und Wiederherstellen von NTFS-Partitionen gibt es auch auf der opsi-clientbootcd und sind in einem gesonderten Manual beschrieben.

9.5. memtest

Das Produkt memtest dient dazu einen Memory-Test des Clients durchzuführen.

9.6. hwinvent

Das Produkt hwinvent dient dazu eine Hardwareinventariserung des Clients durchzuführen.

9.7. wipedisk

Das Produkt wipedisk überschreibt die gesamte Festplatte (partion=0) oder einzelne Partitionen mit unterschiedlichen Mustern. Die Anzahl der Schreibvorgänge wird über das Product-Property iterations gesteuert (1-25).

10. Inventarisierung

Zur Inventarisierung stehen die Localbootprodukte hwaudit und swaudit sowie das Netboot Produkt hwinvent zur Verfügung.

10.1. Hardware Inventarisierung

Die Hardwareinventarisierung ist unter opsi über eine Konfigurationsdatei gesteuert. Das bedeutet, das die Information wie und welche Daten erhoben werden, nicht in den entsprechenden Produkten hwaudit und hwinvent fest verdrahtet sind. Vielmehr werden diese Produkte über eine Konfigurationsdatei gesteuert. Dazu wird die Konfigurationsdatei bei jeder Ausführung über den opsi Webservice eingelesen und interpretiert. Gleichzeitig steuert diese Konfigurationsdatei auch den Aufbau der Datenbank, so dass eine Erweiterung dieser Konfigurationsdatei auch eine Erweiterung der Datenhaltung nach sich zieht.

Die Konfigurationsdatei ist die /etc/opsi/hwaudit/opsihwaudit.conf.
In dieser Datei werden alle zu Inventarisierenden Objekte definiert und beschreiben, wie die zu diesem Objekt gehörenden Daten zu erheben sind (unter Linux und unter Windows). Gleichzeitig wird darüber auch die dazu gehörige Datenstruktur definiert. Zur Vereinfachung enthält diese Konfigurationsdatei Vererbungsmechanismen die an eine Objektorientierung angelehnt sind. Hintergrund hierfür ist die Tatsache, dass viele Objekte identische Datenfelder wie z.B. Name und Vendor enthalten. Diese allgemeinen Informationen werden so in virtual Hardwareklassen definiert. Die eigentlichen Inventarisierungsobjekte sind dann structural Hardwareklassen, welche viele Eigenschaften von übergeordneten virtual Klassen erben können.

Zur Erläuterung dieses Mechanismus ein Beispiel:
So definiert die Knfigurationsdatei zunächste eine virtual Class Namens "BASIC_INFO". Diese definiert die Eigenschaften (Values):

  • "name"
  • "description"

Als nächstes folgt die virtual Class Namens "HARDWARE_DEVICE" welche alle Eigenschaften von "BASIC_INFO" erbt und folgende zusätzliche definiert:

  • "vendor"
  • "model"
  • "serialNumber"

Als nächstes folgt als erstes Objekt welche wir in der Inventarisierung auch finden, die erste structural Class Namens "COMPUTER_SYSTEM", welche alle Eigenschaften von "HARDWARE_DEVICE" erbt und folgende zusätzliche definiert bzw. überschreibt:

  • "name"
  • "systemType"
  • "totalPhysicalMemory"

Im Rahmen der Definition einer Klasse und ihrer Values werden verschiedene Eigenschaften beschrieben:

  • Klassen definition:

    • "Type"
      ist "STRUCTURAL" oder "VIRTUAL"
    • "Super"
      gibt die Klasse an von der geerbt wird.
    • "Opsi"
      gibt den Namen der Klasse an, der auch später in opsi als Anzeigenamen verwendet wird.

Weiterhin können in der Klassendefinition angegeben werden, wie diese Daten erhoben werden. Diese Informationen können aber auch bei der Definition der Values stehen.

  • Für die Inventarisierung unter Linux:

    • "Linux": "[<command>]<parameter>"
      Ausführung des Kommandozeilenprogramms <command> mit dem Argument <parameter>.
    • "Python": "<python code with place holder>"
      Ausführung des angegeben Python codes wobei zunächst der Platzhalte durch die schon ermittelten Werte ersetzt wird.
  • Für die Inventarisierung unter Windows:

    • "WMI": "<wmi select statement>"
      auszuführende WMI Abfrage
    • "Cmd": "<Python text object with place holder>"
      Der Platzhalter ist in diesem Fall der relative Pfad zu einem ausführbarem Programm, dessen Ausgabe den Platzhalter ersetzt.
    • "Registry": "[<registry key>] <value name>"
      Aus der Registry wird in <registry key> der Wert von <value name> ausgelesen.
      Das Auslesen der Registry erfolgt Architektur spezifisch. Das heißt, auf einem 64 Bit System wird der 64 Bit Zweig der Registry ausgelesen.
  • Valuedefinition:

    • "Type": "<MySQL Datenbanktyp>"
      <MySQL Datenbanktyp> gibt den Datentyp an in dem dieser Wert in der Datenbank angelegt wird.
    • "Scope": "<scope>"
      das Feld <scope> wird folgendsermaßen verwendet:
      "g" bedeutet: Dieses Attribut ist bei allen Geräten dieses Typs gleich.
      "i" bedeutet: Dieses Attribut kann bei Geräten dieses Typs unterschiedliche Werte haben.
    • "Opsi": "<id>"
      dabei ist <id> der opsi interne Name des Feldes. Dieser kann zur Ausgabe über die Dateien in /etc/opsi/hwaudit/locales wiederum lokalisiert werden.
    • "WMI": "<id or command>"
      dabei ist <id or command> entweder der Name unter dem der in der Klassen definition angegebene WMI Befehl den Wert ausgibt oder ein eigener WMI Befehl.
    • "Linux": "<id>"
      dabei ist <id> der Name unter dem der in der Klassen definition angegebene Linux Befehl den Wert ausgibt.
    • "Condition": "<condition>"
      dabei ist <condition> eine Bedingung die erfüllt sein muss, damit der Value ermittelt wird. So legt z.B. die <condition> "vendor=[dD]ell*" fest, das der schon erhobene Wert von "vendor" Dell oder dell enthalten muss.

Hierzu als Beispiel die Klasse "COMPUTER_SYSTEM":

{
   "Class": {
      "Type":   "STRUCTURAL",
      "Super":  [ "HARDWARE_DEVICE" ],
      "Opsi":   "COMPUTER_SYSTEM",
      "WMI":    "select * from Win32_ComputerSystem",
      "Linux":  "[lshw]system"
   },
   "Values": [
      {
         "Type":   "varchar(100)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "name",
         "WMI":    "Name",
         "Linux":  "id"
      },
      {
         "Type":   "varchar(50)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "systemType",
         "WMI":    "SystemType",
         "Linux":  "configuration/chassis"
      },
      {
         "Type":   "bigint",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "totalPhysicalMemory",
         "WMI":    "TotalPhysicalMemory",
         "Linux":  "core/memory/size",
         "Unit":   "Byte"
      },
      {
         "Type":   "varchar(50)",
         "Scope":  "i",
         "Opsi":   "dellexpresscode",
         "Condition": "vendor=[dD]ell*",
         "Cmd": "#dellexpresscode\dellexpresscode.exe#.split('=')[1]",
         "Python":  "str(int(#{'COMPUTER_SYSTEM':'serialNumber','CHASSIS':'serialNumber'}#,36))"
      }
   ]
},

Besonders interessant ist hier der letzte Value "dellexpresscode":
Dieser ist nur sinnvoll, wenn es sich auch um einen Dell-Rechner handelt, daher die Condition.
Unter Windows wird das Kommandozeilen Programm dellexpresscode.exe ausgeführt, welches sich von der hwaudit.exe aus gesehen im Unterverzeichnis dellexpresscode\ befindet. Diese produziert eine Ausgabe in der Form: dellexpresscode=123456789. Durch den hinter dem Platzhalter befindlichen .split('=')[1] wird der Wert hinter dem Gleichheitszeichen verwendet.
Unter Linux wird geprüft in welchem Element (COMPUTER_SYSTEM oder CHASSIS) bei serialNumber ein Wert gefunden wurde, und dieser dann zur Berechung des Dell expresscodes verwendet.

Die Opsi-Namen der Values werden über die Dateien /etc/opsi/hwaudit/locales/* übersetzt. Bsp. /etc/opsi/hwaudit/locales/de_DE:

COMPUTER_SYSTEM = Computer
COMPUTER_SYSTEM.systemType = Typ

Der Klassenname COMPUTER_SYSTEM wird übersetzt in "Computer". Das Opsi-Attribut "systemType" der Klasse COMPUTER_SYSTEM wird übersetzt in "Typ". Abschliessend noch der Hinweis: Wenn ein neues Feld erzeugt wird, sollte man dieses in den locale-Dateien anlegen, auch wenn man den Begriff selber nicht übersetzt. Dadurch wird vermieden, dass bei der Laufzeit "Warning" Meldungen produziert werden.

10.2. Software Inventarisierung

Die Softwareinventarisierung findet über das Localbootprodukt swaudit statt. Dabei werden die Informationen aus dem Uninstallzweig der Registry erhoben und durch zusätzliche Informationen zu Hotfixes und Lizenzkeys ergänzt.

Der Quellcode diese Paketes wir hier verwaltet:
https://svn.opsi.org/listing.php?repname=swaudit

11. opsi-server

11.1. Überblick

Die Funktionalitäten eines opsi-servers lassen sich auf vielen Business gängigen Linuxdistributionen installieren:

Grob lassen sich zwei wichtige Funktionalitäten unterscheiden, die auf einem Server vereint sein können:

  • opsi-configserver
    Die Funktionalität des configserver umfasst die Speicherung und Verarbeitung der Konfigurationsdaten in unterschiedlichen Backends und deren Bereitstellung über einen Webservice und auf Kommandozeile.
  • opsi-depotserver
    Die Funktionalität des depotserver umfasst die Speicherung der eigentlichen Installationsdateien der zu verteilenden Software, Betriebssysteme, Bootimages und deren Bereitstellung für den Client per smb, cifs/https, tftp.

Die aus diesen Diensten entstehenden Hardwareanforderungen sind in der Regel gering, so das ein Betrieb eines opsi-servers in einer Virtualisierungsumgebung kein Problem darstellt.

11.2. Installation und Inbetriebnahme

Die Installation und Inbetriebnahme eines opsi-servers ist in dem gesonderten Handbuch: opsi-getting-started ausführlich erläutert.

11.3. Samba Konfiguration

Um den Client-PCs Zugriff auf die Softwarepakete zu ermöglichen, stellt der opsi-server Shares bereit, die von den Clients als Netzlaufwerke gemountet werden können. Für die Windows-Clients wird dazu die Software SAMBA eingesetzt. Die Korrekte Sambakonfiguration können Sie erstellen bzw. reparieren durch den Aufruf von:

opsi-setup --auto-configure-samba

Nach einer Änderung der Samba-Konfigurationsdateien ist ein reload der Samba-Software notwendig (/etc/init.d/samba reload).

11.4. Der Daemon opsiconfd

Der opsiconfd ist der Zentrale Konfigurations-Daemon von opsi. Alle Client-Komponenten (opsi-client-agent, opsi-configed, opsi-linux-bootimage, …) verbinden sich mit diesem Service um auf die Konfigurationen in den Backends zuzugreifen. Der opsiconfd wird über die Datei /etc/opsi/opsiconfd.conf konfiguriert. Die einzelnen Konfigurations-Optionen sind in dieser Datei dokumentiert.

  • [global] admin networks:
    Über diese Option kann der administrative Zugriff auf den opsiconfd auf Verbindungen von bestimmten Netzwerkadressen eingeschränkt werden.
    Es können mehrere Netzwerkadressen durch Kommas getrennt angegeben werden.
    Nicht-administrative Client-Verbindungen können auch aus anderen Netzwerken erfolgen.

11.5. Notwendige System-User und Gruppen

  • User opsiconfd
    Dies ist der user unter dem der opsiconfd Deamon läuft.
  • User pcpatch
    Dies ist der user, den der opsi-client-agent verwendet um den depotshare zu mounten und von diesem zu lesen. Dieser System-User pcpatch hat üblicherweise die user-ID 992. Dieser User hat per Voreinstellung das Heimatverzeichnis /var/lib/opsi.Setzen und Ändern Sie das Passwort mit opsi-admin -d task setPcpatchPassword.
  • Gruppe pcpatch
    Neben dem User pcpatch gibt es noch die Gruppe pcpatch. Die meisten Dateien sind sowohl für den User als auch für die Gruppe im Vollzugriff. Die Systemadministratoren des opsi-servers sollten daher Mitglieder der Gruppe pcpatch sein.
  • Gruppe opsiadmin Die Mitglieder dieser Gruppe können sich gegenüber dem opsi-webservice Authentifizieren und damit z.B. mit dem opsi-configed arbeiten. Daher sollten alle Mitarbeiter die mit opsi arbeiten, Mitglied dieser Gruppe sein.

11.6. Notwendige Shares

  • Bereich: Depotshare mit Softwarepaketen (opt_pcbin)
    Auf dem depot-Share liegen die für die Installation durch das Programm opsi Winst vorbereiteten Softwarepakete. In der Voreinstellung liegt dieses Verzeichniss auf dem opsi-server unter /opt/pcbin. Unterhalb von diesem Verzeichnis findet sich das Verzeichnis install und in diesem für jedes Softwarepaket ein Verzeichnis mit dem Namen des Softwarepakets. Wiederum unterhalb dieses Verzeichnisses liegen dann die Installationsskripte und -dateien.

Tipp

Das Verzeichnis /opt/pcbin/install wird in Zukunft durch das Verzeichnis /var/lib/opsi/depot ersetzt. Das Verzeichnis wird mit dem Freigabe-Namen opsi_depot per Samba read-only exportiert.

  • Bereich: Arbeitsverzeichnis zum Pakethandling (opsi_workbench)
    Unter /home/opsiproducts ist der Bereich um Pakete zu erstellen und in dem Pakete vor der Installation mit opsi-package-manager abgelegt werden sollen. Dieses Verzeichnis ist als share opsi_workbench freigegeben.
  • Bereich: Konfigurationsdateien File-Backend (opsi_config)
    Unter /var/lib/opsi liegen die Konfigurationsdateien des file Backends. Dieses Verzeichnis ist als share opsi_config freigegeben.
    CAUTION: Wenn Sie über diesen Share auf den Dateien arbeiten, verwenden Sie keine Editoren die das Dateiformat (Unix/DOS) verändern und entfernen Sie Sicherungsdateien wie z.B. *.bak.

11.7. opsi PAM Authentifizierung

opsi verwendet zur Authentifizierung der User diverse PAM-Module. Bisher wurden für verschiedene Distributionen verschiedene PAM-Module verwendet. In der folgenden Auflistung werden die eingesetzten PAM Module aufgelistet:

Standard: common-auth
SLES: sshd
CentOS und RedHat: system-auth
RedHat 6: password-auth

Wie man aus der Liste erkennen kann, wurden diverse PAM-Konfigurationen verwendet, diese können sich aber je nach lokaler PAM Konfiguration wieder ändern. Da für diese Anpassungen immer ein Eingriff in den Code nötig war gibt es nun die Möglichkeit unter: /etc/pam.d/ die Datei opsi-auth an zu legen und für opsi eine eigene PAM-Konfiguration zu hinterlegen. Wenn es diese Datei gibt, benutzt opsi automatisch diese Konfiguration.

Folgendes einfaches Beispiel soll das Verhalten verdeutlichen: Wenn Sie ein Debian/Ubuntu System betreiben und bei der Anmeldung am opsi-configed eine PAM-Fehlermeldung bekommen, obwohl mit den selben Benutzerdaten eine SSH Verbindung zum Server geöffnet werden kann, kann man die Datei /etc/pam.d/opsi-auth mit folgendem Inhalt erstellen:

@include sshd

Nach einem Neustart von opsiconfd benutzt opsi automatisch das sshd-PAM-Modul zur authentifizierung.

11.8. Problem-Management

Sollten Probleme im Betrieb mit dem opsi-Server auftreten so sollten folgende Dinge überprüft und ausgeführt werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Kombination der folgender Befehle, die meisten Probleme behebt.

  • Erreichbarkeit und Auslastung vom opsi-webservice prüfen:
    https://<server-ip>:4447/info per Browser aufrufen. Wenn dies schon nicht geht, weiter mit nächstem Schritt. Wenn diese Seite angezeigt wird: Prüfen ob die Auslastung vom opsi-webservice zu hoch ist. Am besten auch den freien Speicherplatz auf dem Server überprüfen (Weiter unten auf der info-Seite).
  • Prüfen ob die benötigten Daemons laufen, eventuell neustarten:
ps -ef | grep opsiconfd
ps -ef | grep opsipxeconfd
/etc/init.d/opsiconfd restart
/etc/init.d/opsipxeconfd restart
  • Konfiguration neu einlesen:
opsi-setup --init-current-config
  • Rechte auf die opsi-relevanten Dateien und Ordner neu setzen:
opsi-setup --set-rights
  • Backend aufräumen:
opsi-setup --cleanup-backend
  • Prüfen ob Samba läuft, eventuell neustarten:
ps -ef | grep mbd

Es muss mindestens ein nmbd und mindestens ein smbd prozess laufen. Eventuell samba neustarten:

/etc/init.d/samba restart

oder

service nmbd restart
service smbd restart
  • Neusetzen des pcpatch-Passworts:
opsi-admin -d task setPcpatchPassword

12. Security

12.1. Einführung

Opsi ist ein mächtiges Werkzeug zur zentralen Administration vieler Clients. Damit steht der opsi-server natürlich auch im besonderen Fokus der Sicherheitsbetrachtung. Wer den opsi-server kontrolliert, kontrolliert auch die Clients. Wer einem Client davon überzeugen kann er sei der richtige opsi-server, der kontrolliert den Client.

Wieviel Energie und Geld Sie in die Absicherung der opsi Infrastruktur stecken sollten hängt von Ihren Sicherheitsbedürfnis und vom Einsatzszenario ab. Ein opsi-server in der cloud ist z.B. gefährdeter als einer in einem abgeschlossenen Inselnetz.

Im folgenden haben wir die wichtigsten uns bekannten Maßnahmen und Probleme zusammengetragen.

Wir danken an dieser Stelle allen Kunden und Anwendern die uns auf Probleme hingewiesen und damit zur Sicherheit beigetragen haben. Wir bitten Sie darum Probleme die Ihnen auffallen zunächst an info@uib.de zu melden bevor das Problem öffentlich gemacht wird.

12.2. Informiert bleiben

Informationen über Security relevante opsi Updates werden veröffentlicht in:

News Bereich des opsi forums:
https://forum.opsi.org/viewforum.php?f=1

In der opsi Mailingliste:
https://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/opsi-announce_de

12.3. Allgemeine Serversicherheit

Die opsi Software auf einem Server kann nicht sicherer als der Server selbst sein. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren opsi-server regelmäßig aktualisieren, d.h. die vom Distributor angebotenen Security Updates auch einspielen. Dies gilt sowohl für den opsi-configserver wie auch für die opsi-depotserver.

Sie können auf dem Server Programme installieren, welche Sie per E-Mail informieren wenn es Paketupdates gibt.

Debian, Ubuntu
apticron
RHEL, CentOS
yum-updatesd

Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten Linuxserver weiter abzusichern. Dies ist aber nicht das Thema dieses Handbuchs. Gerne beraten wir Sie hierzu im Rahmen eines Support- und Pflegevertrages.

12.4. Read Only depotshare

Der von den Clients verwendete depot_share sollte read-only sein. Dies ist wichtig um zu unterbinden, dass ein Vireninfizierter Rechner evtl. während der Installation über opsi den Share infiziert und dann der Virus über opsi weiterverbreitet wird.

Seit opsi 4.0.1 gibt es den Share opsi_depot welcher read-only ist. Um diesen Share zu verwenden führen Sie bitte folgendes aus:

opsi-setup --auto-configure-samba

Dieser Befehl erzeugt einen neuen Share opsi_depot, welcher read-only ist. Dieser Share verweist auf das Verzeichnis /var/lib/opsi/depot. Je nach Distribution des Servers ist dieser Pfad ein symbolischer Link auf /opt/pcbin/install.

Damit der neue Share auch von den Clients verwendet wird, müssen Sie auf dem opsi-configserver zusätzlich folgendes Script ausführen:

for depot in $(opsi-admin -dS method host_getIdents unicode "{\"type\":\"OpsiDepotserver\"}"); do
   echo "Depot: $depot"
   depot_remote=$(opsi-admin -dS method host_getObjects [] "{\"id\":\"$depot\"}" | grep "depotRemoteUrl=" | cut -d "=" -f2)
   depot_local=$(opsi-admin -dS method host_getObjects [] "{\"id\":\"$depot\"}" | grep "depotLocalUrl=" | cut -d "=" -f2)
   depot_remote_new=$(echo $depot_remote | sed "s|/opt_pcbin/install|/opsi_depot|")
   depot_local_new=$(echo $depot_local | sed "s|/opt/pcbin/install|/var/lib/opsi/depot|")
   servertype=$(opsi-admin -dS method host_getObjects [] "{\"id\":\"$depot\"}" | grep "type=" | cut -d "=" -f2)
   opsi-admin -d method host_updateObjects "{\"type\":\"$servertype\",\"id\":\"$depot\",\"depotLocalUrl\":\"$depot_local_new\",\"depotRemoteUrl\":\"$depot_remote_new\"}"
done

12.5. Authentifizierung des Clients beim Server

Der Client authentifiziert sich beim Server mit seinem FQDN sowie dem opsi-host-key. Client-seitig liegt dieser Key in der Datei %programfiles%\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf und ist nur mit administrativen Rechten lesbar. Serverseitig liegen die opsi-host-keys im jeweiligen Backend (z.B. unter /etc/opsi/pckeys).

Zusätzlich zu dieser Authentifizierung kann der opsiconfd angewiesen werden, zu überprüfen ob die IP-Nummer unter der sich der Client meldet auch zu dem angegebenen Clientnamen passt. Um dieses Verhalten zu aktivieren setzen sie in der /etc/opsi/opsiconfd.conf folgenden Parameter:

verify ip = yes

und reloaden den opsiconfd

/etc/init.d/opsiconfd reload

Achtung

Verwenden Sie diese Feature nur wenn Sie eine vollstängig funktionierende Namensauflösung (vorwärts wie rückwärts) für Ihre Clients haben.

12.6. Authentifizierung des Servers beim Client

Seit opsi 4.0.1 gibt es verschieden Möglichkeiten den Client prüfen zulassen ob der Server der kontaktiert vertrauenswürdig ist.

Variante 1: verify_server_cert

Bei der ersten Kontaktaufnahme zu einem opsi-server wird dessen SSL-Zertifikat akzeptiert und unter C:\opsi.org\opsiclientd\server-certs abgespeichert. Bei der nächsten Kontaktaufnahme wird der public key des gespeicherten Zertifikats ermittelt und mit diesem ein Zufallsstring sowie die eigenen Zugangsdaten verschlüsselt. Diese Daten werden an den Server übergeben. Der Server entschlüsselt mittels des private key seines SSL-Zertifikats diese Daten und sendet zum Beweis der erfolgreichen Entschlüsselung den Zufallsstring an den Client zurück. Nach erfolgreicher Prüfung des zurückgegbenen Zufallsstrings erachtet der Client den Server als vertrauenswürdig.

Auf diese Weise kann verhindert werden, dass per Angriff auf das DNS opsi-clients falsche Server als opsi-server akzeptieren. Diese Methode minimiert das Risiko, dass bei einem Serverumzug Clients den neuen Server nicht mehr akzeptieren, da sich die Serverzertifikate von einem auf einen anderen Server übertragen lassen. Außerdem ist keine Verteilung einer certification authority (CA) notwendig.

Die Schwäche dieser Methode ist die Möglichkeit eines Man-in-the-middle Angriffs, da aus den oben genannten Gründen das Zertifikat keiner weiteren Prüfung unterzogen wird.

Die Prüfung betrifft die Webservice Kommunikation mit dem opsi-configserver.

Wird im Rahmen der opsi WAN-Erweiterung für die WAN-Clients als clientconfig.depot.protocol webdav verwendet, so wird auch der opsi-depotserver entsprechend geprüft. „Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot“

Um diese Methode zu aktivieren, muss in der opsiclientd.conf in der Sektion [global] folgende Option gesetzt werden:

verify_server_cert = true

Mit dem folgenden Befehl richten Sie den Konfigurationseintrag ein, so das er vom opsi-configed bearbeitet werden kann:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.global.verify_server_cert "verify_server_cert" false

Aktivieren können Sie dies nun in dem Sie im opsi-configed in der Serverkonfiguration oder in den Hostparameter einzelner Clients den Wert von false auf true setzen.

Achtung

Dies sollte nur gemacht werden, wenn man genau weiß, was man tut. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass die Clients den Kontakt zum Server verweigern und somit abgehängt sind.

Variante 2: verify_server_cert_by_ca

Dieser Mechanismus funktioniert analog zu der Art und Weise wie Browser die SSL-Zertifikate von Webservern prüfen. SSL-Zertifikate werden klaglos akzeptieren wenn diese auf genau den FQDN (bzw. Wildcard) ausgestellt sind unter dem der Server angesprochen wird und das Zertifikat von einer dem Browser bekannten CA signiert ist.

Der opsicliend enthält eine nur für diesen Zweck erstellte Root-CA der uib gmbh und akzeptiert Zertifikate, die durch die CA der uib gmbh signiert sind. Ebenso wird überprüft ob der commonName mit dem FQDN des Servers übereinstimmt. Ist eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt, verweigert der Client die Kommunikation.

Diese Methode ist sicherer als die oben beschriebene, erfordert aber den Erwerb von Zertifikaten über die uib gmbh. Die Bedingungen und Preise zum Erwerb solcher Zertifikate erfahren Sie auf der Preisliste der uib gmbh. http://uib.de/www/service_support/support/index.html Die Überschüsse aus dem Zertifikatsverkauf fließen in die Pflege der opsi-Security.

Um diese Methode zu aktivieren, muss in der opsiclientd.conf in der Sektion [global] folgender Parameter gesetzt werden:

verify_server_cert_by_ca = true

Mit dem folgenden Befehl richten Sie den Konfigurationseintrag ein, so das er vom opsi-configed bearbeitet werden kann:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.global.verify_server_cert_by_ca "verify_server_cert_by_ca" false

Aktivieren können Sie dies nun in dem Sie im opsi-configed in der Serverkonfiguration oder in den Hostparameter einzelner Clients den Wert von false auf true setzen.

Achtung

Dies sollte nur gemacht werden, wenn man genau weiß, was man tut. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass die Clients den Kontakt zum Server verweigern und somit abgehängt sind.

12.7. Authentifizierung beim controlserver des Client

Der opsiclientd besitzt eine Webservice-Schnittstelle die es erlaubt dem opsiclientd Anweisungen von aussen zu erteilen („Fernsteuerung des opsi-client-agent“).

Für den Zugriff auf den Webservice wird eine Authentifizierung benötigt. Dies geschieht entweder mittels des lokalen Administrator-Accounts (ein leeres Passwort ist unzulässig) oder mittels leerem Benutzernamen und dem opsi-host-Schlüssels als Passwort.

12.8. Konfiguration eines Admin-Networks

Die Idee eines Admin-Networks ist es, administrative Zugriffe auf Server nicht aus dem allgemeinen Produktiv-Netz zu erlauben, sondern nur von einem speziellen und abgesicherten Netzbereich.

Zwar müssen alle opsi-clients Zugang zum opsi-webservice haben, diese dürfen aber nur eingeschränkt Daten abrufen und ändern. Ein administrativer Zugang zum Webservice setzt die Mitgliedschaft in der Gruppe opsiadmin voraus.

Über die Option [global] admin networks in der /etc/opsi/opsiconfd.conf kann der administrative Zugriff auf den opsiconfd auf Verbindungen von bestimmten Netzwerkadressen eingeschränkt werden.
Es können mehrere Netzwerkadressen durch Kommas getrennt angegeben werden.
Nicht-administrative Client-Verbindungen können auch aus anderen Netzwerken erfolgen.

Der default ist:

admin networks = 0.0.0.0/0

und erlaubt Zugriff von allen Netzen.

Eine Konfiguration wie z.B.

admin networks = 127.0.0.1/32, 10.1.1.0/24

würde administrative Zugriffe nur vom Server selbst und aus dem Netz 10.1.1.0/24 erlauben.

12.9. Der user pcpatch

Der user pcpatch dient in opsi 4 ausschließlich dem Mounten des depot-Shares durch den Client (und zur Zeit noch dem Schreiben und Lesen von Image-Dateien durch die Netboot Produkte ntfs-write-image bzw. ntfs-restore-image).

Das Passwort des Benutzers pcpatch wird in der Regel verschlüsselt abgelegt und auch nur verschlüsselt übertragen. Es existieren jedoch auch unter gewissen Umständen Möglichkeiten das Passwort in Erfahrung zu bringen. Um den Schaden der hierdurch entstehen kann zu minimieren empfehlen wir folgende Maßnahmen:

In der /etc/samba/smb.conf in allen Share-Definitionen ausser opsi_depot dem user pcpatch den Zugriff verbieten über den Eintrag:

invalid users = root pcpatch

Alternativ
In der /etc/samba/smb.conf dem User pcpatch auf Leserechte beschränken durch den Eintrag in der [global] Sektion:

read list = pcpatch

Als weitere Maßnahme sollten Sie das Passwort des Users pcpatch öfters ändern. Da das Klartext-Passwort niemandem bekannt sein muss, kann es z.B. durch den regelmäßigigen Aufruf (z.B. per cronjob) des folgenden Scriptes auf ein zufälliges Passwort setzen.

pass=$(< /dev/urandom tr -dc _A-Z-a-z-0-9 | head -c16)

opsi-admin -d task setPcpatchPassword $(< /dev/urandom tr -dc _A-Z-a-z-0-9 | head -c16)

Wenn Sie die Netboot Produkte ntfs-write-image bzw. ntfs-restore-image nicht verwenden, so können Sie zusätzlich die Anmeldung des users pcpatch am Server unterbinden indem Sie in der /etc/passwd dem user pcpatch die Shell /bin/false zuweisen.

13. opsi-backup

13.1. Einführung

Wie jedes andere System auch, sollte das opsi-System auch einem Backup unterzogen werden. Da opsi ein zentrales Werkzeug für das Windows-Client- wie auch das Windows-Server-Management darstellt, sollte der opsi-server gesichert werden. Dieses Handbuch soll einen Einblick in die Backup-Strategie von opsi geben und auch auf Themen, wie das zurückschreiben und das "DisasterRecovery" von opsi.

13.2. Vorbedingungen für ein Backup

Um ein Backup des opsi-Systems anzulegen, gibt es nicht wirklich eine Vorbedingung. Wenn man die zentralen Dateien und Backends des opsi-Systems lokalisiert hat, kann man diese auf diversen Methoden sichern. Die folgende Anleitung soll nicht nur die Frage: "Was soll gesichert werden?" beantworten, sondern auch einen Weg dokumentieren, wie eine Backupstrategie für das opsi-System aussehen könnte.

Das Backupskript sollte als root ausgeführt werden, entweder manuell oder einen root-cronjob, damit man die Konfiguration von opsi lesen kann und auch die Systemkonfiguration feststellen kann. Weiterhin sollte für ein Backup des mysql-Backends das mysqldump-Programm installiert sein, dieses findet sich in der Regel in den client-Paketen von mysql.

13.3. Quick Start

Backup erzeugen:

opsi-backup create opsi_backup.tar.bz2

Erzeugt ein Backup der aktuell genutzten Backends sowie der Konfigurationsdateien im aktuellen Verzeichnis mit dem Namen opsi_backup.tar.bz2.

Backup zurück spielen:

opsi-backup restore --backends=all --configuration opsi_backup.tar.bz2

Stellt die Daten aus dem Backupfile opsi_backup.tar.bz2 aus dem aktuellen Verzeichnis wieder her.

13.4. Elementare Teile von opsi

Opsi kann man grob in fünf Teile gliedern. Die folgenden fünf Teile sind opsi spezifisch und können von System zu System, je nach Konfiguration variieren.

Opsi Konfiguration

Der mit Abstand wichtigste Teil von opsi, ist die Konfiguration. Getreu nach LSB ( Linux Standard Base) befindet sich die Konfiguration von opsi unter /etc/opsi.

Dieses Verzeichnis beinhaltet hauptsächlich die Backend-Konfiguration, die Webservice-Konfiguration und das SSL-Zertifikat für den Webservice. Weiterhin ist hier auch das Backend-Extend untergebracht, die Konfiguration des opsipxeconfd, des opsi-product-updater und auch die modules-Datei, die Ihnen Ihre kofinanzierten Module freischaltet.

Um später ein volles DisasterRecovery zu verwirklichen, muss das Verzeichnis /etc/opsi gesichert werden.

Die Sicherung hat neben dem DisasterRecovery noch einen weiteren Vorteil: Wenn man viele Konfigurationen von opsi geändert hat und das System nicht mehr richtig arbeitet, ist ein Rücksprung auf eine vorherige funktionierende Version meist leichter und schneller, als die Fehlersuche.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup gesichert.

Opsi Backends

Im folgenden Kapitel werden die Backends von opsi aufgezählt. Diese bilden das Herzstück der opsi-Datenhaltung. Alle Clients, Produkte, Konfigurationen, Statis, etc… sind in der jeweiligen Datenhaltung abgelegt.

Opsi bietet folgende Datenbackends:

Tabelle 1. opsi-Backends

BackendBeschreibung

file-Backend

Backend auf Dateibasis, momentan der default bei opsi

mysql-Backend

Volle mysql-Backend Unterstützung seit opsi 4.0

ldap

komplette Datenhaltung in einem LDAP-Verzeichnis

univention

angepasstes LDAP Backend für UCS-Systeme

dhcp

spezial Backend bei Verwendung von des dhcpd auf dem opsi-server


Wenn Sie nicht wissen, welches Backend sie einsetzen, setzen Sie wahrscheinlich das file-Backend ein. opsi ist aber auch dafür ausgelegt, mehrere Backends gleichzeitig an zu setzen. Welche Backends, für welche Funktionen von opsi eingesetzt werden, wird in der /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf konfiguriert.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup gesichert.

Opsi Depotfiles

Die Depotfiles sind deshalb interessant, da Sie die eigentlichen Dateien der zu verteilenden Software enthalten. Die Localboot-Produkte, wie auch die Netboot-Produkte haben Ihre Files jeweils unterhalb von /opt/pcbin/install. bzw. /var/lib/opsi/depot.

Je nachdem, wie viel Software auf dem opsi-server vorgehalten wird und wie viele Betriebssystem-Installationen inklusive Treibern vorgehalten werden, kann dieses Datenvolumen enorme Ausmaße annehmen.

Es gibt verschiedene Ansätze diese Dateien zu sichern. Die einfachste Alternative ist das Rsnapshot. Es gibt aber elegantere Lösungen, wie das Verlegen dieser Daten in redundant ausgelegte Filesysteme auf einem SAN, etc.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

Opsi Workbench

Der Bereich opsi Workbench, welcher auch als gleichnamige Samba-Freigabe (opsi_workbench) in opsi eingesetzt wird, beinhaltet die Stände der eigenen Software-Paketierung. Das Verzeichnis ist standardmäßig unter /home/opsiproducts Wenn dieser Share, wie vorgesehen dafür verwendet wird, um eigene Pakete in verschiedenen Revisionen dort vor zu halten, sollte dieses Verzeichnis auch gesichert werden.

Auch hier bietet sich das Tool rsnapshot an.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

Opsi Repository

Das Verzeichnis unter /var/lib/opsi/repository wird dazu verwendet, um opsi-Pakete zu puffern. Anders als die opsi Workbench, dient es aber nicht dem Paketieren von opsi Paketen, sondern die opsi Pakete welche dort abgelegt werden, sollen vorgehalten werden, um eventuell das Synchronisieren auf anderen Servern, oder das Synchronisieren mit dem opsi-product-updater zu vereinfachen.

Diese Dateien sind für ein DisasterRecovery nicht unbedingt nötig, können aber auch mit dem Tool rsnapshot gesichert werden.

Dieser Bereich wird mit opsi-backup nicht gesichert.

13.5. Das opsi-backup Programm

Mit dem Kommandozeilenprogramm opsi-backup existiert ein Werkzeug, dass die Erstellung und das Wiederherstellen einfacher Backups kompfortabel erledigt.

Dazu lässt sich opsi-backup mit drei grundlegenden Befehlen steuern: create, restore und verify.
Die Option --help gibt einen detaillierten Überblick über alle Optionen, die opsi-backup akzeptiert.
Ein mit opsi-backup erstelltes Backup ist ein Rohbackup, dass bedeutet, es werden keine Datein auf logischer Ebene gesichert, sondern es werden Sicherungen der in den Backends abgelegten Datein in den entsprechenden Strukturen angefertigt.
Ein solches Backup lässt sich daher auch nur für eine identische Backendkonfiguration zurückspielen.

Ein mit opsi-backup erstelltes Backup ist immer ein Vollbackup (opsi-backup unterstützt keine incrementellen oder differenziellen Backups).

Zu beachten ist, dass opsi-backup keine Sicherung der Depot Dateien, der Workbench Dateien sowie der Repository Dateien durchführt. Diese Datein sollten daher anderweitig gesichert werden.

Der mit opsi-backup erstellte backup file ist eine komprimierte tar Datei, deren Inhalt sich entsprechend auch anschauen lässt.

opsi-backup --help

Achtung

Ein Backup, dass mit opsi-backup erstellt wird, kann unter anderem Passwörter und PC-Keys enthalten, und sollte daher entsprechend sicher archiviert werden.

Ein Backup anlegen

Das Anlegen eines neuen opsi Backups erfolgt mit dem Befehl opsi-backup create. Wird dieser Befehl ohne weitere Parameter angegeben erstellt das Programm ein Archiv mit allen Daten der Backends sowie der Konfiguration. Der Dateiname wird dabei automatisch generiert. Für den Befehl opsi-backup create sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

opsi-backup create
opsi-backup create --help

Es ist auch möglich, den Dateinamen oder das Zielverzeichnis des neuen Backups vorzugeben. Dazu wird einfach ein Dateiname oder ein Zielverzeichnis einfach an den entsprechenden Befehl angehängt. Wird ein Verzeichnis übergeben, generiert opsi-backup automatisch einen Dateinamen in diesem Verzeichnis. Ein durch opsi-backup generierter Dateiname hat die Form <hostname>_<opsi-version>_<datum>_<uhrzeit> und ist daher gut zur Archivierung meherere Backups geeignet. Wird ein Dateiname fest forgegeben, so wird ein älteres Backup mit dem selben Namen durch opsi-backup überschrieben.

opsi-backup create /mnt/backup/opsi_backup.tar.bz2
opsi-backup create /mnt/backup/

Zusätzlich ermöglicht das create Kommando die Steuerung des Backups mittels der folgenden Optionen:

  • --backends {file,mysql,dhcp,all,auto}
    Ermöglicht die Auswahl der Backends, die in dem Backup eingeschlossen werden sollen. Diese Option kann mehrfach angegeben werden, um mehrere Backends anzugeben. Die Option --backends=all steht für alle Backends. Die Voreinstellung (default) für diese Optionen ist --backends=auto, was dafür sorgt, dass opsi-backup versucht, die verwendeten Backends anhand der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf zu ermitteln. Im Moment werden folgende Backends unterstützt: mysql, file, dhcp
opsi-backup create --backends=file --backends=mysql
opsi-backup create --backends=all

Tipp

Wenn Sie ein nicht unterstütztes Backend (wie z.B. ldap) verwenden, so können Sie vor dem Backup dieses mit dem Befehl opsi-convert in ein Backend konvertieren, dass sich per opsi-backup sichern lässt.

opsi-backup create --no-configuration
  • -c [{gz,bz2,none}], --compression [{gz,bz2,none}]
    Spezifiziert die Kompressionsmethode, mit der das Archiv komprimiert werden soll. none steht hier für nicht komprimieren, die Standardkompression (default) ist bz2.
opsi-backup create -c bz2
  • --flush-log
    Die Sicherung des mysql-Backends erfolgt intern über einen mysqldump Befehl. Das bedeutet, dass die Daten genauso gesichert werden, wie die Datenbank sie zu diesem Zeitpunkt sieht (unabhängig davon ob die Daten schon auf Platte stehen oder nur im Speicher). Somit ist das erstellte Backup evtl. aktueller und unterscheidet sich vom Stand der Datenbankdateien. Möchte man dies vermeiden, so müssen die von mysql im Speicher gehaltenen Daten vorher auf die Festplatte geschrieben werden. Ist die Option --flush-log angegeben, wird opsi-backup versuchen, diese Operation durchzuführen (also die Daten aus dem Speicher auf die Platten zuschreiben). Allerdings benötigt der entsprechende Datenbankuser der opsi Datenbank dazu die entsprechende MySQL Berechtigung RELOAD. Standardmäßig wird der opsi Benutzer aber ohne dieses Recht angelegt! Besitzt er diese nicht (und die Option --flush-log ist angegeben) wird das Backup fehlschlagen. Verwenden Sie daher diese Option nur, wenn Sie vorher die Rechte des Datenbankusers angepasst haben.
opsi-backup create --backends=mysql --flush-log

Beispiel

opsi-backup create --no-configuration --backends=all opsi_backup.tar.bz2

Backups archivieren

Von Haus aus bringt opsi-backup keine Funktionen zum Archivieren von Backups mit. Der Administrator hat daher Sorge zu tragen, dass erzeugte Backups sicher und versioniert ablegt werden. Außerdem löscht opsi-backup niemals selbstständig ältere Backup Version (außer sie werden mittels create überschrieben). Da opsi-backup immer Vollbackups und keine inkrementellen Backups anlegt, kann es schnell zu großen Datenmengen kommen. Hier muss ebenfalls der Administrator sorge tragen, dass ältere Backups wenn nötig regelmässig gelöscht werden.

Ein Backup verifizieren

Mit dem Befehl opsi-backup verify kann das Archiv auf interne Integrität geprüft werden. Diese Prüfung ist keine logische Prüfung der Daten, es handelt sich um eine reine Prüfung auf die Korrektheit der im Archiv gespeicherten Daten. Für den Befehl opsi-backup verify sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

Beispiel

opsi-backup verify opsi_backup.tar.bz2
opsi-backup verify --help

Tipp

Wird der Befehl opsi-backup verify explizit auf der Konsole aufgerufen ist es häufig sinnvoll, die opsi-backup Standardausgabe zu aktivieren: opsi-backup -v verify opsi_backup.tar.bz2

Ein Backup wiederherstellen

Das Wiederherstellen des Archivs erfolgt mit dem Befehl opsi-backup restore. Dabei werden (per default) die Backends anhand der aktuellen Konfiguration eingespielt. Es kann also kein reines Backend Backup wiederhergestellt werden, ohne dass eine opsi Konfiguration vorhanden ist. Der Befehl opsi-backup restore braucht als Parameter das Backup Archiv, aus dem Daten wiederhergestellt werden. Für den Befehl opsi-backup restore sind zusätzliche Programmhilfen verfügbar, welche über die Option --help ausgegeben werden.

opsi-backup restore akzeptiert folgende Optionen:

  • --backends {file,mysql,dhcp,auto,all}
    Stellt das spezifizierte Backend wieder her. Diese Option kann mehrfach angegeben werden, um mehrere Backends anzugeben. Die Option --backends=all steht für alle Backends. Als Voreinstellung (default) wird die Option --backends=auto verwendet, was dazu führt, dass opsi-backup versucht, anhand der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf festzustellen, welche Backends wiederherzustellen sind.
opsi-backup restore --backends=file --backends=mysql opsi_backup.tar.bz2
opsi-backup restore --backends=all opsi_backup.tar.bz2

Achtung

Wenn Sie seit der Erstellung des Backups das Backend gewechselt haben, so wird die dafault Einstellung keine Daten zurück sichern.

  • --configuration
    Stellt die Opsi Konfiguration wieder her. Diese Option ist beim restore Vorgang kein default.
opsi-backup restore --configuration opsi_backup.tar.bz2
  • -f, --force
    opsi-backup führt vor dem Wiederherstellen eines Backups, eine Sicherheitsprüfung durch, um zu überprüfen, ob die aktuelle opsi Installation mit der Installation des Backups übereinstimmt (opsi Version, OS-Version, Host- und Domain Name). Mit dieser Option lässt sich diese Prüfung umgehen.
opsi-backup restore -f opsi_backup.tar.bz2

Beispiel

opsi-backup restore --configuration --backends=all opsi_backup.tar.bz2

14. opsi-Lizenzmanagement

14.1. Vorbedingungen für die opsi Lizenzmanagement Erweiterung

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung. Das bedeutet die Verwendung ist nicht kostenlos.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

14.2. Überblick

Funktion und Features

Das opsi-Lizenzmanagement-Modul ist darauf ausgerichtet, die aufwändige und komplexe Verwaltung von Lizenzen für die diversen nicht-freien Softwareprodukte, die auf mit opsi verwalteten Clients eingesetzt werden, zu vereinheitlichen und zu vereinfachen.

Die wesentlichen Features sind:

  • Handhabung der Lizenzverwaltung innerhalb der gleichen Oberfläche wie Softwareverteilung und Betriebssysteminstallation, d.h. im opsi-Konfigurationseditor.
  • Automatische Bereitstellung, Zuteilung und Reservierung der Lizenzkeys.
  • Verfügbarkeit verschiedener Lizenzmodelle

    • Standard-Einzellizenz,
    • Volume-Lizenz (1 Lizenzkey - eine bestimmte Zahl von Installationen) oder Campus-Lizenz (1 Schlüssel - unbegrenzte Zahl von Installationen)
    • PC-gebundene Lizenz,
    • Concurrent License (Lizenzserver-vermittelt)
  • Freigabe der Lizenzkeys bei der Deinstallation von Software.
  • Manuelle Bearbeitung der Lizenzzuordnungen z.B. für Lizenzen von Software, die nicht mit opsi verteilt werden.
  • Report-Funktion auch für nicht mit opsi verwaltete Lizenznutzungen auf der Basis der Software-Inventarisierung und Abgleich mit den opsi-basierten Nutzungen.

Aufruf der Lizenzmanagement-Funktionen im opsi-configed

Der opsi-configed verfügt für das Lizenzmanagement über ein gesondertes Fenster.
Es ist über die Schaltfläche "Lizenzen" im Hauptfenster des Konfigurationseditors erreichbar, sofern das Lizenzmanagement-Modul in der aktuellen opsi-Konfiguration aktiv ist (vgl. den Eintrag für "license management" im Hauptmenü unter /Hilfe/Module).
Bei nicht aktiviertem Lizenzmanagement wird lediglich ein Hinweis angezeigt.

Abbildung 61. opsi-configed: Leiste mit Schaltfläche "Lizenzen" (rechts)

opsi-configed: Leiste mit Schaltfläche Lizenzen (rechts)

Das Modul opsi-Lizenzmanagement ist als ein kofinanziertes opsi-Erweiterungsprojekt realisiert. Das bedeutet, dass es - bis zur Refinanzierung - per entsprechender modules-Konfiguration entweder zu Testzwecken für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft für die opsi-Anwender aktiviert ist, die den festgesetzten Beitrag zur Entwicklung eingezahlt haben.

14.3. Lizenzpools

Was ist ein Lizenzpool?

Für jede Art von benötigten Lizenzen ist im opsi-Lizenzmanagement ein Lizenzpool (license pool) einzurichten.

Der Lizenzpool ist dabei ein Konstrukt, das die gedankliche Zusammenfassung aller Lizenzen beschreibt, die für eine bestimmte Art von installierter oder zu installierender Software vorrätig sind.

Dieses Konstrukt steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten im opsi-Lizenzmanagement.

Demgemäß ist die erste Tab-Seite des Lizenzmanagement-Fensters im opsi-configed der Administration der Lizenzpools gewidmet.

Abbildung 62. Lizenzmanagement:Tab Lizenzpools

Lizenzmanagement:Tab Lizenzpools

Verwaltung von Lizenzpools

Auf der Lizenzpool-Seite befindet sich im oberen Bereich die Tabelle der verfügbaren Lizenzpools.

Hier ist das Feld description editierbar.

Weitere Bearbeitungsfunktionen erschließen sich über das Kontextmenü, am wichtigsten: das Erzeugen eines neuen Lizenzpools.

Nach dem Einfügen einer neuen Zeile in die Tabelle muss eine (eindeutige) licensePoolId in das entsprechende Feld eingetragen werden, z.B. softprod_pool. Bitte dabei keine Umlaute etc. verwenden. Eingegebene Großbuchstaben werden beim Speichern automatisch in Kleinbuchstaben konvertiert.

Die ID kann nur bis zum ersten Speichern noch bearbeitet werden. Als Schlüssel des Datensatzes ist sie danach unveränderlich.

In der Maske aktiviert jeder Bearbeitungsvorgang die Statusanzeige in der Art, dass die Farbe des O.K.-Buttons (Häkchen) von grün nach rot wechselt und auch der Cancel-Button seinen aktiven Modus annimmt. Durch Betätigen des betreffenden Buttons (oder mittels Kontextmenü) kann die Veränderung dann permanent gemacht (gespeichert) bzw. widerrufen werden.

Lizenzpools und opsi-Produkte

Im Standardfall gehört zu einem opsi-Produkt, das ein lizenzpflichtiges Software-Produkt installiert (z.B. den Acrobat Writer), genau ein Lizenzpool, aus dem die benötigten Lizenzen geschöpft werden.

Weniger übersichtlich ist die Situation, wenn ein opsi-Produkt mehrere lizenzpflichtige Software-Produkte installiert, etwa wenn zu einem Paket "Designerprogramme" sowohl Adobe Photoshop wie auch Acrobat Writer gehören sollen.

Das opsi-Produkt muss dann Lizenzen aus mehreren Pools anfordern. Da es gleichzeitig auch weitere opsi-Produkte geben kann, die z.B. Lizenzen aus dem Pool für den Acrobat Writer benötigen, kann auch die umgekehrte Beziehung, vom Lizenzpool zum opsi-Produkt, gelegentlich mehrdeutig sein. Derartige Mehrdeutigkeiten können natürlich durch eine entsprechende Policy beim Produktebau vermieden werden.

Im zweiten Abschnitt der Lizenzpool-Seite wird die Tabelle aller Zuordnungen zwischen Lizenzpools und den productIds von opsi-Produkten dargestellt.

Wie in allen anderen Tabellen des Lizenzmanagements wird durch einen Klick auf einen Spaltentitel die Tabelle nach dem Wert in der betreffenden Spalte umsortiert;
nochmaliges Klicken ändert die Sortierungsrichtung.
Die Sortierung kann genutzt werden, um alle Zuordnungen von opsi-Produkten zu einem Lizenzpool zusammenhängend darzustellen oder umgekehrt alle einem opsi-Produkt zugeordneten Lizenzpools zu erkennen.

Über das Kontextmenü ist wieder die Funktion erreichbar, mit der eine neue Tabellenzeile, hier also eine neue Zuordnung Lizenzpool-Produkt-ID, erstellt werden kann. Zur Eingabe von Lizenzpool-ID und Produkt-ID wird bei Klick in das Tabellenfeld jeweils die Liste der verfügbaren Werte angezeigt, aus der ein Wert ausgewählt werden kann.

Lizenzpools und Windows-Software-IDs

Die dritte Tabelle der Seite "Lizenzpools" stellt in Form einer Mehrfachauswahl dar, welche IDs aus der Softwareinventarisierung dem in der ersten Tabelle markierten Lizenzpool zugeordnet sind.

Eine (Windows-Software-) ID ist ein eindeutiger Schlüsselwert, welcher im Rahmen des opsi-Software-Audits ermittelt und an den Server übertragen wird. Die Zuordnungen zu Lizenzpools können bearbeitet werden, indem die Mehrfachauswahl verändert wird (wie üblich durch Strg-Mausklick bzw. Shift-Mausklick).

Das Kontextmenü der Tabelle bietet die Option, zwischen der Anzeige nur der aktuell zugeordneten IDs oder sämtlicher im Software-Audit erfassten IDs umzuschalten.

Die Zuordnung zwischen Windows-Software-IDs und Lizenzpools dient im Lizenzmanagement vor allem dazu, nicht nur die Installationen per opsi-Setup, sondern auch die Gesamtzahl der faktischen Installationen einer Software (wie aus der Registry der Clients ausgelesen) zu kontrollieren und abzugleichen mit der Zahl der dokumentiert verfügbaren Lizenzen eines Lizenzpools (Tab "Statistik", s. unten).

14.4. Einrichten von Lizenzen

Das Einrichten einer Lizenz bzw. die Bereitstellung einer Lizenz in einem Lizenzpool, erfordert mehrere Schritte. Sie können, mit vorgegebenen Optionen vorstrukturiert, auf der zweiten Tab-Seite des Lizenzmanagement-Fensters (Titel "Lizenz anlegen") durchgeführt werden.

Die Seite startet mit einer (hier nicht editierbaren) Tabelle der verfügbaren Lizenzpools. Dort ist zunächst der Pool auszuwählen, für den eine Lizenz eingerichtet werden soll.

Abbildung 63. Lizenzmanagement:Tab "Lizenz anlegen"

Lizenzmanagement:Tab 'Lizenz anlegen'

Bevor die weitere Schritte beschrieben werden, empfiehlt es sich, einige Begrifflichkeiten zu klären:

Aspekte des Lizenzkonzepts

Unter Lizenzierung (licensing) soll die faktische Zuweisung der Erlaubnis zur Nutzung einer Software (durch Installation einer Software) verstanden werden. Sie schließt oft, aber nicht notwendig die Nutzung eines hierfür bestimmten Lizenzschlüssels (license key) ein.

Das Lizenzierungsrecht ist die in ihrem Geltungsumfang definierte Erlaubnis, solche Zuweisungen durchführen zu dürfen. In der opsi-Datenbank wird das Lizenzierungsrecht als software license bezeichnet, ein entsprechender Datensatz ist demgemäß identifiziert durch eine softwareLicenseId. Verschiedene Varianten der konkreten Ausgestaltung des Lizenzierungsrechts (z.B. für wie viele PCs, mit welcher Gültigkeitsdauer etc.) werden als Lizenzmodelle bezeichnet. Ein Lizenzierungsrecht gründet in einem Lizenzvertrag (license contract), der es im juristischen Sinn feststellt und dokumentiert.

Eine Lizenzierungsoption definiert die Anwendungsmöglichkeit eines Lizenzierungsrechts für einen bestimmten Lizenzpool. In opsi ist die Lizenzierungsoption festgelegt durch die Kombination einer softwareLicenseId und einer licensePoolId. Zur Lizenzierungsoption gehört auch der Wert eines spezifischen Lizenzschlüssels (licenseKey, sofern er für eine Installation erforderlich ist).

Schließlich dokumentiert eine Lizenznutzung die "gezogene" Lizenzierungsoption, d.h. die erfolgte Anwendung einer Lizenzierungsoption für einen Client. Sie ist die vollzogene und berechtigte Lizenzierung einer Softwareinstallation. Beschrieben wird sie durch die Kombination softwareLicenseId, licensePoolId und dem eindeutigen Namen des betreffenden Clients, hostId. Der verwendete Lizenzschlüssel (licenseKey) wird ergänzend notiert.

Lizenzvertrag erfassen

Nach der Auswahl des Lizenzpools, für den eine Lizenzierungsoption angelegt werden soll, ist im zweiten Schritt der Lizenzvertrag zu bestimmen, auf den die Lizenzierung letztlich gründen soll. Im Seitenabschnitt "Lizenzvertrag auswählen oder erfassen" auf der Tab-Seite "Lizenz anlegen" kann ein vorhandener spezifischer Vertrag in der Tabelle ausgewählt oder ein neuer Vertrags-Datensatz angelegt werden.

In einem Lizenzvertrags-Datensatz werden wichtige Ordnungsgesichtspunkte für einen Vertrag in den Feldern (Vertrags-) partner, Abschlussdatum (conclusion date), Benachrichtigungsdatum (notification date) und Auslaufdatum (expiration date) dokumentiert. Hinzu kommt ein freies Notizfeld (notes), um z.B. den Aufbewahrungsort für das Realdokument eines Vertrages aufzunehmen. Die Vertrags-ID (licenseContractId) dient zur Identifizierung des Lizenzvertrags in der Datenbank.

Die Erfassung eines neuen Datensatzes wird über das Kontextmenü gestartet. Es werden automatisch Standard-Einträge generiert, insbesondere eine aus der aktuellen Zeit generierte Vertrags-ID und als Vertragsabschlussdatum der aktuelle Tag. Wenn die Vertragsbedingungen sich z.B. aus einem Software-Kauf implizit ergeben bzw. anderweitig dokumentiert und verfolgt werden können, können die Standard-Einträge belassen werden. Andernfalls sind hier Werte einzugeben, die eine geordnete Verfolgung des zugrundeliegenden Vertrags z.B. durch Verweis auf ein Aktenzeichen im Feld notes erlauben.

Die Vertrags-ID kann nur bearbeitet werden, solange der Datensatz nicht gespeichert ist.

Lizenzmodell konfigurieren

Der dritte Seitenabschnitt der Tab-Seite "Lizenz anlegen" dient dazu, die Ausgestaltung des einzurichtenden Lizenzierungsrechts festzulegen.

Es werden verschiedene Varianten angeboten:

  • Standardlizenz
  • Volumen-Lizenz
  • OEM-Lizenz
  • Concurrent-Lizenz

Jede Option ist durch einen Button repräsentiert, bei dessen Betätigung die Felder im folgenden Formularbereich vor ausgefüllt werden.

Standardlizenz soll bedeuten, dass die Lizenz zu einer Einzel-Installation der Software berechtigt und diese auf einem beliebigen PC erfolgen kann. Ein ggf. erfasster Lizenzschlüssel wird nur für eine Installation verwendet.

Eine Volumen-Lizenz legitimiert n Installationen, ggf. mit ein- und demselben Lizenzschlüssel. n = 0 soll dabei bedeuten, dass innerhalb des Netzes der Schlüssel beliebig oft zu Installationen verwendet werden darf (Campus-Lizenz).

Als OEM-Lizenz wird die Situation bezeichnet, dass eine Lizenz nur für einen, festzulegenden PC genutzt werden darf. Dies ist häufig die intendierte Lizenzart, wenn ein PC mit vorinstalliertem Betriebssystem gekauft wird.

Die Concurrent-Lizenz ist aus opsi-interner Sicht eine Volumenlizenz, die beliebig häufig genutzt werden darf. Mit der Auszeichnung des Lizenzmodells als Concurrent-Lizenz ist nach außen jedoch die Aussage verbunden, dass die Anzahl der faktisch in Anspruch genommenen Lizenzierungen auf andere Weise kontrolliert wird, z.B. durch einen Lizenzserver.

Wenn einer der Buttons betätigt wird, erhält auch das ID-Feld eine Vorschlagsbelegung mit einem auf der Basis von Datum und Zeit generierten String, der bearbeitet werden kann.

Je nach Lizenztyp können die anderen Felder editiert werden oder sind unveränderlich.

Das Feld "Ablaufdatum" definiert die technische Gültigkeitsgrenze des Lizenzierungsrechts (während das inhaltlich gleichbedeutende Feld expirationDate der Lizenzvertragstabelle Dokumentationszwecken dient). Es ist allerdings nur für einen künftigen Gebrauch vorgesehen, eine Verwendung ist derzeit nicht implementiert.

Abschicken der Daten

Der Button "Abschicken" veranlasst, dass die erfassten Daten an den opsi-Service gesendet und - sofern kein Fehler auftritt - permanent in die opsi-Datenhaltung überführt werden.

Dabei werden Datensätze für ein Lizenzierungsrecht (software license) basierend auf dem ausgewählten Vertrag und eine darauf bezogene Lizenzierungsoption erzeugt.

Die Liste der verfügbaren Lizenz(ierungs)optionen, die im unteren Seitenabschnitt dargestellt ist, wird automatisch neu geladen und die Markierung auf die neu erzeugte Option gesetzt.

An dieser Stelle kann, falls erforderlich, der erfasste Lizenzschlüssel korrigiert werden.

14.5. Lizenzierungen bearbeiten

In neunzig Prozent der Anwendungsfälle werden die Eingabe- und Editiermöglichkeiten der Tab-Seiten "Lizenzpools" und "Lizenz anlegen" genügen, um Lizenzoptionen zu erfassen und zu editieren.

Weitere Details der Lizenzkonfiguration macht die Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" zugänglich. Sie präsentiert die Interna der Lizenzierungsoptionen in drei Tabellen und erlaubt ggf. deren Anpassung an spezifische Erfordernisse.

Abbildung 64. Lizenzmanagement:Tab "Lizenzierungen bearbeiten"

Lizenzmanagement:Tab 'Lizenzierungen bearbeiten'

Im folgenden Abschnitt wird gezeigt, wie eine Lizenz mit Downgrade-Option konfiguriert werden kann, wie sie z.B. von Microsoft beim Kauf einer Windows-7-Professionallizenz angeboten wird.

Beispiel Downgrade-Option

Die Downgrade-Option bedeutet, dass anstelle der gekauften Software auch die entsprechende Vorgängerversion, z.B. Windows XP anstelle von Windows Vista, installiert werden darf. Bei diesem Microsoft-Modell darf irgendein für die Vorgängerversion vorhandener Lizenzschlüssel für eine zusätzliche Installation verwendet werden, für die er ursprünglich nicht legitimiert war.

Im opsi-Modell kann diese Konstruktion folgendermaßen abgebildet werden:

Auf der Tab-Seite "Lizenz anlegen" wird die Vista-Lizenz regulär erfasst. Das Ergebnis der Prozedur ist eine neue Lizenzierungsoption (angezeigt in der entsprechenden Tabelle am Seitenende), die auf einem gleichfalls neu angelegten Lizenzierungsrecht beruht. Letzterer ist identifizierbar durch den Wert von softwareLicenseId.

Abbildung 65. Lizenzmanagement:Lizenzmanagement:Kopieren der License-ID in die Lizenzoptionen über das Kontext-Menü

Lizenzmanagement:Kopieren der License-ID

Für das weitere Vorgehen wird dieser Wert benötigt. Man kann ihn sich merken oder kann einen Editor als Zwischenablage nutzen und ihn dorthin mit Drag & Drop übertragen. Oder man sucht ihn auf der Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" in der dortigen Tabelle der Lizenzierungsrechte wieder heraus (bitte das Kontextmenü der Tabelle beachten: hier findet sich eine Spezialfunktion zum Kopieren der ID).

Der entscheidende Schritt besteht nun darin, eine Verknüpfung des gegebenen Lizenzierungsrechts mit einem zusätzlichen Lizenzpool herzustellen.

Dazu ist auf der Tab-Seite "Lizenzen bearbeiten" in der Tabelle der verfügbaren Lizenzoptionen ein neuer Datensatz anzulegen. In die betreffenden Felder des Datensatzes sind die ID des Lizenzierungsrechts, die softwareLicenseId, sowie die ID des zusätzlichen Lizenzpools - im Beispiel die für Windows XP - einzutragen. Für die Installation von Windows XP ist zusätzlich ein hierfür geeigneter Schlüssel, z.B. ein bei einem anderen Client bereits verwendeter, hinzuzufügen.

Nach dem Speichern sind zwei Lizenzierungsoptionen registriert, die auf das gleiche Lizenzierungsrecht verweisen! Der opsi-Service rechnet jede Anwendung einer der beiden Optionen auf die maximale Zahl von Installationen an, die das Lizenzierungsrecht einräumt. Deshalb liefert er in dem Fall einer Downgrade-Option für eine Einzel-PC-Lizenz (mit maxInstallations = 1) nur entweder für eine Installation von Windows Vista _oder für eine Installation von Windows XP einen Schlüssel.

14.6. Zuteilungen und Freigabe von Lizenzen

Die Anwendung einer Lizenzierungsoption für die Installation der Software auf einem Rechner führt zu einer Lizenznutzung.

Im opsi-Kontext werden Installationen skriptbasiert automatisch durchgeführt, wobei das auf den Clients abgearbeitete (Winst-) Skript Aufrufe an den zentral laufenden opsi-Service absetzt.

Im Folgenden werden die für die Lizenzverwaltung relevanten Service-Aufrufe und Skript-Befehle kurz dargestellt.

Für weitere Informationen zur Skriptsprache und zu spezifischen opsi-Kommandos s. die entsprechenden Dokumentationen, insbesondere das opsi-Winst-Handbuch.

opsi-Service-Aufrufe zur Anforderung und Freigabe einer Lizenz

Der opsi-Service-Befehl, mit dem z.B. das setup-Skript einer Betriebssystem-Installation eine Lizenzoption "ziehen" und den benötigten Lizenzkey vom Lizenzmanagement anfordern kann, lautet

getAndAssignSoftwareLicenseKey

Parameter sind die ID des Hosts, auf dem installiert wird und die ID des Lizenzpools, für den die Lizenz benötigt wird. Anstelle der Lizenzpool-ID kann auch eine Produkt-ID (oder eine Windows-Software-ID) als Parameter übergeben werden, falls eine entsprechende Zuordnung von Produkt bzw. Windows-Software-ID zum Lizenzpool im Lizenzmanagement registriert ist.

Analog gibt der Befehl

deleteSoftwareLicenseUsage

(wieder parametrisiert mit hostID und wahlweise Lizenzpool-ID), Product-Id oder Windows-Software-ID - eine Lizenznutzung frei und führt sie in den Pool der nicht verwendeten Lizenzierungsoptionen zurück.

Für die umfassende Dokumentation der opsi-Service-Befehle zum Lizenzmanagement s. unten.

Winst-Skriptbefehle für die Anforderung und Freigabe von Lizenzen

In den Winst sind die beiden client-bezogenen Befehle des Service in einen typischen Winst-Aufruf-Syntax integriert.

Ein Winst-Skript kann mit der Funktion DemandLicenseKey einen Schlüssel anfordern und damit die entsprechende Lizenzierungsoption "ziehen". Die Syntaxbeschreibung ist

DemandLicenseKey (poolId [, productId [, windowsSoftwareId]])

Die Funktion gibt den Lizenzschlüssel (kann auch leer sein) als String-Wert zurück

set $mykey$ = DemandLicenseKey ("pool_office2007")

Der Wert kann dann für die weiteren Skriptbefehle zur Installation der Software verwendet werden.

Für die Freigabe einer Lizenzoption bzw. des Schlüssels - typischerweise in einem Winst-Deinstallationsskript benötigt - existiert der Befehl FreeLicense mit der analogen Syntax:

FreeLicense (poolId [, productId [, windowsSoftwareId]])

Die Boolesche Funktion

opsiLicenseManagementEnabled

prüft, ob das Lizenzmanagement freigeschaltet ist und kann für Skriptvariationen verwendet werden:

if opsiLicenseManagementEnabledDie Service-Methoden können zum Beispiel über das Kommandozeilen-Werkzeug
`opsi-admin` aufgerufen werden.

Mit einem '*' gekennzeichete Parameter sind optional.

[[opsi-manual-licensemanagement-service-methods-contracts]]
==== Lizenzverträge

[source]

method createLicenseContract(*licenseContractId, *partner, *conclusionDate, *notificationDate, *expirationDate, *notes)

Die Methode erstellt einen neuen Lizenzvertragsdatensatz mit der ID
'licenseContractId'. Wird keine 'licenseContractId' übergeben,
wird diese automatisch generiert. Bei Angabe  der
'licenseContractId' eines bestehenden Vertrages
wird dieser Vertrag entsprechend bearbeitet.

Die Parameter partner (Vertragspartner) und notes (Notizen zum Vertrag) sind frei wählbare Strings. conclusionDate (Datum des Vertragsabschlusses), notificationDate (Erinnerungs-Datum) und expirationDate (Ablauf-Datum des Vertrags) sind im Format JJJJ-MM-TT zu übergeben (z.B. 2009-05-18).
Die Methode gibt die licenseContractId des angelegten oder bearbeiteten Vertrags zurück.

        set $mykey$ = DemandLicenseKey ("pool_office2007")
else
        set $mykey$ = IniVar("productkey")

Mit den String-Funktionen

getLastServiceErrorClass

sowie

getLastServiceErrorMessage

kann auf einen Fehler reagiert werden, wenn z.B. keine freie Lizenz mehr verfügbar ist:

if getLastServiceErrorClass = "None"
        comment "kein Fehler aufgetreten"
endif

Manuelle Administration der Lizenznutzung

Der opsi-Konfigurationseditor dokumentiert die über den opsi-Service registrierten Lizenzierungen auf der Tab-Seite "Lizenzenverwendung":

Abbildung 66. Lizenzmanagement:Tab "Lizenzenverwendung"

Lizenzmanagement:Tab Lizenzenverwendung

Die Tab-Seite ermöglicht, die Verwendung der Lizenzen auch manuell zu verwalten. Dies kann interessant sein, wenn eine Software nur vereinzelt installiert werden soll und nicht in die opsi-Verteilung eingebunden ist.

Im Einzelnen:

  • Mit der Funktion "Zeilen löschen" in der Lizenzverwendungstabelle wird eine Lizenzoption wieder freigegeben.
  • Der Abschnitt "Lizenz reservieren" unten auf der Seite dient dazu, eine Lizenzoption anzufordern und zu belegen.
  • Durch Bearbeiten des Lizenzschlüsselfeldes in der Lizenzverwendungstabelle kann der tatsächlich für eine Lizenzierung verwendete Schlüssel (neu) bestimmt werden.

Erhaltung und Löschung der Lizenzenverwendungen

Wenn eine Software erneut installiert wird und der Winst mit DemandLicenseKey eine Lizenz anfordert, wird die vorher zugeordnete Lizenzoption weiter verwendet. Insbesondere liefert die Winst-Funktion denselben Schlüssel wie vorher.

Falls dies nicht gewünscht ist, muss die Verwendung der Lizenzierung durch den Winst mit FreeLicense, mit dem opsi-service-Aufruf deleteSoftwareLicenseUsage oder manuell aufgehoben werden.

Entsprechend bleiben bei der Reinstallation eines PCs die Lizenzverwendungen erhalten, sofern sie nicht ausdrücklich gelöscht werden. Um sie freizugeben, können auf der Tab-Seite "Lizenzenverwendung" die entsprechenden Lizenzen herausgesucht und gelöscht werden oder es kann der Serviceaufruf

deleteAllSoftwareLicenseUsages

(mit der Host-ID des betreffenden PCs als Parameter) verwendet werden.

14.7. Abgleich mit der Software-Inventarisierung

Die Tab-Seite "Abgleich mit der Inventarisierung" verzeichnet für jeden PC und jeden Lizenzpool, ob eine Lizenzpool-Verwendung mit dem opsi-Lizenzmanagement registriert ist (used_by_opsi) und ob auf dem PC laut Software-Inventarisierung (mittels swaudit) eine Windows-Software, die eine Lizenz aus dem Pool benötigen würde, installiert ist (SWinventory_used).

Damit die Ergebnisse von swaudit die faktischen Lizenzverwendungen beschreiben können, müssen die relevanten Windows-Software-IDs den jeweiligen Lizenzpools zugeordnet worden sein (Tab-Seite "Lizenzpools").

Das Lizenzmanagement zählt beim Abgleich mit der Softwareinventarisierung nur maximal 1 Vorkommen pro Client und Lizenzpool. Wenn also ein Lizenzpool office2010 mit 10 verschiedenen Mustern aus der Softwareinventarisierung verknüpft ist, welche alle ein Hinweis darauf sind das hier MS Office 2010 installiert ist, so wird das nur als eine Installation gezählt auch wenn alle 10 Muster auf einem Client gefunden werden.

Abbildung 67. Lizenzmanagement:Tab "Abgleich mit Inventarisierung"

"Lizenzmanagement:Tab Abgleich mit Inventarisierung

Die Tabelle kann wie stets per Drag & Drop z.B. in eine Tabellenkalkulation übernommen werden. Falls der opsi-configed über die entsprechenden Rechte verfügt, d.h. standalone (nicht in einer Applet-Sandbox) läuft, kann die Tabelle über eine Option des Kontextmenüs auch ausgedruckt werden.

Mittels des Configs configed.license_inventory_extradisplayfields, das in der Host-Parameter-Seite des Servers bearbeitet werden kann, können zusätzliche Informationen zum Client in die Tabelle aufgenommen werden.

14.8. Übersicht über den globalen Lizenzierungsstand

Die Tab-Seite "Statistik" dient dazu, eine summarische Übersicht über die genutzten und noch freien Lizenzoptionen der verschiedenen Lizenzpools zu erhalten.

Abbildung 68. Lizenzmanagement:Tab "Statistik"

Lizenzmanagement:Tab Statistik

Zusätzlich zur Angabe der registrierten Lizenzverwendungen (used by opsi) bzw. der hiernach noch freien (remaining…) Lizenzen wird in die Übersicht auch die Gesamtzahl tatsächlich vorfindbarer Installationen, die eigentlich eine Lizenz benötigen, einbezogen (SWinventory_used)

Die Daten der Spalte SWinventory_used beruhen auf den Scans der Registry der Clients, die das opsi-Produkt swaudit durchführt, und den Zuordnungen der hiermit ermittelten Windows-Software-IDs zu den jeweiligen Lizenzpools, verwaltet in der Tab-Seite "Lizenzpools" (vgl. Abschnitt 14.3, „Lizenzpools“).

Über eine Option des Kontextmenüs kann die Tabelle ausgedruckt werden (aufgrund der spezifischen Security-Restriktionen nicht aus dem Applet), mit Drag & Drop können die Daten z.B. in eine Tabellenkalkulation übernommen werden.

Fall Downgrade-Option

Wenn eine Downgrade-Option konfiguriert wurde (wie in „Beispiel Downgrade-Option“ beschrieben), äußert sich dies in der statistischen Übersicht der Lizenzverwendung wie folgt:

Eine Downgrade-Lizenz räumt je eine Lizenzierungsoption für (mindestens) zwei Lizenzpools ein. Nur eine der beiden kann tatsächlich genutzt werden. Sobald daher eine Lizenzoption gezogen ist, verringert sich in der Spalte 'remaining_opsi` in beiden Zeilen der Wert um je 1. Scheinbar vermindert sich also die Zahl der verfügbaren Lizenzen um 2! Dies spiegelt aber die tatsächliche Berechtigungssituation wider.

14.9. Service-Methoden zum Lizenzmanagement

Die Service-Methoden zum Lizenzmanagement können über das Kommandozeilenwerkzeug opsi-admin verwendet werden, um in einem Skript z.B. vorhandene Lizenzen aus einer Datei einzulesen.

Entsprechende Beispiele finden Sie in den Produkten license-test-….opsi unter http://download.uib.de/opsi4.0/products/license-management/. Wenn Sie diese Pakete mit opsi-package-manager -i *.opsi installieren, so finden Sie unter /opt/pcbin/install/<produktname> die entsprechenden Scripte: create_license-*.sh. Hier als Beispiel das script create_license-mixed.sh (ziehen Sie sich im Zweifelsfall ein aktualisiertes Skript von der genannten Adresse).

#!/bin/bash
# This is a test and example script
# (c) uib gmbh licensed under GPL

PRODUCT_ID=license-test-mixed
# read the license key from a file
# myretailkeys.txt has one licensekey per line
MYRETAILKEYS=`cat myretailkeys.txt`
# myoemkeys.txt has one pair: <licensekey> <hostid.domain.tld> per line
MYOEMKEYS=`cat myoemkeys.txt`
# some output
echo "$PRODUCT_ID"

# this is the function to create the oem licenses
#############
createlic ()
{
while [ -n "$1" ]
do
        #echo $1
        AKTKEY=$1
        shift
        #echo $1
        AKTHOST=$1
        shift
        echo "createSoftwareLicense with oem key: ${PRODUCT_ID}-oem-${AKTKEY} for host ${AKTHOST}"
        MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "OEM" "1" "${AKTHOST}" ""`
        opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-oem-${AKTKEY}"
done
}
#############

# here the script starts

# delete the existing license pool and all connected licenses
# ATTENTION: never (!) do this on a productive system
echo "deleteLicensePool p_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method deleteLicensePool "p_$PRODUCT_ID" true

# delete the existing license contract
echo "deleteLicenseContract c_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method deleteLicenseContract "c_$PRODUCT_ID"

# create the new license pool
# the used method has the following syntax:
# createLicensePool(*licensePoolId, *description, *productIds, *windowsSoftwareIds)
echo "createLicensePool p_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method createLicensePool "p_$PRODUCT_ID" "opsi license test" \'['"'$PRODUCT_ID'"']\' \'['"'$PRODUCT_ID'"']\'

# create the new license contract
# the used method has the following syntax:
# createLicenseContract(*licenseContractId, *partner, *conclusionDate, *notificationDate, *expirationDate, *notes)
echo "createLicenseContract c_$PRODUCT_ID"
opsi-admin -d method createLicenseContract "c_$PRODUCT_ID" "uib gmbh" "" "" "" "test contract"

# create the new license and add the key(s)
# the used methods have the following syntax:
# createSoftwareLicense(*softwareLicenseId, *licenseContractId, *licenseType, *maxInstallations, *boundToHost, *expirationDate)
# addSoftwareLicenseToLicensePool(softwareLicenseId, licensePoolId, *licenseKey)

# create the retail licenses:
for AKTKEY in $MYRETAILKEYS
do
        echo "createSoftwareLicense with retail key: ${PRODUCT_ID}-retail-${AKTKEY}"
        MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "RETAIL" "1" "" ""`
        opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-retail-${AKTKEY}"
done

# create the oem licenses
createlic $MYOEMKEYS

# create the volume licenses
echo "createSoftwareLicense with volume key: ${PRODUCT_ID}-vol-key"
MYLIC=`opsi-admin -dS method createSoftwareLicense "" "c_$PRODUCT_ID" "VOLUME" "10" "" ""`
opsi-admin -d method addSoftwareLicenseToLicensePool "$MYLIC" "p_$PRODUCT_ID" "${PRODUCT_ID}-vol-key"#

14.10. Beispielprodukte und Templates

Im Downloadbereich von uib finden sich unter

http://download.uib.de/opsi4.0/products/license-management/

vier Beispielprodukte: je ein Produkt zur Verwendung von Retail, OEM und Volumenlizenzen sowie ein Produkt, welches alle drei Lizenztypen vereint.

Diese Produkte belegen bei der Installation beispielhaft Lizenzen und geben sie bei der Deinstallation wieder frei. Weiterhin hinterlassen diese Beispielprodukte auch entsprechende Spuren in der Softwareinventarisierung, die vom Lizenzmanagement zum Abgleich verwendet werden können. Alle diese Produkte enthalten (wie oben schon erwähnt) ein Shell-Skript, mit dem zu Testzwecken automatisiert die Lizenzpools, Lizenzverträge und Lizenzen angelegt werden können.

Das Standardtemplate für Winst-Skripte opsi-template enthält ebenfalls die notwendigen Beispiele zur Nutzung des opsi-Lizenzmanagements.

15. opsi WAN/VPN-Erweiterung

Die WAN/VPN-Erweiterung bietet opsi-Administratoren die Möglichkeit, auch Clients hinter langsamen Leitungen in opsi einzubinden. Diese Dokumentation soll die Funktionsweise dieser Erweiterung von opsi erläutern und einen Leitfaden bieten, wie man diese Erweiterung konfigurieren und pflegen kann.

15.1. Vorbedingungen für die WAN/VPN-Erweiterung

Als Erstes sei an dieser Stelle erwähnt, dass dieses Modul momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung ist.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Zunächst werden Produkt-Gruppen benötigt, diese stehen erst ab opsi 4.0 zur Verfügung. Weiterhin werden die Pakete opsi-client-agent und opsi-configed ab Version 4.0.1 benötigt.

Tabelle 2. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.1-1

opsi-winst

>=4.10.8.12

python-opsi

>=4.0.1-7

opsi-configed

>=4.0.1.6-1


15.2. Überblick über die WAN/VPN-Erweiterung

Grob betrachtet verläuft die Softwareverteilung per opsi in der Regel folgendermaßen ab:

  • Der opsi-Loginblocker blockiert beim Systemstart die Anmeldung von Benutzern am System.
  • Der opsiclientd nimmt Kontakt zum opsi-configserver auf.
  • Sind Produkt-Aktionen für den Client gesetzt, verbindet dieser ein Netzlaufwerk mit dem opsi-depot.
  • Der opsi-winst wird gestartet und nimmt ebenfalls Kontakt zum opsi-configserver auf.
  • Der opsi-winst bearbeitet die gesetzten Produkt-Aktionen, wobei er direkt auf das Netzlaufwerk zugreift.
  • Benötigte Reboots werden ausgeführt und der Prozess beginnt erneut.
  • Nach dem Abschluss aller Produkt-Aktionen werden Log-Dateien an den opsi-configserver übertragen und die Anmeldung für den Anwender freigegeben.

Betrachten wir nun den Fall eines Clients in einer Außenstelle, die über eine WAN-Leitung an das LAN angebunden ist, in dem sich opsi-configserver und opsi-depotserver befinden:

  • Bei der Kommunikation mit dem opsi-configserver werden nur geringe Datenmengen übertragen, hier tritt keine problematische Verzögerung des Softwareverteilungs-Prozesses auf.
  • Das Bearbeiten der Produkt-Aktionen, dauert jedoch je nach Paket-Größe, Bandbreite und Latenz der WAN-Verbindung, sehr lange. Auch kann es bei Dateizugriffen zu Timeouts kommen.
  • Der Rechner ist dementsprechend lange für den Anwender blockiert.

Sollte sich das Aufstellen eines eigenen opsi-depotserver in der Außenstelle nicht rentieren, kann das Problem über die Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung gelöst werden.
Der opsi-client-agent kann hierbei folgendermaßen konfiguriert werden:

  • Beim Systemstart findet bei einem ungefülltem Produkt-Cache keine Softwareverteilung statt. Der Login wird nicht weiter blockiert.
  • Bei gesetzten Produkt-Aktionen beginnt der opsiclientd mit der Übertragung der benötigten Dateien vom opsi-depot auf den lokalen Rechner. Die Übertragung kann hierbei in der Bandbreite beschränkt und auch je nach aktueller Netz-Auslastung dynamisch angepasst werden.
  • Nach abgeschlossener Synchronisation der Produkt-Pakete mit dem lokalen Cache wird eine Reboot-Anforderung ausgelöst.
  • Der angemeldete Benutzer stimmt dem geforderten Reboot zu oder der Rechner wird später aus einem anderen Grund neu gestartet.
  • Beim Systemstart wird ein gefüllter Produkt-Cache festgestellt und die Softwareverteilung findet wie gewohnt statt. Hierbei wird jedoch mit den lokalen Dateien gearbeitet. Die Installation läuft somit sogar schneller als im LAN.

Betrachten wir nun den Fall eines Notebooks, das in vielen Fällen beim Systemstart überhaupt keinen Kontakt zum opsi-configserver herstellen kann:

  • Ein Kontakt-Aufbau zum opsi-configserver beim Systemstart läuft in den meisten Fällen in einen Timeout.
  • Unter Umständen kann der Kontakt zum opsi-configserver erst dann hergestellt werden, wenn sich ein Benutzer am System anmeldet und über einen VPN-Adapter eine Verbindung zum Unternehmens-Netzwerk herstellt.
  • Ohne Verbindung zum opsi-configserver kann keine Softwareverteilung stattfinden.

Auch dieses Problem kann über die Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung gelöst werden.
Der opsi-client-agent kann hierbei folgendermaßen konfiguriert werden:

  • Beim Systemstart findet bei einem ungefülltem Produkt- oder Config-Cache keine Softwareverteilung statt. Der Login wird nicht weiter blockiert.
  • Bei Aktivierung eines Netzwerk-Adapters und/oder in regelmäßigen Zeitabständen wird im Hintergrund versucht, eine Verbindung zum opsi-configserver herzustellen.
  • Ist der opsi-configserver erreichbar, beginnt der opsiclientd mit:

    • Der Synchronisation der Konfigurationen.
    • Der Übertragung der benötigten Dateien vom opsi-depot auf den lokalen Rechner.
      In Verbindung mit der opsi-Erweiterung Dynamische Depot-Auswahl findet die Datei-Übertragung immer von dem opsi-depot statt, zu dem die beste Netzwerkverbindung besteht.
  • Nach abgeschlossener Synchronisation der Produkt-Pakete und der Konfigurationen mit dem lokalen Cache wird eine Reboot-Anforderung ausgelöst.
  • Der angemeldete Benutzer stimmt dem geforderten Reboot zu oder der Rechner wird später aus einem anderen Grund neu gestartet.
  • Beim Systemstart wird ein gefüllter Produkt- und Config-Cache festgestellt. Die Softwareverteilung findet wie gewohnt statt. Hierbei wird jedoch mit den lokalen Dateien und den lokalen Konfigurationen gearbeitet. Der opsiclientd übernimmt hierfür die Funktionen des opsi-configservers und des opsi-depotservers.
  • Beim nächsten Verbindungsaufbau zum opsi-configserver werden die Ergebnisse (die Änderungen an den Konfigurationen, Log-Dateien …) synchronisiert.

Der Mechanismus zur Produkt-Synchronisation kann hierbei mehrfach unterbrochen werden. Die Datei-Synchronisation setzt immer wieder am Punkt der Unterbrechung an. Bereits übertragene Daten müssen nicht erneut übertragen werden.

Da die WAN/VPN-Erweiterung die Möglichkeit eröffnet, auch Clients an opsi anzubinden, die sich außerhalb eines geschützten Firmen-Netzwerks befinden, sind zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei der Kommunikation zwischen Clients und Servern zu empfehlen.
So bietet der opsiclientd nun die Möglichkeit, die Identität eines opsi-servers zu verifizieren. Hierfür wird das Keypair des SSL-Zertifikats des opsiconfd verwendet.
Über diesen Mechanismus können sowohl opsi-configserver als auch opsi-depotserver verifiziert werden, jedoch nur wenn die Kommunikation über den opsiconfd und per SSL erfolgt. Im Falle eines opsi-depots muss der Datei-Zugriff also über den opsiconfd per HTTPS/WEBDAVS erfolgen. Der Zugriff per CIFS/SMB wird nicht überprüft.

15.3. Caching von Produkten

Das Cachen von Produkten übernimmt der ProductCacheService, der Bestandteil des opsiclientd ist.
Der ProductCacheService synchronisiert die lokalen Kopien der in einem Produkt enthaltenen Dateien mit den Dateien des Produkts auf einem opsi-depot. Das Basis-Verzeichnis des Produkt-Caches ist konfigurierbar und standardmäßig auf %SystemDrive%\opsi.org\cache\depot gesetzt.

Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot

Bei der Übertragung von Produkt-Dateien werden zwei Protokolle unterstützt.

  • CIFS/SMB
  • HTTP(S)/WEBDAV(S)

Bei der Verwendung von CIFS/SMB wird eine Verbindung zu der depotRemoteUrl hergestellt, die in den Eigenschaften eines opsi-depots konfiguriert ist. Im Falle von HTTP(S)/WEBDAV(S) wird die ebenfalls am Depot konfigurierte depotWebdavUrl verwendet.

Welches Protokoll verwendet wird, kann über das Host-Parameter clientconfig.depot.protocol Client-spezifisch konfiguriert werden. Die möglichen Werte sind cifs und webdav.

Anmerkung

Auch das opsi-linux-bootimage wertet diese Konfiguration aus und verwendet das angegebenen Protokoll.

Die .files-Datei

Basis für die Synchronisation ist die Datei <product-id>.files, die im Basis-Verzeichnis eines Produkts auf dem opsi-depot zu finden ist. Die Datei enthält Informationen zu allen in einem Produkt enthaltenen Dateien, Verzeichnissen und symbolischen Links. Jede Zeile in der Datei entspricht einer solchen Information. Die einzelnen Informations-Typen werden durch ein Leerzeichen voneinander getrennt.
Das erste Zeichen in einer Zeile gibt den Typ des Eintrags an, mögliche Werte sind:

  • d für ein Verzeichnis
  • f für eine Datei
  • l für einen symbolischen Link

Abgetrennt durch ein Leerzeichen folgt der relative Pfad in einfachen Anführungszeichen.
Der nächste Eintrag entspricht der Dateigröße (bei Verzeichnissen und Links steht hier eine 0).
Im Falle einer Datei folgt noch die MD5-Summe der Datei, bei einem symbolischen Link das Ziel des Links.

Auszug einer .files-Datei:

d 'utils' 0
f 'utils/patch_config_file.py' 2506 d3007628addf6d9f688eb4c2e219dc18
l 'utils/link_to_patch_config_file.py' 0 '/utils/patch_config_file.py'

Die .files-Datei wird beim Einspielen von Produkt-Paketen (nach dem Lauf des postinst-Skriptes) automatisch erzeugt.

Warnung

Bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung sollten die Dateien auf einem opsi-depot nicht manuell bearbeitet werden, da sonst die in der .files-Datei enthalten Informationen nicht mehr zutreffen und dies zu Fehlern bei der Synchronisation führt.

Ablauf des Produkt-Cachings

Die Synchronisation einer lokalen Kopie eines Produkts läuft folgendermaßen ab:

  • Die .files-Datei des Produkts wird auf den lokalen Rechner übertragen.
  • Es wird geprüft ob genügend freier Speicherplatz für das Caching vorhanden ist. Sollte der verfügbare Speicherplatz nicht ausreichen wird durch das Löschen von Produkten Platz geschaffen. Hierbei werden bevorzugt Produkten gelöscht, die seit längerem nicht mehr benötigten (synchronisiert) wurden.
  • Das Cache-Verzeichnis, das die lokale Kopie enthält, wird angelegt sofern es noch nicht existiert.
  • Anhand der Einträge in der .files-Datei werden nicht mehr benötigte Dateien und Verzeichnisse aus dem Cache-Verzeichnis entfernt.
  • Die .files-Datei wird nun der Reihe nach durchgearbeitet.

    • Ein fehlendes Verzeichnis wird angelegt.
    • Eine fehlende Datei wird übertragen.
    • Vorhandene Dateien werden anhand der Größe und MD5-Summe überprüft und bei Abweichungen (teilweise) neu übertragen.

Das Ergebnis der Synchronisation ist eine exakte Kopie des Produkt-Verzeichnisses auf dem opsi-depot.

Anmerkung

Unter Windows werden keine Symbolischen Links erzeugt, statt eines Links wird eine Kopie des Link-Ziels angelegt.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Produkt-Caching hat zur Folge, dass:

Konfiguration des Produkt-Cachings

Die allgemeine Konfiguration des Produkt-Cachings wird in der opsiclientd.conf innerhalb der Sektion [cache_service] vorgenommen.

  • product_cache_max_size (integer): Die maximale Größe des Produkt-Caches in Bytes. Hiermit wird sichergestellt, dass der durch das Produkt-Caching belegte Speicherplatz die konfigurierte Größe nicht überschreitet.
  • storage_dir (string): Der Pfad zum Verzeichnis, in dem das Basis-Verzeichnis depot für das Produkt-Caching angelegt wird.

Weitere Konfigurationen erfolgen Event-spezifisch.
Innerhalb einer Event-Konfigurations-Sektion [event_<event-config-id>] existieren folgende Optionen:

  • cache_products (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true beginnt der ProductCacheService beim Auftreten des Events mit dem Cachen von Produkten, für die eine Produkt-Aktion gesetzt ist. Ist zusätzlich der Wert der Option use_cached_products auf true gesetzt, wird die weitere Bearbeitung des Events solange verzögert, bis das Cachen der Produkte abgeschlossen ist.
  • cache_max_bandwidth (integer): Die maximale Bandbreite in Byte/s, die beim Cachen verwendet werden soll. Bei einem Wert kleiner oder gleich 0 wird keine Bandbreiten-Begrenzung vorgenommen.
  • cache_dynamic_bandwidth (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, wird die für die Übertragung verwendete Bandbreite dynamisch angepasst. Hierbei wird der Netzwerk-Verkehr auf der Netzwerkschnittstelle zum opsi-depot kontinuierlich überwacht. Wird dabei Netzwerk-Verkehr festgestellt, der nicht durch das Produkt-Caching entsteht, wird die Bandbreite der Übertragung stark reduziert, um andere Anwendungen möglichst wenig zu beeinflussen. Ist die Bandbreite dynamisch reduziert und der Netzwerk-Verkehr im Wesentlichen auf das Produkt-Caching zurückzuführen, wird die dynamische Begrenzung wieder aufgehoben. Der Wert von cache_max_bandwidth wird auch bei Verwendung der dynamischen Bandbreiten-Begrenzung weiterhin berücksichtigt.
  • use_cached_products (boolean): Ist dieser Wert auf true gesetzt, wird beim Bearbeiten der Produkt-Aktionen der lokale Produkt-Cache verwendet. Ist das Caching der Produkte zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, wird die Bearbeitung des Events mit einem Fehler beendet.

15.4. Caching von Konfigurationen

Das Cachen von Konfigurationen übernimmt der ConfigCacheService, der Bestandteil des opsiclientd ist.
Der ConfigCacheService synchronisiert ein lokales Client-Cache-Backend mit dem Config-Backend des opsi-configservers.
Der opsiclientd bietet per WebService einen Zugriff auf das Backend und stellt somit eine ähnliche Funktionalität wie der opsiconfd bereit.

Das lokale Client-Cache-Backend

Das lokale Client-Cache-Backend basiert auf SQLite und besteht im Wesentlichen aus einer Arbeitskopie, einem Snapshot und einem Modification-Tracker, der über Änderungen an der Arbeitskopie Buch führt.
Das Basis-Verzeichnis des Config-Caches ist konfigurierbar und standardmäßig auf %SystemDrive%\opsi.org\cache\config gesetzt. Der Snapshot entspricht dem Stand der Konfigurationen auf dem opsi-configserver zum Zeitpunkt der letzten Synchronisation.
Die Arbeitskopie entspricht zu Beginn dem Snapshot und wird im Laufe der Aktionen modifiziert.

Ablauf der Synchronisation von Konfigurationen

Die Synchronisation der lokalen Änderungen im Client-Cache-Backend mit dem Config-Backend des opsi-configservers läuft folgendermaßen ab:

  • Die im Modification-Tracker registrierten Änderungen an der Arbeitskopie werden auf den opsi-configserver übertragen. Änderungen an den Konfigurationen auf dem opsi-configserver seit der letzten Synchronisation werden durch Vergleich mit dem Snapshot erkannt. Kommt es bei der Rückübertragung der Modifikationen zu Konflikten greifen folgende Regeln:

    • Im Fall von Inventarisierungsdaten besitzen die Daten des Clients Priorität
    • Bei Action-Requests gilt der Wert des opsi-configservers
    • Im Fall von Installations-Status und Aktions-Ergebnis wir der Client-Wert bevorzugt.
    • Die verwendeten Software-Lizenzen werden vom Client vorgegeben. Bei der Replikation reservierte, ungenutzte Lizenzen werden wieder freigegeben.
    • Der opsi-configserver behält beim Zustand von Host-Parametern und Product-Properties recht.
  • Der Modification-Tracker wird geleert.
  • Die Log-Dateien werden übertragen.

Die Replikation des Config-Backend des opsi-configservers in das Client-Cache-Backend läuft folgendermaßen ab:

  • Die Replikation findet nur statt, wenn auf dem opsi-configserver Action-Requests gesetzt sind, die Produkt-Aktion always gilt hierbei als nicht gesetzt. Ist der Zustand der Action-Requests seit dem letzten Replikations-Lauf unverändert, findet ebenfalls keine Replikation statt.
  • Der Modification-Tracker die Arbeitskopie und der Snapshot werden geleert.
  • Die zum autarken Arbeiten benötigten Konfigurationen werden repliziert.
  • Sind Action-Requests für Produkte gesetzt die als lizenzpflichtig markiert wurden, wird eine Software-Lizenz aus einem, dem Produkt zugeordneten, Lizenz-Pool reserviert.
  • Zusätzlich benötigte Daten, wie auditHardwareConfig und modules werden übertragen.
  • Der Snapshot und die Arbeitskopie werden auf den gleichen Stand gebracht.

Eine erfolgreiche Replikation vom Server zum Client hat zur Folge, dass:

Konfiguration des Config-Cachings

Die Konfiguration des Config-Cachings erfolgt hauptsächlich Event-spezifisch.
Innerhalb einer Event-Konfigurations-Sektion [event_<event-config-id>] existieren folgende Optionen:

  • sync_config_to_server (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, beginnt der ConfigCacheService beim Auftreten des Events die im Modification-Tracker registrierten Änderungen zum opsi-configserver zu übertragen. Das Ergebnis dieser Aktion wird in jedem Fall abgewartet.
  • sync_config_from_server (boolean): Ist dieser Wert auf true gesetzt, beginnt der ConfigCacheService mit der Replikation. Ist zusätzlich der Wert der Option use_cached_config auf true gesetzt wird die weitere Bearbeitung des Events solange verzögert, bis die Replikation abgeschlossen ist.
  • use_cached_config (boolean): Steht der Wert dieser Option auf true, wird beim Bearbeiten der Produkt-Aktionen das Client-Cache-Backend verwendet. Ist die Synchronisation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen wird die Bearbeitung des Events mit einem Fehler beendet.
  • post_sync_config_to_server (boolean): Entspricht sync_config_to_server, wird jedoch nach Abschluss der Produkt-Aktionen ausgewertet.
  • post_sync_config_from_server (boolean): Entspricht sync_config_from_server, wird jedoch nach Abschluss der Produkt-Aktionen ausgewertet.

15.5. Empfohlene Konfiguration bei Verwendung der WAN/VPN-Erweiterung

Das opsi-client-agent-Paket bringt eine, für die WAN/VPN-Erweiterung, vorbereitete opsiclientd.conf mit.
Um die WAN/VPN-Erweiterung zu aktivieren ist es lediglich notwendig, einige Events zu aktivieren und andere zu deaktivieren.
Da die Konfiguration des opsi-client-agents auch zentral über den Webservice erfolgen kann (siehe: „Konfiguration über den Webservice (Host-Parameter)“), ist zu empfehlen die folgenden Host-Parameter anzulegen.

  • opsiclientd.event_gui_startup.active (boolean, default: true)
  • opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active (boolean, default: true)
  • opsiclientd.event_net_connection.active (boolean, default: false)
  • opsiclientd.event_timer.active (boolean, default: false)

Über diese Host-Parameter können dann Events Client-spezifisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Host-Parameter können über den opsi-configed oder opsi-admin angelegt werden.

Zum Anlegen der Host-Parameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_gui_startup.active "gui_startup active" true
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active "gui_startup{user_logged_in} active" true
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_net_connection.active "event_net_connection active" false
opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_timer.active "event_timer active" false

Die gesetzten Standard-Werte entsprechen hierbei den Standard-Werten der mitgelieferten opsiclientd.conf.

Für einen WAN/VPN-Client, der Konfigurationen und Produkte cachen soll, werden die Host-Parameter wie folgt konfiguriert:

  • opsiclientd.event_gui_startup.active: false
  • opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active: false
  • opsiclientd.event_net_connection.active: true
  • opsiclientd.event_timer.active: true

Die Client-spezifischen Host-Parameter können über den opsi-configed oder opsi-admin gesetzt werden.

Zum Setzen der Host-Parameter über opsi-admin sind die folgenden Befehle auf dem opsi-configserver auszuführen (im Beispiel für einen Client mit der opsi-host-Id vpnclient.domain.de):

opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_gui_startup.active vpnclient.domain.de false
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_gui_startup{user_logged_in}.active vpnclient.domain.de false
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_net_connection.active vpnclient.domain.de true
opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_timer.active vpnclient.domain.de true

Diese Konfiguration hat zur Folge, dass:

  • Beim Start des Rechners kein Verbindungsaufbau zum opsi-configserver stattfindet.
  • Beim Aktivieren einer beliebigen Netzwerk-Schnittstelle ein Verbindungsaufbau zum opsi-configserver versucht und mit der Synchronisation im Hintergrund begonnen wird.
  • Eim timer-Event aktiviert wird, dass in regelmäßigen Abständen aktiv wird und ebenso einen Synchronisation-Versuch unternimmt.

Wahl des Protokolls für das Caching der Produkte

Das Caching der Produkte kann über die Protokolle HTTPS/WEBDAVS oder CIFS/SMB erfolgen.

Bei Verwendung von webdav erfolgt der Zugriff auf das opsi-depot über den opsiconfd.

  • Vorteile:

    • Einfache Firewall-Konfiguration, lediglich Zugriff auf Port 4447 notwendig.
    • Prüfung des SSL-Zertifikats des opsi-depots möglich.
  • Nachteile:

    • Der opsiconfd erzeugt höhere Lasten auf dem opsi-depot.

Bei Verwendung von cifs erfolgt der Zugriff auf das opsi-depot über SAMBA.

  • Vorteile:

    • Der SAMBA-Server ist performant, ressourcenschonend und gut skalierbar.
  • Nachteile:

    • Aufwändigere Firewall-Konfiguration, Zugriff auf SAMBA-Ports notwendig.
    • Prüfung des SSL-Zertifikats des opsi-depots nicht möglich.

Eine Anleitung zur Konfiguration des Protokolls finden sich im Kapitel „Protokoll zum Zugriff auf ein opsi-depot“.

Abbildung 69. Ablauf einer Installation mit der WAN-Erweiterung in der opsiclientd-infopage

ospclientd-infopage-wan-cached

Prüfung der Server-Zertifikate

Um die Prüfung von SSL-Zertifikaten zu aktivieren, ist in der opsiclientd.conf innerhalb der Sektion [global] die Option verify_server_cert auf true zu setzen. Dies hat zur Folge, dass bei einem Verbindungsaufbau zu einem opsiconfd der opsi-server anhand des SSL-Zertifikats überprüft wird. Die Server-Zertifikate werden auf dem Client im Verzeichnis c:\opsi.org\opsiclientd\server-certs abgelegt. Der Dateiname des Zertifikats setzt sich aus der Server-Adresse (IP oder Name) und der Dateiendung .pem zusammen. Sollte beim Verbindungsaufbau kein gespeichertes Zertifikat gefunden werden, findet keine Überprüfung statt.

Tipp

Um ein geändertes Zertifikat neu zu publizieren, muss das auf den Clients vorhandene Zertifikat gelöscht werden. Hierfür steht auch die RPC-Methode deleteServerCerts bereit, die über das Control-Interface des opsiclientd aufgerufen werden kann.

16. opsi-server mit mehreren Depots

16.1. Konzept

Die Unterstützung von mehreren Depots in opsi hat folgende Merkmale:

  • Zentrale Speicherung und Administration der Konfigurationsdaten
  • Dezentrale Bereitstellung der Softwaredepots Automatisierte Verteilung der installierten Softwarepakete auf die dezentralen Depots
  • Verwaltung der Clients Standortübergreifend in einem Administrationsinterface

Zur Umsetzung wurde folgendes Konzept verwirklicht:

  • Die Konfigurationsdaten für alle Clients werden auf einem opsi-server (config-server) gehalten.
  • Alle Clients verbinden sich über den opsi-Webservice mit dem config-server und erhalten von dort ihre Konfigurationsinformationen.

*Die Softwaredepots liegen auf dezentralen depot-servern und werden dem zentralen config-server als Netzwerkmounts zur Installation von Paketen zur Verfügung gestellt.

  • Die Funktionalität zum Start von Bootimages mittels PXE wird ebenfalls auf dem dezentralen depot-server installiert. Diese wird aber zentral gesteuert.
  • opsi-packet-manager: Programm zur Unterstützung von mehreren Depotshares beim Installieren und Deinstallieren von opsi-Paketen.
  • Transport der opsi-Pakete via webdav auf die depot-server und Installation durch den opsiconfd via webservice-call
  • Unterstützung von mehreren Depotshares im Administrationswerkzeug opsi-configed.
  • Automatisierte Erkennung von Inkonsistenzen zwischen dem Master-Depotshare und anderen Depotshares anhand der hinterlegten opsi-controlfiles.
  • Ermöglichung der Selektion einzelner oder mehrerer Depotshares zur Auswahl der Clients im opsi-configed.
  • Unterbinden der gemeinsamen Bearbeitung von Clients, die an Depotshares hängen und zueinander inkonsistent sind.
  • Zuordnung der Clients zu Depotshares über den opsi-configed, Umzug von Clients.
  • Konfigurations- und Verbindungsdaten der einzelnen Depotshares über den opsi-configed editierbar machen.

Das folgende Schemata geben eine Überblick über die Kommunikation zwischen den Komponenten bei einer Situation mit einem Standort und der Situation mit einem Depotserver.

Abbildung 70. Schema: Kommunikation zwischen opsi-client und opsi-server (ein Standort)

opsi-manual-multidepot-concept-single

Abbildung 71. Schema: Kommunikation zwischen opsi-client und opsi-servern (mehrere Standorte)

opsi-manual-multidepot-concept-multi

16.2. Erstellung und Konfiguration eines (slave) depot-servers

Zur Erstellung eines externen opsi-depotservers wird zunächst ein normaler opsi-server aufgesetzt. Dann wird auf diesem neuen opsi-server der Befehl opsi-setup --register-depot mit root Rechten ausgeführt, um ihn zum externen opsi-depotserver zu konfigurieren. Da hierbei nicht nur der opsi-depotserver konfiguriert wird, sondern dieser auch noch per Webservice dem zentralen opsi-configserver bekannt gemacht wird, müssen username und password eines Mitgliedes der Gruppe opsiadmin eingegeben werden.

Beispiel:
svmdepotde.svm.local wird als opsi-depotserver für den opsi-configserver sepiella.svm.local eingerichtet:

svmdepotde:~# opsi-setup --register-depot

Nun erscheint die Maske zu dem opsi-configserver an dem sich dieser Server als opsi-depotserver anmelden soll. Diese Anmeldung muss mit einem user autorisiert werden der auf dem opsi-configserver Mitglied in der Gruppe opsiadmin ist.

Abbildung 72. opsi-setup --register-depot : Maske Eingabe opsiadmin Account für opsi-configserver

opsi-setup-registerdepot-1

Nun erscheint die Maske der Depotserver Settings.

Im Normalfall müssen Sie hier nichts ändern.

Abbildung 73. opsi-setup --register-depot : Maske Depot Settings

opsi-setup-registerdepot-2

Nach dieser Eingabe der Daten erfolgt die eigentliche Konfiguration:

[5] [Apr 06 12:32:19] Getting current system config (opsi-setup|70)
[5] [Apr 06 12:32:19] System information: (opsi-setup|117)
[5] [Apr 06 12:32:19]    distributor  : Debian (opsi-setup|118)
[5] [Apr 06 12:32:19]    distribution : Debian GNU/Linux 5.0.8 (lenny) (opsi-setup|119)
[5] [Apr 06 12:32:19]    ip address   : 172.16.166.33 (opsi-setup|120)
[5] [Apr 06 12:32:19]    netmask      : 255.255.255.0 (opsi-setup|121)
[5] [Apr 06 12:32:19]    subnet       : 172.16.166.0 (opsi-setup|122)
[5] [Apr 06 12:32:19]    broadcast    : 172.16.166.255 (opsi-setup|123)
[5] [Apr 06 12:32:19]    fqdn         : svmdepotde.svm.local (opsi-setup|124)
[5] [Apr 06 12:32:19]    hostname     : svmdepotde (opsi-setup|125)
[5] [Apr 06 12:32:19]    domain       : svm.local (opsi-setup|126)
[5] [Apr 06 12:32:19]    win domain   : OPSI (opsi-setup|127)
[5] [Apr 06 12:46:03] Creating depot 'svmdepotde.svm.local' (opsi-setup|2342)
[5] [Apr 06 12:46:03] Getting depot 'svmdepotde.svm.local' (opsi-setup|2345)
[5] [Apr 06 12:46:03] Testing connection to config server as user 'svmdepotde.svm.local' (opsi-setup|2354)
[5] [Apr 06 12:46:04] Successfully connected to config server as user 'svmdepotde.svm.local' (opsi-setup|2359)
[5] [Apr 06 12:46:04] Updating backend config '/etc/opsi/backends/jsonrpc.conf' (opsi-setup|2361)
[5] [Apr 06 12:46:04] Backend config '/etc/opsi/backends/jsonrpc.conf' updated (opsi-setup|2373)
[5] [Apr 06 12:46:04] Updating dispatch config '/etc/opsi/backendManager/dispatch.conf' (opsi-setup|2375)
[5] [Apr 06 12:46:04] Dispatch config '/etc/opsi/backendManager/dispatch.conf' updated (opsi-setup|2388)
[5] [Apr 06 12:46:04] Setting rights (opsi-setup|410)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/tftpboot/linux' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/home/opsiproducts' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/var/log/opsi' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/etc/opsi' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/var/lib/opsi' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:06] Setting rights on directory '/opt/pcbin/install' (opsi-setup|482)
[5] [Apr 06 12:46:27] Restarting services (opsi-setup|2392)
[5] [Apr 06 12:46:35] Configuring client user pcpatch (opsi-setup|347)
[5] [Apr 06 12:46:35]    Creating RSA private key for user pcpatch in '/var/lib/opsi/.ssh/id_rsa' (opsi-setup|361)
[5] [Apr 06 12:46:35] Setting rights (opsi-setup|410)
[5] [Apr 06 12:46:38] Setting rights on directory '/var/lib/opsi/.ssh' (opsi-setup|482)

16.3. Paketmanagement auf mehreren Depots

siehe auch:
Abschnitt 4.4, „Werkzeug opsi-package-manager: opsi-Pakete (de-) installieren“
Abschnitt 4.5, „Werkzeug: opsi-product-updater

Zur Verwaltung der Pakete auf mehreren opsi-depotserver kennt der opsi-packet-manager die Optionen -d bzw. --depots mit denen die opsi-depotserver angegeben werden können auf denen ein Paket installiert bzw. deinstalliert werden soll. Mit dem Schlüsselwort ALL kann auf alle bekannten Depots verwiesen werden. Bei einer Installation mit der Option -d wird das Paket zunächst in das Verzeichnis /var/lib/opsi/repository des opsi-depotserver hochgeladen und dann von dort aus installiert.

Wird -d nicht angegeben, so wird nur das lokale Depot behandelt und das Paket ohne upload nach /var/lib/opsi/repository installiert.

Beispiel:
Installiere das Paket softprod_1.0-5.opsi auf allen Depots:

opsi-package-manager -d ALL -i softprod_1.0-5.opsi

Um die Differenzen zwischen Depots angezeigt zu bekommen wird die Option -D (bzw. --differences) verwendet.

Beispiel:
Unterschiede zwischen den bekannten Depots bezüglich des Produktes mshotfix

opsi-package-manager -D -d ALL mshotfix
mshotfix
    vmix12.uib.local :  200804-1
    vmix13.uib.local :  200804-1
    bonifax.uib.local:  200805-2

17. dynamische Depotzuweisung

17.1. Einführung

Bei der Standard Multidepot Unterstützung in opsi, sind die Clients den jeweiligen Depots fest zu geordnet. Dies wird nun erweitert durch einen Mechanismus, mit dem ein Client erkennen kann, von welchem Depot er seine Software am schnellsten beziehen kann.

Eine Zuordnung gemäß IP-Nummern ist in vielen Bereichen die einfachste und passende Lösung. In anderen Netzwerktopologien reicht dies nicht aus, z.B. bei einem sternförmigen VPN-Netzwerk.

Notwendig ist also ein Mechanismus der Clientseitig dynamisch ermittelt, zu welchem Depot die beste Verbindung möglich ist. Die konkrete Implementation eines sinnvollen Algorithmus hierfür hängt wiederum sehr von der tatsächlichen Netzwerktopologie und den Wünschen des Kunden ab. Daher ist es sinnvoll diese konfigurierbar zu gestalten.

Ausgehend von der Überlegung, dass der Client sich nach den aktuellen Gegebenheiten des Netzwerks sein Depot sucht, ist sicherzustellen, dass die zur Auswahl stehenden Depots synchron, d.h. mit den selben Software-Paketen ausgestattet, sind. Da in der Praxis nicht alle Depots einer Multidepot-Umgebung immer synchron sein werden, wird die Liste der Depots, aus der sich ein Client das für ihn Geeignetste aussuchen kann, auf jene Depots beschränkt, die zum Masterdepots des Clients synchron sind. Das Masterdepot eines Clients ist das Depot, dem der Client zugewiesen ist. Damit bestimmt das Masterdepot, welche Software in welcher Version auf dem Client installiert werden kann.

Unser Konzept hierzu sieht wie folgt aus:

Auf dem opsi-configserver wird ein Client-Script hinterlegt, welches bei Bedarf auf den Client übertragen und dort interpretiert wird. Dieses Script entscheidet, welches der zur Verfügung stehenden Depots verwendet wird. Für dieses Clientscript ist definiert: die notwendige Schnittstelle mit dem das Script die Liste der zur Auswahl stehenden Server und aktuelle Client-Konfigurationen (IP-Adresse, Netzmaske, Gateway, …) übernimmt und über die das Script dem Client das Ergebnis des Auswahlprozesses mitteilt, sowie Schnittstellen zum Logging sowie zur Anwenderinformation über den ablaufenden Prozess.

Die konkrete Implementation dieses Scriptes kann dann jederzeit an die konkrete Situation in der jeweiligen opsi-Umgebung angepasst werden.

Der aus diesem Konzept resultierende Ablauf eines Client-Connects sieht dann wie folgt aus:

  1. Der Client meldet sich per Webservice beim opsi-configserver.
  2. Der opsi-configserver übermittelt dem Client die Liste der zu installierenden Software.
  3. Der opsi-configserver übermittelt dem Client das zentral abgelegte Script zur Auswahl des Depotservers sowie die Liste der möglichen Depots.
  4. Der Client führt das Script aus und ermittelt damit das beste Depot.
  5. Der Client verbindet sich mit dem ausgewählten Depotserver, um sich von dort die zu installierende Software zu holen.
  6. Der Installationsstatus wird an den opsi-configserver zurückgemeldet.

17.2. Voraussetzungen

Diese Funktion setzt opsi in der Version >= 4.0 voraus.

Dieses Modul ist seit 1.3.2013 frei.
Der kofinanzierungs Prozess zur Finanzierung dieser opsi Erweiterung wurde im März 2013 abgeschlossen.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Diese Funktion benötigt mind. folgende Paketstände:

opsi-client-agent 4.0-11
python-opsi 4.0.0.18-1
opsi-configed 4.0.1.5-1

17.3. Konfiguration

Das Script, welches der Client verwendet um die Depotauswahl durchzuführen, ist auf dem Server in der folgenden Datei abgelegt:
/etc/opsi/backendManager/extend.d/70_dynamic_depot.conf

Um die dynamische Depotauswahl für einen Client zu aktivieren, muss für diesen Client folgender Host-Parameter gesetzt werden:
clientconfig.depot.dynamic = true

Dies kann über den opsi-configed im Tab Host-Parameter geschehen.

Natürlich kann dies auch auf der Kommandozeile mit dem Befehl opsi-admin erledigt werden (<client-id> ist hierbei durch den FQDN, z.B. client1.uib.local des Clients zu ersetzen):

opsi-admin -d method configState_create \
clientconfig.depot.dynamic <client-id> [True]

Kontrolliert werden kann die Ausführung mittels:

opsi-admin -d method configState_getObjects \
[] '{"configId":"clientconfig.depot.dynamic","objectId":"<client-id>"}'

17.4. Editieren der Depoteigenschaften

Die Eigenschaften eines Depots werden zum Teil abgefragt, wenn ein opsi-server über den Befehl opsi-setup --register-depot als Depot registriert wird (siehe Abschnitt 16.2, „Erstellung und Konfiguration eines (slave) depot-servers“).

Die Depoteigenschaften können Sie nachträglich editieren. Dies geht sowohl im opsi Management Interface als auch auf der Kommandozeile.

Abbildung 74. Aufruf der Depoteigenschaften (2. Button von links)

Aufruf der Depoteigenschaften

Die Depoteigenschaften rufen Sie über den Button Depoteigenschaften rechts oben im Managementinterface auf.

Abbildung 75. Depoteigenschaften im opsi-configed

Depoteigenschaften im opsi-configed

Auf der Kommandozeile können die Depoteigenschaften ausgegeben werden mit der Methode host_getObjects. Hier z.B. für das Depot dep1.uib.local.

opsi-admin -d method host_getObjects [] '{"id":"dep1.uib.local"}'

Dieses Beispiel ergibt folgende Ausgabe:

[
          {
          "masterDepotId" : "masterdepot.uib.local",
          "ident" : "dep1.uib.local",
          "networkAddress" : "192.168.101.0/255.255.255.0",
          "description" : "Depot 1 an Master Depot",
          "inventoryNumber" : "",
          "ipAddress" : "192.168.105.1",
          "repositoryRemoteUrl" : "webdavs://dep1.uib.local:4447/repository",
          "depotLocalUrl" : "file:///opt/pcbin/install",
          "isMasterDepot" : true,
          "notes" : "",
          "hardwareAddress" : "52:54:00:37:c6:8b",
          "maxBandwidth" : 0,
          "repositoryLocalUrl" : "file:///var/lib/opsi/repository",
          "opsiHostKey" : "6a13da751fe76b9298f4ede127280809",
          "type" : "OpsiDepotserver",
          "id" : "dep1.uib.local",
          "depotWebdavUrl" : "webdavs://dep1.uib.local:4447/depot",
          "depotRemoteUrl" : "smb://dep1/opt_pcbin/install"
          }
]

Um die Depoteigenschaften auf der Kommandozeile zu editieren, wird die Ausgabe in eine Datei geschrieben:

opsi-admin -d method host_getObjects [] '{"id":"dep1.uib.local"}' \
> /tmp/depot_config.json

Die entstandene Datei (/tmp/depot_config.json) kann nun editiert und mit dem folgenden Befehl wieder zurückgeschrieben werden:

opsi-admin -d method host_createObjects < /tmp/depot_config.json

Die im Rahmen der dynamischen Depotzuweisung wichtigen Depoteigenschaften sind:

  • isMasterDepot
    Muss true sein, damit diesem Depot ein Client zugewiesen werden kann.
  • networkAddress
    Adresse des Netzwerks für den dieses Depot zuständig ist. Die Netzwerkadresse kann nach zwei Notationen angegeben werden:

    • Netzwerk/Maske Beispiel: 192.168.101.0/255.255.255.0
    • Netzwerk/Maskenbits Beispiel: 192.168.101.0/24

Ob die networkAddress tatsächlich zur Ermittlung des Depots ausgewertet wird, hängt natürlich von dem im Script übergebenen Algorithmus ab. Der von uib ausgelieferte Default-Algorithmus richtet sich nach diesem Kriterium.

17.5. Synchronisation der Depots

Um die Depots synchron zu halten, stellt opsi mehrere Werkzeuge bereit:

  • opsi-package-manager
  • opsi-productupdater

Der opsi-package-manager kann bei der Installation eines opsi-Paketes durch die Verwendung der Parameter -d ALL angewiesen werden, das Paket nicht nur auf dem aktuellen Server sondern auf allen bekannten Depots zu installieren. Beispiel:

opsi-package-manager -i opsi-template_1.0-20.opsi -d ALL

Durch die Verwendung des Parameters -D kann der opsi-package-manager angewiesen werden, die Differenzen zwischen Depots aufzulisten. Auch hierbei muss mit der Option -d eine Liste von Depots angegeben oder mit -d ALL auf alle bekannten Depots verwiesen werden. Beispiel:

opsi-package-manager -D -d ALL

Der opsi-package-manager ist also das Werkzeug, um die Synchronisation auf dem push Weg durchzuführen. Dahingegen ist das Werkzeug opsi-product-updater dafür gedacht, um Depots im pull Verfahren zu synchronisieren. Der opsi-product-updater kann dazu auf den Depots als cronjob laufen. In der Konfigurationsdatei des opsi-product-updater (/etc/opsi/opsi-product-updater.conf) ist hierzu in der Sektion [repository_uib] der Wert von active auf false zu setzen und in der Sektion [repository_master] der Wert von active auf true zu setzen. Weiterhin wird in der selben Sektion bei opsiDepotId die ID des Depots (FQDN) eingetragen, von dem synchronisiert werden soll. Der opsi-product-updater synchronisiert dann gegen die Pakete, die auf dem angegebenen Depot im Verzeichnis /var/lib/opsi/repository liegen.

Achtung

Wird auf einem opsi-server ein Paket mit opsi-package-manager -i installiert (ohne -d), so landet es nicht im repository Verzeichnis. Damit es dorthin kopiert wird, kann man entweder bei der Installation mit -d explizit den Namen des Depots angeben oder mit opsi-package-manager -u <paketname> den upload in das Repository-Verzeichnis explizit anweisen.

Bitte beachten Sie auch die Beschreibung der beiden Werkzeuge in den entsprechenden Kapiteln des opsi-Handbuchs.

17.6. Ablauf

Ist für den Client die Verwendung der dynamischen Depotzuweisung über den Host-Parameter clientconfig.depot.dynamic angeschaltet, so lädt dieser über den Webservice vom Server das dort hinterlegte Script und führt es aus.

Das Script, welches der Client verwendet um die Depotauswahl durchzuführen, liegt auf dem Server in der Datei:
/etc/opsi/backendManager/extend.d/70_dynamic_depot.conf

Der in diesem Script definierten Funktion selectDepot werden die folgenden Parameter übergeben:

  • clientConfig
    Informationen zur aktuelle Client-Konfiguration (Hash).
    Die Keys des clientConfig-Hashes sind momentan:

    • "clientId": opsi-Host-ID des Clients (FQDN)
    • "ipAddress": IP-Adresse des Netzwerk-Schnittstelle zum configserver
    • "netmask" : Netzwerk-Maske der Netzwerk-Schnittstelle
    • "defaultGateway": Standard-Gateway
  • masterDepot
    Informationen zum Masterdepot (opsi-depotserver-Objekt). Das Masterdepot ist das Depot, dem der Client im Managementinterface zugewiesen ist. Die Attribute des übergebenen opsi-depotserver-Objekts entsprechen den Attributen, wie sie von host_getObjects (siehe Abschnitt 17.4, „Editieren der Depoteigenschaften“) ausgegeben werden.
  • alternativeDepots
    Informationen zu den alternativen Depots (Liste von opsi-depotserver-Objekten). Die Liste der alternativen Depots bestimmt sich aus den Depots, welche bezüglich der gerade benötigten Produkte identisch zum Masterdepot sind.

Auf Basis dieser Informationen kann der Algorithmus nun ein Depot aus der Liste auswählen. Das opsi-depotserver-Objekt des zu verwendenden Depots muss von der Funktion zurückgegeben werden. Findet der Algorithmus kein passendes Depot aus der Liste der alternativen Depots oder ist diese leer, so sollte das Masterdepot zurückgegeben werden.

17.7. Template des Auswahlscripts

Im Templatescript sind zwei Funktionen zur Auswahl eines Depots vor implementiert.
Die Funktion depotSelectionAlgorithmByNetworkAddress überprüft die Netzwerkadressen der übergebenen Depots und wählt jenes Depot aus, bei dem die eigene aktuelle IP-Nummer im Netz des Depots liegt.
Die Funktion depotSelectionAlgorithmByLatency sendet ICMP „Echo-Request“-Pakete (ping) an die übergebenen Depots und wählt das Depot mit der niedrigsten Latenzzeit aus.
Die Funktion getDepotSelectionAlgorithm wird vom Client aufgerufen und gibt den Algorithmus zurück, der für die AUswahl des Depots verwendet werden soll. Ohne Änderung am Templatescript wird hier die Funktion depotSelectionAlgorithmByNetworkAddress zurückgegeben.

# -*- coding: utf-8 -*-

global depotSelectionAlgorithmByNetworkAddress
depotSelectionAlgorithmByNetworkAddress = \
'''
def selectDepot(clientConfig, masterDepot, alternativeDepots=[]):
        selectedDepot = masterDepot
        logger.info(u"Choosing depot from list of depots:")
        logger.info(u"   Master depot: %s" % masterDepot)
        for alternativeDepot in alternativeDepots:
                logger.info(u"   Alternative depot: %s" % alternativeDepot)
        if alternativeDepots:
                import socket, struct
                # Calculate bitmask of host's ipaddress
                n = clientConfig['ipAddress'].split('.')
                for i in range(4):
                        n[i] = forceInt(n[i])
                ip = (n[0] << 24) + (n[1] << 16) + (n[2] << 8) + n[3]

                depots = [ masterDepot ]
                depots.extend(alternativeDepots)
                for depot in depots:
                        if not depot.networkAddress:
                                logger.warning(u"Network address of depot '%s' not known" % depot)
                                continue
                        (network, netmask) = depot.networkAddress.split(u'/')
                        while (network.count('.') < 3):
                                network = network + u'.0'
                        if (netmask.find('.') == -1):
                                netmask = forceUnicode(socket.inet_ntoa(struct.pack('>I',0xffffffff ^ (1 << 32 - forceInt(netmask)) - 1)))
                        while (netmask.count('.') < 3):
                                netmask = netmask + u'.0'

                        logger.debug(u"Testing if ip %s is part of network %s/%s" % (clientConfig['ipAddress'], network, netmask))

                        n = network.split('.')
                        for i in range(4):
                                n[i] = int(n[i])
                        network = (n[0] << 24) + (n[1] << 16) + (n[2] << 8) + n[3]
                        n = netmask.split('.')
                        for i in range(4):
                                n[i] = int(n[i])
                        netmask = (n[0] << 24) + (n[1] << 16) + (n[2] << 8) + n[3]

                        wildcard = netmask ^ 0xFFFFFFFFL
                        if (wildcard | ip == wildcard | network):
                                logger.notice(u"Choosing depot with networkAddress %s for ip %s" % (depot.networkAddress, clientConfig['ipAddress']))
                                selectedDepot = depot
                                break
                        else:
                                logger.info(u"IP %s does not match networkAddress %s of depot %s" % (clientConfig['ipAddress'], depot.networkAddress, depot))
        return selectedDepot
'''

global depotSelectionAlgorithmByLatency
depotSelectionAlgorithmByLatency = \
'''
def selectDepot(clientConfig, masterDepot, alternativeDepots=[]):
        selectedDepot = masterDepot
        logger.info(u"Choosing depot from list of depots:")
        logger.info(u"   Master depot: %s" % masterDepot)
        for alternativeDepot in alternativeDepots:
                logger.info(u"   Alternative depot: %s" % alternativeDepot)
        if alternativeDepots:
                from OPSI.Util.Ping import ping
                from OPSI.Util.HTTP import urlsplit
                depots = [ masterDepot ]
                depots.extend(alternativeDepots)
                latency = {}
                for depot in depots:
                        if not depot.repositoryRemoteUrl:
                                continue
                        try:
                                (scheme, host, port, baseurl, username, password) = urlsplit(depot.repositoryRemoteUrl)
                                latency[depot] = ping(host)
                                logger.info(u"Latency of depot %s: %0.3f ms" % (depot, latency[depot]*1000))
                        except Exception, e:
                                logger.warning(e)
                if latency:
                        minValue = 1000
                        for (depot, value) in latency.items():
                                if (value < minValue):
                                        minValue = value
                                        selectedDepot = depot
                        logger.notice(u"Choosing depot %s with minimum latency %0.3f ms" % (selectedDepot, minValue*1000))
        return selectedDepot
'''

def getDepotSelectionAlgorithm(self):
        #return depotSelectionAlgorithmByLatency
        return depotSelectionAlgorithmByNetworkAddress

17.8. Logging

Wenn die dynamische Depotzuweisung aktiviert ist, so finden sich entsprechende Eintragungen von der Depotauswahl im opsiclientd.log. Hier der Log einer gekürzten Beispielsitzung. In dieser ist der Server bonifax.uib.local Configserver und Masterdepot für den Client pctrydetlef.uib.local. Als Masterserver hat die bonifax hier die Netzwerkaddresse 192.168.1.0/255.255.255.0. Als alternatives Depot steht die stb-40-srv-001.uib.local zur Verfügung mit der Netzwerkaddresse 192.168.2.0/255.255.255.0. Der Client pctry4detlef.uib.local hat die IP-Adresse 192.168.2.109, liegt also im Netz des alternativen Depots.

(...)
[6] [Dec 02 18:25:27] [ opsiclientd                   ] Connection established to: 192.168.1.14   (HTTP.pyo|421)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ]    [ 1] product opsi-client-agent:   setup   (EventProcessing.pyo|446)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Start processing action requests   (EventProcessing.pyo|453)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Selecting depot for products [u'opsi-client-agent']   (Config.pyo|314)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Selecting depot for products [u'opsi-client-agent']   (__init__.pyo|36)
(...)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Dynamic depot selection enabled   (__init__.pyo|78)
(...)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Master depot for products [u'opsi-client-agent'] is bonifax.uib.local   (__init__.pyo|106)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Got alternative depots for products: [u'opsi-client-agent']   (__init__.pyo|110)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] 1. alternative depot is stb-40-srv-001.uib.local   (__init__.pyo|112)
(...)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Verifying modules file signature   (__init__.pyo|129)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Modules file signature verified (customer: uib GmbH)   (__init__.pyo|143)
(...)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Choosing depot from list of depots:   (<string>|4)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ]    Master depot: <OpsiConfigserver id 'bonifax.uib.local'>   (<string>|5)
[6] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ]    Alternative depot: <OpsiDepotserver id 'stb-40-srv-001.uib.local'>   (<string>|7)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Choosing depot with networkAddress 192.168.2.0/255.255.255.0 for ip 192.168.2.109   (<string>|40)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Selected depot is: <OpsiDepotserver id 'stb-40-srv-001.uib.local'>   (__init__.pyo|171)
(...)
[5] [Dec 02 18:25:28] [ event processing gui_startup  ] Mounting depot share smb://stb-40-srv-001/opt_pcbin/install   (EventProcessing.pyo|415)
(...)

18. opsi Software On Demand (Kiosk-Mode)

18.1. Einführung

Das Software-On-Demand-Modul bietet opsi-Administratoren die Möglichkeit, ihren Anwendern eine Auswahl an Produkten zur Verfügung zu stellen. Diese Produkte können vom Anwender, ohne Eingriff von einem Administrator, ausgewählt und die Installation gestartet werden. Diese Dokumentation soll die Funktionsweise des Software-On-Demand-Moduls von opsi erläutern und einen Leitfaden bieten, wie man dieses Modul konfigurieren und pflegen kann.

18.2. Vorbedingungen für das Modul

Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Zunächst werden Produkt-Gruppen benötigt, diese stehen erst ab opsi 4.0 zur Verfügung. Weiterhin werden die Pakete opsi-client-agent und opsi-configed ab Version 4.0.1 benötigt.

Tabelle 3. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.1-3

opsi-winst

>=4.10.8.12

python-opsi

>=4.0.1-7

opsi-depotserver

>=4.0.1-2

opsi-configed

>=4.0.1.6-1


Das Software-On-Demand Modul wurde auf folgenden Browsern getestet und freigegeben:

  • Internet Explorer 8
  • Mozilla Firefox 3.6.15

18.3. Konfiguration

Die Konfiguration dieses Moduls basiert auf Produktgruppen und Config-Variablen. Die verwendeten Config-Variablen sind:

  • software-on-demand.active
  • software-on-demand.product-group-ids
  • software-on-demand.show-details

Diese Config-Variablen werden beim Einspielen des opsi-depotserver-Pakets angelegt.

Achtung

Bitte bedenken Sie die Mindestanforderung des opsi-depotserver-Pakets.
(Siehe Kapitel: Vorbedingungen für das Modul).

Sollten die Config-Variablen nicht zur Verfügung stehen, können sie über opsi-setup erzeugt werden:

opsi-setup --init-current-config

Produktgruppen pflegen

Am komfortabelsten kann man Produktgruppen mit dem opsi-configed anlegen und pflegen. Dafür wechselt man zuerst auf den Tab Produktkonfiguration.

Tipp

Seit Version 4.0.1.6 des opsi-configed kann man direkt zur Produktkonfiguration wechseln, ohne vorher einen Client auszuwählen.

Die Produktgruppen-Leiste befindet sich über der eigentlichen Produktliste.

Abbildung 76. Ausschnitt von der Produktgruppen-Leiste

../images/configed_productgroup.png

Mit dem Dropdown-Feld kann man Produktgruppen auswählen, um sie zu bearbeiten. Sobald eine Gruppe ausgewählt wurde, werden die dazugehörigen Produkte markiert.
Mit dem zweiten Icon kann man die Filterfunktion ein-, bzw. ausschalten. Bei aktiviertem Filter werden nur die Produkte angezeigt, die der gewählten Produktgruppe zugeordnet sind. Zur Bearbeitung von Produktgruppen aktiviert man die erweiterte Ansicht durch Klick auf das Icon "Paketgruppen mit Diskette". In dieser Ansicht kann eine neue Gruppe, optional Beschreibung, angelegt werden. Durch einen Klick auf den roten Haken, wird die neue Gruppe gespeichert.
Die Zuordnung zur Produktgruppe kann durch Selektieren bzw. Deselektieren von Produkten in der Produktliste bearbeitet werden (Die Taste <STRG> gedrückt halten und Produkte auswählen oder abwählen).

Software-On-Demand-Modul konfigurieren

Mit Hilfe der bereits erwähnten Config-Variablen kann das SoftwareOnDemand-Modul flexibel konfiguriert werden. Folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Konfigurationen:

Tabelle 4. Übersicht über die Config-Variablen des SoftwareOnDemand-Moduls

KonfigurationBeschreibungMögliche Werte

software-on-demand.active

Aktiviert bzw. Deaktiviert das Modul.

true/false

software-on-demand.product-group-ids

Produktgruppen mit Produkten, die für Software-On-Demand zur Verfügung stehen sollen.

Liste von Produktgruppen

software-on-demand.show-details

Zeigt dem Anwender erweiterte Informationen an.

true/false


Es gibt zwei Möglichkeiten diese Konfigurationsobjekte zu verwenden: Systemweit oder pro Client. Die folgenden zwei Unterkapitel gehen auf die zwei verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten näher ein.

Systemweite Konfiguration

Die Einstellungen gelten systemweit als Vorgabe für jeden Client.

Die Konfigurationen können im opsi-configed im Modul Servereigenschaften im Tab Host-Parameter bearbeitet werden.

Abbildung 77. Ausschnitt von Serverkonfigurations-Modul des configed

../images/configed_serverconfiguration.png

Alternativ kann man die Konfigurationen auf dem Server mittels des folgenden Befehls anpassen:

opsi-setup --edit-config-defaults

Abbildung 78. Ausschnitt von edit-config-defaults über opsi-setup

../images/editconfigdefaults.png

Tipp

Natürlich ist eine Bearbeitung auch über die opsi-python-API oder über opsi-admin möglich.

Client-spezifische Konfiguration

Die Client-spezifische Konfiguration macht dann Sinn, wenn zum Beispiel nur ein Teil der opsi-Clients Zugriff auf dieses Modul haben soll, oder wenn man verschiedenen Clients unterschiedliche Produktgruppen zur Verfügung stellen will.

Dies erreicht man durch die Konfiguration von Client-spezifischen Host-Parametern. Diese kann man wiederum auf verschiedenen Wegen bearbeiten. Die komfortabelste Möglichkeit diese Konfiguration zu bearbeiten, bietet der opsi-configed. Dafür wählt man im opsi-configed einen oder mehrere Clients (eventuell auch alle Clients einer Clientgruppe) und wechselt auf den Tab Host-Parametern.

Abbildung 79. Ausschnitt von Host-Parametern

../images/configed_hostparameter.png

Diese Einstellungen überschreiben die systemweiten Vorgaben.

opsiclientd Event-Konfiguration

Beim Installieren von Produkten über das Software-On-Demand-Modul stehen dem Anwender zwei Möglichkeiten zur Verfügung, die Installation zu starten:

  • beim nächsten Systemstart ausführen
  • sofort ausführen

Wählt der Benutzer an dieser Stelle die Möglichkeit beim nächsten Systemstart ausführen, werden die Produkte nur auf setup gesetzt. Wird sofort ausführen gewählt, erzeugt der opsiclientd ein Event vom Typ software on demand. Dieses Event kann, wie jedes andere Event auch, in der opsiclientd.conf konfiguriert werden. In der im opsi-client-agent enthaltenen opsiclientd.conf ist bereits eine Konfiguration enthalten, die angepasst werden kann.

Anpassung an Corporate Identity

Das Erscheinungsbild im Browser des Software-On-Demand-Moduls kann an die firmeneigene Corporate Identity angepasst werden. Dazu muss die CSS-Datei: opsiclientd.css angepasst werden. Auf dem Client liegt diese Datei unter:

C:\Programme\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\static_html

Diese kann durch editieren und neu laden angepasst werden. Diese Änderung muss auf den Server kopiert werden, um bei Neuinstallationen des opsi-client-agenten die Änderungen mit zu verteilen. Dazu muss die CSS-Datei und eventuell die Logo-Datei auf den Server ins Verzeichnis:

/opt/pcbin/install/opsi-client-agent/files/opsi/dist/opsiclientd/static_html

kopiert werden. Ein nachträgliches Rechte nachziehen hilft Folgefehler zu vermeiden:

opsi-setup --set-rights /opt/pcbin/install/opsi-client-agent

Achtung

Die Änderungen werden momentan nicht gesichert und würden bei einer Neuinstallation des opsi-Pakets opsi-client-agent überschrieben werden. Bitte denken Sie daran, die Dateien vor einem Upgrade zu sichern.

18.4. Verwendung

Das Software-On-Demand-Modul stellt über den opsiclientd eine Webanwendung zur Verfügung. Diese ist über den jeweiligen Clients unter der URL https://localhost:4441/swondemand erreichbar.

Wenn der opsi-client-agent während der Installation merkt, dass die Konfiguration: software-on-demand.active auf true gesetzt wurde, wird automatisch während der Installation auf dem Client ein Startmenü-Eintrag erstellt, über den die Webanwendung direkt aufgerufen werden kann. Diesen findet man dann unter: Start → Programme → opsi.org → software-on-demand. Über diesen Startmenü-Eintrag wird der Standardbrowser mit der oben genannten URL aufgerufen.

Die Anzeige wird beeinflusst durch die Konfiguration vom software-on-demand.show-details. Durch diese Konfiguration werden entweder nur minimale bzw. viele Eigenschaften der Produkte gezeigt.

Auf das Modul kann auch über das Netzwerk zugegriffen werden, hierbei ist jedoch eine Authentifizierung notwendig.

Abbildung 80. Ausschnitt von der Übersichtsseite von Software-on-demand

../images/opsi-software-on-demand_overview.png

Aus der Liste, die angezeigt wird, kann sich der Anwender die Software aussuchen und zum Installieren auswählen; dies geschieht über die Aktivierung der Checkbox: installieren. Wenn die Software schon installiert war, wird neu installieren und zusätzlich deinstallieren zur Auswahl gestellt. (Abhängige Pakete, die eventuell über die Abhängigkeitssteuerung von opsi mit installiert wurden, werden bei dieser Deinstallation nicht mit deinstalliert, da in diesem Zustand nicht hundert prozentig festgestellt werden kann, ob die Abhängigkeit nur dieses Paket betrifft.)

Nach dem die Auswahl abgeschlossen wurde, kommt man durch den Button: weiter auf die nächste Seite.

Auf der nächsten Seite wird eine Übersicht über die anstehenden Aktionen angezeigt, auch diese Seite ist über die Konfiguration von software-on-demand.show-details beeinflussbar. Wenn diese Konfiguration auf true steht, wird neben der Auswahl des Anwenders noch zusätzlich angezeigt, welche Pakete über eine Abhängigkeit auf setup gesetzt wurden und welche Pakete schon auf setup standen.

Abbildung 81. Ausschnitt von der Übersichtsseite der anstehenden Aktionen

../images/opsi-software-on-demand_actions.png

Wie man oben im Ausschnitt erkennen kann, hat man nun drei Auswahlmöglichkeiten. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Änderungen noch nicht an den opsi-Service übertragen. Hier hat man noch die Möglichkeit mit dem Button: zurück auf die Übersichtsseite zurück zu wechseln, um die Auswahl anzupassen. Der Button beim nächsten Systemstart ausführen schickt die Änderungen an den opsi-Service weiter und die Änderungen werden für den nächsten Systemstart vorgemerkt. Der Button sofort ausführen löst das oben genannte Event aus und die Installationen werden anhand der Eventkonfiguration sofort ausgeführt.

18.5. Besonderheiten

Folgende Besonderheiten gelten für das Software-On-Demand Modul:

  • Abhängigkeiten werden automatisch aufgelöst

    • Software, die von Software aus der Demand-Gruppe abhängig ist, wird automatisch falls benötigt auf setup gesetzt, ohne Einfluss des Anwenders.
  • Software die schon auf setup steht

    • In diesem Fall, wird die Checkbox: installieren, schon bei der Übersichtsseite aktiviert.

19. opsi Erweiterung User Profile Management

19.1. Vorbedingungen für die opsi Erweiterung User Profile Management

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, das Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie wenn Sie die Erweiterung kaufen. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.1 mit den Paketständen:

Tabelle 5. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.1-23

opsi-winst

>=4.11.2.1

python-opsi

>=4.0.1.31-1


19.2. Einführung

Der opsi-winst verfügt über eine Reihe von speziellen Befehlen um Modifikationen in Profilen vorzunehmen. Diese Arbeiten aber auf den lokalen Profilen und sind beim Einsatz von Roaming Profiles (Servergespeicherte Profile) weitgehend nutzlos. Mit der opsi Erweiterung User Profile Management wird nun eine Möglichkeit geschaffen auch hier Veränderungen an den Profilen vorzunehmen. Dies geschieht in dem beim User Login der opsi-winst gestartet wird um spezielle userLoginScripte auszuführen.

19.3. Konzept

Wenn die Profile nicht bei der Installation der Software gleich mit gepatcht werden können, muss zwischen dem Maschinen Teil und dem Profil Teil der Installation deutlicher unterschieden werden. Die kann sowohl innerhalb eines Scriptes geschehen als auch durch die Auslagerung des Profil Teils in ein eigenes Script. Vielerorts passiert dies auch jetzt schon, in dem die Profil Teile im Rahmen eines Domain Login Scripts ausgeführt werden.

Je nach Praxis liegen daher die Profil Teile von opsi-Produkten als Bestandteil der opsi-scripte zur Installation und Deinstalltion vor, als auch als Bestandteil eines Domain Loginscriptes. Ziel dieser Erweiterung ist es, beide Varianten möglichst einfach in den neuen Mechanismus integrieren zu können.

Die Kernkonzepte dieser opsi Erweiterung sind:

  • Ausführen spezieller userLoginScripte beim Login des users
    Im Rahmen des User Logins wird der opsi-winst gestartet aber in einem speziellem Modus ausgeführt in dem nur bei den Produkten hinterlegte userLoginScripte ausgeführt werden.
  • Ausführen der Scripte mit administrativen Rechten aber im Userkontext
    Domain Login Scripte werden vom User mit user Rechten ausgeführt. Die opsi userLoginScripte werden vom opsi-winst ausgeführt, welcher mit administrativen Rechten läuft. Gleichzeitig begibt sich der opsi-winst aber in den Kontext des Users der sich eingelogged hat, so dass die Manipulation der Profile mit den selben Befehlen durchgeführt werden kann, wie in einem Domain Loginscript.
  • Ausführen der Scripte innerhalb des opsi-service Kontext
    Die opsi userLoginScripts laufen innerhalb des opsi-service Kontextes und haben so über Scriptkonstanten die Informationen zu Produktnamen, Version und Packageversion die gerade bearbeitet wird. Weiterhin sind die Werte der Produktproperties im Zugriff sowie alle sonstigen Informationen welche eventuell über opsiservicalls abgerufen werden sollen.

Einschränkungen:

  • Die userLoginScripte werden auch bei der Verwendung der opsi-WAN-Erweiterung nicht aus dem lokalen Cache geladen, sondern online.

19.4. Neue und erweiterte opsi-winst Funktionen

  • Aufrufparameter /allloginscripts
    Wird der opsi-winst im opsi-service Kontext mit dem zusätzlichen Parameter /allloginscripts aufgerufen, so hat das im wesentlichen folgende Auswirkungen:

    • Es werden die Produkte ermittelt welche ein userLoginScript haben. Nur für diese Produkte werden die userLoginScripte ausgeführt.
    • Es wird der user der sich eingelogt hat ermittelt und dafür gesorgt, dass die Konstanten zum aktuellen User wie z.B. %CurrentAppdataDir% auf die entsprechenden Verzeichnisse des eingelogten users zeigen. Ebenso werden Registry Operationen (Registry Sektionen und GetRegistryString) welche sich auf HKCU beziehen, so ausgeführt, das die Daten aus dem Registryzweig des Users kommen.
  • Aufrufparameter /silent
    Der Aufrufparameter /silent sorgt dafür, das während der Scriptabarbeitung das Fenster des opsi-winst nicht angezeigt wird.
  • Funktion GetScriptMode
    Um innerhalb eines Scriptes zu unterscheiden in welchem Modus das Script gerade ausgeführt wird, liefert die Funktion GetScriptMode zwei mögliche Werte zurück:

    • Machine
      Das Script wird nicht als userLoginScript ausgeführt (sondern z.B. als setup oder uninstall Script).
    • Login
      Das Script wird als userLoginScript ausgeführt.
  • Neue primäre Sektion ProfileActions
    diese neue Sektion kann dazu dienen um Aktionen auf Userprofilen zusammenzufassen. Dabei kann ein Syntax verwendet werden, der es ermöglicht, diese Sektion sowohl als Bestandteil eines normalen Loginscripts als auch als userLoginScript zu nutzen. Dazu wird diese primäre Sektion auf unterschiedliche Art ausgewertet, je nachdem ob das script im Machine mode oder Login mode (also als userLoginScript) läuft.

    • Login
      Läuft ein Script als userLoginScript und enthält eine Sektion ProfileActions, so wird die Scriptabarbeitung bei dieser Sektion gestartet (und nicht bei Actions).
    • Machine
      Läuft ein Script als normales Installationsscript, so kann die Sektion ProfileActions ähnlich einer Sub-Sektion als Untersektion aufgerufen werden. Für die Abarbeitung dieser Sektion gilt: Für alle Registry-Sektions Aufrufe ist implizit /AllNtUserDats gesetzt. Für alle Files-Sektions Aufrufe ist implizit /AllNtUserProfiles gesetzt.
      Seit Version 4.11.3.2 gilt: Für alle Patches-Sektions Aufrufe ist implizit /AllNtUserProfiles gesetzt.
  • Registry Sektionen

    • Registry Sektionen welche auf HKCU bzw. HKEY_CURRENT_USER arbeiten, werden im Loginscript Mode so ausgeführt, dass die Änderungen im Zweig des eingeloggten users landen. Entsprechendes gilt für die Funktionen GetRegistryStringValue*.
    • Registry Sektionen welche im Normalen Modus (Machine) mit dem Modifier /AllNtUserDats aufgerufen werden, dürfen jetzt in der openkey Anweisung den Root HKCU bzw. HKEY_CURRENT_USER enthalten. Dies ermöglicht es, die selbe Registry Sektion in den unterschiedlichen Modi auszuführen.
  • Vermeidung unnötiger Läufe:
    Mit den Befehl saveVersionToProfile kann im aktuelle Profil hinterlegt werden, das das userLoginscript zu diesem Produkt in dieser Version gelaufen ist. Mit der Stringfunktion readVersionFromProfile bzw. der boolschen Funktion scriptWasExecutedBefore kann überprüft werden ob das userLoginScript zu diesem Produkt in dieser Version schon mal zuvor gelaufen ist und eine erneute Ausführung unnötig ist. Dazu liest diese Funktion zunächst einen evtl. vorhandenen Versionsstempel vom Profil ein (wie das mit readVersionFromProfile möglich ist) und vergleicht diesen mit der aktuell laufenden Version. Aus dem Vergleich ergibt sich der Rückgabewert (wahr/falsch). Danach werden noch die aktuellen Werte in das Profil zurückgeschrieben (wie das mit saveVersionToProfile möglich ist). Somit benötigen Sie nur diese eine Funktion in einer if Anweisung, um zu prüfen ob das Script schon mal gelaufen ist.
    Weiterhin liefert die Stringlistenfunktion getProductMap eine Infomap, aus der entnommen werden kann ob das aktuelle Produkt installiert oder deinstalliert usw. ist.
  • Logging
    Die Logs von userLoginScripten werden geschrieben nach:
    c:\opsi.org\log\<login user name>_login.log
    Diese Logdateien werden auch an den opsi-server übertragen. Dabei wird eine neue Logdatei an eine existierende angehängt. Der opsi-server sorgt dafür, dass diese Dateien in der Größe beschränkt bleiben (max. 5 MB). Auf dem opsi server liegen diese logs unter /var/log/opsi/userlogin/<clientid>.log
    Im opsi Managementinterface (opsi-configed) werden diese Logs in einem zusätzliche Untertab userlogin in dem Tab Logdateien angezeigt.

19.5. Beispiele von userLoginScripten

Zunächst zwei Beispiele die so aufgebaut sind, wie sie auch in Domain Loginscripten eingesetzt werden könnten.

Ein sehr einfaches allgemeines Beispiel:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"
Message "Example Profile Patch ...."

Files_profile_copy
Registry_currentuser_set
Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"

[Files_profile_copy]
copy "%Scriptpath%\profiles\*.*" "%CurrentAppdataDir%\ACME"

[Registry_currentuser_set]
openkey [HKCU\Software\ACME]
set "show_greeting_window" = "no"

[Patches_profile_ini]
add [secdummy] dummy1=add1

Ein Beispiel zur Firefoxkonfiguration:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"
Message "Firefox Profile Patch ...."

DefVar $akt_profile_ini$
DefVar $rel_prefs_path$

comment "check for existing profile ..."
Set $akt_profile_ini$ = "%CurrentAppdataDir%\Mozilla\Firefox\profiles.ini"
if FileExists($akt_profile_ini$)
        Set $rel_prefs_path$ = GetValueFromInifile($akt_profile_ini$,"Profile0","Path","")
        if FileExists("%CurrentAppdataDir%\Mozilla\Firefox\\"+$rel_prefs_path$)
                comment "We found the profile and will now patch it ....."
        endif
else
        comment "no firefox profile found for user"
endif

Als nächstes zeigen wir ein Beispiel welches das erste erweitert um die Möglichkeit Dinge aus dem Profil auch wieder zu entfernen. Je nachdem ob das Produkt auf dem Rechner installiert oder deinstalliert wird ein anderer Scriptteil ausgeführt:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"
Message "Example Profile Patch ...."

if getValue("installationstate", getProductMap) = "installed"
        comment "Product is installed"
        Files_profile_copy
        Registry_currentuser_set
        Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"
endif

if getValue("lastactionrequest", getProductMap) = "uninstall"
        comment "Product was uninstalled"
        Files_profile_del
        Registry_currentuser_del
endif

[Files_profile_copy]
copy "%Scriptpath%\profiles\*.*" "%CurrentAppdataDir%\ACME"

[Registry_currentuser_set]
openkey [HKCU\Software\ACME]
set "show_greeting_window" = "no"

[Files_profile_del]
del -s -f "%CurrentAppdataDir%\ACME"
del "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"

[Patches_profile_ini]
add [secdummy] dummy1=add1

[Registry_currentuser_del]
deletekey [HKCU\Software\ACME]

Nun ein Beispiel welches das Setup Skript (setup32.ins und delsub32.ins) nutzt um unnötige Verdopplung des Codes zu vermeiden:

setup32.ins:

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"

DefVar $MsiId$
DefVar $UninstallProgram$
DefVar $ProductId$
DefVar $InstallDir$

; ----------------------------------------------------------------
; - Please edit the following values                             -
; ----------------------------------------------------------------
Set $ProductId$       = "ACME"
Set $InstallDir$      = "%ProgramFiles32Dir%\ACME"
; ----------------------------------------------------------------
        comment "Show product picture"
        ShowBitmap "%ScriptPath%\\" + $ProductId$ + ".png" $ProductId$

        if FileExists("%ScriptPath%\delsub32.ins")
                comment "Start uninstall sub section"
                Sub "%ScriptPath%\delsub32.ins"
        endif

if GetScriptMode = "Machine"
        Message "Installing " + $ProductId$ + " ..."

        comment "Start setup program"
        Winbatch_install

        comment "Patch the local Profiles ..."
        Registry_currentuser_set /AllNtUserDats
        Files_profile_copy /AllNtUserProfiles
        Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini" /AllNtUserProfiles
endif

if GetScriptMode = "Login"
        comment "login part"
        Files_profile_copy
        Registry_currentuser_set
        Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"
endif


[Winbatch_install]
"%ScriptPath%\setup.exe" /sp- /silent /norestart

[Files_profile_copy]
copy "%Scriptpath%\profiles\*.*" "%CurrentProfileDir%\Appdata\ACME"

[Registry_currentuser_set]
openkey [HKCU\Software\ACME]
set "show_greeting_window" = "no"

[Patches_profile_ini]
add [secdummy] dummy1=add1

delsub32.ins:

Message "Uninstalling " + $ProductId$ + " ..."

if GetScriptMode = "Machine"
        comment "The machine part ..."
        Set $UninstallProgram$ = $InstallDir$ + "\uninstall.exe"
        if FileExists($UninstallProgram$)
                comment "Uninstall program found, starting uninstall"
                Winbatch_uninstall
        endif
        ; does also work since 4.11.2.1
        Registry_currentuser_del /AllNtUserDats
        Files_profile_del /AllNtUserProfiles
endif

if GetScriptMode = "Login"
        comment "The profile part ..."
        Files_profile_del
        Registry_currentuser_del
endif

[Winbatch_uninstall]
"$UninstallProgram$" /silent /norestart

[Files_profile_del]
del -s -f "%CurrentAppdataDir%\ACME"
del "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"

[Registry_currentuser_del]
deletekey [HKCU\Software\ACME]

Nun ein Beispiel welches eine Variante des vorherigen Beispiels ist. Dabei wird der code durch die Verwendung der neuen primären Sektion ProfileActions vereinfacht und das Script ist sowohl als Installationsscript als auch als userLoginScript verwendbar.

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"

DefVar $ProductId$
DefVar $InstallDir$

Set $ProductId$       = "ACME"
Set $InstallDir$      = "%ProgramFiles32Dir%\ACME"

comment "Show product picture"
ShowBitmap "%ScriptPath%\\" + $ProductId$ + ".png" $ProductId$

Message "Installing " + $ProductId$ + " ..."

comment "Start setup program"
Winbatch_install

comment "Patch the local Profiles ..."
ProfileActions

[ProfileActions]
comment "login part"
Files_profile_copy
Registry_currentuser_set
Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"

[Winbatch_install]
"%ScriptPath%\setup.exe" /sp- /silent /norestart

[Files_profile_copy]
copy "%Scriptpath%\profiles\*.*" "%CurrentProfileDir%\Appdata\ACME"

[Registry_currentuser_set]
openkey [HKCU\Software\ACME]
set "show_greeting_window" = "no"

[Patches_profile_ini]
add [secdummy] dummy1=add1

Nun eine Variante, welche sich im Profil merkt ob das Skript für dieses Produkt in dieser Version und diesen User schon mal ausgeführt wurde.

[Actions]
requiredWinstVersion >= "4.11.3.2"
Message "Example Profile Patch ...."

comment "Did we run this script before ? - and set version stamp in profile"
if not (scriptWasExecutedBefore)
        comment "loginscript was not run yet "
        Files_profile_copy
        Registry_currentuser_set
        Patches_profile_ini "%userprofiledir%\opsi-winst-test.ini"
endif

[Files_profile_copy]
copy "%Scriptpath%\profiles\*.*" "%CurrentAppdataDir%\ACME"

[Registry_currentuser_set]
openkey [HKCU\Software\ACME]
set "show_greeting_window" = "no"

[Patches_profile_ini]
add [secdummy] dummy1=add1

19.6. Konfiguration

Um die User Profile Management Erweiterung zu nutzen muss in der Konfiguration des opsiclientd das Loginevent aktiviert werden. Für dieses Event wird (wenn der entsprechend aktuelle opsi-client-agent auf dem Client installiert ist) der opsi-winst mit dem ergänzenden Parameter /allloginscripts gestartet werden.

Die Aktivierung des Loginevents können Sie auf der Kommandozeile wie folgt einrichten:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_user_login.active "user_login active" true

Als weiterer opsi-winst Parameter kann zusätzlich auch noch der Parameter /silent verwendet werden, welcher die Anzeige des opsi-winst Fensters unterbindet.

opsi-admin -d method config_createUnicode opsiclientd.event_user_login.action_processor_command "user_login action_processor" "%action_processor.command% /sessionid %service_session% /allloginscripts /silent" "%action_processor.command% /sessionid %service_session% /allloginscripts /silent"

Die so eingerichteten Einstellungen können Sie im opsi Managementinterface im Tab Hostparameter Server- oder Client-spezifisch modifizieren.

19.7. Notification

Wenn Sie (wie oben beschrieben) das Loginevent aktiviert haben, so sehen Sie nach jedem Login den user_login_nofier:

Abbildung 82. User Login Notifier

User Login Notifier

20. opsi-Nagios-Connector

20.1. Einführung

Neben dem Client Management ist das Monitoring der IT-Infrastruktur eine der Kernfunktion in der heutigen IT. opsi ist ein Client-Management Werkzeug. Für das Monitoring gibt es erprobte und bekannte Opensource Lösungen. Daher der Ansatz opsi nicht um ein Monitoring zu erweitern, sondern eine Schnittstelle zu bestehenden Lösungen anzubieten. Mit dieser Erweiterung von opsi wird eine Schnittstelle für die bekannte Monitoring Lösung Nagios zur Verfügung gestellt. In den folgenden Kapiteln wird der opsi-Nagios-Connector erläutert und Beispielkonfigurationen vorgestellt.

Der opsi-Nagios-Connector ist nicht fest an eine Monitoringsoftware gebunden. Programmiert wurde die Schnittstelle für Nagios/Icinga. Der Einsatz mit anderen Monitoringlösungen ist denkbar, wird momentan aber weder getestet noch unterstützt.

Die folgende Dokumentation beschreibt wie der opsi-Nagios-Connector aufgebaut ist und wie man ihn konfigurieren muss. Es wird vorausgesetzt, dass eine funktionierende Installation von Nagios bzw. Icinga vorliegt.

20.2. Vorbedingungen

Vorbedingungen bei opsi-Server und -Client

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung.
Es sind eine Reihe von Vorbedingungen nötig, um dieses Modul einsetzen zu können. Das bedeutet, dass Sie zum Einsatz eine Freischaltdatei benötigen. Diese Freischaltung erhalten Sie beim Kauf der Erweiterung. Zu Evaluierungszwecken stellen wir Ihnen auch eine zeitlich befristete Freischaltung kostenlos zur Verfügung ( → mail an info@uib.de).
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Technische Voraussetzungen sind opsi 4.0.2 mit den Paketständen:

Tabelle 6. Benötigte Pakete

opsi-PaketVersion

opsi-client-agent

>=4.0.2-1

opsiconfd

>=4.0.2.1-1

python-opsi

>=4.0.2.1-1


Vorbedingungen beim Nagios Server

Vorrausgesetzt wird eine Nagios Installation in einer aktuellen 3.x Version oder eine Icinga Installation mindestens in der Version 1.6. Der opsi-Nagios-Connector sollte auch mit allen Nagios-Kompatiblen Monitoring-Lösungen benutzbar sein, getestet wird diese opsi Erweiterung allerdings nur gegen Nagios und Icinga. Sollte eine grafische Darstellung der opsiconfd-Performance Werte gewünscht werden, wird zusätzlich noch eine Installation des Addons pnp4nagios benötigt.

Für weitere Informationen siehe auch:

www.nagios.org

www.icinga.org

www.pnp4nagios.org

20.3. Konzept

Der opsi-Nagios-Connector besteht hauptsächlich aus zwei verschiedenen Komponenten. Im Folgenden werden beide Komponenten erläutert.

opsi-Webservice Erweiterung

Eines der Hauptschwerpunkte des opsi-Nagios-Connectors ist eine Erweiterung des opsi-Webservice. Die Webserviceschnittstelle bietet damit die Möglichkeit Checks vom opsi-Server anzufordern. Das bedeutet der Nagios Server verwendet die erweiterten Webservicemethoden zum Auslösen und Abfragen von Checks. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die eigentliche Checkausführung im opsi-System ausgeführt wird und somit der Aufwand auf den überwachten Systemen gering bleibt.

Diese Erweiterung stellt eine Sammlung von Checks zur Verfügung, die in einem späteren Kapitel einzeln vorgestellt werden. Hauptsächlich wurden opsi spezifische Checks eingebaut. "Normale" Systemchecks werden nicht über den opsi-Nagios-Connector angeboten und müssen auf konventionelle Weise ausgeführt werden.

opsi-client-agent Erweiterung

Ein weiterer Teil des opsi-Nagios-Connectors ist eine Erweiterung des opsi-client-agent. Da in einer opsi-Umgebung jeder Managed-Client einen laufenden opsi-client-agent hat, bietet es sich an, diesen als Nagios-Agent zu benutzen. Wichtig bei dieser Erweiterung ist zu wissen, dass nicht alle Funktionen eines Nagios-Agenten, wie z.B. NSClient++ implementiert wurden.

Die Möglichkeiten des opsi-client-agent umfassen das Ausführen von Pluginbefehlen auf der Kommandozeile und das Zurückliefern der Ergebnisse.

Für Situationen in denen erweiterte Funktionen vom Nagios-Agent wie NSCA benötigt werden, wird ein opsi-Paket für die Verteilung und Pflege des NSClient++ per opsi bereitgestellt.

Der Vorteil der Verwendung des opsi-client-agent ist zum Einen, dass kein zusätzlicher Agent benötigt wird und das der Monitoring-Server keine Zugangsdaten vom Client haben muss, da die Checks zum Client alle über den opsiconfd laufen. Dies vereinfacht auch die Konfiguration auf der Monitoring Seite um einiges.

20.4. opsi-Checks

Im folgenden Kapitel werden Zweck und Konfiguration der einzelnen opsi-Checks erklärt.

Hintergrund zum richtigen Verteilen der Checks

In der allgemeinen Monitoring Sprache wird zwischen aktiven und passiven Checks unterschieden. Die Bedeutung besagt, ob Nagios/Icinga die Checks selber auslöst und ausführt (aktiv) oder ob die Hosts die Checks eigenständig ausführen und die Ergebnisse an Nagios/Icinga selbstständig zurückmelden (passiv).

Auch bei der opsi-Nagios-Connector Erweiterung gibt es diese zwei Unterscheidungen. Allerdings werden diese bei opsi als direkte- bzw. indirekte-Checks bezeichnet:

  • Direkt: Diese Checks werden auf dem Client ausgeführt und liefern Ergebnisse vom Client an den Monitoring Server.
  • Indirekt: Die Erhebung der Daten, die für diese Art von Checks relevant sind, findet auf Basis von Backend-Daten im opsi-System statt. Diese können von realen Situationen und Zuständen abweichen.

Ein gutes Beispiel für einen indirekten Check ist check-opsi-client-status. Dieser Check bezieht sich eigentlich auf einen Client, ausgeführt wird er aber auf dem opsi-Backend. Der Client-Status ist in diesem Fall der Zustand des Clients aus Sicht von opsi. Im Gegensatz dazu wird jeder Check der tatsächlich am Client ausgeführt wird als direkter Check bezeichnet.

Die richtige Verteilung der Checks und damit die richtige Konfiguration erfordert zunächst die Analyse der eigenen opsi-Umgebung. Da opsi sehr flexibel einsetzbar ist, können verschiedene Szenarien auftreten. Hier werden die am häufigsten mit opsi eingesetzten Installationsvarianten abgehandelt. (Für spezielle Installation sollten Sie uns kontaktieren oder direkt über einen bestehenden Supportvertrag Ihre Situation schildern.)

Ein opsi-Server (Standalone Installation): Diese Variante ist die am häufigsten eingesetzten Variante. Bei dieser Installation ist der Configserver auch gleichzeitig der Depotserver und somit werden alle Checks über den opsi-Configserver aufgerufen.

Abbildung 83. Schema eines standalone opsi-servers

opsi config server

Mehrere opsi-Server mit einer zentralen Administration (Multi-Depot Umgebung): Um bei dieser Art der Installation die Checks richtig zu verteilen muss man als erstes Verstehen, wie eine Multi-Depot Umgebung aufgebaut ist:

Abbildung 84. Schema einer opsi multidepot installation

opsi multi depot environment

Wie im Bild zu erkennen, gibt es nur ein Daten-Backend, welches am opsi-Configserver angesiedelt ist. Jeder Check, der gegen das Backend ausgeführt wird, muss somit zwangsläufig über den opsi-Configserver. Somit werden alle Checks die an die Depotserver gehen, intern an den Configserver weitergeleitet. Deshalb ist es sinnvoller diese Checks direkt gegen den opsi-Configserver aus zu führen. Eine Ausnahme können die aktiven Checks gegen den opsi-client-agent bilden. Wenn zum Beispiel zwischen den Servern eine Firewall aufgestellt ist, die nur den Port 4447 durchlässt, können Clients an der Außenstelle eventuell nicht erreicht werden (Standardport 4441). In solchen Fällen kann es nützlich sein den aktiven Check am Depotserver in der Außenstelle auszuführen.

Abbildung 85. Verteilte Checks

opsi verteilte checks

opsi-check-plugin

Auf dem Nagios Server gibt es nur ein opsi-check-plugin, welches aber eine große Zahl von Checks unterstützt. Deshalb hat dieses Plugin auch ziemlich viele Optionen. Eine Auflistung dieser Optionen wäre der Erläuterung nicht dienlich, deshalb wird an dieser Stelle darauf verzichtet. Die einzelnen Optionen, die benötigt werden oder möglich sind, werden bei den einzelnen Checks erläutert. Das opsi-check-plugin wird aufgerufen mit dem Befehl check_opsi. Eine Übersicht der möglichen Optionen erhält man mit dem Parameter -h oder --help.
Die folgenden Optionen sind für alle Checks notwendig:

Tabelle 7. Allgemeine Optionen

Optionen

Bezeichnung

Beispiel

-H,--host

opsiServer auf dem gecheckt werden soll

configserver.domain.local

-P,--port

opsi-Webservice Port

4447 (Default)

-u,--username

opsi Monitoring User

monitoring

-p,--password

opsi Monitoring Password

monitoring123

-t,--task

opsi Checkmethode (Case Sensitive)


Die oben aufgeführten Parameter müssen immer gesetzt werden. Das nachfolgende Kapitel erläutert als erstes, wie man das opsi-check-plugin manuell aufrufen würde. Wie diese über Nagios/Icinga gesetzt werden, wird im Kapitel der Konfiguration erläutert.

Um das check-plugin vom opsi-Nagios-Connector zu installieren, können Sie einfach das opsi-Repository auf dem Nagios-Server eintragen und mit folgendem Befehl das Paket installieren:

apt-get install opsi-nagios-plugins

Für Redhat/Centos:

yum install opsi-nagios-plugins

Für OpenSuse/SLES:

zypper install opsi-nagios-plugins

Das Plugin selbst ist in Python geschrieben und sollte auch auf anderen Distributionen laufen. Dieses Paket basiert auf dem Paket: nagios-plugins-basic bzw. nagios-plugins und installiert entsprechend das Plugin ins Verzeichnis: /usr/lib/nagios/plugins. Die Konfiguration der Nagios-Check-Commands wird nicht automatisch angelegt, da dieses Plugin sehr flexibel einsetzbar ist. Deshalb wird dieser Teil im Kapitel über die Konfiguration etwas später näher erläutert.

Check: opsi-Webservice

Mit diesem Check wird der opsi-Webservice-Prozess überwacht. Dieser Check liefert auch Performancewerte. Deshalb sollte dieser Check auf jedem opsi-Server selbst ausgeführt werden, da jeder opsi-Server seinen eigenen opsiconfd-Prozess hat, der überwacht werden kann bzw. sollte.

check_opsi.py -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiWebservice

Dieser Check liefert in der Regel OK zurück. In folgenden Situationen kann dies Abweichen:

  • Critical: Wenn der Webservice ein Problem hat und nicht richtig antwortet. Weiterhin wird dieser Status zurückgemeldet, wenn die CPU-Last des Prozesses 80% überschreitet oder wenn die prozentuale Wert von RPC-Errors 20% erreicht und übersteigt (im Bezug auf die gesamten RPCs).
  • Warning: Wenn der Webservice zwar arbeitet, aber Grenzwerte überschreitet: CPU Auslastung höher als 60% aber unter 80% oder wenn der prozentuale Wert der RPC-Errors in Bezug auf die Gesamt-RPC Anzahl höher als 10% aber unter 20% liegt.
  • Unknown: Wenn der Webservice gar nicht erreichbar ist.

Info: Die CPU-Werte beziehen sich immer nur auf eine CPU, da ein Prozess auch nur einen Prozessor benutzen kann. Eine Ausnahme bildet hier das Multiprocessing von opsi.

Check: opsi-Webservice pnp4nagios-Template

Für die Perfomance-Auswertung gibt es ein Template für das pnp4nagios, welches die Werte kombiniert darstellt. Wie man das pnp4nagios installiert, wird hier nicht explizit beschrieben, sondern es wird davon ausgegangen, dass pnp4nagios richtig installiert und konfiguriert wurde. Die notwendige Vorgehensweise kann sich von der hier beschriebenen Lösung unterscheiden, wenn das pnp4nagios mit anderen Pfaden installiert wurde (kann bei selbst kompilierten Installationen vorkommen).

Es werden Standard-Templates verwendet, welche für jeden einzelnen Performancewert ein eigenes Diagramm erstellen. Um das oben genannte Template mit der kombinierten Ansicht zu verwenden, muss man folgendermaßen vorgehen:

Schritt 1: Erstellen Sie unterhalb von: /etc/pnp4nagios/check_commands eine Datei mit der Bezeichnung: check_opsiwebservice.cfg und folgendem Inhalt:

CUSTOM_TEMPLATE = 0
DATATYPE = ABSOLUTE,ABSOLUTE,ABSOLUTE,ABSOLUTE,DERIVE,GAUGE,GAUGE,GAUGE

Schritt 2: Legen Sie die Datei check_opsiwebservice.php unterhalb von /usr/share/pnp4nagios/html/templates ab. Diese Datei können Sie über svn.opsi.org auschecken.

cd /usr/share/pnp4nagios/html/templates
svn co https://svn.opsi.org/opsi-pnp4nagios-template/trunk/check_opsiwebservice.php

Wichtig bei diesen Templates ist, dass die Namen der PHP-Dateien genauso heißen wie der command_name, welcher in der Datei /etc/nagios3/conf.d/opsi/opsicommands.cfg definiert ist. Stimmen die Bezeichnungen nicht überein, wird ein Standardtemplate von pnp4nagios verwendet.

Sollte diese Anpassung vorgenommen werden, wenn die ersten Checks für den opsi-webservice schon stattgefunden haben, müssen die schon erstellten RRD-Datenbanken erst mal gelöscht werden, da mit diesen Templates auch die Struktur der RRD-Datenbanken neu konfiguriert werden.

In der Regel sind die RRD-Datenbanken unter folgendem Pfad zu finden: /var/pnp4nagios/perfdata/<host>/ .

Dabei reicht es aus, alle Dateien, die entweder mit opsi-webservice.rrd oder mit opsi-webservice.xml beginnen, zu löschen. (Vorsicht: Hier werden auch andere RRD-Datenbanken von anderen Checks für diesen Host angelegt, die nicht unbedingt gelöscht werden sollten.).

Damit das Ganze automatisch funktioniert, müssen diese Dateien genauso heißen, wie das check_command vom opsi-Webservice. Der Grund dafür liegt in der Arbeitsweise von pnp4nagios. Sollte also die Konfiguration des opsi-Webservice von dieser Dokumentation abweichen, so müssen auch diese Template-Dateien umbenannt werden, da ansonsten pnp4nagios keine richtige Zuordnung treffen kann.

Wurde bis hierhin alles richtig konfiguriert und die Konfigurations-Schritte im Konfigurationskapitel richtig befolgt, sollten die Diagramme wie im folgenden Screenshot automatisch generiert werden:

uib-Template für pnp4nagios
Check: opsi-check-diskusage

Mit diesem Check werden die opsiconfd-Ressourcen auf Füllstand überwacht. Die folgende Tabelle zeigt, welche Ressourcen damit gemeint sind.

Tabelle 8. opsi Ressourcen

Ressource

Pfad

/

/usr/share/opsiconfd/static

configed

/usr/lib/configed

depot

/opt/pcbin/install

repository

/var/lib/opsi/repository


Bitte auch hier beachten, dass nur die Füllstände der Pfade, die für opsi relevant sind, beim Check berücksichtigt werden. Dieser Check soll keinen allgemeinen DiskUsage-Check ersetzen.

Mit folgendem Befehl kann man alle Ressourcen gleichzeitig abfragen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage

Zusätzlich zu der normalen Checkvariante gibt es die Möglichkeit nur eine Ressource zu checken. Das folgende Beispiel checkt nur nach der Ressource depot:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage -r depot

Standardmäßig gibt dieser Check OK zurück und gibt den freien Speicherplatz der Ressource oder der Ressourcen zurück. Die Einheit ist dabei Gigabyte. Folgende weitere Zustände sind möglich:

  • WARNING: Wenn eine oder mehrere Ressourcen 5GB oder weniger freien Speicherplatz haben.
  • CRITICAL: Wenn eine oder mehrere Ressourcen 1GB oder weniger freien Speicherplatz haben.

Die oben genannten Werte sind die Standard-Thresholds. Diese können durch zusätzliche Angabe von den Optionen -C und -W bzw. --critical und --warning selber bestimmt werden. Dabei gibt es zwei mögliche Einheiten: 10G bedeutet mindestens 10 Gigabyte freier Speicherplatz, durch diese Angabe wird der Output auch in dieser Datei ausgegeben. Wenn die Thresholds in Prozent oder ohne Angaben angegeben werden, wird auch der Output in Prozent generiert. Abschließend noch ein Beispiel zur Veranschaulichung:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDiskUsage -r depot --warning 10% --critical 5%
Check: opsi-client-status

Einer von zwei Schwerpunkten des opsi-Nagios-Connectors ist das Überwachen von Software-Rollouts. Dafür wurde dieser Check konzipiert. Er bezieht sich immer auf einen Client innerhalb von opsi.

Der Status der Produkte auf dem Client entscheidet über das Ergebnis des Checks. Auf diese Weise erkennt man schnell, ob eine Produktinstallation auf dem betreffenden Client ansteht oder aktuell ein Problem verursacht hat. Aber nicht der Produktstatus des Clients kann das Checkergebnis beeinflussen, sondern auch wann dieser Client sich das letzte mal am Service gemeldet hat. Wenn der Client länger als 30 Tage nicht am Service war, wird der Check mindestens ein Warning als Ergebnis zurückgeben. Dieser Zeitraum orientiert sich an der Abfolge der Microsoft Patchdays. Wenn ein Client länger als 30 Tagen von der Softwareverteilung abgeschottet ist, sollte man den Client checken. Auf diese Weise kann man auch Clients im System finden, die schon lange inaktiv sind, die man im normalen Betrieb schnell übersieht.

Die Ergebnisse der Tests werden von folgenden zwei Grundregeln bestimmt:

  • Der Software rollout Status ist:

    • OK
      wenn die Software auf dem Client in der selben Produkt- und Paketversion installiert ist, welche auf dem Server liegt und kein Action Request gesetzt ist.
    • Warning
      wenn die auf dem Client installierte Software von der Version auf dem Server abweicht oder ein Action Request gesetzt ist.
    • Critical
      wenn die letzte Aktion für die Software auf dem Client ein failed zurückgeliefert hat.
  • Die Zeit seit last seen liefert:

    • OK
      wenn der Client vor 30 Tagen oder weniger gesehen wurde.
    • Warning
      wenn der Client vor mehr als 30 Tagen zum letzten Mal gesehen wurde.

Dieser Check kann auf verschiedene Weisen durchgeführt werden; die einfachste Variante:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkClientStatus -c opsiclient.domain.local

Man kann einzelne Produkte anhand ihre ID von diesem Check ausschließen. Dies würde zum Beispiel so aussehen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkClientStatus -c opsiclient.domain.local -x firefox

Das obige Beispiel schließt das Produkt firefox aus diesem Check aus, somit würde dieser Check auch ein OK liefern, selbst wenn das Produkt firefox bei dem Client auf failed steht.

Check: opsi-check-ProductStatus

Der zweite Schwerpunkt des opsi-Nagios-Connectors ist das Überwachen von Software-Rollouts. Mit die wichtigste Aufgabe in einem Software-Verteilungssystem. Sobald eine neue Software, egal ob Standard-Software oder eigene Software mit opsi verwaltet, verteilt und aktuell gehalten wird, muss man den Rollout-Status im Auge behalten.

Das Ergebnis dieses Checks wird durch die folgenden Grundregeln bestimmt:

Der Software Rollout Status ist:

  • OK
    wenn die Software auf dem Client in der selben Produkt- und Paketversion installiert ist, welche auf dem Server liegt und kein Action Request gesetzt ist.
  • Warning
    wenn die auf dem Client installierte Software von der Version auf dem Server abweicht oder ein Action Request gesetzt ist.
  • Critical
    wenn die letzte Aktion für die Software auf dem Client ein failed zurückgeliefert hat.

Durch einige Parameter kann man diesen Check flexibel einsetzen. Um dies besser zu verdeutlichen werden einige Beispielaufrufe aufgeführt und erläutert. Im einfachsten Fall ruft man den Check einfach für ein Produkt auf. Dieser wird als productId (opsi-interner Name) angegeben.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox

In einer normalen opsi-Umgebung reicht dieser Aufruf, um den Zustand für das Produkt firefox zu überwachen. Die Ausgabe zeigt an, ob alles in Ordnung ist oder wie viele Installationen anstehen (setup), wie viele Clients ein Problem mit diesem Produkt haben (failed) und wie viele Clients nicht die aktuelle Version installiert haben.

Dies ist zur Übersicht in den meisten Fällen schon ausreichend, wenn man aber nun genau wissen will, auf welchen Clients, welcher Zustand zu diesem Produkt zu diesem Checkergebnis geführt hat, kann man den Befehl im verbosemode ausführen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox -v

Bei einer Multi-Depot Umgebung wird der obige Befehl aber nicht die komplette Umgebung nach diesem Produkt überwachen, sondern nur den Configserver. (Oder exakter: Die Clients die dem depot auf dem config server zugewiesen sind). Wenn man mehrere Depotserver hat, kann man das Depot auch direkt mit angeben:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -e firefox -d depotserver.domain.local

Der Grund dafür ist, dass jeder Depotserver diese Produkt zur Verteilung haben kann. Dies muss nicht überall die selbe Version sein, auch wenn die productId genau die Selbe ist. Aus diesem Grund müssen alle Clients anders beurteilt werden, je nachdem an welchem Depot sie registriert sind. Dies hat zusätzlich noch den Vorteil, dass man diesen Check später im Nagios beim Depotserver ansiedeln kann, was zusätzlich die Übersichtlichkeit erhöht. Wenn man nur ein oder zwei Depotserver hat, kann man auch mit der Angabe von all alle Depotserver mit einem Check abdecken oder Komma separiert mehrere Depotserver angeben.

Zusätzlich kann man mit diesem Check auch mit opsi-Gruppen arbeiten. Man kann zum Beispiel eine ganze Produktgruppe mit einem Check abfragen. Wenn man zum Beispiel eine Produktgruppe: buchhaltung bildet, kann man mit folgendem Aufruf:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -g buchhaltung

Nun werden alle Produkte, die Mitglieder in dieser Produktgruppe sind über diesen Check überwacht. Die Auswertung dieser Gruppe findet immer während des eigentlichen Checks statt; das bedeutet, man kann über opsi diese Gruppe bearbeiten und beeinflusst somit direkt die Check-Parameter ohne das man die Nagios-Konfiguration anpassen muss.

Anmerkung

Gruppen innerhalb von Gruppen werden nicht beachtet und müssen separat angegeben werden.

Auch die Clients, die für diesen Check abgearbeitet werden, können beeinflusst werden. Wie vorher schon erwähnt, wird die Clientliste durch Angabe des Depotservers beeinflusst, zusätzlich können opsi-Hostgruppen angegeben werden, die für diesen Check abgearbeitet werden. Dieser Aufruf sieht zum Beispiel wie folgt aus:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -g buchhaltung -G produktivclients

Dies würde die Produkte der Produktgruppe buchhaltung für alle Clients der Gruppe produktivclients überprüfen. Auch bei den Hostgruppen gilt die Regel, dass Untergruppen dieser Gruppe nicht abgearbeitet werden. Für opsi-Productgroups gilt genauso, wie für opsi-Hostgroups, dass mehrere Gruppen Komma separiert angegeben werden können.

Abschließend kann man auch bei diesem Check opsi-Clients ausschließen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkProductStatus -x client.domain.local
Check: opsi-check-Depotsync

Gerade in einer Multi-Depot Umgebung ist es wichtig, die Depotserver auf Synchronität zu überwachen. Entscheidend ist bei diesem Check die Software- und Paketversion der installierten Produkte. Manchmal ist ein differenzierter Einsatz der opsi-Produkte auf Depotservern gewünscht, birgt aber die Gefahr, dass bei einem Umzug von einem Client, von einem Depot zum anderen, Inkonsistenzen in der Datenbank entstehen können. Um dieser Problematik entgegen zu wirken, wird empfohlen die opsi-Pakete auf den Depotservern so synchron wie möglich zu halten.

Standardmäßig liefert dieser Check OK zurück, sollte eine Differenz festgestellt werden, wird der Status: WARNING zurückgegeben. Dieser Check ist ein klassischer Check, der auf dem Configserver ausgeführt werden sollte, da alle Informationen zu diesem Check nur im Backend auf dem opsi-Configserver zu finden sind.

Als nächstes folgen ein paar Anwendungsmöglichkeiten dieses Checks:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus

Dies ist dies Basis-Variante und äquivalent zu folgendem Aufruf:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d all

Ohne konkrete Angabe von Depotserver werden die Produkt-Listen aller Depot-Server miteinander verglichen. Um eine bessere Übersichtlichkeit zu schaffen, sollte man diesen Check auf zwei Depotserver reduzieren und lieber auf mehrere Checks verteilen. Dies erreicht man durch direkte Angabe der Depotserver:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local

Mit diesem Aufruf werden alle Produkte verglichen, die auf beiden Depotservern installiert sind. Sollte ein Produkt auf einem Depotserver gar nicht installiert sein, hat dies keine Auswirkungen auf das Check-Resultat. Dies kann man ändern, indem man bei diesem Check den "strictmode" Schalter setzt:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode

Nun werden auch Produkte angezeigt, die auf einem Depotserver nicht installiert sind. Um ein bestimmtes Produkt oder bestimmte Produkte nicht mit zu checken, weil man zum Beispiel will dass diese Produkte in verschiedenen Versionen eingesetzt werden, kann man diese Produkte von diesem Check ausschließen:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode -x firefox,thunderbird

Dieser Check würde auch dann ein OK zurückgeben, wenn das firefox und das thunderbird-Paket nicht überall synchron eingesetzt werden.

Ein weitere Einsatzmöglichkeit wäre, dass nur eine Auswahl von Produkten auf Synchronität überwacht werden können. Dies kann man durch:

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkOpsiDepotSyncStatus -d configserver.domain.local,depotserver.domain.local --strictmode -e firefox,thunderbird

So werden nur firefox und thunderbird Produkte auf Synchronität überwacht. Bei diesem Check sollte der strictmode gesetzt sein, damit man auch erkennt, wenn die gewünschten Produkte auf Depotservern nicht installiert sind.

Check: Plugin über OpsiClientd checken

Dieser Check führt ein Check-Plugin auf dem Client direkt aus und fängt die Ausgabe ein.

Diese Erweiterung soll keinen Ersatz für einen richtigen Nagios-Agent bieten, sondern eine Alternative. Man kann diese Erweiterung einsetzen, wenn man Plugins auf dem opsi-Client checken will. Die eingesetzten Plugins müssen den sogenannten: Nagios plug-in development guidelines entsprechen. (Weitere Infos unter: http://nagiosplug.sourceforge.net/developer-guidelines.html).

Um ein Plugin ausführen zu können, muss man das Plugin erst einmal auf den Clients verteilen. Dies sollte man über ein opsi-Paket lösen. Der Ablageort für die Plugins auf dem Client ist im ersten momentan egal, da man den Pfad beim Checken mit angeben muss. Allerdings sollte man die Plugins nicht einzeln verteilen, sondern in einem Verzeichnis zusammenführen, damit das Aktualisieren und Pflegen der Plugins einfacher wird. Weiterhin sollte man auch Sicherheitstechnisch im Hinterkopf behalten, dass die Plugins im Systemkontext des opsiclientd-Services aufgerufen werden. Normale Anwender sollten auf dieses Verzeichnis keinen Zugang haben.

Es gibt diverse Plugins, die es schon vorgefertigt im Internet runter zu laden gibt. Eine mögliche Anlaufstelle ist http://exchange.nagios.org/ .

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass unter C:\opsi.org\nagiosplugins\ das Plugin check_win_disk.exe vom Paket nagioscol (http://sourceforge.net/projects/nagiosplugincol/) abgelegt wurde.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkPluginOnClient --plugin "C:\\opsi.org\\nagiosplugincol\\check_win_disk.exe C:" -c client.domain.local

Dieser Aufruf checkt auf dem Client client.domain.local das Plugin check_win_disk.exe und übergibt diesem den Parameter C:. Dies bedeutet, dass das Laufwerk C auf dem Client gecheckt wird. Die Ausgabe und der Rückgabewert dieses Plugins wird direkt vollständig ausgewertet und diese Werte können in Nagios unmittelbar weiter verarbeitet werden.

Ein besonderes Feature ist das Beibehalten von Zuständen. Diese Implementation ist aus der Problemstellung entstanden, dass Clients nicht wie Server durchlaufen, sondern in der Regel nur einen bestimmten Zeitraum eingeschaltet sind. Man kann den Check auf Nagios-Seite zwar mit sogenannten Timeperiods eingrenzen, aber in der Praxis ist so ein Vorgehen nicht praktikabel, da man zum Beispiel auch bei Urlaub von Anwendern flexibel reagieren muss. Dies würde eine ständige Konfigurationsarbeit nach sich ziehen. Wenn man darauf verzichtet, wird der Status ständig geändert, auch wenn ein aufgetretenes Problem noch gar nicht gelöst ist. Deshalb kann man den letzten bekannten Status an opsi übergeben. Sollte der Client nicht erreichbar sein, wird dieser letzte bekannte Status zurückgegeben. Ein Critical-Zustand bleibt beispielsweise in diesem Falle auch auf Critical stehen und wechselt nicht auf Unknown, was rein logisch aber richtig wäre.

Um dieses Feature später mit Nagios zu verwenden, kann man die Nagios-Makros: $SERVICESTATEID$ und $SERVICEOUTPUT$ nutzen.

check_opsi -H configserver.domain.local -P 4447 -u monitoring -p monitoring123 -t checkPluginOnClient --plugin "C:\\opsi.org\\nagiosplugincol\\check_win_disk.exe C:" -c client.domain.local -s $SERVICESTATEID$ -o  $SERVICEOUTPUT$

20.5. opsi Monitoring Konfiguration

Dieses Kapitel widmet sich der Konfiguration der Schnittstelle von opsi und dem Nagios-Server. Die Konfigurationen in diesem Kapitel, besonders die auf dem Nagios-Server, sollen als Empfehlungen gelten, sind aber nicht die einzigen Lösungen. Hier wird nur die Konfiguration mit einem Nagios-Server beschrieben. Mit einem Icinga-Server sollte, mit Ausnahme von ein paar Pfaden, die Konfiguration ziemlich genauso funktionieren. Andere Derivate auf Nagios Basis sollten funktionieren, wurden aber nicht getestet.

Tipp

Die Konfigurationsdateien aus diesem Kapitel sind Bestandteil des opsi-nagios-connector-utils svn-Repository. Um die Beispiel-Konfigurationsdateien direkt zu beziehen können Sie auf dieses Repository per Browser zugreifen:

https://svn.opsi.org/listing.php?repname=opsi-nagios-connector-utils

oder direkt per svn ein Checkout ausführen:

svn co https://svn.opsi.org/opsi-nagios-connector-utils

opsi Monitoring User

In der Regel wird im Monitoring-Bereich viel mit IP-Freischaltungen als Sicherheit gearbeitet. Da aber dieser Mechanismus nicht wirklich einen Schutz bietet, wurde beim opsi-Nagios-Connector darauf verzichtet. Aus diesem Grund wird das Ganze per Benutzer und Passwort geschützt. Diesen User als opsi-admin einzurichten, würde aber auch hier zu viele Rechte freischalten, da dieser User nur für diese Schnittstelle von Nöten ist und auch die Benutzbarkeit auf diesen Bereich eingeschränkt werden soll, wird der User nur intern in opsi eingerichtet. Folgender Befehl legt den User an:

opsi-admin -d method user_setCredentials monitoring monitoring123

Dieser Befehl legt den User: monitoring mit dem Passwort monitoring123 an. Der User wird in der /etc/opsi/passwd angelegt und ist auch kein User, mit dem man sich an der Shell anmelden könnte.

Bei einer Multi-Depot Umgebung muss man diesen User nur auf dem Configserver erzeugen.

Beim Nagios-Server kann man dieses Passwort vor den CGI-Skripten maskieren, indem man einen Eintrag in der /etc/nagios3/resource.cfg vornimmt. Dieser sieht zum Beispiel so aus:

$USER2$=monitoring
$USER3$=monitoring123

Die Zahl hinter $USER kann variieren. Wenn diese Datei vorher nicht genutzt wurde, sollte in der Regel nur das $USER1$ belegt sein. Diese Konfiguration dient als Grundlage für die weiteren Konfigurationen.

opsi Nagios-Connector Konfigurationsverzeichnis

Aus Gründen der Übersichtlichkeit empfiehlt es sich für die Konfigurationsdateien des opsi-Nagios-Connectors ein eigenes Verzeichnis anzulegen. Erzeugen Sie dazu unterhalb von: /etc/nagios3/conf.d ein Verzeichnis opsi. Dies macht die Konfiguration später übersichtlicher, da alle Konfigurationen, die den opsi-Nagios-Connector betreffen, gebündelt auf dem Server abgelegt sind.

Zu den Konfigurationsdateien in diesem Verzeichnis gehören:

  • Nagios Template: opsitemplates.cfg
  • Hostgroups: opsihostgroups.cfg
  • Server Hosts: <full name of the server>.cfg
  • Kommandos: opsicheckcommands.cfg
  • Kontakte: opsicontacts.cfg
  • Services: opsiservices.cfg

Um die Übersichtlichkeit noch weiter zu erhöhen sollten Sie unterhalb von /etc/nagios3/conf.d/opsi noch ein Verzeichnis clients anlegen, dass im Weiteren dazu dient, die Konfigurationsdateien für die Clients aufzunehmen.

Nagios Template: opsitemplates.cfg

Es gibt diverse Templates für diverse Objekte im Nagios. Dies ist eine Standard-Nagios Funktionalität, die hier nicht näher beschrieben wird. Diese Funktionalität kann man sich für opsi zu nutze machen, um sich später bei der Konfiguration die Arbeit zu vereinfachen.

Da die meisten Checks auf dem Configserver ausgeführt werden, sollte man sich als erstes ein Template für die opsi-Server und ein Template für die opsi-Clients schreiben. Da es in einer Multi-Depot Umgebung nur einen Configserver geben kann, kann man direkt diesen ins Template übernehmen. Dies erreicht man am einfachsten über eine Custom-Variable. Diese erkennt man daran, dass sie mit einem _ beginnen. Es wird in das Template für den opsi-Server und die opsi-Clients folgendes zusätzlich eingetragen:

_configserver           configserver.domain.local
_configserverurl        4447

Auf diese beiden custom Variablen kann man später einfach mit dem Nagios-Makro: $_HOSTCONFIGSERVER$ und $_HOSTCONFIGSERVERPORT$, verweisen. HOST muss vorher angegeben werden, da diese Custom-Variablen in einer Hostdefinition vorgenommen wurden. Weitere Informationen zu Custom-Variablen entnehmen Sie bitte der Nagios-Dokumentation. Da diese beiden Konfigurationen im Template vorgenommen werden müssen, gelten sie für jede Hostdefinition, die später von diesen Templates erben. Aber dazu später mehr.

Um nun die Templates anzulegen, sollte man unterhalb von: /etc/nagios3/conf.d als erstes ein Verzeichnis opsi erstellen. Dies macht die Konfiguration später übersichtlicher, da alle Konfigurationen, die den opsi-Nagios-Connector betreffen, gebündelt auf dem Server abgelegt sind. In diesem Verzeichnis erstellt man die Datei und benennt sie direkt so, dass man später erkennt, was genau hier konfiguriert werden soll: opsitemplates.cfg.

In dieser Datei können verschiedene Templates definiert werden. Die Templatedefinition richtet sich dabei nach folgendem Muster, bei dem zur besseren Verständlichkeit die Kommentare zu den einzelnen Einstellungen nicht gelöscht wurden:

define host{
        name                    opsihost-tmp    ; The name of this host template
        notifications_enabled           1       ; Host notifications are enabled
        event_handler_enabled           1       ; Host event handler is enabled
        flap_detection_enabled          1       ; Flap detection is enabled
        failure_prediction_enabled      1       ; Failure prediction is enabled
        process_perf_data               0       ; Process performance data
        retain_status_information       1       ; Retain status information across program restarts
        retain_nonstatus_information    1       ; Retain non-status information across program restarts
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins
        register                        0       ; DONT REGISTER THIS DEFINITION - ITS NOT A REAL HOST, JUST A TEMPLATE!
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }
  • Optional kann durch die Option icon_image ein Image gesetzt werden, dieser muss relativ zum Pfad: /usr/share/nagios3/htdocs/images/logos/ angegeben werden.
  • Optional kann auch eine eigene contact_group angegeben werden, die allerdings als Contact-Object z.B. in der opsicontacts.cfg angelegt sein muss.

Wir empfehlen Templates für folgende Objekte anzulegen:

  • opsi server
  • opsi client
  • opsi service
  • sowie 2 templates für pnp4nagios (host-pnp / srv-pnp)

Zunächst das Beispiel des opsi-Server-Templates:

define host{
        name                            opsi-server-tmpl
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                check_command                   check-host-alive
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        _configserver                   configserver.domain.local
        _configserverport               4447
        register                        0
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }

Hier muss natürlich noch configserver.domain.local an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Auch die contact_groups bedürfen evtl. der Anpassung.

Als nächster Teil der Datei opsitemplates.cfg das Template für die Clients:

define host{
        name                            opsi-client-tmpl
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                max_check_attempts              10
                notification_interval           0
                notification_period             24x7
                notification_options            d,u,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        _configserver                   configserver.domain.local
        _configserverport               4447
        register                        0
        icon_image                      opsi/opsi-client.png
        }

Da die Clients in der Regel nicht durchlaufen, sollte die Option: "check command check-host-alive" nicht gesetzt werden. Somit werden die Clients als Pending angezeigt und nicht als Offline.

Hier muss natürlich noch configserver.domain.local an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Auch die contact_groups bedürfen evtl. der Anpassung.

Als nächster Teil der Datei opsitemplates.cfg das Template für die opsi-services:

define service{
        name                            opsi-service-tmpl
        active_checks_enabled           1
        passive_checks_enabled          1
        parallelize_check               1
        obsess_over_service             1
        check_freshness                 0
        notifications_enabled           1
        event_handler_enabled           1
        flap_detection_enabled          1
        failure_prediction_enabled      1
        process_perf_data               1
        retain_status_information       1
        retain_nonstatus_information    1
                notification_interval           0
                is_volatile                     0
                check_period                    24x7
                normal_check_interval           5
                retry_check_interval            1
                max_check_attempts              4
                notification_period             24x7
                notification_options            w,u,c,r
                contact_groups                  admins,opsiadmins
        register                        0
        }

Wenn pnp4nagios für die grafische Darstellung der Performancedaten für den opsi-Webservice eingesetzt werden, sollten noch die folgenden zwei Objekte als Template in der Datei opsitemplates.cfg angelegt werden:

define host {
   name       host-pnp
   action_url /pnp4nagios/index.php/graph?host=$HOSTNAME$&srv=_HOST_
   register   0
}

define service {
   name       srv-pnp
   action_url /pnp4nagios/index.php/graph?host=$HOSTNAME$&srv=$SERVICEDESC$
   register   0
}

opsi Hostgroup: opsihostgroups.cfg

Als nächstes sollten folgende Hostgruppen erstellt werden. Dies dient zum einen der besseren Übersicht auf der Weboberfläche und hilft beim Konfigurieren der Services. Dafür sollte eine Datei Namens opsihostgroups.cfg mit folgendem Inhalt erstellt werden:

define hostgroup {
        hostgroup_name  opsi-clients
        alias           OPSI-Clients
}

define hostgroup {
        hostgroup_name  opsi-server
        alias           OPSI-Server
        members         configserver.domain.local, depotserver.domain.local
}

opsi Server: <full name of the server>.cfg

Als nächstes sollten die opsi-Server konfiguriert werden. Dies kann jeweils in einer eigenen Datei wie zum Beispiel configserver.domain.local.cfg oder eine Datei mit allen opsi-Hosts wie opsihost.cfg erfolgen. Der Inhalt sollte für opsi-Server folgendermaßen aussehen:

define host{
        use                             opsi-server-tmpl
        host_name               configserver.domain.local
        hostgroups              opsi-server
        alias                           opsi Configserver
        address                 configserver.domain.local
        }

define host{
        use                             opsi-server-tmpl
        host_name               depotserver.domain.local
        hostgroups              opsi-server
        alias                           opsi Depotserver
        address                 depotserver.domain.local
        }

Folgende Erläuterungen zu den Werten: * use bezeichnet, welches Template benutzt wird. * hostgroups gibt an, welcher Hostgruppe der Server angehört.

opsi Clients: clients/<full name of the client>.cfg

Die opsi-Clients sollten mindestens folgendermaßen definiert werden:

define host{
        use                             opsi-client-tmpl
        host_name               client.domain.local
        hostgroups              opsi-clients
        alias                           opsi client
        address                 client.domain.local
        _depotid                        depotserver.domain.local
        }

Die Clientkonfiguration bedient sich einer Sonderfunktion von Nagios. Die Option _depotid ist eine sogenannte benutzerdefinierte Variable, die als Makro $_HOSTDEPOTID$ benutzt werden kann. Die Verwendung ist optional und wird verwendet, wenn die Ausführung eines direkten Checks nicht vom config server, sondern vom hier definierten Depotserver aus startet.

Um die Erstellung von vielen Client Konfigurationsdateien zu vereinfachen, können diese auf dem opsi-Config-Server mit folgendem Skript erstellt werden.

#!/usr/bin/env python

from OPSI.Backend.BackendManager import *

template = '''
define host {
        use             opsi-client-tmpl
        host_name       %hostId%
        hostgroups      opsi-clients
        alias           %hostId%
        address         %hostId%
        }
'''

backend = BackendManager(
             dispatchConfigFile = u'/etc/opsi/backendManager/dispatch.conf',
             backendConfigDir   = u'/etc/opsi/backends',
             extensionConfigDir = u'/etc/opsi/backendManager/extend.d',
                        )


hosts = backend.host_getObjects(type="OpsiClient")

for host in hosts:
        filename = "%s.cfg" % host.id
        entry = template.replace("%hostId%",host.id)
        f = open(filename, 'w')
        f.write(entry)
        f.close()

opsi Check-Kommandos Konfiguration: opsicommands.cfg

Die oben beschriebenen Check-Kommandos müssen nun mit den bisherigen Kommandos konfiguriert werden. Dafür sollte eine Datei mit dem Namen opsicommands.cfg erstellt werden. Hier wird eine Bespielkonfiguration angegeben; je nach dem welche Funktionen Sie auf welche Weise verwenden wollen, müssen Sie diese Einstellungen nach eigenem Ermessen modifizieren.

Als erstes wird der Aufbau anhand eines Beispiels erläutert:

define command{
        command_name    check_opsi_clientstatus
        command_line            $USER1$/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkClientStatus -c $HOSTADDRESS$
        }

Der command_name dient zur Referenzierung der weiteren Konfiguration. In der Option command_line werden die Konfigurationen und das Check-Kommando als erstes vereint.

Nach diesem Prinzip baut man nun die ganze Datei opsicommands.cfg auf:

define command {
        command_name    check_opsiwebservice
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $HOSTADDRESS$ -P 4447 -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkOpsiWebservice
}
define command {
        command_name    check_opsidiskusage
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $HOSTADDRESS$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkOpsiDiskUsage
}
define command {
        command_name    check_opsiclientstatus
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkClientStatus -c $HOSTADDRESS$
}
define command {
        command_name    check_opsiproductstatus
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkProductStatus -e $ARG1$ -d $HOSTADDRESS$ -v
}
define command {
        command_name    check_opsiproductStatus_withGroups
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkProductStatus -g $ARG1$ -G $ARG2$ -d "all"
}
define command {
        command_name    check_opsiproductStatus_withGroups_long
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkProductStatus -g $ARG1$ -G $ARG2$ -v -d "all"
}
define command {
        command_name    check_opsidepotsync
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkDepotSyncStatus -d $ARG1$
}
define command {
        command_name    check_opsidepotsync_long
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkDepotSyncStatus -d $ARG1$ -v
}
define command {
        command_name    check_opsidepotsync_strict
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkDepotSyncStatus -d $ARG1$ --strict
}
define command {
        command_name    check_opsidepotsync_strict_long
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkDepotSyncStatus -d $ARG1$ --strict -v
}
define command {
        command_name    check_opsipluginon_client
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkPluginOnClient -c $HOSTADDRESS$ --plugin $ARG1$
}
define command {
        command_name    check_opsipluginon_client_with_states
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTCONFIGSERVER$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkPluginOnClient -c $HOSTADDRESS$ --plugin $ARG1$ -s $SERVICESTATEID$ -o "$SERVICEOUTPUT$"
}
define command {
        command_name    check_opsipluginon_client_from_depot
        command_line    /usr/lib/nagios/plugins/check_opsi -H $_HOSTDEPOTID$ -P $_HOSTCONFIGSERVERPORT$ -u $USER2$ -p $USER3$ -t checkPluginOnClient -c $HOSTADDRESS$ --plugin $ARG1$
}

Kontakte: opsicontacts.cfg

define contact{
        contact_name                    adminuser
        alias                           Opsi
        service_notification_period     24x7
        host_notification_period        24x7
        service_notification_options    w,u,c,r
        host_notification_options       d,r
        service_notification_commands   notify-service-by-email
        host_notification_commands      notify-host-by-email
        email                           root@localhost
        }
define contactgroup{
        contactgroup_name       opsiadmins
        alias                   Opsi Administrators
        members                 adminuser
        }

Hier müssen Sie natürlich adminuser in einen bzw. mehrere reale User abändern.

Services: opsiservices.cfg

In der Konfiguration der Services wird nun endlich angegeben, was der Nagios-Server monitoren und anzeigen soll. Dabei wird nun auf die bisher definierten Templates, commands und hostgroups bzw. hosts zugegriffen.

Zunächst der Teil der Services, die die tatsächlichen Zustände der Server betreffen. Hierbei wird beim Check auf den Depotsync gegen alle bekannten Services (all) geprüft.

#OPSI-Services
define service{
        use                             opsi-service-tmpl,srv-pnp
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-webservice
        check_command                   check_opsiwebservice
        check_interval                  1
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-diskusage
        check_command                   check_opsidiskusage
        check_interval                  1
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-depotsyncstatus-longoutput
        check_command                   check_opsidepotsync_long!all
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-depotsyncstatus-strict-longoutput
        check_command                   check_opsidepotsync_strict_long!all
        check_interval                  10
        }

Nun der Teil der das Softwarerollout überwacht. Dabei wird in einem Check auf das opsi-Produkt opsi-client-agent verwiesen und zwei andere Checks verwenden hier eine opsi-Produktgruppe opsiessentials sowie eine opsi-Clientgruppe productiveclients.

define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-clients
        service_description             opsi-clientstatus
        check_command                   check_opsiclientstatus
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-productstatus-opsiclientagent
        check_command                   check_opsiproductstatus!opsi-client-agent
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-productstatus-opsiessentials-group
        check_command                   check_opsiproductStatus_withGroups!opsiessentials!productiveclients
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        hostgroup_name                  opsi-server
        service_description             opsi-productstatus-opsiessentials-group-longoutput
        check_command                   check_opsiproductStatus_withGroups_long!opsiessentials!productiveclients
        check_interval                  10
        }

Im dritten und letzten Teil werden die direkten Checks für die Clients definiert. Diese Checks richten sich in diesem Beispiel nicht an hostgroups, sondern einzelne hosts (client.domain.local,depotclient.domain.local).

  • opsi-direct-checkpluginonclient
    Liefert einen normalen direkten Check vom Client und ein unknown, wenn der Client ausgeschaltet ist. Dabei wird versucht den Client direkt vom Configserver aus zu erreichen.
  • opsi-direct-checkpluginonclient-with-servicestate
    verhält sich analog zu opsi-direct-checkpluginonclient doch wenn der Client ausgeschaltet ist, liefert er das letzte erfolgreiche Checkergebnis.
  • opsi-direct-checkpluginonclient-from-depot
    verhält sich analog zu opsi-direct-checkpluginonclient nur wird versucht, den Client von der, in der Client Konfiguration angegeben, _depotid zu erreichen.
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        host_name                       client.domain.local,depotclient.domain.local
        service_description             opsi-direct-checkpluginonclient
        check_command                   check_opsipluginon_client!"C:\\opsi.org\\nagiosplugins\\check_memory.exe"
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        host_name                       client.domain.local
        service_description             opsi-direct-checkpluginonclient-with-servicestate
        check_command                   check_opsipluginon_client_with_states!"C:\\opsi.org\\nagiosplugins\\check_memory.exe"
        check_interval                  10
        }
define service{
        use                             opsi-service-tmpl
        host_name                       depotclient.domain.local
        service_description             opsi-direct-checkpluginonclient-from-depot
        check_command                   check_opsipluginon_client_from_depot!"C:\\opsi.org\\nagiosplugins\\check_memory.exe"
        check_interval                  10
        }

21. opsi Installation beim Shutdown

21.1. Einführung

Standardmäßig wird die Installation von opsi Software-Paketen beim Hochfahren des Clients gestartet. Der Anwender muss dann auf die Beendigung der Software-Installationen warten, bevor er sich am Rechner anmelden kann. Von daher kann es wünschenswert sein, die Software-Installationen vorwiegend beim Runterfahren des Clients durchzuführen.

Das opsi Modul zur Installation beim Shutdown stellt genau diese Funktionalität zur Verfügung. Individuell für bestimmte Clients kann die Installation beim Shutdown aktiviert werden.

21.2. Vorbedingungen für die Installation beim Shutdown

Das Modul Installation beim Shutdown kann auf Clients ab Windows XP eingesetzt werden. Die erforderliche Grundfunktionalität ist Bestandteil des Paketes opsi-client-agent. Da das Modul sich derzeit noch in der Kofinanzierungsphase befindet, ist zur Freischaltung eine entsprechende modules-Datei erforderlich. Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“ sowie unter dem Link kofinanzierte opsi Erweiterungen.

Das Paket opsi-client-agent muss mindestens die Version 4.0.2.3-2 haben mit einem opsiclientd mindestens der Version 4.0.75.

Einschränkungen und Besonderheiten bestehen in folgendem Zusammenhang:

  • WAN-Erweiterung: das On-Shutdown-Modul ist derzeit nur auf Clients anwendbar, die nicht mit der WAN-Erweiterung betrieben werden. Bei der WAN-Erweiterung ist teilweise die lokale und nicht die serverseitige Konfiguration relevant, dies kollidiert mit der Zustandssteuerung für die Installation beim Shutdown.
  • Group Policies: da ein Teil des Mechanismusses für die Installation beim Shutdown auf Shutdown-Skripten per Local Group Policy beruht, werden diese Einstellungen eventuell durch übergeordnete Group Policies überschrieben. In diesem Fall sollten die notwendigen Einstellungen in die übergeordneten Group-Policies aufgenommen werden. Siehe hierzu „Durchführung per Shutdown-Skript“.
  • Windows Home-Edition: Windows Home enthält nicht die erforderlichen Group Policy Shutdown-Skript-Mechanismen. Von daher kann die On-Shutdown-Installation auf Windows-Home-Edition nicht eingesetzt werden.
  • Windows 2000: Auf Windows 2000 beträgt die maximale Wartezeit für Shutdown-Skripte 10 Minuten, danach wird die Installation durch Windows automatisch abgebrochen. Aus diesem Grund ist das Modul nicht auf Windows 2000 Clients einsetzbar.

21.3. Inbetriebnahme der Installation beim Shutdown

Da die Grundfunktionalität für die Installation beim Shutdown bereits im aktuellen opsi-client-agent-Paket enthalten ist, muss zur Freischaltung und Inbetriebnahme lediglich eine gültige modules-Datei erworben und auf den Server gelegt werden.

Dann kann für geeignete Clients (siehe Abschnitt 21.2, „Vorbedingungen für die Installation beim Shutdown“) der Produktschalter on_shutdown_install des Paketes opsi-client-agent auf on und der opsi-client-agent für diese Clients auf setup gesetzt werden.

Weitere Einstellungen sind im Normalfall nicht notwendig.

Die Installation beim Shutdown wird zusätzlich zur Installation beim Hochfahren ausgeführt. Dies ist im Normalfall sinnvoll, da somit auch Rechner, die längere Zeit ausgeschaltet waren (z.B. nach Urlaub des Anwenders), vor der Benutzung die neuesten Security-Updates bekommen. Falls gewünscht, kann die Installation beim Hochfahren abgeschaltet werden, siehe „Spezielle Konfiguration der Installation bei Shutdown“. Angefangene Installationen werden aber auf jeden Fall beim Hochfahren des Rechners fortgesetzt.

  • Windows unterscheidet beim Herunterfahren systemtechnisch nicht zwischen einem Shutdown und einem Reboot. Die Installation beim Shutdown wird also sowohl beim Shutdown, als auch beim Reboot ausgeführt und es ist nicht möglich, diese beiden Fälle bei der Ausführung zu unterscheiden. Wurde der Rechner nicht als Reboot, sondern als Shutdown heruntergefahren, lässt Windows keine Umwandlung des Shutdown in einen Reboot zu. Falls einzelne Software-Pakete eine mehrphasige Installation mit Reboot benötigen, wird die Installation erst beim nächsten Start des Clients fortgesetzt.

21.4. Technisches Konzept

Die folgenden Erläuterungen dienen dem besseren Verständnis der technischen Zusammenhänge für spezielle Konfigurationsvarianten sowie der Untersuchung im Fehlerfall. Im Normalfall werden alle erforderlichen Einstellungen vom Paket opsi-client-agent durchgeführt.

Überblick

Die Installation beim Shutdown basiert auf dem Zusammenspiel verschiedener System-Komponenten. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Nutzung des Windows Shutdown-Skript-Mechanismus per Local Group Policy. Shutdown-Skripte ermöglichen die Durchführung von Tasks genau zu dem Zeitpunkt des Shutdown-Vorgangs, an dem der Benutzer bereits abgemeldet ist und alle Benutzer-Tasks beendet sind, aber noch alle Systemdienste laufen.

Per Shutdown-Skript wird ein opsi-Task ausgeführt, der über den opsi Systemdienst opsiclientd eine Installation anstößt und auf deren Beendigung wartet. Erst dann wird das System ganz runter gefahren. Systemtechnisch wird hier nicht zwischen einem Shutdown und einem Reboot unterschieden, so dass die Installation auch bei einem Reboot ausgelöst wird.

Der opsi-Client-Systemdienst opsiclientd ist für die Aktionsart on_shutdown konfiguriert, die die Installation handhabt. Falls für die Installation Reboots benötigt werden, ist die precondition installation_pending für die korrekte Steuerung des Ablaufs zuständig. Falls während der Installation im Shutdown ein Reboot benötigt wird, führt die Precondition installation_pending (unabhängig davon, ob gui_startup aktiviert ist oder nicht) zu einer direkten Fortführung der Installation beim nächsten Hochfahren des Systems, gegebenenfalls auch mit weiteren Reboots. Im Zustand installation_pending wird bei eventuell erforderlichen weiteren Reboots keine Installation beim Shutdown ausgeführt, da ansonsten zwischen der Installation beim Hochfahren und der Installation beim Runterfahren kein Reboot liegen würde. D.h. es wird bis zum Abschluss der aktuellen Installation beim Hochfahren des Systems weiter installiert, aber nicht beim Shutdown, da sonst kein Reboot zwischen den einzelnen Installationsphasen liegen würde.

Im Folgenden werden die beiden Komponenten im Detail beschrieben.

Durchführung per Shutdown-Skript

Über entsprechende Registry-Einträge wird per Local Group Policy beim Herunterfahren des Systems ein Shutdown-Skript ausgeführt, das die Installation anstößt. Die Registry-Einträge entsprechen den Einstellungen, wie sie auch mit dem Group Policy-Editor gpedit.msc erzeugt werden können.

Dies erzeugt per Group Policy-Editor den Eintrag eines Shutdown-Skriptes:

  • Richtlinien für Lokaler Computer
  • Computerkonfiguration
  • Windows-Einstellungen
  • Skripts (Start/Herunterfahren)
  • Herunterfahren
  • Skripts - Hinzufügen - Durchsuchen
  • C:\Programme\opsi.org\opsi-client-agent\on_shutdown\doinstall32.cmd (bzw. doinstall64.cmd für 64Bit-Systeme)

Damit das System mit dem Shutdown wartet, bis die Installation vollständig abgeschlossen ist, wird die Wartezeit für Shutdown-Skripte auf unendlich gesetzt (0 Sekunden):

  • Richtlinien für Lokaler Computer
  • Computerkonfiguration
  • Administrative Vorlagen
  • System - Skripts
  • Maximale Wartezeit für Gruppenrichtlinienskripts
  • Einstellung - Aktiviert - Sekunden: 0

Das eingetragene Shutdown-Skript doinstall32.cmd bzw. doinstall64.cmd wechselt das Arbeitsverzeichnis und löst das on_shutdown-Event aus:

echo Start opsi product installation ...
cd "%ProgramFiles%\opsi.org\opsi-client-agent"
opsiclientd_shutdown_starter.exe on_shutdown

bzw. für 64Bit-Systeme:

echo Start opsi product installation ...
cd "%ProgramFiles(x86)%\opsi.org\opsi-client-agent"
opsiclientd_shutdown_starter.exe on_shutdown

Der opsiclientd_shutdown_starter wartet auf die Beendigung der Installation, so dass der System Shutdown so lange aufgehalten wird.

Registry-Einträge für die Ausführung des Shutdown-Skripts

Diese Registry-Einträge werden über das Setup des opsi-client-agent Paketes gesetzt und führen zur Ausführung des angegebenen Shutdown-Skriptes auf WinXP / 32Bit. Für 64Bit-Systeme ist der Skriptname doinstall64.cmd (statt doinstall32.cmd).

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\State\Machine\Scripts\Shutdown\0]
"GPO-ID"="LocalGPO"
"SOM-ID"="Local"
"FileSysPath"="C:\\WINDOWS\\System32\\GroupPolicy\\Machine"
"DisplayName"="opsi shutdown install policy"
"GPOName"="opsi shutdown install policy"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\State\Machine\Scripts\Shutdown\0\0]
"Script"="C:\\Programme\\opsi.org\\opsi-client-agent\\on_shutdown\\doinstall32.cmd"
"Parameters"=""
"ExecTime"=hex(b):00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\System\Scripts\Shutdown\0]
"GPO-ID"="LocalGPO"
"SOM-ID"="Local"
"FileSysPath"="C:\\WINDOWS\\System32\\GroupPolicy\\Machine"
"DisplayName"="opsi shutdown install policy"
"GPOName"="opsi shutdown install policy"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\System\Scripts\Shutdown\0\0]
"Script"="C:\\Programme\\opsi.org\\opsi-client-agent\\on_shutdown\\doinstall32.cmd"
"Parameters"=""
"ExecTime"=hex:00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\policies\system]
"MaxGPOScriptWait"=dword:00000000

Dies sind die entsprechenden Registry-Einträge für Win6 64Bit (Vista / Win7 / Win8):

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\State\Machine\Scripts\Shutdown\0]
"GPO-ID"="LocalGPO"
"SOM-ID"="Local"
"FileSysPath"="C:\\WINDOWS\\System32\\GroupPolicy\\Machine"
"DisplayName"="opsi shutdown install policy"
"GPOName"="opsi shutdown install policy"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\State\Machine\Scripts\Shutdown\0\0]
"Script"="C:\\Programme\\opsi.org\\opsi-client-agent\\on_shutdown\\doinstall32.cmd"
"Parameters"=""
"ExecTime"=hex(b):00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\Scripts\Shutdown\0]
"GPO-ID"="LocalGPO"
"SOM-ID"="Local"
"FileSysPath"="C:\\Windows\\System32\\GroupPolicy\\Machine"
"DisplayName"="opsi shutdown install policy"
"GPOName"="opsi shutdown install policy"
"PSScriptOrder"=dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Group Policy\Scripts\Shutdown\0\0]
"Script"="C:\\Program Files (x86)\\opsi.org\\opsi-client-agent\\on_shutdown\\doinstall64.cmd"
"Parameters"=""
"IsPowershell"=dword:00000000
"ExecTime"=hex:00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\policies\system]
"MaxGPOScriptWait"=dword:00000000

Erforderliche Konfiguration des opsiclientd

Der opsi-Client-Systemdienst opsiclientd hat für das neue Event on_shutdown zusätzliche Standard-Einträge in der Konfigurationsdatei opsiclientd.conf bekommen. Hier alle relevanten Einträge:

[event_gui_startup]
active = True

[event_gui_startup{installation_pending}]
active = True

[event_on_shutdown]
active = False

[event_on_shutdown{installation_pending}]
active = False

[precondition_installation_pending]
installation_pending = true

Die Precondition installation_pending zeigt an, ob noch eine Installation im Gange ist. Falls bei Beendigung des Skriptes immer noch der Zustand installation_pending auf true gesetzt ist, bedeutet dies, dass die aktuelle Installation einen Reboot benötigt und noch nicht abgeschlossen ist. Im Normalbetrieb ohne Installation bei Shutdown sind die Sektionen für die neue Aktion event_on_shutdown deaktiviert.

Für einen Client mit aktivierter Installation bei Shutdown ist dies die erforderliche Konfiguration:

[event_gui_startup]
active = True

[event_gui_startup{installation_pending}]
active = True

[event_on_shutdown]
active = True

[event_on_shutdown{installation_pending}]
active = False

[precondition_installation_pending]
installation_pending = true

Der einzige Unterschied ist hier also

[event_on_shutdown]
active = True.

Diese Einstellung wird über den Produktschalter on_shutdown_install des Paketes opsi-client-agent gesteuert.

Die Precondition precondition_installation_pending = true besagt, dass eine angefangene Installation noch nicht beendet ist. Dieser Zustand bleibt über einen oder mehrere Reboots hinweg so lange bestehen, bis die Installation abgeschlossen ist. Wenn die unvollständige Installation einen Reboot benötigt, wird beim nächsten Hochfahren durch die Konfiguration [event_gui_startup{installation_pending}] active = True die begonnene Installation beim Hochfahren des Systems fortgesetzt. Diese Einstellung darf nicht verändert werden, da eine angefangene Installation auf jeden Fall beendet werden muss, bevor der Benutzer sich anmelden darf.

Der Eintrag [event_on_shutdown{installation_pending}] active = False muss auch in jedem Fall auf False bleiben, da bei einer angefangenen Installation ansonsten kein Reboot wäre zwischen den Installationsphasen beim Startup und beim Shutdown.

Sobald die laufende Installation abgeschlossen ist, wird die Precondition installation_pending = false und somit auch wieder die Installation im Shutdown aktiv.

Spezielle Konfiguration der Installation bei Shutdown

Im Normalfall ist zur Inbetriebnahme der Installation bei Shutdown nur, wie in Abschnitt 21.3, „Inbetriebnahme der Installation beim Shutdown“ beschrieben, eine für dieses Modul gültige modules-Datei notwendig. Dann kann für geeignete Clients mit dem opsi-client-agent-Produktschalter on_shutdown_install die Installation beim Shutdown aktiviert werden.

Die Installation beim Hochfahren des Systems bleibt standardmässig auch aktiv. Somit ist gewährleistet, dass auch ein längere Zeit ausgeschalteter Client (z.B. nach dem Urlaub des Benutzers) auf jeden Fall die neuesten Versionsstände bekommt, bevor der Benutzer sich anmelden kann.

Sollte dies nicht erwünscht sein, kann die Installation beim Hochfahren deaktiviert werden. Da die Konfiguration des opsi-client-agents auch zentral über den Webservice erfolgen kann (siehe: „Konfiguration über den Webservice (Host-Parameter)“), ist zu empfehlen, dass folgender Host-Parameter angelegt wird:

  • opsiclientd.event_gui_startup.active (boolean, default: true)

Über diesen Host-Parameter kann dann das gui_startup-Event Client-spezifisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Host-Parameter können über den opsi-configed oder opsi-admin angelegt werden.

Zum Anlegen des Host-Parameter über opsi-admin ist der folgende Befehl auf dem opsi-configserver auszuführen:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_gui_startup.active "gui_startup active" true

Der Standard-Wert true entspricht hierbei dem Wert in der mitgelieferten opsiclientd.conf.

Wenn für einen Install_on_shutdown-Client die Installation im Startup deaktiviert werden soll, wird der entsprechende Host-Parameter wie folgt konfiguriert:

  • opsiclientd.event_gui_startup.active: false

Dies sollte aber nur in begründeten Ausnahmefällen geschehen. Die Einstellungen mit der Zusatzbedingung installation_pending sollten unter keinen Umständen geändert werden, es müssen hier immer die default-Werte verwendet werden, um eine korrekte Steuerung des Ablaufs zu gewährleisten.

Zum Setzen des Host-Parameter über opsi-admin ist der folgende Befehl auf dem opsi-configserver auszuführen (im Beispiel für einen Client mit der opsi-host-Id myclient.domain.de):

opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_gui_startup.active myclient.domain.de false

Diese Konfiguration hat zur Folge, dass beim Start des Rechners kein Verbindungsaufbau zum opsi-configserver und somit keine Installation stattfindet. Ausser bei einer angefangenen Installation, die durch die Zusatzbedingung installation_pending angezeigt wird. In diesem Fall wird durch die Einstellung event_gui_startup{installation_pending} beim Systemstart die angefangene Installation weiter fortgesetzt. Wenn ein weiterer Reboot erforderlich ist, wird durch die Einstellung event_on_shutdown{installation_pending} (die ebenfalls nicht verändert werden darf) verhindert, dass zusätzlich auch beim Shutdown die Installation weitergeführt wird. Ansonsten wäre kein System-Neustart zwischen den einzelnen Installationsphasen.

Lokale Logdatei für den Fehlerfall

Beim Install-On-Shutdown wird eine lokale Logdatei angelegt:

  • C:\opsi.org\tmp\doinstall.log

mit normalerweise folgendem Inhalt:

doinstall32.cmd started
Aktuelles Datum: 29.01.2013
Geben Sie das neue Datum ein: (TT-MM-JJ) Backend connected.
modules: passed first checkpoint.
Modules file signature verified (customer: my company)
Check completed.
Event fired
Task completed.

Diese Logdatei wird jedes Mal neu erzeugt und kann im Fehlerfall überprüft werden.

22. opsi Feature SilentInstall

Das SilentInstall-Feature bietet opsi-Administratoren die Möglichkeit, Software bei Anwendern zu installieren, ohne dass diese bei Ihrer Arbeit gestört werden. Die folgende Dokumentation beschreibt die Besonderheiten dieser Erweiterung und bietet einen Leitfaden zur Konfiguration der neuen Installationsmethode.

22.1. Vorbedingungen für die Silent Installation

Um dieses Feature benutzten zu können, braucht man opsi mindestens in der Version 4.0.3. Hauptsächlich wird der opsi-client-agent ab Version 4.0.3.1 benötigt.

22.2. Überblick über das SilentInstall-Feature

Die SilentInstall Methode bietet die Möglichkeit eine festgelegte Liste von Produkten zu installieren ohne dass der Anwender seine Arbeit unterbrechen muss. Der große Unterschied zur Installation per onDemand-Event (push Installation) besteht darin, dass bei dieser Installationsmethode nichts angezeigt wird.

Alle Ausgaben werden unterdrückt und auf keinem Desktop angezeigt. Diese Art der Installation birgt natürlich auch Gefahren. Bei einem Problem wie z.B. ein Syntaxfehler im opsi-winst Skript, hat man keine Möglichkeit Einfluss auf den Zustand zu nehmen. Der Grund dafür liegt daran, dass eventuell auftauchende Dialogfenster nicht angezeigt werden. Die Folge in diesem Fall wäre, dass der opsi-winst nicht beendet wird und damit das Event nicht zum Abschluss kommen kann und eventuell auftretende Events blockiert. Um diesen "Worstcase" zu vermeiden, wird die maximale Installationszeit in Form einer Timeout-Einstellung festgelegt. Dieser Wert muss eventuell angepasst werden, wenn im Vorfeld klar ist, dass die Installation definitiv länger dauert. Näheres dazu wird im Konfigurationsabschnitt dieser Dokumentation beschrieben.

Eine weitere und sehr wichtige Besonderheit dieses Feature ist die fest vorgegebene Liste der Produkte. Es wird zwar Kontakt zum Service hergestellt, aber anders als üblich werden die ActionRequests vom Service ignoriert. Die zu installierende Software wird über eine Konfiguration im opsi-client-agent fest vorgegeben. Diese Produkte werden abgearbeitet und müssen dafür nicht extra auf setup gestellt werden. Es wird immer "setup" ausgeführt. Wie in diesem Fall üblich wird nach dem setup-Skript das update-Skript ausgeführt, sofern eines hinterlegt wurde. Abhängigkeiten werden nicht aufgelöst. Entweder man sollte komplett auf Pakete mit Abhängigkeiten in diesem Modus verzichten oder man muss dafür sorgen, dass die Produkte inklusive der Abhängigkeiten mit in die Bearbeitungsliste konfiguriert werden sollten. Abschliessend wird der Installationstatus und die Installationslogs zum Service übertragen.

Zusammenfassend wird empfohlen für diesen Modus nur Produkte auszuwählen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • kleine Pakete oder Installationen
  • wenig Last produzieren: Einige Softwareinstallation, unter anderem auch viele MSI Installationen belegen die kompletten Ressourcen des Clients. Somit kann es passieren, dass der Client des Anwenders nicht mehr oder zeitweise sehr träge reagiert.
  • in einer festgelegten Zeit installierbar sein: Das Event dieser Erweiterung ist in der Standardkonfiguration mit einem Timeout von 300 Sekunden angelegt. Sollte die Installation in dieser Zeit nicht abgeschlossen sein, wird der opsi-winst-Prozess beendet, damit das Event abgeschlossen werden kann.
  • Software die einen Reboot bei der Installation benötigt sollte vermieden werden. In der Standardkonfiguration ist dieses Event so konfiguriert, dass angeforderte Reboots nicht ausgeführt werden. Ohne diese Absicherung würde der opsi-client-agent ohne Vorwarnung den Client Rebooten. Sollte ein Anwender angemeldet sein, droht Datenverlust. Die Folge daraus könnte sein, dass man eventuell Software im Hintergrund installiert, die in diesem Zustand nicht funktioniert.

In der Standardkonfiguration wird mit diesem Modus swaudit und hwaudit über diese Methode installiert. Die Inventarisierungsprodukte von opsi erfüllen alle oben genannte Kriterien und eignen sich deshalb für diesen Modus. Mit der Standardkonfiguration wird die opsi Hard- und Software-Inventarisierung auf Wunsch ausgeführt, ohne dass die Pakete erst im opsi-configed auf setup gestellt werden müssen. Mit dieser Methode kann man bei Bedarf die Informationen in Echtzeit beschaffen. Denkbar wären auch Konfigurationsprodukte, die zum Beispiel Reparaturarbeiten erledigen oder dafür sorgen, dass ein festgelegter Sollzustand der Clienteinstellungen regelmäßig wiederherstellt wird.

22.3. Auslösen der Silent Installation

Dieses Event wird nicht von alleine ausgelöst wie andere Events. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten dieses Event zu aktivieren.

Die erste Möglichkeit wäre das Event über den opsi-Webservice auszulösen, wie z.B.:

opsi-admin -d method hostControl_fireEvent silent_install client.domain.local

Dies ermöglicht es auch, diese Schritte in eigenen Skripten unterzubringen. Mit diesen Skripten kann man dieses Feature steuern und z.B.: mit einem at-Job kombinieren, um die Auslösung des Events zu planen.

Als Alternative dazu kann das Event über ein Timer-Event nach einem festgelegten Intervall gestartet werden. In der Standardkonfiguration ist diesem Event ein Intervall von 6 Stunden vorgegeben. Dieser Wert geht davon aus, dass ein Arbeitsplatz-Client im Durchschnitt 8 Stunden eingeschaltet ist. Mit dieser Annahme würde dieses Event jeden Arbeitstag aber nur einmal am Tag ausgeführt werden. Näheres zu der Konfiguration und Aktivierung dieses Events wird im Konfigurationsabschnitt erläutert.

22.4. Konfigurationen des opsi-Feature: SilentInstall

Im folgenden werden die Standardkonfiguration dieses Features erläutert. Als erstes gibt es folgendes Event in der standard opsiclientd.conf. Das Listing zeigt nur die wichtigen Optionen:

Standard Event SilentInstall:

[event_silent_install]
process_shutdown_requests = false
action_processor_productIds = swaudit,hwaudit
action_processor_command = %action_processor.command% /productlist %action_processor_productIds% /silent
action_processor_desktop = winlogon
action_processor_timeout = 300
  • action_processor_productIds

    • Diese Option ist eine der wichtigen Neuerungen für die Eventsteuerung. Mit dieser Option kann man allen Events, die Produktaktionen ausführen eine Liste von Produkten übergeben. Die Konfiguration für diese Option muss als kommaseparierte Liste angegeben werden.
  • process_shutdown_request = false

    • Sorgt dafür, dass ein Reboot, welches vom opsi-winst angefordert wurde, nicht ausgeführt wird.
  • action_processor_command

    • Hier wird der Aufruf vom opsi-winst vorbereitet.
  • action_processor_desktop

    • In dieser Option wird beeinflusst auf welchen Desktop die Gui vom opsi-winst angezeigt werden soll.
  • action_processor_timeout

    • Hier wird der Zeitraum festgelegt, ab wann der opsi-winst-Prozess beendet wird

Das zweite Event ist das Timer Event, welches vorgesehen ist, um das Event nach einem festgelegten Intervall auszulösen:

Standard Timer Event für SilentInstall

[event_timer_silentinstall]
super = silent_install
type = timer
active = false
interval = 21600
  • super

    • Diese Option beschreibt von welchem Event dieses Timer-Event erbt. Standardmäßig wird vom Event silent_install geerbt.
  • tpye

    • Diese Option legt fest, dass diese Event-Konfiguration ein Timer-Event ist.
  • active

    • Standardmäßig ist dieses Event deaktiviert. Um es zu aktivieren muss diese Option auf true gestellt werden.
  • interval

    • Mit dieser Option wird der Intervall festgelegt. Nach Ablauf dieser Zeit wird das Event ausgelöst. Dieser Wert ist Standardmäßig auf 6 Stunden voreingestellt. Diese Zeit sollte wie alle Timerintervalle nicht zu gering gewählt werden, da ansonsten das Event ständig aktiv wird und ggf. andere Aktionen damit blockiert werden. Man sollte das Intervall aber auch nicht zu hoch setzen, da der opsi-client-agent über das gesamte Intervall durchlaufen muss, um das Event aus zu lösen. Wenn innerhalb des Intervalls der Client selbst oder der opsi-client-agent neu gestartet wird, wird dieses Event nie ausgelöst.

Es ist auch denkbar, das Event SilentInstall beim Eintreten eines Systemereignisses auszulösen. Dafür muss zu dem vorhandenen Event noch die Option wql konfiguriert werden. Wie man das genau umsetzt kann man beim event_net_connection nachschauen. Sollte die wql Option eingesetzt werden, wird empfohlen das Event mit active = false standardmäßig auszuschalten, damit dieses Event bei Bedarf aktiviert werden kann.

Um das Event wie vorgesehen per Timer zu starten, genügt es eigentlich einen Hostparameter zu setzen. Dazu muss wie gewohnt erst eine Default-Konfiguration angelegt werden. In diesem Fall reicht es aus, das entsprechende Timer-Event zu aktiveren.

Zunächst wird die Standardoption angelegt, im folgenden werden die nötigen Host-Parameter über opsi-admin angelegt. Man kann diese Konfiguration auch über den opsi-configed erledigen:

opsi-admin -d method config_createBool opsiclientd.event_timer_silentinstall.active "event_timer_silentinstall active" false

Damit ist für alle Clients dieses Event zunächst deaktiviert. Nun ist es möglich, dieses Event für einzelne Clients aktiv zu setzen:

opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_timer_silentinstall.active silentclient.domain.de true

Um die Produkte, die abgearbeitet werden sollen, zu beeinflussen, muss man folgende Einstellungen vornehmen. Wenn man zum Beispiel statt swaudit und hwaudit das Produkt firefox installieren will, sollte man wieder vorgehen wie oben beschrieben. Zunächst muss man einen Defaultwert eintragen:

opsi-admin -d method config_createUnicode opsiclientd.event_silent_install.action_processor_productIds "event_silent_install productIds" "swaudit,hwaudit"

Mit dieser Option wird für alle Clients Standardmäßig, die Produktliste für das Silent Install Event auf swaudit und hwaudit gesetzt. Um nun diese Einstellung für einen Client zu ändern kann man folgenden Befehl ausführen:

opsi-admin -d method configState_create opsiclientd.event_silent_install.action_processor_productIds client.domain.de "firefox"

Damit ist es auch möglich einem Client eine andere Liste von Produkten zur Verarbeitung zu übergeben.

23. Datenhaltung von opsi (Backends)

23.1. file-Backend

Bei Verwendung des file-Backends liegen die Konfigurationsinformationen in Ini-Dateien auf dem Server.

Wesentliche Merkmale des Backends file :

  • Aktuelles Defaultbackend von opsi
  • Die Dateien dieses Backends liegen unter /var/lib/opsi.

Inhalt und Aufbau dieser Dateien ist im Kapitel Abschnitt 24.4, „Dateien des file Backends“ näher erläutert.

23.2. ldap-Backend

Die opsi 4 Backends sind in /etc/opsi/backends/*.conf konfiguriert. Bei Verwendung des ldap-Backends müssen hier die Daten eingetragen werden, die einen Zugriff auf den LDAP ermöglichen.

Weiterhin muss konfiguriert werden für welche Methoden auf das LDAP Backend zurückgegriffen wird. Lesen Sie dazu das Kapitel Backendkonfiguration des Getting Started Handbuchs.

Unterhalb der LDAP-Basis liegt eine organizationalRole cn=opsi (z.B. cn=opsi, dc=uib, dc=local). Unterhalb von opsi finden Sie die komplette LDAP-Datenhaltung. Diese läßt sich mit einem grafischen Frontend wie dem Jxplorer (z.B. aus den opsi-adminutils) leicht erkunden.

Abbildung 86. opsi ldap backend im Jxplorer

opsi ldap backend im Jxplorer

23.3. mysql-Backend

mysql-Backend für Inventarisierungsdaten (Übersicht und Datenstruktur)

Die Daten der Hardware- und Softwareinventarisierung werden per default über das opsi file-Backend in Textdateien abgelegt. Diese Form der Ablage ist für freie Abfragen und Reports weniger geeignet. Hierfür bietet sich die Ablage der Daten in einer SQL-Datenbank an.

Wesentliche Merkmale des Backends mysql :

  • Optional (nicht das default Backend)
  • Für Inventarisierungsdaten kostenfrei, für die Nutzung für sonstige Daten benötigen Sie eine kostenpflichtige Freischaltung.
  • Fein granulierte Datenstruktur zur Datenhaltung und zusätzlich vereinfachtes Datenmodell für Abfragen.
  • Eine Historyfunktion, welche Änderungen an den Inventarisierungsdaten protokolliert.

Bedingt durch die sehr unterschiedliche Natur der zu inventarisierenden Hardwarekomponenten ist die Datenstruktur in etwa wie folgt aufgebaut:

  • Eine Tabelle host beschreibt alle bekannten Clients und stellt eine eindeutige host_id bereit.
  • Für jeden Device-Typ gibt es zwei Tabellen:

    • HARDWARE_DEVICE_ …. beschreibt das Device z.B. Netzwerkkartentyp mit PCI-Kennung
    • HARDWARE_CONFIG… beschreibt Konfiguration der konkreten Netzwerkkarte z.B. MAC-Adresse. Die beiden Tabellen sind über das Feld hardware_id miteinander verbunden.

Ähnlich sieht es für die Softwareinventarisierung aus. Auch hier beschreibt die Tabelle Software die insgesamt gefundene Software während die Tabelle Software_Config die Client spezifische Konfiguration speichert.

Daraus ergibt sich folgende Liste von Tabellen:

HARDWARE_CONFIG_1394_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_AUDIO_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_BASE_BOARD
HARDWARE_CONFIG_BIOS
HARDWARE_CONFIG_CACHE_MEMORY
HARDWARE_CONFIG_COMPUTER_SYSTEM
HARDWARE_CONFIG_DISK_PARTITION
HARDWARE_CONFIG_FLOPPY_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_FLOPPY_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_HARDDISK_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_IDE_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_KEYBOARD
HARDWARE_CONFIG_MEMORY_BANK
HARDWARE_CONFIG_MEMORY_MODULE
HARDWARE_CONFIG_MONITOR
HARDWARE_CONFIG_NETWORK_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_OPTICAL_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_PCI_DEVICE
HARDWARE_CONFIG_PCMCIA_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_POINTING_DEVICE
HARDWARE_CONFIG_PORT_CONNECTOR
HARDWARE_CONFIG_PRINTER
HARDWARE_CONFIG_PROCESSOR
HARDWARE_CONFIG_SCSI_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_SYSTEM_SLOT
HARDWARE_CONFIG_TAPE_DRIVE
HARDWARE_CONFIG_USB_CONTROLLER
HARDWARE_CONFIG_VIDEO_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_1394_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_AUDIO_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_BASE_BOARD
HARDWARE_DEVICE_BIOS
HARDWARE_DEVICE_CACHE_MEMORY
HARDWARE_DEVICE_COMPUTER_SYSTEM
HARDWARE_DEVICE_DISK_PARTITION
HARDWARE_DEVICE_FLOPPY_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_FLOPPY_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_HARDDISK_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_IDE_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_KEYBOARD
HARDWARE_DEVICE_MEMORY_BANK
HARDWARE_DEVICE_MEMORY_MODULE
HARDWARE_DEVICE_MONITOR
HARDWARE_DEVICE_NETWORK_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_OPTICAL_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_PCI_DEVICE
HARDWARE_DEVICE_PCMCIA_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_POINTING_DEVICE
HARDWARE_DEVICE_PORT_CONNECTOR
HARDWARE_DEVICE_PRINTER
HARDWARE_DEVICE_PROCESSOR
HARDWARE_DEVICE_SCSI_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_SYSTEM_SLOT
HARDWARE_DEVICE_TAPE_DRIVE
HARDWARE_DEVICE_USB_CONTROLLER
HARDWARE_DEVICE_VIDEO_CONTROLLER
HOST
SOFTWARE
SOFTWARE_CONFIG

Die Zuordnung der Spaltennamen zu einzelnen Deviceklassen ergibt sich aus folgender Liste (/etc/opsi/hwaudit/locales/de_DE):

DEVICE_ID.deviceType = Gerätetyp
DEVICE_ID.vendorId = Hersteller-ID
DEVICE_ID.deviceId = Geräte-ID
DEVICE_ID.subsystemVendorId = Subsystem-Hersteller-ID
DEVICE_ID.subsystemDeviceId = Subsystem-Geräte-ID
DEVICE_ID.revision= Revision
BASIC_INFO.name = Name
BASIC_INFO.description = Beschreibung
HARDWARE_DEVICE.vendor = Hersteller
HARDWARE_DEVICE.model = Modell
HARDWARE_DEVICE.serialNumber = Seriennummmer
COMPUTER_SYSTEM = Computer
COMPUTER_SYSTEM.systemType = Typ
COMPUTER_SYSTEM.totalPhysicalMemory = Arbeitsspeicher
BASE_BOARD = Hauptplatine
BASE_BOARD.product = Produkt
BIOS = BIOS
BIOS.version = Version
SYSTEM_SLOT = System-Steckplatz
SYSTEM_SLOT.currentUsage = Verwendung
SYSTEM_SLOT.status = Status
SYSTEM_SLOT.maxDataWidth = Max. Busbreite
PORT_CONNECTOR = Port
PORT_CONNECTOR.connectorType = Attribute
PORT_CONNECTOR.internalDesignator = Interne Bezeichnung
PORT_CONNECTOR.internalConnectorType = Interner Typ
PORT_CONNECTOR.externalDesignator = Externe Bezeichnung
PORT_CONNECTOR.externalConnectorType = Externer Typ
PROCESSOR = Prozessor
PROCESSOR.architecture = Architektur
PROCESSOR.family = Familie
PROCESSOR.currentClockSpeed = Momentane Taktung
PROCESSOR.maxClockSpeed = Maximale Taktung
PROCESSOR.extClock = Externe Taktung
PROCESSOR.processorId = Prozessor-ID
PROCESSOR.addressWidth = Adress-Bits
PROCESSOR.socketDesignation = Zugehöriger Sockel
PROCESSOR.voltage = Spannung
MEMORY_BANK = Speicher-Bank
MEMORY_BANK.location = Position
MEMORY_BANK.maxCapacity = Maximale Kapazität
MEMORY_BANK.slots = Steckplätze
MEMORY_MODULE = Speicher-Modul
MEMORY_MODULE.deviceLocator = Zugehöriger Sockel
MEMORY_MODULE.capacity = Kapazität
MEMORY_MODULE.formFactor = Bauart
MEMORY_MODULE.speed = Taktung
MEMORY_MODULE.memoryType = Speichertyp
MEMORY_MODULE.dataWidth = Datenbreite
MEMORY_MODULE.tag = Bezeichnung
CACHE_MEMORY = Zwischenspeicher
CACHE_MEMORY.installedSize = Installierte Größe
CACHE_MEMORY.maxSize = Maximale Größe
CACHE_MEMORY.location = Position
CACHE_MEMORY.level = Level
PCI_DEVICE = PCI-Gerät
PCI_DEVICE.busId = Bus-ID
NETWORK_CONTROLLER = Netzwerkkarte
NETWORK_CONTROLLER.adapterType = Adapter-Typ
NETWORK_CONTROLLER.maxSpeed = Maximale Geschwindigkeit
NETWORK_CONTROLLER.macAddress = MAC-Adresse
NETWORK_CONTROLLER.netConnectionStatus = Verbindungsstatus
NETWORK_CONTROLLER.autoSense = auto-sense
AUDIO_CONTROLLER = Audiokarte
IDE_CONTROLLER = IDE-Controller
SCSI_CONTROLLER = SCSI-Controller
FLOPPY_CONTROLLER = Floppy-Controller
USB_CONTROLLER = USB-Controller
1394_CONTROLLER = 1394-Controller
PCMCIA_CONTROLLER = PCMCIA-Controller
VIDEO_CONTROLLER = Grafikkarte
VIDEO_CONTROLLER.videoProcessor = Video-Prozessor
VIDEO_CONTROLLER.adapterRAM = Video-Speicher
DRIVE.size = Größe
FLOPPY_DRIVE = Floppylaufwerk
TAPE_DRIVE = Bandlaufwerk
HARDDISK_DRIVE = Festplatte
HARDDISK_DRIVE.cylinders = Cylinder
HARDDISK_DRIVE.heads = Heads
HARDDISK_DRIVE.sectors = Sektoren
HARDDISK_DRIVE.partitions = Partitionen
DISK_PARTITION = Partition
DISK_PARTITION.size = Größe
DISK_PARTITION.startingOffset = Start-Offset
DISK_PARTITION.index = Index
DISK_PARTITION.filesystem = Dateisystem
DISK_PARTITION.freeSpace = Freier Speicher
DISK_PARTITION.driveLetter = Laufwerksbuchstabe
OPTICAL_DRIVE = Optisches Laufwerk
OPTICAL_DRIVE.driveLetter = Laufwerksbuchstabe
MONITOR = Monitor
MONITOR.screenHeight = Vertikale Auflösung
MONITOR.screenWidth = Horizontale Auflösung
KEYBOARD = Tastatur
KEYBOARD.numberOfFunctionKeys = Anzahl Funktionstasten
POINTING_DEVICE = Zeigegerät
POINTING_DEVICE.numberOfButtons = Anzahl der Tasten
PRINTER = Drucker
PRINTER.horizontalResolution = Vertikale Auflösung
PRINTER.verticalResolution = Horizontale Auflösung
PRINTER.capabilities = Fähigkeiten
PRINTER.paperSizesSupported = Unterstützte Papierformate
PRINTER.driverName = Name des Treibers
PRINTER.port = Anschluss

Beispiele für Abfragen: Liste aller Festplatten:

SELECT * FROM HARDWARE_DEVICE_HARDDISK_DRIVE D
LEFT OUTER JOIN HARDWARE_CONFIG_HARDDISK_DRIVE H ON D.hardware_id=H.hardware_id ;

Die Softwareinventarisierung verwendet als Hauptschlüssel die folgenden Felder:

  • Name
    Dieser ist der windowsDisplayName bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist die windowsSoftwareId. Beide werden aus der Registry ermittelt:
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall bzw.
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\<id> DisplayName
  • Version
    HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\<id> DisplayVersion
  • SubVersion
  • Language
  • Architecture (32 Bit / 64 Bit)

In der Tabelle Software_config sind diese Felder zum Feld config_id zusammengefasst.

Abbildung 87. Datenbankschema: Softwareinventarisierung

Datenbankschema: Softwareinventarisierung

mysql-Backend für Konfigurationsdaten (Übersicht)

Das mysql-Backend für Konfigurationsdaten steht seit opsi 4.0 zur Verfügung.

Dieses Modul ist momentan eine kofinanzierte opsi Erweiterung. Das bedeutet die Verwendung ist nicht kostenlos.
Weitere Details hierzu finden Sie in Abschnitt 6, „Freischaltung kostenpflichtiger Module“.

Das mysql-Backend hat den Vorteil der höheren Performanz insbesondere bei großen Installationen.

Hier eine Übersicht über die Datenstruktur:

Abbildung 88. Datenbankschema: Konfigurationsdaten

Datenbankschema: Konfigurationsdaten

Initialisierung des mysql-Backends

Wenn der mysql-server noch nicht installiert ist, muss dies zunächst erfolgen mit:

apt-get install mysql-server

Danach muss für der root Zugang von mysql ein Passwort gesetzt werden:

mysqladmin --user=root password linux123

Mit dem Befehl opsi-setup --configure-mysql kann nun die Datenbank aufgebaut werden.

Eine Beispiel-Sitzung:

Abbildung 89. opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

opsi-setup --configure-mysql: Eingabemaske

Abbildung 90. opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

opsi-setup --configure-mysql: Ausgabe

Bei den Abfragen können außer beim Passwort alle Vorgaben mit Enter bestätigt werden.

Als nächstes muss in der /etc/opsi/backendManager/dispatch.conf eingetragen werden, das das mysql-Backend auch verwendet werden soll. Eine genaue Beschreibung zu dieser Konfiguration finden Sie im Kapitel Backend-Konfiguration des getting-started Handbuchs. Die Datei selbst enthält eine Reihe von Beispielen typischer Konfigurationen. Eine Konfiguration für mysql-Backend (ohne internen DHCPD) sieht so aus:

backend_.*         : mysql, opsipxeconfd
host_.*            : mysql, opsipxeconfd
productOnClient_.* : mysql, opsipxeconfd
configState_.*     : mysql, opsipxeconfd
.*                 : mysql

Nach Abschluss dieser Konfigurationsarbeit müssen Sie den folgenden Befehlen die Benutzung der jetzt konfigurierten und konvertierten Backend aktivieren:

opsi-setup --init-current-config
opsi-setup --set-rights
/etc/init.d/opsiconfd restart
/etc/init.d/opsipxeconfd restart

Konfigurieren der MySQL-Datenbank zum Zugriff von außen

# has to be written #

23.4. HostControl-Backend

Das HostControl-Backend speichert keine Konfigurationsdaten, sondern dient der Steuerung von opsi-Clients. Hierzu gehören beispielsweise das Starten von Clients per Wake-On-LAN oder das Senden von Steuerungsbefehlen an den opsi-client-agent.

Die Konfiguration des HostControl-Backends wird in der Konfigurationsdatei /etc/opsi/backends/hostcontrol.conf vorgenommen. Konfigurations-Optionen sind hierbei:

  • opsiclientdPort:
    Netzwerk-Port für die Verbindungsaufnahme zu einem opsi-client-agent.
  • hostRpcTimeout:
    Timeout (in Sekunden) bei der Verbindungsaufnahme zu einem opsi-client-agent.
  • resolveHostAddress:
    Steht diese Option auf True, wird bei einem Verbindungsaufbau vom opsi-server zu einem opsi-client die IP-Adresse des Clients bevorzugt über die Namensauflösung ermittelt. Um die im Backend von opsi hinterlegte IP-Adresse zu bevorzugen ist die Option auf False zu setzen.
  • maxConnections:
    Maximale Anzahl simultaner Verbindungen zu opsi-client-agents.
  • broadcastAddresses:
    Liste von Broadcast-Adressen für das Versenden von Wake-On-LAN-Broadcasts.

23.5. HostControlSafe-Backend

Eine Besonderheit beim Standardverhalten von opsi4.0 Methoden ist, dass bei einer Abfrage ohne Angaben von Parametern, alle Objekte abgerufen werden. Beispielsweise gibt der Befehl "host_getObjects" ohne Parameter aufgerufen, alle Host-Objekte zurück. Dieses Verhalten ist im HostControl-Backend etwas problematisch. Besonders bei den beiden Befehlen: "hostControl_shutdown" und "hostControl_reboot". In diesen Fällen würde ein Aufruf dieser Methoden ohne Parameter alle Clients hunterfahren bzw. neustarten.

Deshalb gibt es mit Service Release opsi 4.0.3 an dieser Stelle zwei Änderungen:

  • Die Methoden: "hostControl_shutdown" und "hostControl_reboot" brechen seit dieser Release mit dem opsi 4.0 Standardverhalten. Diese beiden Methoden geben nun eine Fehlermeldung zurück, wenn kein Parameter übergeben wurde.
  • Es wurde ein neues Backend: HostControlSafe Backend eingeführt, welches Standardmäßig bei allen Methoden eine Fehlermeldung ausgegeben wird, wenn keine korrekte Angaben zu den Clients übergeben wird. Um mit einer Methode vom HostControlSafe-Backend alle Clients an zu sprechen, kann man das *-Zeichen verwenden:
opsi-admin -d method hostControlSafe_shutdown *

Aus den oben genannten Gründen, empfehlen wir hostControlSafe-Methoden zu verwenden, wenn man etwas unsicher auf der Konsole ist oder neu anfängt sich mit den Servicemethoden zu beschäftigen.

23.6. Konvertierung zwischen Backends

Der Befehl opsi-convert dient zum Konvertieren der opsi-Konfigurationsdaten zwischen verschiedenen Backends. Das Ziel oder Quelle kann auf verschieden Arten bestimmt werden:

  • Backendnamen:
    Durch Angabe des Namen wird ein entsprechendes Backend auf dem aktuellen Server angegeben. So konvertiert opsi-convert file mysql auf dem aktuellen Server vom file-Backend zum mysql-Backend.
  • Service-Adresse
    Durch Angaben von Serviceadressen kann ein Server z.B. auch Remote angesprochen werden. Die Service Adresse hat die Form
    https://<username>@<ipadresse>:4447/rpc Nach den Passwörtern wird gefragt.
    Beispiel:
opsi-convert -s -l /tmp/log https://uib@192.168.2.162:4447/rpc \   https://opsi@192.168.2.42:4447/rpc
  • Konfigurationsverzeichnis
    Durch Angabe von Konfigurationsverzeichnissen für die entsprechende Backendmanagerkonfiguration können Quelle bzw. Ziel sehr detailliert beschrieben werden.
opsi-convert --help

Usage: opsi-convert [options] <from> <to>
Convert an opsi database into an other.
Options:
    -h        show this help text
    -V        show version information
    -q        do not show progress
    -v        increase verbosity (can be used multiple times)
    -c        clean destination database before writing
    -s        use destination host as new server
    -l <file> log to this file

<from> and <to> can be:
     - the name of a backend as defined in /etc/opsi/backends (file, ldap, ...)
     - the url of a opsi configuration service
       http(s)://<user>@<host>:<port>/rpc

23.7. Bootdateien

Unter /tftpboot/linux finden sich die Bootdateien, die im Zusammenspiel mit den PXE-Bootproms benötigt werden.

23.8. Absicherung der Shares über verschlüsselte Passwörter

Der opsi-client-agent greift auf die vom opsi-server zur Verfügung gestellten Shares zu, um die dort liegende Software zu installieren zu können.

Hierzu wird der System-User pcpatch verwendet. Die Absicherung dieser Shares und damit der Authentifizierungs­daten des Users pcpatch sind wichtig für die: * allgemeine Systemsicherheit und Datenintegrität * Absicherung der potenziell lizenzpflichtigen Softwarepakete gegen missbräuchliche Nutzung

Um dem opsi-client-agent ein Zugriff auf die Authentifizierungsdaten zu ermöglichen, wird für jeden Client bei seiner Erzeugung in opsi ein spezifischer Schlüssel (opsi-host-Schlüssel) erzeugt. Dieser Schlüssel wird zum einen (beim file-Backend) in der Datei /etc/opsi/pckeys abgelegt und zum anderen dem PC bei der Reinstallation übergeben. Der übergebene Schlüssel wird im Rahmen der der Installation des opsi-client-agent in der Datei c:\program files\opsi.org\opsi-client-agent\opsiclientd\opsiclientd.conf so abgelegt, dass nur Administratoren Zugriff darauf haben. Ebenso hat auf dem opsi-server nur root und Mitglieder der Gruppe opsiadmin Zugriff auf die Datei /etc/opsi/pckeys. Auf diese Weise verfügt jeder PC über einen Schlüssel, der nur dem PC und dem opsi-server bekannt ist und der gegenüber dem Zugriff durch normale Anwender geschützt ist. Mit diesem Schlüssel wird das aktuelle Passwort des system users pcpatch auf dem opsi-server verschlüsselt und im Backend abgelegt. Dieses verschlüsselte Passwort wird vom Client bei jeder Aktivierung des opsi-client-agent neu gelesen, so dass eine Änderung des pcpatch Passwortes jederzeit möglich ist und der Client auf verschlüsseltem Wege das veränderte Passwort erfährt.

24. Wichtige Dateien des opsi-servers

24.1. Allgemeine Konfigurationsdateien in /etc

/etc/hosts

Hier können IP-Nummer und IP-Name der Clients eingetragen werden (zusätzliche Namen sind Aliase, ab dem Zeichen „#“ ist der Eintrag Kommentar).

opsi hätte gerne den full qualified hostname (also inclusive Domain) und dieser kann auch statt aus der /etc/hosts aus dem DNS kommen.

Beispiel:

192.168.2.106  dplaptop.uib.local  dplaptop  # this opsi-server
192.168.2.153  schleppi.uib.local
192.168.2.178  test_pc1.uib.local # Test-PC PXE-bootprom

Die Ausgabe von:

getent hosts $(hostname -f)

Das Ergebnis sollte beispielsweise so aussehen:

192.168.1.1 server.domain.tld server

Sieht das Ergebnis nicht so aus (enthält z.B. 127.0.0.1 oder localhost), dann müssen Sie Ihre /etc/hosts oder Namensauflösung zunächst korrigieren.

/etc/group

Hier müssen zwei Gruppen angelegt sein: pcpatch und opsidamin. In der Gruppe pcpatch sollten alle user sein, die mit Paketverwaltung zu tun haben. In der Gruppe opsiadmin müssen alle user sein, die den opsiconfd-Webservice verwenden wollen z.B. über den opsi-configed (oder das Applet).

/etc/opsi/backends/

Konfigurationsdateien der verwendeten Backends.

/etc/opsi/backendManager/

  • acl.conf
    Konfiguration der Zugriffsrechte auf die opsi Methoden.
  • dispatch.conf
    Konfiguration welche der unter /etc/opsi/backends/ konfigurierten Backends wofür verwendet werden sollen.
  • extend.d/
    Verzeichnis der Backenderweiterungen. So liegen hier z.B. die Scripte, welche die opsi 3 Methoden auf die opsi 4 Methoden mappen.

/etc/opsi/hwaudit/*

Ab Version 3.2

Hier finden sich Konfigurationen zur Hardwareinventarisierung.

Im Verzeichnis locales liegen die Sprachanpassungen.

In der Datei opsihwaudit.conf ist die Abbildung zwischen WMI Klassen und der opsi Datenhaltung konfiguriert.

/etc/opsi/opsi.conf

Seit Version 4.0.2-2

Allgemeine opsi Konfigurationen.

Beispiel:

[groups]
fileadmingroup = pcpatch

Hintergrund: Die klassischen Installationsvariante mit dem Benutzer: pcpatch mit der primären Gruppe: pcpatch funktioniert nicht mit Samba 4. Da Samba4 den grundlegenden Restriktionen von Active-Directory unterliegt, sind Gruppen mit der gleichen Bezeichnung wie User (wie in Unix/Linux üblich) nicht mehr erlaubt. Aus diesem Grund wurde eine neue Konfigurationsdatei eingeführt: /etc/opsi/opsi.conf, über die gesteuert wird, wie die Gruppe für den Samba-Zugriff auf die Freigaben bestimmt wird. So wird z.B. bei UCS 3 nun über diese Datei der Gruppenname pcpatch umbenannt und heißt von nun an: opsifileadmins. Das bedeutet, dass die User, die Zugriffsrechte für die Freigaben von opsi erhalten müssen (opsi-Paketierer) unter UCS 3 nicht Mitglied der Gruppe pcpatch werden können, sondern Mitglied der Gruppe opsifileadmins sein müssen. Diese Besonderheit gilt vorerst nur für UCS 3 und unterscheidet sich von den anderen Distributionen (solange bis diese auch Samba 4 einführen, oder Sie dort Samba 4 installieren)

/etc/opsi/modules

Ab Version 3.4

Von der uib gmbh signierte Datei zur Freischaltung kostenpflichtiger Features. Wird die Datei verändert, verliert sie Ihre Gültigkeit. Ohne diese Datei stehen nur die kostenlosen Features zur Verfügung.

/etc/opsi/opsiconfd.conf

Ab Version 3

Konfigurationsdatei für den opsiconfd in dem sonstige Konfigurationen wie Ports, Interfaces, Logging hinterlegt sind.

/etc/opsi/opsiconfd.pem

Ab Version 3

Konfigurationsdatei für den opsiconfd in dem das ssl-Zertifikat hinterlegt ist.

/etc/opsi/opsipxeconfd.conf

Konfigurationsdatei für den opsipxeconfd, der für das Schreiben der Startdateien für das Linux-Bootimage zuständig ist. Hier können Verzeichnisse, Defaults und Loglevel konfiguriert werden.

/etc/opsi/opsi-product-updater.conf

Konfigurationsdatei für den opsi-product-updater. Siehe Abschnitt 4.5, „Werkzeug: opsi-product-updater

/etc/opsi/version

Enthält die Versionsnummer des installierten opsi.

/etc/init.d/

Start-Stop Skripte für: * opsi-atftpd * opsiconfd * opsipxeconfd

24.2. Bootdateien

Bootdateien in /tftpboot/linux

  • pxelinux.0
    Bootfile, der im ersten Schritt vom PXE-Bootprom geladen wird.
  • install und miniroot.gz
    Installationsbootimage, das per tftp an den Client bei der Reinstallation übertragen wird.

Bootdateien in /tftpboot/linux/pxelinux.cfg

  • 01-<mac adresse> bzw. <IP-NUMMER-in-Hex>
    Dateien mit der Hardwareadresse des Clients und dem Prefix 01 - sind auf dem opsi-server als clientspezifische Bootfiles zu finden. Sie sind zumeist über den opsipxeconfd als named pipes erzeugt und sollen eine Reinstallation des Clients einleiten.
  • default
    Die Datei default wird geladen, wenn es keine clientspezifischen Dateien gibt. Wird diese Datei geladen, so bootet der Client danach lokal weiter.
  • install
    Informationen zum boot des Installationsbootimages, die vom opsipxeconfd in die named pipe geschrieben werden.

24.3. Dateien in /var/lib/opsi

/var/lib/opsi/repository

Hier werden Produkt-Pakete gespeichert, welche über den Aufruf des opsi-product-updater auf den Server geladen werden.

Weiterhin werden hier Produkt-Pakete gespeichert, welche über den Aufruf des opsi-package-manager installiert werden, wenn dieser mit der Option -d aufgerufen wird.

/var/lib/opsi/depot

Dieses Verzeichnis ist (read-only) als Samba share opsi_depot freigegeben. Es dient unter der Distribution SLES direkt als Depot Verzeichnis (statt /opt/pcbin/install). Bei anderen Distributionen wird hier ein Link nach /opt/pcbin/install erzeugt. In Zukunft wird aus Gründen der LSB Konformität auch bei anderen Distributionen das Depotverzeichnis hier liegen.

/var/lib/opsi/ntfs-images

In diesem Verzeichnis werden (per default) Partionsimages abgelegt, welche mit dem Netboot-Produkt ntfs-write-image ausgelesen werden.

Weitere Verzeichnisse

Die restlichen Verzeichnisse in /var/lib/opsi (config und audit) sind Verzeichnisse des file-Backends, welche im folgenden Kapitel beschrieben sind.

24.4. Dateien des file Backends

/etc/opsi/pckeys

Hier sind die clientspezifischen opsi-host-Schlüssels sowie der Schlüssel des Servers selber abgelegt.

Beispiel:

schleppi.uib.local:fdc2493ace4b372fd39dbba3fcd62182
laptop.uib.local:c397c280fc2d3db81d39b4a4329b5f65
pcbon13.uib.local:61149ef590469f765a1be6cfbacbf491

/etc/opsi/passwd

Hier sind die mit dem Schlüssel des Servers verschlüsselten Passwörter (z.B. für pcpatch) abgelegt.

Übersicht /var/lib/opsi

Die Dateien des file Backends von opsi 4 finden sich standardmäßig in /var/lib/opsi/config/. Das folgende Schema gibt einen Überblick der Verzeichnisstruktur:

/var/lib/opsi-|
              |-depot                           opsi_depot share
              |-repository                      opsi package repository used by opsi-product-updater opsi-package-manager
              |-audit                           inventory - files
              !-config/-|                               config share
                        |-clientgroups.ini      client groups
                        |-config.ini            Host Parameter (Global Defaults)
                        |-clients/              <pcname.ini> files
                        |-products/             product control files
                        !-depots                depot description files

        +audit/
                global.<Type> (Allgemeine Hard-, bzw. Softwareinformationen)
                <FQDN>.<Type> (Hard-, bzw. Softwareinformationen der Clients)

        clientgroups.ini (enthält HostGroups)

        +clients/
                <FQDN>.ini (Informationen der Clients)
        config.ini (enthält Configs)

        +depots/
                <FQDN>.ini (Informationen der Server)

        +products/
                <ID>_<ProdVer>-<PackVer>.<Type> (Informationen der Products)

        +templates/
                pcproto.ini (Vorlage für Clients)
                <FQDN>.ini (Vorlage für spezifische Clients)

Konfigurationsdateien im Detail

./clientgroups.ini

Die Datei enthält die Informationen über Client-Gruppen.

[<GroupId>]
<HostId> = 1 #aktiv
<HostId> = 0 #inaktiv
./config.ini

Hier finden sich die Defaultwerte der Serverkonfiguration wie im opsi-configed im Tab Host Parameter angezeigt.

./clients/<FQDN>.ini

In der dieser Datei werden die Client spezifischen Konfigurationen zusammen gefasst. Die Informationen werden mit denen aus der <depot-id>.ini zusammengefasst, wobei Informationen aus der <FQDN>.ini Vorrang haben.

Diese Dateien sind folgendermaßen aufgebaut:

Die Sektion info enthält alle direkt auf den Client bezogene Informationen, wie z.B. die Beschreibung.

[info]
description = <String>
created = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
lastseen = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
inventorynumber = <String>
notes = <String>
hardwareaddress = <MAC> #format: 'hh:hh:hh:hh:hh:hh'
ipaddress = <IP> #format: 'nnn.nnn.nnn.nnn'
onetimepassword = <String>

Die folgende Sektion beschreibt die aktuellen Zustände der Produkte auf dem Client. Wenn keine Einträge vorhanden sind, wird not_installed:none angenommen.

[<Type>_product_states] #'Local-', bzw. 'NetbootProduct'
<ProductId> = <InstallationStatus>:<ActionRequest>

Genauere Informationen stehen dazu in den, zu den jeweiligen Produkten zugehörigen, Sektionen.

[<ProductId>-state]
producttype = <Type> #'Local-', bzw. 'NetbootProduct'
actionprogress = <String>
productversion = <ProdVer>
packageversion = <PackVer>
modificationtime = <Date> #format: 'YYYY-MM-DD HH:MM:SS'
lastaction = <ActionRequest>
actionresult = <ActionResult>
targetconfiguration = <InstallationStatus>
/var/lib/opsi/config/templates

Hier findet sich die Datei pcproto.ini, welche das Standardtemplate zur Erzeugung neuer Client-Ini-Dateien ist und besitzt dieselbe Struktur. Wenn bestimmte Clients abweichende Informationen erhalten sollen, kann man auch jeweils eine <FQDN>.ini in diesem Verzeichnis ablegen.

/var/lib/opsi/config/depots/

Hier findet sich die Dateien der opsi-depotserver, die ebenfalls mit <depot-id>.ini gespeichert werden. Hier wird u.a. die Erreichbarkeit des Depots abgelegt.

[depotshare]
remoteurl = smb://<NetBiosName>/<Path>
localurl = file://<Path>

[depotserver]
notes = <String>
network = <IP>
description = <String>
hardwareaddress = <MAC>
ipaddress = <IP>
inventorynumber = <String>

[repository]
remoteurl = webdavs://<FQDN>:<Port>/<Path>
localurl = file://<Path>
maxbandwith = <Integer> #in Bytes

Hier finden sich aber auch die Informationen, welche opsi-Produkte, in welcher Version und mit welchen Property Defaultwerten, auf dem Depot installiert sind.

Product control files in /var/lib/opsi/config/products/

Die product control files enthalten die Metainformationen der Produkte, wie z.B. Name, Properties und deren Defaultwerte, Abhängigkeiten …

Die control files entsprechen den control files, wie sie bei der Erstellung von opsi-Produkten im Verzeichnis <produktname>/OPSI/control erzeugt werden.

Die control files bestehen aus folgenden Sektionen:

  • Sektion [Package]
    Beschreibung der Paketversion und ob es sich um ein incrementelles Paket handelt.
  • Sektion [Product]
    Beschreibung des Produktes.
  • Sektion(en) [ProductProperty]
    (optional)
    Beschreibung von veränderbaren Produkteigenschaften.
  • Sektion(en) [ProductDependency]
    (optional)
    Beschreibung von Produktabhängigkeiten.

Ein Beispiel:

[Package]
version: 1
depends:
incremental: False

[Product]
type: localboot
id: thunderbird
name: Mozilla Thunderbird
description: Mailclient von Mozilla.org
advice:
version: 2.0.0.4
priority: 0
licenseRequired: False
productClasses: Mailclient
setupScript: thunderbird.ins
uninstallScript:
updateScript:
alwaysScript:
onceScript:

[ProductProperty]
name: enigmail
description: Installiere Verschluesselungs Plugin fuer GnuPG
values: on, off
default: off

[ProductDependency]
action: setup
requiredProduct: mshotfix
requiredStatus: installed
requirementType: before
  • [Package]-Version
    ist die Version des Paketes für die Produktversion. Die dient dazu um Pakete mit gleicher Produktversion aber z. B. korrigiertem opsi-winst-Skript zu unterscheiden.
  • [Package]-depends
    gibt bei einem inkrementellen Paket das Basis Paket an, zu dem es inkrementell ist.
  • [Package]-Incremental
    gibt an ob es ein inkrementelles Paket ist.
  • [Product]-type
    gibt die Art des Produktes an localboot/netboot.
  • [Product]-Id
    ist ein eindeutiger Bezeichner für das Produkt in der Regel unabhängig von der Version.
  • [Product]-name
    ist der Klartextname des Produkts.
  • [Product]-Description
    ist eine ergänzende Beschreibung zum Produkt, die z.B. im opsi-configed unter Beschreibung angezeigt wird.
  • [Product]-Advice
    ist eine ergänzende Beschreibung (in der Regel) zum Umgang mit dem Produkt, die zu beachten ist und im opsi-configed unter Notiz angezeigt wird.
  • [Product]-version
    ist die Version der eingepackten Software.
  • [Product]-Priority
    beeinflusst zusammen mit den Produktabhängigkeiten die Installationsreihenfolge.
  • [Product]-productClasses
    wird zur Zeit noch nicht verwendet (und auch nicht angezeigt).
  • [ProductProperty]-type
    Typ des properties: (unicode/boolean)
  • [ProductProperty]-name:
    Anzeigename der Eigenschaft.
  • [ProductProperty]- multivalue
    Kann dieses Property eine Liste von Werten enthalten (True/False)
  • [ProductProperty]- editable
    Kann dieses Property frei editiert werden (oder kann nur aus einer vorgegebnenen Liste ausgewählt werden). (True/False)
  • [ProductProperty]-description:
    Beschreibung der Eigenschaft (Tooltip im opsi-configed).
  • [ProductProperty]-values :
    Liste möglicher, erlaubte Werte. Wenn leer, dann ist der Wert frei editierbar.
  • [ProductProperty]-default :
    Default Wert der Eigenschaft.
  • [ProductDependency]-Action :
    für welche Aktion des Produktes, welches Sie gerade erstellen, soll die Abhängigkeit gelten (setup, uninstall …).
  • [ProductDependency]-Requiredproduct:
    Productid (Bezeichner) des Produkts, zu dem eine Abhängigkeit besteht.
  • [ProductDependency]-Required action:
    Sie können entweder eine Aktion anfordern oder (siehe unten) einen Status. Aktionen können z.B. sein : setup, uninstall, update …
  • [ProductDependency]-Required installation status:
    Status, den das Produkt zu dem eine Abhängigkeit besteht, haben soll. Typischerweise installed - liegt ein anderer Status vor, so wird das Produkt auf setup gestellt.
  • [ProductDependency]-Requirement type:
    Installationsreihenfolge. Wenn das Produkt zu dem eine Abhängigkeit besteht installiert sein muss, bevor mit der Installation des aktuellen Produkts begonnen werden kann, dann ist dies before. Muss es nach dem aktuellen Produkt installiert werden, so ist dies after. Ist die Reihenfolge egal, so muss hier nichts eingetragen werden.

Inventarisierungsdateien /var/lib/opsi/audit

Hier liegen die Dateien der Hardwareinventarisierung (*.hw) und der Softwareinventarisierung (*.sw).

24.5. Dateien des LDAP-Backends

Das opsi-LDAP Schema finden Sie unter /etc/ldap/schema/opsi.schema.

24.6. opsi Programme und Libraries

Python Bibliothek

Die opsi Python Module finden sich unter:

  • Debian Lenny
    /usr/share/python-support/python-opsi
    /usr/share/python-support/opsiconfd
  • Ubuntu Lucid
    /usr/share/pyshared/python-opsi
    /usr/share/pyshared/opsiconfd

Programme in /usr/bin

  • opsipxeconfd
    opsi Daemon, welcher für den PXE-Start der Clients die notwendigen Dateien im tftp-Bereich des Servers verwaltet.
  • opsi-admin
    Kommandozeilen-Interface zur opsi python Library.
  • opsiconfd
    opsi Daemon zur Bereitstellung der opsi Methoden als Webservice und vieles mehr.
  • opsiconfd-guard
    opsi Daemon, der überwacht, ob der opsiconfd läuft und diesen im Zweifelsfall neu startet.
  • opsi-configed
    Aufruf des opsi-Managementinterface.
  • opsi-convert
    Skript zum Konvertieren zwischen verschiedenen Backends.
  • opsi-makeproductfile
    Skript zum opsi-Paket packen.
  • opsi-newprod
    Skript zum Erstellen eines neuen Produktes.
  • opsi-package-manager
    Skript zum Installieren und Deinstallieren von opsi-Paketen auf einem opsi-server.
  • opsi-setup
    Programm für diverse Basiskonfigurationen.

24.7. opsi-Logdateien

Die opsi Logdateien haben das Format:

[Loglevel] Timestamp Meldung
Die Loglevel sind dabei:
0 = nothing      (absolute nothing)
1 = essential    ("we always need to know")
2 = critical     (unexpected errors that my cause a program abort)
3 = error        (Errors that don't will abort the running program)
4 = warning      (you should have a look at this)
5 = notice       (Important statements to the program flow)
6 = info         (Additional Infos)
7 = debug        (important debug messages)
8 = debug2       (a lot more debug informations and data)
9 = confidential (passwords and other security relevant data)

/var/log/opsi/bootimage

Hier findet sich die Logdateien der bootimages zu den Clients. Dabei werden die Dateien als <IP-Name>.log angelegt.

Sollte das bootimage den Webservice nicht erreichen können, so findet sich die Logdatei im bootimage unter /tmp/log. Um in einem solchen Fall an die Logdatei vom bootimage zu kommen, gibt es zwei Wege:

  1. Netzwerk geht
    Dann kann man per SCP z.B. von Windows aus per WinSCP die Datei /tmp/log holen.
  2. Netzwerk geht nicht

Dann hilft der USB-Stick:

  • Als root mit pass linux123 einloggen
  • USB-Stick einstecken und ein paar Sekunden warten
  • mit sfdisk -l prüfen, auf welchem Device der Stick liegt
  • mounten
  • kopieren
  • unmounten

Das Ganze sieht als Beispiel etwa so aus:

#sfdisk -l
Disk /dev/sda: 30401 cylinders, 255 heads, 63 sectors/track
Units = cylinders of 8225280 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sda1   *      0+  30401-  30402- 244197528+   7  HPFS/NTFS
/dev/sda2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sda4          0       -       0          0    0  Empty

Disk /dev/sdb: 1017 cylinders, 33 heads, 61 sectors/track
Units = cylinders of 1030656 bytes, blocks of 1024 bytes, counting from 0

   Device Boot Start     End   #cyls    #blocks   Id  System
/dev/sdb1          0+   1016    1017-   1023580    b  W95 FAT32
/dev/sdb2          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sdb3          0       -       0          0    0  Empty
/dev/sdb4          0       -       0          0    0  Empty
# mount /dev/sdb1 /mnt
# cp /tmp/log /mnt
#umount /mnt

/var/log/opsi/clientconnect

Hier findet sich die Logdatei der auf dem Client laufenden opsi-client-agent.
Dies ist auf dem client die C:\tmp\opsiclientd.log.

/var/log/opsi/instlog

Hier findet sich die Logdatei der auf den Clients ausgeführten opsi-winst-Skripte.
Die Originale liegen auf dem Client unter c:\tmp\instlog.txt

/var/log/opsi/opsiconfd

Hier findet sich die Logdatei des opsiconfd selbst sowie log Dateien zu den Clients.
Dabei werden die Dateien als <IP-Nummer>.log angelegt und soweit in /etc/opsi/opsiconfd.conf eingestellt, zu diesen symbolische Links als <IP-Name>.log erzeugt.

/var/log/opsi/opsipxeconfd.log

Logdatei des opsipxeconfd
welcher für den PXE-Start der Clients die notwendiogen Dateien im tftp-Bereich des Servers verwaltet.

/var/log/opsi/package.log

Logdatei des opsi-package-manager.

/var/log/opsi/opsi-product-updater.log

Logdatei des opsi-product-updater.

tftp log in /var/log/syslog

Die Logeinträge des tftpd finden sich in /var/log/syslog.

Damit diese auch aussagerkräftig sind muss der Loglevel des tftpd auf 7 erhöht werden:
In der Datei /etc/inetd.conf in der Zeile die mit tftpd anfängt den Parameter verbose auf 7 setzen:

tftp    dgram   udp     wait    nobody /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/in.tftpd --tftpd-timeout 300 --retry-timeout 5     --mcast-port 1758 --mcast-addr 239.239.239.0-255 --mcast-ttl 1 --maxthread 100 --verbose=7  /tftpboot

danach ausführen:

killall tftpd
killall -1 inetd

c:\tmp\opsiloginblocker.txt

Logdatei des Loginblockers.

c:\tmp\opsiclientd.log

Logdatei des opsiclientd.
Wird bei Beendigung auf den Server nach /var/log/opsi/clientconnect/<pc-ipnummer.log> kopiert.

c:\tmp\instlog.txt

Logdatei des opsi-winst.
Wird bei Beendigung auf den Server nach /var/log/opsi/instlog/<pc-ipnummer.log> kopiert.

25. Registryeinträge

25.1. Registryeinträge des opsiclientd

opsi.org/general

  • bootmode= <bkstd | reins>
    Beschreibt ob der Rechner gerade aus einer Reinstallation kommt.

opsi.org/opsi-client-agent und opsi.org/preloginloader

Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\opsi.org\opsi-client-agent] Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\opsi.org\preloginloader]

Diese beiden Keys sind identisch, wobei der zweite (preloginloader) abgekündigt ist und nur der Rückwärtskompatibilität dient.

  • "RemoveMsginaOnDeinst"=dword:00000001

    • bei Reinstallation msgina deinstallieren
  • "WinstRegKey"="SOFTWARE\\opsi.org\\winst"

    • hier wird geschaut, ob der opsi-winst rebooten möchte
  • "LoginBlockerStart"=dword:00000001

    • opsigina wartet auf READY aus der Named Pipe
  • "LoginBlockerTimeoutConnect"=dword:00000005

    • Timeout in Minuten für ein Pipe-Connect zum opsi-client-agent
    • nur wenn LoginBlockerStart auf 1 steht
  • "LoginBlockerLogLevel"=reg_dword:006

    • Loglevel des Loginblockers
  • "OpsiServiceType"=dword:00000002

    • Soll sich die opsigina mit dem prelogin (1) oder opsiclientd (2) unterhalten
  • "NextGina"="msgina.dll"

    • die nächste gechainte gina.dll

opsi.org/shareinfo

  • depoturl
    <Url die zu den Softwarepaketen verweist. Muster: protokoll:\\server\share\dir>

    Beispiel:
    smb:\\schleppi\opsi_depot

  • depotdrive
    <Laufwerksbuchstaben auf den depoturl gemountet wird>

    Beispiel: P: (mit Doppelpunkt)

25.2. Registryeinträge des opsi-winst

opsi.org/winst

Diese Registry Einträge werden vom Winst selbst verwaltet und sollten nicht verändert werden.

"LastLogFilename"="C:\\TMP\\syslogin.log"
"ContinueLogFile"=dword:00000000
"RebootRequested"=dword:00000000
"SendLogToService"=dword:00000001
"NumberOfErrors"=dword:00000000
"ShutdownRequested"=dword:00000000

Steuerung des Logging per syslog-Protokoll

Schlüssel HKLM\Software\opsi.org\syslogd

DWord-Variable remoteerrorlogging wird nach folgendem Schema ausgewertet:
RemoteErrorLogging = (trel_none, trel_filesystem, trel_syslog);

Falls das Logging mittels dem syslog-Protokoll erfolgt ("remoteerrorlogging"=dword:00000002), so gibt die String-Variable sysloghost den IP-Namen des LogHost an. DWORD-Variable syslogfacility gibt an, was als Quelle der syslog-Nachricht übergeben wird. Der default ist ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL0 Bedeutungen:

  ID_SYSLOG_FACILITY_KERNEL     = 0;  // kernel messages
  ID_SYSLOG_FACILITY_USER       = 1;  // user-level messages
  ID_SYSLOG_FACILITY_MAIL       = 2;  // mail system
  ID_SYSLOG_FACILITY_SYS_DAEMON = 3;  // system daemons
  ID_SYSLOG_FACILITY_SECURITY1  = 4;  // security/authorization messages (1)
  ID_SYSLOG_FACILITY_INTERNAL   = 5;  // messages generated internally by syslogd
  ID_SYSLOG_FACILITY_LPR        = 6;  // line printer subsystem
  ID_SYSLOG_FACILITY_NNTP       = 7;  // network news subsystem
  ID_SYSLOG_FACILITY_UUCP       = 8;  // UUCP subsystem
  ID_SYSLOG_FACILITY_CLOCK1     = 9;  // clock daemon (1)
  ID_SYSLOG_FACILITY_SECURITY2  = 10; // security/authorization messages (2)
  ID_SYSLOG_FACILITY_FTP        = 11; // FTP daemon
  ID_SYSLOG_FACILITY_NTP        = 12; // NTP subsystem
  ID_SYSLOG_FACILITY_AUDIT      = 13; // log audit
  ID_SYSLOG_FACILITY_ALERT      = 14; // log alert
  ID_SYSLOG_FACILITY_CLOCK2     = 15; // clock daemon (2)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL0     = 16; // local use 0  (local0)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL1     = 17; // local use 1  (local1)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL2     = 18; // local use 2  (local2)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL3     = 19; // local use 3  (local3)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL4     = 20; // local use 4  (local4)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL5     = 21; // local use 5  (local5)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL6     = 22; // local use 6  (local6)
  ID_SYSLOG_FACILITY_LOCAL7     = 23; // local use 7  (local7)

26. Upgrade Anleitungen für den opsi-server

Diese finden Sie ab opsi 4.0 in den versionspezifischen releasenotes-upgrade Handbüchern.